<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Helge Klawitter Archive - Humanistische Union</title>
	<atom:link href="https://www.humanistische-union.de/autoren/helge-klawitter/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.humanistische-union.de/autoren/helge-klawitter/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Aug 2021 13:42:26 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>
	<item>
		<title>Böses TTIP  gutes CETA?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/232/publikation/boeses-ttip-gutes-ceta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2017 12:30:00 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/boeses-ttip-gutes-ceta/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was steht im Vertrag der EU mit Kanada?, in: Mitteilungen Nr. 232 (2/2017), S. 11-14 (Red.) Nachdem sich der HU-Landesverband NRW st&#228;rker in einer Volksinitiative gegen das CETA-Handelsabkommen engagiert, gab es verbandsintern kritische Stimmen, die die positive Bedeutung solcher Abkommen in Zeiten zunehmenden Nationalismus und &#246;konomischen Isolationismus hervorhoben. Aus diesem Anlass fasst Helge Klawitter noch [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/232/publikation/boeses-ttip-gutes-ceta/">Böses TTIP  gutes CETA?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was steht im Vertrag der EU mit Kanada?, in: Mitteilungen Nr. 232 (2/2017), S. 11-14</p>
<p><i>(Red.) Nachdem sich der HU-Landesverband NRW st&auml;rker in einer Volksinitiative gegen das CETA-Handelsabkommen engagiert, gab es verbandsintern kritische Stimmen, die die positive Bedeutung solcher Abkommen in Zeiten zunehmenden Nationalismus und &ouml;konomischen Isolationismus hervorhoben. Aus diesem Anlass fasst Helge Klawitter noch einmal die Kritik an CETA/TTIP zusammen. F&uuml;r Erwiderungen ist ggf. in der n&auml;chsten Ausgabe der HU-Mitteilungen Raum</i>.</p>
<p>TTIP, das geplante Handelsabkommen der EU mit den USA, wurde nach drei Jahren Verhandlungen von der EU-Kommission &bdquo;auf Eis gelegt&ldquo;. Es gab keine Einigung zwischen europ&auml;ischen und amerikanischen Wirtschaftsinteressen, und die nationalistische Gegnerschaft des neuen amerikanischen Pr&auml;sidenten Trump gegen&uuml;ber dem Freihandel macht ein Abkommen zur Zeit noch unwahrscheinlicher. Die bekannt gewordenen Planungen f&uuml;r TTIP enthalten nach Ansicht gro&szlig;er Teile der &Ouml;ffentlichkeit Gefahren f&uuml;r die Demokratie sowie f&uuml;r den Schutz von Umwelt, Verbrauchern und Arbeitnehmern.</p>
<p>Im Unterschied dazu wird CETA, das Abkommen mit Kanada, das unterzeichnet ist und sich im Prozess der Ratifizierung befindet, von seinen Bef&uuml;rwortern als fortschrittliches und gegen&uuml;ber TTIP deutlich entsch&auml;rftes Freihandelsabkommen dargestellt. Ist es das?</p>
<h2 class="auto-created">Reform der Schieds&shy;ge&shy;richts&shy;bar&shy;keit ber&uuml;hrt nicht den Kern des Problems</h2>
