vorgänge: Artikel - 1.08.18

Professionalisierte Gewalt

Robert Claus

Rechte Hooligans zwischen Fanszenen und Kampfsport. In: vorgänge Nr. 223 (3/2018), S. 105-114

Der Hooliganismus hat sich in seinen Gewaltformen in den letzten Jahrzehnten stark verändert: statt unübersichtlicher Straßenrandale prägen heute verschiedene Formen organisierter Einzel- und Gruppenkämpfe die Szene, die sich über professionelle Kampfsportevents sowie Kleidungslabels finanziert und international vernetzt. Robert Claus beschreibt in diesem Beitrag neuere Entwicklungen im Kampfsport und eine zunehmende Nähe eines relevanten Teils der deutschen Szene zu rechtsextremen Bestrebungen. Dabei bezieht er auch internationale Entwicklungen und Einflüsse ein. Er gibt einen Überblick über die Organisation von Gewalt in der Szene, beschreibt das Leipziger Imperium Fighting Championship zwischen Hooliganismus und Politik, erörtert die Landschaft der Mixed-Martial-Arts in Deutschland und geht auf die Verbindungen des russischen Neonazilabels „White Rex“ zu Kölner Hooligans ein. Sein Fazit: Ohne einen Blick auf den Kampfsport ist die Hooliganszene nicht mehr zu erfassen.

 

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ROBERT CLAUS   Jahrgang 1983, Magister der Europäischen Ethnologie und Gender Studies, Mitarbeiter der „Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit“ (KoFaSgGmbH); letzte Buchveröffentlichung: Hooligans. Eine Welt zwischen Fußball, Gewalt und Politik (Göttingen 2017).