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	<title>Anrne Heise Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Das Europäische Sozialmodell als Kollateralschaden der Euro-Krise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>aus: Vorg&#228;nge 196 ( Heft 4/2011), S.61-70 1. Weltfi&#173;nanz-&#173;Krise, Euro-Krise, &#8230; Die Weltfinanzkrise der Jahre 2008/2009 hat einerseits die Instabilit&#228;t des modernen Finanzkapitalismus aufgezeigt, andererseits die Grenzen jener &#246;konomischen Betrachtung deutlich gemacht, die wegen ihrer allokativen Marktfixierung derartige Instabilit&#228;ten nicht f&#252;r unm&#246;glich gehalten hat, sondern durch entsprechende Politikberatung in allen ma&#223;geblichen Organisationen (IWF, OECD, EU-Kommission, [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/196-vorgaenge/publikation/das-europaeische-sozialmodell-als-kollateralschaden-der-euro-krise/">Das Europäische Sozialmodell als Kollateralschaden der Euro-Krise</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>aus: Vorg&auml;nge 196 ( Heft 4/2011), S.61-70</p>
<h5>1. Weltfi&shy;nanz-&shy;Krise, Euro-Krise, &hellip;</h5>
<p>Die Weltfinanzkrise der Jahre 2008/2009 hat einerseits die Instabilit&auml;t des modernen Finanzkapitalismus aufgezeigt, andererseits die Grenzen jener &ouml;konomischen Betrachtung deutlich gemacht, die wegen ihrer allokativen Marktfixierung derartige Instabilit&auml;ten nicht f&uuml;r unm&ouml;glich gehalten hat, sondern durch entsprechende Politikberatung in allen ma&szlig;geblichen Organisationen (IWF, OECD, EU-Kommission, nationale Expertengremien wie der Sachverst&auml;ndigenrat, uvm.) zu einer Deregulierungspolitik beigetragen hat, die die Finanzkrise wahrscheinlich erst erm&ouml;glichte, sicher aber verst&auml;rkte.</p>
<p>Die &#8222;Euro-Krise&#8221; ist wiederum einerseits direkte Folge der Weltfinanzkrise, andererseits hat sie tiefer gehende Wurzeln. In vielen EU-L&auml;ndern konnten die Finanz- und G&uuml;term&auml;rkte nur durch beherztes Eingreifen staatlicher Akteure &#8211; der Regierungen mit ihren finanz- und sozialpolitischen Instrumentarien und der Europ&auml;ischen Zentralbank mit der Bereitschaft zur &Uuml;bernahme von Gl&auml;ubigerpositionen im Falle drohender Illiquidit&auml;t von privaten Finanzinstitutionen ebenso wie &ouml;ffentlichen Haushalten &#8211; stabilisiert werden. Damit konnten zwar dramatischere Konsequenzen f&uuml;r die G&uuml;ter- und vor allem f&uuml;r die Arbeitsm&auml;rkte verhindert werden, nat&uuml;rlich aber nicht ein dennoch tiefer konjunktureller Einbruch und ein scharfer Anstieg der &ouml;ffentlichen Verschuldung. Vor dem Hintergrund der Verunsicherung der Finanzmarktteilnehmer und der durch entsprechende Einsch&auml;tzungen der Rating-Agenturen eintretenden Diskreditierung einzelner EWU-L&auml;nder entstanden Zinsdisparit&auml;ten in der EWU, die kaum noch durch das tats&auml;chliche Insolvenzrisiko ganzer L&auml;nder, sondern durch die Spekulation auf ein m&ouml;gliches Auseinanderbrechen der Euro-Zone (mit entsprechendem Abwertungsrisiko der betroffenen L&auml;nder) erkl&auml;rt werden konnten.</p>
<p>Ein kollektiver Beistandsmechanismus &#8211; der Europ&auml;ische Finanzmarktstabilisierungsfonds (ESFS) bzw. der Europ&auml;ische Stabilisierungsmechanimus (ESM) &#8211; l&auml;sst sich nun nicht nur mit den Externalit&auml;ten im Falle eines Auseinanderfallens der Euro-Zone f&uuml;r alle EWU-Mitglieder und den R&uuml;ckwirkungen eines m&ouml;glichen Staatsbankrotts auf die Gl&auml;ubiger in anderen EWU-L&auml;ndern begr&uuml;nden, sondern auch mit der Tatsache, dass die Spekulationen gegen einzelne L&auml;nder erst durch deren Mitgliedschaft in der EWU erm&ouml;glicht wird und somit quasi als `Gemeinschaftskosten&#8216; zu verstehen sind.</p>
