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	<title>Björn Schreinermacher Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>LV Bremen: Netzwerk Bürgerbeteiligung</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/224-mitteilungen/publikation/lv-bremen-netzwerk-buergerbeteiligung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[huadminuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Oct 2014 17:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen: Verein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 224 (Heft 2/2014), S. 7 Im letzten Jahr gründete sich in Bremen das &#8222;Bremer Netzwerk Bürgerbeteiligung&#8220;. Darin sind unter anderem vertreten: Bürgerstiftung Bremen, Arbeitnehmerkammer, Landeszentrale für politische Bildung, Netzwerk Selbsthilfe, mehrere Professoren der Uni Bremen, die Humanistische Union sowie weiter Personen, die sich für Bürgerbeteiligung engagieren. Das Netzwerk versteht unter Bürgerbeteiligung die rechtzeitige [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/224-mitteilungen/publikation/lv-bremen-netzwerk-buergerbeteiligung/">LV Bremen: Netzwerk Bürgerbeteiligung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 224 (Heft 2/2014), S. 7</p>
<p>Im letzten Jahr gründete sich in Bremen das &#8222;Bremer Netzwerk Bürgerbeteiligung&#8220;. Darin sind unter anderem vertreten: Bürgerstiftung Bremen, Arbeitnehmerkammer, Landeszentrale für politische Bildung, Netzwerk Selbsthilfe, mehrere Professoren der Uni Bremen, die Humanistische Union sowie weiter Personen, die sich für Bürgerbeteiligung engagieren.</p>
<p>Das Netzwerk versteht unter Bürgerbeteiligung die rechtzeitige und verlässliche Beteiligung/Partizipation von Bürger/innen an politischen Entscheidungen. Bürgerbeteiligung ist in diesem Sinne ein Stück lebendiger Demokratie. Das besondere Interesse des Netzwerks richtet sich auf Verfahren und Formen unmittelbarer partizipativer und direkter Demokratie in Ergänzung des bestehenden Systems repräsentativer Demokratie.</p>
<p>Die Vision des Netzwerkes ist es, die Bürgerbeteiligung als eine tragende Säule demokrati-scher Kultur im politischen und gesellschaftlichen Leben unserer Stadt zu verankern. Das Netzwerk will die in Bremen vorhandenen Kompetenzen im Handlungsfeld Bürgerbeteiligung vernetzen und bündeln. Durch eine gemeinsame strategische Nutzung dieser vielfältigen Ressourcen und Erfahrungen sollen vor allem die Rahmenbedingungen für eine verbindliche Bürgerbeteiligung nachhaltig verbessert werden; dafür sollen politische Entscheidungsprozesse und das Verwaltungshandeln regelmäßig, umfassend und transparent mit geeigneten Formen von Beteiligung begleitet und deren Ergebnis in Entscheidungen einbezogen werden.</p>
<p>Der Bremer Landtag verabschiedet im Dezember 2013 den Parlamentsbeschluss &#8222;Entwicklungsplan Bürgerbeteiligung&#8220;. Darin wird der Senat aufgefordert gemeinsam mit den Bürger_innen einen Plan für verbindliche Bürgerbeteiligung bis 2015 aufzustellen. Das Netzwerk Bürgerbeteiligung setzte sich für eine zügige und umfassende Umsetzung dieses Parlamentsbeschlusses ein und wird mit seine Kompetenzen und Erfahrungen an der inhaltlichen Ausgestaltung mitwirken.</p>
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		<title>Novellierung des Bremer Informationsfreiheitsgesetzes entsprechend des Hamburger Transparenzgesetzes</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/novellierung-des-bremer-informationsfreiheitsgesetzes-entsprechend-des-hamburger-transparenzgesetzes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[huadminuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Oct 2014 17:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen: Verein]]></category>
		<category><![CDATA[IFG: Bremen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 224 (Heft 2/2014) , S. 7 Bei aller Rivalit&#228;t mit der Nachbarstadt: das Hamburger Transparenzgesetz erm&#246;glicht einen weitergehenden Zugang zu Dokumenten und Daten der Beh&#246;rden als das Bremische Informationsfreiheitsgesetz. Gemeinsam mit den Bremer Gruppen von &#8222;Transparency International&#8220; und &#8222;Mehr Demokratie&#8220; haben wir uns als &#8222;Bremer Initiative f&#252;r Informationsfreiheit und Transparenz&#8220; f&#252;r eine rasche [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 224 (Heft 2/2014) , S. 7</p>
<p>Bei aller Rivalit&auml;t mit der Nachbarstadt: das Hamburger Transparenzgesetz erm&ouml;glicht einen weitergehenden Zugang zu Dokumenten und Daten der Beh&ouml;rden als das Bremische Informationsfreiheitsgesetz. Gemeinsam mit den Bremer Gruppen von &#8222;Transparency International&#8220; und &#8222;Mehr Demokratie&#8220; haben wir uns als &#8222;Bremer Initiative f&uuml;r Informationsfreiheit und Transparenz&#8220; f&uuml;r eine rasche Novellierung des Bremer Gesetzes mit &Uuml;bernahme der weitergehenden Regelungen aus dem Hamburger Transparenzgesetzes eingesetzt. Dies gilt insbesondere f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer Informationspflicht durch die Beh&ouml;rden und die Ver&ouml;ffentlichungspflicht von Vertr&auml;gen, die die Verwaltung mit Privaten abschlie&szlig;t. Wir haben einen Entwurf f&uuml;r ein novelliertes Bremer Informationsfreiheitsgesetz verfasst, der unter&nbsp; <a href="http://bremen-nds.mehr-demokratie.de/9198.html" target="_blank" rel="noopener">http://bremen-nds.mehr-demokratie.de/9198.html</a> abrufbar ist.</p>
<p>So sehen wir es auch als ein Verdienst unseres B&uuml;ndnisses, dass sich Bremer SPD und Gr&uuml;ne seit diesem Jahr f&uuml;r ein neues IFG einsetzen, welches unseren Forderungen weitgehend nachkommen soll.</p>
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		<title>Bremer Strafvollzugsgesetz</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/224-mitteilungen/publikation/bremer-strafvollzugsgesetz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[huadminuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Oct 2014 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rechtspolitische Gutachten]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen: Verein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 224 (Heft 2/2014), S. 8 Wie in anderen Bundesländern auch steht in Bremen die Einführung eines eigenen Strafvollzugsgesetzes an. Nach der Veröffentlichung des ersten Referentenentwurfs reichten wir im Februar 2014 eine Stellungnahme zu den Regierungsplänen ein. Wir kritisieren vor allem, dass sie kein Briefgeheimnis für die Gefangenenpost vorsehen, insbesondere für Briefwechsel mit Rechtsanwälten. [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 224 (Heft 2/2014), S. 8</p>
