Sie befinden sich hier: Start |Themen |Sozialpolitik |

vorgänge: Ausgaben, Arbeitswelt - 25.10.10

vorgänge Nr. 191 (Heft 3/2010): Wie wir arbeiten werden

Von: Dieter Rulff

Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik, 49. Jahrgang, Heft 3 (September 2010)

Coverbild der Ausgabe

Die neue Ausgabe der vorgänge widmet sich dem Wandel der Arbeit. Die Bundesanstalt für Arbeit vermeldet seit Wochen Niedrigstände der Arbeitslosenstatistik, die noch vor nicht allzu langer Zeit selbst von notorischen Optimisten kaum für möglich gehalten wurden. „Das Ende der Arbeitsgesellschaft“, über Jahre hinweg ein feuilletonistischer Dauerbrenner, ist einstweilen vertagt, „Arbeitskräftemangel“ hat wieder Eingang in den Sprachgebrauch gefunden. Also alles bestens? Hat Hartz IV doch besser gewirkt, als selbst seine Protagonisten wahrhaben wollten?

Ein genauerer Blick offenbart den Preis des ungeahnten Aufstiegs. Er besteht in einer wachsenden Zahl prekärer Beschäftigungsformen, befristeter und Leih-Arbeitarbeitsverhältnissen und einem konstanten Sockel von Dauerarbeitslosen. Dieser Preis wird vornehmlich von gering Qualifizierten, Berufseinsteigern, Älteren und Frauen bezahlt. Deren Schicksal ist nicht allein mangelnden Fähigkeiten geschuldet, es ist auch Ergebnis von Fehlsteuerungen auf dem Arbeitsmarkt. Es ist folglich änderbar. Worin diese Fehlentwicklungen bestehen, welche Konsequenzen sie für den Einzelnen und die Gesellschaft haben, wie ihnen begegnet werden und welche entsprechende Entwicklung der Arbeitsmarkt nehmen kann ist Gegenstand dieser Ausgabe der vorgänge.

 

Inhaltsverzeichnis:

Dieter Rulff: Editorial (1)

Martin Dietz, Ulrich Walwei: Der Arbeitsmarkt der Zukunft. Trends und Perspektiven (4)

Olaf Struck, Roland Back, Matthias Dütsch, Verena Liebig: Arbeitsmarktpolitik und Arbeitsmarkt. Eine Bilanz nach zehn Jahren (18)

G. Günter Voß: Auf dem Weg zu einer neuen Verelendung?
Psychosoziale Folgen der Entgrenzung und Subjektivierung der Arbeit (27)

Claudia Weinkopf: Warum Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn braucht (38)

Cornelia Heintze: Das skandinavische Vorbild. Zur Rolle des Staates als Arbeitgeber (50)

Günther Schmidt: Arbeitslosigkeit oder Arbeit versichern? (62)

Oliver Nachtwey: Die Gewerkschaften im Epochewandel der Arbeitsgesellschaft (71)

Klaus Dörre: Neue Landnahme? Der Kapitalismus in der ökologisch-ökonomischen Doppelkrise (80)

Alexandra Manske, Norman Ludwig: Bildung als Statusgarant? Über die lose Verbindung zwischen Qualifikation und Status bei Hochqualifizierten (92)

Volker Neumann: Ein neues Grundrecht für die Armen. Was das Bundesverfassungsgericht zum Anspruch auf ein Existenzminimum sagt (102)


Essay

Jan-Werner Müller: Verfassungspatriotismus. Eine systematische Verteidigung (111)

Markus Holzinger: Die Informalisierung der Politik. Neue Formen des Risk Governance oder Entdemokratisierung der Politik? (119)


Kritik

Ulrich Finckh: Das Wahlrecht muss geändert werden (129)
 

Autorinnen und Autoren (142)

 

Bezugsmöglichkeiten:

Das Heft können Sie beim Berliner Wissenschaftsverlag oder über den Buchhandel beziehen.