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Termine: Bundesverband - 4.11.10

Fritz Bauer - Tod auf Raten. Festivalpremiere des Dokumentarfilms von Ilona Ziok

Donnerstag, 4. November 2010 um 20.00 Uhr

Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Filmplakat

 

FRITZ BAUER – TOD AUF RATEN
Ein Dokumentarfilm von Ilona Ziok
D 2010 | 97 Min. | Dokumentarfilm | FSK 12 | Audiodeskription | UT für Gehörlose

Der Jurist Fritz Bauer gehörte nach 1945 zu den Wenigen, die die Verbrechen der Nationalsozialisten dem Vergessen und Verdrängen entreißen wollten. Mit seiner Anklage im Remer-Prozess 1952 gelang es ihm, die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 zu rehabilitieren. Als Hessischer Generalstaatsanwalt hatte er entscheidenden Anteil daran, dass die sogenannten Ausschwitz-Prozesse in Frankfurt stattfinden konnten. Weit über seine beruflichen Aufgaben hinaus engagierte sich Bauer dafür, dass die jüngere Generation lernt, wie es zu solchem Unrecht kommen konnte - unter anderem auch in der Humanistischen Union, zu deren Mitbegründern er 1961 zählte.

 

Auf welchen Widerstand Bauer in seinen Bemühungen traf, welche Bedeutung das Recht in der Abwehr totalitärer Entwicklungen hat und was uns seine Geschichte heute lehren kann, dies führt die Regisseurin Ilona Ziok in ihrer Dokumentation über Fritz Bauer eindrucksvoll vor Augen. Ilona Ziok (u.a. "Der Junker und der Kommunist") hat aus Archivaufnahmen, aus Gesprächen mit Zeitzeugen und Wegbegleitern Bauers eine dichte Dokumentation über "den größten Botschafter Deutschlands" erstellt.

 

Die Humanistische Union, die sich dem Werke Fritz Bauers in besonderer Weise verpflichtet fühlt, ist Filmpartner für diesen Film, der am 4. November 2010 das bundesweite Filmfestival "ueber Mut" der Aktion Mensch im Berliner Zeughauskino eröffnet und der anschließend ein Jahr lang mit neun weiteren Dokumentar- und Spielfilmen durch einhundert Städte in Deutschland tourt.

In den Filmen des Festivals ueber Mut stehen Menschen im Mittelpunkt, die sich leidenschaftlich für ihren Traum von Veränderung einsetzen. Sei es für würdige Lebensbedingungen von obdachlosen Menschen oder gegen den Missbrauch und die Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen. Die Filme zeigen aber auch Menschen, die mit ihren Ängsten mutig dem intimen Blick der Kamera begegnen, den inneren und äußeren Kämpfen zum Trotz. ueber Mut setzt die Reihe der Filmfestivals fort, die 2006 mit ueber arbeiten begann und 2007 sowie 2009 mit ueber morgen und ueber Macht fortgesetzt wurde.

Zur Premiere werden neben den Partnern auch Mitwirkende des Films für ein Gespräch zu Film und Thema anwesend sein.

Die Organisatoren des Filmsfestivals bitten um eine Anmeldung per Fax an 030 – 24 31 30 31 oder per E-Mail an premiere.fb@eyzmedia.de.