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	<title>Jan Fuhse Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Religion in der Migration</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/173-vorgaenge/publikation/religion-in-der-migration/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2006 09:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Blick auf das Einwanderungsland Deutschland, aus: vorg&#228;nge Nr. 173 (Heft 1/2006), S. 54-62 Religion und Religiosit&#228;t von Migranten sind in den letzten Jahren verst&#228;rkt in die &#246;ffentliche Aufmerksamkeit ger&#252;ckt. Die T&#252;rken als gr&#246;&#223;te Migrantengruppe in Deutschland begegnen schon seit langem wegen ihrer muslimischen Religion besonderen Barrieren der Fremdheit in Deutschland. Diese Fremdheit liegt in [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/173-vorgaenge/publikation/religion-in-der-migration/">Religion in der Migration</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Blick auf das Einwanderungsland Deutschland,</p>
<p>aus: vorg&auml;nge Nr. 173 (Heft 1/2006), S. 54-62</p>
<p><b>Religion und Religiosit&auml;t von Migranten sind in den letzten Jahren verst&auml;rkt in die &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit ger&uuml;ckt. Die T&uuml;rken als gr&ouml;&szlig;te Migrantengruppe in Deutschland begegnen schon seit langem wegen ihrer muslimischen Religion besonderen Barrieren der Fremdheit in Deutschland. Diese Fremdheit liegt in den eigenen Gebr&auml;uchen und Glaubenss&auml;tzen begr&uuml;ndet, was etwa zu Auseinandersetzungen &uuml;ber den Bau von Moscheen in Deutschland oder das Tragen des Kopftuches (Schador) durch t&uuml;rkisch-st&auml;mmige Lehrerinnen oder Erzieherinnen f&uuml;hrt. Insofern sorgt die Einwanderung daf&uuml;r, dass die Frage auftaucht, ob die Bundesrepublik eigentlich ein s&auml;kularer, ein laizistischer oder doch ein christlicher Staat ist. Die Fremdheit der T&uuml;rken liegt aber auch im Auge des Betrachters: T&uuml;rken werden wegen ihrer andersartigen Religion als besonders fremd wahrgenommen und begegnen deswegen besonderen Vorurteilen bis hin zur Diskriminierung.<br />Migration sorgt also f&uuml;r religi&ouml;se Differenzen. Dies gilt insbesondere, wenn die Migration &ndash; wie die Arbeitsmigration nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland &ndash; aus l&auml;ndlichen, stark religi&ouml;s gepr&auml;gten Gegenden in eher s&auml;kulare St&auml;dte erfolgt. Die Migranten werden recht unvermittelt mit einem Umfeld konfrontiert, in dem Religion eine vergleichsweise geringe Rolle spielt. Paradoxerweise folgt auf die Migration jedoch oft eine Hinwendung zur Religion. In der Auseinandersetzung mit der eigenen Fremdheit in der Aufnahmegesellschaft gibt die Religion Halt und Orientierung. Und sie hilft eventuell, die Erfahrungen von kultureller Differenz und Diskriminierung umzudeuten. Die Hinwendung zur Religion m&uuml;ndet dann in eine Aufwertung des eigenen sozialen und kulturellen Standpunktes gegen&uuml;ber &sbquo;den Ungl&auml;ubigen&lsquo;.<br />Ich m&ouml;chte im Folgenden die Bedeutung von Religion f&uuml;r Migranten nachzeichnen. Dabei werden zun&auml;chst theoretisch die Konsequenzen von Migration f&uuml;r Religiosit&auml;t ausgelotet. Danach wird die Religiosit&auml;t verschiedener Migrantengruppen in Deutschland verglichen. Grundlage ist die quantitative Befragung von Jugendlichen italienischer, griechischer und t&uuml;rkischer Abstammung im Rahmen des DJI -Ausl&auml;ndersurvey von 1996/97. [1]</b></p>
<p><b>Religiosit&auml;t</b><b><b> </b></b><b>als Faktor in der Migration: Theoretische &Uuml;berlegungen</b></p>
