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	<title>Jennifer Clayton-Chen Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>&#8222;Wie ich Hitler Beine machte&#8220;  Historische Hintergründe eines Jugendbuches*</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungen/2004/wie-ich-hitler-beine-machte-historische-hintergruende-eines-jugendbuches/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2004 10:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2004]]></category>
		<category><![CDATA[München: Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mittwoch, 4. Februar 2004, 19:00 Uhr München-Schwabingen, Nicolaiplatz 1b Vortrag und Diskussion mit dem Autor Dieter Schenk. Eine Veranstaltung mit der HUMANISTISCHEN UNION, RV München-Südbayern, in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft München e.V.Mittwoch, 4. Februar, 19:00 Uhr, Seidlvilla, Mühsam-Saal, Nicolaiplatz 1b,München-Schwabing, U3/U6 HSt. Giselastraße. Hitler Beine zu machen, das war für Ewa wie ein elftes [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Mittwoch, 4. Februar 2004, 19:00 Uhr</p>
<p>München-Schwabingen, Nicolaiplatz 1b</i></p>
<p>Vortrag und Diskussion mit dem Autor Dieter Schenk.</p>
<p>Eine Veranstaltung mit der HUMANISTISCHEN UNION, RV München-Südbayern, in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft München e.V.Mittwoch, 4. Februar, 19:00 Uhr, Seidlvilla, Mühsam-Saal, Nicolaiplatz 1b,München-Schwabing, U3/U6 HSt. Giselastraße.</p>
<p>Hitler Beine zu machen, das war für Ewa wie ein elftes Gebot. Sie wuchs in einer harmonischen polnischen Familie in Danzig auf. <br />Am 1. September 1939, dem Tag des Kriegsbeginns, wurde Ewas patriotischer Vater verhaftet und ein halbes Jahr später im KZ Stutthof ermordet. Ewa ging in den Untergrund und nahm am Warschauer Aufstand teil. <br />Soweit die Fakten aus dem Buch, die authentisch sind. Der Mord erfolgte im Rahmen des Nazi-Programms zur Vernichtung der polnischen Intelligenz, dem im Raum Danzig im Herbst 1939 zwischen 52000 und 60000 Menschen zum Opfer fielen.</p>
<p>Dieter Schenk <b>berichtet in seinem Vortrag darüber, wie es zu dem Massenmord kam, wer die Verbrechen beging und warum die Täter im Nachkriegsdeutschland, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht bestraft wurden.</b></p>
<p>Dieter Schenk war von 1980 bis 1989 Kriminaldirektor beim BKA und arbeitet heute als freier Publizist. Er ist Ehrenprofessor der Universität Lodz und erhielt im Juli 2003 den Fritz-Bauer-Preis der HUMANISTISCHEN UNION.</p>
<p>* Dieter Schenk: &#8222;Wie ich Hitler Beine machte &#8211; eine Danziger Polin im Widerstand&#8220;, Bertelsmann Jugendbuch Verlag, 2003, ISBN 3-570-30255-5.</p>
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		<title>Dreimal &#8222;Anti-Terror-Gesetze&#8220; in München &#8211; ein subjektiver Bericht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2002 15:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anti-Terror-Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Innere Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 177, S.15 Im Januar und Februar 2002 fanden in München drei Veranstaltungen zum Thema &#132;Anti-Terror-Gesetze&#147; statt, an denen die HU auf unterschiedliche Art und Weise beteiligt war.Am 25. Januar hielt das HU-Beiratsmitglied Dr. Burkhard Hirsch auf Einladung der Gewerkschaft ver.di im DGB-Haus einen abendfüllen-den Vortrag mit dem Titel &#132;Abschied vom Grundgesetz&#147;. Circa 200 [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr. 177, S.15</p>
