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	<title>Christopher Stark Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Die Ökonomisierung des Sports am Beispiel des deutschen Fußballs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Aug 2018 21:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>in: vorg&#228;nge Nr. 223 (3/2018), S. 15-25 Dass es beim Fu&#223;ball l&#228;ngst nicht mehr nur um sportliche Vergleiche geht, ist ein Gemeinplatz. Wie tief die unternehmerische Logik bereits in diese Sportart eingedrungen ist und das Denken und Handeln von Sportlern, Trainern, Funktion&#228;ren und Vereinen bestimmt, schildert Christopher Stark im folgenden Essay. Dass der Leistungssport damit [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/223/publikation/die-oekonomisierung-des-sports-am-beispiel-des-deutschen-fussballs-1/">Die Ökonomisierung des Sports am Beispiel des deutschen Fußballs</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>in: vorg&auml;nge Nr. 223 (3/2018), S. 15-25</p>
<p><i>Dass es beim Fu&szlig;ball l&auml;ngst nicht mehr nur um sportliche Vergleiche geht, ist ein Gemeinplatz. Wie tief die unternehmerische Logik bereits in diese Sportart eingedrungen ist und das Denken und Handeln von Sportlern, Trainern, Funktion&auml;ren und Vereinen bestimmt, schildert Christopher Stark im folgenden Essay. Dass der Leistungssport damit die soziale Spaltung der Gesellschaft vorantreibt, ist nur eine der Folgen dieser Entwicklung.</i></p>
<h2 class="auto-created">Fu&szlig;ball als Unternehmen</h2>
<p>Der Spitzensport und insbesondere der Fu&szlig;ball sind in den letzten Jahren mit zunehmender Geschwindigkeit kommerzialisiert worden. Dies kann man etwa an den Auseinandersetzungen um milliardenschwere Ausstrahlungsrechte im Fernsehen ablesen, an der Umwandlung vieler Fu&szlig;ballmannschaften in Aktiengesellschaften seit den 1990er Jahren oder am &#8222;Handel&#8220; mit Spitzensportler_innen, die f&uuml;r Millionen Euro hin und her gekauft werden.</p>
<p>Die Durch&ouml;konomisierung manifestiert sich an allen Ecken und Enden des deutschen Fu&szlig;balls. Der Erfolg von Vereinen im sportlichen Wettbewerb ist zu einem gro&szlig;en Teil dem Erfolg von konkurrierenden Privatunternehmen gewichen. Wer viel in fu&szlig;ballerisches &#8222;Humankapital&#8220; investieren kann, hat die besten Chancen auf lukrative Siege im Wettbewerb.</p>
<p>Bereits bei einem Klick auf die Internetseite des Deutschen Fu&szlig;ball-Bundes (DFB) springen einem 13 Logos von Konzernen ins Gesicht, darunter das Logo des Hauptsponsors (Mercedes-Benz) auf der H&ouml;he und in derselben Gr&ouml;&szlig;e des DFB-Logos (s. Abbildung 1, folgende Seite).</p>
<p>Zehn der zwanzig gr&ouml;&szlig;ten Fu&szlig;ballstadien in Deutschland tragen die Namen von Privatunternehmen, welche als Sponsoren fungieren oder direkt finanziell an den Vereinen beteiligt sind. (Wikipedia 2018: Fu&szlig;ballstadien in Deutschland). Die Frauen-Bundesliga tr&auml;gt sogar den Namen eines privaten Versicherungskonzerns (Allianz).</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" border="1" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/stark1.jpg" width="380" height="277" alt=""></p>
<p>Abbildung 1: Internetseite des DFB</p>
<p>Eine gro&szlig;e Welle der Kommerzialisierung rollte im Fu&szlig;ball hierzulande bereits 1999 los mit dem ersten B&ouml;rsengang des Fu&szlig;ballvereins Borussia Dortmund. Heute sind eine Reihe von Vereinen Aktiengesellschaften, lassen also andere mit ihrem Erfolg oder Misserfolg spekulieren. International ist der Trend zur &Ouml;konomisierung des Fu&szlig;balls zum Teil noch st&auml;rker ausgepr&auml;gt. Erster b&ouml;rsennotierter Fu&szlig;ballverein in Europa war 1983 der Londoner Club Tottenham Hotspur &ndash; passend zum neoliberalen Umbau des K&ouml;nigreichs durch Margaret Thatcher seit 1979. Seither sind Worte wie Cash-Flow, Kennzahlen, B&ouml;rsenwert, Rendite oder wachstumsbeschleunigende Investitionen zunehmend in den Vordergrund getreten und heute Normalit&auml;t im Fu&szlig;ball.</p>