<p>Religion verliert in der Moderne seine Funktion als alle sozialen Ph&auml;nomene unterf&uuml;tternde Deutungsfolie. Sie wird aus der Politik, aus dem Recht, aus der Moral weitgehend zur&uuml;ckgedr&auml;ngt und wird mehr und mehr zu einer Angelegenheit der privaten Auseinandersetzung mit den Grenzen des eigenen Lebens (Berger 1969). Getreu den Annahmen der Modernisierungstheorie gilt deshalb: Mit zunehmender wirtschaftlicher Entwicklung und zunehmendem Bildungsstand der Bev&ouml;lkerung nimmt die Bedeutung von Religion ab &ndash; im World Values Survey zeigen Befragte in &auml;rmeren L&auml;ndern fast durchgehend eine st&auml;rkere Religiosit&auml;t als solche in reicheren (Inglehart 1997: 70ff). Die Arbeitsmigration nach Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte in der Hauptsache aus L&auml;ndern und Gegenden, die nicht nur weniger industrialisiert waren, sondern in denen auch Religion und traditionelle Werte eine deutlich st&auml;rkere Rolle spielten. Doch damit nicht genug: Die Migranten brachten oft ihre eigene Religion mit. Das gilt in besonderem Ma&szlig;e f&uuml;r die &uuml;berwiegend muslimischen T&uuml;rken, aber auch f&uuml;r griechisch-orthodoxe Migranten. Sogar die S&uuml;ditaliener brachten mit ihrer spezifischen Kombination aus katholischer &Uuml;berzeugung, dem Glauben an Wunder und der Verehrung von Schutzheiligen und der Jungfrau Maria fremde religi&ouml;se Elemente nach Deutschland.<br />Wie klassische Forschungen aus den USA gezeigt haben, k&ouml;nnen religi&ouml;se Grenzlinien zwischen Migrantengruppen zum Teil &uuml;ber viele Generationen fortbestehen (Herberg 1955). Eine Vermischung im Sinne der Ideologie des Melting Pot findet demnach vor allem innerhalb der eigenen religi&ouml;sen Gruppe statt. So zeigen etwa j&uuml;dische Gemeinden noch heute ein bemerkenswertes Ma&szlig; an Abgrenzung auf der sozialen wie auf der kulturellen Ebene (Gans 1967). Ethnische Grenzen werden hier nicht auf der Basis territorialer Herkunft gezogen, sondern alleine aufgrund des Glaubensbekenntnisses. Religi&ouml;se Differenzen k&ouml;nnen also daf&uuml;r sorgen, dass soziale Netzwerke getrennt bleiben &ndash; und auch daf&uuml;r, dass bestimmte religi&ouml;se Gruppen &uuml;ber mehr Reichtum verf&uuml;gen als andere. Deswegen lohnt der Blick darauf, unter welchen Bedingungen es zu einer Verst&auml;rkung oder zu einer Abschw&auml;chung von religi&ouml;sen Differenzen kommt &ndash; wann die Religion zu einer alles &Uuml;berformenden Identit&auml;t stilisiert wird und wann ihr eher untergeordnete Bedeutung zukommt.<br />Religion ist ein Bestandteil der Herkunftskultur, die die Migranten aus ihrer alten Heimat mitbringen. Dadurch kommt es zu einem Import von religi&ouml;sen Differenzen vor allem in st&auml;dtische Industrie- und Dienstleistungszentren. Migration f&uuml;hrt zu poly -religi&ouml;sen Figurationen in Einwanderungsgebieten, vor allem in Gro&szlig;st&auml;dten. Im Sinne der Assimilationstheorie sorgt vor allem der Kontakt mit Deutschen daf&uuml;r, dass Migranten mehr und mehr von ihrer alten kulturellen Pr&auml;gung abstreifen (Park/Burgess 1969 [1921]: 736f.; Gordon 1964: 81). Insofern als es also in sp&auml;teren Generationen von Migranten vermehrt zu Freundschaften oder sogar zu Ehen mit den Mitgliedern der Mehrheitsgesellschaft kommt, m&uuml;ssten religi&ouml;se Differenzen genau wie andere kulturelle &Uuml;berzeugungen aus dem Herkunftskontext abnehmen. Dies scheint jedoch nicht durchg&auml;ngig der Fall zu sein. Im Gegenteil nimmt die Bedeutung von Religion bei Migrantengruppen oft sogar zu. Dies ist f&uuml;r Deutschland bei buddhistischen Vietnamesen und hinduistischen Tamilen (Baumann 2000) nachgewiesen worden, aber auch bei muslimischen t&uuml;rkisch-st&auml;mmigen Jugendlichen (Heitmeyer et al. 1997).<br />Wie l&auml;sst sich diese Bedeutungszunahme von Religion in der Migration erkl&auml;ren? Religion ist allgemein ein Sinnsystem, das das individuelle Leben in einen &uuml;bergeordneten Zusammenhang einordnet &ndash; ihm einen koh&auml;renten &sbquo;Sinn&lsquo; gibt (Luhmann 2000). Religion fu&szlig;t auf der Vorstellung, dass hinter manifesten Erscheinungen eine immanente Logik steht. Dabei hat Religion auch eine starke soziale Komponente: Der Bezug auf Religion erm&ouml;glicht die Legitimation von Regeln f&uuml;r sozialen Austausch. Religion ist damit in Sozialverb&auml;nde eingewoben. Religi&ouml;se Differenzen k&ouml;nnen deshalb auch soziale Gruppen voneinander abgrenzen.