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	<title>Gemeinsame Pressemitteilung Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Lex Palantir gefährdet Grundrechte &#8211; Fachstellen üben vehemente Kritik</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/lex-palantir-gefaehrdet-grundrechte-fachstellen-ueben-vehemente-kritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 15:55:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Innere Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Terror-Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerrechte und Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Massenüberwachung]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als ein Dutzend Fachstellen, darunter auch die Humanistische Union, kritisieren die Pläne der Bundesregierung, KI-Systeme wie PimEyes und Palantir für die Polizeiarbeit zu erlauben, weil damit erhebliche verfassungs- und menschenrechtliche Gefahren verbunden sind. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen haben dem Bundesinnen- und dem Bundesjustizministerium am Mittwoch eine umfassende Stellungnahme übersandt. Laut der namhaften Jurist*innen und Datenschützer*innen [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/lex-palantir-gefaehrdet-grundrechte-fachstellen-ueben-vehemente-kritik/">Lex Palantir gefährdet Grundrechte &#8211; Fachstellen üben vehemente Kritik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als ein Dutzend Fachstellen, darunter auch die Humanistische Union, kritisieren die Pläne der Bundesregierung, <a href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/gesetzgebungsverfahren/DE/Downloads/referentenentwuerfe/OESI3/refE-ermittlungsbefugnisse-polizeiarbeit.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1">KI-Systeme wie PimEyes und Palantir für die Polizeiarbeit zu erlauben</a>, weil damit erhebliche verfassungs- und menschenrechtliche Gefahren verbunden sind. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen haben dem Bundesinnen- und dem Bundesjustizministerium am Mittwoch eine <a href="https://www.humanistische-union.de/thema/gemeinsame-stellungnahme-zu-den-gesetzentwuerfen-zur-staerkung-digitaler-ermittlungsbefugnisse-in-der-polizeiarbeit-u-a/">umfassende Stellungnahme</a> übersandt. Laut der namhaften Jurist*innen und Datenschützer*innen fehlen in den Gesetzentwürfen zentrale rechtsstaatliche Elemente &#8211; vom Richtervorbehalt über effektiven Rechtsschutz bis zur menschlichen Überprüfung der automatisierten Analysen.</p>
<p><em>&#8222;Alle Videos, Fotos und andere biometrische Daten im Netz zu durchsuchen, nur um einige wenige Personen zu finden, die nicht einmal einer Straftat verdächtig sein müssen, ist ein unverhältnismäßiger Eingriff in das Recht auf Privatsphäre&#8220;</em>, erklärt RAV-Geschäftsführer und Rechtsanwalt Lukas Theune. Der Strafverteidiger warnt zudem: <em>&#8222;Mit dieser KI können Profile unzähliger Menschen erstellt werden. Recherchen zum Einsatz von KI in Behörden zeigen, dass ohnehin marginalisierte Gruppen dadurch besonders diskriminiert werden.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8222;Mit biometrischen Massenabgleichen und umfassenden Datenanalysen mittels Künstlicher Intelligenz würde die Bundesregierung eine rote Linie überschreiten: Sie schafft die Infrastruktur zur flächendeckenden Überwachung ihrer eigenen Bevölkerung – und gefährdet damit Grundrechte, die sie eigentlich schützen muss&#8220;</em>, kritisiert Lena Rohrbach, Fachreferentin für Menschenrechte im digitalen Zeitalter bei Amnesty International. <em>&#8222;Weil kaum absehbar ist, welches Verhalten &#8218;Datenspuren&#8216; hinterlassen kann, die die KI verdächtig findet, führt das Vorhaben auch zu sogenannten &#8218;Chilling Effects&#8216;. Das heißt, es kann Menschen einschüchtern und davon abhalten, ihre Rechte wahrzunehmen, etwa an Versammlungen teilzunehmen oder eine Anzeige aufzugeben&#8220;</em>, so die Expertin weiter.</p>
