<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Gisela Goymann Archive - Humanistische Union</title>
	<atom:link href="https://www.humanistische-union.de/autoren/gisela-goymann/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.humanistische-union.de/autoren/gisela-goymann/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Aug 2021 08:13:55 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>
	<item>
		<title>Regierungschefs fragen &#8211; Bürger antworten</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/177/publikation/regierungschefs-fragen-buerger-antworten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2002 16:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/regierungschefs-fragen-buerger-antworten/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 177, S. 12 Ein Fragenkatalog zur Zukunft Europas. Das Europ&#228;ische Parlament will die Debatte &#252;ber die Zukunftsgestaltung Europas von den offiziellen Konferenztischen zu den B&#252;rgerInnen bringen. Da es in erster Linie um die Zukunft geht, sollen sie sich auch an dieser Zukunftsdebatte beteiligen k&#246;nnen. Zu diesem Zweck hat das deutsche Informationsb&#252;ro des Europ&#228;ischen [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/177/publikation/regierungschefs-fragen-buerger-antworten/">Regierungschefs fragen &#8211; Bürger antworten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 177, S. 12</p>
<p>Ein Fragenkatalog zur Zukunft Europas. Das Europ&auml;ische Parlament will die Debatte &uuml;ber die Zukunftsgestaltung Europas von den offiziellen Konferenztischen zu den B&uuml;rgerInnen bringen. Da es in erster Linie um die Zukunft geht, sollen sie sich auch an dieser Zukunftsdebatte beteiligen k&ouml;nnen. Zu diesem Zweck hat das deutsche Informationsb&uuml;ro des Europ&auml;ischen Parlaments auf seiner Homepage <a href="http://www.europarl.de/aktuell.htm" target="_blank" rel="noopener">http://www.europarl.de/aktuell.htm</a> ein Diskussionsforum<br />eingerichtet. Das Forum basiert auf dem Fragenkatalog, den die Staats- und Regierungschefs am 15. Dezember 2001 in ihrer Erkl&auml;rung von Laeken zur Zukunft der Europ&auml;ischen Union aufgestellt haben. Die zu erwartenden Anregungen der B&uuml;rgerInnen sollen an die deutschen Mitglieder im Konvent weitergeleitet werden.<br />Die &bdquo;Erkl&auml;rung zur Zukunft der Europ&auml;ischen Union&ldquo; ist ein<br />au&szlig;ergew&ouml;hnliches Gipfeldokument. Es enth&auml;lt in erster Linie nicht feste politische Aussagen, sondern einen Katalog mit der Rekordzahl von 65 Fragen. Hintergrund hierf&uuml;r ist, dass die EU vor der wohl gr&ouml;&szlig;ten Herausforderung in ihrer &uuml;ber 50-j&auml;hrigen Geschichte steht. Aus den urspr&uuml;nglich f&uuml;r sechs Mitgliedstaaten geschaffenen drei Europ&auml;ischen Gemeinschaften (Montanunion, Euratom und EWG) hat<br />sich bis heute eine, nahezu alle Bereiche unseres Lebens betreffende, Europ&auml;ische Union mit 15 Mitgliedsstaaten gebildet, die in wenigen Jahren auf wahrscheinlich 25 Staaten anwachsen wird.<br />Daf&uuml;r m&uuml;ssen aber nicht nur die Bewerberstaaten die Bedingungen f&uuml;r die Aufnahme in die EU erf&uuml;llen. Voraussetzung ist vielmehr auch, dass sich die EU nach innen reformiert und insgesamt demokratischer, transparenter und effizienter wird. Da diese Reformen in Amsterdam (1997) und Nizza (2000) nur zum Teil eingeleitet wurden, haben die Staats- und Regierungschefs den Auftrag f&uuml;r die neue Reformstufe nun in Form konkreter Fragen formuliert.<br />Mittels dieser Fragen wird zum einen das Mandat des Konvents zur Zukunft Europas abgesteckt, dem Vertreter der Mitgliedsstaaten, der nationalen Parlamente, des Europ&auml;ischen Parlaments, der Kommission und der Bewerberl&auml;nder sowie Beobachter anderer EU-Institutionen angeh&ouml;ren.