<br />Diese allgemeinen Eigenschaften von Religion sind in zweierlei Hinsicht f&uuml;r Migrantengruppen relevant. Erstens sorgt Religion im Leben von Migranten f&uuml;r einen deutlichen biographischen Bruch und f&uuml;r ein Auseinanderfallen von eigener kultureller Pr&auml;gung und sozialer Umwelt. Migranten machen damit eine fundamentale Erfahrung von Fremdheit &ndash; sie erleben ihre Umwelt als fremd und werden selbst als fremd behandelt (Hettlage-Varjas/Hettlage 1984: 361ff.). In dieser Situation m&uuml;ssen Migranten ein neues Selbstverst&auml;ndnis entwickeln, sich ihre Identit&auml;t im Spannungsfeld zwischen der eigenen Herkunft und dem Aufnahmekontext neu definieren. Migranten haben also einen besonderen Bedarf an symbolischer Orientierung. Religion kann diese Orientierung geben, indem die eigenen Erfahrungen in einen gr&ouml;&szlig;eren Sinnzusammenhang eingeordnet werden (Heitmeyer et al. 1997: 121ff.). Die Migrantenidentit&auml;t wird auf diese Weise &uuml;ber den Bezug auf Religion neu formuliert. Religion gewinnt dann oft, aber nicht immer, an Bedeutung durch die Migration.<br />Der Bezug auf Religion erlaubt eine Aufwertung der eigenen Identit&auml;t. Migranten werden oft im Aufnahmekontext nicht nur als &sbquo;fremd&lsquo; behandelt. Sie werden auch diskriminiert und nehmen eine sehr niedrige Position im Statusgef&uuml;ge ein. Arbeitsmigranten erledigen meist wenig angesehene Arbeiten mit geringem Einkommen und werden auch im Alltag (etwa an der Arbeitsstelle, in Gesch&auml;ften oder Kneipen) oft nicht als gleichwertig behandelt. Diese materielle und symbolische Niedrigstellung kann mit dem Bezug auf Religion kompensiert werden. Religion erlaubt es, durch den Bezug auf eine immanente religi&ouml;se Ordnung die eigene Identit&auml;t positiv zu bewerten. Dies tun etwa die von Andreas Wimmer untersuchten t&uuml;rkischen Migranten in der Schweiz. Diese sehen den Bezug auf Religion als positiv und grenzen sich (und auch die religi&ouml;sen und ordnungsliebenden Schweizer) damit symbolisch von den &sbquo;Ungl&auml;ubigen&lsquo; ab (2002: 12ff.). <br />Religion kann damit zweitens zu einem Bestandteil einer ethnischen Abgrenzung werden &ndash; und diese ethnische Abgrenzung erschwert auch den Kontakt zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen. Auf diese Weise bleiben soziale Netzwerke von Migranten und Alteingesessenen voneinander getrennt, anstatt sich langsam miteinander zu verweben. Nicht zuf&auml;llig zeigen denn auch diejenigen Migranten, die am st&auml;rksten traditionell und religi&ouml;s gepr&auml;gt sind und den st&auml;rksten Bezug zu ihrer alten Heimat pflegen, die wenigsten Freundschaften mit Mitgliedern der Aufnahmegesellschaft (Fuhse 2005). Religi&ouml;se Differenz und soziale Abschottung bedingen sich dann gegenseitig &ndash; anstatt dass im Sinne der Assimilationstheorie einseitig die &Uuml;bernahme kultureller Formen auf die soziale Eingliederung in informale Netzwerke folgt.<br />Religion wird also auf vier Weisen in der Migration relevant:</p>
<p>1. Migration sorgt f&uuml;r poly -religi&ouml;se Figurationen vor allem in Gro&szlig;st&auml;dten.<br />2. Durch den sozio -kulturellen Kontakt mit anderen Religionen (sowohl bei Einheimischen als auch bei Zugewanderten) wird die eigene Religiosit&auml;t zumindest teilweise in Frage gestellt.<br />3. Der biographische Bruch durch die Migration und die Erfahrung von Fremdheit sorgen in besonderem Ma&szlig; f&uuml;r ein Bed&uuml;rfnis nach symbolischer Orientierung. Deswegen kann es zu einer Hinwendung zur Religion kommen.<br />4. Religion erlaubt eine Aufwertung der Identit&auml;t als Migrant. Durch den Bezug auf Religion k&ouml;nnen sich ethnische Gruppen voneinander abgrenzen und so ihre soziale Trennung verst&auml;rken.</p>
<h2 class="auto-created">Religi&shy;o&shy;sit&auml;t von jugend&shy;li&shy;chen Migranten in Deutschland</h2>