<p>Im Januar und Februar 2002 fanden in München drei Veranstaltungen zum Thema &#132;Anti-Terror-Gesetze&#147; statt, an denen die HU auf unterschiedliche Art und Weise beteiligt war.<br />Am 25. Januar hielt das HU-Beiratsmitglied Dr. Burkhard Hirsch auf Einladung der Gewerkschaft ver.di im DGB-Haus einen abendfüllen-den Vortrag mit dem Titel &#132;Abschied vom Grundgesetz&#147;. Circa 200 Personen hingen dem Vollblut-Politiker an den Lippen, als er in die Horrorkiste des Gesetzes griff und Stück für Stück, mit drastischen<br />Beispielen gespickt, die &#132;Folterinstrumente&#147; Revue passieren ließ. Scharf war seine Kritik am &#132;Hauruck&#147;-Verfahren (&#132;eines demokra-tischen Staates unwürdig&#147;), mit dem das &#132;Sicherheitspaket II&#147; (in Kraft seit dem 1. Januar 2002) durch die Gremien gepeitscht wurde; und mahnend waren seine Worte, wonach schon die bisherigen Regelungen schlimm genug seien, nun aber endgültig die Grenze des<br />Erträglichen überschritten sei. Die Ansicht der &#132;schweigenden Mehrheit&#147; in der Bevölkerung, die glaubt, derartige Gesetze beträfen nur die Anderen, geißelte er mit den Worten, er halte diese Denkweise für politische Zechprellerei.<br />&#132;Ohne die Freiheit des einzelnen gibt es keine Freiheit!&#147; Das Publikum reagierte betroffen bis kämpferisch und verschiedene Gewerkschaftsfunktionäre kündigten an, sie würden dafür sorgen, dass dieses Thema in den Gewerkschaftsgremien endlich zur Chefsache werde. Auf die Frage, was man sonst noch tun könne, gab Dr. Hirsch die entwaffnende Antwort: &#132;Gehen Sie zur HUMANISTISCHEN UNION!&#147; Vielen Dank, Dr. Hirsch, aus München. Sie sind ein großartiger &#132;Werbeträger&#147; für die HUMANISTISCHE UNION und ein unermüdlicher Kämpfer für die Freiheitsrechte.<br />Am 5. Februar fand eine von der Neuen Richtervereinigung, den Richtern und Staatsanwälten in ver.di und der HU München-Südbayern unterstützte Veranstaltung der Initiative Bayerischer Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger mit dem Titel &#132;Sicherheit durch Überwachung? Die geplante Anti-Terror-Gesetzgebung auf dem Prüfstand&#147; statt. Geradezu bezeichnend für die Thematik ist dabei das Wörtchen &#132;geplant&#147; im Titel &#150; die Veranstalter hatten<br />offensichtlich nicht geahnt, dass am 5. Februar die Gesetze schon längst in Kraft sein würden! Zwei Experten, die Rechtsanwälte Werner Leitner und Hubert Heinhold, gaben einen Überblick über die neuen Regelungen aus anwaltlicher Sicht. Sogar als Juristin muss ich aber gestehen, dass ich wohl nicht einmal die Hälfte davon in all ihren Konsequenzen verstanden hätte, hätte ich nicht einige Tage zuvor das wesentlich plastischere Referat des Dr. Hirsch gehört. Gut gemerkt habe ich mir hingegen Leitners Bemerkung, er hätte sich als junger Anwalt, der den Verteidiger Horst Mahlers, Otto Schily, bewunderte, nicht träumen lassen, dass er zwanzig Jahre später auf einem Podium sitzen und den Bundesinnenminister Otto Schily angreifen würde, der soeben beim Bundesverfassungsgericht einen<br />Verbotsantrag gegen die NPD, vertreten durch das NPD-Mitglied, Rechtsanwalt Horst Mahler, gestellt haben würde &#8230;<br />Den Abschluss dieser zufällig entstandenen Reihe bildete am 20. Februar eine als Podiumsdiskussion getarnte Wahlkampfveran-staltung der FDP mit: Jürgen Möllemann, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Dr.Klaus Hahnzog und Dr. Till Müller Heidelberg, u.a. im Löwenbräukeller.