<p>Skandal&ouml;se Beispiele f&uuml;r Klagen von Investoren gegen Staaten vor privaten Schiedsgerichten hatten zu einer Welle des Protests dagegen gef&uuml;hrt, dass auch TTIP und CETA solche Klagem&ouml;glichkeiten enthalten sollten. Das Europ&auml;ische Parlament verlangte daher f&uuml;r TTIP eine Reform solcher Investorenklagen, die dann auch noch nachtr&auml;glich in den bereits fertig verhandelten CETA-Vertrag aufgenommen wurde. Er sieht jetzt ein st&auml;ndiges Gericht anstelle der privaten Schiedsgerichte vor, mit einer Berufungsinstanz, weitgehend &ouml;ffentlichen Verhandlungen und Richtern, die von der EU und Kanada ernannt werden. Neu ist auch ein Absatz, der das Recht der Staaten auf Gesetzgebung &bdquo;zur Erreichung legitimer (!) politischer Ziele&ldquo; betont (Art. 8.9) &ndash; dem SPD-Abgeordneten Matthias Miersch zufolge &bdquo;eine blo&szlig;e Selbstverst&auml;ndlichkeit &hellip;, die jedoch durch unbestimmte Rechtsbegriffe ein Einfallstor f&uuml;r Auslegungsstreitigkeiten in sich tr&auml;gt&ldquo;.</p>
<p>Die Richter erhalten nur eine kleine Grundverg&uuml;tung sowie Honorare f&uuml;r die tats&auml;chlich verhandelten F&auml;lle, haben also ein finanzielles Interesse daran, dass es m&ouml;glichst viele Klagen gibt. Sie sollen Fachwissen &uuml;ber &bdquo;Streitbeilegung im Rahmen internationaler Investitions- oder Handelsabkommen&ldquo; besitzen (Art. 8.27.4); d.h. sie werden nicht zuletzt aus dem Kreis derjenigen Juristen ausgew&auml;hlt, die als Richter bei den privaten Schiedsgerichten t&auml;tig waren oder sind.</p>
<p>Der Kern der bisherigen Regelung bleibt erhalten: das Recht ausl&auml;ndischer Investoren, Staaten vor einem Sondergericht auf Schadensersatz f&uuml;r deren Gesetzgebung zu verklagen, wenn diese ihre Investitionen entwertet oder &bdquo;den vern&uuml;nftigen Erwartungen (!), die mit der Investition verbunden sind, zuwiderl&auml;uft&ldquo; (Anhang 8-A.2, S. 632-633 des Dokuments).</p>
<h2 class="auto-created">Neue Insti&shy;tu&shy;ti&shy;onen konkur&shy;rieren mit gew&auml;hlten Parlamenten und Regierungen</h2>
<p>Die EU und Kanada sollen gemeinsame Aussch&uuml;sse zur Auslegung und Umsetzung des Vertrags schaffen, an der Spitze den &bdquo;Gemischten CETA-Ausschuss&ldquo;. Seine Auslegungen sind f&uuml;r das Investitionsgericht und f&uuml;r die Vertragsparteien bindend (Art. 26.1.5 e, 26.3.2). In bestimmten F&auml;llen kann er nach Inkrafttreten des Vertrages Erg&auml;nzungen beschlie&szlig;en &ndash; und dadurch nach der Ratifizierung durch die Parlamente Inhalte ver&auml;ndern! So kann er die Liste der m&ouml;glichen Verst&ouml;&szlig;e gegen die gebotene &bdquo;gerechte und billige Behandlung&ldquo; von Investoren nachtr&auml;glich erweitern, gegen die sich Investorenklagen richten k&ouml;nnen (Art.8.10.3). Die Mitglieder der CETA-Aussch&uuml;sse sollen nicht gew&auml;hlt, sondern von der kanadischen Regierung und der EU-Kommission ernannt werden.</p>
<p>Eine &bdquo;demokratische R&uuml;ckbindung&ldquo; des Gemischten Ausschusses an den W&auml;hlerwillen in Deutschland forderte das Bundesverfassungsgericht als eine seiner Bedingungen an die Bundesregierung f&uuml;r die Zeit bis zur Entscheidung der Verfassungsklagen gegen CETA. In dem Urteil vom 13. 10. 2016 ging es noch nicht darum, ob CETA verfassungswidrig ist, sondern lediglich darum, ob den Kl&auml;gern ein irreparabler Schaden entstehen w&uuml;rde, wenn es der Bundesregierung nicht durch eine einstweilige Anordnung untersagt w&uuml;rde, CETA zuzustimmen &ndash; dies verneinte das Bundesverfassungsgericht.&nbsp;</p>
<h2 class="auto-created">&bdquo;Regu&shy;lie&shy;rungs&shy;zu&shy;sam&shy;me&shy;n&shy;a&shy;r&shy;beit&ldquo; kann&nbsp; in Gesetz&shy;ge&shy;bung eingreifen </h2>