<p>Wie in anderen Bundesländern auch steht in Bremen die Einführung eines eigenen Strafvollzugsgesetzes an. Nach der Veröffentlichung des ersten Referentenentwurfs reichten wir im Februar 2014 eine Stellungnahme zu den Regierungsplänen ein. Wir kritisieren vor allem, dass sie kein Briefgeheimnis für die Gefangenenpost vorsehen, insbesondere für Briefwechsel mit Rechtsanwälten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/224-mitteilungen/publikation/bremer-strafvollzugsgesetz/">Bremer Strafvollzugsgesetz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Willkommen in Bremen!?&#8220; Podiumsdiskussion</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2014/willkommen-in-bremen-podiumsdiskussion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[huadminuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2014 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[Termine: Bremen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Willkommenskultur der Bremer Ausländerbehörde auf dem praktischen Prüfstand.   Donnerstag, 18. September 2014, 19 Uhr, VHS im Bamberger, Faulenstr. 69 (Raum 306), 28195 Bremen Vor zwei Jahren wurde der Umbau der Bremer Ausl&#228;nderbeh&#246;rde zu einer Servicestelle angek&#252;ndigt, die Migrantinnen und Migranten mit mehr Personal und gewandelter Mentalit&#228;t willkommen hei&#223;t. Was hat sich seitdem ver&#228;ndert [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2014/willkommen-in-bremen-podiumsdiskussion/">&#8222;Willkommen in Bremen!?&#8220; Podiumsdiskussion</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Die Willkommenskultur der Bremer Ausländerbehörde auf dem praktischen Prüfstand.</p>
<p> <br />
Donnerstag, 18. September 2014, 19 Uhr, </p>
<p>VHS im Bamberger, Faulenstr. 69 (Raum 306), 28195 Bremen</i></p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/2014-09-18-HU-Bremen-Willkommenskultur.pdf" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5598 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/933fc542c5-2.jpg" alt="" width="127" height="180"></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Vor zwei Jahren wurde der Umbau der Bremer Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde zu einer Servicestelle angek&uuml;ndigt, die Migrantinnen und Migranten mit mehr Personal und gewandelter Mentalit&auml;t willkommen hei&szlig;t. Was hat sich seitdem ver&auml;ndert und wie schl&auml;gt sich die politische Leitvorgabe in der Organisation der Beh&ouml;rde und bei der Beantragung von Aufenthaltstiteln tats&auml;chlich nieder? Wo bestehen noch Probleme und wie lassen sie sich l&ouml;sen?</p>
<p>Mit besonderem Schwerpunkt auf binationale Paare und Familien wollen wir diskutieren, wie sich die praktische Umsetzung einer Willkommenskultur in Bremen verbessern l&auml;sst.</p>
<p><b>Auf dem Podium diskutieren:</b></p>
<ul>
<li><strong>Bettina Scharrelmann, </strong>Leiterin der Bremer Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde</li>
<li><strong>Ute Schenkel, </strong>Referatsleiterin beim Senator f&uuml;r Inneres und Sport</li>
<li><strong>Dr. Zarah Mohammadzadeh, </strong>MdBB (B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen)</li>
<li><strong>Dr. J&ouml;rg Wegner, </strong>RA f&uuml;r Ausl&auml;nder- und Familienrecht und Vorstand des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. in Bremen</li>
</ul>
<p><b>Moderation: </b>Dr. Bj&ouml;rn Schreinermacher, Humanistische Union</p>
<p>Nach der Podiumsdiskussion wird es ausreichend Zeit f&uuml;r Fragen und Anregungen aus dem Publikum geben. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.</p>
<p><b>Kontakt:<br /></b>Dr. Bj&ouml;rn Schreinermacher, <a href="mailto:schreinermacher%40gmx.net">schreinermacher@gmx.net</a>, Tel. 0176-2115 1876</p>
<p>Links</p>
<dd>
<p class="bodytext"><a href="http://www.taz.de/Institution-in-der-Diskussion/%21146325/" target="_blank" rel="noopener">www.taz.de/Institution-in-der-Diskussion/!146325/</a></p>
</dd>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2014/willkommen-in-bremen-podiumsdiskussion/">&#8222;Willkommen in Bremen!?&#8220; Podiumsdiskussion</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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            	</item>
		<item>
		<title>Berichte aus den Regionalgruppen</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/222/publikation/berichte-aus-den-regionalgruppen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jan 2014 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: Regionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 222 (3/2013), S. 18-20 Bremen braucht keinen Verfas&#173;sungs&#173;schutz In einer von der HU Bremen und der Internationalen Liga f&#252;r Menschenrechte ausgerichteten Podiumsdiskussion gelang es dem Bremer Innensenator Ulrich M&#228;urer (SPD) und dem Vorsitzenden der Gr&#252;nen-Fraktion in der B&#252;rgerschaft Matthias G&#252;ldner nicht, die von Till M&#252;ller-Heidelberg (HU) und Rolf G&#246;ssner (Liga) vorgetragenen Gr&#252;nde f&#252;r [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/222/publikation/berichte-aus-den-regionalgruppen/">Berichte aus den Regionalgruppen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 222 (3/2013), S. 18-20</p>
<h2 class="auto-created">Bremen braucht keinen Verfas&shy;sungs&shy;schutz</h2>
<p>In einer von der HU Bremen und der Internationalen Liga f&uuml;r Menschenrechte ausgerichteten Podiumsdiskussion gelang es dem Bremer Innensenator Ulrich M&auml;urer (SPD) und dem Vorsitzenden der Gr&uuml;nen-Fraktion in der B&uuml;rgerschaft Matthias G&uuml;ldner nicht, die von Till M&uuml;ller-Heidelberg (HU) und Rolf G&ouml;ssner (Liga) vorgetragenen Gr&uuml;nde f&uuml;r die Abschaffung des Bremer Verfassungsschutzes zu entkr&auml;ften.</p>
<p>Die im Wallsaal der Stadtbibliothek gef&uuml;hrte Diskussion orientierte sich am Senatsvorschlag f&uuml;r ein reformiertes bremisches Verfassungsschutzgesetz. Dabei r&auml;umten M&auml;urer als auch G&uuml;ldner zu Beginn ihrer Statements die skandalreiche Geschichte der deutschen Geheimdienste ein und nahmen auch den Bremer Verfassungsschutz nicht aus. G&uuml;ldner, zurzeit Vorsitzender der Parlamentarischen Kontrollkommission, beurteilte den Bremer Verfassungsschutz als &bdquo;noch bis 2008 undemokratisch und teilweise menschenverachtend&ldquo;. Mit dem neuen Gesetz stellten die beiden eine Kehrtwende in Aussicht, die sich im Lauf der Diskussion als haltlose Versprechung herausstellte.</p>
<p>M&auml;urer verwies auf eine neue Ausrichtung des Geheimdienstes, der sich in Bremen gegen Gruppen richten solle, die als gewaltbereit gelten, insbesondere Rechtsradikale und Hass predigende Salafisten. Zuvor hatte M&uuml;ller-Heidelberg gewarnt, dass die Ausrichtung des Dienstes gegen Extremismus der Willk&uuml;r gleichkommt, denn nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts handelt es sich dabei um einen politischen Kampfbegriff: als extremistisch gelten stets die stark von der Mehrheitsmeinung abweichenden Ansichten. Insofern waren die Versprechungen des Innensenators zwar beruhigend gemeint, doch was derzeit (unter rot-gr&uuml;ner Regierung) als extremistisch und was als akzeptiert gilt, kann sich schnell umkehren. Hinsichtlich der vermeintlichen Ausrichtung auf gewaltbereite Personen wiesen G&ouml;ssner und M&uuml;ller-Heidelberg darauf hin, dass der Verfassungsschutz laut Gesetzesvorschlag nicht ausschlie&szlig;lich, sondern im &bdquo;Schwerpunkt&ldquo; gegen gewaltbereite Personen handeln solle. Dies erkl&auml;rt sich im &Uuml;brigen auch damit, dass ein Verfassungsschutz nach den bundesrechtlichen Vorgaben eben nicht Gewalttaten verhindern, sondern politischen Extremismus beobachten muss.</p>