<p>Der Wettbewerbscharakter des Fu&szlig;balls bezog sich einst auf die unterschiedliche regionale Herkunft von Vereinen. Heute ist dies zwar oberfl&auml;chlich betrachtet noch immer so, tats&auml;chlich befinden sich aber nicht Regionen im sportlichen Wettbewerb, sondern Marken bzw. Fu&szlig;ball-Wirtschaftsunternehmen: Spieler_innen bzw. Produktionsmittel werden zum Marktwert eingekauft und eingesetzt. Durch die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben werden Finanzmittel erwirtschaftet, welche dann wiederum in neue Spieler_innen investiert werden. Die Vereine, die &uuml;ber die gr&ouml;&szlig;ten Geldressourcen verf&uuml;gen, sind in der Regel auch die erfolgreichsten.</p>
<p>Durch eine Regelung &uuml;ber das Stimmrecht soll in Deutschland mit der sogenannten 50+1-Regel immerhin die Entscheidungshoheit in der Hand der Fu&szlig;ballvereine selber verbleiben. Es gibt aber Ausnahmeregelungen f&uuml;r Vereine, die von Wirtschaftsunternehmen seit &uuml;ber 20 Jahren gef&ouml;rdert werden. An solche Unternehmen kann eine Mehrheit der Stimmrechte &uuml;bertragen werden. Eine solche Sonderregelung besteht f&uuml;r Betriebsvereine wie Bayer 04 Leverkusen, auch wenn sie de facto gar keine Betriebsvereine mehr sind. &Uuml;berhaupt l&auml;sst die 50+1-Regel die &Ouml;konomisierung des Fu&szlig;balls eher unber&uuml;hrt.</p>
<p>Insgesamt findet sich bei fast allen Erstliga-Vereinen ein Gewirr an Beteiligungen und Sponsoren sowie Abh&auml;ngigkeiten von Konzernen. Auch sind die meisten Vereine in Deutschland zumindest in Teilen privatwirtschaftlich organisiert. Vereine in Vereinsform sind eher selten; aber auch sie sind durchgehend von Sponsoren abh&auml;ngig. Auf Unternehmenslogos auf Trikots verzichtet keiner von ihnen, auch wenn die Einnahmen durch Kartenverk&auml;ufe und &Uuml;bertragungsrechte sicherlich ausreichend f&uuml;r die Bezahlung der Fu&szlig;baller_innen w&auml;ren.</p>
<h2 class="auto-created">Fu&szlig;ball und Privat&shy;un&shy;ter&shy;nehmen</h2>
<p>Eine weitere Stufe der &Ouml;konomisierung des Fu&szlig;balls in Deutschland stellte 2009 die Gr&uuml;ndung des Vereins RB Leipzig dar, der seither schnell durch die Ligen aufstieg. Der scheinheilige Name des Vereins &#8222;Rasen Ballsport (RB)&#8220; versucht nur halbherzig zu verschleiern, dass der Verein vom Limonaden-Imperium Red Bull gepusht, gesponsert und finanziert wird, der Name ist kein Zufall. Der Gesellschafter ist nat&uuml;rlich auch die Red Bull GmbH, die Heimarena hei&szlig;t Red Bull Arena. Das Logo des Hauptsponsors prangt auf allen Trikots und Fanartikeln. Es handelt sich bei RB Leipzig quasi um einen inoffiziellen Unternehmensverein unter den Fittichen eines Weltkonzerns, der &uuml;berhaupt nicht aus der Region Leipzig stammt.</p>
<p>Das Unternehmen Red Bull passt zur &Ouml;konomisierungsideologie, stellt es doch k&ouml;rperliche H&ouml;chstleistung in seiner PR- und Werbestrategie stets in den Vordergrund. Der gro&szlig;e, weltweite Erfolg des &uuml;bers&uuml;&szlig;ten Kunstgetr&auml;nks l&auml;sst sich aber sicherlich auch erkl&auml;ren mit dem Erfolg einer Marketingstrategie, die sich kongenial in die neoliberale Leistungsgesellschaft einzubetten vermag. In Werbeanzeigen f&uuml;r das Getr&auml;nk hei&szlig;t es etwa: &#8222;Konzentriert bei Pr&uuml;fungen&#8220; oder &#8222;Die spezielle Formel und die einzigartige Kombination von Inhaltsstoffen wurde speziell f&uuml;r Zeiten erh&ouml;hter geistiger und k&ouml;rperlicher Anstrengung entwickelt&#8220;[1]. Die Werbung passt gut in ein Umfeld von &Uuml;berforderung, &Uuml;berstunden und dem Tanz auf dem schmalen Grat am Abgrund zum Burnout.</p>
<p>Neben Red Bull sind auch andere Sponsoren aus der Lebensmittel- und Lifestyle-Industrie &ndash; wie Coca-Cola, Ferrero oder McDonald&#8217;s &ndash; h&ouml;chst zweifelhaft in ihrem gesellschaftlichen und vor allem gesundheitlichen Nutzen. Im Zuge der Fu&szlig;ball-Europameisterschaft (EM) 2016 wurde die Nationalmannschaft f&uuml;r eine Werbeaktion gemeinsam mit Sponsoren kritisiert, bei der sie f&uuml;r ungesunde Lebensmittel warb; und das mit einer zum Teil minderj&auml;hrigen Zielgruppe. Damit wirkte die Mannschaft ihrem Vorbildcharakter entgegen, denn schlie&szlig;lich soll Sport ja ein gesundes Leben verk&ouml;rpern und vermitteln. Die NGO Foodwatch warf der Fu&szlig;ballmannschaft vor, ihrer Vorbildrolle nicht gerecht zu werden. Die Diabetes Gesellschaft (DDG) rief die Mannschaft dazu auf, ihre Werbevertr&auml;ge mit Coca-Cola zu k&uuml;ndigen. Die Forderungen prallten am Deutschen Fu&szlig;ballbund (DFB) ab; man ben&ouml;tige eben die &#8222;wirtschaftliche Unterst&uuml;tzung&#8220; der &#8222;Sponsoren und Partner&#8220; (R&ouml;tzer/Telepolis 2016). Laut Aussage des Kochs der Nationalmannschaft wird pikanterweise f&uuml;r die Fu&szlig;baller selber &#8222;&uuml;berwiegend stilles Wasser und Tee&#8220; zubereitet.</p>
