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	<title>Felix Grollmann Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Die Humanistische Union wird 50  und ist kein bisschen müde</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/214/publikation/die-humanistische-union-wird-50-und-ist-kein-bisschen-muede/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 09:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: HU-Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Empfang des Regionalverbandes M&#252;nchen-S&#252;dbayern zum 50. Geburtstag am 8. Juli 2011. Aus: Mitteilungen Nr. 214 (3/2011), S. 23/24 Die Gr&#252;ndung der Humanistischen Union am 26. August 1961 liegt nunmehr ein halbes Jahrhundert zur&#252;ck. Dieses Jubil&#228;um gab den Rahmen f&#252;r ein Zusammensein in entspannter Atmosph&#228;re, um an die Vergangenheit zu erinnern, aber den Blick auch in [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/214/publikation/die-humanistische-union-wird-50-und-ist-kein-bisschen-muede/">Die Humanistische Union wird 50  und ist kein bisschen müde</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Empfang des Regionalverbandes M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern zum 50. Geburtstag am 8. Juli 2011. Aus: Mitteilungen Nr. 214 (3/2011), S. 23/24</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bayern.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-4080 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bayern-600x400.jpg" alt="Die Humanistische Union wird 50 &#8211; und ist kein bisschen m&uuml;de" width="600" height="400" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bayern-600x400.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bayern-768x512.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bayern-450x300.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/bayern.jpg 800w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></span></p>
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<p>Die Gr&uuml;ndung der Humanistischen Union am 26. August 1961 liegt nunmehr ein halbes Jahrhundert zur&uuml;ck. Dieses Jubil&auml;um gab den Rahmen f&uuml;r ein Zusammensein in entspannter Atmosph&auml;re, um an die Vergangenheit zu erinnern, aber den Blick auch in die Zukunft zu richten. Da der Verein sich in M&uuml;nchen konstituierte und die Bundesgesch&auml;ftsstelle bis Ende 1997 dort sa&szlig;, schien es dem Regionalverband M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern angemessen &#8211; in Erg&auml;nzung zur Hauptfeier in Berlin &#8211; auch einen festlichen Empfang vor Ort auszurichten. Als geeignete Umgebung hierf&uuml;r bot sich die Seidlvilla im M&uuml;nchner Stadtteil Schwabing an, welche vielen Mitgliedern schon aus fr&uuml;heren Veranstaltungen gut bekannt ist.</p>
<p>Den Weg zur Veranstaltung am 8. Juli 2011 fanden viele HU-Mitglieder, insbesondere mit Frau Dr. Lotte K&ouml;hler auch ein Gr&uuml;ndungsmitglied, und nicht wenige Interessierte. Unter den Teilnehmern waren HU-Beir&auml;te, Preistr&auml;gerinnen des &#8222;Aufrechten Ganges&#8220;, Vertreter der SPD, der LINKEN, der Gr&uuml;nen, der Piraten und der Neuen Richtervereinigung. Das Programm setzte sich zusammen aus einer bunten Mischung von Beitr&auml;gen, die einen aussagekr&auml;ftigen Einblick in die Bet&auml;tigungsfelder der Humanistischen Union erm&ouml;glichten.</p>