<p>Eine bessere Kontrolle durch Eingliederung des Amts in die Senatsbeh&ouml;rden und Ausweitung der Befugnisse der Parlamentarischen Kontrollkommission befanden M&auml;urer und G&uuml;ldner als wesentliche Faktoren einer demokratischen Einhegung des Verfassungsschutzes. Die Kontrolle bleibt jedoch dem Einblick der &Ouml;ffentlichkeit entzogen. Dort liegt der immanente Widerspruch zwischen Verfassungsschutz und Demokratie: ein Geheimdienst definiert sich dadurch, dass ihm die &Ouml;ffentlichkeit nicht auf die Finger schaut. Selbst wenn die Mitglieder der Bremer Kontrollkommission in selbstst&auml;ndig durchgef&uuml;hrten Ermittlungen erhebliche Grundrechtsverletzungen feststellen, sollen sie damit nur unter Zustimmung einer Zweidrittel-, also Regierungsmehrheit des Gremiums an die &Ouml;ffentlichkeit gehen k&ouml;nnen. So verwunderte auch nicht, dass G&ouml;ssner auf Nachfragen feststellte, dass die zahlreichen Geheimdienstskandale bislang nie durch Kontrolleure aufgedeckt wurden.</p>
<p>Gegen Ende der zweist&uuml;ndigen Veranstaltung erkl&auml;rte der Innensenator, dass er die Einw&auml;nde der B&uuml;rgerrechtler ja verstehe, aber nicht die Verantwortung tragen wolle, wenn es nach einer Abschaffung des Verfassungsschutzes zu Terroranschl&auml;gen k&auml;me. Zudem sei Bremen gegen&uuml;ber anderen Bundesl&auml;ndern und Bund zur Kooperation verpflichtet, da k&ouml;nne es nicht als einziges Bundesland seinen Verfassungsschutz abschaffen. Hier erwiderten M&uuml;ller-Heidelberg und G&ouml;ssner, dass die Gefahrenabwehr die Aufgabe von Polizei und Staatsanwaltschaften ist, die diese Aufgabe inzwischen ohnehin schon weit im Vorfeld von Straftaten wahrn&auml;hmen. Der Verfassungsschutz unterliege nicht dem Legalit&auml;tsprinzip und m&uuml;sse Straftaten nicht zur Anzeige bringen. So habe der Geheimdienst in anderen Bundesl&auml;ndern schon von Gewaltverbrechen durch eigene V-Leute gewusst, ohne einzuschreiten. Die beiden B&uuml;rgerrechtler verwiesen auch darauf, dass eine Abschaffung des Bremer Geheimdienstes durchaus mit Bundesrecht vereinbar sei. Einem Landesamt f&uuml;r Verfassungsschutz k&ouml;nnten sehr wohl die geheimdienstlichen Instrumente entzogen werden.</p>
<p>Insgesamt hinterlie&szlig; die Veranstaltung einen positiven Eindruck. Die vier Podiumsteilnehmer lieferten sich eine konstruktive Diskussion, in der auf die Statements der jeweils anderen eingegangen wurde. Den etwa 100 Besuchern, die unserem Eindruck nach nicht alle mit einer vorgefertigten Meinung gekommen waren, erleichterte dies gewiss, die Argumente nachzuvollziehen. Wer allerdings zu dem Schluss kommt, dass es keine demokratiefreundliche L&ouml;sung f&uuml;r Geheimdienste gibt &ndash; au&szlig;er ihrer Abschaffung &ndash; der wei&szlig; auch: ein Bundesland muss den Anfang machen. Insofern erscheint der aus dem Publikum stammende Vorschlag eines Volksentscheids &uuml;ber den Verfassungsschutz bedenkenswert.</p>
<h2 class="auto-created">Marburg: Vortrag zu Netzpolitik</h2>
<p>Der Staat hat die verfassungsm&auml;&szlig;ige Pflicht, die Privatsph&auml;re der B&uuml;rger wirksam zu sch&uuml;tzen. Dennoch sollte man sich nicht auf den Staat verlassen und die eigenen Daten selbst m&ouml;glichst gut vor unerlaubtem Zugriff sichern. Auf diese Kurzform k&ouml;nnte man die Diskussion &uuml;ber den Vortrag von Stefan H&uuml;gel am Freitag (29. November) im K&auml;te-Dinnebier-Saal des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Marburg bringen. Auf Einladung der Humanistischen Union Marburg (HU) sprach der Vorsitzende des HU-Ortsverbands Frankfurt und des &bdquo;Forums Informatiker f&uuml;r Frieden und Soziale Verantwortung&ldquo; (FIfF) unter dem Titel &bdquo;Das belagerte Internet&ldquo; &uuml;ber Netzpolitik in Zeiten der Geheimdienste.</p>
<p>Das Ausma&szlig; nachrichtendienstlicher &Uuml;berwachung habe der Whistleblower Edward Snowden der internationalen &Ouml;ffentlichkeit klar gemacht. Was vorher h&auml;ufig als angebliche &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; abgetan wurde, sei durch ihn dokumentiert und bis jetzt in keinem wesentlichen Punkt widerlegt worden. H&uuml;gel skizzierte eine Chronologie der Ver&ouml;ffentlichungen von der Bekanntgabe des &Uuml;berwachungsprogramms PRISM und seines britischen Pendants Tempora &uuml;ber die Offenlegung der Erfassungs-Software XKeyScore bis hin zum Abh&ouml;ren des Handys der Bundeskanzlerin Angela Merkel und weiterer Spitzenpolitiker. Die Emp&ouml;rung &uuml;ber den Lauschangriff auf Merkel sei angesichts der milliardenfachen Absch&ouml;pfung von Daten der B&uuml;rger allerdings nicht besonders &uuml;berzeugend. Zudem bewertete H&uuml;gel die Gegenma&szlig;nahmen der Bundesregierung als halbherzig. Verwundern k&ouml;nne das allerdings nicht, seien doch deutsche Geheimdienste wie der Bundesnachrichtendienst (BND) und der Verfassungsschutz selbst in gro&szlig;em Stil in die &Uuml;berwachung der Bev&ouml;lkerung eingebunden.</p>
<p>&Auml;hnliche Profile erstellen indes nicht nur staatliche Stellen, sondern auch private Internetdienste. Anhand entsprechender Daten beliefere beispielsweise Google seine Nutzer mit individuell abgestimmter Werbung und pers&ouml;nlich zugeschnittenen Suchergebnissen.</p>
<p>Besonders problematisch findet H&uuml;gel, dass die National Security Agency (NSA) Zugriff auf diese Daten der Internetdienstleister hat. Der US-Geheimdienst verf&uuml;gt sowohl &uuml;ber direkte Zug&auml;nge zu ihren Rechnern als auch &uuml;ber zus&auml;tzliche Sp&auml;hprogramme zum Anzapfen ihrer internen Netze.<br />Anhand einer Erkl&auml;rung der Funktionsweise des Internet sowie des internationalen TOR-Netzes zum Verwischen von Datenspuren leitete H&uuml;gel zu m&ouml;glichen Gegenma&szlig;nahmen &uuml;ber. Leider w&uuml;rde die notwendige Medienkompetenz in diesem Bereich an Schulen nur sehr unzureichend vermittelt, bedauerte er. Auch wenn die NSA an der Entschl&uuml;sselung von verschl&uuml;sselten Nachrichten arbeite, sei dieser Schutz nach wie vor sinnvoll. Notwendig sei allerdings, einen sehr langen Schl&uuml;ssel zu verwenden, der das Knacken wesentlich erschwert, empfahl H&uuml;gel. Noch besser sei, sensible Daten gar nicht &uuml;ber das Internet oder Telefone weiterzugeben. Zudem m&uuml;sse man sich bewusst sein, dass ein Mobiltelefon jede Bewegung registriert und dem Provider meldet.</p>
<p>Letztlich wolle aber wohl kaum jemand auf die M&ouml;glichkeiten der modernen Informationstechnologie verzichten, bemerkte H&uuml;gel. Ohne Handy und Internet sei man &#8211; vor allem in j&uuml;ngeren Altersgruppen &#8211; vom sozialen Miteinander weitgehend ausgeschlossen. Notwendig sei deshalb ein bewusster Umgang mit diesen Technologien und ein konsequenter Verzicht auf die unn&ouml;tige Weitergabe pers&ouml;nlicher Informationen.</p>
<p><i>Das Skript und eine Video-Dokumentation des Vortrags von Stefan H&uuml;gel ist &uuml;ber die Webseite der HU Marburg abrufbar unter </i><a href="http://humr.de/sh1" target="_blank" rel="noopener"><i>http://humr.de/sh1</i></a><i>.</i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/222/publikation/berichte-aus-den-regionalgruppen/">Berichte aus den Regionalgruppen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bremen braucht keinen Verfassungsschutz</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2013/bremen-braucht-keinen-verfassungsschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2013 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen: Berichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Veranstaltungsbericht zur Veranstaltung &#8222;Brauchen wir den Verfassungsschutz?&#8220; am 18.11.2013, 19:00 in Bremen In einer von der HU Bremen und der Internationalen Liga f&#252;r Menschenrechte ausgerichteten Podiumsdiskussion gelang es dem Bremer Innensenator Ulrich M&#228;urer (SPD) und dem Vorsitzenden der Gr&#252;nen-Fraktion in der B&#252;rgerschaft Matthias G&#252;ldner nicht, die von Till M&#252;ller-Heidelberg (HU) und Rolf G&#246;ssner (Liga) vorgetragenen [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2013/bremen-braucht-keinen-verfassungsschutz/">Bremen braucht keinen Verfassungsschutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Veranstaltungsbericht zur Veranstaltung &#8222;Brauchen wir den Verfassungsschutz?&#8220; am 18.11.2013, 19:00 in Bremen</p>
