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Rechtsextremismus, Innere Sicherheit, München: Presse - 19.09.10

Gedenken und Mahnwachen zum 30. Jahrestag des Oktoberfest-Attentats

Wolfgang Killinger

In wenigen Tagen, am 26. September, jährt sich der Anschlag auf das Oktoberfest zum 30. Mal. Genauso lange geht bereits auch der Kampf darum, dass Mittäter, Hintermänner und Hintergründe dieses größten Terroranschlags der deutschen Nachkriegsgeschichte aufgeklärt werden.

Denn allzu schnell haben sich die offiziellen Stellen auf die Einzeltätertheorie festgelegt. Die offensichtlichen Verbindungen zum schwarz-braunen Milieu wurden im Dunkeln gelassen, Spuren staatlicherseits nicht verfolgt, die Asservate vernichtet. All die Jahre waren aber auch immer Einzelpersonen und Organisationen und aktiv, um gegen das Vergessen und Verdrängen anzugehen.

Die seit Jahren immer wieder gestellte Forderung nach Wiederaufnahme der Ermittlungen ist deswegen auch an diesem 30. Jahrestag hochaktuell.

Wir fügen deswegen den Offenen Brief an die Bundesjustizministerin an, der genau diese Forderung zum Inhalt hat. Er kann von allen, ob aus München oder nicht, unterzeichnet werden. Rückmeldungen können direkt an den Initiator Bernhard Schindlbeck geschickt werden. Am  26. September soll der Offene Brief in die Öffentlichkeit getragen werden!

Am 26. September um 10.00 Uhr findet die jährliche Kranzniederlegung statt, organisiert von der DGB-Jugend und der Stadt München. Reden wird dieses Jahr auch Oberbürgermeister Christian Ude und die DGB-Jugendsekretärin Katharina Joho.

- Wir schlagen vor, an der Kranzniederlegung mit Schildern und Transparenten teilzunehmen.

- Weiter schlagen wir vor, anschließend ein ständiges Gedenken bis zum Zeitpunkt des Anschlags 22.19 Uhr durchzuführen. Dazu wird das beigefügte Flugblatt verteilt, auf dem der offene Brief abgedruckt ist. Neben dem Denkmal gibt es die Möglichkeit für alle, den offenen Brief für die Wiederaufnahme der Ermittlungen zu unterzeichnen.

- Um 22 Uhr spricht Klaus Hahnzog, damals Kreisverwaltungsreferent der Landeshauptstadt München und bis heute Streiter für die Wiederaufnahme der Ermittlungen,

- 22.19 - Gegen das Vergessen - Minute des Gedenkens.