<p>Nicht nur Unternehmen, auch einzelne Personen der &ouml;konomischen Elite mischen im Fu&szlig;ball mit, so etwa osteurop&auml;ische Oligarchen, die ganze Clubs kaufen. Dies ist international betrachtet eine weitere Dimension der Transformation des Fu&szlig;balls nach den Prinzipien des kapitalistischen Wirtschaftssystems.</p>
<h2 class="auto-created">Wirtschaft&shy;s&shy;ideo&shy;logie im Fu&szlig;ball</h2>
<p>Von einigen Spitzenpersonen des deutschen Fu&szlig;balls wird die &#8222;Selbstregulierung der M&auml;rkte&#8220; anstelle von Sportgeist und Menschlichkeit gepredigt. Dies zeigt sich etwa bei Aussagen Oliver Bierhoffs in einem Interview mit dem Handelsblatt Mitte 2016 (Fr&ouml;hlich/Handelsblatt 2016). Aus den Worten des Fu&szlig;ballfunktion&auml;rs l&auml;sst sich ablesen, wie tief die neoliberale Ideologie in den deutschen Spitzensport eingedrungen ist;[2] etwa wenn er sagt, dass er aus der Nationalmannschaft eine &#8222;Marke&#8220; machen wolle. Bierhoff bezeichnet sich selber im Interview als &#8222;Produktmanager&#8220; f&uuml;r das &#8222;Produkt&#8220; Fu&szlig;ball:</p>
<p><i>&#8222;Wenn man es so n&uuml;chtern sehen will, ist die Nationalmannschaft eine Marke, ein Produkt, das sich stetig ver&auml;ndert. [&#8230;] Bei unseren letzten Heimspielen waren die Stadien nicht immer bis auf den letzten Platz gef&uuml;llt. Das hei&szlig;t, dass die Menschen mit dem Produkt nicht wirklich zufrieden waren, dass es nicht gehalten hat, was es versprochen hat.&#8220;</i></p>
<p>Dass die Betrachtungsweise Bierhoffs keine Frage der N&uuml;chternheit, sondern der politischen Ideologie ist, liegt auf der Hand. Er suggeriert mit seinen Aussagen, diese Sichtweise (&#8222;N&uuml;chternheit&#8220;) sei die einzig m&ouml;gliche. Es handelt sich um ein rein &ouml;konomisches Weltbild. Auf die folgende Frage des Handelsblatts, was ihm wichtiger sei, &#8222;die Liebe der Fans zu erhalten? Oder das Erwerbsstreben?&#8220;, lautet seine Antwort, er &#8222;glaube an die Selbstregulierung der M&auml;rkte. Noch ist der Bedarf da&#8220;. Wichtig sei, &#8222;die Ums&auml;tze zu steigern&#8220;.</p>
<p>Auf die Frage, wof&uuml;r die Mannschaft stehe, antwortet er: &#8222;F&uuml;r Offenheit, Vielfalt, Toleranz. Aber auch f&uuml;r Leistungsbereitschaft, Siegeswillen, Erfolg.&#8220; Zudem habe die Nationalmannschaft Empathie bewiesen, als sie die unterlegenen Brasilianer 2014 &#8222;in den Arm genommen&#8220; habe. Die Aufz&auml;hlung Bierhoffs, was die &#8222;Marke&#8220; Nationalmannschaft ausmache, liest sich wie ein BWL-Lehrbuch. &#8222;Offenheit&#8220; und &#8222;Vielfalt&#8220; werden als Marketingspritzen f&uuml;r eine steile Wirtschaftsentwicklung gesehen. Die angebliche Empathie der deutschen Fu&szlig;ballnationalmannschaft wird f&uuml;r das Selbstmarketing verwertet; ganz so, als w&auml;re es Mitleid, was die unterlegene Mannschaft aus der Dritten Welt gebrauchen k&ouml;nnte. Man habe sich sein &#8222;heutiges Image&#8220; der Toleranz aufgebaut, schiebt der Fu&szlig;ballprofi hinterher. Kein Wort nat&uuml;rlich vom rassistischen Ausfall im Jahr 2014 nach dem Sieg &uuml;ber die argentinische Nationalmannschaft, als die deutsche Nationalelf eine inakzeptable Herrenmenschen-Polemik zur Schau stellte: &#8222;So gehen die Gauchos [gehen geb&uuml;ckt], So gehen die Deutschen [gehen aufrecht]&#8220;.[3]</p>
<p>Die von Bierhoff unterstellte Toleranz ist offensichtlich nur reines Kalk&uuml;l und wird nicht aus Humanismus und Menschenfreundlichkeit heraus gelebt. Sie hat den Zweck, den &#8222;Wert der eigenen Marke&#8220; zu erh&ouml;hen. Um die Menschen geht es ihm offenbar nicht. Wenn dann noch &#8222;Leistungsbereitschaft&#8220;, &#8222;Siegeswillen&#8220; und &#8222;Erfolg&#8220; dazukommen, dann k&ouml;nnte man ebenso von einem &#8222;Exportweltmeister Deutschland&#8220; oder einer transnationalen Aktiengesellschaft anstelle einer Sportmannschaft sprechen.</p>
