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vorgänge: Artikel - 1.08.18

Machtkartelle im Sport – Ohnmacht der Kontrolleure?

Sylvia Schenk

in: vorgänge Nr. 223 (3/2018), S. 31-38

Machtmissbrauch, Korruption, Doping, Spielmanipulationen und Menschenrechtsverletzungen – die Probleme, mit denen sich IOC, FIFA und andere internationale Sportorganisationen auseinandersetzen müssen, sind vielfältig. Da kommt der Ruf nach Kontrolle auf - wer aber könnten die Kontrolleure sein? Was die Möglichkeiten der internationalen Politik zur Einflussnahme angeht, besteht Skepsis, ist es doch gerade die enge Verflechtung von Politik, Wirtschaft und Medien mit den Funktionären und Sportstars, die Interessenkonflikte und Fehlverhalten begünstigt. Wie es gehen könnte, haben Sponsoren gezeigt, die – besorgt um ihre Reputation – Druck auf die geförderten Verbände ausüben. Würden sich alle Akteure auf ihre eigene Rolle besinnen und die nötige professionelle Distanz wahren, sich selber an Gesetze halten sowie internationale Instrumente z.B. zu Compliance und Sorgfalt betr. Menschenrechte nutzen, könnte die Reform der Sportorganisationen entscheidend vorangebracht werden. Für den weltweiten Erfolg kommt dabei der Stärkung zivilgesellschaftlicher Elemente des Sports auf allen Ebenen die größte Bedeutung zu.

 

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SYLVIA SCHENK   Rechtsanwältin, war von 1979 bis 1989 Arbeitsrichterin und 1989 bis 2001 hauptamtliche Stadträtin in Frankfurt am Main. 1972 nahm sie an den Olympischen Spielen in München im 800m-Lauf teil. Ehrenamtlich ist sie seit 1973 im Sport und ab 2006 bei Transparency International aktiv, wo sie 2007 – 2010 deutsche Vorsitzende und bis 2014 internationale Sportbeauftragte war. Heute leitet Sylvia Schenk die Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland. Sie gehört dem Vorstand der Deutschen Olympischen Akademie, dem Beirat für Integrität und Unternehmensverantwortung der Daimler AG, dem INTERPOL Standing Committee on Ethical Matters sowie dem Menschenrechtsbeirat der FIFA an.