<p>Das ehemalige Vorstandsmitglied Prof. Dr. Tim Hering &uuml;bernahm die Begr&uuml;&szlig;ung des Publikums und stellte die Hintergr&uuml;nde der beiden danach verlesenen Texte vor: des Gr&uuml;ndungsaufrufs von 1961 und des &#8222;Memorandums zum Kernbereich des Rechtsstaats&#8220; von 1978. In gebotener K&uuml;rze erweckte er die gesellschaftliche Situation von 1961 zum Leben und f&uuml;hrte so in den zeitlichen Kontext der Gr&uuml;ndung der Humanistischen Union ein. Auch den von Angst um die Innere Sicherheit gepr&auml;gten Zeitgeist von 1978, welcher zur Abfassung des genannten Memorandums f&uuml;hrte, umriss er in knappen, pr&auml;zisen Worten. Im Anschluss wies er noch auf andere wichtige Stellungnahmen der Humanistischen Union hin, welche gedruckt auslagen.</p>
<p>Der aus Funk und Fernsehen bekannte Wolf Euba trug den Gr&uuml;ndungsaufruf von Dr. Gerhard Szczesny in n&uuml;chterner wie einf&uuml;hlsamer Diktion vor. Beim H&ouml;ren dieses Textes wurde klar, welche Haltung die Bildung der Humanistischen Union motiviert hatte: die Ablehnung eines &#8222;totalen Machtanspruchs einer christlichen Sprach-, Denk- und Verhaltensregelung&#8220; f&uuml;r &#8222;eine Gesellschaft, die nur zu einem Teil aus gl&auml;ubigen Christen besteht&#8220;. Gemeint war damit nicht etwa eine Leugnung des &#8222;Recht[s] des gl&auml;ubigen Christen, sich um die Verbreitung seines Glaubens zu bem&uuml;hen&#8220;, sondern die unzul&auml;ssige Einflussnahme der Kirche mittels staatlicher Stellen auf die &Ouml;ffentlichkeit. Die vollumf&auml;ngliche Trennung von Staat und Kirche ist bis heute Teil des Aufgabenspektrums der Humanistischen Union geblieben, obgleich viele weitere b&uuml;rgerrechtliche Themen hinzu gekommen sind. Szczesnys Aufruf war aber keine rein ablehnende Stellungnahme, sondern enthielt vielmehr das humanistisch konnotierte Verst&auml;ndnis eines lebensf&auml;higen Gemeinwesens als positiven Gegenentwurf, dessen &#8222;Pluralit&auml;t der Prinzipien von der Solidarit&auml;t der Personen getragen&#8220; werden m&uuml;sse.</p>
<p>Die Journalistin Corinna Spies trug danach als ein Beispiel f&uuml;r die Auseinandersetzungen der Humanistischen Union mit gesellschaftspolitischen Zeitfragen einen Text aus dem Jahr 1978 vor. Dessen vollst&auml;ndiger Titel lautet: &#8222;Die Humanistische Union fragt Bundesregierung und Bundestag: Wo beginnt der Kernbereich des Rechtsstaats?&#8220; Der Vergleich mit dem zuvor verlesenen Text zeigte, wie sich der Aktionsradius der Vereinigung seit den Anf&auml;ngen vergr&ouml;&szlig;ert hatte. Die Bundesregierung hatte &#8211; so der historische Hintergrund &#8211; an die UNO einen &#8222;Staatenbericht &uuml;ber b&uuml;rgerliche und politische Rechte&#8220; geleitet, in welchem sie zu einem positiven Ergebnis gelangt war. Geradezu ins Gegenteil verkehrt fiel dagegen die Bewertung der Humanistischen Union aus: in der Bundesrepublik werden &#8222;die b&uuml;rgerlichen und politischen Rechte zunehmend eingeschr&auml;nkt&#8220;. Stichhaltig wurde diese dem Hauptteil des Textes vorangestellte These anhand einer Vielzahl von Beispielen nachgewiesen und so die Behauptung der Bundesregierung widerlegt. Vieles kam dem Publikum aus j&uuml;ngster Zeit wohlbekannt vor. Beispielsweise k&ouml;nnten die datenschutzbezogenen Ausf&uuml;hrungen nahezu wortw&ouml;rtlich in gegenw&auml;rtige Publikationen &uuml;bertragen werden. Gel&auml;chter entstand beim Verlesen einer Auswahl von damaligen Unterzeichnern, als der Name Otto Schilys &#8211; damals Vorstandsmitglied der HU &#8211; fiel.</p>