<br />Zum anderen soll eine, die Arbeiten des Konvents begleitende, breite &ouml;ffentliche Diskussion angeregt werden. Insofern sind gerade auch die B&uuml;rger aufgefordert, sich an der Zukunftsdebatte aktiv zu beteiligen. Diese Beteiligung will das Europ&auml;ische Parlament durch sein Diskussionsforum erm&ouml;glichen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/177/publikation/regierungschefs-fragen-buerger-antworten/">Regierungschefs fragen &#8211; Bürger antworten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Suche nach Ort und Zeit menschenrechtlich qualifizierter Politik</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/suche-nach-ort-und-zeit-menschenrechtlich-qualifizierter-politik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Sep 2001 11:03:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/suche-nach-ort-und-zeit-menschenrechtlich-qualifizierter-politik/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 175 S. 76 Die Europa-Arbeitsgruppe, die aus dem frühjährlichenBürgerrechtsgespräch zwischen dem Komitee für Grundrechteund Demokratie, der Internationalen Liga fürMenschenrechte/Deutsche Sektion und der HUMANISTISCHENUNION (Bundesvorstand) Ende März 2001 hervorgegangenist, traf sich zum ersten Mal am Freitag, 20. Juli 2001 imBerliner Haus der Demokratie und Menschenrechte.Prof.Dr. Wolf-Dieter Narr, der die Federführung für diese AGübernommen hatte, [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/suche-nach-ort-und-zeit-menschenrechtlich-qualifizierter-politik/">Suche nach Ort und Zeit menschenrechtlich qualifizierter Politik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 175 S. 76</p>
<p>Die Europa-Arbeitsgruppe, die aus dem frühjährlichen<br />Bürgerrechtsgespräch zwischen dem Komitee für Grundrechte<br />und Demokratie, der Internationalen Liga für<br />Menschenrechte/Deutsche Sektion und der HUMANISTISCHEN<br />UNION (Bundesvorstand) Ende März 2001 hervorgegangen<br />ist, traf sich zum ersten Mal am Freitag, 20. Juli 2001 im<br />Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte.Prof.<br />Dr. Wolf-Dieter Narr, der die Federführung für diese AG<br />übernommen hatte, lud zu einem Europa-Perspektiv-<br />Gespräch ein. Es sollte in der Hauptsache der Erarbeitung<br />von Zielsetzungen für die gemeinsame Arbeit dienen,<br />zunächst aber auch der Vorbereitung einer Tagung in der<br />Evangelischen Akademie Arnoldshain / Taunus in Arnoldshain<br />vom 21. &#150; 23. September 2001. Die Arbeitsgruppe 2<br />wird sich dort mit Fragen nach einem demokratisch verfaßten<br />Europa beschäftigen. Das vorläufige Programm<br />lesen Sie bitte im Folgenden, rege Teilnahme seitens der<br />HUMANISTISCHEN UNION ist ausdrücklich erwünscht.<br />Eine ebenfalls neue Europa-Initiative wird vom Europahaus<br />Burgenland/Österreich ausgehen. Dort werden sich Bürgerrechtsorganisationen<br />aus verschiedenen Ländern der<br />EU unter der Federführung von Hans Göttel im Rahmen<br />einer Neugründung um die früher von den Inter Citizens<br />Conferences (ICC) wahrgenommenen europäischen Fragestellungen<br />bemühen, aber mit präziserer Zielsetzung<br />und gestraffter Arbeitsweise. Die erste Zusammenkunft soll<br />im Oktober 2001 in Eisenstadt/Österreich stattfinden.<br />Nachtrag:<br />Was in Göteborg und jetzt in Genua passiert ist, zeigt überdeutlich,<br />wie dringlich die intensive Weiterarbeit an der<br />demokratischen Verfaßtheit Europas ist &#150; auch nach der<br />Verabschiedung der EU-Grundrechte-Charta im Dezember<br />letzten Jahres in Nizza.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/suche-nach-ort-und-zeit-menschenrechtlich-qualifizierter-politik/">Suche nach Ort und Zeit menschenrechtlich qualifizierter Politik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blick nach Europa</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/blick-nach-europa-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jun 2001 15:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/blick-nach-europa-1/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mitteilung Nr. 174, S. 51 Zum &#132;Europäischen Jahr der Sprachen 2001&#147;, gleichzeitig eine Antwort auf den Beitrag von Wilfried Meyer im Diskussionsteil der Mitteilungen Nr. 173/ März 2001                                                     Erst Ende des Jahres werden wir wissen, welchen Erfolg die deutlichen Bemühungen, Anregungen und Hilfen von EU-Kommission und Europarat dem von ihnen initiierten &#132;Europäischen Jahr der Sprache&#147; [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/blick-nach-europa-1/">Blick nach Europa</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilung Nr. 174, S. 51</p>
