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Marburg: Presse - 11.01.04

Keine andauernde Trennung vom Vater!

HU verlangt Verwirklichung verbriefter Kinderrechte Die Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention auch im Signatarstaat Deutschland fordert die Humanistische Union (HU).

HU verlangt Verwirklichung verbriefter Kinderrechte Die Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention auch im Signatarstaat Deutschland fordert die Humanistische Union (HU). Bei seinem Neujahrstreffen am Sonntag (11. Januar) hat der HU-Ortsverband Marburg eine Resolution zum Fall der dreijährigen Vladana verabschiedet. Darin verlangen die Bürgerrechtler, dass der in Marburg lebende Vater seine Tochter wenigstens regelmäßig besuchen kann. Das dreijährige Mädchen wurde am 28. Januar von seinen Großeltern aus Marburg nach Caputh bei Berlin entführt. Seither kämpft der sehbehinderte Vater darum, seine Tochter wenigstens einige Stunden jede Woche besuchen zu können. Zwei Anträge auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung zur Sicherstellung des Besuchsrechts hat das zuständige Familiengericht in Potsdam jedoch seit dem 23. Oktober nicht einmal beantwortet. Darin sieht die mittelhessische Regionalgliederung der größten und ältesten Bürgerrechtsorganisation Deutschlands eine verfassungswidrige Rechtsverweigerung. Von ihrer Resolution erwarten die Mitglieder des HU-Ortsverbands Marburg eine umgehende Verwirklichung der Rechte Vladanas auf Kontakt zu beiden Eltern. Außerdem geht es den Bürgerrechtlern um die Rechte aller Kinder auf kontinuierlichen Kontakt zu ihren Eltern.

Dragan Pavlovic
(HU-Pressesprecher)

 

Humanistische Union


 

HU-Ortsverband Marburg


 

Resolution vom 11.01.2004


 

Verfassungswidrige Rechtsverweigerung


 

HU fordert Einhaltung der Kinderrechtskonvention

 

Mit Besorgnis betrachtet der HU-Ortsverband Marburg die Entwicklung im Fall der kleinen Vladana. Das dreijährige Mädchen ist von seinen Großeltern am 28. Januar 2003 aus Marburg nach Caputh bei Potsdam entführt worden. Dem Vater des Kindes war es wegen seiner Sehbehinderung nicht möglich, die Entführung seines Kindes zu verhindern. Die Mutter des nichtehelichen Kindes verwehrt seinem Vater seit dem 14. Okt 2003 jede Besuchsmöglichkeit.
Anträge seines Rechtsanwalts Hans-Dieter Arnold vom 23. Oktober und vom 25. November 2003 auf Erlaß einer Einstweiligen Anordnung zur Sicherstellung des Besuchsrechts hat das zuständige Familiengericht in Potsdam bis heute nicht beantwortet. Darin sieht der HU-Ortsverband Marburg eine verfassungswidrige Rechtsverweigerung. Seit ihrer Entführung lebt Vladana bei den Großeltern mütterlicherseits. Vladanas Vater befürchtet, daß die Großeltern als Alleinerzieher einen schädlichen geistigen Einfluß auf das Kind haben.
Nach dem internationalen Völkerrecht, das in der Bundesrepublik Verfassungsrang genießt, hat jedes Kind ein Recht auf kontinuierlichen Umgang mit beiden Elternteilen. Dies ist in der UN- Kinderrechtskonvention festgeschrieben, die auch von der Bundesrepublik ratifiziert worden ist. Die HU Marburg fordert die brandenburgische Justiz daher auf, dem Kind unverzüglich zu seinem Recht zu verhelfen.


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