<p>Im Folgenden sollen die theoretischen &Uuml;berlegungen auf die Situation im Einwanderungsland Deutschland bezogen werden. Dabei soll auch ein Vergleich der Religiosit&auml;t bei verschiedenen Migrantengruppen in Deutschland anhand von Daten aus dem DJI -Ausl&auml;ndersurvey von 1996/97 gezogen werden.<br />Anfang des 21. Jahrhunderts leben &uuml;ber 7 Millionen ausl&auml;ndische Staatsangeh&ouml;rige in Deutschland. Die gr&ouml;&szlig;te Gruppe bilden die T&uuml;rken mit 1,88 Millionen bzw. einem Viertel aller ausl&auml;ndischen Mitb&uuml;rger. Es folgen die anderen klassischen Gruppen von Arbeitsmigranten mit deutlichem Abstand: Italiener (600.000), Serben und Montenegriner (570.000), Griechen (350.000) und Kroaten (240.000). Einzig die Polen als neuere Migrantengruppe leben in vergleichbarer Gr&ouml;&szlig;enordnung (330.000) in Deutschland (Beauftragte der Bundesregierung f&uuml;r Migration, Fl&uuml;chtlinge und Migration 2004). Bis auf die T&uuml;rken sind die meisten dieser Migrantengruppen mehrheitlich christlich. Kroaten, Italiener und Polen kommen aus katholisch gepr&auml;gten L&auml;ndern. Griechen und Serben sind meist griechisch bzw. serbisch-orthodox. Im &ouml;ffentlichen Diskurs werden die religi&ouml;sen Unterschiede zwischen den verschiedenen christlichen Konfessionen selten als Problem gesehen. Hier stehen die Differenzen zwischen Muslimen und Christen im Vordergrund.<br />Auch die sozialwissenschaftliche Forschung konzentriert sich meist auf die T&uuml;rken als gr&ouml;&szlig;te Migrantengruppe und auf die Rolle des Islams. Wilhelm Heitmeyer, Joachim M&uuml;ller und Helmut Schr&ouml;der haben bei t&uuml;rkischen Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen ein starkes Potenzial f&uuml;r islamischen Fundamentalismus nachgewiesen (1997). Peter Wetzels und Katrin Brettfeld fanden bei muslimischen Migranten eine deutlich st&auml;rkere Bedeutung von Religion als bei Jugendlichen mit anderen Bekenntnissen &ndash; verbunden mit einer st&auml;rkeren Gewaltbereitschaft (2003). Diese Ergebnisse weisen auf eine Sonderstellung der t&uuml;rkischen Migranten in Deutschland. Auch wenn Religion bei anderen Migranten ebenfalls eine starke Rolle spielt, scheint sie bei t&uuml;rkisch-st&auml;mmigen Migranten mit muslimischem Glauben in besonderem Ma&szlig;e zur Grundlage der eigenen Identit&auml;t geworden zu sein.<br />Diese Unterschiede zwischen Migrantengruppen mit unterschiedlicher Religion sollen im Folgenden kurz genauer beleuchtet werden. Grundlage ist der DJI-Ausl&auml;ndersurvey von 1996/97, bei dem jugendliche Migranten italienischer, griechischer und t&uuml;rkischer Herkunft im Alter von 18 bis 25 Jahren befragt wurden (Weidacher 2000). Dabei ist zu beachten, dass die Befragten meist nicht selbst migriert sind. Sie geh&ouml;ren zum gr&ouml;&szlig;ten Teil der zweiten Generation von Migranten an, die zwar im Elternhaus (und oft bei Verwandten und Freunden) in erheblichem Ma&szlig;e herkunfts- spezifisch sozialisiert wurden. Zugleich wurden sie aber in der Schule und in Freundesgruppen stark mit Einfl&uuml;ssen aus dem Aufnahmekontext konfrontiert. In ihrer Sozialisation vermischen sich also die Einfl&uuml;sse.<br />Im Rahmen des Ausl&auml;ndersurveys wurden die Jugendlichen etwa gefragt, welche Bedeutung f&uuml;r sie verschiedene Lebensbereiche wie &sbquo;Eltern und Geschwister&lsquo;, &sbquo;Beruf und Arbeit&lsquo;, &sbquo;Partnerschaft&lsquo;, &sbquo;Politik&lsquo; und auch &sbquo;Religion&lsquo; haben (Frage 150). Im Vergleich der Migrantengruppen zeigen sich hier signifikante Unterschiede (vgl. Tabelle). Bei Italienern spielt die Religion die geringste Rolle (mit 4,11 im Schnitt). Es folgen die Griechen mit einer mittleren Wichtigkeit von 4,41 und schlie&szlig;lich die T&uuml;rken mit 4,89. Insgesamt sind diese Unterschiede aber eher moderat &ndash; sie machen auf einer Siebener -Skala lediglich eine Spannweite von 0,78 Punkten aus.