<p>In einer  von der HU Bremen und der Internationalen Liga f&uuml;r Menschenrechte ausgerichteten Podiumsdiskussion gelang es dem Bremer Innensenator Ulrich M&auml;urer (SPD) und dem Vorsitzenden der Gr&uuml;nen-Fraktion in der B&uuml;rgerschaft Matthias G&uuml;ldner nicht, die von Till M&uuml;ller-Heidelberg (HU) und Rolf G&ouml;ssner (Liga) vorgetragenen Gr&uuml;nde f&uuml;r die  Abschaffung des Bremer Verfassungsschutzes zu entkr&auml;ften.</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bremen_vfs_20131118.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5927 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/6ac9747389.jpg" alt="Bremen braucht keinen Verfassungsschutz" width="240" height="160"></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Die im Wallsaal der Stadtbibliothek gef&uuml;hrte Diskussion orientierte sich am Senatsvorschlag f&uuml;r ein reformiertes bremisches Verfassungsschutzgesetz. Dabei begannen sowohl M&auml;urer als auch G&uuml;ldner ihre Statements, indem sie die von Skandalen ges&auml;umte Geschichte der deutschen Geheimdienste einr&auml;umten und auch den Bremer Verfassungsschutz davon nicht ausnahmen. G&uuml;ldner, zurzeit Vorsitzender der Parlamentarischen Kontrollkommission, beurteilte den Bremer Verfassungsschutz als &#8222;noch bis 2008 undemokratisch und teilweise menschenverachtend&#8220;. Mit ihrem neuen Gesetz stellten die beiden also eine Kehrtwende in Aussicht, die sich allerdings im Lauf der Diskussion als haltlose Versprechung herausstellte.</p>
<p>M&auml;urer verwies auf eine neue Ausrichtung des Geheimdienstes, der sich in Bremen gegen Gruppen richten solle, die als gewaltbereit gelten, insbesondere Rechtsradikale und Hass predigende Salafisten. Zuvor hatte M&uuml;ller-Heidelberg gewarnt, dass die Ausrichtung des Dienstes gegen Extremismus der Willk&uuml;r gleichkommt, denn nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts handelt es sich dabei um einen politischen Kampfbegriff: als extremistisch gelten stets die stark von der Mehrheitsmeinung abweichenden Ansichten. Insofern waren die Versprechungen des Innensenators zwar beruhigend gemeint, doch was jetzt unter rot-gr&uuml;ner Regierung als extremistisch und was als akzeptiert gilt, kann&nbsp; sich schnell umkehren. Hinsichtlich der vermeintlichen Ausrichtung auf gewaltbereite Personen wiesen G&ouml;ssner und M&uuml;ller-Heidelberg darauf hin, dass der Verfassungsschutz laut Gesetzesvorschlag nicht ausschlie&szlig;lich, sondern im &#8222;Schwerpunkt&#8220; gegen gewaltbereite Personen handeln solle. Dies erkl&auml;rt sich im &Uuml;brigen auch damit, dass ein Verfassungsschutz nach den bundesrechtlichen Vorgaben eben nicht Gewalttaten verhindern, sondern politischen Extremismus beobachten muss.</p>
<p>Eine bessere Kontrolle durch Eingliederung des Amts in die Senatsbeh&ouml;rden und Ausweitung der Befugnisse der Parlamentarischen Kontrollkommission befanden M&auml;urer und G&uuml;ldner als wesentliche Faktoren einer demokratischen Einhegung des Verfassungsschutzes. Die Kontrolle bleibt dabei jedoch dem Einblick der &Ouml;ffentlichkeit entzogen. Dort liegt der immanente Widerspruch zwischen Verfassungsschutz und Demokratie: ein Geheimdienst definiert sich dadurch, dass ihm die &Ouml;ffentlichkeit nicht auf die Finger schaut. Selbst wenn die Mitglieder der Bremer Kontrollkommission in selbstst&auml;ndig durchgef&uuml;hrten Ermittlungen erhebliche Grundrechtsverletzungen feststellen, sollen sie damit nur unter Zustimmung einer Zweidrittel-&nbsp; also Regierungsmehrheit des Gremiums an die &Ouml;ffentlichkeit gehen k&ouml;nnen. So verwunderte auch nicht, dass G&ouml;ssner auf Nachfragen aus dem Publikum sagte, dass die zahlreichen Geheimdienstskandale bislang nie durch Kontrollgremien aufgedeckt wurden. Zudem zeigt sich an den vorgesehen Quoten f&uuml;r seine Zusammensetzung, dass auch die Gestalt des vorgesehenen Kontrollgremiums von der politischen Couleur der Regierungsparteien gepr&auml;gt ist. So w&uuml;rden Parteien, die im Parlament ohne Fraktionsstatus vertreten sind, weiterhin keinen regul&auml;ren Sitz in der Kommission erhalten. Gerade kleinere Parteien, wie die bremische Linke &#8211; die aktuell zumindest einen Gaststatus in der Kommission hat &#8211;, waren jedoch in der Vergangenheit nicht selten das Ziel von Geheimdiensten.</p>
<p>Gegen Ende der zweist&uuml;ndigen Veranstaltung erkl&auml;rte der Innensenator, dass er die Einw&auml;nde der B&uuml;rgerrechtler ja verstehe, aber nicht die Verantwortung tragen wolle, wenn es nach einer Abschaffung des Verfassungsschutzes aufgrund fehlender Geheimdienstinformationen zu Terroranschl&auml;gen k&auml;me. Zudem sei Bremen gegen&uuml;ber anderen Bundesl&auml;ndern und Bund&nbsp; zur Kooperation verpflichtet, da k&ouml;nne es nicht als einziges Bundesland seinen Verfassungsschutz abschaffen. Hier erwiderten M&uuml;ller-Heidelberg und G&ouml;ssner, dass die Gefahrenabwehr die Aufgabe von Polizei und Staatsanwaltschaften ist, die diese Aufgabe inzwischen ohnehin schon weit im Vorfeld von Straftaten wahrn&auml;hmen. Der Verfassungsschutz unterliege dagegen nicht dem Legalit&auml;tsprinzip und m&uuml;sse Straftaten nicht zur Anzeige bringen. So habe der Geheimdienst in anderen Bundesl&auml;ndern schon von Gewaltverbrechen durch eigene V-Leute gewusst, ohne einzuschreiten. Die beiden B&uuml;rgerrechtler verwiesen auch darauf, dass eine Abschaffung des Bremer Geheimdienstes durchaus mit Bundesrecht vereinbar sei, wonach einem Landesamt f&uuml;r Verfassungsschutz durchaus die geheimdienstlichen Instrumente gestrichen werden k&ouml;nnen.</p>
<p>Insgesamt bleibt von der Veranstaltung ein positiver Eindruck. Die vier Podiumsteilnehmer lieferten sich eine konstruktive Diskussion, in der auf die Statements der jeweils anderen eingegangen wurde. Den etwa 100 Besuchern, die unserem Eindruck nach nicht alle mit einer vorgefertigten Meinung gekommen waren, erleichterte dies gewiss, die Argumente f&uuml;r die Abschaffung des Geheimdienstes nachzuvollziehen. Wer allerdings zu dem Schluss kommt, dass es keine Demokratie-freundliche L&ouml;sung f&uuml;r Geheimdienste au&szlig;er ihrer Abschaffung gibt, der wei&szlig; auch: ein Bundesland muss den Anfang machen. Das vom Innensenator vorgebrachte Argument, die anderen L&auml;nder schafften ihre Geheimdienste ja auch nicht ab, wirkt hier paradox. Insofern erscheint der aus dem Publikum stammende Vorschlag eines Volksentscheids &uuml;ber den Verfassungsschutz bedenkenswert.</p>