<br />Außer unserem Bundesvorsitzenden befanden sich also noch zwei HU-Maulwürfe auf dem Podium, nämlich die Beiratsmitglieder Leutheusser-Schnarrenberger und Dr. Hahnzog. Der Titel der Veranstaltung lautete: &#132;Innere Sicherheit und Freiheit &#150; Das Sicherheitspaket II im Fadenkreuz von Experten&#147;. Die Spannbreite der Thesen kann kurz wie folgt dargestellt werden: Till Müller- Heidelberg lehnte das Gesetzeswerk komplett ab. Volle Unterstützung fand er hierbei bei Jürgen Möllemann und Sabine<br />Leutheusser-Schnarrenberger. Letztere wies darauf hin, dass die FDP-Fraktion als einzige das &#132;Sicherheitspaket II&#147; (wenn auch nicht das &#132;Paket I&#147;) geschlossen abgelehnt habe &#150; für mich persönlich ein wichtiger Grund, eventuell &#150; zum ersten Mal seit 22 Jahren &#150; wieder FDP zu wählen.<br />Dr. Hahnzog nahm entsprechend der Haltung seiner Partei eine &#132;gespaltene&#147; Position ein und meinte, dem Gesetz seien bereits im Vorfeld wenigstens die &#132;giftigsten Zähne&#147; gezogen worden. Herr Vogler &#150; seines Zeichens Bundesvorsitzender der Polizeigewerk-schaft im Deutschen Beamtenbund &#150; besetzte auf dem Podium die Kontrastposition aus polizeilicher Sicht, während die windelweichen &#132;einerseits-andererseits&#147;- Ausführungen des Vorsitzenden des<br />Bayerischen Richtervereins, Horst Böhm, deutlich machten, weshalb der Richterverein kein &#132;geborener&#147; Partner bei rechtspolitischen Veranstaltungen der HUMANISTISCHEN UNION ist. Während Till Müller-Heidelberg viel und lang anhaltenden Applaus erhielt, schoss Jürgen Möllemann ein Feuerwerk an Thesen und Forderungen ab (wenn auch oft am Thema vorbei). Unter anderem kritisierte er das<br />unwürdige Spiel beim NPD-Verbotsantrag (&#132;Der Verfassungsschutz<br />schreibt die Texte, die er verbieten will, gleich selber&#147;), forderte eine Aussetzung des Antrags und Erledigung des Themas in der freien Meinungsauseinandersetzung, wies auf die Diskriminierung kritischer Stimmen seit dem 11.September hin, verlangte den sofortigen Abzug der Bundeswehr-Einheiten aus Kuwait, und forderte bei der<br />Gelegenheit gleich noch die Abschaffung der Wehrpflicht und die Errichtung eines unabhängigen Staates Palästina.<br />Damit war Jürgen Möllemann der Star des Abends &#150; aber es war ja, wie gesagt, eine Wahlkampfveranstaltung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/177/publikation/dreimal-anti-terror-gesetze-in-muenchen-ein-subjektiver-bericht/">Dreimal &#8222;Anti-Terror-Gesetze&#8220; in München &#8211; ein subjektiver Bericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<title>&#8222;Auf dem rechten Auge blind &#8211; Die braunen Wurzeln des BKA&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2002 15:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Südbayern: Veranstaltungsberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr.177 S.16 Aus dem hohen Norden zum zweiten Mal gerne zur HU München-Südbayern kam am 6. Februar 2002 Dieter Schenk, der Autor des Buches mit dem obigen Titel, der am 27. September mit dem selben Thema in Berlin aufgetreten war.Dieter Schenk war bereits im November 2000 mit seiner gut besuchten Autorenlesung &#132;Tod einer Polizistin [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteilungen Nr.177 S.16</p>
