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Verbandsnachrichten - 17.12.09

Die HU und die Namensfrage

Sven Lüders

Aus: Mitteilungen Nr. 207 (Heft 4/2009), S.21

(SL) Nein, es gibt sie immer noch nicht – weder den ultimativen Vorschlag für einen neuen Verbandsnamen der HU, noch eine Festlegung, wann das Verfahren zur Urabstimmung letztlich gestartet wird. Wie in der letzten Ausgabe der Mitteilungen (Nr. 205/206, S. 21f.) berichtet, hat der Bundesvorstand einige Mitglieder gebeten, ihn beim weiteren Verfahren bis zur Urabstimmung als Redaktionskreis zu unterstützen. Für diesen Redaktionskreis suchen wir noch Verstärkung, interessierte Mitglieder wenden sich bitte an die Bundesgeschäftsstelle.
Die vereinsinterne Diskussion kann ab sofort auch unter den Mitgliedern direkt stattfinden: Für die Namensfrage wurde ein Sammelpunkt im neuen HU-Wiki eingerichtet (Wiki-Code: 1001-I, Erläuterung s.S. 22f.): Dort finden sich alle bisherigen Namensvorschläge sowie eine Übersicht der Pro & Contra-Argumente. Die Ausweitung der Diskussion auf’s Web 2.0 verfolgt auch die Idee, die in der bisherigen Debatte dominierenden Überzeugungen und vermeintlichen Gewissheiten einer empirischen Prüfung nahe zu bringen – in bester aufklärerischer Manier. Soll heißen: Zu den Fragen, welche Relevanz die Verwechslung mit dem Humanistischen Verband und anderen humanistischen Organisationen in der Praxis hat, welchem Bedeutungswandel der Humanismusbegriff in den vergangenen 50 Jahren möglicherweise unterlag und welche mediale Reichweite wir bisher erzielen (der „Marktwert“ des Namens HU), kann im Wiki fleißig Belegmaterial gesammelt werden.
Der Vorstand wird die Diskussionen aufmerksam verfolgen und auf einer der nächsten Sitzungen darüber entscheiden, wann er das Verfahren zur Urabstimmung von sich aus einleitet. Wer dieses Verfahren beschleunigen möchte, hat zwei Möglichkeiten: Sich eifrig an der Diskussion um die Namensänderung beteiligen („Überzeugungsarbeit“ leisten), oder die Dinge selbst in die Hand nehmen – Urabstimmungen sind schließlich Basisdemokratie.