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		<title>LV Bremen: Neuwahl des Landesvorstands</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/220/publikation/lv-bremen-neuwahl-des-landesvorstands/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 May 2013 10:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: Regionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 220 (1/2013), S. 23f. Eine Mitgliederversammlung der HU Bremen wählte am 16.1.2013 einen neuen Landesvorstand für Bremen und Umzu. Dem Landesvorstand gehören an: Christiane Bodammer-Gausepohl, Heinz Lüneberg, Björn Schreinermacher, Kirsten Wiese und Thomas von Zabern. Die Vorstandsmitglieder agieren künftig kollektiv, ein/e Vorsitzende/r wurde bewusst nicht gewählt. Der Vorstand wird bei einem der nächsten [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 220 (1/2013), S. 23f.</p>
<p>Eine Mitgliederversammlung der HU Bremen wählte am 16.1.2013 einen neuen Landesvorstand für Bremen und Umzu.</p>
<p>Dem Landesvorstand gehören an: Christiane Bodammer-Gausepohl, Heinz Lüneberg, Björn Schreinermacher, Kirsten Wiese und Thomas von Zabern. Die Vorstandsmitglieder agieren künftig kollektiv, ein/e Vorsitzende/r wurde bewusst nicht gewählt.</p>
<p>Der Vorstand wird bei einem der nächsten Treffen eine Themenverteilung vornehmen. Er kommt vorerst im Rahmen der monatlichen Aktiventreffen zusammen, bei denen alle Interessierten mitdiskutieren und alle HU-Mitglieder auch mit abstimmen können.</p>
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		<item>
		<title>Grenzenloser Datenverkehr in der EU</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/grundrechte-report/2009/publikation/grenzenloser-datenverkehr-in-der-eu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2009 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GG: Artikel 2]]></category>
		<category><![CDATA[GRR: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Grundrechte-Report 2009, Seite 44 Die Entwicklung der letzten zehn Jahren zeigen, dass der Datenaustausch innerhalb der Europ&#228;ischen Union vor keinen staatlichen Grenzen mehr halt macht. Mit dem stetigen Ausbau europ&#228;ischer Gro&#223;datenbanken durch die europ&#228;ischen Regierungen und Sicherheitsbeh&#246;rden wird der Schutz der Privatsph&#228;re von 490 Millionen Europ&#228;ern immer mehr zur Disposition gestellt. Die j&#252;ngsten Beschl&#252;sse auf [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Grundrechte-Report 2009, Seite 44</p>
<p>Die Entwicklung der letzten zehn Jahren zeigen, dass der Datenaustausch innerhalb der Europ&auml;ischen Union vor keinen staatlichen Grenzen mehr halt macht. Mit dem stetigen Ausbau europ&auml;ischer Gro&szlig;datenbanken durch die europ&auml;ischen Regierungen und Sicherheitsbeh&ouml;rden wird der Schutz der Privatsph&auml;re von 490 Millionen Europ&auml;ern immer mehr zur Disposition gestellt. Die j&uuml;ngsten Beschl&uuml;sse auf EU-Ebene zum Ausbau des Schengener Informationssystem (SIS II) und dem neuen Visa-Informationssystems (VIS) schaffen Speicherkapazit&auml;ten f&uuml;r 100 bzw. 70 Millionen Eintr&auml;ge pers&ouml;nlicher Daten.</p>
<h2 class="auto-created">Zusam&shy;me&shy;n&shy;a&shy;r&shy;beit bei Schengen, Visa und Asyl</h2>
<p>Die erste Generation des Schengener Informationssystems (SIS) soll seit M&auml;rz 1995 den Wegfall der Grenzkontrollen kompensieren, indem es bei Polizeikontrollen auch abseits der Grenzen erlaubt, online zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob eine Person das Recht zur Einreise besitzt oder polizeilich gesucht wird. In das SIS werden bis heute zu 90% der insgesamt 22 Millionen personenbezogenen Eintr&auml;ge insbesondere Personen aufgenommen, denen die Einreise in die aus 13 EU-Mitgliedern sowie Island und Norwegen bestehenden Schengenstaaten verwehrt werden soll. Des Weiteren finden sich dort auch polizeiliche Fahndungsdaten. Die Einf&uuml;hrung des SIS II erm&ouml;glicht k&uuml;nftig nicht nur die Erfassung gr&ouml;&szlig;erer Datenmengen, sondern auch die Ausweitung des personenbezogenen Datensatzes um biometrische Merkmale, also digital gespeicherte Gesichtsz&uuml;ge und Fingerabdr&uuml;cke.</p>
<p>Die hinter dem SIS stehende Absicht, ausgew&auml;hlten Personen die Einreise nach Europa verweigern zu k&ouml;nnen, verfolgt auch das Visa-Informationssystem (VIS). Wenn das VIS im Jahr 2009 ans Netz geht, wird es nicht nur Grenzbeh&ouml;rden bei der Abwicklung und &Uuml;berpr&uuml;fung von Einreiseberechtigungen helfen, sondern auch weiteren, von den EU-Mitgliedstaaten noch nicht benannten Stellen, Datenzugriff gew&auml;hren. Bei der Antragstellung werden bis zu f&uuml;nf Jahre lang alle antragsrelevanten Daten gespeichert, inklusive der biometrischen Erfassung von Gesichtsz&uuml;gen und Fingerabdr&uuml;cken des Betroffenen sowie Angaben zu Personen, die ihn eingeladen haben oder f&uuml;r seine Aufenthaltskosten b&uuml;rgen. Nach der urspr&uuml;nglichen Beschlussvorlage soll das VIS auf diese Weise zur Bek&auml;mpfung von Gefahren f&uuml;r die innere Sicherheit beitragen. Offene Worte, die klarstellen, dass visumpflichtige Ausl&auml;nder in den europ&auml;ischen Innenministerien mittlerweile als potenzielle Bedrohung wahrgenommen werden.</p>
<h2 class="auto-created">Eurodac</h2>
<p>Zur Umsetzung der Dublin II-Verordnung, welche bestimmt, dass f&uuml;r einen Asylantrag eines Fl&uuml;chtlings immer nur ein Staat zust&auml;ndig ist, wurde 2003 die Eurodac-Datenbank mit pers&ouml;nlichen Angaben und biometrischen Merkmalen von Asylantragstellern eingef&uuml;hrt. Schon in den Jahren 2003 bis 2005 hat das System die Datens&auml;tze von 657.753 Antragstellern verarbeitet. Auch Informationen &uuml;ber Immigranten, die w&auml;hrend eines illegalen Aufenthalts bzw. Grenz&uuml;bertritts in einen Mitgliedstaat aufgegriffen wurden, werden mit Eintr&auml;gen in Eurodac abgeglichen und gespeichert (2003 bis 2005: 48.657 Datens&auml;tze). In den 27 EU-Staaten sowie Island, Norwegen und der Schweiz haben zwar bisher ausschlie&szlig;lich Asylbeh&ouml;rden Zugriff auf die Daten. Zudem wird Eurodac vom Europ&auml;ischen Datenschutzbeauftragten beaufsichtigt. Sorgen um den Datenschutz sind dennoch angebracht, weil die EU-Kommission und die deutsche Ratspr&auml;sidentschaft 2007 Reformen anstie&szlig;en, um Ermittlungsbeh&ouml;rden zur Strafverfolgung k&uuml;nftig den Zugriff auf Eurodac zu erm&ouml;glichen. Womit sich wieder einmal erweist, dass sich Datenansammlungen faktisch nicht an einen Zweck binden lassen.</p>
<h2 class="auto-created">Europol</h2>
<p>Zugriff auf SIS II, VIS und voraussichtlich Eurodac wird es k&uuml;nftig nicht nur f&uuml;r nationale Sicherheitsorgane geben, sondern auch f&uuml;r die Europ&auml;ische Polizeibeh&ouml;rde (Europol). Europol ist beauftragt, durch das Sammeln, den Austausch und die Analyse von Informationen zur Pr&auml;vention und Aufkl&auml;rung von Straftaten mit grenz&uuml;berschreitendem Bezug beizutragen. Die Europol-Dateien betreffen nicht nur Tatverd&auml;chtige. Gespeichert werden auch Daten von Zeugen, Opfern und anderen Personen, die im Zusammenhang mit polizeilichen Ermittlungen stehen. Der Europol-Jahresbericht 2007 zeugte zuletzt von reger Kommunikation: 260.000 Mitteilungen sendeten nationale Polizeibeh&ouml;rden an Europol, darunter 7.618 neu aufgenommene F&auml;lle mit insgesamt &uuml;ber 60.000 Einzelinformationen.</p>
<h2 class="auto-created">Neue Dimensionen</h2>
