Seit Dezember 2006 ist eine neue Form der Überwachung im Gespräch: die Online-Durchsuchung. Ihre Bekanntheit verdankt sie einer Entscheidung des Ermittlungsrichters Ulrich Hebenstreit am Bundesgerichtshof. Er hatte den Antrag des Bundeskriminalamtes, heimlichen Zugriff auf den Computer eines Verdächtigen zu erlangen, abgelehnt. Nachdem die Generalbundesanwältin gegen diese Entscheidung Beschwerde eingelegt hatte, wurde bekannt, dass zumindest das Bundeskriminalamt, wahrscheinlich aber auch andere Sicherheitsbehörden wie das Bundesamt für Verfassungsschutz, der Bundesnachrichtendienst und der Militärische Abschirmdienst, in der Vergangenheit bereits mehrmals diesen heimlichen Zugriff auf fremde Rechner praktiziert haben.
Nachdem die Innenminister mehrerer Bundesländer zugegeben haben, dass bei ihnen die umstrittenen Staatstrojaner zur Überwachung Verdächtiger eingesetzt wurden, fordert die Humanistische Union die sofortige Einstellung aller Trojanereinsätze und ein völlig neues System der öffentlichen Kontrolle von... mehr...
Humanistische Union kündigt Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel und Musterklagen gegen Online-Trojaner an. Zugleich fordert die Bürgerrechtsorganisation Betroffene auf, sich bei ihr zu melden. mehr...
Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Humanistischen Union, Prof. Dr. Fredrik Roggan, hat am Dienstag, dem 27. Januar 2009, eine Verfassungsbeschwerde gegen das BKA-Gesetz eingereicht. Die Beschwerde richtet sich gegen neue Befugnisse zur Online-Durchsuchung von Computern, zur... mehr...