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	<title>Assunta Tammelleo Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Auszeichnung für &#8218;aufrechten Gang&#8216;</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2008/auszeichnung-fuer-aufrechten-gang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 13:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[München: AufrechterGang]]></category>
		<category><![CDATA[München: Presse]]></category>
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		<category><![CDATA[Südbayern: Veranstaltungsberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>M&#220;NCHEN. (hpd) Die Humanistische Union, Ortsverband M&#252;nchen, verlieh die B&#252;rgerrechts-Auszeichnung &#8222;Aufrechter Gang&#8220; Eine kleine gr&#252;ne Figur, einem Kaktus &#228;hnlich mit reichlich Stacheln, mit roten Schuhen, roter Kopfbedeckung und einem dicken &#8222;Grundgesetz&#8220;unter dem Arm ist am Donnerstag abend, den 12.Juni 2008 im M&#252;nchner Kulturzentrum Gasteig von Professor Dr. Hering (HU) aus seiner gestreiften Verpackung befreit worden. [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2008/auszeichnung-fuer-aufrechten-gang/">Auszeichnung für &#8218;aufrechten Gang&#8216;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>M&Uuml;NCHEN. (hpd) Die Humanistische Union, Ortsverband M&uuml;nchen, verlieh die B&uuml;rgerrechts-Auszeichnung &#8222;Aufrechter Gang&#8220;</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Preis-Uebergabe__01.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5992 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/b19acb5226.jpg" alt="Auszeichnung f&uuml;r 'aufrechten Gang'" width="240" height="166"></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Eine kleine gr&uuml;ne Figur, einem Kaktus &auml;hnlich mit reichlich Stacheln, mit roten Schuhen, roter Kopfbedeckung und einem dicken &#8222;Grundgesetz&#8220;unter dem Arm ist am Donnerstag abend, den 12.Juni 2008 im M&uuml;nchner Kulturzentrum Gasteig von Professor Dr. Hering (HU) aus seiner gestreiften Verpackung befreit worden. Diese Figur ist als Preis &#8218;Aufrechter Gang&#8216; seit 1988 vom Ortsverband M&uuml;nchen der Humanistischen Union bereits 12 mal verliehen worden an mutige Menschen, die den <a href="http://suedbayern.humanistische-union.de/index.php?id=580" target="_blank" rel="noopener">Geist des Grundgesetzes verteidigen</a>. MIt der Verleihung des aufrechten Kaktus-Menschen soll auch anderen Menschen Mut gemacht werden, f&uuml;r ihre Rechte &#8211; aber auch f&uuml;r die hilfloser anderer &#8211; einzutreten, um so an einer lebendigen politischen Zukunft mitzuarbeiten. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Frau Hauptfeldwebel Christiane Ernst-Zettl.</p>
<p>In die Black Box des M&uuml;nchner Kulturzentrums ert&ouml;nten leise aus dem Hintergrund von einer benachbarten Veranstaltung die Ch&ouml;re der &#8222;Carmina Burana&#8220; herein, als Professor Hering den Zuh&ouml;rern und Zuh&ouml;rerinnen die Bedeutung des Preises &#8222;Aufrechter Gang&#8220; erl&auml;uterte und die Gru&szlig;adresse des Arbeitskreises &#8222;<a href="http://www.darmstaedter-signal.de/" target="_blank" rel="noopener">Darmst&auml;dter Signal</a>&#8220; vorlas. F&uuml;r die Laudatio hatte die Humanistische Union den ehemaligen Berufssoldaten der Bundeswehr im Rang eines Majors, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Florian_Pfaff" target="_blank" rel="noopener">Florian Pfaff</a> , gew&auml;hlt, der im M&auml;rz 2003 bundesweit Schlagzeilen machte, weil er seinen Einsatz im Irakkrieg aus Gewissensgr&uuml;nden verweigerte.</p>
<h4>Vom Sitten&shy;ver&shy;fall in der Bundeswehr</h4>