<p>Die tieferen Wurzeln der Euro-Krisen liegen aber nicht in der Haushaltsentwicklung einzelner L&auml;nder, sondern in den anhaltenden regionalen Ungleichgewichten, die sich in zunehmenden Leistungsbilanzdefiziten und entsprechenden -&uuml;bersch&uuml;ssen zeigen. Solange solche Leistungsbilanzdefizite Ausdruck einer &uuml;berdurchschnittlichen Wachstumsdynamik im Rahmen von gew&uuml;nschten Konvergenzprozessen sind und durch Verschuldung des privaten Unternehmenssektors bei erwarteter langfristiger Profitabilit&auml;t finanziert werden, stellen sie kein Problem dar und werden mit erfolgreichem Konvergenzprozess auslaufen. Sind sie aber das Ergebnis von preislichen Wettbewerbsproblemen, wie sie sich ergeben, wenn nominale Lohnst&uuml;ckkosten systematisch auseinanderlaufen und die Finanzierung durch spekulative Anlage in Immobilien- oder anderen Assetm&auml;rkten oder die Verschuldungsbereitschaft der &ouml;ffentlichen Haushalte erfolgt, entstehen Spannungen, die &uuml;ber gro&szlig;e Zinsdifferentiale zur Infragestellung der W&auml;hrungsunion oder zu alternativen Korrekturinstrumenten &#8211; kurzfristig eben die oben er-w&auml;hnten Beistandsmechanismen, langfristig regressive oder progressive institutionelle Reformen &#8211; f&uuml;hren.</p>
<p>Es spricht zwar vieles daf&uuml;r, dass es diese sich kumulativ entwickelnden Wettbewerbsunterschiede in der EWU sind, die der gegenw&auml;rtigen Euro-Krise die realwirtschaftliche Basis liefern, doch wird die Euro-Krise fast ausschlie&szlig;lich als Krise der Staatsfinanzen im Allgemeinen und der &uuml;berbordenden Ausgaben im Besonderen diskutiert &#8211; und fast schon selbstverst&auml;ndlich steht dabei der Sozialstaat im Fadenkreuz der Kritik.</p>
<p>Bevor wir uns im Folgenden den Entwicklungstendenzen der europ&auml;ischen Sozialstaaten &#8211; dem Europ&auml;ischen Sozialmodell &#8211; insbesondere unter den Bedingungen allgemeiner Konsolidierungsnotwendigkeiten nach dem Emporschnellen der Staatsverschuldung im Laufe der j&uuml;ngsten Weltfinanzkrise anhand der Sparprogramme ausgew&auml;hlter europ&auml;ischer L&auml;nder besch&auml;ftigen wollen (Abschnitt III), erfolgen zu-n&auml;chst ein paar allgemeine Bemerkungen zur besseren Einordnung der Diskussion (Abschnitt II). Abschlie&szlig;end werden dann in einem kurzen Fazit (Abschnitt IV) die Diskussionslinien des ersten Abschnitts wieder aufgenommen werden.</p>
<h5>II. &hellip; und der &bdquo;Kampf um die europ&auml;ische Integration&rdquo;</h5>
<p>Die europ&auml;ischen Sozialstaaten sind nicht nur historisch recht disparat entstanden, sie entsprechen auch der Unterschiedlichkeit der europ&auml;ischen Wirtschaftsmodelle (vgl. Str&uuml;nck 2008) &#8211; dies bezieht sich ebenso auf die materielle H&ouml;he der sozialen Sicherung, wie auch auf den Grad der Dekommodifizierung, die Art der Finanzierung, die strukturelle Verteilung der Sicherungsbed&uuml;rfnisse auf die verschiedenen Notlagen und deren Institutionalisierung. Nach der bekannten Unterscheidung von Esping-Andersen (1990) k&ouml;nnen wir also mindestens drei Sozialstaatstypen in der EU unterscheiden:</p>
<p>Den sozialdemokratischen oder skandinavischen Typ.</p>
<p>Den sozialkonservativen oder kontinentalen Typ.Den liberalen oder</p>
<p>angels&auml;chsischen Typ.</p>
<p>Mit der Osterweiterung d&uuml;rfte sich diese Vielfalt noch weiter erh&ouml;ht haben (vgl. Busch 2005: 24) &#8211; von einem oder gar ,dem` Europ&auml;ischen Sozialmodell kann also zu-n&auml;chst keine Rede sein. Allerdings mag entweder der oben angedeutete Wandlungs- und Modernisierungsprozess der verschiedenen Sozialstaaten in der EU zu einem gemeinsamen Modell konvergieren oder das ,Europ&auml;ische Sozialmodell&#8216; auch als Denkfigur f&uuml;r einen (neuen?) Integrationstyp stehen.</p>
