Artikel 19
des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland

 

(1) Soweit nach diesem Grundgesetz ein Grundrecht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden kann, muß das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten. Außerdem muß das Gesetz das Grundrecht unter Angabe des Artikels nennen.

(2) In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.

(3) Die Grundrechte gelten auch für inländische juristische Personen, soweit sie ihrem Wesen nach auf diese anwendbar sind.

(4) Wird jemand durch die öffentliche Gewalt in seinen Rechten verletzt, so steht ihm der Rechtsweg offen. Soweit eine andere Zuständigkeit nicht begründet ist, ist der ordentliche Rechtsweg gegeben. Artikel 10 Abs. 2 Satz 2 bleibt unberührt.

Online verfügbare Beiträge zu Artikel 19 GG aus den Grundrechte-Reporten:

 

Johanna Wintermantel: Internationaler Gerichtshof: Staaten immun bei Verletzungen von Menschenrechten, Grundrechte-Report 2013, Seite 161

Kamil Majchrzak: Kein Rechtsweg und keine Opferentschädigung bei Kriegsverbrechen, Grundrechte-Report 2011, Seite 134

Martin Heiming: Abschieben leicht(er) gemacht - Geänderter Rechtsweg in Abschiebungshaftsachen, Grundrechte-Report 2011, Seite 130

Hans-Ulrich Weth: Weniger Rechtsschutz für Arme?, Grundrechte-Report 2010, Seite 160

Hartwig Hohnsbein: Der Rechtsweg ist ein wenig sicherer geworden, Grundrechte-Report 2010, Seite 157

Udo Geiger: Begrenzung der Prozesskostenhilfe, Grundrechte-Report 2008, Seite 158

Helmut Pollähne: Maßnahmegesetzgebung zur Sicherungsverwahrung - Über parlamentarische Wegschließer und Menschheitsretter, Grundrechte-Report 2008, Seite 153

Eva Lindenmaier: Strafverfahren nach Genua 2001. Ermittlungen wegen Polizeiübergriffen in der Diaz-Schule, Grundrechte-Report 2003, S. 134-138

Till Müller-Heidelberg: Ein Stückchen mehr Rechtsstaat, Grundrechte-Report 1998, S. 186-187