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Veranstaltungsberichte: Audio - 14.04.11

Assistierter Suizid und Palliativmedizin – Widerspruch oder Ergänzung?

Michael de Ridder

Vortrag bei der Fachtagung "Die Freiheit zu sterben II. Nachdenken über assistierten Suizid und aktive Sterbehilfe" am 14.4.2011 in Berlin

Porträt Michael de Ridder

In der Diskussion um Sterbehilfe wird oft behauptet, der Sterbewunsch von Patienten beruhe wahlweise auf einer Unkenntnis der palliativmedizinischen Möglichkeiten oder einer mangelnden palliativen Versorgung der Betroffenen. Wie ein Blick in andere Länder (etwa: Oregon) zeigt, sind körperliches Leiden und Schmerzen jedoch nur eines unter vielen Motiven, aus denen sich der Wunsch nach einem baldigen Tod speist. Für den Berliner Arzt Dr. Michael de Ridder schließen sich Palliativmedizin und ärztlich assistierter Suizid deshalb keineswegs aus - ja, die ärztliche Suizidbeihilfe könne unter manchen Umständen geradewegs die letzte verbleibende, palliative Alternative sein. "Die zentrale Frage also die sich stellt, lautet: Sind wir als Gesellschaft mitfühlend genug, einsichtsfähigen Menschen, die in terminaler oder schwerster aussichtloser Krankheit oder Versehrtheit maximale Zuwendung und Therapie erfahren und dennoch weiter leiden, zu gestattet, auf ihren klar und nachhaltig geäußerten Wunsch hin, mit ärztlicher Hilfe aus dem Leben zu scheiden." Sie können den Vortrag von Michael de Ridder hier nachhören:
(SL)