<p>Die Literatur zur k&uuml;nftigen Entwicklung der Sozialstaatlichkeit in der EU ist lang und ohne eindeutiges Ergebnis. Die oben erw&auml;hnten objektiven Faktoren und insbesondere die Anforderungen der europ&auml;ischen Integration betreffen zwar alle Mitgliedsstaaten, dennoch sind die nationalen Anpassungspfade grunds&auml;tzlich durchaus offen: Einerseits mag man Sapir et al. (2003) zustimmen, die vor dem Hintergrund der neoliberalen Ideologisierung und der EU-Integrationsarchitektur nur das liberale Modell f&uuml;r &uuml;berlebensf&auml;hig h&auml;lt und eine entsprechende Konvergenz prognostiziert, man mag andererseits aber auch Str&uuml;ncks (2008) Einsch&auml;tzung teilen, wonach nicht nur das Sozialstaatsmodell vom zu Grunde liegenden Wirtschaftsmodell gepr&auml;gt wird, sondern auch die Modernisierungs- und Anpassungspfade dem jeweiligen Wirtschaftsmodell angepasst werden und mithin Divergenzen bestehen bleiben und allenfalls langfristig unter-schiedliche Hybridmodelle entstehen werden. In gewisser Weise zwischen diesen Positionen liegt Buschs (2005; 2009) Argumentation, der im System der Wettbewerbsstaaten &#8211; zu dem die neoliberale Architektur der EU gef&uuml;hrt hat (vgl, auch Streeck 1996) &#8211; eine Konvergenz zu einem Hybridmodell zu erkennen glaubt, die der Tatsache Rechnung tr&auml;gt, dass die Sozialsysteme zu bedeutenden Wettbewerbsfaktoren insbesondere im einheitlichen W&auml;hrungsraum (also der EWU) geworden sind. Im Rahmen der &#8222;Methode der offenen Koordinierung&#8221; &#8211; dem weichen Governance-Modus im Bereich der EU- Sozialpolitik &#8211; sind praktisch &uuml;berall Entwicklungen der Rekommodifizierung, der Privatisierung und der Absenkung der Sicherungsleistungen zu erkennen.</p>
<p>Hier kann nicht auf die einzelnen Strukturmerkmale des vermeintlichen Konvergenzprozesses im Detail eingegangen werden. Letztlich ist mit der &#8222;&Ouml;konomisierung&#8221; aber vor allem auch ein R&uuml;ckbau des Sicherungsniveaus zur Reduktion angeblicher Allokations- und Wettbewerbsprobleme verbunden. Wirft man einen Blick auf die relativen Sozialausgaben verschiedener, modell&uuml;bergreifender L&auml;nder, so l&auml;sst sich allerdings bislang eine allgemeine Abw&auml;rtsspirale der Sicherungsniveaus nicht erkennen.[1]Einige Mitgliedstaaten haben, unabh&auml;ngig von der Modellzugeh&ouml;rigkeit (Frankreich als Beispiel des kontinentalen Modells, D&auml;nemark als Beispiel des skandinavischen Models und Polen als Vertreter der MOB-L&auml;nder), gar eine eher steigende Sozialausgabenquote zu verzeichnen, nur in wenigen L&auml;ndern (z. B. Schweden als Vertreter des skandinavischen Modells) sinkt die Sozialausgabenquote tendenziell &#8211; wobei in allen F&auml;lle am aktuelleren Zeithorizont eher ein Stagnation denn ein klarer (Abw&auml;rts-)Trend festzustellen ist.</p>
<p>Wenn also die Konvergenz zu einem verallgemeinerbaren &#8222;Europ&auml;ischen Sozialmodell&#8221; mit einer ernsthaften Gef&auml;hrdung der sozialen Errungenschaften in der EU verbunden sein soll, muss andere Evidenz erbracht werden. Zuweilen wird deshalb nicht ausschlie&szlig;lich auf die Entwicklung der Sozialausgabenquote abgestellt, sondern diese in Verbindung zum Entwicklungsstand einer Volkswirtschaft (BIP pro Kopf) gebracht (vgl. Heise/Lierse 2011). Denn bei der sozialen Sicherung handelt es sich um ein &ouml;ffentliches Gut, dessen Nachfrage seitens der Konsumenten (der B&uuml;rger) mit steigendem Einkommen zunimmt (positive Einkommenselastizit&auml;t). Die inkriminierten Dumpingpraktiken w&uuml;rden sich jetzt nicht erst bei einer absolut sinkenden Sozialleistungsquote, sondern bereits bei Sozialleistungsquoten zeigen, die nicht dem wirtschaftlichen Entwicklungsstand entsprechen, wenn sich wirklich ein positiver Zusammenhang (Korrelation) beider Gr&ouml;&szlig;en messen l&auml;sst. Tats&auml;chlich kann in den 1980er und 1990er Jahren von einer hohen und sogar zunehmenden Korrelation gesprochen werden &#8211; trotz aller Variationen entlang der Sozialstaatsmodelle. Das Bild &auml;ndert sich allerdings, wenn wir in die 2000er-Jahre schauen: Nun hat sich die enge Korrelation weitgehend aufgel&ouml;st. Verantwortlich f&uuml;r diese Entwicklung sind zumindest relative Dumpingpraktiken in L&auml;ndern des liberalen (z. B. Irland) und des mittel- und osteurop&auml;ischen Typs (z. B. die Slowakei), die ihre Sozialstaaten nicht entsprechend der Steigerung ihrer Wirtschaftskraft ausbauen, aber auch L&auml;nder des kontinentalen Typs (die Niederlande) tragen durch einen R&uuml;ckbau der Sozialstaatlichkeit dazu bei, dass Sozialpolitik immer mehr zu einem Standort- und Wettbewerbsfaktor in der EU wird.</p>
<p>Die Entwicklungen in Sozialstaaten h&auml;ngen von vielf&auml;ltigen realpolitischen Machtkonstellationen ab, sie sind nicht ausschlie&szlig;lich &ouml;konomisch-funktionalen oder ideologischen Erw&auml;gungen geschuldet. Trotz zahlreicher objektiv und subjektiv belastender Faktoren ist auch im europ&auml;ischen Modernisierungsprozess nicht mit einem simplen Herunterkonkurrieren der Sozialstandards zu rechnen. Andererseits legen die empirischen Daten durchaus nahe, dass der noch in den 1980er und 1990er Jahren erkennbare materielle Entwicklungspfad verlassen oder jedenfalls nicht l&auml;nger den Bezugsrahmen bilden wird. Je gr&ouml;&szlig;er die objektiven Belastungsfaktoren und der Perspektivwandel der Wohlfahrtsstaatlichkeit in Richtung &#8222;&Ouml;konomisierung&#8221;, desto eher ist eine entsprechen-de Entwicklung zu erwarten. Insofern ist es durchaus wichtig, ob das &#8222;Europ&auml;ische Sozialmodell&#8221; &#8211; insbesondere nach den ern&uuml;chternden Erfahrungen der europ&auml;ischen Politikakteure mit der zumindest skeptischen, wenn nicht gar ablehnenden Haltung der B&uuml;rger in der EU, die sich auch im gescheiterten Versuch zeigte, eine europ&auml;ische Verfassung durchzusetzen &#8211; als eine positive Vision einer vom US-Modell verschiedenen Sozial- oder gar Wohlfahrtsstaatlichkeit entwickelt wird.</p>
<p>Genau hierin, im Versuch, das &#8222;soziale Defizit&#8221; (Joerges/R&ouml;dl 2004) durch eine st&auml;rkere Ber&uuml;cksichtigung der sozialen Komponente zu verringern, bestand die Strategie des fr&uuml;heren EU-Kommissionspr&auml;sidenten Jacques Delors. Mit Delors ist nicht nur die weitere &ouml;konomische Integration im Rahmen der Projekte des &#8222;Gemeinsamen Binnenmarktes&#8221; und der &#8222;W&auml;hrungsunion&#8221; verbunden, sondern auch die Pr&auml;gung des Begriffs &#8222;Europ&auml;isches Sozialmodell&#8221;. Delors war klar, dass allein Markt schaffende Integrationsschritte nicht ausreichen w&uuml;rden, um die Euro- Skepsis der 1980er Jahre (&#8222;Eurosklerose`) zu &uuml;berwinden, zumal die zunehmende Inkongruenz von Marktreichweite und Marktregulierung nationale Sozialstandards unter Druck zu bringen drohte &#8211; es zeigten sich eben die Grenzen &#8222;semi-souver&auml;ner&#8221; Staaten (vgl. Leibfried/Pierson 1995).</p>
<p>Bedingten sich f&uuml;r den Sozialisten Delors deshalb &ouml;konomische und soziale Integration noch &#8211; und das Europ&auml;ische Sozialmodell Delors&#8217;scher Vision darf deshalb noch alsernsthafter Versuch verstanden werden, die wohlfahrtsstaatlichen Traditionen Europas zu verteidigen und als Legitimationsreserve der europ&auml;ischen Integration zu begreifen &#8211;, so m&uuml;ssen sp&auml;tere EU-Kommissionen als wesentliche Motoren des Perspektivwandels angesehen werden (vgl. z. B. Aust 2004, Hofbauer 2007). Damit setzen sich in der EU-Kommission &#8222;im Kampf um die