<p>Auf den Vorwurf, die Nationalmannschaft sei abgehoben und elit&auml;r, erwidert Bierhoff:</p>
<p><i>&#8222;Wir sind ein Premiumprodukt, ein Unternehmen, das f&uuml;r das Gesamtwohl des deutschen Fu&szlig;balls auch kommerzielle Interessen verfolgt. In erster Linie haben wir ein sch&ouml;nes Ziel: Wir wollen Menschen gl&uuml;cklich machen. [&#8230;] Der Profisport ist l&auml;ngst ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor.&#8220;</i></p>
<p>Es ist doch sehr zweifelhaft, wie die Nationalmannschaft dem Gesamtwohl des deutschen Fu&szlig;balls dadurch &#8222;dienen&#8220; soll, dass sie unternehmerisch handelt. Schlie&szlig;lich hat die &Ouml;konomisierung dazu gef&uuml;hrt, dass die Kosten f&uuml;r die Fu&szlig;ball&uuml;bertragungen explodieren und folglich immer weniger Spiele im &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen &uuml;bertragen werden. Auch wird das eingenommene Geld nicht gerecht verteilt. Die weiblichen Profi-Fu&szlig;ballerinnen etwa bekommen nur einen verschwindend geringen Bruchteil dessen gezahlt, was den Fu&szlig;ball-M&auml;nnern zuf&auml;llt. Die Millionengeh&auml;lter der Top-Spieler der 1. M&auml;nner-Bundesliga sind gesellschaftlich kaum zu rechtfertigen.</p>
<p>Auch die Aussage, man wolle mit Fu&szlig;ball die Menschen gl&uuml;cklicher machen, ist doch etwas zweifelhaft. Wenn Menschen ihr individuelles Gl&uuml;ck nicht in selbst gew&auml;hlten T&auml;tigkeiten und der Entfaltung ihrer eigenen Kreativit&auml;t oder Pers&ouml;nlichkeit suchen, sondern ihren Alltagsfrust und ihre Unbedeutsamkeit in der gesellschaftlichen Hierarchie dadurch kompensieren, indem sie prominenten Fu&szlig;ballmannschaften zujubeln oder sogar zu Hooligans mutieren, dann kann man wohl nicht wirklich von Gl&uuml;ck im besten Sinne des Wortes sprechen. Auch wird niemand gl&uuml;cklich vom nationalistischen Taumel, der regelm&auml;&szlig;ig in die Unterscheidung von &#8222;wir Deutschen&#8220; und &#8222;die anderen&#8220; m&uuml;ndet. Wenn man im bierhoffschen Sinne die volkswirtschaftlichen Kosten des Nationalismus und des zum Teil mit ihm einhergehenden Chauvinismus gegen den &#8222;Gl&uuml;cksgewinn&#8220; durch Fu&szlig;ball gegenrechnen w&uuml;rde, w&auml;re die &ouml;konomische Bilanz m&ouml;glicherweise gar nicht so positiv.</p>
<p>Bierhoff war im &Uuml;brigen schon vor einigen Jahren mit der Zurschaustellung seines Weltbilds aufgefallen, als er sich mit der Aussage zitieren lie&szlig;: &#8222;Eliten sind keine besseren Menschen, sie sind aber auch nicht moralisch verwerflich, nur weil sie gr&ouml;&szlig;ere F&auml;higkeiten besitzen, als die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung.&#8220;</p>
<p>Nicht nur Bierhoff, auch der Fu&szlig;baller Christoph Metzelder ist in der Vergangenheit durch neoliberale Ideologie in der &Ouml;ffentlichkeit aufgefallen. Er engagierte sich f&uuml;r die Aktion &#8222;Einstig in Arbeit&#8220; der wirtschaftsnahen Lobby-Organisation &#8222;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&#8220; (INSM). Seinerzeit hob er die f&uuml;r ihn hohe Bedeutung privater Stiftungen oder Kampagnen der INSM hervor. Die Verflechtungen Metzelders mit der Wirtschaftslobby wurden im Jahr 2008 in einem offenen Brief auf dem INSM-Watchblog kritisiert, schlie&szlig;lich setzt sich die Organisation massiv f&uuml;r die Demontage des Sozialstaats und f&uuml;r die Privatisierung und &Ouml;konomisierung verschiedener Gesellschaftsbereiche ein (INSM Watchblog 2008).</p>
<p>Die beiden genannten Fu&szlig;baller stellen sicherlich ideologische Extrembeispiele dar, viele andere stehen der Umwandlung des Fu&szlig;balls in ein Unternehmen eher unpolitisch oder sogar kritisch gegen&uuml;ber. Dennoch zeigen die hier zitierten Aussagen, wie die &ouml;konomische Denkweise im Sport funktioniert.</p>
<h2 class="auto-created">Sehr viel Geld, noch mehr Geld</h2>
<p>Die Deutsche Fu&szlig;ball-Liga DFL kassiert f&uuml;r Medienrechte inzwischen pro Jahr knapp 1,2 Mrd. Milliarden Euro. Allein f&uuml;r die ARD-Sportschau am Samstag und Sonntag gehen 134 Mio. Euro an die DFL (Manager Magazin, 2016).</p>
