<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Bündnis Archive - Humanistische Union</title>
	<atom:link href="https://www.humanistische-union.de/autoren/buendnis/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.humanistische-union.de/autoren/buendnis/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 17 Sep 2024 12:14:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>
	<item>
		<title>Demo: Solidarität statt &#8222;Sicherheitspaket&#8220; und Grenzkontrollen</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/termine/2024/demo-solidaritaet-statt-sicherheitspaket-und-grenzkontrollen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2024 12:14:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Asylpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Innere Sicherheit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/?post_type=termin&#038;p=19565</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Einführung von Grenzkontrollen, die Verschärfung des Asylrechts, die Abschiebeoffensive und das zur Verhandlung stehende „Sicherheitspaket“ der Bundesregierung sind ein fundamentaler Angriff auf unsere Rechte. Diese Maßnahmen brechen europäisches Recht, sie erhöhen das Risiko illegaler Zurückweisungen und pauschaler Inhaftierungen von Schutzsuchenden. Anstatt menschenfeindlichen Forderungen entgegenzutreten, setzen die Ampelparteien auf die weitere Entrechtung von Schutzsuchenden, Abschottung [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/termine/2024/demo-solidaritaet-statt-sicherheitspaket-und-grenzkontrollen/">Demo: Solidarität statt &#8222;Sicherheitspaket&#8220; und Grenzkontrollen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einführung von Grenzkontrollen, die Verschärfung des Asylrechts, die Abschiebeoffensive und das zur Verhandlung stehende „Sicherheitspaket“ der Bundesregierung sind ein fundamentaler Angriff auf unsere Rechte. Diese Maßnahmen brechen europäisches Recht, sie erhöhen das Risiko illegaler Zurückweisungen und pauschaler Inhaftierungen von Schutzsuchenden. Anstatt menschenfeindlichen Forderungen entgegenzutreten, setzen die Ampelparteien auf die weitere Entrechtung von Schutzsuchenden, Abschottung und den Überwachungsstaat. Sie befeuern damit die Spirale aus Hass und Hetze. Das müssen wir stoppen.</p>
<p>Die Einschränkungen in den Asyl- und Grundrechten verschlechtern die bereits jetzt prekären Lebensbedingungen und den Alltag von Geflüchteten in Deutschland und treten ihre Menschenrechte mit Füßen. Die Ausweitung von anlasslosen Kontrollen sind ein Einfallstor für Racial Profiling. Außerdem kommt mit dem Sicherheitspaket eine Ausweitung polizeilicher Befugnisse, die einen gravierenden Eingriff in unsere Freiheitsrechte darstellt. Der Einsatz von Stimm- und Gesichtserkennung im Internet ist eine neue Form von Massenüberwachung</p>
<p>Wir können diese Zustände und das Voranschreiten zu einem autoritären Staat, in dem Menschenrechte keinen Platz mehr haben, nicht hinnehmen.</p>
<p>Lasst uns unsere Wut gegen die Asylverschärfungen und das Sicherheitspaket auf die Straße bringen. Gemeinsam sind wir laut, wütend und solidarisch.</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4c6.png" alt="📆" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Dienstag, 17.09.2024, 17:30 Uhr<br />
<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4cd.png" alt="📍" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />SPD-Zentrale, Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße 140, Berlin</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/termine/2024/demo-solidaritaet-statt-sicherheitspaket-und-grenzkontrollen/">Demo: Solidarität statt &#8222;Sicherheitspaket&#8220; und Grenzkontrollen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2024/09/2024-09-19-demo-sharepic.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Chatkontrolle stoppen!</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/chatkontrolle-stoppen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2022 12:37:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vorratsdaten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/?post_type=presse&#038;p=18227</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die EU-Kommission möchte Messenger und viele andere Internetdienste dazu zwingen, unsere Nachrichten und Onlineinhalte zu überwachen – und damit unsere freie und private Kommunikation untergraben. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden Kinder nicht besser schützen. Stattdessen verengen sie den Blick auf technokratische Überwachungsinstrumente, die unverhältnismäßig unsere Grundrechte einschränken. Mit der Chatkontrolle wird ein Überwachungspaket geschaffen, das sich [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/chatkontrolle-stoppen/">Chatkontrolle stoppen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die EU-Kommission möchte Messenger und viele andere Internetdienste dazu zwingen, unsere Nachrichten und Onlineinhalte zu überwachen – und damit unsere freie und private Kommunikation untergraben. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden Kinder nicht besser schützen. Stattdessen verengen sie den Blick auf technokratische Überwachungsinstrumente, die unverhältnismäßig unsere Grundrechte einschränken. Mit der Chatkontrolle wird ein Überwachungspaket geschaffen, das sich gegen die gesamte Bevölkerung der EU richtet.</p>
<p>Der Verordnungsvorschlag der EU ist ein Angriff auf unsere Freiheitsrechte und nimmt uns die Möglichkeit, selbstbestimmt über unser Leben mit Technik zu entscheiden. In Zukunft sollen Behörden unsere Familienchats kontrollieren und entscheiden, welche Apps wir installieren können. Uploadfilter sollen maßregeln, was wir auf sozialen Medien schreiben und im Internet teilen dürfen. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird untergraben. Das bedroht insbesondere unser Recht auf vertrauliche private und freie öffentliche Kommunikation. Davon sind im digitalen Zeitalter auch andere Grundrechte wie Presse- und Versammlungsfreiheit abhängig und gefährdet.</p>
<p>Eine technische Umsetzung des Gesetzes ist nur durch den Aufbau einer beispiellosen und undurchsichtigen Überwachungsinfrastruktur möglich, die nicht demokratisch kontrollierbar ist. Die Verantwortung dafür wälzt die EU-Kommission auf private Unternehmen ab und zwingt sie, die Sicherheit und Privatsphäre ihrer Dienste drastisch einzuschränken. Private Nachrichten sollen durch eine fehler- und missbrauchsanfällige „künstliche Intelligenz“ überwacht werden. Das wird unzählige Falschmeldungen von legitimer und legaler Kommunikation erzeugen. Dabei werden Unschuldige in den Fokus der Sicherheitsbehörden gerückt. Das bindet auch Kapazitäten, die für gezielte und effektive Ermittlungen gegen sexualisierte Gewalt gegen Kinder genutzt werden müssten.</p>
<p>Die Chatkontrolle gefährdet insbesondere Personen und Organisationen, die vorrangig auf vertrauliche Kommunikation angewiesen sind: Geschäftsgeheimnisse, ärztliche Schweigepflicht, Anwält*innengeheimnis, journalistischer Quellenschutz, Seelsorge, gewerkschaftliche Aktivitäten, Start-Ups, politischer Protest. Die Sicherheit und Vertraulichkeit der Kommunikation von uns allen werden untergraben und damit zentrale Stützen der Zivilgesellschaft ausgehöhlt. Jugendliche können nicht mehr sicher kommunizieren und Opfern sexualisierter Gewalt wird eine wichtige Möglichkeit genommen, sich vertraulich Hilfe zu suchen.</p>
<p>Wir fordern von allen politisch Verantwortlichen, dass sie den Schutz der freien Meinungsäußerung, der Privatsphäre und der Sicherheit im Internet für alle Menschen sicherstellen, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche. Das blinde Vertrauen in vermeintliche technische „Lösungen“ wird Kinder nicht schützen. Stattdessen muss die EU-Kommission zielgerichtete Alternativen vorlegen und die nötigen Mittel für Prävention und Opferschutz zur Verfügung stellen. Das Überwachungspaket mit der Chatkontrolle wird eine Überwachungsinfrastruktur dystopischen Ausmaßes schaffen und muss verhindert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Liste der Erstunterzeichner:</strong></p>
<ul>
<li>Algorithmwatch</li>
<li>ArGE Tübingen</li>
<li>Berliner Wassertisch</li>
<li>ChaosComputerClub</li>
<li>D64 e.V.</li>
<li>Dachverband der Fanhilfen e.V.</li>
<li>Digitalcourage</li>