<p>In den H&auml;nden von Heide Hering lag es, die Rolle der Frauen in der Humanistischen Union ins rechte Licht zu r&uuml;cken. Mit viel Humor berichtete sie von ihren pers&ouml;nlichen Erfahrungen in der Humanistischen Union als &#8222;absolute Quotenfrau&#8220;, von welcher sie sich zu einer engagierten Streiterin f&uuml;r die weibliche Emanzipation entwickelte. Untrennbar damit verwoben waren die Aktivit&auml;ten der HU f&uuml;r die Abschaffung des Abtreibungs-Paragraphen 218 und auf dem Gebiet der Gleichstellungspolitik. Heide Hering warf hierbei Schlaglichter auf die Beratungen zum Entwurf eines Antidiskriminierungsgesetzes der HU, das unter Federf&uuml;hrung des damaligen FDP-Innenministers Gerhart Baum vor dem Regierungswechsel beinahe noch verwirklicht worden w&auml;re. Erst im Nachgang der Wiedervereinigung gl&uuml;ckte die verfassungsrechtliche Verankerung einer Rechtsgrundlage f&uuml;r die aktive F&ouml;rderung der tats&auml;chlichen Gleichberechtigung von Mann und Frau (Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG). Mit der von Heide Hering und anderen gegr&uuml;ndeten Initiative &#8222;Frauen in bester Verfassung&#8220; konnte sie die Innovationskraft der Humanistischen Union eindrucksvoll st&auml;rken. In bester Tradition standen daher die rechtspolitischen Vorschl&auml;ge, welche ihren Vortrag abrundeten.</p>
<p>Schlie&szlig;lich trug die Bundesvorsitzende Prof. Dr. Rosemarie Will ihre &Uuml;berlegungen zu den Zukunftsperspektiven der Humanistischen Union vor. Im Vordergrund standen hierbei weniger deren inhaltlichen Themen, welche in den vorangegangen Beitr&auml;gen gew&uuml;rdigt worden waren, sondern die Ver&auml;nderung der Mitgliederstruktur im Laufe der vergangenen Jahrzehnte. Die Vorsitzende hob die Beendigung des Mitgliederschwundes seit dem Jahr 2006 hervor. Dies machte sie zum Ausgangspunkt ihrer &Uuml;berlegungen, wie sich die Vereinigung in Zukunft fortentwickeln m&uuml;sse, genauer welche Anforderungen diese zu erf&uuml;llen habe, um weiterhin effektiv B&uuml;rgerrechtsarbeit betreiben zu k&ouml;nnen. Zur &Uuml;bergabe des metaphorischen Staffelstabs an die n&auml;chste Generation von Aktiven gab Will eine vorsichtig optimistische Prognose ab: &#8222;Dass jemand zum &Uuml;bergeben da ist, scheint gew&auml;hrleistet zu sein&#8220;.</p>
<p>Nach Beendigung des offiziellen Teils verblieb die Gesellschaft dann noch eine Weile f&uuml;r angeregte Gespr&auml;che in der Seidlvilla. Nicht wenige Impulse d&uuml;rften von den verschiedenen Beitr&auml;gen ausgegangen sein. Zieht man ein Res&uuml;mee, ist festzuhalten: Mit Stolz kann die Humanistische Union auf ihr gesellschaftspolitisches Engagement in den ersten f&uuml;nfzig Jahren ihres Bestehens zur&uuml;ckblicken. Will sie in Zukunft aber weiterhin einen erklecklichen Beitrag zu b&uuml;rgerrechtlichen Angelegenheiten in der Bundesrepublik leisten, darf sie sich auf solchen Lorbeeren aber nicht ausruhen.</p>
<p><i>Felix Grollmann<br />ist im Vorstand des Regionalverbandes M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern aktiv.</i></p>
<p><i>Die Reden und Bilder des M&uuml;nchner Empfangs finden sich auf der </i><a href="http://suedbayern.humanistische-union.de/veranstaltungen/2011/50_jahre_humanistische_union/" target="_blank" rel="noopener"><i>Webseite des Regionalverbandes</i></a><i>.</i></p>