<p>Durch die &ouml;ffentlich-rechtliche Geb&uuml;hrenzahlung wird das System &uuml;berh&ouml;hter Kosten weiter gest&uuml;tzt, auch wenn in den letzten Jahren zunehmend viele Fu&szlig;ballrechte auf Privat- und Pay-TV-Sender &uuml;bertragen wurden. Letzteres ist eine bedenkliche Entwicklung, denn wenn die Gesellschaft Fu&szlig;ball als gemeinschaftliches Event annehmen m&ouml;chte, dann ist diese Form der Privatisierung nat&uuml;rlich sozial ungerecht; nicht jeder kann sich einen Pay-TV-Vertrag leisten. Es entstehen <i>Gated Communities </i>der Sport&uuml;bertragung &ndash; eventuell auf Kosten des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Einige werden sich fragen, weshalb die Politik die Kosten der Fu&szlig;ballrechte nicht einfach deckelt. Dies liegt wohl am Glauben an den &#8222;&uuml;berlegenen freien Markt&#8220; und an der irrationalen Angst vor Eingriffen in denselben.</p>
<p>Inzwischen werden auch die Geh&auml;lter der &ouml;ffentlich-rechtlichen Top-Moderatoren kritisiert. Neben Grundgeh&auml;ltern von einer Viertelmillion Euro kamen demnach hohe f&uuml;nfstellige Boni f&uuml;r die Auftritte zweier Sportmoderatoren in Sportsendungen (Manager Magazin, 2016b). Viel bedenklicher sind aber, wie schon erw&auml;hnt, die Millionenbetr&auml;ge, die j&auml;hrlich an Fu&szlig;baller ausgezahlt werden und die von der gesamten Gesellschaft finanziert werden. Es handelt sich also um eine Umverteilung von unten nach oben, was nicht neu ist. Die Eliten haben schon immer ihre L&ouml;hne selber festgelegt. Angespornt sieht man sich wohl auch von der Selbstbedienungsmentalit&auml;t der Wirtschaftsmanager. Dazu passt der Ausspruch des ehemaligen SAP-Chefs Hasso Plattner, der sich dar&uuml;ber beschwerte, dass Eishockey-Spieler mehr Geld als er selber als SAP-Vorstandschef verdiene: &#8222;Wenn ein guter amerikanischer Eishockeyspieler mehr Geld verdient als der SAP-Vorstandschef, dann ist das ein Hinweis darauf, dass unsere Nation auf dem falschen Gleis ist&#8220;. Nat&uuml;rlich kein Wort davon, dass er selber immer noch das 120fache eines Ladenverk&auml;ufers verdient und dies nat&uuml;rlich ebenso ein Skandal ist. Man k&ouml;nnte auch sagen, die Gesellschaft ist auf dem falschen Gleis, wenn &uuml;berhaupt irgend jemand, egal ob in Wirtschaft, Sport oder sonst wo, mehr als das 5-fache des &Auml;rmsten verdient.</p>
<p>Auch andere verwenden Sport-Vergleiche, um die Leistungsgesellschaft zu propagieren. So etwa rechtfertigte der popul&auml;re Comedian Dieter Nuhr in seiner Show &#8222;Nuhr die Ruhe&#8220; von 2012 [4] Elitismus und versuchte, die Ungleichheit von Menschen zu begr&uuml;nden, weil schlie&szlig;lich nicht alle Menschen die &#8222;100-Meter-Sprintmedaille&#8220; bekommen k&ouml;nnten.</p>
<h2 class="auto-created">Sport und K&ouml;rper in der Leistungs&shy;ge&shy;sell&shy;schaft</h2>
<p>Nicht nur auf der nationalen und internationalen Ebene findet sich die Verquickung von Elitedenken und Sport. In einer Studierendenzeitschrift zu einem Amateur-Wettbewerb namens &#8222;Elite Cup&#8220; hie&szlig; es beispielsweise:</p>
<p><i>&#8222;Frisch poliert [&#8230;] stand er auf dem Organisationstisch ganz oben auf der Trib&uuml;ne: der Pokal, um den sich alles drehte &ndash; der Elite-Cup. [&#8230;] Die Honors-Studenten schafften mit einem 2:0 Sieg gegen den Elitestudiengang Osteuropastudien den vorletzten Schritt hin zu ihrem klar formulierten Ziel [&#8230;] Ein gro&szlig;er Dank geht abschlie&szlig;end an die Sponsoren &ndash; Wacker Chemie (Polo-Shirts) und die Techniker Krankenkasse (Platzmiete, Preise f&uuml;r die ersten drei Mannschaften).&#8220;</i></p>
<p>Aufstieg, Elite und Wettbewerb sind die ma&szlig;geblichen Vokabeln solcher PR-Texte. Sport wird schon auf der untersten Ebene des Amateursports &ouml;konomisch und eliteorientiert vermittelt. Worte wie Spielspa&szlig; oder Fairplay kommen weniger vor. Auch wird die Verquickung von Wirtschaft und Sport als normal dargestellt (Elitenetzwerk Bayern 2008).</p>
