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Frieden - 19.09.02

Mit Fuchs und Flotte in den Krieg

Mitteilungen Nr. 179, S. 64

Vorbemerkung: Die Organisation „Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW) fordert in einem Rundschreiben Bürgerinnen und Bürger auf, sich öffentlich gegen einen Militäreinsatz der Bundeswehr im Nahen Osten auszusprechen. Mit dem nachfolgend dokumentierten Aufruf wird von der deutschen Politik gefordert, keine Soldaten in die Region zu entsenden, Militäreinheiten abzuziehen und keine Infrastruktur für einen Krieg zur Verfügung zu stellen. Es wird an alle appelliert, die gewaltfrei
Widerstand leisten wollen und sich dafür einsetzen, dass auf Worte auch Taten folgen.
Es gibt die Möglichkeit, den Aufruf elektronisch zu unterschreiben
unter: http://www.ippnw.de/aufruf/index.htm
oder per e-Mail ein Faltblatt für Unterschriftensammlungen
zu bestellen unter: ippnw@ippnw.de.
Keine deutschen Soldaten auf arabische Schlachtfelder!
Der Krieg der USA gegen den Irak könnte bereits im Herbst beginnen. Zwar ist die ablehnende Haltung der Bundesregierung
gegenüber einer deutschen Beteiligung an einem solchen Militäreinsatz zu begrüßen, doch den Worten sind bisher keine Taten gefolgt. Die Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) fordern deshalb:
„Keine deutschen Soldaten in den Krieg zu schicken, die
Militäreinheiten sofort zurück zu holen und keine deutsche
Infrastruktur für einen Krieg zur Verfügung zu stellen. Die
Bürgerinnen und Bürger unserer Republik fordern wir auf, ihren Widerstand gegen diese Kriegspolitik in allen geeigneten gewaltfreien Formen zum Ausdruck zu bringen.“
Bis zum 30. Oktober wollten wir 50.000 Unterzeichner- Innen für diese Forderung des Aufrufes „Mit Fuchs und Flotte in den Krieg? Keine deutschen Soldaten auf arabische Schlachtfelder!“ sammeln. Unterschrieben wurde der Appell bereits unter anderem von Professor Hans-Peter Dürr, Professor Gernot Böhme, Professor Andreas Buro,
Professor Horst-Eberhard Richter, Professor Dorothee Sölle, Peter Rühmkorf, Professor Klaus Staeck, Oskar Lafontaine, Horst Schmitthenner und Franz Alt sowie zahlreichen weiteren NGOs wie Pax Christi, Attac Deutschland, Bund für soziale Verteidigung, Komitee für Grundrechte und Demokratie, Naturwissenschaftler-Initiative etc.
Wir fordern deshalb: Keine deutschen Soldaten in den Krieg zu schicken, die Militäreinheiten sofort zurück zu holen und keine deutsche Infrastruktur für einen Krieg zur Verfügung zu stellen.
Die Bürgerinnen und Bürger unserer Republik fordern wir auf, ihren Widerstand gegen diese Kriegspolitik in allen geeigneten gewaltfreien Formen zum Ausdruck zu bringen.
Kontakt:
IPPNW-Geschäftsstelle,
Körtestr. 10, 10967 Berlin,
Fax: 030-6938166