vorgänge: Ausgaben - 25.04.10

vorgänge Nr. 189 (Heft 1/2010): Der ungeliebte Liberalismus

Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik, 49. Jahrgang, Heft 1 (März 2010)

Coverbild der vorgänge Nr. 189

Die neue Ausgabe der vorgänge widmet sich dem „ungeliebten Liberalismus“. Das Missfallen, das dieser erregt, lässt sich vordergründig leicht an dem Zuspruch für das politische Personal ermessen, das in seinem Namen agiert. Doch wird dem Liberalismus nicht gerecht, wem dabei als erstes Guido Westerwelle in den Sinn kommt, auch die aktuelle FDP verkörpert bestenfalls noch Restformen der politischen Philosophie, die nicht unwesentlich zur geglückten Demokratie (E. Wolfrum) der Bundesrepublik Deutschland und erst recht zur friedlichen Revolution von 1989 und damit zur Deutschen Einheit beigetragen hat. Sie wirkt, doch ist sie seit Längerem  parteipolitisch heimatlos. Der Neoliberalismus hat sich mit der Finanzkrise als eine (selbst)zerstörerische Ideologie erwiesen, zugleich haben aber auch Gleichheit und Gerechtigkeit als regulative Normen der Gesellschaft an Kraft eingebüßt. Zeit also, dem Liberalismus wieder mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und die Tauglichkeit seiner Aussagen zu überprüfen. Dazu wollen die vorgänge einen Beitrag leisten.

 

Inhaltsverzeichnis:

Dieter Rulff: Editorial (1)

Jens Hacke: Zur Ideengeschichte des Liberalismus in der Bundesrepublik Deutschland (4)

Claudia Ritzi, Gary S. Schaal: Responsivität und Pluralismus - das Dilemma liberaler Demokratien (13)

Wolfgang Kersting: Liberalismus als Lebensform (28)

Karsten Fischer: Bewahrung und Beschränkung. Paradoxien liberaler Religionspolitik (36)

Christoph Butterwegge: Niederlage oder Renaissance des Neoliberalismus? Die Folgen der Finanzkrise (43)

Dieter Rulff: Wo von Generationen geredet wird, sollte von Gerechtigkeit geschwiegen werden. Zur Zukunftsoffenheit liberaler Demokratien (53)

Wolfgang Fach: Serious men? Die Liberalen im Test (60)

Theo Schiller: Der kurze Sommer des sozialen Liberalismus. Ein Rückblick auf die Freiburger Thesen (69)

Jürgen Dittberner: Die FDP zwischen Neo- und Ordoliberalismus (78)


Essay

Johann-Albrecht Haupt: Ewige Rente für die Kirche? (86)

Markus Holzinger: Resymmetrierung der Asymmetrie. Zur Rückwirkung asymmetrischern Konflikte auf die rechtsstaatliche Sicherheitsarchitektur (95)

Dieter Deiseroth: Das Friedensgebot des Grundgesetzes. Anspruch und Wirklichkeit nach sechzig Jahren (103)
 

Rezensionen

Peter Fischer: Kein Wahres im Falschen. Wolfgang Engler schreibt eine Geschichte des unaufrichtigen Ganges (116)

Gerd Pflaumer: Für eine dritte Deutsche Einheit. Armin Laschet plädiert für eine umfassende Integration der Migranten (119)

Ulrich Finckh: Die Suche nach gerechtem Frieden (121)

Herbert Mandesartz: "Ohne Frieden ist alles nichts". Die Linke in der SPD will die Friedenspolitik wiederbeleben (123)


Autorinnen und Autoren (125)

 

Bezugsmöglichkeiten:

Das Heft können Sie beim Berliner Wissenschaftsverlag oder über den Buchhandel beziehen.