<p>Hintergrund des aktuellen Gesetzentwurfs ist, dass die Regelungen zur automatisierten Datenanalyse, die bis dato in Hessen und Hamburg galten, vom Bundesverfassungsgericht 2023 bereits für verfassungswidrig erklärt wurden (Urteil des Ersten Senats vom 16. Februar 2023, <a href="https://www.bverfg.de/e/rs20230216_1bvr154719">1 BvR 1547/19 &amp; 1 BvR 2634/20 &#8211; Automatisierte Datenanalyse</a>). Die vorherige Bundesregierung hatte sich nicht einigen können.</p>
<p>Unterzeichnet haben die Stellungnahme die folgenden Organisationen: algorithm-watch, Amnesty International, Chaos Computer Club, D64, Digitale Gesellschaft, Humanistische Union, LOAD e.V., Komitee für Grundrechte und Demokratie, Neue Richter*innenvereinigung, Pro Asyl, Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein, Seebrücke, Vereinigung demokratischer Jurist*innen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Zur Stellungnahme gelangen Sie <a href="https://www.humanistische-union.de/thema/gemeinsame-stellungnahme-zu-den-gesetzentwuerfen-zur-staerkung-digitaler-ermittlungsbefugnisse-in-der-polizeiarbeit-u-a/">hier</a>. Und hier können Sie die Stellungnahme <a href="https://www.humanistische-union.de/thema/gemeinsame-stellungnahme-zu-den-gesetzentwuerfen-zur-staerkung-digitaler-ermittlungsbefugnisse-in-der-polizeiarbeit-u-a/">als PDF herunterladen</a>.</em></strong></p>
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            	</item>
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		<title>Autoritärer Sozialstaat: Die Verschärfung des Sozialrechts bedroht die Rechte aller!</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/autoritaerer-sozialstaat-die-verschaerfung-des-sozialrechts-bedroht-die-rechte-aller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2025 09:48:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Asylpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Sozialstaatsprinzip]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bundesregierung hat einen &#8222;Herbst der Reformen&#8220; angekündigt &#8211; hinter dem scheinbar zukunftsgewandten Begriff verbergen sich jedoch umfassende Angriffe auf sozialrechtliche Errungenschaften. Das Sozialrecht soll mehr denn je als Strafinstrument gegenüber Betroffenen eingesetzt werden. Um Maßnahmen eines zunehmend autoritären Sozialstaats zu legitimieren, betreibt die Bundesregierung eine Rhetorik der Spaltung und Abwertung gegenüber armen Menschen. Nicht [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundesregierung hat einen &#8222;Herbst der Reformen&#8220; angekündigt &#8211; hinter dem scheinbar zukunftsgewandten Begriff verbergen sich jedoch umfassende Angriffe auf sozialrechtliche Errungenschaften. Das Sozialrecht soll mehr denn je als Strafinstrument gegenüber Betroffenen eingesetzt werden. Um Maßnahmen eines zunehmend autoritären Sozialstaats zu legitimieren, betreibt die Bundesregierung eine Rhetorik der Spaltung und Abwertung gegenüber armen Menschen. Nicht nur der Sozialstaat wird repressiver, auch die bürgerlichen Freiheiten stehen unter Druck.</p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht leitet aus der Würde des Menschen (Artikel 1 GG) und dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 GG) ein „Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums“ ab, das auch die Gesetzgebung beachten muss. Sanktionen, mit denen Leistungen unter das Niveau des Existenzminimums abgesenkt werden, hat das Bundesverfassungsgericht nur in sehr engen Grenzen für zulässig erklärt. Sanktionen, die einen strafenden Charakter haben, sind grundsätzlich verboten.</p>
<p>Mit dem Gesetzesvorschlag für eine &#8222;Neue Grundsicherung&#8220; unternimmt die Bundesregierung einen systematischen Angriff auf die Würde des Menschen und das Sozialstaatsprinzip. Geplant sind u.a. Totalsanktionen bei drei versäumten Terminen, eine Begrenzung der Unterkunftskosten für Betroffene ab dem ersten Tag des Leistungsbezugs und umfangreiche Nachweispflichten für Bewerbungen, die bei Nichterbringen auch Sanktionen zur Folge haben können. Es steht bereits fest, wen diese Maßnahmen besonders hart treffen werden: psychisch kranke und vulnerable Menschen. Anstatt ihnen mit einem Ausbau Sozialer Arbeit zu helfen, werden sie schikaniert. Auch Kinder werden überproportional von den Sanktionen betroffen sein. Mittlerweile lebt jeder vierte Minderjährige in einem Haushalt, in dem Sozialleistungen bezogen werden. Zunehmend werden auch mächtige digitale Werkzeuge zur detaillierten Überwachung und Repression eingesetzt, siehe etwa Ideen ähnlich der „Asylcard“ oder Socialmedia-Überwachung.</p>
