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Lübeck - 10.02.17

Protest gegen neue Abschiebungen nach Afghanistan

Helga Lenz

Obwohl sich die Sicherheitslage und menschenrechtliche Situation in den letzten Monaten weiter verschärft hat, plant die Regierung, weitere Menschen in das Kriegsgebiet abzuschieben.

3512 Kinder sind den kriegerischen Auseinandersetzungen 2016 zum Opfer gefallen. Dies ist ein trauriger Höchststand. Die Gesamtzahl der zivilen Opfer ist im vergangenen Jahr um drei Prozent gestiegen. Knapp 3.500 Todesopfer und 7.920 Verletzte im Jahr 2016 sprechen eine deutliche Sprache.

Für Deutsche spricht das Auswärtige Amt dringende Reisewarnungen aus. Geflüchtete dagegen werden abgeschoben, auch wenn sie seit Jahren hier arbeiten, sich in Ausbildung befinden oder krank sind. Am 23. Januar 2017 befand sich auch ein Kranker in der Abschiebemaschine. Die Behörden in Kabul verweigerten jedoch die Einreise aufgrund seiner Krankheit. Mit der Abschiebung von Menschen nach Afghanistan werden auch unsere Grund- und Menschenrechte abgeschoben.

Gegen das inhumane Handeln unserer Regierung protestieren wir auch in Lübeck.

Gemeinsam mit dem Flüchtlingsforum Lübeck, der Flüchtlingsbeauftragten der evangelischen Kirche Lübeck-Lauenburg wird die Humanistische Union Lübeck sich an dem bundesweiten Aktionstag gegen die Abschiebungen nach Afghanistan am Samstag, den 11.2. ab 11.30 Uhr mit einem Informationsstand in der Fußgängerzone der Lübecker Innenstadt (vor der Commerzbank) beteiligen. Wir zeigen Möglichkeiten des Protestes gegen die Abschiebungen und rufen zur praktischen Solidarität mit den Geflüchteten auf.

 

Für Rückfragen stehen wir gerne über hu-frauenberatung@t-online.de zur Verfügung.


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