<p>Wie TTIP sieht auch CETA eine &bdquo;Regulierungszusammenarbeit&ldquo; vor. Die Vertragsparteien sollen die M&ouml;glichkeit haben, Informationen &uuml;ber geplante Gesetze zum fr&uuml;hest-m&ouml;glichen Zeitpunkt (lange vor Beginn einer parlamentarischen Debatte) auszutauschen und den betroffenen Interessengruppen zwecks Stellungnahme zu &uuml;bermitteln, Folgenabsch&auml;tzungen in Bezug auf die Wirksamkeit und die Kosten der geplanten Gesetze und Ma&szlig;nahmen vorzunehmen sowie Alternativen zu pr&uuml;fen oder auch eine &bdquo;Minimierung des Einsatzes handels- und investitionsverzerrender Regelungsinstrumente&ldquo; (!) anzustreben (Art. 21.4 b,d,e,f,r).</p>
<p>Bei CETA kommt das harmloser daher als bei TTIP geplant: lediglich als Kann-Bestimmung &#8211; nicht als Verpflichtung, sondern als Erm&auml;chtigung. Wer wird hier aber erm&auml;chtigt? Es sind die Vertragsparteien EU und Kanada, vertreten durch den &bdquo;Gemischten CETA-Ausschuss&ldquo; und das &bdquo;Forum f&uuml;r die Zusammenarbeit in Regulierungsfragen&ldquo;. Sie sollen das Recht erhalten, die Gesetzgebung der EU, Kanadas und der Einzelstaaten zu koordinieren und zu kontrollieren im Hinblick auf deren Folgen f&uuml;r Handel und Investitionen. Damit w&uuml;rden die gew&auml;hlten Gesetzgeber bereits im Planungsstadium von Gesetzen einem Rechtfertigungsdruck unterworfen.</p>
<h2 class="auto-created">Auch CETA verst&ouml;&szlig;t gegen den Grundsatz der Volks&shy;sou&shy;ve&shy;r&auml;&shy;nit&auml;t</h2>
<p>Wenn der Vertrag erst ratifiziert ist, entscheiden nicht die Parlamente und Regierungen der Einzelstaaten oder das EU-Parlament, ob sie ihre gesamte k&uuml;nftige Gesetzgebung der Messlatte von gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher Handels- und Investitionsfreundlichkeit unterstellen lassen wollen, sondern der &bdquo;Gemischte CETA-Ausschuss&ldquo; entscheidet das f&uuml;r sie. Matthias Miersch: &bdquo;Es ist nicht zu verstehen, warum sich demokratisch legitimierte Parlamente vorher mit unzureichend legitimierten Gremien auseinandersetzen m&uuml;ssen. &hellip; Hierdurch findet eindeutig eine Einschr&auml;nkung des Gesetzgebungsrechts der Parlamente statt.&ldquo;</p>
<p>Artikel 20 des Grundgesetzes &ndash; &bdquo;Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus&ldquo; &ndash; bedeutet: Der souver&auml;ne Gesetzgeber darf, mit den n&ouml;tigen Mehrheiten und Verfahren, alles beschlie&szlig;en, was nicht gegen Grund- und Menschenrechte verst&ouml;&szlig;t. Er muss sich vor keinem nicht gew&auml;hlten Gremium rechtfertigen. Ein Handelsvertrag, der dieses Recht einschr&auml;nkt, geht weit &uuml;ber einen Handelsvertrag hinaus: De facto &auml;ndert er die Verfassung &ndash; ohne die hierf&uuml;r geltenden gesetzlichen Verfahren und ohne eine Verfassungsdebatte.</p>
<h2 class="auto-created">Ist CETA denn noch zu stoppen?</h2>
<p>Jetzt liegt erst Runde Nr. 1 hinter uns: Die europ&auml;ischen Gremien haben zugestimmt. Jetzt kommt die Runde Nr. 2, es m&uuml;ssen noch 38 Parlamente in den Mitgliedstaaten zustimmen. Wenn nur eine Kammer CETA ablehnt, kann das Abkommen nicht in Kraft treten. Hinzu kommt die anstehende Pr&uuml;fung vor dem Bundesverfassungsgericht.</p>
<p>Wir haben also noch 38+1 Chancen gegen CETA. Diese hier sind besonders erfolgversprechend:</p>
<h2 class="auto-created">Chance 1: Das Bundes&shy;ver&shy;fas&shy;sungs&shy;ge&shy;richt&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </h2>
