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vorgänge: Artikel - 17.08.17

Historische Kriegslügen*

Wolfram Wette

in: vorgänge Nr. 218 (Heft 2/2017), S. 5-16

 

Hindenburgs Behauptung, das deutsche Heer sei im Felde unbesiegt geblieben, schuld an der Niederlage sei die Heimatbevölkerung, die der kämpfenden Truppe einen Dolch in den Rücken gestoßen habe, dürfte allgemein als wahrheitswidrig bekannt sein. Ebenso Hitlers Behauptung, seit 5.45 Uhr werde zurückgeschossen, womit er Polen zum Auslöser des 2. Weltkriegs machen wollte. Aber dies sind nicht die einzigen Kriegslügen. Wolfgang Wette Autor zeigt anhand einer Reihe weiterer Fälle, dass die Eliten eines kriegführenden Landes ihr Handeln rechtfertigen und durch Kriegspropaganda untermauern. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die politischen Kriegslügen die Berufung auf den „gerechten Krieg“ längst abgelöst haben und die Wahrheit bereits vor dem Beginn eines Krieges verfälscht wird, um die Legitimität des eigenen Handels zu untermauern.

 

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WOLFRAM WETTE   Prof. i.R., Dr. phil., geb. 1940, Historiker, 1971-95 Militärgeschichtliches Forschungsamt, dann Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Mitbegründer der Historischen Friedensforschung (AHF); Mitherausgeber der Reihen „Geschichte und Frieden“ und „Frieden und Krieg“, Ehrenprofessor der russischen Universität Lipezk. Jüngste Veröffentlichung: Ernstfall Frieden. Lehren aus der deutschen Geschichte seit 1914. Bremen: Donat 2017, mit dem einschlägigen Abschnitt: Weil sich die Wahrheit nicht sehen lassen kann: Das System der Kriegslügen, S. 293-356.