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Marburg: Presse - 2.01.04

Heile, heile, Gänschen!

Von: Dragan Pavlovic

An der Neujahrsbotschaft der beiden großen deutschen Kirchen entzündet sich die Kritik der Humanistischen Union (HU). Der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber und der katholische Kardinal Karl Lehmann haben darin gefordert, dass Alleinerziehende, länger Arbeitssuchende und Familien nicht übermäßig gebeutelt werden dürfen.

HU zur Neujahrsbotschaft der Kirchen An der Neujahrsbotschaft der beiden großen deutschen Kirchen entzündet sich die Kritik der Humanistischen Union (HU). Der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber und der katholische Kardinal Karl Lehmann haben darin gefordert, dass Alleinerziehende, länger Arbeitssuchende und Familien nicht übermäßig gebeutelt werden dürfen. Darin sieht der HU-Ortsverband Marburg eine bestürzende Unaufrichtigkeit.Denn jeder aufmerksame Beobachter wisse, dass exakt diese lobbylosesten Menschen in der Gesellschaft von den Schröders und Merkels am härtesten zur Ader gelassen werden. Alle seriösen Fachleute sagen, dass zum Beispiel wegen der Streichung der Zuzahlungsbefreiung in der Krankenversicherung die sozial Schwachen künftig häufiger auf den Arztbesuch verzichten müssen. Dagegen hatten beide Kirchen aber keinen Protest erhoben. Vielmehr hatten sie die sogenannte "Gesundheitsreform" und die Hartz-"Reformen" sogar noch begrüßt. Die HU fragt die Kirchenbeamten: "Sind in Ihren Augen die Bürgerinnen und Bürger nur Schafe?" Über die Belastungen der Menschen durch die sogenannte "Reformpolitik" der faktischen Großen Koalition auf Bundesebene wird die HU-Arbeitsgruppe "Erwerbslosigkeit und Soziale Bürgerrechte" (ESBR) bei ihrem nächsten Treffen am Dienstag (13. Januar) ab 19.30 Uhr in der Gaststätte "Santa Lucia" diskutieren. Der HU-Ortsverband Marburg tritt für die Bügerrechte gerade auch der wehrlosesten Menschen ein.

Dragan Pavlovic


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