<p>Das Hauptsacheverfahren gegen CETA hat noch gar nicht begonnen. Es kann erst nach Zustimmung von Bundestag und Bundesrat eingeleitet werden. Das Gericht hat schon bei der Verhandlung &uuml;ber die vorl&auml;ufige Anwendung erkennen lassen, dass unsere Argumente stichhaltig sind. Zudem wird noch eine Verfassungsbeschwerde in Frankreich vorbereitet.</p>
<h2 class="auto-created">Chance 2: Belgien / Wallonie&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </h2>
<p>Belgien hat seine Zustimmung im Herbst auf Druck der Wallonie an eine Reihe von Bedingungen gekn&uuml;pft. Der EuGH wird von Belgien angerufen mit der Frage, ob die Schiedsgerichte mit Europarecht vereinbar seien. Die h&auml;rteste Auflage ist: Solange die Schiedsgerichte in CETA enthalten sind, wird die Wallonie nicht zustimmen.</p>
<h2 class="auto-created">Chance 3: &Ouml;sterreich&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </h2>
<p>In &Ouml;sterreich wurden bei einem Volksbegehren gegen CETA innerhalb einer Woche 560.000 Unterschriften gesammelt. Die notwendige H&uuml;rde liegt bei 100.000 Unterschriften. Leider kommt es nicht automatisch zum Volksentscheid, sondern das Parlament muss einer Abstimmung durch die B&uuml;rger/innen zustimmen. Die Allianz gegen CETA ist breit. Das Volksbegehren wurde von SP&Ouml;-B&uuml;rgermeistern initiiert, unterst&uuml;tzt von Gr&uuml;nen sowie der FP&Ouml;. Eine seltene Allianz. Der Handelsriese Spar (&auml;hnlich wie Aldi oder Lidl bei uns) rief auf jedem Kassenbeleg gegen CETA auf. Der Druck auf Parlament und Regierung ist immens.</p>
<h2 class="auto-created">Chance 4: Nieder&shy;lan&shy;de-Re&shy;fe&shy;rendum&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </h2>
<p>In den Niederlanden kann eine Volksabstimmung gegen CETA erzwungen werden, wenn 300.000 Menschen innerhalb von sechs Wochen gegen das Ratifizierungsgesetz unterschreiben. Es gibt&nbsp; schon &uuml;ber 200.000 Unterst&uuml;tzer/innen und ein gro&szlig;es B&uuml;ndnis. Das ist eine der besten Chancen, CETA zu kippen. Es gibt auch noch die M&ouml;glichkeit, dass in D&auml;nemark, Slowenien oder Irland ein Referendum &uuml;ber CETA stattfindet.</p>
<h2 class="auto-created">Chance 5: Deutschland&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </h2>
<p>Bundestag und Bundesrat m&uuml;ssen CETA zustimmen. Im Bundesrat braucht es daf&uuml;r 35 JA-Stimmen von den insgesamt 69 Stimmen. Die gro&szlig;e Koalition hat derzeit nur 19 Stimmen. Aktuell sind in allen anderen Bundesl&auml;ndern Gr&uuml;ne oder Linke an der Landesregierung beteiligt. Wenn sie als Koalitionspartner nicht zustimmen wollen, muss sich das Bundesland enthalten und es fehlen die notwendigen JA-Stimmen. Wenn Gr&uuml;ne und Linke standhaft bleiben, hat CETA keine Chance. Mit Volksinitiativen in Schleswig-Holstein und NRW k&auml;mpfen wir daf&uuml;r, dass das so bleibt!</p>
<p>Und in Bayern werden wir pr&uuml;fen, ob das Volksbegehren zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt doch noch m&ouml;glich ist. Denn das Gericht beruft sich in seiner Entscheidung darauf, dass noch kein Gesetz zur Ratifizierung von CETA im Bundestag und Bundesrat vorliegt. Zudem sei noch nicht klar, nach welchem Verfahren CETA im Bundesrat abgestimmt wird.</p>
<h2 class="auto-created">Quellen: </h2>