<br />Im theoretischen Teil wurde vermutet, dass eine Hinwendung zur Religion oft eine Antwort auf die Erfahrung von Fremdheit und Diskriminierung ist. Entsprechend m&uuml;sste ein Zusammenhang zwischen Diskriminierung und Religiosit&auml;t bestehen. Der Vergleich zeigt, dass sich T&uuml;rken sehr viel st&auml;rker diskriminiert sehen als Italiener und Griechen. [2] Tats&auml;chlich ergibt sich zwischen der Wahrnehmung von Diskriminierung und der Wichtigkeit von Religion eine leichte Korrelation von 0,112 (Pearsons r; Signifikanz: 0,000). Allerdings ist davon auszugehen, dass der Zusammenhang eher auf der Gruppenebene als auf der Individualebene liegt: in solchen Gruppen, die stark stigmatisiert und diskriminiert werden, wird der Bezug zur Religion st&auml;rker ausgepr&auml;gt sein. In der multiplen Regression ist denn auch der Einfluss der Gruppenunterschiede auf die Wichtigkeit von Religion wesentlich gr&ouml;&szlig;er als der der individuellen Erfahrungen von Diskriminierung. [3]<br />Diskriminierung ist allgemein ein schwer fassbares Konstrukt. Wenn ein t&uuml;rkisch-st&auml;mmiger Jugendlicher keine Lehrstelle findet oder am Eingang einer Diskothek abgewiesen wird, mag man dies auf individuelle Faktoren (Bildungsabschluss, Kleidungsstil) oder eben auf Benachteiligung als Gruppe zur&uuml;ckf&uuml;hren. Entscheidend f&uuml;r die eine oder andere Deutung der Situation wird wohl auch sein, was Freunde und Familienmitglieder f&uuml;r Erfahrungen gemacht haben und wie im Freundeskreis oder in der Familie &uuml;ber Entt&auml;uschungen und Benachteiligung kommuniziert wird. Eine zweite Frage ist, ob aufgrund von Aussehen, Nationalit&auml;t oder Religion benachteiligt wird. In der Befragung berichteten jugendliche t&uuml;rkischer Herkunft sehr viel &ouml;fter davon, aufgrund ihrer Religion diskriminiert zu werden (vgl. Tabelle). W&auml;hrend bei den Italienern vier F&uuml;nftel und bei den Griechen knapp zwei Drittel angaben, nie wegen ihres Glaubens benachteiligt zu werden, war dies bei den T&uuml;rken weniger als ein Drittel. Umgekehrt gaben 36,8 Prozent der T&uuml;rken an, mindestens &sbquo;manchmal&lsquo; wegen ihres Glaubens benachteiligt zu werden. Bei den Italienern und Griechen waren es lediglich 3,2 bzw. 7,0 Prozent. T&uuml;rken sehen sich also sehr viel h&auml;ufiger aufgrund ihrer Religion diskriminiert &ndash; und dies f&uuml;hrt auch dazu, dass Religion st&auml;rker zum Bestandteil der eigenen Identit&auml;t wird. Inwiefern tats&auml;chlich die Religion f&uuml;r Diskriminierung verantwortlich ist, l&auml;sst sich nicht feststellen.</p>
<p>Tabelle: Religiosit&auml;t, Diskriminierungswahrnehmung und ethnische Homogenit&auml;t sozialer Netzwerke bei Jugendlichen verschiedener Migrantengruppen [4]</p>
<table cellspacing="0" cellpadding="2" width="452" border="1">
<colgroup>
<col width="247">
<col width="61">
<col width="64">
<col width="62"></colgroup>
<tbody>
<tr>
<td width="247">
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
</td>
<td width="61">
<p class="bodytext">&nbsp;Italiener</p>
<p>&nbsp;(N=848)</p>
</td>
<td width="64">
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p>&nbsp;Griechen</p>
<p>&nbsp;(N=826)</p>
<p>&nbsp;</p>
</td>
<td width="62">
<p class="bodytext">&nbsp;T&uuml;rken</p>
<p>&nbsp;(N=830)</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="247">
<p class="bodytext">&nbsp;Wichtigkeit Religion Skala (1-7)</p>
</td>
<td width="61">
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp; 4,11</p>
</td>
<td width="64">
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp; 4,41</p>
</td>
<td width="62">
<p class="bodytext">&nbsp; &nbsp;4,89</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="247">
<p class="bodytext">&nbsp;Benachteiligung wegen der</p>
<p>&nbsp;Glaubenzugeh&ouml;rigkeit (in Prozent):</p>
<p>&nbsp;&#8222;noch nie&#8220;</p>
<p>&nbsp;&#8222;selten&#8220;</p>
<p>&nbsp;&#8222;manchmal&#8220;, &#8222;oft&#8220; oder &#8222;sehr oft&#8220;</p>
</td>
<td width="61">