<p>Aus dem hohen Norden zum zweiten Mal gerne zur HU München-Südbayern kam am 6. Februar 2002 Dieter Schenk, der Autor des Buches mit dem obigen Titel, der am 27. September mit dem selben Thema in Berlin aufgetreten war.<br />Dieter Schenk war bereits im November 2000 mit seiner gut besuchten Autorenlesung &#132;Tod einer Polizistin &#150; Die Geschichte eines Skandals&#147; bei uns in München zu Gast. Nachdem Diethard Seemann als Moderator des Abends fachkundig und belesen in das Thema eingeführt hatte, präsentierte der Autor einen Bericht über Hintergrund und Entstehung seines Buches mit nur wenigen, exemplarischen Hinweisen auf den Inhalt. Es handelte sich somit nicht um eine Autorenlesung im eigentlichen Sinne, sondern um einen Insiderbericht.<br />Dieter Schenk hatte zuvor richtig festgestellt, dass das Vorlesen einzelner, aus dem Zusammenhang gerissener Passagen aus diesem langen und detaillierten Werk (es liest sich stellenweise trocken wie ein Polizeibericht) wenig bringen und nur langweilen würde. So geriet seine Darstellung zu einem fesselnden und bewegenden Bericht über sein persönliches Verhältnis &#150; während seiner dortigen Anstellung und nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst &#150; zum Bundeskriminalamt, zu dessen Tätigkeit und Geschichte.<br />Dabei wurde auf erschreckende und beunruhigende Weise deutlich, wie das &#132;braune&#147; Erbe des BKA dessen Arbeit geprägt hat: als Unterschlupf für (auch kriminell gewordene) Nazis und in der einseitigen Ausrichtung seiner Verfolgungsmaßnahmen.<br />Einige sachkundige Zuhörer bereicherten die anschließende Diskussion mit ihren Beiträgen. Auch der Bayerische Rundfunk war vertreten und kündigte eine Sendung mit Herrn Schenk und mit Auszügen aus der Diskussion an. Der Abend klang bei einem gemütlichen Abendessen in einer bayerischen Wirtschaft aus und Herr Schenk teilte am nächsten Tag von zu Hause aus mit, er habe sich bei uns Münchner HU-lern (Sorry, Berlin!) so wohl gefühlt, dass er der HUMANISTISCHEN UNION erneut beigetreten sei. Wolfgang Killingers online-Kommentar dazu: &#132;So was tut richtig gut!&#147;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/publikation/auf-dem-rechten-auge-blind-die-braunen-wurzeln-des-bka-1/">&#8222;Auf dem rechten Auge blind &#8211; Die braunen Wurzeln des BKA&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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		<item>
		<title>Drei mal &#8222;Anti-Terror-Gesetze&#8220; in München &#8211; ein subjektiver Bericht</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2002/drei-mal-anti-terror-gesetze-in-muenchen-ein-subjektiver-bericht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Feb 2002 13:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anti-Terror-Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Innere Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimdienste]]></category>
		<category><![CDATA[München: Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Durchsuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsbehörden: BKA]]></category>
		<category><![CDATA[Südbayern: Veranstaltungsberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Januar und Februar 2002 fanden in München drei Veranstaltungen zum Thema &#8222;Anti-Terror-Gesetze&#8220; statt, an denen die Humanistische Union auf unterschiedliche Art und Weise beteiligt war. Am 25. Januar hielt das HU-Beiratsmitglied Dr. Burkhard Hirsch auf Einladung der Gewerkschaft ver.di im DGB-Haus einen abendfüllenden Vortrag mit dem Titel &#8222;Abschied vom Grundgesetz&#8220;. Ca. 200 Personen hingen [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2002/drei-mal-anti-terror-gesetze-in-muenchen-ein-subjektiver-bericht/">Drei mal &#8222;Anti-Terror-Gesetze&#8220; in München &#8211; ein subjektiver Bericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Januar und Februar 2002 fanden in München drei Veranstaltungen zum Thema &#8222;Anti-Terror-Gesetze&#8220; statt, an denen die Humanistische Union auf unterschiedliche Art und Weise beteiligt war.</p>
