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Verband: Fritz-Bauer-Preis - 11.10.14

Fritz-Bauer-Preis an Edward Snowden

Carola Otte

Mitteilungen Nr. 224 (Heft 2/2014), S. 6

Bild von der Preisverleihung im Schloss Rastatt

Der HU-Bundesvorsitzende Werner Koep-Kerstin würdigte in seiner Ansprache Snowdens Verdienst, „die Weltöffentlichkeit über das massenhafte und anlasslose Ausspähen, Speichern und Auswerten von Kommunikationsdaten und -inhalten durch amerikanische und andere Geheimdienste ins Bild gesetzt zu haben“. Er forderte einen sicheren Aufenthalt für Snowden in Deutschland oder einem anderen EU-Staat und äußerte die Zuversicht, dass eine neue weltweite digitale Freiheitsbewegung dazu beitragen könnte, „dass wir neu darüber verhandeln, wieviel Freiheit unsere Sicherheit kosten darf“.

Anschließend wurde ein Filmausschnitt aus einem Video-Interview Snowdens gezeigt, das im Juli 2013 von Glenn Greenwald und Laura Poitras in einem Hongkonger Hotelzimmer geführt wurde, als Snowden sich gerade auf der Flucht befand.

Der Laudator Prof. Josef Foschepoth, Autor des  Buches „Überwachtes Deutschland“, war aufgrund eines schweren Krankheitsfalls in seiner
 Familie leider nicht in der Lage zu kommen. Statt dessen verlasen die beiden HU-Bundesvorständlerinnen Anja Heinrich und Mara Kunz Passagen aus der Festrede, die Foschepoth anlässlich der Verleihung des Whistleblower-Preises 2013 an Snowden gehalten hatte. Musikalisch eingerahmt wurde der Abend vom Liedermacher Gerd Birsner, der mundartliche Lieder des Vormärz und der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung zum Besten gab.