europ&auml;ische Integration&#8221; (Hooghe/Marks 1999) jene Kr&auml;fte durch, die noch in der Delors-Kommission mit dem teilweise als &#8222;neukeynesi&auml;nisch&#8221; (Schmid 1995: 258) bezeichneten Wei&szlig;buch &#8222;Wachstum, Wettbewerbsf&auml;higkeit, Besch&auml;ftigung&#8221; in Schach gehalten wurden. Dies geschah erstaunlicherweise zu einer Zeit, als sich mit der &Uuml;bernahme von Regierungs&auml;mtern durch Sozialdemokraten in vielen, insbesondere aber den wichtigsten EU-Mitgliedsstaaten ein &#8222;window of opportunity&#8221; er&ouml;ffnete, einen tats&auml;chlich &#8222;eurokeynesianisch&#8221; gepr&auml;gten Entwicklungspfad fest-zuschreiben bzw. zu erneuern. Der mit dem R&uuml;cktritt Oskar Lafontaines von allen Partei- und Regierungs&auml;mtern zu Gunsten der &#8222;linken Angebotspolitiker&#8221; (Priddat 2001) in der SPD entschiedene Zwist in der ersten Schr&ouml;der-Regierung zeigt exemplarisch die Unsicherheit &uuml;ber den k&uuml;nftigen wirtschafts- und sozialpolitischen Kurs der europ&auml;ischen Sozialdemokratie (vgl. Aust 2004) und erkl&auml;rt nicht nur, weshalb sich dieses M&ouml;glichkeitenfenster ungenutzt recht bald wieder schloss, sondern auch, warum die EU-Kommission leichtes Spiel hatte, ihre Vorstellungen vom &#8222;sozialinvestiven Staat&#8221;, als feste Konnotation des &#8222;Europ&auml;ischen Sozialmodells&#8221; und als weitere Legitimationshilfe der im Amsterdamer Vertrag eingef&uuml;gten Besch&auml;ftigungspolitik zu etablieren.</p>
<p>Ob die j&uuml;ngste Weltfinanzkrise noch einmal zu einem jener &#8222;handfesten gesellschaftlichen Konflikte&#8221; f&uuml;hrt, &#8222;durch die hindurch emanzipative Kr&auml;fte die Agenda mit-bestimmen und die aktuell dominierenden Projekte schlie&szlig;lich zur&uuml;ckgewiesen werden&#8221; (Brand 2006: 169), wird sich erst noch zeigen m&uuml;ssen. Neben einem tempor&auml;ren Legitimationsverlust orthodox-neoliberaler Wirtschafts- und Finanzkonzepte auf ideologischer Ebene (Heise 2009) hat die Weltfinanzkrise zun&auml;chst einmal auf ganz politisch-praktischer Ebene zu einer enormen Belastung der &ouml;ffentlichen Haushalte gef&uuml;hrt: Die strukturelle Neuverschuldung steigt &uuml;berall weit &uuml;ber die vom Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt (SWP) vorgesehene Marke eines ausgeglichenen Haushalts, die &#8222;automatischen Stabilisatoren&#8221; f&uuml;gen &uuml;berall noch einmal einige Prozentpunkte Defizit hinzu und macht damit ein Jahrzehnt der &#8211; allerdings nur bescheidenen &#8211; Konsolidierung zunichte. Damit wird auch das neuerliche Konsolidierungsausma&szlig; deutlich, wenn die im SWP angepeilte Verschuldungsgrenze von 60 Prozent des BIP weiterhin als Ma&szlig; nachhaltiger Finanzpolitik Bestand behalten soll: nur wenige L&auml;nder in der Eurozone werden die Marke im Jahr 2011 noch unterschreiten. Es l&auml;sst sich also nicht bestreiten, dass die strukturellen Defizite in Relation zum Wirtschaftswachstum &uuml;berall erheblich zur&uuml;ckgefahren werden m&uuml;ssen, wenn ein dauerhaftes Ansteigen der Staatsverschuldung verhindert werden soll. Die schon immer sehr sensible Frage der Finanzpolitik ist und bleibt, ob dies durch Steuererh&ouml;hungen, Steuersenkungen, konsumtive (soziale) oder investiven Ausgabensenkungen oder &#8211;erh&ouml;hungen erreicht werden soll. Die herk&ouml;mmliche Auffassung, dass konsumtive &#8211; d, h, insbesondere soziale &#8211; Ausgabensenkungen Einnahme- also Steuererh&ouml;hungen vorzuziehen sind, wird jedenfalls durchaus bestritten (vgl. Heise 2004).</p>
<h5>III. Governance, Sparpolitik und das Europ&auml;ische Sozialm&shy;odell</h5>
