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	<title>Helga Engel Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>3 1/2 Jahre Gefangenenbriefkontakte &#8211; Bilanz 2001</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/177/publikation/3-12-jahre-gefangenenbriefkontakte-bilanz-2001/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2002 18:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rechtspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 177, S.7 Dank der Unterstützung verschiedener Illustrierter und der taz gelang es uns auch in diesem Jahr, eine Menge Leute für Briefkontakte mit Inhaftierten zu gewinnen. Sie kommen aus unterschiedlichsten sozialen Schichten und melden sich aus vielfältigen Motiven heraus. Oft sind es Menschen, die im weitesten Sinne im sozialen Bereich arbeiten oder gearbeitet [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 177, S.7</p>
<p>Dank der Unterstützung verschiedener Illustrierter und der taz gelang es uns auch in diesem Jahr, eine Menge Leute für Briefkontakte mit Inhaftierten zu gewinnen. Sie kommen aus unterschiedlichsten sozialen Schichten und melden sich aus vielfältigen Motiven heraus. Oft sind es Menschen, die im weitesten Sinne im sozialen Bereich arbeiten oder gearbeitet haben und meistens sind es Frauen aller Altersgruppen. Rückmeldungen belegen, dass viele eine ganz neue Sicht auf &#132;Knast&#147; gewinnen und dieser Gedankenaustausch sie durchaus bereichert an Wissen<br />und Erfahrung.<br />In den JVA und Forensiken müssen wir keine Reklame machen, der Name der HUMANISTISCHE UNION wird per Mundpropaganda gehandelt. Inzwischen kommt Post aus mehr als 140 Anstalten &#150; von Bützow bis Kempten, von Gildern bis Cottbus. Allein 2001 haben sich 470 Häftlinge um Briefwechsel bemüht, diese habe ich an 425 Menschen von &#132;draußen&#147; zu vermitteln versucht, mit einer geschätzten Erfolgsquote von 60 bis 70 Prozent. Mit der Zeit hat<br />sich auch herumgesprochen, dass wir keine Partnervermittler<br />sind. Trotzdem passiert es, dass Kontakte nicht zustande kommen, weil von Seiten der Häftlinge zu hohe Erwartungen gestellt werden.<br />Dieses erfolgreiche Projekt hat der HU besonders bei der &#132;Durchschnittsbevölkerung&#147; einen gewaltigen Imagegewinn gebracht. Inhaftierte verbinden die HU mit dem Gedanken, &#132;die hilft uns&#147;. So bleiben Bitten um Unterstützung bei Problemen mit der Justiz oder dem Vollzug nicht aus. Es ist nur schwer zu vermitteln, dass wir uns in vollzugliche Abläufe nicht einmischen können. Trotzdem glaube ich, wir sollten wenigstens jedem Schreibenden eine Antwort zukommen lassen. Manchmal genügt der Hinweis auf eine andere Institution, der Name eines Rechtsanwaltes oder auch nur eine Relativierung der Probleme. Meine persönliche Meinung ist, in der HU gibt es unzählige kluge Köpfe, fachlich kompetente Theoretiker. Sie kümmern sich um alles was im weitesten Sinne Bürgerrechte verletzt.<br />Aber ich vermisse die konkrete Hilfe für den Einzelnen. Wenn einer der von mir betreuten Häftlinge konkrete Hilfe sucht, dann findet er die nicht bei der HU, sondern zum Beispiel bei der Nothilfe Birgitta Wolf e.V. Murnau &#150; die weist niemanden ab.<br />Vielleicht sollte sich die HU dem Thema Strafvollzug intensiver<br />zuwenden. Es gibt eine Menge Verstöße gegen das Strafvollzugs- gesetz &#150; manche könnte man durchaus als Menschenrechtsver-letzung auslegen. Das betrifft zum Beispiel mangelnde ärztliche Versorgung von Schwerkranken. Bei der taz ist jemand für &#132;Briefe aus dem Knast&#147; zuständig &#150; wie wäre es, wenn sich auch bei der HU<br />jemand dafür fände?</p>