<p>Zum &#132;Europäischen Jahr der Sprachen 2001&#147;, gleichzeitig eine Antwort auf den Beitrag von Wilfried Meyer im Diskussionsteil der Mitteilungen Nr. 173/ März 2001                                                     Erst Ende des Jahres werden wir wissen, welchen Erfolg die deutlichen Bemühungen, Anregungen und Hilfen von EU-Kommission und Europarat dem von ihnen initiierten &#132;Europäischen Jahr der Sprache&#147; gebracht haben. Der außerschulische Bereich wird vermutlich stärker noch als die Schulen darauf ansprechen können &#150; siehe den Beitrag von Herrn Meyer und seinen Hinweis auf die Stundentafeln (Abs. 2). Auch mit seinem Absatz 5 hat Herr Meyer recht: Englisch ist unumgänglich, sogar über die von ihm genannten Bereiche Wissenschaft, Wirtschaft, Verkehr hinaus in der Informatik und für die Jugendlichen in ihrer Musik &#150; der Anreiz ist also groß, und bundesweit ist wohl allgemein Englisch die 1. Fremdsprache an den weiterführenden Schulen.</p>
<p>Hier können sich Unterschiede zeigen aufgrund der Kultur &#150; und damit Schul-Hoheit der Länder, und in diesem Fall ist das gut so. Es erscheint doch plausibel, wenn in Hamburg mehr Englisch, im Südwesten dagegen mehr Französisch gebraucht wird, denken wir nur an die Regio-Gremien, deren grenzüberschreitende Arbeit im europäischen Rahmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Auch im grenznahen Raum zu Osteuropa sollen sich künftig solche regionalen Ausschüsse bilden, die sich um die Lösung jeweils vor Ort bestehender Probleme (Umweltfragen, Wasser, Verkehr, Arbeitsplätze hüben und drüben usw.) bemühen können. Dabei würden dann wieder andere Sprachkombinationen gebraucht, und es ist fraglich, ob das Englische hier hilfreich wäre, denn bei enger Zusammenarbeit kommt es auf Mentalitätsverständnis an, das nur die Sprache des Partners vermitteln kann.</p>
<p>Und es geht ja mit der Mehrsprachigkeit: viele Holländer sprechen nicht nur Englisch, sondern dazu Deutsch (wieviele von uns können Holländisch?) und die Schweiz ist ein viersprachiges Land. Das Thema bietet reichlich Diskussionsstoff, vielleicht setzen wir es fort?Ich möchte für heute schließen mit einem Zitat von Dr. Babette Nieder, Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) aus ihrem Aufruf zu &#132;Jugend spricht europäisch&#147;: &#132;Die sprachliche und kulturelle Vielfalt ist eine der Stärken Europas. Die Förderung des Spracherwerbs ist darum von zentraler Bedeutung für die gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung in Europa. Deshalb sollte es zu den Grundkenntnissen der jungen Europäer gehören mindestens zwei weitere Sprachen neben der Muttersprache zu beherrschen.&#147; In Kürze:</p>
<h5 align="justify">Europa-Woche</h5>
<p>Unterstützt vom Informationsbüro des Europäischen Parlaments und der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland haben die deutschen Länder während der Europa-Woche vom 4.-13. Mai 2001 zum 7. Mal in einer sehr großen Zahl von Veranstaltungen über Europa informiert, nicht nur in großen Städten, sondern auch in kleineren Gemeinden, nahe beim Bürger.</p>
<p>In den sog. BÜRGERFOREN &#132;Mitreden über Europa&#147; wird es weitere Veranstaltungen geben: am 25. Juni, 19:00 Uhr in der Galerie Luise, Hannover und am 28. Juni, 19:00 Uhr im Festsaal des Hamburger Rathauses (Quelle: Medien Service des EP, Mai 2001/Nr.3).</p>
<h5 align="justify">B&uuml;rgernahes Europa</h5>
<p>Seit 1993 lobt das Land Rheinland-Pfalz jährlich Preise aus für &#132;außerordentliche Leistungen auf dem Gebiet kommunaler Partnerschaften mit Kommissionen in Osteuropa&#147;. Mit insgesamt 88 Beiträgen haben sich seither 36 rheinland-pfälzische Kommunen an dem Landeswettbewerb beteiligt, 20 Preisträger freuten sich über die besondere Anerkennung. Mit Polen gibt es bis heute 21 Partnerschaften, mit Ungarn 12. Oft sind es auch sehr kleine Gemeinden, die sich engagieren, immer aber die Bürger. (Weitere Infos auf Wunsch bei der Verfasserin)</p>