<li>Digitale Freiheit</li>
<li>Digitale Gesellschaft</li>
<li>DVD – Deutsche Vereinigung für Datenschutz e.V.</li>
<li>FifF – Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung</li>
<li>Gesellschaft für Informatik</li>
<li>Giordano-Bruno-Stiftung</li>
<li>Humanistische Union</li>
<li>Humanistische Union Berlin-Brandenburg</li>
<li>Komitee für Grundrechte und Demokratie</li>
<li>Load e.V.</li>
<li>MOGiS e. V. &#8211; Eine Stimme für Betroffene</li>
<li>RAV – Republikanischer Anwält*innen- und Anwälteverein e.V.</li>
<li>Reporter ohne Grenzen</li>
<li>Superrr Lab</li>
<li>Whistleblower Netzwerk</li>
<li>Zwiebelfreunde e.V.</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/chatkontrolle-stoppen/">Chatkontrolle stoppen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/09/Datenschutz-scaled.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Verfassungsschutz und Gemeinnützigkeit zivilgesellschaftlicher Organisationen</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/217/publikation/verfassungsschutz-und-gemeinnuetzigkeit-zivilgesellschaftlicher-organisationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jul 2012 17:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geheimdienste]]></category>
		<category><![CDATA[Offener Brief]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/verfassungsschutz-und-gemeinnuetzigkeit-zivilgesellschaftlicher-organisationen/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Offener Brief zur 1. Lesung des Jahressteuergesetzes 2013 am 28. Juni 2012 im Deutschen Bundestag. Mitteilungen Nr. 217 (Heft 2/2012), S. 11 Sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Bundestags, am 28. Juni wird das Jahressteuergesetz 2013 in erster Lesung im Plenum des Deutschen Bundestages debattiert. In diesem Zusammenhang möchten wir, verschiedene als gemeinnützig  anerkannte [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/217/publikation/verfassungsschutz-und-gemeinnuetzigkeit-zivilgesellschaftlicher-organisationen/">Verfassungsschutz und Gemeinnützigkeit zivilgesellschaftlicher Organisationen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief zur 1. Lesung des Jahressteuergesetzes 2013 am 28. Juni 2012 im Deutschen Bundestag. Mitteilungen Nr. 217 (Heft 2/2012), S. 11</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Bundestags,</p>
<p>am 28. Juni wird das Jahressteuergesetz 2013 in erster Lesung im Plenum des Deutschen Bundestages debattiert. In diesem Zusammenhang möchten wir, verschiedene als gemeinnützig  anerkannte und bundesweit arbeitende Nichtregierungsorganisationen, Sie auf eine Klausel in der Abgabenordnung (AO) aufmerksam machen, die durch das vorgelegte Gesetz geändert werden soll. Diese neue Klausel würde dem Verfassungsschutz ermöglichen, ohne Anhörung der Betroffenen, faktisch über den Fortbestand und die Existenz einzelner gemeinnütziger Organisationen zu entscheiden (§ 51 Abs. 3 AO). Dies würde eklatant gegen rechtsstaatliche Prinzipien verstoßen.</p>
<p>Wir rufen Sie dazu auf, Ihre Stimme dem Gesetzesvorhaben zu verwehren und sich darüber hinaus für die ersatzlose Streichung des § 51 Abs. 3 AO einzusetzen!</p>
<p><b><i>Erläuterung:</i></b></p>
<p>In § 51 Abs. 3 AO heißt es seit 2009 in Satz 3 in Bezug auf die Voraussetzungen der Steuerbegünstigung: <i>&#132;Bei Körperschaften, die im Verfassungsschutzbericht des Bundes oder eines Landes als extremistische Organisation aufgeführt sind, ist widerlegbar davon auszugehen, dass die Voraussetzungen des Satzes 1 nicht erfüllt sind.&#147; <br /></i>Durch die in der Gesetzesvorlage vorgesehene Streichung des Wortes &#130;widerlegbar&#145; würde, bei (auch unbestimmter) Nennung einer als gemeinnützig anerkannten Organisation in einem der 17 jährlich veröffentlichten Verfassungsschutzberichte des Bundes und der Länder, bei den Finanzämtern der Automatismus einer Versagung der Steuervergünstigungen ausgelöst. Der bisherige Ermessensspielraum der Finanzämter vor Ort entfiele ebenso wie die Möglichkeit der betroffenen Organisation, bei Finanzgerichten Rechtsschutz zu suchen. </p>