<p>Nach der gro&szlig;en Banken- und Wirtschaftskrise sind die Vokabeln in solchen Artikeln sicherlich etwas milder geworden. Elit&auml;res Denken ist aber auch in den Gesellschaftsschichten jenseits der Eliten weiterhin stark verankert. Viele Eltern bem&uuml;hen sich darum, ihre Spr&ouml;sslinge g&uuml;nstig im &#8222;Wettbewerb&#8220; zu positionieren. Auf einem lokalen Werbeplakat f&uuml;r eine Kinder-Fu&szlig;ballmannschaft hei&szlig;t es dann etwa: &#8222;Auf dem Weg zur Spitze&#8220; oder &#8222;leistungsorientiertes Training&#8220; f&uuml;r Kinder. &Uuml;berhaupt werden Kinder schon fr&uuml;h auf die k&ouml;rperliche Leistungserbringung und den Vergleich mit anderen konditioniert; ob nun &uuml;ber Sportvereine, benoteten Sportunterricht in der Schule oder Zwangswettbewerbe wie die Bundesjugendspiele.</p>
<p>Auch Arbeitnehmer geh&ouml;ren zur Zielgruppe von Werbekampagnen, die auf den K&ouml;rper in der Leistungsgesellschaft abzielen. Das Unternehmen FitnessFirst etwa warb mit:</p>
<p><i>&#8222;Wusstest du, dass bereits wenige Stunden Sport in der Woche zu Stressabbau f&uuml;hren und dein Wohlbefinden und deine Leistungsf&auml;higkeit im Arbeitsalltag steigern?&#8220;</i></p>
<p>Beim R&uuml;ckentrainings-Dienstleister KIESER TRAINING hie&szlig; es:</p>
<p><i>&#8222;Ein starker K&ouml;rper leistet mehr&#8220;</i> und <i>&#8222;steigert die k&ouml;rperliche und mentale Leistungsf&auml;higkeit [&#8230;] gibt Energie f&uuml;r Studium, Beruf und Sport&#8220;.</i></p>
<p>&Uuml;ber Sportdienstleistungen wird die Freizeitgestaltung der Menschen zum Zweck h&ouml;herer Leistungserbringung im Job instrumentalisiert. Zugleich soll Sport dazu beitragen, die Symptome der &Uuml;berforderung zu &uuml;berspielen, die das h&auml;ufig sinnlose, qualvolle Arbeitsleben im kapitalistischen Normalsystem mit sich bringt.</p>
<p>Auch ganz unerwartete Entwicklungen sind Teil der beschriebenen Gesamtproblematik. So werben etwa Pharmakonzerne bei jungen Frauen daf&uuml;r, dass sie ihre Regelblutungen dauerhaft unterbinden. Sie sollen mit Chemikalien bzw. k&uuml;nstlich hergestellten Hormonen die Funktion des K&ouml;rpers &#8222;optimieren&#8220;. Es greift an dieser Stelle eine &ouml;konomische Betrachtungsweise, die besagt, man m&uuml;sse seinem angeblich unzureichend optimierten K&ouml;rper auf die Spr&uuml;nge helfen. Beim Magazin SPIEGEL huldigte man in einer Titelgeschichte dieser Mainstream-Ideologie, indem man den &#8222;Sieg &uuml;ber die Gene&#8220; proklamierte (SPIEGEL 2010). Dazu passen Menschen, die <i>Selftracking </i>und <i>Lifelogging </i>betreiben. Im spielerisch dargestellten Wettbewerb mit Fitnessarmb&auml;ndern und bonbonbunten Auswertungsgrafiken, welche durch die zugeh&ouml;rige Software generiert werden, geht es nicht nur darum, selber fitter, sondern auch fitter als die anderen zu werden, was durchaus &uuml;bliche Motivationsstrategie in Wettbewerbssystemen ist.</p>
<p>Hohe Leistungsanforderungen und &Uuml;berforderung in Beruf, Bildung und Freizeit f&uuml;hren nachweislich zu Krankheiten. Hierzu z&auml;hlen auf der rein k&ouml;rperlichen Seite etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder langfristig Krebs. Auf der psychischen Seite sind es vor allem das Burnout-Syndrom, aber auch zahlreiche andere Erkrankungen wie vor allem Depressionen.</p>
<p>Anstatt Entschleunigung zu f&ouml;rdern, wird die Geschwindigkeit in unserer Gesellschaft immer weiter erh&ouml;ht. Zeitgleich werden k&uuml;nstliche Stimulanzien und eine allgemeine Fortschrittsgl&auml;ubigkeit &uuml;ber Anzeigen beworben. Im Sog der universellen Wachstumsideologie verschwimmen die Grenzen zwischen materiellen Produktionsfaktoren und lebendigen Menschen zunehmend. Die Steuerung wirtschaftlicher Prozesse wird auf den Sport und das &#8222;Managen&#8220; des Menschen &uuml;bertragen.</p>
<p>Dazu kommt, dass sich alle m&ouml;glichen Arten von Doping im Sport neuerdings auch zunehmend in der Gesellschaft insgesamt ausbreiten. Darauf hat etwa Wolfgang G&ouml;tz hingewiesen (Deckers/FAZ 2015). Der Drogenexperte fasste in einem Interview pr&auml;gnant zusammen, wie die neoliberale Ideologie zum Konsum leistungssteigernder Drogen beitr&auml;gt:</p>
<p><i>&#8222;Fr&uuml;her waren Rauschgifte gefragt, um der Realit&auml;t zu entfliehen. Mit dem Aufschwung des Neoliberalismus wurden stimulierende Drogen wie Kokain und Amphetamine attraktiv. [&#8230;] Gut m&ouml;glich, dass in einer kompetitiven Gesellschaft, in der Doping nicht mehr auf den Sport beschr&auml;nkt bleibt [&#8230;] Die legale Seite dieses Trends hei&szlig;t Energydrinks und andere Fitmacher.&#8220;</i></p>