<p>                                                                                    Gisela Goymann</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/blick-nach-europa-1/">Blick nach Europa</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gedanken nach Nizza</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/gedanken-nach-nizza/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Mar 2001 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/gedanken-nach-nizza/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mitteilung Nr. 173, S. 6-7 Die so mühsam ausgehandelten Verträge sind seit kurzem unterzeichnet; das keinesfalls optimale Ergebnis kann also in die Umsetzung gehen. Es betrifft insbesondere die Voraussetzungen für die wichtige und gewollte Erweiterung nach Osten.Teil dieser Voraussetzungen soll ja auch die Grundrechtecharta sein, die in Nizza ohne weitere Diskussion unterzeichnet und damit verabschiedet [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/gedanken-nach-nizza/">Gedanken nach Nizza</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilung Nr. 173, S. 6-7</p>
<p>Die so mühsam ausgehandelten Verträge sind seit kurzem unterzeichnet; das keinesfalls optimale Ergebnis kann also in die Umsetzung gehen. Es betrifft insbesondere die Voraussetzungen für die wichtige und gewollte Erweiterung nach Osten.<br />Teil dieser Voraussetzungen soll ja auch die Grundrechtecharta sein, die in Nizza ohne weitere Diskussion unterzeichnet und damit verabschiedet wurde &#150; nur: was wird nun aus ihr?<br />Verglichen mit den von Seiten der Regierungen ausgehenden Vorbereitungen auf den Europäischen Rat in Nizza war sie vom Konvent unter Vorsitz von Roman Herzog erarbeitet worden, in welcher Zusammensetzung und unter welchen Bedingungen haben wir schon berichtet. Der Konvent hat viele gesellschaftliche Gruppen, Bürgerorganisationen, darunter auch die gemeinsam mit anderen Bürgerrechtlern erarbeiteten Stellungnahmen der HU, sowie Hunderte von Eingaben gehört, zum Teil mit eingearbeitet, und er informierte bis zum Abschluss der Arbeiten ständig im Internet &#150; also insgesamt der Versuch, den Bürgern Mit-Wissen und Mit-Arbeit zu ermöglichen.<br />Dennoch war die Wahrnehmung in der Bevölkerung offenbar wenig verbreitet, und viele haben nur &#132;am Rande mal&#147; davon gehört.<br />Und das Ergebnis, jedenfalls Teile der Charta, stieß bei vielen Gruppen auf Widerspruch, den sie auch formulierten und während des Europäischen Rates in Nizza deutlich vertraten: der Europäische Gewerkschaftsbund und viele Bürgerrechtsgruppen, darunter Amnesty International, Médecins du Monde, die Europäischen Grünen, die Europäischen Märsche gegen die Arbeitslosigkeit, alle mit deutscher Beteiligung &#150; und viele andere, mehr als 50.000 reklamierten ein bürgernahes Europa: &#132;Gemeinsam, alle zusammen, für ein solches Europa&#147; war die Devise in den Straßen von Nizza &#150; wo es leider auch, insbesondere durch militante Mitglieder der ATTAC1 zu Gewalt kam, die aber von den Allermeisten verurteilt wurde.<br />Natürlich hat es vor der Unterschrift unter die Charta Abänderungen des Textes nicht mehr gegeben. Die Paragrafen, die z.B. soziale Rechte von Arbeitnehmern zum Inhalt haben, sind in der Formulierung deutlich vager und weniger präzise als jene zur Sicherung von Eigentum und Besitzständen: die Ausformulierungen sind &#150; mit einer ganzen Reihe anderer &#150; bereits während der ICC-Tagung in Achberg vom 6.-8. Oktober 2000 unter Mitwirkung der Europabeauftragten der HU herausgearbeitet und in Veränderungs-vorschläge umgewandelt worden.<br />Die Arbeitsgruppe Grundrechtecharta im Rahmen des Forums Menschenrechte hat nach Nizza beschlossen, weiter zu arbeiten und hat sich seither auch einmal kurz getroffen. Viele sehen in der Grundrechtecharta die Basis für die Ausarbeitung einer europäischen Verfassung. So auch Jacques Chirac, der dem Europäischen Parlament (EP) anlässlich der Unterrichtung der Abgeordneten über die Ergebnisse von Nizza versprach, dass das &#132;Parlement de Strasbourg serait &#145;étroitement associé&#145; á  la réflexion sur lávenir de l&#145;á&#128;°urope prévue dans le traité de Nice qui pourrait déboucher en 2004 sur une constitution européenne&#148; <br />Wie wir im Dezember letzten Jahres alle lesen konnten, hatte das Straßburger Parlament seiner Enttäuschung über die Ergebnisse von Nizza deutlich Ausdruck gegeben und Jacques Chirac &#132;dans une atmosphére glaciale&#147;, also eiskalt, empfangen.<br />Es muss und wird also weitergehen in Sachen Grundrechte und europäischer Verfassung. Auch &#132;die SPD-Landtagsfraktion (in Mainz) beabsichtigt, die Debatte über die Entwicklung eines europäischen Verfassungsgefüges fortzusetzen&#147; (Vorwärts, 12/2000).