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- 1.12.01

Ausschnitt aus der Rede von Wolfgang Wieland

Wolfgang Wieland

Mitteilungen Nr. 176 S.100

(Berliner Bürgermeister und Justizsenator)
[...] Wir haben in diesen Tagen vor Augen, wohin blinder Hass, Fanatismus und Intoleranz führen können. Angesichts dessen ist es wichtiger denn je, die unverzichtbaren und elementaren Grundwerte menschlichen Zusammenlebens in den Vordergrund zu rücken.
Diesem Anliegen hat sich die HUMANISTISCHE UNION in besonderer Weise gewidmet. Seit 40 Jahren pflegt sie den humanistischen Ansatz, stellt den Menschen bedingungslos in den Mittelpunkt, kämpft für Bürger- und Menschenrechte, für Emanzipation und Partizipation, wirbt für Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung des Einzelnen. Die in unserem Grundgesetz verankerten Rechte der freien Persönlichkeitsentfaltung, der Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit, der freien Meinungsäußerung, Information und Forschung sind auch das Credo der Bürgerrechtsorganisation, der ich heute zu ihrem 40. Gründungstag ganz herzlich gratulieren möchte. [...] Die HUMANISTISCHE UNION hat ihren Platz als Vereinigung kritischer Geister inner- und außerhalb der Parteien bis heute behauptet. Ihr Einsatz für das informationelle Selbstbestimmungsrecht, für das Recht auf Akteneinsicht, gegen ausufernde Videoüberwachung im öffentlichen Bereich, um nur wenige Schlagworte zu nennen, ist für den Staat oft unbequem, aber notwendig. [...] Beim Kampf um Freiheit und Bürgerrechte, um Gleichberechtigung und Eigenverantwortung kann die Humanistische Union unserer Gesellschaft auch in Zukunft wichtige Dienste leisten. [...]