<p>Am 25. Januar hielt das HU-Beiratsmitglied Dr. Burkhard Hirsch auf Einladung der Gewerkschaft ver.di im DGB-Haus einen abendfüllenden Vortrag mit dem Titel &#8222;Abschied vom Grundgesetz&#8220;. Ca. 200 Personen hingen dem Vollblut-Politiker an den Lippen, als er in die Horrorkiste des Gesetzes griff und Stück für Stück, mit drastischen Beispielen gespickt, die &#8222;Folterinstrumente&#8220; Revue passieren liess. Scharf war seine Kritik am &#8222;Hauruck&#8220;-Verfahren (&#8222;eines demokratischen Staats unwürdig&#8220;), mit dem das &#8222;Sicherheitspaket II (in Kraft seit dem 1. Januar 2002) durch die Gremien gepeitscht wurde; und mahnend waren seine Worte, wonach schon die bisherigen Regelungen schlimm genug seien, nun aber endgültig die Grenze des Erträglichen überschritten sei. Die Ansicht der &#8222;schweigenden Mehrheit&#8220; in der Bevölkerung, die glaubt, derartige Gesetze beträfen nur die anderen, geißelte er mit den Worten, er halte diese Denkweise für politische Zechprellerei. &#8222;Ohne die Freiheit des einzelnen gibt es keine Freiheit!&#8220; Das Publikum reagierte betroffen bis kämpferisch, und verschiedene Gewerkschaftsfunktionäre kündigten an, sie würden dafür sorgen, dass dieses Thema in den Gewerkschaftsgremien endlich zur Chefsache werde. Auf die Frage, was man sonst noch tun könne, gab Dr. Hirsch die entwaffnende Antwort: &#8222;Gehen Sie zur Humanistischen Union!&#8220; Vielen Dank, Dr. Hirsch, aus München. Sie sind ein großartiger &#8222;Werbeträger&#8220; für die HU und ein unermüdlicher Kämpfer für die Freiheitsrechte.</p>
<p>Am 5. Februar fand eine von der Neuen Richtervereinigung, den Richtern und Staatsanwälten in ver.di und der HU München-Südbayern unterstützte Veranstaltung der Initiative Bayerischer Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger mit dem Titel &#8222;Sicherheit durch Überwachung? Die geplante Anti-Terror-Gesetzgebung auf dem Prüfstand&#8220; statt. Geradezu bezeichnend für die Thematik ist dabei das Wörtchen &#8222;geplant&#8220; im Titel &#8211; die Veranstalter hatten offensichtlich nicht geahnt, dass am 5. Februar die Gesetze schon längst in Kraft sein würden! Zwei Experten, die Rechtsanwälte Werner Leitner und Hubert Heinhold, gaben einen Überblick über die neuen Regelungen aus anwaltlicher Sicht. Sogar als Juristin muss ich aber gestehen, dass ich wohl nicht einmal die Hälfte davon in all ihren Konsequenzen verstanden hätte, hätte ich nicht einige Tage zuvor das wesentlich plastischere Referat des Dr. Hirsch gehört. Gut gemerkt habe ich mir hingegen Leitners Bemerkung, er hätte sich als junger Anwalt, der den Verteidiger Horst Mahlers, Otto Schily, bewunderte, nicht träumen lassen, dass er zwanzig Jahre später auf einem Podium sitzen und den Bundesinnenminister Otto Schily angreifen würde, der soeben beim Bundesverfassungsgericht einen Verbotsantrag gegen die NPD, vertreten durch das NPD-Mitglied, Rechtsanwalt Horst Mahler, gestellt haben würde&#8230;</p>