<p>Die Angriffe auf den Sozialstaat laufen parallel zu einer stark steigenden Staatsverschuldung. Diese Verschuldung ist aber nicht die Folge eines ausufernden Sozialstaats, sondern einer beispiellosen Aufrüstung der Bundesrepublik. Wirksame Maßnahmen, um Finanzbedarfe zu decken oder das Leben der Menschen zu verbessern, wie eine gerechte Besteuerung von Reichen und Erbschaften, die Verfolgung von Steuerhinterziehung oder eine Deckelung der Mieten und Vergesellschaftung von Wohnraum, geht die Bundesregierung nicht an. Der Kampf der Regierung gegen arme und hilfebedürftige Menschen soll von diesen sozialpolitischen Leerstellen ablenken.</p>
<p>Die Verschärfung des Sanktionsregimes im Sozialrecht ist zugleich ein Angriff auf die Arbeitnehmer*innen. Im Kontext von Werkschließungen und einer angespannten wirtschaftlichen Lage droht vielen Beschäftigten in die soziale Bedürftigkeit zu fallen, wo nun sogar der Verlust der eigenen Wohnung droht. Damit wird der Druck erhöht, schlechtbezahlte Jobs zu akzeptieren und unterhalb der eigenen Qualifikation zu arbeiten. Angriffe auf den Sozialstaat sind immer auch Instrumente, um Lohndumping zu vereinfachen. Die Verteidigung eines Sozialstaats, der eine angemessene Sicherheit des Lebensstandards effektiv sicherstellt, ist deshalb das Interesse aller Lohnabhängigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unterzeichnende Organisationen:</p>
<p>FIfF – Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.</p>
<p>Humanistische Union e.V.</p>
<p>Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.</p>
<p>Neue Richter*innenvereinigung (NRV)</p>
<p>Republikanischer Anwältinnen und Anwälteverein (RAV)</p>
<p>Vereinigung Demokratischer Jurist:innen (VDJ)</p>
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		<title>Bürgerrechtsorganisationen kritisieren Verbot von Newroz-Veranstaltungen</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/buergerrechtsorganisationen-kritisieren-verbot-von-newroz-veranstaltungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Mar 2018 14:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Versammlungsbehörde Hannover hat angekündigt, eine Versammlung zum kurdischen Neujahrsfest Newroz zu verbieten. Bürgerrechtsorganisationen kritisieren den schwerwiegenden Eingriff in die Versammlungsfreiheit. Der Dachverband kurdischer Vereine in Deutschland NAV-DEM hatte f&#252;r den 17. M&#228;rz 2018 eine Versammlung zum kurdischen Neujahrsfest Newroz in Hannover angemeldet. Im Rahmen der Newroz-Feier sollte auch die Situation im kurdisch besiedelten Kanton [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Die Versammlungsbehörde Hannover hat angekündigt, eine Versammlung zum kurdischen Neujahrsfest Newroz zu verbieten. Bürgerrechtsorganisationen kritisieren den schwerwiegenden Eingriff in die Versammlungsfreiheit.</i></p>
<p>Der Dachverband kurdischer Vereine in Deutschland NAV-DEM hatte f&uuml;r den 17. M&auml;rz 2018 eine Versammlung zum kurdischen Neujahrsfest Newroz in Hannover angemeldet. Im Rahmen der Newroz-Feier sollte auch die Situation im kurdisch besiedelten Kanton Afrin in Nordsyrien thematisiert werden. Die Stadt Hannover hatte angek&uuml;ndigt, diese Versammlung zu verbieten, weil sie angeblich der Propaganda der PKK diene. NAV-DEM hat daraufhin seine Anmeldung zur&uuml;ckgezogen. Eine von einem B&uuml;ndnis aus Abgeordneten, linken Gruppen und migrantischen Organisationen danach angemeldete Versammlung, die sich unter anderem gegen das angek&uuml;ndigte Verbot der Newroz-Versammlung richten sollte, soll nun auch von der Stadt Hannover verboten werden. Die Versammlungsbeh&ouml;rde behauptet, es handele sich bei der B&uuml;ndnisdemo um eine reine Ersatzveranstaltung.</p>