<p>CETA-Vertragstext deutsch: <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/C-D/ceta-vorschlag-fuer-einen-beschluss-ueber-die-unterzeichnung-des-wirtschafts-und-handelsabkommens-zwischen-kanada-und-der-eu%2Cproperty=pdf%2Cbereich=bmwi2012%2Csprache=de%2Crwb=true.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/C-D/ceta-vorschlag-fuer-einen-beschluss-ueber-die-unterzeichnung-des-wirtschafts-und-handelsabkommens-zwischen-kanada-und-der-eu,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf</a>;</p>
<p>Matthias Miersch, SPD-MdB, Bewertung des CETA-Abkommens, 17. August 2016: <a href="http://matthias-miersch.de/imperia/md/content/bezirkhannover/miersch/2016/2016_08_16_matthias_miersch_-_bewertung_ceta.pdf/2016_08_16_matthias_miersch_-_bewertung_ceta.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://matthias-miersch.de/imperia/md/content/bezirkhannover/miersch/2016/2016_08_16_matthias_miersch_-_bewertung_ceta.pdf/2016_08_16_matthias_miersch_-_bewertung_ceta.pdf</a></p>
<p>Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts, 13. 10.2016: <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/bvg16-071.html" target="_blank" rel="noopener">http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/bvg16-071.html</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/232/publikation/boeses-ttip-gutes-ceta/">Böses TTIP  gutes CETA?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NRW: HU mit dabei im Protest gegen CETA/TTIP</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/230-mitteilungen/publikation/nrw-hu-mit-dabei-im-protest-gegen-cetattip/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2016 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verband: Regionen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/nrw-hu-mit-dabei-im-protest-gegen-cetattip/</guid>

					<description><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 230 (3/2016), S. 13/14 Was bisher bekannt ist zeigt, dass die &#132;Freihandelsabkommen&#147; CETA und TTIP in der verhandelten Form inakzeptabel undemokratisch sind und nicht den Beschäftigten oder Verbrauchern dienen, sondern überwiegend nur internationalen Konzernen und einer sich entwickelnden &#132;Schiedsgerichts-Industrie&#147;. CETA wurde als Freihandelsvertrag deklariert, geht aber weit über den Abbau von Zöllen [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/230-mitteilungen/publikation/nrw-hu-mit-dabei-im-protest-gegen-cetattip/">NRW: HU mit dabei im Protest gegen CETA/TTIP</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>in: HU-Mitteilungen Nr. 230 (3/2016), S. 13/14</p>
<p>Was bisher bekannt ist zeigt, dass die &#132;Freihandelsabkommen&#147; CETA und TTIP in der verhandelten Form inakzeptabel undemokratisch sind und nicht den Beschäftigten oder Verbrauchern dienen, sondern überwiegend nur internationalen Konzernen und einer sich entwickelnden &#132;Schiedsgerichts-Industrie&#147;.</p>
<p>CETA wurde als Freihandelsvertrag deklariert, geht aber weit über den Abbau von Zöllen hinaus. Der Vertrag zielt darauf, weite Teile der Regulierung und Gesetzgebung unter das Primat des unbeschränkten Handels zu stellen, ohne dass es darüber jemals eine demokratische Abstimmung gab. Stattdessen wurden Mandat, Verhandlungspositionen und Verhandlungsverlauf vor den Bürger/innen verborgen und erst auf Druck der Zivilgesellschaft scheibchenweise veröffentlicht. Dieses Vorgehen der EU-Kommission, aber auch der Regierungen der Mitgliedsstaaten lässt uns an deren Demokratieverständnis zweifeln: Deswegen formiert sich überall in Deutschland und in vielen Staaten der EU, aber auch z.B. in Kanada eine breite Protestbewegung gegen diese Abkommen.</p>