<p>Florian Pfaff ist inzwischen in der Friedensbewegung engagiert und ruft ganz besonders Soldaten auf, in Angriffskriegen den Gehorsam zu verweigern. In seiner frei gehaltenen Rede zu Ehren der Ausgezeichneten erkl&auml;rte er dem Publikum die Problematik und Besonderheit des Falles Christiane Ernst-Zettl. Weil sie sich als Vorgesetzte und Sanit&auml;tsfeldwebel der Bundeswehr pers&ouml;nlich f&uuml;r die Einhaltung der Regeln des Humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts im friedenssicherndem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan verantwortlich f&uuml;hlte, wurde sie mit einer Disziplinarbu&szlig;e und strafweisen R&uuml;ckversetzung nach Deutschland belegt.</p>
<p>Im Einsatz als Sanit&auml;tsfeldwebel erhielt sie Order, bewaffnet Personenkontrollen an afghanischen Frauen vorzunehmen, die im ISAF-Camp Warehouse in Kabul als lokale Arbeitskr&auml;fte besch&auml;ftigt sind. Hierzu sollte sie gleichfalls ihre Rot-Kreuz-Armbinde ablegen, woraufhin Ernst-Zettl beim Sicherungszugf&uuml;hrer, einem Oberleutnant, vorstellig wurde, um ihm zu melden, dass sie im Sinne des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts Nichtkombattant sei und daher f&uuml;r Sicherungsaufgaben nicht eingesetzt werden d&uuml;rfe. Allein f&uuml;r ihre Meldung und den damit verbundenen Versuch, sich an die Bestimmungen der Genfer Konventionen zu halten, wurde die Soldatin mit einer Disziplinarbu&szlig;e von 800 Euro belegt und &#8222;repatriiert&#8220;, das bedeutet, strafweise nach Deutschland zur&uuml;ckkommandiert.</p>
<p>Die Begr&uuml;ndung daf&uuml;r wirkt bizarr: Sie h&auml;tte mit ihrem Verhalten den Sicherungszugf&uuml;hrer verunsichert und so den ordnungsgem&auml;&szlig;en Dienstablauf behindert. Die Richter des Milit&auml;rgerichtes, das diesen Fall beurteilen mu&szlig;te, sahen in ihrem Handeln einen Missbrauch ihrer Rechte zu Lasten eines Kameraden&#8220;, warfen ihr vor, den Dienstbetrieb gest&ouml;rt zu haben, und attestierten ihr obendrein, dass ihr Handeln &#8222;ein bedenkliches Licht auf ihren Charakter&#8220; werfe. Keine Anstrengung verschwendeten die Milit&auml;rjuristen freilich auf die Frage nach der v&ouml;lkerrechtlichen Zul&auml;ssigkeit des Einsatzes von Bundeswehr-Sanit&auml;tssoldaten zu Wach- und Sicherungsaufgaben bei <a href="http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/003362.html" target="_blank" rel="noopener">internationalen Eins&auml;tzen</a>.</p>
<p>Die Auszeichnung &#8222;Aufrechter Gang&#8220; geb&uuml;hrt, so Florian Pfaff, Christine Ernst-Zettl f&uuml;r ihren unerschrockenen Einsatz f&uuml;r die Wahrung des V&ouml;lkerrechts, der sie inzwischen auch auf den Weg vors Bundesverwaltungsgericht gebracht hat. Der ehemalige Major Pfaff schilderte anhand dieses Falles und anderer F&auml;lle anschaulich die negativen Ver&auml;nderungen in der Bundeswehr weg von einer reinen Verteidigungsarmee hin zu einer Armee, die immer &ouml;fter humanit&auml;res V&ouml;lkerrecht ignoriert und aktiver Teil bei Angriffskriegen wird. Und dass es dagegen Widerspruch zu leisten gilt!</p>
<h4>Sorge um die Einhaltung des V&ouml;lker&shy;rechts</h4>
<p>In ihrer Dankesrede verwies Christine Ernst-Zettl darauf, dass sie nichts Besonderes geleistet h&auml;tte, sondern sich lediglich auf Paragraf 10, Absatz 4, Soldatengesetz berufen und um Einhaltung des V&ouml;lkerrechts, der Menschenrechte und des Genfer Abkommens von 1949 gebeten. Sie f&uuml;hle sich als Sanit&auml;tssoldatin auch der Idee des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Dunant" target="_blank" rel="noopener">Henry Dunant</a>, dem Gr&uuml;nder des Roten Kreuzes und Wegbereiter des humanit&auml;ren Gedankens verpflichtet. Den ihr &uuml;berreichten Preis betrachte sie als Ehre und Ermutigung, ihren Weg weiter zu gehen und weiter zu k&auml;mpfen.</p>