<h2 class="auto-created">Abschlie&shy;&szlig;ende Bemerkungen</h2>
<p>An der Kommerzialisierung des Fu&szlig;balls sind einige gesellschaftliche Trends exemplarisch ablesbar. Unverkennbar ist, wie sehr der Fu&szlig;ball ganz im Sinne des alten Roms Teil einer Brot-und-Spiele-Maschinerie ist, welche die negativen Seiten des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems &uuml;berdecken hilft: die Konzentration von Reichtum aufseiten der schmalen Oberschicht und der Sporteliten sowie die anwachsende soziale Ungerechtigkeit. Zugleich hilft der Fu&szlig;ball, das Bruttoinlandsprodukt zu erh&ouml;hen, indem alle &ouml;konomischen Verwertungspotentiale ausgesch&ouml;pft werden; ganz gleich, ob das nun im Sinne der Menschen ist, oder nicht.</p>
<p>Immer da, wo Macht und gro&szlig;e Mengen Geld in Kombination auftreten, kommt es auch zur Korruption, wie am Weltverband des Fu&szlig;balls FIFA bestens ablesbar ist. Die FIFA selber ist zudem einer der gro&szlig;en Vorreiter, wenn es um die &Ouml;konomisierung des Fu&szlig;balls geht, etwa in Bezug auf die vielfach kritisierten restriktiven Markenrechte am Namen &#8222;FIFA Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft&trade;&#8220;[5]. Die Korrumpiertheit passt zum moralischen Anspruch einer gesellschaftlichen Elite, die nur einen Wert anerkennt &ndash; n&auml;mlich den Wert des Geldes. Und so darf sich niemand wundern &uuml;ber ein elit&auml;res System des Fu&szlig;balls, das finanziert wird von Sponsoren, die Produkte bewerben, welche der Umwelt (Mercedes-Benz) oder der Gesundheit schaden (McDonald&#8217;s, Coca-Cola), aber auch die Spielsucht f&ouml;rdern (ODDSET Sportwetten).</p>
<p>Unterhalb der Eliten macht sich zeitgleich ein Wettbewerb zwischen Menschen breit, der die gesellschaftliche Atmosph&auml;re vergiftet. Die Vereinzelung und Aufl&ouml;sung gesellschaftlicher Solidarit&auml;t wird durch die zunehmend neoliberale &#8222;Sozialpolitik&#8220; weiter verst&auml;rkt, die zum Trend der elit&auml;ren Umgestaltung der Gesellschaft passt &ndash; mit exorbitant hohen Geh&auml;ltern f&uuml;r die Spitzensportler_innen, f&uuml;r deren dekadenten Reichtum die Gesellschaft zahlt. Als &Uuml;berdruckventil f&uuml;r die generelle Unzufriedenheit in den unteren Schichten dienen Gewaltexzesse und Nationalismus, die rund um den Fu&szlig;ball zur beunruhigenden Normalit&auml;t werden. Der Autor Arno Kleinebeckel nennt dies passend &#8222;Eine toxische G&auml;rung, die sich &#8218;Fu&szlig;ballfieber&#8216; nennt.&#8220; (Kleinebeckel/Telepolis 2016).</p>
<p>Insgesamt ist zu konstatieren, dass die Prinzipien der Wirtschaft fast vollst&auml;ndig auf einen weiteren Gesellschaftsbereich &uuml;bertragen worden sind. Das kapitalistisch-neoliberale System macht keinen Halt vor Sport bzw. Fu&szlig;ball. Widerstand gegen den gesellschaftlichen Trend ist kaum erkennbar. Und so muss bef&uuml;rchtet werden, dass der Fu&szlig;ball dem Zugriff der Zivilgesellschaft zugunsten der Gesetze des Marktes bereits weitgehend entzogen wurde. An die Stelle eines sportlichen Wettbewerbs von Regionen, St&auml;dten oder L&auml;ndern ist der Wettbewerb einer globalisierten Weltwirtschaft getreten. Damit ist der Fu&szlig;ball nur eine weitere Branche im Wettlauf um Wirtschaftswachstum und &ouml;konomische Dominanz.</p>
<p><b>CHRISTOPHER STARK</b><i>&nbsp;&nbsp; Jahrgang 1982, promoviert zur Zeit an der Universit&auml;t Hamburg im Bereich der Geographie (Diplom 2011). Freier Autor und politisch aktiv in au&szlig;erparlamentarischen Netzwerken; Engagement f&uuml;r mehr Basisdemokratie und gegen die &Ouml;konomisierung aller Lebensbereiche. Sein erstes Buch </i>&#8222;Neoliberalyse &ndash; &uuml;ber die &Ouml;konomisierung unseres Alltags&#8220;<i> erschien 2014 im Wiener Mandelbaum Verlag. Sein aktuelles Buch zu Diskurs und Nebenwirkungen rund um hormonelle Verh&uuml;tungsmittel erscheint 2018 im Orlanda Verlag, Berlin.</i></p>
<h2 class="auto-created">Literatur / Quellen</h2>
<p><i>Deutscher Fu&szlig;ball-Bund e.V.</i> 2018: Startseite des Internetauftritts. Abrufbar unter <a href="http://www.dfb.de/" target="_blank" rel="noopener">www.dfb.de</a>, Zugriff: 3.3.2018.</p>