<p>Auch in NRW hat sich ein breites Bündnis dagegen gebildet, das von NABU bis verdi und von zahlreichen lokalen Bündnissen bis zum Landesverband NRW der HU reicht. Der Leitsatz des Bündnisses lautet:</p>
<p>&#132;<i>Das überparteiliche Bündnis &#132;NRW gegen TTIP und CETA&#147; setzt sich als Teil einer internationalen Protestbewegung gegen die sogenannten Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TiSA ein. Das Bündnis fordert die Nichtratifizierung des CETA-Abkommens zwischen der EU und Kanada, den Abbruch der Verhandlungen über das TTIP-Abkommen zwischen der EU und den USA sowie den Abbruch der Verhandlungen über TiSA.</i></p>
<p><i>Das Bündnis tritt für eine gerechte Handels- und Investitionspolitik weltweit ein, die auf hohen ökologischen und sozialen Standards beruht und nachhaltige Entwicklung in allen Ländern fördert. Insbesondere müssen Demokratie und Rechtsstaat gewahrt und gefördert, die Gestaltungsmöglichkeiten von Staaten, Ländern und Kommunen dürfen durch Handelsabkommen nicht eingeschränkt werden. Handelsabkommen sollen nationale wie internationale Standards zum Schutz von Mensch und Umwelt stärken und die Entwicklung einer gerechten Wirtschaftsordnung fördern. </i></p>
<p><i>Wir treten ein für eine solidarische Welt, in der Vielfalt eine Stärke ist. In unserem Bündnis gibt es keinen Platz für Rassismus, Rechtspopulismus und Antiamerikanismus.</i>&#147;</p>
<p>Das Bündnis unterstützt die <b>bundesweiten Demonstrationen</b> am 17.9.2016, insbesondere die NRW-Demonstration in Köln (12 Uhr Deutzer Werft). Ferner plant das Bündnis eine sog. <b>Volksinitiative</b>, die nach der NRW-Verfassung den Landtag (wahrscheinlich den am 17. Mai 2017 neu gewählten Landtag!) zwingen soll, sich intensiv mit dem Thema CETA und seinen schädlichen Auswirkungen zu beschäftigen. Leider gibt es in NRW nicht die Möglichkeit eines Volksbegehrens, wie es z.B. in Bayern mit Unterstützung der dortigen HU initiiert worden ist.</p>
<p>Wir rufen alle Mitglieder der HU auf, die Protestbewegung insbesondere gegen CETA zu unterstützen und an den Demonstrationen am 17.9.2016 teilzunehmen (www.ttip-demo.de). Die Mitglieder in NRW rufen wir auf, die Volksinitiative zu unterstützen. Wir suchen dringend Menschen, die die hierfür erforderlichen Unterschriften sammeln. Info-Material schicken wir gern kostenlos zu. Wir können auch örtliche Info-Veranstaltungen unterstützen.</p>
<p>Kontakt über <br />Helge Klawitter, Heinrich-Lemberg-Str. 24, <br />45472 Mülheim, <br />Tel. 0208-434445 , helge.klawitter@t-online.de oder</p>
<p>Humanistische Union LV NRW , Kronprinzenstr. 