<p>Der 2009 eingeführte § 51 Abs. 3 AO bewegt sich generell in einer juristischen Grauzone, da der verwendete Begriff &#130;Extremismus&#145; ein unbestimmter Rechtsbegriff ist. Dies eröffnet der Willkür Tür und Tor (siehe Anlage). Jüngst haben mehrere Gutachten, darunter eines vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages, festgestellt, dass die vom Verfassungsschutz verwendete Bezeichnung &#130;Extremismus&#145; kein definierter Rechtsbegriff ist. Dementsprechend wird er in keinem einzigen Gesetzestext verwendet &#150; mit Ausnahme der AO seit 2009. Hinzu kommt, dass die Erwähnung von Organisationen in den Verfassungsschutzberichten keinen konsistent definierten Kriterien folgt.</p>
<p>Laut Bundesverfassungsgericht ist die Bezeichnung &#130;extremistisch&#145; ausdrücklich <i>&#132;eine Frage des politischen Meinungskampfes und der gesellschaftswissenschaftlichen Auseinandersetzung. Sie steht in unausweichlicher Wechselwirkung mit sich wandelnden politischen und gesellschaftlichen Kontexten und subjektiven Einschätzungen&#147;</i> (1 BvR 1106/08, 8.12.2010).</p>
<p>Es besteht zwar die Möglichkeit, gegen die Nennung im Verfassungsschutzbericht vor dem Verwaltungsgericht zu klagen &#150; was bereits in vielen Fällen erfolgreich getan wurde. Aber solche Verfahren ziehen sich oft über Jahre und brauchen finanzielle Ressourcen, die einer Organisation durch den Entzug der Gemeinnützigkeit gerade genommen werden. Ein solcher Entzug hätte zur Folge, dass eine Organisation zum einen nicht länger von der Körperschaftssteuer befreit wäre und zum anderen, dass Spenden an diese Organisation nicht mehr steuerlich abgesetzt werden könnten. Durch eine bloße Erwähnung in einem der Verfassungsschutzberichte könnte der VS also einen gemeinnützigen Verein &#150; umgehend und ohne weitere Anhörung der Betroffenen &#150; in der Existenz gefährden und der Insolvenz nahe bringen. Dies kann nicht Sinn und Funktion der Regelungen zur Gemeinnützigkeit sein. Bürgerschaftliches Engagement und zivilgesellschaftliche Arbeit sind konstitutiv für unsere demokratische Gesellschaft: Die Versagung von Gemeinnützigkeit verhindert die Beteiligung an der Gestaltung unseres Gemeinwesens!</p>
<p>Daher fordern wir Sie auf, der geplanten Änderung des § 51 Abs. 3 AO nicht zuzustimmen. Darüber hinaus muss der gesamte Absatz ersatzlos gestrichen werden. Es gibt keinerlei Legitimation dafür, dass ein Inlandsgeheimdienst über die Grenzen der demokratischen Zivilgesellschaft bestimmen und einzelne zivilgesellschaftliche Organisationen ohne feste Kriterien und ohne Anhörung der Betroffenen oder Verfahren existenziell gefährden kann.</p>
<p><i>26. Juni 2012</i></p>
<p><i>Erstunterzeichner: <br />.ausgestrahlt e.V.   |   Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.   |   Attac Deutschland   |   Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)    |   Bewegungsstiftung   |   Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BEN)    |   Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)   |   Campact e.V.   |   Christliche Initiative Romero (CIR)   |   Engagierte Wissenschaft e.V.   |   Europäische Vereinigung von Juristinnen und Juristen für Demokratie und Menschenrechte in der Welt e.V. (EJDM)   |   FoeBuD e.V.   |   Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) e.V.   |   Greenpeace e.V.   |   Hamburgs aktive Jurastudierende   |   Humanistische Union, vereinigt mit der Gustav Heinemann-Initiative e.V.   |   Informationsbüro Nicaragua e.V.   |   INKOTA-Netzwerk e.V.   |   Internationale Liga für Menschenrechte   |   Interkultureller Rat in Deutschland e.V.   |   JG Stadtmitte Jena    |   Komitee für Grundrechte und Demokratie   |   LobbyControl &#8211; Initiative für Transparenz und Demokratie   |   medico international   |   NaturFreunde Deutschlands   |   Netzwerk Friedenskooperative   |   Neue Richtervereinigung &#8211; Zusammenschluss von Richterinnen und Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten e.V. (NRV)   |   Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V.   |   Pro Asyl   |   Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V.   |   ROBIN WOOD &#8211; Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V.   |   Soziokulturelles Zentrum Conne Island (Projekt Verein e.V.)   |   Städtepartnerschaftsverein Wuppertal-Matagalpa e.V.   |   urgewald e.V.   |   Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V.   |   WEED &#8211; Weltwirtschaft, Ökologie &#038; Entwicklung e.V. </i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/217/publikation/verfassungsschutz-und-gemeinnuetzigkeit-zivilgesellschaftlicher-organisationen/">Verfassungsschutz und Gemeinnützigkeit zivilgesellschaftlicher Organisationen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kriterien für eine unabhängige Kontrollinstanz zur Untersuchung von Polizeigewalt</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/217/publikation/kriterien-fuer-eine-unabhaengige-kontrollinstanz-zur-untersuchung-von-polizeigewalt-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jul 2012 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Polizeikontrolle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/kriterien-fuer-eine-unabhaengige-kontrollinstanz-zur-untersuchung-von-polizeigewalt-1/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 217 (Heft 2/2012), S. 12 Die unzureichende Aufklärung rechtswidriger Gewaltanwendung durch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte ist ein strukturelles Problem und bürgerrechtlich nicht hinnehmbar. Die Einführung einer allgemeinen Kennzeichnungspflicht für Polizeibedienstete, wie sie in Berlin erfolgt, kann nur einen ersten Schritt bei der Bearbeitung dieses Problems darstellen. Sie erleichtert es zumindest, die Akteure rechtswidriger Übergriffe [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/217/publikation/kriterien-fuer-eine-unabhaengige-kontrollinstanz-zur-untersuchung-von-polizeigewalt-1/">Kriterien für eine unabhängige Kontrollinstanz zur Untersuchung von Polizeigewalt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 217 (Heft 2/2012), S. 12</p>
<p><i>Die unzureichende Aufklärung rechtswidriger Gewaltanwendung durch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte ist ein strukturelles Problem und bürgerrechtlich nicht hinnehmbar. Die Einführung einer allgemeinen Kennzeichnungspflicht für Polizeibedienstete, wie sie in Berlin erfolgt, kann nur einen ersten Schritt bei der Bearbeitung dieses Problems darstellen. Sie erleichtert es zumindest, die Akteure rechtswidriger Übergriffe zu identifizieren. Daneben gibt es eine Vielzahl von selbstorganisierten Aktivitäten, die eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von polizeilichem Handeln darstellen. Dazu gehören Demonstrationsbeobachtungen ebenso wie Untersuchungskommissionen, die zur Aufklärung bestimmter Fälle von Polizeigewalt oder Todesfällen im Polizeigewahrsam eingerichtet werden, wie beispielsweise nach dem Tod von Oury Jalloh in einer Gewahrsamszelle 2005 in Dessau, wegen der Tötung von Dennis S. in Berlin Ende 2008 oder dem gewaltsamen Polizeieinsatz bei einer Demonstration gegen Stuttgart 21 im Herbst 2010. Diese Initiativen sind notwendig, um zumindest partiell eine Kontrolle polizeilichen Handelns von außen zu erreichen, reichen aber alleine nicht aus. Auch die Kontrolle durch die Landtage ist hilfreich, aber nicht ausreichend, da sie nur punktuell mutmaßlich rechtswidriges Handeln durch die Polizei aufgreift, nicht aber kontinuierlich und systematisch. </i></p>
<p><i>Als weiteres Element einer besseren Kontrolle polizeilichen Handelns bedarf es der Einrichtung von mit ausreichenden Ressourcen ausgestatteten und für jedermann zugänglichen unabhängigen Untersuchungsinstanzen, die als Beschwerde- und Untersuchungsinstitution für Fälle rechtswidriger Polizeigewalt fungieren. Solche Institutionen sind nicht neu, sondern in vielen (europäischen) Ländern zum Teil schon seit Jahren eingerichtet. Auch in Deutschland gab es mit der Polizeikommission in Hamburg für einige Jahre eine solche Instanz, die jedoch unzureichend ausgestattet war. Damit solche Kommissionen nicht zu einem Feigenblatt werden und ihre Funktion tatsächlich erfüllen können, müssen sie bestimmte Mindestanforderungen erfüllen.</i></p>
<h5>1. Zust&auml;n&shy;dig&shy;keit</h5>