<p>Europaweiter Datentransfer muss aber nicht &uuml;ber zentrale Instanzen funktionieren. Vielmehr droht durch den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Rahmenbeschluss zum sogenannten Verf&uuml;gbarkeitsgrundsatz eine neue Dimension des europ&auml;ischen Datenaustauschs. Gegenstand dieser neuen Konzeption ist die Zug&auml;nglichkeit von Informationen, d. h. die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden in einem Mitgliedstaat, die &uuml;ber diese Informationen verf&uuml;gen, machen diese den zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden in einem anderen Mitgliedstaat zur Verh&uuml;tung, Aufdeckung und Untersuchung von Straftaten zug&auml;nglich.<br />Die von der EU- Kommission vorgelegten Pl&auml;ne zum Verf&uuml;gbarkeitsgrundsatz sehen sogar eine Angleichung der Speichertechnik und den automatischen Zugriff nationaler Beh&ouml;rden auf Datens&auml;tze in anderen Mitgliedstaaten vor. Bisher scheiterte der Vorsto&szlig; in solche eine neue Dimension der Verf&uuml;gbarkeit allerdings an der Angst der Mitgliedstaaten vor einem h&ouml;heren Datenschutzniveau: Der 2005 zwischen Deutschland und sechs weiteren EU-Staaten geschlossene Pr&uuml;mer Vertrag ist mit weniger technischem Aufwand und auch mit einem geringerem Datenschutzniveau verbunden. Seine Datenschutzanforderungen berufen sich auf eine mehr als 25 Jahre alte Datenschutzkonvention des Europarats. Mit dem Konzept der Verf&uuml;gbarkeit k&ouml;nnten die Mitgliedstaaten nicht mehr umhin, ein anspruchsvolleres Datenschutzniveau f&uuml;r ihre nationalen Sicherheitsbeh&ouml;rden zu vereinbaren. Dazu wird es bis auf Weiteres wohl kaum kommen.</p>
<h2 class="auto-created">Infor&shy;ma&shy;ti&shy;o&shy;nelle Selbst&shy;be&shy;stim&shy;mung?</h2>
<p>Pl&auml;ne f&uuml;r eine neue Datenschutzregelung, die den Informationsaustausch f&uuml;r Polizei und Justiz in der EU bestimmt, werden seit Jahren blockiert. Ebenso die Forderungen nach besseren Kontrollen. Auch die EU-Grundrechte-Charta, die ein Grundrecht auf den Schutz pers&ouml;nlicher Daten beinhaltet, besitzt noch keine Verbindlichkeit. Dabei stellt das deutsche Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung klare Anforderungen an Beh&ouml;rden, die personenbezogenen Daten erfassen oder verarbeiten. Doch wie sollen etwa die Datensparsamkeit, die Zweckbindung erhobener Daten, die Information Betroffener und der Rechtsschutz verwirklicht werden, wenn bei Ansammlung und Austausch von Daten eine un&uuml;berschaubare F&uuml;lle von Beh&ouml;rden mitwirkt?</p>
<p>Aus der Sicht der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ist die &Uuml;bermittlung personenbezogener Daten ins Ausland nur bei einem Datenschutzniveau, das dem deutschen Grundrecht vergleichbar ist, ertr&auml;glich. Angesichts der Entwicklung scheinbar unz&auml;hmbarer Datenansammlungen erscheint jede &Uuml;bermittlung personenbezogener Daten an oder &uuml;ber die EU als eine weitere Erosion des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung.</p>
<h2 class="auto-created">Literatur</h2>
<p>Geyer, Florian, Taking Stock. Databases and Systems of Information Exchange in the Area of Freedom, Security and Justice. Forschungsprojekt &ldquo;Challenge Liberty and Security&rdquo;. Mai 2008. <a href="http://www.libertysecurity.org/" target="_blank" rel="noopener">www.libertysecurity.org</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/grundrechte-report/2009/publikation/grenzenloser-datenverkehr-in-der-eu/">Grenzenloser Datenverkehr in der EU</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<title>Der Vertrag von Lissabon auf dem Prüfstand</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/204/publikation/der-vertrag-von-lissabon-auf-dem-pruefstand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 11:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anmerkungen zur bevorstehenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Aus: Mitteilungen Nr. 204 (1/2009), S. 20/21 Im Vertrag von Lissabon einigten sich 2007 die europäischen Regierungen auf eine grundlegende Vertragsreform der Europäischen Union. Dabei handelte es sich um eine Reaktion auf die gescheiterten Abstimmungen über den Verfassungsvertrag in Frankreich und den Niederlanden zwei Jahre zuvor. Die Neufassung dieser [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Anmerkungen zur bevorstehenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Aus: Mitteilungen Nr. 204 (1/2009), S. 20/21</p>
<p>Im Vertrag von Lissabon einigten sich 2007 die europäischen Regierungen auf eine grundlegende Vertragsreform der Europäischen Union. Dabei handelte es sich um eine Reaktion auf die gescheiterten Abstimmungen über den Verfassungsvertrag in Frankreich und den Niederlanden zwei Jahre zuvor. Die Neufassung dieser Verfassung im Vertrag von Lissabon &#8211; signifikant sind die Unterschiede zwischen den beiden Werken nicht &#8211; hat dann wiederum die irische Bevölkerung in einer Volksabstimmung im Oktober 2008 abgelehnt. Gestorben ist der Vertrag dadurch allerdings nicht &#8211; eine Neuabstimmung in Irland ist noch für dieses Jahr geplant. Die Regierungen scheinen im Übrigen sehr entschlossen das Reformprojekt mit möglichst wenig Einflussnahme der Bevölkerung zu verwirklichen. Auch vor diesem Hintergrund kann man es durchaus als richtungsweisend betrachten, dass für Mai 2009 ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts erwartet wird. Bereits am 11. Februar 2009 befasste sich das Gericht in der mündlichen Verhandlung damit, ob die angestrebten Reformen mit unserem Grundgesetz vereinbar sind. Grund genug, sich als Bürgerrechtsorganisation gegenüber den Reformbestrebungen der Europäischen Union zu positionieren.</p>
<p>Es bedarf wohl keiner besonders eingehenden Erläuterungen, wie die EU Einzug gehalten hat in das politische, wirtschaftliche aber auch alltägliche Leben in Deutschland. Ob Wirtschaft, Finanzen, Sozialstaat, Umweltschutz, Energieversorgung oder sogar Innere Sicherheit &#150; von europäischen Entscheidungen sind Bürgerinnen und Bürger in vielen verschiedenen Bezügen betroffen. Nicht wenige davon haben Einfluss auf unsere Grundrechte. Außerdem ist es durchaus berechtigt zu fragen, ob eine Politik, die in Brüssel gemacht wird, noch einen Bezug zu den Bürgern aufweist, der eng genug ist, um von einer demokratischen Legimitation zu sprechen. Bei aller Kritik bedarf es allerdings auch eines kühlen Kopfes. Denn wenn es um den Abbau von nationalen Wirtschaftssegmenten, den Wegzug von Unternehmen aus Deutschland, den Abbau von sozialer Absicherung geht, ist die Europäische Integration meist nicht der Initiator. Vielmehr ist die EU die politische Instanz, in welcher Regierungen versuchen, auf die Globalisierung zu reagieren. Wenn wirtschaftliche Unternehmen und Investoren nicht mehr an nationale Grenzen gebunden sind, ist es folgerichtig, verbindliche Lösungen nicht auf der nationalen, sondern auf einer internationalen Ebene zu suchen.</p>
<h5>Organi&shy;sa&shy;to&shy;ri&shy;sche Neuaus&shy;rich&shy;tung</h5>
<p>Der Lissabonner Vertrag sieht eine Neugliederung der grundlegenden Verträge vor. Waren die Verträge über die Jahrzehnte eher historisch als systematisch gewachsen, so gliedert der Lissabonner Vertrag die Grundlage der EU nun in einen &#132;Vertrag über die Europäische Union&#8220; (EUV) und einen &#132;Vertrag über ihre Arbeitsweise&#8220; (AEU). Dadurch würde die EU eine einheitliche Rechtspersönlichkeit erhalten &#150; übrigens ein wesentliches Erfordernis für den Beitritt der Organisation zur Europäischen Menschenrechtskonvention. Die Ratspräsidentschaft wird künftig nicht mehr jährlich von Land zu Land wechseln, sondern durch jeweils drei Staaten über drei Jahre gehalten werden, was die Hoffnung auf eine kontinuierliche Politik in sich trägt. Auf eine effektivere Arbeitsweise zielt auch die Verkleinerung der Europäischen Kommission von derzeit 27 auf künftig 15 Kommissare.</p>