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 79,9</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 16,9</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 3,2</p>
</td>
<td width="64">
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp; 64,5</p>
<p>&nbsp;&nbsp; 28,6</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 7,0</p>
<p>&nbsp;</p>
</td>
<td width="62">
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp; 32,7</p>
<p>&nbsp;&nbsp; 30,5</p>
<p>&nbsp;&nbsp; 36,8</p>
<p>&nbsp;</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="247">
<p class="bodytext">&nbsp;Diskriminierungswahrnehmung</p>
<p>&nbsp;(Faktor, standart -1 bis +1)</p>
</td>
<td width="61">
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp; -0,20</p>
</td>
<td width="64">
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp; -0,06</p>
</td>
<td width="62">
<p class="bodytext">&nbsp; +0,27</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="247">
<p class="bodytext">&nbsp;Bezugspersonen nur aus der eigenen</p>
<p>&nbsp;Herkunftsgruppe (in Prozent)</p>
</td>
<td width="61">
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp; 33,3&nbsp;</p>
</td>
<td width="64">
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp;&nbsp; 37,9</p>
</td>
<td width="62">
<p class="bodytext">&nbsp;&nbsp; &nbsp;61,1</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="247">
<p class="bodytext">&nbsp;Quelle: DJI-Ausl&auml;ndersurvey 1996/97</p>
</td>
<td width="61">
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
</td>
<td width="64">
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
</td>
<td width="62">
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Warum stellt die Betonung von Religion durch Migranten ein Problem dar? Eine moderne Gesellschaft wird immer damit leben m&uuml;ssen, dass ihre Mitglieder mehr oder weniger religi&ouml;s sind. Zum Problem wird Religiosit&auml;t aber, wenn sie die Eingliederung von Migranten behindert und zu schlechten Aufstiegschancen und kulturellen Spannungen f&uuml;hrt. Beides ist bei den t&uuml;rkischen Migranten in Deutschland der Fall. Deswegen soll zum Abschluss der Einfluss von Religion auf die ethnische Homogenit&auml;t von pers&ouml;nlichen Beziehungsnetzen untersucht werden, die die zentrale Dimension der Integration von Migranten bildet. Theoretisch wurde vermutet, dass eine starke Religiosit&auml;t auch als symbolische Grenze zwischen Migranten und Aufnahmekontext wirken kann. Zugleich erschweren unterschiedliche kulturelle Orientierungen auch den Aufbau von Freundschaften (Lazarsfeld/Merton 1954). Wenn Migranten sich stark an Religion orientieren (und insbesondere an fremden Religionen), werden sich weniger Freundschaften zwischen ihnen und Deutschen entwickeln. Entsprechend m&uuml;sste ein Zusammenhang bestehen zwischen Religiosit&auml;t und der ethnischen Homogenit&auml;t von pers&ouml;nlichen Netzwerken.<br />Im DJI-Ausl&auml;ndersurvey wurde nach den Personen gefragt, mit denen die jugendlichen Migranten enge Bindungen haben, viel Zeit verbringen, wichtige Dinge besprechen oder ihre Freizeit verbringen (Fragen 43 bis 50). Auch hier ergeben sich deutliche Unterschiede zwischen den Nationalit&auml;ten: Bei Italienern nennt nur ein Drittel nur Bezugspersonen mit der gleichen Nationalit&auml;t, bei den T&uuml;rken sind es &uuml;ber 60 Prozent. Die Griechen liegen mit 37,9 Prozent leicht &uuml;ber den Italienern (vgl. Tabelle). Im Einklang mit den theoretischen Erwartungen ergibt sich zwischen der Wichtigkeit von Religion f&uuml;r die Befragten und dem Anteil der eigenen Ethnie an den Bezugspersonen ein Zusammenhang von 0,189 (Pearsons r; Signifikanz: 0,000). Wer also Religion st&auml;rker betont, hat tendenziell weniger Freundschaften zu Mitgliedern anderer Ethnien. Dieser Einfluss der Religiosit&auml;t auf die Zusammensetzung der sozialen Netzwerke bleibt auch bestehen, wenn man auf das Herkunftsland, den Bildungsstand und die Wahrnehmung von Diskriminierung kontrolliert.</p>
<h2 class="auto-created">Gesell&shy;schaft&shy;liche Anerkennung als Antifun&shy;da&shy;men&shy;ta&shy;lis&shy;mus&shy;kon&shy;zept</h2>