<p>In Reaktion auf die Weltfinanz- und nachfolgende Eurokrise hat sich das Europ&auml;ische Governance-System erheblich ver&auml;ndert (vgl. Heise 2011): Neben einer Versch&auml;rfung des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts (SWP) und der Erh&ouml;hung und Perpetuierung des Europ&auml;ischen Finanzmarktstabilisierungsfonds (EFSF) im Rahmen des Europ&auml;ischen Stabilisierungsmechanismus (ESM) ist mit dem Euro-Plus-Pakt (EPP) ein weiterer Abstimmungsprozess entstanden, der als Ziel die EU-weiten Leistungsbilanzungleichgewichte adressiert, in der Konsequenz aber, wie die anderen Prozesse auch, vor allem den Druck auf die nationale Haushaltspolitik im Sinne massiver Restriktion (ausgeglichener Haushalt, R&uuml;ckf&uuml;hrung der Staatsquote, Sparzw&auml;nge, konstitutionelle Schuldenbremsen) erh&ouml;hen und hochhalten soll. Dieser Druck zeigt sich in den Sparprogrammen, die &uuml;berall in der EU verabschiedet und st&auml;ndig versch&auml;rft werden.</p>
<p>Nicht nur der Anteil der Einschnitte in die Sozialstaaten, sondern auch die Art und Weise der Einsparungen f&auml;llt unterschiedlich aus. Generell sind in allen L&auml;ndern entweder die Renten- oder die Gesundheitssysteme betroffen, in vielen F&auml;llen sogar beide. In diesen Bereichen zeichnen sich bestimmte Tendenzen ab: im Rentenbereich kommt es neben der Anhebung des Renteneintrittsalters zu einer Erweiterung der Bemessungsgrundlage und zu einer Verst&auml;rkung der individuelle Beitrag&auml;quivalenz. Umso erstaunlicher ist es, dass die isl&auml;ndische Regierung eine Rentenreform verabschiedete, die diesem Trend nicht entspricht. Rentenbez&uuml;ge sollen hier mit steigendem Einkommen zur&uuml;ckgefahren und die individuelle &Auml;quivalenz abgebaut werden.</p>
<p>W&auml;hrend die meisten Staaten bei den unteren Einkommensgruppen sparen, verfolgen nur wenige Regierungen eine Strategie, die auch h&ouml;here Einkommen an der Schuldenkonsolidierung beteiligt. Zum Beispiel Gro&szlig;britannien und Deutschland sparen bei den Bed&uuml;rftigsten und bei den Sozialversicherungsbeziehern mit dem Ziel, den Lohnabstand zu reduzieren und den Anreiz, eine Besch&auml;ftigung aufzunehmen, zu erh&ouml;hen. Dieser Ansatz stellt eine regressive Politik dar, mit der eine Umverteilung von ser Ansatz stellt eine regressive Politik dar, mit der eine Umverteilung von niedrigen zu h&ouml;heren Einkommen einhergeht. Jedoch auch jene Ans&auml;tze, die &uuml;berwiegend pauschale sozialstaatliche K&uuml;rzungen vorsehen wie Spanien und Rum&auml;nien k&ouml;nnen als regressiv bewertet werden. Auf der anderen Seite verabschiedete Island jedoch sozialstaatliche K&uuml;rzungen, die &uuml;berwiegend mittlere und h&ouml;her Einkommen treffen. Dar&uuml;ber hinaus sehen nur wenige L&auml;nder wie Island und Griechenland eine Beteiligung h&ouml;herer Ein-kommen &uuml;ber eine Verm&ouml;gens-, Reichen- oder K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r profitable Unter-nehmen vor. Andere Staaten wie Gro&szlig;britannien f&uuml;hrten zwar eine Bankenabgabe ein, jedoch senkten sie zugleich die K&ouml;rperschaftssteuer und revidierten somit die Umverteilungskomponente.</p>
<p>Prinzipiell dienen die internationale Wirtschaftskrise und die daraus resultierende &ouml;ffentlichen Schuldenlage in allen sechs Staaten als Ausl&ouml;ser und Rechtfertigung, um sozialstaatliche K&uuml;rzungen durchzusetzen. Obwohl sich in Hinsicht auf die Konsolidierungsstrategien gewisse &Auml;hnlichkeiten abzeichnen, gibt es dennoch erhebliche Unter-schiede: Auf der einen Seite scheint es wenige Staaten wie Islands zu geben, deren Ansatz eine verteilungspolitische Komponente einschlie&szlig;t und somit einen progressiven Ansatz darstellt. Auf der anderen Seite setzten die meisten Konsolidierungsprogramme, wie das Gro&szlig;britanniens und Deutschlands, gezielt bei unteren Einkommen an.</p>
<h5>IV. Ein kurzes Fazit</h5>
