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	<title>Karlhans Liebl Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Lagebericht Freistaat Sachsen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Aug 2017 07:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klagen gegen Polizeigesetze]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anmerkungen zur Kriminalit&#228;tsfurcht, Polizeipolitik und Ausbildung der Polizei im Freistaat Sachsen, in: vorg&#228;nge Nr. 218 (Heft 2/2017), S. 135-147 Kriminalit&#228;tspolitik wird h&#228;ufig mit Blick auf die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) betrieben: sinken die Fallzahlen, ist das ein Beleg f&#252;r erfolgreiche Polizeiarbeit &#8211; so die landl&#228;ufige Meinung. Welche Missverst&#228;ndnisse und Fehldeutungen es im Umgang mit der PKS [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/218/publikation/lagebericht-freistaat-sachsen/">Lagebericht Freistaat Sachsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Anmerkungen zur Kriminalit&auml;tsfurcht, Polizeipolitik und Ausbildung der Polizei im Freistaat Sachsen, in: vorg&auml;nge Nr. 218 (Heft 2/2017), S. 135-147</p>
<p><i>Kriminalit&auml;tspolitik wird h&auml;ufig mit Blick auf die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) betrieben: sinken die Fallzahlen, ist das ein Beleg f&uuml;r erfolgreiche Polizeiarbeit &#8211; so die landl&auml;ufige Meinung. Welche Missverst&auml;ndnisse und Fehldeutungen es im Umgang mit der PKS gibt, und warum sinkende Fallzahlen auch ein Beleg f&uuml;r weniger bzw. schlechte polizeiliche Aufkl&auml;rung sein k&ouml;nnen, erl&auml;utert Karlhans Liebl im folgenden Beitrag. Er geht dabei von der s&auml;chsischen Polizei aus und ber&uuml;cksichtigt deren schwieriges Umfeld, insbesondere die sozialen Verwerfungen und die defizit&auml;re Ausbildungssituation der Polizist/innen im Freistaat.&nbsp; </i></p>
<p>Wenn man die Probleme mit dem Neuaufbau der Polizei im Freistaat Sachsen aufzeigen will, sind zwei Vorbemerkungen wichtig, um die aufgezeigten Problempunkte verstehen zu k&ouml;nnen. Die erste betrifft die Problematik, dass alle Polizeien in Deutschland &#8211; und nicht nur die Polizei im Freistaat Sachen &#8211; mit gro&szlig;en Ausstattungsproblemen zu k&auml;mpfen haben: Das reicht von der immer noch nicht abgeschlossenen Einf&uuml;hrung des Digitalfunks, der schlechten IT-Ausstattung (speziell der Software) &uuml;ber einen unzureichenden Fahrzeugpark und fehlende bzw. mangelhafte Schutzwesten bis hin zu Bewaffnungsdefiziten. Die Ausr&uuml;stungsdefizite sind in den Bundesl&auml;ndern zwar unterschiedlich ausgepr&auml;gt, jedoch wurden in den letzten 20 Jahren viele finanzielle und personelle Ressourcen gebunden und auch verschwendet.</p>
<p>Die zweite Vorbemerkung bezieht sich auf den Gesichtspunkt der &#8222;sozialen Umgebung&#8220;, in der die Polizeien handeln und aus denen heraus sie selbst auch handeln. Gegen&uuml;ber dem Argument, dass die &#8222;Polizei auch ein Querschnitt der Bev&ouml;lkerung&#8220; sei, wird immer wieder der Einwand erhoben, dass gerade die Organisation mit dem Gewaltmonopol im Staat aufgrund ihrer speziellen Ausbildung auch eine &#8222;Neutralit&auml;t&#8220; gegen&uuml;ber gesellschaftlichen Problemen oder Einfl&uuml;ssen aufweisen m&uuml;sste. Aber kann man erwarten, dass die Beamtinnen und Beamten mit dem Anlegen der Uniform ihre Lebenserfahrungen und -umwelt gleichsam ablegen und nach einer Metamorphose ihren Dienst als &#8222;neutrale gesetzesgebundene Personen&#8220; antreten, die nur den gesetzlichen Grundlagen verpflichtet sind. Eine solche Vorstellung ist absurd, niemand w&uuml;rde eine solche Anforderung z.B. an Richterinnen und Richter stellen. Es kann immer nur eine Ann&auml;herung an eine solche Forderung geben. Gerade deshalb darf das soziale Umfeld der Polizei nicht vernachl&auml;ssigt werden. Der folgende Beitrag widmet sich aus diesem Grund dem Umfeld der s&auml;chsischen Polizei.</p>
<h5>Krimi&shy;nal&shy;so&shy;zio&shy;lo&shy;gi&shy;sche Bemerkungen zum Umfeld &bdquo;Sachsen&ldquo; </h5>