<p><i>Deckers, D</i>.: Interview mit Wolfgang G&ouml;tz, FAZ vom 23.10.2015.</p>
<p><i>Elitenetzwerk Bayern</i> 2008: [Inhalt nicht mehr abrufbar]. Ehemals abrufbar unter <a href="http://www.elitenetzwerk.bayern.de/475.0.html" target="_blank" rel="noopener">www.elitenetzwerk.bayern.de/475.0.html</a> (Zugriff: 18.07.2008)</p>
<p><i>Fr&ouml;hlich, D.</i>: &bdquo;OLIVER BIERHOFF &ndash; &#8218;Wir sind ein Premiumprodukt&#8217;&ldquo;, <i>Handelsblatt </i>vom 13.06.2016.</p>
<p><i>INSM Watchblog</i> 10.08.2008: Einstieg in Arbeit: Offener Brief an Fu&szlig;ball-Nationalspieler Christoph Metzelder und die Christoph Metzelder Stiftung. Abrufbar unter: <a href="https://insmwatchblog.wordpress.com/tag/christoph-metzelder" target="_blank" rel="noopener">https://insmwatchblog.wordpress.com/tag/christoph-metzelder</a>.</p>
<p><i>Kleinebeckel, A.: </i>Brot und Spiele in Zeiten des Terrors. Telepolis.de vom 17.06.2016, abrufbar unter: <a href="https://www.heise.de/tp/features/Brot-und-Spiele-in-Zeiten-des-Terrors-3380165.html." target="_blank" rel="noopener">https://www.heise.de/tp/features/Brot-und-Spiele-in-Zeiten-des-Terrors-3380165.html.</a></p>
<p><i>Manager Magazin</i> 09.06.2016: DFL kassiert erstmals mehr als 1 Milliarde Euro pro Jahr. Abrufbar unter: <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-1096717.html" target="_blank" rel="noopener">http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-1096717.html</a>.</p>
<p><i>Manager Magazin</i> 29.06.2016: Wirbel um Honorare von Fu&szlig;ball-Experten &ndash; &#8222;Bild&#8220; ver&ouml;ffentlicht Gehaltsliste. Abrufbar unter: <a href="http://www.manager-magazin.de/koepfe/tv-experten-mehmet-scholl-und-oliver-kahn-sollen-millionen-kassieren-a-1100200.html." target="_blank" rel="noopener">http://www.manager-magazin.de/koepfe/tv-experten-mehmet-scholl-und-oliver-kahn-sollen-millionen-kassieren-a-1100200.html.</a></p>
<p><i>R&ouml;tzer, F.: </i>Werbekampagne f&uuml;r &#8222;Ungesundes&#8220;: Foodwatch wirft DFB und Nationalspieler Doppelmoral vor. Telepolis.de 14.06.2016, abrufbar unter: <a href="https://www.heise.de/tp/features/Werbekampagne-fuer-Ungesundes-Foodwatch-wirft-DFB-und-Nationalspieler-Doppelmoral-vor-3380077.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.heise.de/tp/features/Werbekampagne-fuer-Ungesundes-Foodwatch-wirft-DFB-und-Nationalspieler-Doppelmoral-vor-3380077.html</a>.</p>
<p><i>Wikipedia</i>: Fu&szlig;ballstadien in Deutschland. Abrufbar unter <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Fu%C3%9Fballstadien_in_Deutschland" target="_blank" rel="noopener">https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Fu%C3%9Fballstadien_in_Deutschland</a>, Stand/Zugriff: 03.03.2018.</p>
<h2 class="auto-created">Anmerkungen:</h2>
<p>1. S. auch: <a href="https://neoliberalyse.de/index.php/60-medienanalysen/192-harte-drogen-fuer-die-leistungsgesellschaft" target="_blank" rel="noopener">https://neoliberalyse.de/index.php/60-medienanalysen/192-harte-drogen-fuer-die-leistungsgesellschaft</a></p>
<p>2. Eine ausf&uuml;hrlichere Analyse des Interviews findet sich unter: <a href="https://neoliberalyse.de/index.php/medialyse-2/journalistisches-2/212-fussball-kommerzialisierung-im-kopf" target="_blank" rel="noopener">https://neoliberalyse.de/index.php/medialyse-2/journalistisches-2/212-fussball-kommerzialisierung-im-kopf</a></p>
<p>3. S. Video: <a href="https://youtu.be/BLpFpzzRYtY?t=28s" target="_blank" rel="noopener">https://youtu.be/BLpFpzzRYtY?t=28s</a></p>
<p>4. S. auch <a href="https://neoliberalyse.de/index.php/textelyse-2/neoliberale-texte/155-dieter-macht-doch-nuhr-spass" target="_blank" rel="noopener">https://neoliberalyse.de/index.php/textelyse-2/neoliberale-texte/155-dieter-macht-doch-nuhr-spass</a></p>
<p>5. S. auch: <a href="http://de.fifa.com/about-fifa/marketing/brand-protection/intellectual-property.html" target="_blank" rel="noopener">http://de.fifa.com/about-fifa/marketing/brand-protection/intellectual-property.html</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/223/publikation/die-oekonomisierung-des-sports-am-beispiel-des-deutschen-fussballs-1/">Die Ökonomisierung des Sports am Beispiel des deutschen Fußballs</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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