<p>Die unterzeichnenden B&uuml;rgerrechtsorganisationen verurteilen diesen massiven und ungerechtfertigten Eingriff in die Versammlungsfreiheit. Newroz-Feiern und Newroz-Versammlungen sind zentrale Veranstaltungen f&uuml;r die kurdische Bev&ouml;lkerung. Sie konnten bisher jedes Jahr stattfinden &#8211; auch in Hannover. Die jetzige Verbotspraxis hat nichts mit einer angeblich neuen Erkenntnislage zu tun, sondern ist Ausdruck eines versch&auml;rften Vorgehens der Beh&ouml;rden gegen Kurdinnen und Kurden in Deutschland. Damit reagieren die deutschen Beh&ouml;rden auf st&auml;ndige Forderungen aus der T&uuml;rkei, gegen die kurdische Bewegung st&auml;rker vorzugehen.</p>
<p>&#8222;<i>W&auml;hrend deutsche Waffen beim v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff auf Nordsyrien eingesetzt werden, beschr&auml;nken die deutschen Beh&ouml;rden die dagegen gerichteten Proteste; sie machen sich mit dieser Verletzung von Grundrechten zum verl&auml;ngerten Arm der Erdogan-T&uuml;rkei </i>&#8220;, kritisiert Rechtsanw&auml;ltin Franziska Nedelmann, die stellvertretende Vorsitzende des Republikanischen Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;ltevereins (RAV).&nbsp;</p>
<p>Die Unterzeichner rufen zu Protesten gegen die Verbote auf.</p>
<p>&#8226; Humanistische Union e.V.</p>
<p>&#8226; Internationale Liga f&uuml;r Menschenrechte e.V. (ILMR)</p>
<p>&#8226; Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie</p>
<p>&#8226; Republikanischer Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;lteverein (RAV)</p>
<p>&#8226; Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen (VDJ)</p>
<p>Kontakt &uuml;ber die Gesch&auml;ftsstelle des RAV:</p>
<p>Tel 030.417 235 55 | Fax 030.417 235 57 | <a href="mailto:kontakt%40rav.de">kontakt@rav.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/buergerrechtsorganisationen-kritisieren-verbot-von-newroz-veranstaltungen/">Bürgerrechtsorganisationen kritisieren Verbot von Newroz-Veranstaltungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung will schwere Grundrechtseingriffe im Eilverfahren durch die Hintertür einführen</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/bundesregierung-will-schwere-grundrechtseingriffe-im-eilverfahren-durch-die-hintertuer-einfuehren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jun 2017 14:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/presse/bundesregierung-will-schwere-grundrechtseingriffe-im-eilverfahren-durch-die-hintertuer-einfuehren/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zum Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen zur Einführung der Online-Durchsuchung und Quellen-TKÜ im Strafverfahren   Gemeinsame Presseerklärung der Bürgerrechtsorganisationen Humanistische Union, Internationale Liga für Menschenrechte, Komitee für Grundrechte und Demokratie, Neue Richtervereinigung, Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein, Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen Kurz vor Ende der Legislaturperiode will die Gro&#223;e Koalition in einem handstreichartigen Verfahren noch die Online-Durchsuchung [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/bundesregierung-will-schwere-grundrechtseingriffe-im-eilverfahren-durch-die-hintertuer-einfuehren/">Bundesregierung will schwere Grundrechtseingriffe im Eilverfahren durch die Hintertür einführen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Zum Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen zur Einführung der Online-Durchsuchung und Quellen-TKÜ im Strafverfahren</p>
<p> <br />
Gemeinsame Presseerklärung der Bürgerrechtsorganisationen</p>
<p>Humanistische Union, Internationale Liga für Menschenrechte, Komitee für Grundrechte und Demokratie, Neue Richtervereinigung, Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein, Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen</i></p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/20170609_PE_Quellen-TKUE.pdf" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3623 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/53c4c33809.jpg" alt="Bundesregierung will schwere Grundrechtseingriffe im Eilverfahren durch die Hintert&uuml;r einf&uuml;hren" width="127" height="180"></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Kurz vor Ende der Legislaturperiode will die Gro&szlig;e Koalition in einem handstreichartigen Verfahren noch die Online-Durchsuchung und die Quellen-Telekommunikations&uuml;berwachung (Quellen-TK&Uuml;) in die Strafprozessordnung einf&uuml;hren. Beide Ma&szlig;nahmen stellen schwerste Grundrechtseingriffe dar, die in den vergangenen Jahren nicht nur die &ouml;ffentliche Debatte, sondern auch das Bundesverfassungsgericht intensiv besch&auml;ftigt haben.</p>