<p>Europa hat sich l&auml;ngst davon verabschiedet, Sozialpolitik im Rahmen eines gesellschaftspolitischen Konzepts zu definieren. Die Wohlfahrtsstaaten sind den historisch unterschiedlichen, europ&auml;ischen Sozialmodellen gewichen, in denen Sozialpolitik &ouml;konomischen und fiskalischen Priorit&auml;ten zu folgen hat. Dies impliziert gleicherma&szlig;en ei-ne r&uuml;ckl&auml;ufige Solidarkomponente in der Sozialversicherung wie eine materielle Ausgestaltung der Sozialpolitik &#8211; mit Blick auf deren vorgebliche Anreizwirkungen und Allokationseffekte &#8211;, die pro Versicherungsfall abnimmt. Diese allgemeine Einsch&auml;tzung gilt nicht nur f&uuml;r die hoch entwickelten EU-Staaten in der Mitte des Kontinents, sondern auch f&uuml;r die Konvergenzkandidaten im S&uuml;den und Osten der EU, die den einstmals g&uuml;ltigen Entwicklungspfad einer hohen Korrelation von Wirtschaftsentwicklung und Sozialausstattung verlassen haben.</p>
<p>Die Hoffnung, dass die Weltfinanzkrise mit ihren sozialen Verwerfungen ein Um-denken einleiten k&ouml;nnte und das Europ&auml;ische Sozialmodell doch noch zum umk&auml;mpften Terrain eines anderen europ&auml;ischen Integrationsmodus werden k&ouml;nnte, scheinen sich vor dem Hintergrund der Haushaltslagen in fast allen EU-Staaten nicht zu bewahrheiten (vgl. Heise 2011). Fast &uuml;berall sind auch nach der Weltfinanzkrise die orthodoxen Diktionen der Finanzpolitik &#8211; ausgeglichener Haushalt im Rahmen des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts &#8211; g&uuml;ltig bzw. werden gar noch sch&auml;rfer formuliert. Auch scheint die Weisheit unumst&ouml;&szlig;lich, wonach eine Haushaltskonsolidierung mittels konsumtiver Ausgabenk&uuml;rzungen Erfolg versprechender sei als mittels Einnahmeerh&ouml;hung. Diese Politikausrichtung wird &uuml;ber die modifizierte EU-Governance-Struktur unterst&uuml;tzt und als Konditionalit&auml;t weiterer Hilfsangebote den Nationalstaaten abverlangt.</p>
<p>In allen untersuchten F&auml;llen &#8212; vielleicht mit der Ausnahme Islands &#8212; dominiert unabh&auml;ngig von der Regierungszusammensetzung die regressive Ausgabenk&uuml;rzung. Einnahmeerh&ouml;hungen mittels progressiver Erh&ouml;hung der Steuers&auml;tze spielen allenfalls eine untergeordnete Rolle &#8211; gelegentlich werden regressiv wirkende Mehrwertsteuererh&ouml;hungen teilweise durch Unternehmenssteuersenkungen kompensiert und damit die Regression erh&ouml;ht. Selbst L&auml;nder wie Irland, die das europ&auml;ische Hilfsprogramm in Anspruch nehmen m&uuml;ssen, scheinen sich erfolgreich dagegen zu wehren, ihre wettbewerbsverzerrend niedrigen Unternehmenssteuers&auml;tze anheben zu m&uuml;ssen.</p>
<p>Da fast &uuml;berall in der EU regressive Sparma&szlig;nahmen in historisch einmaliger Gr&ouml;&szlig;enordnung durchgef&uuml;hrt werden, sind die Konsolidierungswirkungen zumindest unklar: Die immer noch dominante Fiskalorthodoxie baut auf das &#8222;Crowding -in&#8221; privater Investitionen bei sinkenden Staatsausgaben. Dann kann der Wachstumspfad unbesch&auml;digt bleiben oder gar &#8211; bei entsprechenden Erwartungseffekten &#8211; sogar ansteigen und die Konsolidierung bei gekapptem Sozialstaat gelingen (vgl. Heise 2010: 287ff.). Die alternative (keynesianische) Sicht h&auml;lt die Hoffnung eines kompensierenden privaten &#8222;Crowding-in&#8221; bei abnehmender Massenkaufkraft f&uuml;r naiv und bef&uuml;rchtet negative Auswirkungen auf den Wachstumspfad, die &#8211; je nach Gr&ouml;&szlig;e der Multiplikator- und Akzeleratoreffekte &#8211; die Konsolidierung zumindest deutlich erschweren, wenn nicht sogar verunm&ouml;glichen (vgl. Heise 2010: 287ff.). Je verbreiteter die Sparbem&uuml;hungen sind, desto geringer die Hoffnung, dass sich mangelnde Binnennachfrage erfolgreich durch ausl&auml;ndische (Export-)Nachfrage kompensieren l&auml;sst (vgl. z.B. Arestis/Pelagidis 2010). Vieles spricht also f&uuml;r ein eher stagnatives Wachstumsszenario in der EU, in dem die Konsolidierungsbem&uuml;hungen wenig erfolgreich sein werden und somit der Druck auf regressive Ma&szlig;nahmen gar noch zunimmt.</p>