<p>Den Abschluss dieser zufällig entstandenen Reihe bildete am 20. Februar eine als Podiumsdiskussion getarnte Wahlkampfveranstaltung der FDP mit u.a. Jürgen Möllemann, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Dr. Klaus Hahnzog und Dr. Till Müller Heidelberg im Löwenbräukeller. Ausser unserem hoch verehrten Bundesvorsitzenden befanden sich also noch zwei HU-&#8222;Maulwürfe&#8220; auf dem Podium, nämlich die Beiratsmitglieder Leutheusser-Schnarrenberger und Dr. Hahnzog. Der Titel der Veranstaltung lautete: &#8222;Innere Sicherheit und Freiheit &#8211; Das Sicherheitspaket II im Fadenkreuz von Experten&#8220;. Die Spannbreite der Thesen kann kurz wie folgt dargestellt werden: Till Müller Heidelberg lehnte das Gesetzeswerk komplett ab. Volle Unterstützung fand er hierbei bei Jürgen Möllemann und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Letztere wies darauf hin, dass die FDP-Fraktion als einzige das &#8222;Sicherheitspaket II&#8220; (wenn auch nicht das &#8222;Paket I&#8220;) geschlossen abgelehnt habe &#8211; für mich persönlich ein wichtiger Grund, eventuell &#8211; zum ersten Mal seit 22 Jahren &#8211; wieder FDP zu wählen. Dr. Hahnzog nahm &#8211; entsprechend der Haltung seiner Partei &#8211; eine &#8222;gespaltene&#8220; Position ein und meinte, dem Gesetz seien bereits im Vorfeld wenigstens die &#8222;giftigsten Zähne&#8220; gezogen worden. Herr Vogler &#8211; seines Zeichens Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft im Deutschen Beamtenbund &#8211; besetzte auf dem Podium die Kontrastposition aus polizeilicher Sicht, während die windelweichen &#8222;einerseits- andererseits&#8220;-Ausführungen des Vorsitzenden des Bayerischen Richtervereins, Horst Böhm, deutlich machten, weshalb der Richterverein kein &#8222;geborener&#8220; Partner bei rechtspolitischen Veranstaltungen der HU ist. Während Till Müller Heidelberg viel und lang anhaltenden Applaus erhielt, schoss Jürgen Möllemann ein Feuerwerk an Thesen und Forderungen ab (wenn auch oft am Thema vorbei). Unter anderem kritisierte er das unwürdige Spiel beim NPD-Verbotsantrag (&#8222;Der Verfassungsschutz schreibt die Texte, die er verbieten will, gleich selber&#8220;), forderte eine Aussetzung des Antrags und Erledigung des Themas in der freien Meinungsauseinandersetzung, wies auf die Diskriminierung kritischer Stimmen seit dem 11. September hin, verlangte den sofortigen Abzug der Bundeswehr-Einheiten aus Kuwait, und forderte bei der Gelegenheit gleich noch die Abschaffung der Wehrpflicht und die Errichtung eines unabhängigen Staates Palästina. Damit war J.M. der Star des Abends &#8211; aber es war ja, wie gesagt, eine Wahlkampfveranstaltung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2002/drei-mal-anti-terror-gesetze-in-muenchen-ein-subjektiver-bericht/">Drei mal &#8222;Anti-Terror-Gesetze&#8220; in München &#8211; ein subjektiver Bericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>TOD EINER POLIZISTIN</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2000/tod-einer-polizistin-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2000 10:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klagen gegen Polizeigesetze]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Polizeikontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Südbayern: Veranstaltungsberichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bericht über die Diskussionsrunde zum Buch &#8222;Tod einer Polizistin &#8211; Die Geschichte eines Skandals&#8220; von Dieter Schenk Am 11. Dezember 2000 fand in der Münchner Seidl-Villa eine viel beachtete Veranstaltung zum Thema &#8222;Tod einer Polizistin. Die Geschichte eines Skandals&#8220; statt. Veranstalter waren die Humanistische Union München und der Hoffmann und Campe Verlag, in dem vor [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2000/tod-einer-polizistin-2/">TOD EINER POLIZISTIN</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bericht über die Diskussionsrunde zum Buch</p>