<br />Jo Leinen, MdEP und dort zuständig für die Charta der Grundrechte meint, dass es noch vor den nächsten Europawahlen im Sommer 2004 eine Europäische Verfassung geben könnte, die ein zweiter Konvent ausarbeiten sollte und wozu es im Jahr 2001 eine große öffentliche Debatte mit allen interessierten Bürgern geben müsse.<br />Wie viele mögen das sein? &#132;Das soziale und demokratische Europa ist nur mit unserer aktiven Beteiligung zu verwirklichen&#147; (Leinen).<br />Oder hat Regis Debray recht mit seinen Nach-Nizza-Thesen, die er Mitte Februar in einer vom Kanzleramt in Berlin ausgerichteten Diskussion vorstellte? Nämlich dass u.a. &#132;gerade die Inkonsistenz Europas .. seine öffentliche und private Akzeptanz .. ermöglicht&#147;? Und dass weitergehen zu wollen nur zu Enttäuschungen führen würde? Dass es &#132;zu viele nutzlose Worte und Wortgefechte gibt? Aber das hindert das Denken und die Dinge nicht, Fortschritte zu machen. Zum Glück.&#147; (DIE ZEIT Nr. 8/2001).<br />Jedenfalls hat Bundeskanzler Schröder in seiner Regierungserklärung zu den Ergebnissen des Europäischen Rates in Nizza am 19. Januar 2001 klargestellt, &#132;dass die Diskussion um Europa weitergehen wird&#147;, &#8230; u.a. über &#132;den künftigen Status der Grundrechtecharta.&#147;<br />Kurzinformationen<br />Das Europäische Parlament (EP) beschäftigt sich z.Zt. unter vielen anderen Themen mit einem Vorschlag für eine Richtlinie des EP und des Rates über die Genehmigung elektronischer Kommunikationsnetze, und es beteiligt sich aktiv an der Gen-Debatte. Es hat in seiner ersten Sitzungswoche 2001 im Januar einen nichtständigen Ausschuss für Humangenetik eingesetzt. Vorsitzender ist der deutsche Abgeordnete Dr. Peter Liese. (EUP/ED).<br />EUROPOL<br />Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin hat bei den Max-Planck-Instituten Freiburg und Heidelberg ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die rechtsstaatlichen Anforderungen an die Kontrolle einer mit umfassenden Kompetenzen ausgestatteten EUROPOL-Behörde aufzeigen soll.<br />Frau Däubler-Gmelin: &#132;Bei einer verstärkten europäischen Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung muss auch die wirksame Kontrolle der Ermittler garantiert sein.&#147;<br />Bei den kommenden Verhandlungen für eine Kompetenzausweitung von EUROPOL soll also zugleich die rechtsstaatliche Einbindung dieser wichtigen europäischen Polizeibehörde gesichert werden. Das Gutachten der beiden Max-Planck-Institute liegt jetzt vor und heißt: Justizielle Einbindung und Kontrolle von EUROPOL.<br />Und last but not fine:<br />Siehe da, das EP geht unter die Leute!<br />Im Mainzer Rosenmontagszug (dem hundertsten) entdeckte mein hocherfreuter Blick &#150; und wollte es kaum glauben &#150; einen großen, langen, sehr geschmackvoll gestalteten und richtig schönen Motiv-Wagen, wie sich´s gehört blau auf weiß, des EP, mit diesen seinen &#132;Insignien&#147; und einer großen Schar venezianisch anmutend gewandeter &#132;Mitstreiter&#147;, klar und herausragend erwähnt von den beiden kompetenten Kommentatoren (ZDF) des Mainzer Rosenmon-tagszuges. Welch´ höchst erfreuliche Art, sich darzustellen!<br />                                                                                   Gisela Goymann</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/gedanken-nach-nizza/">Gedanken nach Nizza</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Blick nach Europa</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/172/publikation/der-blick-nach-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Dec 2000 17:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/der-blick-nach-europa/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 172, S. 93 Mit einem fl&#252;chtigen Blick ist Europa nicht mehr zu erfassen, es bedarf eines Rundblicks. Das sei hier in Ans&#228;tzen versucht. Alle angebotenen Informationen, soweit Sie diese nicht dem Internet entnehmen k&#246;nnen, sind auch bei der Europa-Beauftragten der HU (Adresse siehe unten) abrufbar. Zun&#228;chst der Blick zur aktuellen Ratspr&#228;sidentschaft. Seit dem [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/172/publikation/der-blick-nach-europa/">Der Blick nach Europa</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 172, S. 93</p>
