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	<title>Annika Mara Kunz Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Neuer Arbeitskreis  wer macht mit?</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jan 2014 20:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: Arbeitskreise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Striktes Beweisverwertungsverbot bei rechtswidrigen Handlungen der Sicherheitsbeh&#246;rden. In: Mitteilungen Nr. 222 (3/2013), S. 9 Seit dem RAF-Terrorismus der 1970er Jahre des vergangenen Jahrhunderts haben die Sicherheitsbeh&#246;rden (Staatsanwaltschaft, Polizei, Nachrichtendienste) immer wieder neue Befugnisse f&#252;r die &#220;berwachung und f&#252;r Ermittlungsma&#223;nahmen erhalten, noch verst&#228;rkt seit dem 11. September 2001. Bedenken, dass dadurch Rechtsstaat und B&#252;rger sowie Freiheitsrechte [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Striktes Beweisverwertungsverbot bei rechtswidrigen Handlungen der Sicherheitsbeh&ouml;rden. In: Mitteilungen Nr. 222 (3/2013), S. 9</p>
<p>Seit dem RAF-Terrorismus der 1970er Jahre des vergangenen Jahrhunderts haben die Sicherheitsbeh&ouml;rden (Staatsanwaltschaft, Polizei, Nachrichtendienste) immer wieder neue Befugnisse f&uuml;r die &Uuml;berwachung und f&uuml;r Ermittlungsma&szlig;nahmen erhalten, noch verst&auml;rkt seit dem 11. September 2001. Bedenken, dass dadurch Rechtsstaat und B&uuml;rger sowie Freiheitsrechte unzumutbar gef&auml;hrdet w&uuml;rden, sollte dadurch Rechnung getragen werden, dass die Voraussetzungen der Eingriffs- und &Uuml;berwachungsbefugnisse immer detaillierter gesetzlich geregelt wurden und dass f&uuml;r viele Ma&szlig;nahmen ein Richtervorbehalt vorgesehen wurde.</p>
<p>In der Praxis jedoch haben alle diese gesetzlichen Mechanismen zum Schutz der B&uuml;rgerrechte nichts genutzt. Zum einen etwa k&uuml;mmern sich die Sicherheitsbeh&ouml;rden einfach nicht darum, wie die immer wieder veranstalteten Polizeikessel zeigen, obwohl sie durch zahllose Gerichtsurteile f&uuml;r rechtswidrig erkl&auml;rt worden sind. Und auch der Richtervorbehalt erf&uuml;llt nicht die in ihn gesetzten Hoffnungen. Die Untersuchungen des Max-Planck-Instituts in Freiburg sowie der Universit&auml;ten M&uuml;nster und Osnabr&uuml;ck zeigen, dass offensichtlich die meisten Richter blind ihre Unterschrift unter entsprechende, meist fehlerhafte Antr&auml;ge der Staatsanwaltschaft setzen; und die Vielzahl der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts ist erschreckend, mit denen permanent gerichtlich genehmigte Wohnungsdurchsuchungen f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt werden.</p>
<p>Vielleicht h&uuml;lfe ein striktes gesetzliches Beweisverwertungsverbot f&uuml;r alle Erkenntnisse, die die Sicherheitsbeh&ouml;rden auf gesetzwidrige Weise erlangt haben. Wenn Staatsanwaltschaft, Polizei und Nachrichtendienste w&uuml;ssten, dass alle Erkenntnisse, die sie aus rechtswidrigen Ma&szlig;nahmen gewinnen, nicht verwertet werden k&ouml;nnen, w&uuml;rden sie nicht permanent die bisherigen Grenz&uuml;berschreitungen unternehmen. Die bisherige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs will n&auml;mlich immer nach Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrunds&auml;tzen abw&auml;gen, ob eine rechtswidrig erlangte Kenntnis verwertet werden darf oder nicht. Das bedeutet viel zu viele Grauzonen.</p>
<p>Zu diesem Thema wollen wir einen Arbeitskreis der HU bilden, der auch unter Ber&uuml;cksichtigung z.B. amerikanischer Erfahrungen oder auch anderer europ&auml;ischer Rechtsordnungen einen Gesetzentwurf erarbeitet, der sowohl das Strafproze&szlig;- wie das Polizeirecht bedenkt, m&ouml;glicherweise auch das Recht der Nachrichtendienste und des Datenschutzes. Initiatoren sind Jens Puschke vom Bundesvorstand und Till M&uuml;ller-Heidelberg. Wer mitarbeiten will, melde sich bitte bei der Gesch&auml;ftsstelle.</p>
<p><i>Kontakt zum Arbeitskreis:</i></p>
<p><i>&uuml;ber Mara Kunz, </i><a href="mailto:kunz%40humanistische-union.de"><i>kunz@humanistische-union.de</i></a></p>
<p><i>&uuml;ber die Bundesgesch&auml;ftsstelle: <br />Tel. 030 / 204 502 56<br />Fax: 030 / 204 502 57 <br />E-Mail: </i><a href="mailto:ak-beweis%40humanistische-union.de"><i>ak-beweis@humanistische-union.de</i></a><i>.</i></p>
<p><i>Zur Initiative siehe auch Mitteilungen Nr. 215/216 (Heft 1/2012), S. 28.</i></p>
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