<p>Es zeigt sich also, dass Religion f&uuml;r die Migranten nicht nur von hoher Bedeutung ist. Sondern Religion ist auch wichtig f&uuml;r das Verh&auml;ltnis zwischen Migranten und Alteingesessenen. Je st&auml;rker eine Migrantengruppe diskriminiert wird, desto eher greift sie auf Religion f&uuml;r die Aufwertung der eigenen Identit&auml;t zur&uuml;ck. Dies l&auml;sst sich insbesondere bei den t&uuml;rkischen Jugendlichen beobachten. Au&szlig;erdem verhindert eine starke Religiosit&auml;t von Migranten auch die Bildung von Freundschaften mit Deutschen; dies gilt f&uuml;r die betrachteten Jugendlichen t&uuml;rkischer, griechischer und italienischer Herkunft gleicherma&szlig;en. Insgesamt zeigen jedoch die T&uuml;rken &ndash; auch wegen der starken Diskriminierung &ndash; den st&auml;rksten Bezug zur Religion. Die ethnische Differenz wirkt hier wie eine sich selbst erf&uuml;llende Prophezeiung (Merton 1958 [1948]): Die T&uuml;rken werden aufgrund ihres muslimischen Glaubens als fremd gesehen und behandelt. Im Gegenzug betonen T&uuml;rken ihre Religiosit&auml;t st&auml;rker, um die eigene Migranten-Identit&auml;t aufzuwerten. Im Ergebnis wird die Abgrenzung und Ausgrenzung der t&uuml;rkischen Migranten verst&auml;rkt, anstatt sie im Sinne einer Integration abzubauen.<br />Was l&auml;sst sich aus den pr&auml;sentierten &Uuml;berlegungen f&uuml;r den Umgang mit Migranten und mit solchen Konflikten ableiten? Erstens sorgt die Benachteiligung aufgrund von Religion f&uuml;r eine verst&auml;rkte Abschottung von Migrantengruppen. Die Religion wird von Migranten als wichtiger Bezugspunkt f&uuml;r ihre Identit&auml;t benutzt. Wenn dieser Religion staatlich und gesellschaftlich die Anerkennung verweigert wird, verst&auml;rkt sich damit auch die sozio-kulturelle Grenze zwischen einer Migrantengruppe und ihrer Umwelt &ndash; es kommt nicht zu weniger Abschottung, sondern zu mehr. Zweitens dient Religion vielen Migranten f&uuml;r die symbolische Aufwertung in einer sozialen Realit&auml;t, die sie als entt&auml;uschend und benachteiligend erleben. Um islamischen oder anderen religi&ouml;sen Fundamentalismus von Migranten einzud&auml;mmen und kulturelle Konflikte in unserer Gesellschaft zu entsch&auml;rfen, m&uuml;sste man also zuvorderst f&uuml;r gleiche Besch&auml;ftigungs- und Aufstiegschancen f&uuml;r B&uuml;rger unterschiedlicher Herkunft sorgen. Die Grundlage hierf&uuml;r wird vor allem im Bildungssystem gelegt, wo es Deutschland ja besonders an Chancengerechtigkeit fehlt. Die Herstellung gleicher Chancen in Bildung und Beruf w&auml;re auch ein Schl&uuml;ssel f&uuml;r die Bew&auml;ltigung von Konflikten zwischen Migranten und Alteingesessenen &ndash; und f&uuml;r die Entsch&auml;rfung von religi&ouml;sen Differenzen im gesellschaftlichen Miteinander&nbsp;&nbsp; <br />&nbsp;<br />1 &nbsp;Wichtigster Bestandteil des Ausl&auml;ndersurveys des Deutschen Jugend-Instituts ist eine standardisierte Mehrthemenbefragung von 2.504 Jugendlichen italienischer, griechischer und t&uuml;rkischer Herkunft zwischen 18 und 25 Jahren. Die Befragung wurde Ende 1996 und Anfang 1997 durchgef&uuml;hrt. Schwerpunkte der Befragung waren ethnische Identit&auml;t und Praktiken, Diskriminierungserfahrungen, politisches Interesse und Partizipation, sowie die pers&ouml;nlichen Netzwerke der Jugendlichen. Auch wenn nur wenige Fragen zu Religion auftauchen, bietet der Datensatz &uuml;ber den Vergleich der Migrantengruppen wichtige Einblicke in die Rolle von Religion bei Migranten. Leider stehen vergleichbare neuere Datens&auml;tze f&uuml;r Deutschland nicht zur Verf&uuml;gung.