15, 45128 Essen, Tel.0201-227982 (Norbert Reichling)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/230-mitteilungen/publikation/nrw-hu-mit-dabei-im-protest-gegen-cetattip/">NRW: HU mit dabei im Protest gegen CETA/TTIP</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NRW: Gemeinsame Vortragsveranstaltung zur NSU</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/225/publikation/nrw-gemeinsame-vortragsveranstaltung-zur-nsu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2015 11:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen: Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verband: Regionen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.humanistische-union.de/publikationen/publikation/nrw-gemeinsame-vortragsveranstaltung-zur-nsu/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 225 (Heft 1/2015), S. 15 Die Humanistische Union (Landesverband NRW) hatte für den 20. November 2014 gemeinsam mit der Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen, der Strafverteidigervereinigung NRW, dem KV von Bündnis 90/Die Grünen, der VVN Düsseldorf und dem DGB Stadtverband zu einem Vortrag von Prof. Dr. Hajo Funke em. (FU-Berlin) mit anschließender Diskussion [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/225/publikation/nrw-gemeinsame-vortragsveranstaltung-zur-nsu/">NRW: Gemeinsame Vortragsveranstaltung zur NSU</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 225 (Heft 1/2015), S. 15</p>
<p>Die Humanistische Union (Landesverband NRW) hatte für den 20. November 2014 gemeinsam mit der Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen, der Strafverteidigervereinigung NRW, dem KV von Bündnis 90/Die Grünen, der VVN Düsseldorf und dem DGB Stadtverband zu einem Vortrag von Prof. Dr. Hajo Funke em. (FU-Berlin) mit anschließender Diskussion eingeladen. Funke referierte am 20. November 2011 eine Stunde lang in einem relativ kleinen, aber überfüllten Saal im Düsseldorfer &#132;Malkasten&#147; vor ca. 40 Teilnehmern über seine detaillierten Erfahrungen und Kenntnisse mit dem NSU-Komplex. Seine zentralen Vorwürfe:</p>
<ul>
<li>Sicherheitsbehörden und Geheimdienste führten im Umkreis der bekannten NSU-Haupttäter mindestens zwei Dutzend bezahlte V-Leute während der mehr als 10jährigen Mord- und Verbrechensserie. </li>
<li>Einige V-Leute haben den Haupttätern Waffen und Sprengstoff besorgt, V-Leute wurden mit extrem hohen Geldzuwendungen (Tino Brandt: 200.000 &#128;) ausgestattet.</li>
<li>Festnahmeversuche der bekannten Haupttäter wurden durch staatliche Behörden hintertrieben oder sogar gezielt verhindert. </li>
<li>Polizeiliche Ermittlungsstandards wurden regelmäßig verletzt. </li>
<li>In einer koordinierten Aktion vernichteten mehrere Geheimdienste Akten und Beweismittel, wodurch die Schuldigen nicht ausfindig gemacht werden konnten.</li>
</ul>
<p>Fazit:  Funke sieht Rechtsstaat und Demokratie in Gefahr. Die andauernden Rechts- und Verfassungsbrüche, die ohne durchgreifende Konsequenzen bleiben, führen zu dem Verdacht der Existenz eines &#132;Staates im Staate&#147;.</p>
<p>Die anschließende lebhafte Diskussion ging hauptsächlich um die Frage, ob nach diesen Erfahrungen der Verfassungsschutz nicht abzuschaffen sei. Der Vertreter der HU brachte auch die entsprechende Kampagne der HU ins Gespräch. Funke stimmte der Forderung zwar inhaltlich voll zu, hielt sie aber nicht für durchsetzbar. Dazu fehle der politische Wille. Immerhin sei der einhellige Wunsch nach drastischer Verkleinerung des Verfassungsschutz-Amtes, wie er in der Koalitionsvereinbarung in Thüringen nun formuliert wurde, ein hoffnungsvoller Ansatz.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/225/publikation/nrw-gemeinsame-vortragsveranstaltung-zur-nsu/">NRW: Gemeinsame Vortragsveranstaltung zur NSU</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