<p>Mit einem fl&uuml;chtigen Blick ist Europa nicht mehr zu erfassen, es bedarf eines Rundblicks. Das sei hier in Ans&auml;tzen versucht. Alle angebotenen Informationen, soweit Sie diese nicht dem Internet entnehmen k&ouml;nnen, sind auch bei der Europa-Beauftragten der HU (Adresse siehe unten) abrufbar.</p>
<p>Zun&auml;chst der Blick zur aktuellen Ratspr&auml;sidentschaft. Seit dem 1. Juli 2000 &uuml;bernahm diese bekanntlich Frankreich. In Vorbereitung der &Uuml;bergabe der Ratspr&auml;sidentschaft von Deutschland an Frankreich fand, im Rahmen der 75. deutsch-franz&ouml;sischen Konsultationen im Juni 2000 in Mainz, zum ersten Mal ein Jugendgipfel statt. Die Jugendlichen erarbeiteten nachfolgende Forderungen, die gewi&szlig; geeignet sind, Europa in der Praxis und auf der Ebene der B&uuml;rger voranzubringen. Die Thesen wurden den Regierungen &uuml;bergeben.</p>
<p>a) Die Einf&uuml;hrung eines Europakundeunterrichts ab der 7. Klasse an allen Schulen, zur St&auml;rkung des Interesses an gesamteurop&auml;ischer Politik und zur Bildung einer europ&auml;ischen Identit&auml;t.<br />b) Eine intensive F&ouml;rderung des Fremdsprachenunterichts und ein breiteres Angebot an europ&auml;ischen Sprachen an allen Schulen.<br />c) Die Angleichung beziehungsweise die Anerkennung aller Bildungs- und Berufsabschl&uuml;sse innerhalb Europas zur F&ouml;rderung der Flexibilit&auml;t beim Austausch.<br />d) Die Einrichtung einer europ&auml;ischen Koordinationsstelle zur Erleichterung innereurop&auml;ischer Kontakte und &Uuml;berwindung b&uuml;rokratischer Hindernisse bei den Organisationen.</p>
<p>Zum Ende der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaft mit Ablauf des Jahres 2000 stehen beim Gipfel in Nizza eine Reihe wichtiger Entscheidungen an. Unter anderem die Reform der EU und insbesondere auch die Verabschiedung der Grundrechtecharta. Der Entwurf des &bdquo;Konvents&ldquo; lag wie vorgesehen zum Juli 2000 vor und ging anschlie&szlig;end in die Gremien zur Beratung, das hei&szlig;t ins Europ&auml;ische Parlament, in die nationalen Parlamente und die Fachaussch&uuml;sse.<br />Ebenso haben sich die NGOs mit dem Entwurf der Grundrechtecharta befa&szlig;t, so unter anderem der Arbeitskreis Grundrechtecharta im Forum Menschenrechte und die ICC (Inter-Citizens Conferences) auf einer Tagung in Achberg, sowie ein FIAN-Seminar in Mainz.<br />Viele der Beteiligten werden sich beim Europ&auml;ischen Rat in Nizza, sowie bei Manifestationen und Demonstrationen europ&auml;ischer B&uuml;rger, f&uuml;r die Verbesserungen und die Aufnahme der Charta in die europ&auml;ischen Vertr&auml;ge und damit gleichzeitig f&uuml;r die Verbindlichkeit der Charta engagieren. Das Europ&auml;ische Parlament bereitet sich bereits anl&auml;&szlig;lich seiner Plenarsitzung im November 2000 in Br&uuml;ssel auf den Europ&auml;ischen Rat in Nizza im Dezember 2000 vor.</p>
<p>Was ist OLAF? Beim Europa-Gespr&auml;ch der Rheinland-Pf&auml;lzischen Landesregierung hat es Franz-Hermann Br&uuml;ner erkl&auml;rt. Er ist Generaldirektor des Europ&auml;ischen Amtes f&uuml;r Betrugsbek&auml;mpfung (OLAF ist die franz&ouml;sische Abk&uuml;rzung des Namens). Das Amt wurde nach dem Kommissionsskandal 1999 gegr&uuml;ndet und soll Betr&uuml;ge-reien mit EU-Geldern und Agrarsubventionen bek&auml;mpfen. Denn dass die EU so ungehemmt betrogen wird, liegt laut Br&uuml;ner in ihrer Struktur. Beim Aufbau des Amtes, der noch keineswegs abgeschlossen ist, gibt es viele H&uuml;rden und Widerst&auml;nde, dennoch wird bereits gearbeitet und aktiv ermittelt. Nach Innen und nach Au&szlig;en. Auf meine Frage nach der Anbindung des Amtes oder nach einem Kontrollorgan, hie&szlig; es, das Amt sei unabh&auml;ngig (nicht an die EU-Kommission gebunden) und man arbeite intensiv mit dem Europ&auml;ischen Parlament zusammen.</p>
<p>Ann&auml;herung an Europa da, wo sie beginnen soll: bei den Kindern. In einem Gemeinschaftsprojekt europ&auml;ischer Schulen besch&auml;ftigen sich Kinder aus Italien, Spanien, Holland und Deutschland mit dem selbst gew&auml;hlten Projekt &bdquo;Karneval in Europa&ldquo;, das vom Comenius-Programm unterst&uuml;tzt wird. In einer sehr ansprechenden Ausstellung haben die Kinder ihre Besch&auml;ftigung mit dem europ&auml;ischen Gedanken und ihr Verst&auml;ndnis f&uuml;r die jeweils anderen Karnevalsbr&auml;uche dargestellt.</p>