<h5>Europ&auml;ische Gesetz&shy;ge&shy;bung</h5>
<p>Für das legislative System der EU sieht der Reformvertrag eine Veränderung der Abstimmungsverfahren vor. Der Rat, in dem die Fachminister aller Mitgliedstaaten über europäische Richtlinien und Verordnungen abstimmen, ist das wichtigste Entscheidungsorgan der EU. Ebenso wie das Europäische Parlament diskutiert der Rat Vorschläge über Richtlinien und Verordnungen, die von der Kommission vorgeschlagen werden. Noch sehen die Verträge in vielen Bereichen vor, dass die Minister einstimmig entscheiden. Künftig wird dies nur noch in wenigen Bereichen (darunter Außenpolitik und Steuerpolitik) so sein. Außerdem sollen künftig auch die nationalen Parlamente stärker eingebunden werden. Laut dem Reformvertrag sollen sie über alle laufenden Verfahren informiert werden. Vorgesehen ist dabei, dass mehrere Parlamente Einspruch gegen europäische Gesetze erheben können, wenn sie die Zuständigkeit der EU anzweifeln.</p>
<p>Ein effektives funktionierendes Legislativsystem braucht die EU tatsächlich. Zu häufig brauchen Richtlinien sehr lange bis zu ihrer Verwirklichung oder werden durch die Vetoandrohung einzelner Regierungen so sehr verwässert, bis sie sinnlos werden. Angesichts eines Europäischen Gerichtshofs, der unabhängig von allen Vertragsreformen weiter für die Integration der Märkte und den Abbau von nationaler Autonomie sorgen wird, ist eine starke europäische Gesetzgebung unerlässlich. Nur über die europäische Legislative können Sozialstaat, nationale Besonderheiten im Arbeitsmarkt oder Verbraucherinteressen so geschützt werden, dass ihre Beibehaltung nicht zum wirtschaftlichen Nachteil gegenüber anderen europäischen Ländern führt.</p>
<p>Ob die EU durch die Stärkung ihrer Legislative auch demokratischer wird, darf sicherlich angezweifelt werden. Denn sie ist bürgerfern. Und je mehr Entscheidungen von den nationalen Parlamenten nach Brüssel transportiert werden, desto mehr verliert der Bürger den Überblick darüber, wer da welche Entscheidungen über ihn trifft. Demokratischer wird die EU nur, wenn sie ihre Bürger besser über ihre Politik aufklärt und wenn sie das Europäische Parlament als eine wahre Volksvertretung näher an die Bürger heranrückt.</p>
<h5>Inneres und Justiz</h5>
<p>Während der Reformvertrag der EU-Ebene im Wesentlichen keine neuen Sachkompetenzen zuweist, ist ein genauer und sehr kritischer Blick auf den Bereich Inneres und Justiz nötig. Tatsächlich kooperieren die Regierungen im Bereich der Inneren Sicherheit bereits seit den 1990er Jahren zunehmend intensiver. Angefangen hat das mit der polizeilichen Zusammenarbeit, die den Wegfall der Grenzkontrollen kompensieren sollte (Schengen). Auch die Verfahren für die Gewährung von Visa und Asyl werden schon durch die EU bestimmt. In diesen Bereichen kann man von einer vergemeinschafteten Politik sprechen, die europäischen Gesetze sind für die Mitgliedstaaten verbindlich und im Fall von Verordnungen sogar ohne nationales Gesetz anwendbar. Es ist also nicht erstaunlich, dass es Befürworter dafür gibt, Entscheidungen der europäischen Sicherheitspolitik generell zu vergemeinschaften. Maßnahmen der letzten Jahre, wie die gemeinsame Definition von Terrorismus, die Terrorlisten, die gegenseitige Anerkennung von Haftbefehlen und das Einfrieren von Bankkonten, die eher schleppend zustande kamen und aufgrund fehlender Verbindlichkeit mangelhaft in den Ländern verwirklicht werden, würden durch den Lissabonner Vertrag mit mehr Durchschlagskraft versehen. Aus der Sicht der Verteidigung unserer Grundrechte: Maßnahmen der Inneren Sicherheit wären nicht mehr nur von Innenminister Schäuble zu befürchten, sondern auch von Premierminister Sarkozy oder Ministerpräsident Berlusconi.</p>
<p>Andererseits muss man auch hier berücksichtigen, was bereits Realität ist: Eine europäische Zusammenarbeit in den Bereichen Inneres und Justiz muss nicht innerhalb der EU stattfinden. Als Europäisches Parlament und Kommission vor einigen Jahren auf einer europäischen Datenschutzregelung bestanden, einigten sich sieben europäischen Regierungen 2006 einfach auf den mulilateralen Vertrag von Prüm, der einen erleichterten Datenaustausch zwischen Polizeibehörden vorsieht. Die stärkere Integration dieser Politikfelder in die EU bedeutet also auch eine grundsätzliche Möglichkeit der Kontrolle für Kommission, Parlamente, Gerichte und nicht zuletzt auch die Bürger.</p>
<h5>Europ&auml;&shy;i&shy;scher Grund&shy;rechts&shy;schutz</h5>
<p>Der Vertrag von Lissabon würde die Grundrechte-Charta, welche die EU schon vor neun Jahren ausgearbeitet hat, endlich für Regierungen, Verwaltungen und europäische Institutionen verbindlich machen. Insbesondere die Überprüfung der Grundrechtsverträglichkeit des europäischen Rechts würde dadurch einfacher und transparenter. Allerdings gilt auch hier: ein abstrakter Grundrechtskatalog macht keinen Sinn, wenn sich seine Werteordnung nicht in Gesetzen und deren Anwendung konkretisiert.</p>
<p>Hoffnung aus bürgerrechtlicher Sicht macht die im Reformvertrag ausgedrückte Absicht der EU, der Europäischen Menschenrechtskonvention beizutreten. Vor der Verwirklichung dieses Vorhabens sind noch einige schwierige politische Hürden zu überwinden. Doch als Bürgerrechtsorganisation sollten wir diesen Schritt kontinuierlich einfordern, denn insbesondere der Klageweg vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte hat sich als ein wirksamer Schutz für Bürgerrechte erwiesen.</p>
<h5>Annahme oder Ablehnung?</h5>
<p>Das Bundesverfassungsgericht wird sich aller Voraussicht nach nicht gegen den Vertrag von Lissabon stellen. Und dafür hat es gute Gründe. So führt die Abwägung über den Lissabonner Vertrag sicherlich in gewisser Weise zu einer Entscheidung für das kleinere Übel. Den Kompetenzverlust müssen die Nationalstaaten sowieso hinnehmen, sei es aufgrund der entgrenzten Wirtschaftswelt, sei es, weil Regierungen eine schlecht organisierte EU zur Durchsetzung ihrer Sicherheitsgesetze missbrauchen. Auffangen lässt sich das nur durch eine reformierte EU.</p>
<p>Als Bürgerrechtsorganisation ist es aber auch unsere Aufgabe, unabhängig vom organisatorischen Aufbau der EU mehr politische Aufklärung über europäische Politik zu verlangen. Nur wenn die Bevölkerung über europäische Vorgänge informiert ist, kann sie Forderungen an ihre politischen Vertreter stellen und kontrollieren, ob diese verwirklicht werden. Und nur dann kann sie in den Wahlen zu Bundestag und Europäischem Parlament europolitische Aspekte in ihr Abstimmungsverhalten einbeziehen.</p>
<p><i>Björn Schreinermacher<br />Politikwissenschaftler, wiss. Mitarbeiter an der Universität Bremen <br />und Mitglied des Bundesvorstandes der Humanistischen Union</i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/204/publikation/der-vertrag-von-lissabon-auf-dem-pruefstand/">Der Vertrag von Lissabon auf dem Prüfstand</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<item>