<br />2&nbsp; F&uuml;r die Diskriminierungswahrnehmung wurde mittels Hauptkomponentenanalyse ein Faktor &uuml;ber f&uuml;nf Frage-Items gebildet. Es wurde danach gefragt, ob sich die Befragten gegen&uuml;ber Deutschen &sbquo;in der Schule bzw. am Arbeitsplatz&lsquo;, am Wohnort, &sbquo;beim Einkaufen&lsquo;, in Vereinen und &sbquo;in Discos oder bei anderen Veranstaltungen&lsquo; &sbquo;nicht&lsquo;, &sbquo;wenig&lsquo;, &sbquo;stark&lsquo; oder &sbquo;sehr stark benachteiligt&lsquo; f&uuml;hlen. &Uuml;ber die f&uuml;nf Frage-Items erkl&auml;rt der Faktor 65 Prozent der Varianz. Die Reliabilit&auml;t ist mit einem Cronbachs Alpha von 0,869 sehr gut. Ein methodisches Problem ist aber, dass die Frage-Items trotz ihrer nur vier Auspr&auml;gungen dabei als intervall -skaliert behandelt werden.<br />3&nbsp;&nbsp;Bei der Regression mit Wichtigkeit der Religion als abh&auml;ngiger Variable erkl&auml;ren die Gruppenunterschiede in der Diskriminierungswahrnehmung allein 3,4 Prozent der Varianz. Bei Einschluss der individuellen Diskriminierungswahrnehmung als erkl&auml;render Variable erh&ouml;ht sich die erkl&auml;rte Varianz lediglich auf 4,0 Prozent.<br />4&nbsp;&nbsp;Alle Gruppenunterschiede sind (in T-Tests mit Kontrolle auf inhomogene Varianzen) signifikant auf dem 0,001-Level &ndash; au&szlig;er dem Unterschied in der Diskriminierungswahrnehmung zwischen Italienern und Griechen, der auf dem 0,01-Level signifikant ist. Bei den Bezugspersonen wurde der T-Test &uuml;ber den Anteil der eigenen Herkunftsgruppe an den Bezugspersonen durchgef&uuml;hrt.<br />&nbsp;&nbsp; <br />&nbsp;<br /><b>Literatur&nbsp;</b>&nbsp;</p>
<p>Baumann, Martin 2000: Migration &ndash; Religion &ndash; Integration; Buddhistische Vietnamesen und hinduistische Tamilen in Deutschland, Marburg<br />Beauftragte der Bundesregierung f&uuml;r Migration, Fl&uuml;chtlinge und Migration 2005: Daten &ndash; Fakten &ndash; Trends; Strukturdaten der ausl&auml;ndischen Bev&ouml;lkerung, Berlin&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (<a href="http://www.integrationsbeauftragte.de/download/Modul_2_Strukturdaten.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.integrationsbeauftragte.de/download/Modul_2_Strukturdaten.pdf</a>)<br />Berger, Peter L. 1969: A Rumor of Angels; Modern Society and the Rediscovery of the Supernatural, Garden City<br />Fuhse, Jan 2005: Ethnizit&auml;t, Lebensstile und soziale Netzwerke; Eine Studie zu einer transnationalen Migrantenkultur von Italienern in Deutschland, Stuttgart (Diss.)<br />Gans, Herbert 1967: The Levittowners, New York<br />Gordon, Milton 1964: Assimilation in American Life; The Role of Race, Religion, and National Origins, New York <br />Heitmeyer, Wilhelm/M&uuml;ller, Joachim/Schr&ouml;der, Helmut 1997: Verlockender Fundamentalismus; T&uuml;rkische Jugendliche in Deutschland, Frankfurt/Main<br />Herberg, Will 1955: Protestant &ndash; Catholic &ndash; Jew, New York<br />Hettlage-Varjas, Andrea/Hettlage, Robert 1984: Kulturelle Zwischenwelten; Fremdarbeiter &ndash; eine Ethnie?; in: Schweizerische Zeitschrift f&uuml;r Soziologie Jg. 2, S. 357-403<br />Inglehart, Ronald 1997: Modernization and Postmodernization; Cultural, Economic, and Political Change in 43 Societies, Princeton <br />Lazarsfeld, Paul /Merton, Robert K. 1954: Friendship as Social Process: A Substantial and Methodological Analysis; in: Morroe Berger et al. (Hg.): Freedom and Control in Modern Society, Toronto, S. 18-66<br />Luhmann, Niklas 2000: Die Religion der Gesellschaft, Frankfurt/Main<br />Merton, Robert 1958 [1948]: The Self-Fulfilling Prophecy; in: ders.: Social Theory and Social Structure, New York, S. 475-490<br />Park, Robert/Burgess, Ernest 1969 [1921]: Introduction to the Science of Sociology, Chicago<br />Weidacher, Alois (Hg.) 2000: In Deutschland zu Hause; Politische Orientierungen griechischer, italienischer, t&uuml;rkischer und deutscher junger Erwachsener im Vergleich, Opladen<br />Wetzels, Peter/Brettfeld, Katrin 2003: Auge um Auge, Zahn um Zahn? Migration, Religion und Gewalt junger Menschen, M&uuml;nster<br />Wimmer, Andreas 2002: Multikulturalit&auml;t oder Ethnisierung?; Kategorienbildung und Netzwerkstrukturen in drei schweizerischen Immigrantenquartieren; in: Zeitschrift f&uuml;r Soziologie, Jg. 31, S. 4-26<br />&nbsp;</p>
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