<p>Und, last but not least: 2001 ist das europ&auml;ische Jahr der Sprachen! Die EU unterst&uuml;tzt entsprechende Aktivit&auml;ten mit einem Budget von rund 8 Millionen Euro. Wer also nur seine Muttersprache spricht, lerne noch eine Freundes-Sprache!</p>
<p>Europ&auml;isches Parlament<br />Informationsb&uuml;ro f&uuml;r Deutschland<br />Unter den Linden 78<br />10117 Berlin<br />Tel.: 030/2280-1000<br />Fax: 030/2280-1111<br />email: <a href="mailto:epberlin%40europarl.eu.int">epberlin@europarl.eu.int</a>,<br />Internet: <a href="http://www.europarl.de/" target="_blank" rel="noopener">http://www.europarl.de</a></p>
<p>Berlinern und Allen, die in Berlin unterwegs sind, sei diese Adresse empfohlen.</p>
<p>Gisela Goymann<br />Europabeauftragte der HU,<br />Tel.: 06136/8225, Lessingstr. 4,<br />55270 Ober-Olm/b. Mainz</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/172/publikation/der-blick-nach-europa/">Der Blick nach Europa</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blick nach Europa</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/blick-nach-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jun 2000 16:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/blick-nach-europa/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mitteilung Nr. 170, S. 35 Blick? Wo sieht man Europa, wo spürt man es? Im Bewußtsein der Bürgerinnen und Bürger im Lande spielt es kaum eine Rolle, denn alles, was es schon so lange gibt, ist selbstverständlich geworden &#150; von der Wirtschaftsgemeinschaft der Anfänge über die zu reformierende Agrarwirtschaft und einem großen Teil der Gesetzgebung [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/blick-nach-europa/">Blick nach Europa</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilung Nr. 170, S. 35</p>
<p>Blick? Wo sieht man Europa, wo spürt man es? Im Bewußtsein der Bürgerinnen und Bürger im Lande spielt es kaum eine Rolle, denn alles, was es schon so lange gibt, ist selbstverständlich geworden &#150; von der Wirtschaftsgemeinschaft der Anfänge über die zu reformierende Agrarwirtschaft und einem großen Teil der Gesetzgebung bis zum EURO, der trotz anfänglich vielfacher Ablehnung präsent ist, durch eine geschickte Einführungsphase, die mit jeder Preisangabe deutlich macht: Er ist bald endgültig da.</p>
<p>In der Tat hat Europa in den letzten zwei bis drei Jahren eine enorme Dynamik entwickelt. Die Grenzen sind weg &#150; welch lang ersehntes Ziel! Die Freizügigkeit der Niederlassung für EU-Bürger, die sehr weitgehende Anerkennung beruflicher Qualifikationen als Voraussetzung für freie Wahlen des Wohn- und Lebensortes innerhalb der EU, sind unter anderem wichtige Entwicklungen, die über die Milchquote und die Krümmung der Banane hinausgehen.</p>
<p>Beim Treffen in Lissabon Ende März haben die Regierungschefs die großen Anstrengungen hervorgehoben, die im Bereich der Neuen Medien unternommen werden sollen, um Europa eine führende Position in der Welt und damit auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu sichern.</p>
<p>Und am 6. April hat der deutsche Bundeskanzler in einer Regierungserklärung gesagt, daß wir im nächsten Jahrzehnt unseren Markt zum größten Binnenmarkt der Welt machen wollen.</p>
<p>Nun, die Unternehmen richten es allemal, durch Fusionen, Firmenkäufe und intensive Zusammenarbeit, sie sind nicht nur europaweit, auch weltweit zunehmend miteinander verbunden. Die Rahmenbedingungen einer europäischen Gesetzgebung und der EURO beschleunigen die Eigendynamik.</p>
<p>Wie aber steht es demgegenüber mit den individuellen Rechten, wo bleibt der Bürger gegenüber Wirtschaft und Institutionen? Wo sind die Möglichkeiten der EU-Bürger, sich jenseits seiner nationalen Rechtsordnungen rechtlichen Schutz, zum Beispiel gegenüber Europol, dieser ohne Kontrolle grenzüberschreitend arbeitenden Polizeitruppe, zu verschaffen? Gewiß fordern offene Grenzen auch grenzüberschreitende Polizeiarbeit heraus, aber die Beamten arbeiten ohne Rechtfertigungspflicht.</p>
<p>In der Rubrik Blick auf Europa wollen wir künftig in den Mitteilungen hinschauen, was in Europa für den Bürger, mit den Bürgern passiert.</p>