<p>Sowohl bei der Online-Durchsuchung als auch bei der Quellen-TK&Uuml; dringen die Ermittlungsbeh&ouml;rden heimlich mittels Trojanern in Computer, Tablets oder Handys des betroffenen B&uuml;rgers ein. Im Fall der Online-Durchsuchung k&ouml;nnen die Beamten auf s&auml;mtliche auf dem Rechner gespeicherten Daten zugreifen &#8211; und erhalten so eine praktisch umfassende Einsicht in das Leben des Betroffenen bis hinein in dessen Gedanken- und Gef&uuml;hlswelt. Damit geht die Eingriffsintensit&auml;t dieser Ma&szlig;nahme noch deutlich &uuml;ber die des gro&szlig;en Lauschangriffs hinaus &#8211; der bislang eingriffsintensivsten Ermittlungsma&szlig;nahme.</p>
<p>Nach Auffassung der B&uuml;rgerrechtsorganisationen hat eine &Uuml;berwachungsma&szlig;nahme mit derart totalit&auml;rem Potential, die in der Praxis zudem kaum zu kontrollieren ist,&nbsp; in der Strafprozessordnung nichts zu suchen. Der Zugriff auf gespeicherte Daten ist den Ermittlungsbeh&ouml;rden schon heute im Wege der Beschlagnahme des Datentr&auml;gers m&ouml;glich. Diese erfolgt aber offen und nicht &#8211; wie die Online-Durchsuchung &#8211; heimlich und ist daher besser zu kontrollieren.</p>
<p>Der Gesetzentwurf der Gro&szlig;en Koalition setzt sich &uuml;ber die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur heimlichen Infiltration informationstechnischer Systeme hinweg. Das Gericht hatte in seiner Entscheidung zur pr&auml;ventivpolizeilichen Online-Durchsuchung klargestellt, dass diese &uuml;beraus eingriffsintensive Ma&szlig;nahme nur in allerengsten Grenzen zul&auml;ssig sein kann. Der &Auml;nderungsantrag der Regierung sieht die Zul&auml;ssigkeit der Ma&szlig;nahme allerdings schon bei Straftaten der mittelschweren Kriminalit&auml;t vor.</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus soll nach den Pl&auml;nen der Gro&szlig;en Koalition der Schutz des Kernbereichs der privaten Lebensgestaltung deutlich abgesenkt werden. Neben der Online-Durchsuchung soll auch beim Gro&szlig;en Lauschangriff die Ma&szlig;nahme k&uuml;nftig nur unterbleiben m&uuml;ssen, wenn zu erwarten ist, dass &#8222;alleine&#8220; kernbereichsrelevante Daten erhoben werden. Damit geht der Entwurf deutlich hinter die Anforderungen zur&uuml;ck, die seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 2004 f&uuml;r den Kernbereichsschutz beim Gro&szlig;en Lauschangriff Geltung erlangt haben.</p>
<p>Es ist ein Skandal, dass die Regierung praktisch heimlich und ohne &ouml;ffentliche Debatte versucht, schwerste Grundrechtseingriffe in die Strafprozessordnung einzuf&uuml;hren, erkl&auml;ren die Unterzeichnenden. Nach jahrelangen Diskussionen &uuml;ber eine StPO-Reform und verschiedenen aktuellen &Auml;nderungsgesetzen zum Strafverfahren wird ausgerechnet diese hochproblematische Versch&auml;rfung &uuml;ber einen knappen &Auml;nderungsantrag der Koalitionsfraktionen in ein laufendes Gesetzgebungsverfahren eingebracht. Innerhalb weniger Wochen und ohne jede &ouml;ffentliche Debatte, ohne M&ouml;glichkeiten der Beteiligung der Zivilgesellschaft soll einer der intensivsten Grundrechtseingriffe, der der Polizei &uuml;berhaupt gestattet ist, zum Gesetz gemacht werden.</p>
<p><i><b>Die unterzeichnenden B&uuml;rgerrechtsorganisationen:</b><br />Humanistische Union e.V.<br />Internationale Liga f&uuml;r Menschenrechte e.V. <br />Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie e.V.<br />Neue Richtervereinigung e.V.<br />Republikanischer Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;lteverein e.V. <br />Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V.</i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/pressemeldungen/bundesregierung-will-schwere-grundrechtseingriffe-im-eilverfahren-durch-die-hintertuer-einfuehren/">Bundesregierung will schwere Grundrechtseingriffe im Eilverfahren durch die Hintertür einführen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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