<p>&#8222;Tod einer Polizistin &#8211; Die Geschichte eines Skandals&#8220; von Dieter Schenk</p>
<p>Am 11. Dezember 2000 fand in der Münchner Seidl-Villa eine viel beachtete Veranstaltung zum Thema &#8222;Tod einer Polizistin. Die Geschichte eines Skandals&#8220; statt. Veranstalter waren die Humanistische Union München und der Hoffmann und Campe Verlag, in dem vor kurzem  ein Buch mit dem selben Titel erschienen ist. Die Veranstaltung fand in Form einer Podiumsdiskussion mit anschließender offener Diskussion statt.</p>
<p>Der Autor des Buches, Dieter Schenk, selbst ehemaliger Kriminalbeamter und zuletzt Kriminaldirektor beim BKA, stellte sein Buch und das Aufsehen erregende Thema der Münchner Öffentlichkeit vor und diskutierte darüber mit drei weiteren Podiumsteilnehmern, Margit Braun, der Mutter der jungen Polizistin Silvia Braun, die sich im Februar 1999 auf dem Weg zum Dienst in der Münchner Polizeiinspektion 14 erschossen hat, Dr. Thomas Etzel, der Rechtsanwalt der Hinterbliebenen Silvia Brauns, und Wolfgang Jandke, Polizist in München und wie Dieter Schenk Bundesvorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten. Jennifer Clayton-Chen sprang als Moderatorin für Tim Hering ein, der das Thema aufgegriffen und die Kontakte geknüpft hatte, am betreffenden Abend jedoch leider verhindert war. Die hochkarätige Besetzung des Podiums spiegelte sich im überaus großen Interesse der Medien wider, die mit zwei Fernsehteams und mehreren Radioreportern vertreten waren und nicht nur die gesamte Veranstaltung aufzeichneten, sondern alle vier Diskutanten vor und nach der Veranstaltung umlagerten.</p>
<p>Der Zeitpunkt der Veranstaltung war allerdings auch geschickt gewählt, denn drei Tage später fand in München der Zivilprozess gegen den ehemaligen direkten Vorgesetzten der Silvia Braun statt, dem die Hinterbliebenen im Zivilprozess gezieltes Mobbing gegen seine Untergebene vorwarfen, durch das diese in den Selbstmord getrieben worden war.  Der schreckliche Vorfall und der damit verbundene Vorwurf an die Münchner Polizei hatte die Münchner Öffentlichkeit von Anfang an, und auch während des im Jahr 2000 durchgeführten Strafver-fahrens stark beschäftigt.</p>
<p>Es würde den Rahmen dieses notwendigerweise kurzen Berichts sprengen, die Spannweite der Diskussion auch nur annähernd wiedergeben zu wollen. Deshalb werden nachfolgend lediglich ein paar Schlaglichter darauf geworfen.</p>
<p>Dieter Schenk verstand es, die Hauptthese seines Buches in persönlich angenehmer, aber sachlich harter Form zusammenzufassen, dass es sich nämlich bei den darin beschriebenen, real stattgefundenen, im Buch zu einem fiktiven Fall zusammengefassten Selbstmorden von vier jungen deutschen Polizistinnen nicht um bedauernswerte Einzelfälle handelt, die ihre Ursache, wie von der Polizei behauptet, vor allem in der psychischen Labilität der Opfer hatten, sondern um eine notwendige Folge struktureller Probleme bei der Polizei. Dazu gehören laut Schenk die Beamtenhierarchie, der Dienstweg, das straf- und dienstrechtliche Verbot, polizeiinterne Verfehlungen öffentlich zu machen, sowie das Fehlen einer unabhängigen Kontrolle sowie unabhängiger Vertrauenspersonen (ähnlich der oder des Wehrbeauftragten). Diese Struktur führt laut Schenk vielfach zu einem nicht hinnehmbaren Corpsgeist und zur Unterdrückung und Ausgrenzung bis hin zur Vernichtung &#8222;unerwünschter&#8220;, also auch kritischer Kolleginnen und Kollegen. Darunter haben vor allem Frauen zu leiden, die sich dem maskulinen Corpsgeist nicht widerstandslos unterordnen wollen. Aus dieser Ausgangssituation kann dann die tödliche Spirale der Unterdrückung und Stigmatisierung des Opfers entstehen, aus der das Opfer wegen seiner Sündenbockrolle keinen Ausweg mehr sieht. Alle in dem &#8222;Roman&#8220; enthaltenen Tatsachen sind gründlich recherchiert und werden durch den umfangreichen Dokumentenanhang bestätigt. Wie Dieter Schenk sagte: Wem der Roman zu fiktiv erscheint, findet durch den Dokumententeil bestätigt, dass es sich beim Mobbing um ein nicht zu leugnendes, gravierendes Problem der Polizei handelt.</p>
