vorgänge: Artikel, Polizei - 26.11.19

Predictive Policing: Die Algorithmisierung der Polizei als Risiko für die Bürgerrechte?

Roman Thurn und Simon Egbert

In: vorgänge Nr. 227 (3/2019), S. 71-84


Der Trend zur Ausweitung der polizeilichen Gefahrenabwehr scheint ungebrochen: immer früher soll die Polizei auf mögliche Gefahren reagieren und mögliche Schäden abwehren können. Neben den dafür nötigen gesetzlichen Befugnissen bedarf es dafür auch geeigneter technischer und informationeller Hilfsmittel. Neue Analyse- und Prognoseprogramme, die unter dem Begriff des Predictive Policing zusammengefasst werden, versprechen hier nicht weniger als eine Zäsur in der klassischen Polizeiarbeit, weil sie Voraussagen bieten sollen, wann und wo die nächsten Straftaten zu erwarten sind. Was diese Programme wirklich leisten, welche Chancen dies für die Polizeiarbeit bietet, aber auch welche rechtspolitischen und freiheitlichen Risiken damit verbunden sind, schildert der folgende Aufsatz.

 

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ROMAN THURN M.A., Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung; promoviert derzeit zur Produktion ‚gefährlicher Orte‘ am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.

SIMON EGBERT Dr. phil., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Technischen Universität Berlin; arbeitet aktuell an einem Habilitationsprojekt zum Thema Predictive Policing als soziotechnische Innovation.