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		<title>„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/die-wuerde-des-menschen-ist-unantastbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jun 2001 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Strafen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie der Staat geläuterte Haftentlassene behandelt Mitteilung Nr. 174, S. 53 Der Pakistani Waseem M. wurde wegen eines Drogendeliktes zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. 4 Jahre hatte er in der JVA Tegel Zeit, um nach- und umzudenken. Sein Sozialarbeiter unterstützte ihn wo immer er nur konnte und erreichte, dass nach 4 Jahren eine Verlegung in [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie der Staat geläuterte Haftentlassene behandelt</p>
<p>Mitteilung Nr. 174, S. 53</p>
<p>Der Pakistani Waseem M. wurde wegen eines Drogendeliktes zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. 4 Jahre hatte er in der JVA Tegel Zeit, um nach- und umzudenken. Sein Sozialarbeiter unterstützte ihn wo immer er nur konnte und erreichte, dass nach 4 Jahren eine Verlegung in den Offenen Vollzug der JVA Düppel realisiert werden konnte. Auch dort fiel er durch sein Bemühen auf, nach der Haft straffrei leben zu wollen, auch dort half ihm seine Sozialarbeiterin sehr. Über 1 ½ Jahre arbeitete er als Koch und sparte ca. 8.000,- DM für einen Neuanfang, den er möglichst mit seiner deutschen Verlobten beginnen wollte.</p>
<p>Nach 6 Jahren Haft kam Waseem M. vorzeitig frei. Dass er laut Gesetz mit Abschiebung rechnen musste, wusste er. Bis zu dem Termin hoffte er, in Freiheit zu sein.</p>
<p>Am Tag der Entlassung stand die Ausländerbehörde vor der Anstalt und brachte ihn in den Abschiebe&#147;gewahrsam&#147; nach Grünau. 8 Menschen aller Nationalitäten in einem Raum, Toilette auch in diesem Raum. Kein Kugelschreiber, keine Nagelschere erlaubt, die Rasierklinge sofort nach dem Gebrauch abgegeben, Armbanduhr verboten &#150; auf dem Flur konnte man ja die Zeit ablesen. Von seinem gesparten Geld wurden täglich 100,- DM für Unterkunft und Verpflegung abgezogen&#8230;</p>
<p>Als ich ihn besuchte, konnten wir uns nicht berühren &#150; Glasscheibe wie im Hochsicherheitstrakt. Alles schlimmer als Gefängnis.</p>
<p>Von 6 Jahren Haft zermürbt, stimmte Waseem M. der sofortigen Abschiebung zu, wohl auch, um ein bisschen von dem hart ersparten Geld zu retten. Am 29.11.2000, dem Tag der Abschiebung, erhielt er 1.200,- DM, das ist die gesetzlich auszuhändigende Rücklage aus der Haftzeit &#150; der Rest wurde &#132;verwahrt&#147; ohne Begründung. Ein Anruf bei der Ausländerbehörde ergab, sein Rechtsanwalt solle sich mit dieser in Verbindung setzten.</p>
<p>Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wir sind ein ausländer-freundliches Land.                                                             Helga Engel</p>
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		<title>Bilanz eines Jahres</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/166/publikation/bilanz-eines-jahres/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 1999 16:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pluralismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vermittlungen von Gefangenenbriefkontakten: Mitteilungen Nr. 166, S. 41 Vor etwa einem Jahr begannen wir die Vermittlungen von Gefangenenbriefkontakten zu intensivieren. Nach wie vor werben wir über Annoncen in verschiedenen Zeitschriften Menschen, die bereit sind, mit Briefen der seelischen Vereinsamung in den Gefängnissen zu begegnen. In den ersten Wochen gab es mehr Angebote von draußen als [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vermittlungen von Gefangenenbriefkontakten:</p>
<p>Mitteilungen Nr. 166, S. 41</p>