<p>Nach der feierlichen &Uuml;bergabe und den Reden folgte &uuml;ber die H&auml;lfte der Besucher/innen der herzlichen Einladung der Humanistischen Union ins benachbarte Restaurant zum geselligen Beisammensein bei Wein und Fingerfood, wo noch munter weiter diskutiert wurde.</p>
<p>Mutig und wichtig ist es, dass Christine Ernst-Zettl f&uuml;r dieses humanistische Anliegen weiter k&auml;mpft. Und doch sollen alle Pazifisten auch nach dieser bemerkenswerten Demonstration von Zivilcourage weiterhin unerm&uuml;dlich im Einsatz auch daf&uuml;r sein, dass es zwar utopisch, aber w&uuml;nschenswert ist, dass keiner hingeht, wenn Krieg ist und sich erst gar keiner daf&uuml;r ausbilden l&auml;&szlig;t. Die Humanistische Union als aktive B&uuml;rgerrechtsorganisation seit 1961 hat auch diesen Ansatz mit der Preistr&auml;gerin Gerti Kiermeier 1997 entsprechend gew&uuml;rdigt, die als Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft vor Gericht das Recht erstreiten mu&szlig;, sagen zu d&uuml;rfen, dass Soldaten &#8222;potentielle M&ouml;rder&#8220; sind. Die HU verweist hier auf den Pazifisten und Atheisten Bertrand Russell, der 1940 wegen seiner &ouml;ffentlich ge&auml;u&szlig;erten Meinung eine Professorenstelle nicht antreten konnte: &#8222;(&#8230;) Es ist ein wesentlicher Zug der Demokratie, da&szlig; m&auml;chtige Gruppen und selbst Mehrheiten gegen&uuml;ber anders denkenden Gruppen &#8211; und seien sie noch so klein &#8211; Toleranz &uuml;ben, wie sehr ihnen deren Ansichten auch zuwider sein m&ouml;gen. In einer Demokratie m&uuml;ssen die Menschen lernen, dieses zu ertragen&#8220;(&#8230;). Mit Menschen wie Christine Ernst-Zettl, mit Florian Pfaff, mit Gerti Kiermeier und den vielen Mutigen und Aktiven aus der Humanistischen Union kommen wir diesem Ideal Zug um Zug n&auml;her!&#8220;</p>
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		<title>&#8222;Papst gsehng?&#8220;</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/195/publikation/papst-gsehng-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2006 21:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[München: Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen: Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bericht &#252;ber eine gelungene Aktion, die gest&#246;rt hat Mitteilungen Nr. 195, S. 25-26 Die mit &#252;berraschender Presseresonanz angek&#252;ndigte &#8222;Papst gsehng? &#8211; Religionsfreie Zone M&#252;nchen&#8220; hatte am 10. September um 16 Uhr im Kulturzentrum GASTEIG ihre Pforten ge&#246;ffnet. Neben den Referaten rund um die Finanzen der Kirchen (Dr. Carsten Frerk/Hamburg), zur Notwendigkeit der Blasphemie im aufgekl&#228;rten [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bericht &uuml;ber eine gelungene Aktion, die gest&ouml;rt hat</p>
<p>Mitteilungen Nr. 195, S. 25-26</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Muenchen_Papst.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4291 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/9d0a82902f.jpg" alt="" width="240" height="159"></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Die mit &uuml;berraschender Presseresonanz angek&uuml;ndigte &#8222;Papst gsehng? &ndash; Religionsfreie Zone M&uuml;nchen&ldquo; hatte am 10. September um 16 Uhr im Kulturzentrum GASTEIG ihre Pforten ge&ouml;ffnet. Neben den Referaten rund um die Finanzen der Kirchen (Dr. Carsten Frerk/Hamburg), zur Notwendigkeit der Blasphemie im aufgekl&auml;rten Staat (Dr. Michael Schmidt-Salomon) und dem Religionen-T&Uuml;V (Prof. Dr. G&uuml;nther Kehrer) kam auch die Kultur nicht zu kurz. F&uuml;r die Sinne zust&auml;ndig waren der Tiger Willi, Hanns Christian M&uuml;ller &amp; Band und als besonderes Highlight Sigi Zimmerschied. Umrahmt wurde die Veranstaltungsreihe von B&uuml;cher- und Info-Tischen und einer kleinen Karikaturen-Sammlung, in der u.a. auch Zeichnungen von Janosch zu sehen waren, von dem vermutlich viele ahnungslose M&uuml;tter gar nicht wissen, dass er ein &#8222;gstandner&#8220; Atheist ist.</p>