<p><i>Heide Hering: &#8222;Es war manchmal auch schwierig f&uuml;r mich, mit Juristen und M&auml;nnern zusammen zu arbeiten.&#8220; , in: Humanistische Union (Hg.), B&uuml;rgerrechtliche Argumente. Dokumente zu 50 Jahren Humanistische Union, S. 315-320.</i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/214/publikation/die-humanistische-union-wird-50-und-ist-kein-bisschen-muede/">Die Humanistische Union wird 50  und ist kein bisschen müde</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<item>
		<title>HU wird 50 &#8211; und ist kein bisschen müde</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2011/50-geburtstag-der-hu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[München: Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Südbayern: Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: HU-Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bericht vom Empfang der Regionalverbandes M&#252;nchen-S&#252;dbayern zum 50. Geburtstag am 8. Juli 2011 Corinna Spies und Wolf Euba lesen HU-Texte Corinna Spies und Wolf Euba lesen HU-Texte Die Gr&#252;ndung der Humanistischen Union am 26. August 1961 liegt nunmehr (fast) ein halbes Jahrhundert zur&#252;ck. Dieses Jubil&#228;um steckte den Rahmen f&#252;r ein Zusammensein in entspannter Atmosph&#228;re, um [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2011/50-geburtstag-der-hu/">HU wird 50 &#8211; und ist kein bisschen müde</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bericht vom Empfang der Regionalverbandes M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern zum 50. Geburtstag am 8. Juli 2011</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5945 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10-600x419.jpg" alt="HU wird 50 - und ist kein bisschen m&uuml;de" width="600" height="419" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10-600x419.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10-768x536.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10-800x558.jpg 800w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10-450x314.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/HU50_Spies_Euba_edit10.jpg 914w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>Corinna Spies und Wolf Euba lesen HU-Texte</span></p>
<p class="news-single-imgcaption">Corinna Spies und Wolf Euba lesen HU-Texte</p>
</div>
<p><b>Die Gr&uuml;ndung der Humanistischen Union am 26. August 1961 </b>liegt nunmehr (fast) ein halbes Jahrhundert zur&uuml;ck. Dieses Jubil&auml;um steckte den Rahmen f&uuml;r ein Zusammensein in entspannter Atmosph&auml;re, um an die Vergangenheit zu erinnern, aber den Blick auch in die Zukunft zu richten. Da der Verein sich in M&uuml;nchen konstituierte und die bis Ende &#8217;97 dort sa&szlig;, schien es dem <b>Regionalverband M&uuml;nchen-S&uuml;dbayern </b>angemessen &#8211; in Erg&auml;nzung zur Hauptfeier in Berlin &#8211; auch <b>einen festlichen Empfang vor Ort </b>auszurichten. Als geeignete Umgebung hierf&uuml;r bot sich die Seidlvilla im M&uuml;nchner Stadtteil Schwabing an, welche vielen Mitgliedern schon aus fr&uuml;heren Veranstaltungen gut bekannt ist.</p>
<p>Den Weg zur Veranstaltung am 8. Juli 2011 fanden viele HU-Mitglieder, insbesondere mit <b>Frau Dr. Lotte K&ouml;hler auch ein Gr&uuml;ndungsmitglied</b>, und nicht wenige interessierte Externe. Unter den Teilnehmern waren <b>HU-Beir&auml;te, Preistr&auml;gerinnen des &#8222;Aufrechten Ganges&#8220;,&nbsp; Vertreter der SPD, der LINKEN, den Gr&uuml;nen, der Piraten und der Neuen Richtervereinigung</b>. Das Programm setzte sich zusammen aus einer bunten Mischung von Beitr&auml;gen, die einen aussagekr&auml;ftigen Einblick in die Bet&auml;tigungsfelder der Humanistischen Union erm&ouml;glichten.</p>