<p>Vor etwa einem Jahr begannen wir die Vermittlungen von Gefangenenbriefkontakten zu intensivieren. Nach wie vor werben wir über Annoncen in verschiedenen Zeitschriften Menschen, die bereit sind, mit Briefen der seelischen Vereinsamung in den Gefängnissen zu begegnen. In den ersten Wochen gab es mehr Angebote von draußen als Nachfragen von drinnen &#150; eine unerwartete Konstellation, die aber den Vorteil hatte, daß wir Inhaftierten mehrere Briefpartner anbieten konnten. Über Gefangenenzeitungen wie &#132;Lichtblick&#147; aus Tegel, &#132;unsere zeitung&#147; aus Brandenburg und &#132;Diskus 70&#147; aus Bremen erfuhren die Häftlinge von der Möglichkeit dieser Kontakte. Langsam hat sich durchgesetzt, daß wir Einsame von drinnen und draußen zusammenbringen, nicht aber Partner vermitteln. Nicht selten wird sogar um ältere Briefpartner gebeten in der Hoffnung, mit einem lebenserfahrenen Menschen individuelle Probleme per Brief diskutieren zu können.<br />Mit Stand vom 15. April 1999 haben 235 Menschen aus allen Bundesländern ihre Bereitschaft zum Schreiben angeboten. Demgegenüber stehen 170 Nachfragen aus den JVAen von Aichach bis Lübeck und von Chemnitz bis Geldern. Was uns besonders freut, sind die vielen dankbaren Rückmeldungen von beiderseits der Mauern. So schrieb ein Mann über seinen seit Oktober 1998 bestehenden Kontakt zu einem Häftling in Straubing: &#132;Inzwischen hat sich ein reger Briefverkehr entwickelt, den ich eigentlich nicht mehr missen möchte.&#147; Eine Dame formulierte es so: &#132; &#8230; möchte ich Ihnen für die zwei Adressen danken, und es läuft bestens. Es ist ganz toll, was Sie für diese Menschen leisten und was das für eine Bedeutung für die Gefangenen hat &#8230;&#147; Einige Menschen bieten sogar Hilfe für einen Start nach der Entlassung an. Im Zuge dieser Kontakte gelang es überdies, drei Vollzugshelferschaften zu vermitteln, zwei in Tegel, eine in NRW. Auch einige andere Wünsche konnten wir &#132;nebenbei&#147; mit erfüllen &#150; eine Liste mit Adressen von Ämtern, die Vermittlung eines Rechtsanwalts, eine rechtliche Auskunft und anderes.<br />Wir versuchen, in unseren Informationen vor zu hohen Erwartungen zu warnen. Diese sind nicht gänzlich zu vermeiden, und deshalb klappt es nicht in jedem Fall sofort mit einem Briefkontakt. Aber jeder kann sich erneut an uns wenden. Ich denke, was wir tun ist gut und wichtig. Mir persönlich macht es Freude zu erleben, wie dankbar diese Kontakte angenommen werden. Deshalb werden wir uns weiterhin um Kontinuität in dieser Arbeit bemühen.</p>
<p>Helga Engel</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/166/publikation/bilanz-eines-jahres/">Bilanz eines Jahres</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<title>Gefangenenbriefkontakte über die Humanistische Union</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/163/publikation/gefangenenbriefkontakte-ueber-die-humanistische-union/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 1998 14:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin: Gefangenenbriefe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 163, S. 83 Immer wieder erreichen uns Nachfragen zur Vermittlung von Gefangenenbriefkontakten des HU-LV Berlin. Helga Engel, HU-Mitglied und Ingeborg-Drewitz-Preisträgerin des LV Berlin arbeitet seit längerem in der &#132;Nothilfe Birgitta Wolf e.V.&#147; Murnau, begründet von der Fritz-Bauer-Preisträgerin des Jahres 1971. Helga Engel selbst betreut als ehrenamtliche Helferin intensiv mehrere Langstrafer in Brandenburg, Tegel [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/163/publikation/gefangenenbriefkontakte-ueber-die-humanistische-union/">Gefangenenbriefkontakte über die Humanistische Union</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 163, S. 83</p>
<p>Immer wieder erreichen uns Nachfragen zur Vermittlung von Gefangenenbriefkontakten des HU-LV Berlin. Helga Engel, HU-Mitglied und Ingeborg-Drewitz-Preisträgerin des LV Berlin arbeitet seit längerem in der &#132;Nothilfe Birgitta Wolf e.V.&#147; Murnau, begründet von der Fritz-Bauer-Preisträgerin des Jahres 1971. Helga Engel selbst betreut als ehrenamtliche Helferin intensiv mehrere Langstrafer in Brandenburg, Tegel und Bautzen.</p>
