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München: Termine, Rechtsextremismus, München: Radiobeiträge - 18.11.09

HU macht Radio: Georg-Elser-Preis an Beate Klarsfeld

Von: Wolfgang Killinger

Sendung auf Radio LORA München 92,4 am 18. November 2009, 20 Uhr: Bericht über die Preisverleihung

Beate Klarsfeld

Beate Klarsfeld hat wie Simon Wiesenthal gemeinsam mit ihrem Mann Serge viele alte Nazis aufgestöbert und sie der Justiz ausgeliefert. Doch gerne wird ihr Handeln auf die Ohrfeige reduziert, die sie dem damaligen Kanzler Kiesinger, einem Nazi, 1968 verpasste. "Nicht Rache, Gerechtigkeit" ist ihr Motto. Sie erhielt in Frankreich und Israel verschiedene Preise für ihr Lebenswerk - nur nicht in Deutschland, dem Land der Täter, die sich nur ungern den Spiegel vorhalten lassen.

Für ihre Zivilcourage, ihren zivilen Ungehorsam und ihr unerschrockenes Handeln gegen die Staatsgewalt hat die Georg-Elser-Initiative München ihr in einer eindrucksvollen Feier den Georg-Elser-Preis am 8. November 2009 im Alten Rathaussaal in München verliehen.

Günter Wallraff, der zu seinen entlarvenden Rollenspielen zurückgekehrt ist (Callcenter, Nachtbäckerei, Obdachlosigkeit) ist  zum ersten Mal in die Rolle des Laudators geschlüpft, nicht um Missstände anzuprangern, sondern um einen Menschen, eine Frau, Beate Klarsfeld zu würdigen, die wie er beherzt Missstände aufdeckt, um sie abzuschaffen.

Die Humanistische Union würdigt selbst mit Ihrem eigenen Preis ‚Aufrechter Gang‘ Zivilcourage und zivilen Ungehorsam.
Daher werden wir werden in unserer Sendung am 18. November, 20 Uhr, über diesen Festakt berichten und die Reden von Beate Klarsfeld und Günter Wallraff senden.

Der Georg-Elser-Preis wurde von Hella Schlumberger für Menschen initiiert, die, wie Elser, ihrem Gewissen folgend, stellvertretend für die schweigende Mehrheit Verantwortung übernehmen, ja, ihre Existenz aufs Spiel setzen, um als recht Erkanntes gegen offizielles Recht durchzusetzen. Menschen, die zeigen, dass es möglich, ja nötig ist, gegen den Strom zu schwimmen, sich auf die Seite der Schwachen, Benachteiligten und Unterdrückten zu stellen und etwas zu TUN" (aus dem Statut des Georg-Elser-Preises).

 

Sie können die Aufzeichnung der Sendung hier nachhören (58 Minuten):

 

 

Ein Mitschnitt der Sendung kann auf CD zum Preis von 5,- € incl. Porto von uns  bezogen werden. Senden Sie dazu bitte eine e-mail mit Ihrer Postanschrift an unsere Kontaktadresse und überweisen Sie uns die Kosten.

Informationen über  finden Sie hier.


In 2-monatigem Abstand, alternierend mit dem Bund für Geistesfreiheit, jeweils am 3. Mittwoch des ungeraden Monats von 20 - 21 Uhr, folgen weitere Sendungen der HU.