<p>Das ehemalige Vorstandsmitglied <b>Prof. Dr. Tim Hering &uuml;bernahm die Begr&uuml;&szlig;ung des Publikums </b>und stellte die Hintergr&uuml;nde der beiden unmittelbar nachfolgend zu lesenden Texte vor: des &#8222;Gr&uuml;ndungsaufrufs&#8220; von 1961 und des &#8222;Memorandums zum Kernbereich des Rechtsstaats&#8220; von 1978. In gebotener K&uuml;rze erweckte er die gesellschaftliche Situation von 1961 zum Leben und f&uuml;hrte so in den zeitlichen Kontext der Gr&uuml;ndung der Humanistischen Union ein. Auch den von Angst um die Innere Sicherheit gepr&auml;gten Zeitgeist von 1978, welcher zur Abfassung des genannten Memorandums f&uuml;hrte, umriss er in knappen, pr&auml;zisen Worten. Im Anschluss wies er noch auf andere wichtige Stellungsnahmen der Humanistischen Union hin, welche gedruckt auslagen.</p>
<p>Der aus Funk und Fernsehen bekannte <b>Wolf Euba trug dann den Gr&uuml;ndungsaufruf von Dr. Gerhard Szczesny </b>in n&uuml;chterner wie einf&uuml;hlsamer Diktion vor. Beim H&ouml;ren dieses Textes&nbsp; wurde klar, welche Haltung die Bildung der Humanistischen Union motiviert hatte: die Ablehnung eines &#8222;totalen Machtanspruchs einer christlichen Sprach-, Denk- und Verhaltensregelung&#8220; f&uuml;r &#8222;eine Gesellschaft, die nur zu einem Teil aus gl&auml;ubigen Christen besteht&#8220;. Gemeint war damit nicht etwa eine Leugnung des &#8222;Recht[s] des gl&auml;ubigen Christen, sich um die Verbreitung seines Glaubens zu bem&uuml;hen&#8220;, sondern die unzul&auml;ssige Einflussnahme der Kirche mittels staatlicher Stellen auf die &Ouml;ffentlichkeit. Die vollumf&auml;ngliche Trennung von Staat und Kirche ist bis heute Teil des Aufgabenspektrums der Humanistischen Union geblieben, obgleich viele weitere b&uuml;rgerrechtliche Themen dieses seit der Anfangsphase erweitertet hatten. Szczesny gab aber keine rein einseitig ablehnende Stellungnahme ab. Vielmehr breitete er das humanistisch konnotierte Verst&auml;ndnis eines lebensf&auml;higen Gemeinwesens als positiven Gegenentwurf aus, dessen &#8222;Pluralit&auml;t der Prinzipien von der Solidarit&auml;t der Personen getragen&#8220; werden m&uuml;sste.</p>
<p><b>Die Journalistin Corinna Spies trug danach als eine pars pro toto der Auseinandersetzungen der Humanistischen Union mit gesellschaftspolitischen Themen einen Text aus dem Jahr 1978 vor, dessen voller Titel &#8222;Die Humanistische Union fragt Bundesregierung und Bundestag: Wo beginnt der Kernbereich des Rechtsstaats?&#8220; lautet.</b> Der Vergleich mit dem zuvor verlesenen Text zeigte, wie sich der Aktionsradius der Vereinigung seit den Anf&auml;ngen vergr&ouml;&szlig;ert hatte. Die Bundesregierung hatte &#8211; so der historische Hintergrund &#8211; an die UNO einen &#8222;Staatenbericht &uuml;ber b&uuml;rgerliche und politische Rechte&#8220; geleitet, in welchem sie zu einem positiven Ergebnis gelangt war. Geradezu ins Gegenteil verkehrt fiel dagegen die Bewertung der Humanistischen Union aus: in der Bundesrepublik werden &#8222;die b&uuml;rgerlichen und politischen Rechte zunehmend eingeschr&auml;nkt&#8220;. Stichhaltig wurde diese dem Hauptteil des Textes vorangestellte These im Weiteren an Hand einer Vielzahl von Beispielen bewiesen und so die Behauptung der Bundesregierung gl&auml;nzend widerlegt. Vieles kam dem Publikum hierbei aus j&uuml;ngster Zeit wohlbekannt vor. Beispielsweise k&ouml;nnten die datenschutzbezogenen Ausf&uuml;hrungen nahezu wortw&ouml;rtlich in gegenw&auml;rtige Publikationen &uuml;bertragen werden. H&ouml;hnisches Gel&auml;chter entstand beim Verlesen einer Auswahl von damaligen Unterzeichnern, als der Name Otto Schily &#8211; damals Mitglied im Vorstand der HU &#8211; fiel.</p>