<p>Die Kommission soll ausschließlich für Fälle von mutmaßlich rechtswidriger Gewalt sowie anderer schwerwiegender Menschrechtsverletzungen zuständig sein, die von Polizei- oder Zollbediensteten ausgeübt wurden. Sonstiges rechtswidriges staatliches Handeln soll nicht zum Aufgabengebiet der Kommission gehören.</p>
<h5>2. Mitglieder und Ausstattung</h5>
<p>Die Kommission soll nicht an die Exekutive angebunden sein. Ihre Mitglieder müssen aus der Zivilgesellschaft kommen und sollen nicht selbst in exekutives staatliches Handeln eingebunden sein. Die jeweiligen Mitglieder sollen auf Landesebene von den jeweiligen Landesparlamenten, auf Bundesebene vom Bundestag sowie von Vertretern gesellschaftlicher Organisationen gewählt werden. Eine Besetzung der Kommission entsprechend der Bevölkerungsstruktur (Migrationshintergrund, Geschlecht) soll angestrebt werden. Gesellschaftliche &#8222;Randgruppen&#8220;, die von rechtswidriger Polizeigewalt besonders häufig betroffen sind, sollen ebenfalls repräsentiert werden.</p>
<p>Die Kommission muss über ausreichende Ressourcen verfügen. Sowohl die Sach- als auch die Personalausstattung müssen es ermöglichen, den beschriebenen Aufgaben in effektiver Weise nachzugehen.</p>
<h5>3. Zugang zur Kommission</h5>
<p>Beschwerden bzw. Anzeigen können sowohl von Betroffenen und ihren (anwaltlichen) VertreterInnen, als auch von Dritten und über Organisationen erhoben werden. Auch PolizeibeamtInnen können sich als Betroffene oder Zeugen an die Kommission wenden. Die Kommission ist verpflichtet, grundsätzlich die Anonymität der anrufenden Person zu wahren. Eine Durchsuchung bei der Kommission und die Beschlagnahme ihrer Unterlagen sind unzulässig. Die Mitglieder der Kommission und ihre MitarbeiterInnen haben ein Zeugnisverweigerungsrecht hinsichtlich ihrer Tätigkeit für die Kommission. Weiterhin soll die Kommission auch von sich aus tätig werden können, beispielsweise wenn sie aus sonstigen Quellen Kenntnis von Fällen rechtswidriger Polizeigewalt erlangt. Polizei und Staatsanwaltschaft sind verpflichtet, die Kommission über Strafanzeigen oder die Einleitung von Ermittlungsverfahren in Fällen von Polizeigewalt zu informieren. Die Kommission soll von Amts wegen tätig werden müssen, wenn jemand aufgrund von polizeilicher Gewaltanwendung zu Tode gekommen ist.</p>
<h5>4. Kompetenzen</h5>
<p>Die Kommission muss über eigene Untersuchungsbefugnisse verfügen. Dazu gehören unter anderem die sofortige Sichtung des Tatorts, die Befragung von Zeugen und Beschuldigten sowie die Akteneinsicht, insbesondere in polizeiliche Vorgänge und staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakten. Den Mitgliedern muss es gestattet sein, Polizeidienststellen auch unangemeldet zu betreten. Nach Abschluss der Untersuchungen soll die Kommission Empfehlungen an die Polizei bzw. die Staatsanwaltschaft für das weitere Vorgehen im Einzelfall geben. Polizei bzw. Staatsanwaltschaft sind rechenschaftspflichtig gegenüber der Kommission.</p>
<p>Die Befugnis von Polizei und Staatsanwaltschaft, eigene Ermittlungs- bzw. Disziplinarverfahren zu führen, bleibt durch das Tätigwerden der Kommission unberührt.</p>
<h5>5. Berichts- und Rechen&shy;schafts&shy;pflicht</h5>
<p>Die Kommission ist verpflichtet, die Betroffenen in Form eines zusammenfassenden Berichts über das Ergebnis der Untersuchungen zu informieren. Gegenüber dem Parlament ist die Kommission berichts- und rechenschaftspflichtig. Die Öffentlichkeit soll die Kommission durch Abfassung eines jährlichen Tätigkeitsberichts informieren, in dem auch strukturelle Belange thematisiert werden können. Die Kommission führt über alle Fälle von Beschwerden und Verfahren gegen PolizeibeamtInnen statistische Erhebungen durch und stellt diese der Öffentlichkeit zur Verfügung.</p>
<p><i>Amnesty International   |   Humanistische Union e.V. , vereinigt mit Gustav Heinemann-Initiative   |   Internationale Liga für Menschenrechte   |   Komitee für Grundrechte und Demokratie    |   Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V.</i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/217/publikation/kriterien-fuer-eine-unabhaengige-kontrollinstanz-zur-untersuchung-von-polizeigewalt-1/">Kriterien für eine unabhängige Kontrollinstanz zur Untersuchung von Polizeigewalt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