<p>Herrn Schenks These wurde auch durch Herrn Jandke, einem Kenner speziell der Münchner Polizeiszene, mit deutlichen Worten bestätigt. Dieser prognostizierte auch, dass es zu weiteren schweren Mobbing-Fällen bei der Polizei  kommen werde, wenn sich die verkrusteten und zutiefst undemokratischen Strukturen nicht änderten, wofür es allerdings keine Anhaltspunkte gebe. Aus politischen Motiven eingesetzte Mobbing-Kommissionen und ähnliche Aktionen hätten lediglich der allgemeinen Beruhigung gedient und seien, wie nicht anders zu erwarten,  größtenteils im Sande verlaufen.</p>
<p>Frau Braun, die Mutter der toten Silvia Braun, war der &#8211; traurige &#8211;  &#8222;Star&#8220; des Abends. Dieser Frau, die von sich selbst sagt, sie gehöre zu den &#8222;kleinen&#8220; und nicht zu den &#8222;studierten&#8220; Leuten, gelang es, ihr Anliegen so ergreifend und überzeugend darzustellen, dass das Publikum an ihren Lippen hing und man die sprichwörtliche Stecknadel hätte fallen hören können. Frau Braun schilderte eindringlich, wie ihr anfängliches Vertrauen in die Polizei (auch noch nach dem Selbstmord ihrer Tochter) in eine zunehmend kritische Einstellung und schließlich in aktive Opposition umgeschlagen war, als sie und ihr Mann bemerkten, dass der Fall vertuscht, Tatsachen verdreht und Verantwortung geleugnet wurden, ja sogar, dass  auch sie in die Sündenbockrolle gedrängt wurden. (Im Brief des Münchner Polizeipräsidenten Dr. Roland Koller, in dem eine Teilnahme an der Veranstaltung vom 11. Dezember  abgesagt wurde, hatte es bezeichnenderweise geheißen, &#8222;das Verhalten der Mutter&#8220; habe &#8222;vieles erschwert&#8220;). Frau Braun betonte, ihr und ihrem Mann gehe es ausschließlich darum, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, und dass Maßnahmen ergriffen werden, um zukünftige Fälle wie den ihrer Tochter zu verhindern, nicht um eine allgemeine Verteufelung der Polizei.</p>
<p>Rechtsanwalt Etzel erläuterte zunächst die strafrechtlichen Grundlagen, wobei es im deutschen Strafrecht zwar keinen &#8222;Mobbing&#8220;-Tatbestand, dafür aber durchaus andere geeignete Tatbestände gebe, eine Anklage und Verurteilung aber meist an Mangel an Beweisen scheitere. Er unterstütze die Familie Braun in ihrem Bestreben, die ihnen nach dem Gesetz zustehende materielle Wiedergutmachung zu erhalten, wenn schon ihre Tochter nicht mehr zum Leben erweckt werden könne. Wenn es zu einer zivilrechtlichen Verurteilung komme, wäre es seines Wissens das erste Mal in einem derartigen Fall. Die Münchner Zivilgerichte hätten somit eine historische Chance, Rechtsgeschichte zu schreiben.</p>
<p>Das strafrechtliche Verfahren endete übrigens damit, dass der beschuldigte Haupttäter seinen Einspruch gegen einen Strafbefehl wegen Beleidigung zurückgenommen hat. Das zivilrechtliche Verfahren auf Schadensersatz und Schmerzensgeld dauert an.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2000/tod-einer-polizistin-2/">TOD EINER POLIZISTIN</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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