vorgänge: Artikel - 4.05.17

Distanzierung vom gewaltorientierten Islamismus – Ansätze und Erfahrungen etablierter pädagogischer Praxis*

Michaela Glaser/Carmen Figlestahler

In: vorgänge Nr. 217 (Heft 1/2017), S. 63-78

 

Der islamistische Extremismus rekrutiert und findet seine Anhänger/innen in Deutschland vor allem unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In Reaktion darauf wurden in den letzten Jahren pädagogische Spezialangebote entwickelt, die junge Menschen bei einer Distanzierung von dieser Ideologie und ihren Strukturen unterstützen sollen. Basierend auf einer Befragung von Praxisakteuren werden im Beitrag zentrale Ansätze vorgestellt, dahinterstehende Präventionslogiken analysiert und die jeweiligen Potenziale verschiedener Vorgehensweisen diskutiert. Es zeigt sich, dass mit dem etablierten Angebotsspektrum junge Menschen in unterschiedlichen Phasen der Hinwendung bzw. Einbindung in islamistische Szenen erreicht und unterstützt werden können – wobei die unterschiedlichen Ansätze hier je spezifische Stärken und Begrenzungen aufweisen. Als eine Herausforderung wird erkennbar, das Spektrum bisher erreichter Zielgruppen zu verbreitern. Dazu gilt es unter anderem, die direkte Arbeit mit jungen Menschen, etwa durch den Ausbau sozialraum- und lebensweltorientierter Zugänge, zu stärken.

 

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MICHAELA GLASER   Jahrgang 1966, studierte Soziologie und Politik in Freiburg. Nach ihrem Studium war sie freie Mitarbeiterin u.a. beim SPD-Landesverband Berlin und der Heinrich-Böll-Stiftung, von 2000 bis 2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Institut für Stadtplanung und Sozialforschung Weeber+Partner in Berlin. Seit 12/2003 ist sie wissenschaftl. Referentin im Deutschen Jugendinstitut, Außenstelle Halle, wo sie seit Januar 2011 die Projektleitung der Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit inne hat.

CARMEN FIGLESTAHLER   studierte Soziologie, Ethnologie und VWL an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Von 2010 bis 2015 hielt sie ein Promotionsstipendium an der Universität Kassel. Seit 2015 ist sie wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut in Halle.