<p>Nach den milliardenschweren Rettungsschirmen f&uuml;r Banken und ganze Staaten w&auml;re eine Renaissance des Europ&auml;ischen Sozialmodells als Legitimationsreserve und nat&uuml;rlich, notwendiger sozialer Schutzschirm f&uuml;r die B&uuml;rger in der EU zu erwarten gewesen. Die sozialen Proteste &uuml;berall in Europa mahnen an, dass die EU ohne soziales Fundament langfristig auf Sand gebaut sein k&ouml;nnte.</p>
<p>[1] Allerdings sollte nicht &uuml;bersehen werden, dass eine konstante Sozialausgabenquote keine Konstanz des Sicherungsniveaus bedeuten muss, wenn die Anzahl der Versorgungsempf&auml;nger aufgrund von Alterung, steigender Armut oder Arbeitslosigkeit steigen.<br />[2] In diese Studie ist mit Island auch ein Nicht-EU-Staat aufgenommen, da Island einerseits besonders hart von der Weltfinanzkrise betroffen war, andererseits einen etwas anderen Konsolidierungsweg beschritt.<br />[3] Auch wenn keine Erh&ouml;hung der Unternehmenssteuer eingef&uuml;hrt wurde, so plant die Bundesregi erung die Einf&uuml;hrung einer Transaktionssteuer mit Einnahmen von rund 6 Mrd. &#8364;, was etwa 7,5 Prozent des Sparp aketes entspricht.<br />[4] In Gro&szlig;britannien wurde der Einkommenssteuerfreibetrag um 1.000 &pound; pro Monat angehoben, was keinen progressiven, sondern einen regressiven Effekt hat.</p>
<p><b>Literatur</b></p>
<p>Aust, A. (2004): Umbau oder Abbruch des `Europ&auml;ischen Sozialmodells&#8216;? Bemerkungen zu einer aktuellen europ&auml;ischen Strategiedebatte; in: Glombowski, J. et al. (Hrsg.), Erweiterung und Integration der EU, Wiesbaden 2004 S. 147&#8211;174.<br />Arestis, P., Pelagidis, T. (2010): Absurd Austerity Policies in Europe; in: Challenge, 53/6 S. 54-61. Brand, U. (2006): Strategien progressiver Kr&auml;fte in Europa. Rebellische Subjektivit&auml;t und radikale For-<br />derungen. Thesen; in: Widerspruch. Beitr&auml;ge zu sozialistischer Politik 50 S. 167&#8212;174.<br />Busch, K. (2005): Die Perspektiven des Europ&auml;ischen Sozialmodells, Arbeitspapier Nr. 92, Hans<br />B&ouml;ckler Stiftung, D&uuml;sseldorf.<br />Busch, K. (2009): Weltwirtschaftskrise und Wohlfahrtsstaat, FES-Internationale Politik Analyse Berlin. Budgetplan (2010): Budget 2010; HM Treasury London: June 2010, abrufbar unter: <a href="http://www.hm-treasury/" target="_blank" rel="noopener">www.hm-treasury</a>. gov.uk.<br />Esping-Andersen, G. (1990): The Three Worlds of Welfare Capitalism, Cambridge.<br />Eurostat: L&auml;nderprofile; Europ&auml;ischen Kommission: abrufbar unter: epp.eurostat.ec.europa.eu Finanzplan BRD; Unterrichtung durch die Bundesregierung; 07.07.2010, abrufbar im Internet unter: <a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/" target="_blank" rel="noopener">www.bundesfinanzministerium.de</a>.<br />Heise, A. (1997): Grundlagen der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsintegration Wiesbaden.<br />Heise, A. (2004): Optimale Verschuldung, Konsolidierungstrajektorien und Makroeffekte; in: Hein, E.,<br />Heise, A., Truger, A. (Hrsg.) Finanzpolitik in der Kontroverse Marburg, S. 127&#8212;146.<br />Heise, A. (2009): Toxische Wissenschaft? Zur Verantwortung der &Ouml;konomen f&uuml;r die gegenw&auml;rtige Kri-<br />se; in: Wirtschaftsdienst, 89/12, S. 842&#8211;848.<br />Heise, A. (2010): Einf&uuml;hrung in die Wirtschaftspolitik, M&uuml;nster.<br />Heise, A. (2011): European Governance: Institutionelle Reformen nach der Krise; in: Wirtschaftsdienst,</p>
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