<p>Ausgehend vom Europäischen Rat in Köln wurde sodann, nach Helsinki, in Tampere ein Gremium ins Leben gerufen, daß eine Charta der Bürgerrechte für Europa ausarbeiten soll. In diesem Konvent arbeiten unter dem Vorsitz von Roman Herzog:</p>
<p>15 Beauftragte der Staats- und Regierungschefs der Mitglieds-staaten,1 Beauftragter des Präsidenten der Europäischen Kommission,</p>
<p>16 Mitglieder des Europäischen Parlaments, die von diesem benannt werden,</p>
<p>30 Mitglieder der nationalen Parlamente (2 aus jedem Mitgliedsstaat, die von den nationalen Parlamenten benannt werden).</p>
<p>Außer der Zusammensetzung &#150; auch Beobachter und zu hörende Gremien &#150; wurde das Arbeitsverfahren festgelegt. Der Tagungsort ist Brüssel und zwar abwechselnd im Ratsgebäude und im Gebäude des EP.</p>
<p>Nun sind viele Menschen, viele Gruppierungen und Institutionen herangegangen, mitzuarbeiten, ihre Überlegungen vorzutragen, Entwürfe für eine EU-Charta mitzuentwickeln. Viel Europawissen, viel Engagement, viel Zeit wurde investiert, um dazu beizutragen, daß Europa nicht länger nur eine Wirtschaftsgemeinschaft ist, sondern eine Wertegemeinschaft wird. Und &#150; so dachten wir, eine breite Diskussion in der Bevölkerung müsse nun einsetzen, um dies den Bürgern bewußt zu machen. Aber es gibt einen Zeitplan: Bis Ende Juni soll der erste Entwurf der europäischen Charta vorliegen, dann Weiterreichung zur Diskussion bis Oktober, daraufhin endgültige Fassung, die dann beim Europäischen Rat in Nizza im Dezember diesen Jahres verabschiedet werden soll.</p>
<p>Wo bleibt da die Chance für eine Befassung der Bürger mit dem so wichtigen Thema? Roman Herzog hat kürzlich in Gesprächen mit Journalisten (Süddeutsche Zeitung/Zeit) gesagt, daß er die engen zeitlichen Grenzen aus eben diesem Grund bedaure, aber das Gremium könne die breite Diskussion im Lande nicht leisten, daß müsse auf andere Weise geschehen.</p>
<p>Wir sind also aufgerufen, hier mitzutun, Ideen zu entwickeln, als Multiplikatoren zu wirken, das Thema nicht aus dem Auge, nicht aus dem Blick, zu verlieren.</p>
<h5 align="justify">Zum Sachstand per 7. April 2000:</h5>
<p>Die Europaausschüsse von Bundestag und Bundesrat hatten für den 5. April 2000 zu einer öffentlichen Sitzung eingeladen, in der eine Anhörung von gesellschaftlichen Gruppen und Sachverständigen stattfand. Wer sich für die Liste der gehörten Verbände und Experten interessiert, kann sie in der Geschäftsstelle oder bei der Europabeauftragten anfordern.</p>
<p>Die HUMANISTISCHE UNION war mit einer Stellungnahme der von Ingeborg Rürup initiierten &#132;AG-EU-Grundrechtscharta im Forum Menschenrechte&#147; beteiligt; die Stellungnahme ist nachzulesen in Band 1 der &#132;Materialsammlung zur öffentlichen Anhörung der EU-Ausschüsse des Deutschen Bundestages und des Bundesrates&#147;.</p>
<p>Die Anhörung war gegliedert in Block 1: Inhalt der Grundrechtscharta und Block 2: Geltungsbereich der Grundrechtscharta. Anregungen aus den Verbänden und von den Experten zum inhaltlichen Teil wurden mit Interesse aufgenommen, ihre Berücksichtigung, so weit möglich, zugesagt.</p>
<p>Zum Geltungsbereich äußerte sich der überwiegende Teil der Teilnehmer mit der Aufforderung, die Grundrechtscharta in die EU-Verträge aufzunehmen und sie so zu einem verbindlichen Teil der europäischen Gesetzgebung zu machen: &#132;Grundrechte müssen subjektiv einklagbare Rechte sein&#147;.</p>
<p>In der Diskussion darüber, wie das geschehen sollte, wurde neben der Ratifizierung durch die nationalen Parlamente auch die Durchführung von Referenden in den einzelnen Mitgliedsstaaten vorgeschlagen, zumal dies dann auch am ehesten zu einer Debatte mit den Bürgern führen würde. Warnende Stimmen gaben zu bedenken, was wäre, wenn dann ein Land z.B. Großbritannien, ablehnen würde, oder wenn sich insgesamt nur wenige Bürgerinnen und Bürger (siehe die Wahlbeteiligung bei der letzten Europawahl) mit vielleicht 20-30% beteiligen würden.</p>
<p>Die öffentliche Anhörung schloß mit den Worten von Prof. Dr. Jürgen Meyer (MdB, einer der drei deutschen Teilnehmer im Konvent), daß die Diskussion weitergehen werde, auch über den Juni 2000 und die Verabschiedung im Dezember 2000 hinaus. Beteiligen wir uns!</p>
<p>Gisela Goymann, HU-Europabeauftragte</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/blick-nach-europa/">Blick nach Europa</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