<p><b>In den H&auml;nden von Heide Hering lag es, die Rolle der Frauen in der Humanistischen Union ins rechte Licht zu r&uuml;cken. </b>Mit viel Humor berichtete sie von ihren pers&ouml;nlichen Erfahrungen in der Humanistischen Union als &#8222;absolute Quotenfrau&#8220;, von welcher sie sich zu einer engagierten Streiterin f&uuml;r die weibliche Emanzipation entwickelte. Untrennbar damit verwoben waren die Aktivit&auml;ten der HU f&uuml;r die Abschaffung des Abtreibungs-Paragraphen 218 und auf dem Gebiet der Gleichstellungspolitik. Heide Hering warf hierbei Schlaglichter auf die Beratungen zum Entwurf eines Antidiskriminierungsgesetzes der HU, das unter Federf&uuml;hrung des damaligen FDP-Innenministers Gerhart Baum vor dem Regierungswechsel beinahe noch verwirklicht worden w&auml;re. Erst im Nachgang der Wiedervereinigung gl&uuml;ckte die verfassungsrechtliche Verankerung einer Rechtsgrundlage f&uuml;r die aktive F&ouml;rderung der tats&auml;chlichen Gleichberechtigung von Mann und Frau (Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG). Mit der von Heide Hering und anderen gegr&uuml;ndeten Initiative &#8222;Frauen in bester Verfassung&#8220; konnte sie die Innovationskraft der Humanistischen Union eindrucksvoll st&auml;rken. In bester Tradition standen daher die rechtspolitischen Vorschl&auml;gen, welche ihren Vortrag abrundeten.</p>
<p>Schlie&szlig;lich trug <b>die Bundesvorsitzende Prof. Dr. Rosemarie Will ihre &Uuml;berlegungen zu den Zukunftsperspektiven der Humanistischen Union vor. </b>Im Vordergrund standen hierbei weniger deren inhaltlichen Themen, welche in den vorangegangen Beitr&auml;gen gen&uuml;gend gew&uuml;rdigt worden waren, sondern die Ver&auml;nderung der Mitgliederstruktur im Laufe der vergangenen Jahrzehnte. Die Referentin hob die Beendigung des Mitgliederschwundes seit dem Jahr 2006 hervor. Dies machte sie zum Ausgangspunkt ihrer &Uuml;berlegungen, wie sich die Vereinigung in Zukunft fortentwickeln m&uuml;sse, genauer welche Anforderungen diese zu erf&uuml;llen habe, um weiterhin effektiv B&uuml;rgerrechtsarbeit betreiben zu k&ouml;nnen. Zur &Uuml;bergabe des metaphorischen Staffelstabs an die n&auml;chste Generation von Aktiven gab Will eine vorsichtig optimistische Prognose ab: &#8222;Dass jemand zum &Uuml;bergeben da ist, scheint gew&auml;hrleistet zu sein&#8220;.</p>
<p>Nach <b>Beendigung des offiziellen Teils verblieb die Gesellschaft dann noch eine Weile f&uuml;r angeregte Gespr&auml;che in der Seidlvilla. </b>Nicht wenige Impulse d&uuml;rften von den verschiedenen Beitr&auml;gen ausgegangen sein. Zieht man ein <b>Res&uuml;mee</b>, ist festzuhalten: <b>mit Stolz kann die Humanistische Union auf ihr gesellschaftspolitisches Engagement in den ersten f&uuml;nfzig Jahren ihres Bestehens zur&uuml;ckblicken. Will sie in Zukunft aber weiterhin einen erklecklichen Beitrag zur b&uuml;rgerrechtlichen Angelegenheiten in der Bundesrepublik leisten, darf sie sich auf solchen Lorbeeren aber nicht ausruhen.</b></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2011/50-geburtstag-der-hu/">HU wird 50 &#8211; und ist kein bisschen müde</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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