<p>Anfang 1998 trafen sich Ute Buggisch, Sven Lüders und ich, um zu beraten, wie der Kontakt von drinnen nach draußen und umgekehrt intensiviert werden könnte.<br />Durch meine nunmehr 7-jährige Tätigkeit als ehrenamtliche Betreuerin im Strafvollzug habe ich gute Kontakte zur Gefangenenzeitung der JVA Brandenburg. Seit kurzem veröffentlichen wir nun Kontaktwünsche in &#132;unsere Zeitung&#147;. Sven Lüders hat erreicht, daß einige große Illustrierte unsere Bitte um Adressen von draußen veröffentlichen. Das Echo ist positiv.<br />Der Wunsch nach Gedankenaustausch ist groß, die seelische Vereinsamung unübersehbar. Verständlich, daß viele Menschen Straftätern ablehnend oder doch zumindest reserviert gegenüberstehen. Das gilt besonders für die, welche schon einmal Opfer einer Straftat waren.<br />Jede Straftat ist zu verurteilen und muß geahndet werden. Leider kommt zu dem Urteil Freiheitsentzug ja aber noch soviel mehr &#8230; Trotz allem bleibt der Täter ein Mensch. Es lohnt sich, sich mit Einzelschicksalen auseinanderzusetzen, zu begreifen versuchen, wie es zu solchen Taten kommen konnte. Konflikte lassen sich am besten lösen, wenn man darüber redet.<br />Einer der von mir betreuten Häftlinge sagte kürzlich zu mir: &#132;Die Menschen draußen wundern sich über Geiselnahmen, über Ausbruchsversuche, über Flucht bei Lockerungen. Der Druck im Knast ist so groß &#150; es kommt einem manchmal einfach in den Kopf.&#147;<br />Ich habe die Erfahrung gemacht, daß &#132;meine Häftlinge&#147; sich langsam öffnen, wenn sie erkennen, daß ich ihnen helfen will. Sie hören meine Argumente an und sind bereit darüber nachzudenken. Viele haben in ihrem ganzen Leben noch niemandem vertraut, vertrauen können &#150; das prägt. Man muß Geduld haben und auch auf Enttäuschungen gefaßt sein.<br />Für mich war einmal folgendes Zitat von Albert Schweitzer entscheidend: &#132;Schafft Euch ein Nebenamt, ein unscheinbares, womöglich ein geheimes Nebenamt! Tut die Augen auf und sucht, wo ein Mensch ein bißchen Zeit, ein bißchen Teilnahme, ein bisschen Gesellschaft, ein bißchen Fürsorge braucht. Vielleicht ist es ein Einsamer, ein Verbitterter, ein Kranker, ein Ungeschickter, dem Du etwas sein kannst. Vielleicht ist es ein Greis, vielleicht ein Kind. Wer kann die Verwendungen alle aufzählen, die das kostbare Betriebskapital, Mensch genannt, haben kann! An ihm fehlt es an allen Ecken und Enden. Darum suche, ob sich nicht eine Anlage für Dein Menschentum findet, laß Dich nicht abschrecken, wenn Du warten mußt. Auch auf Enttäuschungen sei gefaßt. Aber laß Dir ein Nebenamt, in dem Du Dich als Mensch am Menschen ausgibst, nicht entgehen. Es ist Dir eins bestimmt, wenn Du nur richtig willst.&#147;<br />Jemand fragte mich, warum ich nicht lieber im &#132;Weißen Ring&#147; mitarbeite, Opferhilfe also leiste. Ich denke, die Arbeit des &#132;Weißen Ringes&#147; ist genauso wichtig wie die Arbeit mit den Tätern. Jeder muß für sich selbst entscheiden, wo sein Platz ist, wo er etwas bewirken kann. Einen heute 34jährigen betreue ich seit über 6 Jahren, jede Woche geht mindestens ein Brief hin und einer zurück. Wenn das dem jungen Mann nichts bedeutete, wäre es wohl schon eingeschlafen &#150; immerhin könnte ich altersmäßig seine Mutter sein.<br />Warum schreibe ich das alles? Ich möchte die Leser bitten, über das Problem Gefängnis wenigstens nachzudenken, sich über das Leben hinter Gittern zu informieren und vielleicht zu überlegen, ob nicht einem dieser rund 60.000 Inhaftierten mit Gedankenaustausch, möglicherweise sogar mal mit einem Besuch ein bißchen Freude bereitet werden kann. Viele Beispiele könnte ich nennen, wo mit wenig Aufwand viel Freude ausgelöst wurde.<br />Für genauere Informationen stehen wir jederzeit über den LV Berlin (Adesse siehe HU-Nachrichten) zur Verfügung.<br />Nur Mut!</p>
<p>Helga Engel</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/163/publikation/gefangenenbriefkontakte-ueber-die-humanistische-union/">Gefangenenbriefkontakte über die Humanistische Union</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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