		<title>HU verurteilt EU-Pläne zur Erhebung von Fluggastdaten</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/200/publikation/hu-verurteilt-eu-plaene-zur-erhebung-von-fluggastdaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 12:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: Arbeitskreise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 200, Seite 13 Am 6. November 2007 ver&#246;ffentlichte die Europ&#228;ische Union ihren neuen Aktionsplan zur Bek&#228;mpfung des Terrorismus. Dieser beinhaltet auch das Vorhaben, k&#252;nftig die Daten von nach Europa reisenden Flugpassagieren zu erfassen und auszuwerten. Fluggesellschaften sollen verpflichtet werden, die Angaben zu Namen, Adressen, Kreditkarteninformationen, Abflugdaten, Buchungen f&#252;r Hotels, E-Mail-Adressen, und Telefonnummern &#8211; [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/200/publikation/hu-verurteilt-eu-plaene-zur-erhebung-von-fluggastdaten/">HU verurteilt EU-Pläne zur Erhebung von Fluggastdaten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 200, Seite 13</p>
<p>Am 6. November 2007 ver&ouml;ffentlichte die Europ&auml;ische Union ihren neuen Aktionsplan zur Bek&auml;mpfung des Terrorismus. Dieser beinhaltet auch das Vorhaben, k&uuml;nftig die Daten von nach Europa reisenden Flugpassagieren zu erfassen und auszuwerten. Fluggesellschaften sollen verpflichtet werden, die Angaben zu Namen, Adressen, Kreditkarteninformationen, Abflugdaten, Buchungen f&uuml;r Hotels, E-Mail-Adressen, und Telefonnummern &ndash; insgesamt bis zu 19 Angaben pro Fluggast &ndash; bis 72 Stunden vor Abflug an das Zielland zu &uuml;bermitteln. Davon betroffen sind nur Fl&uuml;ge in die EU, keine Binnenfl&uuml;ge, allerdings werden die Daten von EU-B&uuml;rgern genauso erhoben, wie die anderer Passagiere.</p>
<p>Die Humanistische Union lehnt dieses Vorhaben der Europ&auml;ischen Kommission eindringlich ab. Flugpassagiere werden damit unter einen Generalverdacht gestellt, ohne dass Hinweise auf die Wirksamkeit einer solchen Ma&szlig;nahme f&uuml;r den Schutz vor Terrorismus bestehen. Vielmehr gibt es Anlass zur Bef&uuml;rchtung, die EU plane in den kommenden Jahren die pauschale Erfassung des gesamten Reiseverkehrs nach Europa. Die Humanistische Union weist auf die mangelhaften Datenschutzregelungen auf europ&auml;ischer Ebene hin und fordert die Umsetzung eines europ&auml;ischen Rahmenbeschlusses, der dem Niveau des deutschen Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung entspricht.</p>
<p>Mit ihrem Vorschlag folgt die Europ&auml;ische Kommission einem amerikanischen Vorbild. Bereits 2004 hatte das dortige Heimatschutzministerium europ&auml;ische Fluggesellschaften verpflichtet, ausf&uuml;hrliche Datens&auml;tze &uuml;ber in die USA reisende Flugg&auml;ste zu &uuml;bermitteln. Trotz gro&szlig;er datenschutzrechtlicher Bedenken, erzwangen die USA die Kooperation der Fluggesellschaften durch die Androhung drastischer Geldstrafen. Die europaweite Kritik durch Datensch&uuml;tzer, Verb&auml;nde von Fluggesellschaften und weite Teile des Europ&auml;ischen Parlaments konnte die multilaterale Vereinbahrung zur &Uuml;bermittlung der Passagierdaten nicht verhindern. Aufsehen erregte die Regelung nochmals im Mai 2006, als der Europ&auml;ische Gerichtshof&nbsp; die von der EU f&uuml;r das europ&auml;ische Gesetz gew&auml;hlte Form als nicht rechtm&auml;&szlig;ig bezeichnete und f&uuml;r Nachverhandlungen sowie eine einj&auml;hrige &Uuml;bergangsl&ouml;sung sorgte. Seit August 2007 besteht eine endg&uuml;ltige Vereinbahrung, die aufgrund der mangelhaften Datenschutzvorschriften im europ&auml;ischen und amerikanischen Recht &auml;u&szlig;erst zweifelhaft ist.</p>
<p>Es ist nur schwer nachzuvollziehen, dass die Europ&auml;ische Kommission, die sich im Sommer noch ihres Widerstands gegen die amerikanischen Forderungen ger&uuml;hmt hat, ihrerseits nun selbst Passagierdaten sammeln will. Von einer Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit kann schon deshalb nicht gesprochen werden, weil es bisher keine Erkenntnisse &uuml;ber die Effektivit&auml;t einer solchen Ma&szlig;nahme im Kampf gegen Terrorismus gibt. Und das, obwohl die USA dieses System schon seit fast vier Jahren praktizieren. So ist auch nicht verst&auml;ndlich, auf welcher Grundlage der Europ&auml;ische Kommissar f&uuml;r Inneres und Justiz, Franco Frattini, sich durch&nbsp; den Abgleich der Datens&auml;tze, Erfolge bei der Ermittlung von Terroristen verspricht.&nbsp; <br />F&uuml;r den Grundrechtsschutz verweist der Entwurf auf einen europ&auml;ischen Rahmenbeschluss zum Datenschutz, der noch nicht existiert. Zwischen den Regierungen, der Kommission und den Fraktionen des Europ&auml;ischen Parlaments besteht &uuml;ber den genauen Inhalt dieses Rahmenbeschlusses derzeit kein Einvernehmen. Der jetzige Verhandlungsstand sieht allerdings eine Regelung vor, die in ihrer Wirksamkeit weit hinter der EG-Datenschutzrichtlinie zur&uuml;ckbleibt, die den Datenschutz in wirtschaftlichen Zusammenh&auml;ngen regelt.</p>
<p>Der geplante Fluggastdatentransfer setzt einen Besorgnis erregenden Trend in der europ&auml;ischen inneren Sicherheitspolitik fort. Die Sicherheitsbeh&ouml;rden der Mitgliedstaaten erhalten immer mehr Daten von einer wachsenden Menge europ&auml;ischer B&uuml;rger. Dabei wird eine Differenzierung zwischen verd&auml;chtigen und unbescholtenen Menschen kaum noch vorgenommen. Nach der Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten scheint der Fokus auf Flugg&auml;ste nur ein weiterer Schritt zu sein. Bef&uuml;rchtet werden muss als n&auml;chstes die Ausweitung der europ&auml;ischen Pl&auml;ne auf die Erfassung aller Menschen, die in die EU einreisen, zumindest soweit dies technisch machbar wird. Ein Arbeitsdokument zum geplanten Fluggastdatentransfer [SEC(2007) 1422, S. 6] geht auch tats&auml;chlich auf diesen Aspekt ein.</p>
<p>Die Politik der EU stellt damit Reisende, insbesondere wenn sie von au&szlig;erhalb nach Europa einreisen, unter Generalverdacht. Nichteurop&auml;er werden von der EU mittlerweile als Problem wahrgenommen, insbesondere wenn sie nicht aus einem der westlichen Industriestaaten stammen. Die Agenden der europ&auml;ischen Innenpolitik und der Schengen-Zusammenarbeit sowie die entsprechenden Verlautbahrungen der Ratspr&auml;sidentschaft erh&auml;rten diese Einsch&auml;tzung. Es scheint, dass die &Auml;ngste, welche durch die &Ouml;ffnung der Grenzen zu den neuen Mitgliedstaaten aufgekommen sind, durch die Aufr&uuml;stung der Au&szlig;engrenzen beruhigt werden sollen. Europa droht zu einer Festung zu werden, in der zus&auml;tzlich noch m&ouml;glichst viele Informationen &uuml;ber die Menschen innerhalb der Mauern erfasst werden.</p>
<p><i>Bj&ouml;rn Schreinermacher<br />ist Mitglied des Bundesvorstands der Humanistischen Union</i></p>
<p><i>Diese Stellungnahme ist ein Betrag der neu gegr&uuml;ndeten Initiative &bdquo;Europa und B&uuml;rgerrechte&#8220; der Humanistischen Union. Wer sich f&uuml;r unsere Arbeit interessiert oder sich daran beteiligen m&ouml;chte, kann sich an Bj&ouml;rn Schreinermacher und Christian Hiepe wenden oder dem Internetforum der Arbeitsgruppe beitreten: <br />E-Mail: </i><a href="mailto:europa%40humanistische-union.de"><i>europa@humanistische-union.de</i></a></p>
<p>Google-Groups: <a href="http://groups.google.com/group/initiative-europa-und-buergerrechte" target="_blank" rel="noopener"><i>http://groups.google.com/group/initiative-europa-und-buergerrechte</i></a><i>.</i></p>
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