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Verbandsnachrichten - 4.06.12

Mehr Transparenz

Gerhard Saborowski

Mitteilungen 215/216 (Heft 1/2012), S. 37

Zu den Ausführungen der Namenskommission ist folgende Stellungnahme des Antragstellers eingegangen:

Die 22. Delegiertenkonferenz der Humanistischen Union vom 23.-25. September 20211 in Berlin hatte den von mir gestellten Antrag „Neuer Vereinsname“ angenommen (Antrag siehe HU-Mitteilungen Nr. 214, S. 25; zur Begründung auch HU-Mitteilungen Nr. 213, S. 22).

Das aufgrund dieses Antrags gebildete Gremium von drei Personen zur Findung eines neuen Vereinsnamens (im Folgenden Dreiergremium genannt) hatte als Ergebnis seiner Arbeit ein Papier vorgelegt. Als Antragsteller wurde mir dieses Papier im Auftrag von Dreiergremiums-Mitglied Tobias Baur am 17.3.2012 von der Bundesgeschäftsstelle der HU zur Information übersandt.

Die ursprüngliche Fassung des vorstehend abgedruckten Textes des Dreiergremiums trug die Überschrift „Namensvorschläge zur Neubenennung der HU stehen fest". Alternativ wurden „Humanistische Union für Bürgerrechte" und "Humanistische Union für Menschenrechte und Frieden" vorgeschlagen. Bereits dieser Ausgabe der Mitteilungen sollten das Antwortblatt beigefügt werden, auf dem die Mitglieder mitteilen sollten, welchen der beiden Namensvorschläge sie bevorzugten.

Mit anderen Worten: Die Mitgliedschaft wäre ohne vorherige Beteiligung und Diskussionsmöglichkeit vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Dies entsprach nicht dem Antrag, der ein transparentes Verfahren bei der Namensfindung vorsah. In einem Brief vom 22.3.2012 teilte ich dem Bundesvorstand und den Bundesgeschäftsstelle der HU mit, dass ich mit der Vorgehensweise des Dreiergremiums nicht einverstanden sei. ...

Ich begrüße es, dass das Dreiergremium den ursprünglichen Text überarbeitet hat und nun mit dem „Aufruf zur Namenssuche und zur Kommentierung" die Diskussion eröffnet. Ein transparentes Verfahren gebietet es jedoch, dass die aus der Mitgliedschaft eingehenden und zu begründenden Vorschläge für einen neuen Vereinsnamen in der nächsten Ausgabe der Mitteilungen abgedruckt werden. Das gleiche gilt für die Kommentierung der bisherigen Vorschläge des Dreiergremiums durch die Mitgliedschaft.

Nach Abschluss des Diskussionsprozesses hätte das Dreiergremium dann frühestens in den übernächsten Mitteilungen die am aussichtsreichsten erscheinenden Vorschläge für einen neuen Vereinsnamen vorzustellen. Dieser Ausgabe der Mitteilungen wäre auch das Antwortblatt beizufügen.

Für Mitglieder, die keinen Internetanschluss haben oder diese Form der Kommunikation ablehnen, sollte eine Zusammenfassung aus dem „HU-Wiki" ebenfalls in den nächsten Mitteilungen abgedruckt werden.

Zu den Ausführungen des Dreiergremiums über den vermeintlich großen Bekanntheitsgrad der Humanistischen Union, die auf keinerlei Fakten gestützt werden, kann ich wegen des Redaktionsschlusses für diese Ausgabe der Mitteilungen erst in den nächsten Mitteilungen Stellung nehmen.