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Verbandsnachrichten, Aufmacher - 16.12.10

HU bleibt HU – Abstimmung zur Änderung des Vereinsnamens verfehlt knapp das Quorum

Sven Lüders

Die Mitglieder der Humanistischen Union haben entschieden: Die HU behält auch nach der Fusion mit der Gustav Heinemann-Initiative ihren bisherigen Namen. In einer Urabstimmung stimmte zwar eine deutliche Mehrheit (72,9%) für den neuen Vorschlag "Gesellschaft für Bürgerrechte". Für eine Satzungsänderung wäre jedoch eine Zustimmung von drei Viertel aller Abstimmenden nötig gewesen.

Bild von der Auszählung der Stimmzettel

Am Ende fehlten ganze 14 Stimmen für den neuen Namen. Auch die mehrfache Nachzählung aller Stimmen bestätigte das knappe Ergebnis: 26,4 Prozent der TeilnehmerInnen an der Urabstimmung sprachen sich gegen den neuen Namensvorschlag aus. Damit verfehlte die zweite Urabstimmung in der Geschichte der HU erneut das für eine Satzungsänderung erforderliche Quorum (drei Viertel der Stimmen). Insgesamt beteiligten sich diesmal 652 Mitglieder an der Abstimmung.

Die Urabstimmung über eine neuen Vereinsnamen war zwischen den Mitgliedern von Humanistischer Union und Gustav Heinemann-Initiative anlässlich der Verschmelzung beider Vereine im vergangenen Jahr vereinbart worden. In ihrem Verschmelzungsvertrag hatten sich beide Vereine verpflichtet, über einen neuen Namen abzustimmen - nicht zuletzt, um die Integration nach Außen deutlich zu machen. Dieser Versuch einer Namensänderung ist vorerst gescheitert: Die HU heißt auch in Zukunft „Humanistische Union, vereinigt mit Gustav Heinemann-Initiative“. 

Das Abstimmungsergebnis ist dennoch ein starkes Signal: Es zeigt, dass der Wunsch zur Namensänderung nicht nur von den Mitgliedern der früheren GHI ausging, sondern auch in den Reihen der „alten“ HU-Mitgliedschaft viele Befürworter fand.

 

Einen Kommentar zum Ergebnis der Urabstimmung liefert unsere nächste Ausgabe der Verbandszeitschrift HU-Mitteilungen (Nr. 211), die in wenigen Tagen erscheint.