<p>Drei Tage verweilte die &#8222;Papst gsehng? &ndash; Religionsfreie Zone M&uuml;nchen&ldquo; im GASTEIG und zog am 13. September mit dem Motto &#8222;Freie Liebe f&uuml;r Freie Geister&#8220; weiter in M&uuml;nchens &auml;ltestes Programmkino, das MAXIM! Dort wurden an den folgenden drei Tagen unanst&auml;ndige Filme gezeigt, die quasi der Fingerzeig sind zur Diskussion um katholisch gepr&auml;gte, verklemmte, bigotte Sexualmoral, wie sie von Benedikt XVI. aktuell immer noch gepredigt wird! Abschluss des unchristlichen Treibens bildete am 16. September in der Kleinkunstb&uuml;hne &#8222;Wirtshaus im Isartal&#8220; die &#8222;Heidenspass-Party&#8220; unter dem Motto &#8218;Heidenspass statt H&ouml;llenqual&#8216;, das zum Weltjugendtag in K&ouml;ln 2005 von der Giordano-Bruno-Stiftung eingef&uuml;hrt wurde. Es spielten &#8222;Wuide Wachl&#8220; und &#8222;HEILIG&#8220;, scheinheiliger Rock vom Feinsten &ndash; ein echter Ohrenschmaus! Leicht am&uuml;siert betrachten die Organisatoren das Vorgehen des parteifreien M&uuml;nchner Stadtrates Norbert Feil. Der findet es nicht tragbar, dass die 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt M&uuml;nchen &ndash; Kulturzentrum GASTEIG &ndash; den Raum f&uuml;r derart unchristliches Treiben bietet. Mit schriftlicher Anfrage an die Stadt M&uuml;nchen mochte er in Erfahrung bringen, wie es dazu kommen konnte, wie es insbesondere parallel zur Messe des Papstes am 10. September dazu kommen konnte und ob wom&ouml;glich die Stadt sich hier finanziell beteiligen w&uuml;rde! Obwohl der bfg M&uuml;nchen den Verwaltungsweg zur Auskunftserteilung abk&uuml;rzen k&ouml;nnte, &uuml;berl&auml;sst er es der Stadt M&uuml;nchen, die passende Auskunft von Amts wegen zu geben! Der bfg M&uuml;nchen verzeichnet positive Resonanz durch Neumitglieder und steigende Interessenten- Zahl. Positive Resonanz l&auml;sst sich auch verzeichnen f&uuml;r den bayerischen Rockmusiker und Kabarettisten Georg Ringsgwandl (Tr&auml;ger des bayerischen Kabarettpreises 2006 in der Sparte Musik). Sein Lied &#8222;Papst gsehng&#8220; (aus Anlass des letzten Besuches des vorherigen Papstes in M&uuml;nchen) produziert, wurde mit seiner ausdr&uuml;cklichen Genehmigung vom bfg M&uuml;nchen als Veranstaltungsmotto eingesetzt. Diese Tatsache brachte das Lied wieder ins Bewusstsein vieler Zuh&ouml;rer/innen und au&szlig;erdem Autor Ringsgwandl in Form eines gro&szlig;en Interviews rund ums Thema Lied und Papst in die S&uuml;ddeutsche Zeitung. Auch der von der Presse wegen seiner &uuml;ber weite Strecken kirchen- und religionskritischen Kabarett-Programme viel geschm&auml;hte Sigi Zimmerschied wurde im Vorfeld als &#8222;Mitglied der Religionsfreien Zone&#8220; mit einem ausf&uuml;hrlichen Interview in der S&uuml;ddeutschen Zeitung bedacht. Das auf der Religionsfreien Zone M&uuml;nchen 2006 aufgef&uuml;hrte Programm &#8222;Spottlibet&#8220; l&auml;uft aktuell im Fraunhofer-Theater in M&uuml;nchen &ndash; Hingehen! Der Aktionsk&uuml;nstler Wolfram P. Kastner, der mit der vom bfg M&uuml;nchen unterst&uuml;tzten und finanzierten Aktion &#8222;Papa- Spaziergang&#8220; (ein kirchlicher W&uuml;rdentr&auml;ger und ein Hitler gehen durch M&uuml;nchen in Anspielung auf das heute noch g&uuml;ltige Konkordat von 1933) am 6. September durch Polizeigewalt an der Durchf&uuml;hrung gehindert wurde, erhielt kurz darauf eine Anzeige wegen &#8222;Durchf&uuml;hrung einer nicht angemeldeten Versammlung&#8220;, wegen des &#8222;Verdachts der Beleidigung eines ausl&auml;ndischen Staatsoberhauptes&#8220; und wegen des &#8222;Missbrauchs von Zeichen&#8220;. Weiterhin in Konflikt mit Justitia ist der vom bfg M&uuml;nchen gesandte Verteiler des &#8222;Konkordat-Flugblattes&#8220;, der zun&auml;chst vor Ort in Handschellen zu Boden ging und am Verteilen gehindert wurde. Auch er hat bereits eine Anzeige erhalten. Der bfg M&uuml;nchen unterst&uuml;tzt Wolfram P. Kastner und unseren Flugblatt-Verteiler bei ihren juristischen Auseinandersetzungen. Auch Petra Perle, stadtbekannte Kabarettistin und quirlige &#8222;Chefin&#8220; des ber&uuml;hmten Turmst&uuml;berl im &#8222;Valentin-Mus&auml;um&#8220; hat &Auml;rger bekommen. Als Nonne verkleidet und mit Demo-Schildern auf einer Rikscha unterwegs, wurde sie kurzfristig durch die Polizei betreut. Dietmar Holzapfel, Besitzer der &#8222;Deutsche Eiche&#8220;, musste seinen CSD-Motto-Wagen mit Papst-Persiflage aus dem Verkehr ziehen und geht ebenfalls juristisch dagegen vor. Landtagsmitglied Adelheid Rupp hatte &ouml;ffentlich bekundet, dass sie die offizielle SPD-Linie in Sachen Papstbesuch nicht teile. Dies hat &uuml;ber Franz Maget (bayerischer SPD-Landeschef und Initiator von &#8222;Kirche und SPD&#8220;) und Christian Ude (Oberb&uuml;rgermeister der Stadt M&uuml;nchen) zu einem Streit &uuml;ber den SPD-Standpunkt gef&uuml;hrt. Und der bfg M&uuml;nchen hat selber auch noch &Auml;rger: Am 15. September wurde uns die Klage der Kripo M&uuml;nchen wegen Versto&szlig;es gegen das Pressegesetz zugestellt (&#8222;V.i.S.d.P.&#8220; wurde auf einem der zahlreichen, in ehrenamtlicher Arbeit erstellten Dokumente vergessen). Die Bilanz: f&uuml;r uns &#8222;Gottlose&#8220; war die Presse-Resonanz h&ouml;chst erfreulich, gemessen an unseren sonstigen M&ouml;glichkeiten, in der Presse erw&auml;hnt zu werden. In Zusammenhang mit unseren Aktivit&auml;ten anl&auml;sslich des Papst-Besuches sind wir von einigen wenigen Journalisten tats&auml;chlich entdeckt worden, es gab Berichte &uuml;ber uns und unsere Aktionen zu lesen, zu sehen und zu h&ouml;ren. Insgesamt betrachtet ern&uuml;chternd ist und bleibt die Tatsache, dass ausgerechnet beim Besuch Ratzingers sich die gro&szlig;e Mehrzahl der Journalisten der Hof-Berichterstattung hingegeben haben. Es erscheint der Organisatorin der &#8222;Papst gsehng?&#8220; &#8211; Religionsfreie Zone M&uuml;nchen 2006 fast unwirklich, dass ausgerechnet Ratzinger, Sinnbild f&uuml;r tiefst r&uuml;ckst&auml;ndige, undemokratische und gar nicht zeitgem&auml;&szlig;e Positionen, es geschafft hat, kaum eine Kritik aufkommen zu lassen bei seinem Besuch in Bayern im 21. Jahrhundert! Wo immer er zwischen 1980 und 1990 im S&uuml;den der Republik aufgetreten ist, sind Tausende von Menschen gekommen, um gegen ihn zu protestieren &ndash; &uuml;berwiegend Katholiken sogar! Vermutlich gilt gerade auch f&uuml;r die Berichterstatter: &#8222;Denn sie wissen nicht, was sie glauben&#8220; (Franz Buggle). Unser nachdr&uuml;cklichster Dank an Wolfgang Killinger, &#8222;Chef&#8220; der Humanistischen Union S&uuml;dbayern, der trotz Krankheit zusammen mit seiner Frau Helga die ganzen drei Tage im GASTEIG vor Ort gewesen ist!</p>
<p><i>Assunta Tammelleo hat diese Aktion organisiert. Sie ist Vorsitzende des Bundes f&uuml;r Geistesfreiheit bfg M&uuml;nchen und Mitglied des Regionalverbandes M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern der Humanistischen Union</i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/195/publikation/papst-gsehng-1/">&#8222;Papst gsehng?&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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