<p>Bereits erste Studien stellten nach der Wiedervereinigung in Sachsen fest, dass die Bev&ouml;lkerung in gro&szlig;er Sorge um ihre materielle und situative Zukunft war.[1] Diese Situation schw&auml;chte sich zwar in den letzten Jahren ab, dagegen nahm die Sorge um die &#8222;gesellschaftliche Zukunft&#8220; zu. Auch wenn diese Untersuchungen wenig Resonanz in den Medien fanden, so stellen sie die Entwicklung des Freistaates Sachsen noch in einem vergleichsweise positiven Licht dar, wenn dort nur die Erfolge herausgehoben werden und sie ein eher verf&auml;lschendes &#8222;Durchschnittslagebild&#8220; abbilden. Dabei ist nicht wegzudiskutieren, dass Leipzig eine prosperierende Metropole und Dresden sowie das Elbtal trotz Aberkennung des Weltkulturerbe-Status&#8216; touristische Aush&auml;ngeschilder geworden sind. Die wirtschaftliche Entwicklung ist &#8211; ungeachtet zahlreicher wirtschaftskrimineller &#8222;R&uuml;ckschl&auml;ge&#8220;[2] &#8211; positiv und f&uuml;hrte zu einer R&uuml;ckwanderung von j&uuml;ngeren Menschen. Andererseits war der Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang in zahlreichen Gebieten Sachsens so stark &#8211; bis &uuml;ber 30&nbsp;% der Wohnbev&ouml;lkerung, insbesondere bei den j&uuml;ngeren Jahrg&auml;ngen -, dass dieser auf absehbare Zeit in vielen Regionen des Freistaates nicht so schnell r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden kann. Insoweit d&auml;mmern Regionen in Westsachsen, etwa die Mulde-T&auml;ler, sowie der gesamte Osten Sachsens einer &#8211; wirtschaftlich gesehen &#8211; eher uninteressanten Zukunft entgegen. Der oftmals angesprochene &#8222;Zuzug&#8220; von Rentnern z.B. nach G&ouml;rlitz f&uuml;hrt eher dazu, dass die betroffenen Gebiete noch mehr zu regionalen &#8222;Altersheimen&#8220; werden als dass es zu einem kulturellen Aufschwung in diesen Regionen k&auml;me. Andererseits wird diese Tatsache immer wieder als Begr&uuml;ndung f&uuml;r eine Verminderung der Polizeist&auml;rke angef&uuml;hrt.</p>
<p>Weiterhin wird in den Untersuchungen beklagt, dass der Tourismus auch in den attraktiven Landschaften nur Tagesg&auml;ste oder Fahrradfahrer anziehen w&uuml;rde, was weder finanzielle Nachhaltigkeit noch absehbare Prosperit&auml;t zur Folge hat. Gleichfalls darf bei einer Analyse von Sachsen nicht vergessen werden, dass noch immer &#8222;trostlose Zust&auml;nde&#8220; den Alltag bestimmen, so wenn bestimmte Krebsbehandlungen f&uuml;r Menschen in Ostsachsen nur im 150km entfernten Dresden m&ouml;glich sind. Dazu geh&ouml;ren auch Dorfstrukturen, die durch leerstehende H&auml;user bestimmt werden oder ein &ouml;ffentlicher Nahverkehr, der z.B. in den Regionen um G&ouml;rlitz in den vergangenen 10 Jahren um z.T. 80&nbsp;% reduziert wurde. Diese Entwicklung f&ouml;rdert bei der Bev&ouml;lkerung die eher negativen Zukunftsaussichten.</p>
<p>Auch in Untersuchungen zur Sicherheitslage finden sich solche Beispiele, mit denen die negative Einstellung begr&uuml;ndet wird. Zugleich wird &#8211; bezogen auf den Tourismusaspekt &#8211; auch immer wieder darauf verwiesen, dass die &#8222;im Westen&#8220; sich ja nicht f&uuml;r die die &ouml;stlichen Bundesl&auml;nder interessierten. &#8222;Ja, nach Dresden oder der Moritzburg da f&auml;hrt man hin. Wer kommt aber schon in die K&ouml;nigshainer Berge, nach Zittau oder in&#8217;s Naturschutzgebiet Niederspree?&#8220; [3] So weisen die Beurteilungen der Parteien und der Regierung, des Journalismus und der Sicherheitsorgane seit 1998 einen dramatischen Vertrauensverlust in diese Institutionen auf, wobei interessanterweise die Parteien neuerdings wieder ein wenig besser beurteilt werden. Letzteres k&ouml;nnte an dem Auftauchen der AfD liegen. Gleichfalls zeichnen die Zahlen auch die Entstehung der Pegida-Bewegung nach: fehlendes Vertrauen in die normalen demokratischen Institutionen korrespondiert mit der Einstellung, dass nur &#8222;der B&uuml;rger&#8220; selbst die Sicherheit in diesem Lande &uuml;bernehmen k&ouml;nne. Insbesondere der starke Vertrauensverlust bez&uuml;glich der Presseorgane, die am schlechtesten abschneiden, f&auml;llt ins Auge.</p>
<p>Die Beschreibung der Lebenssituation muss an dieser Stelle so holzschnittartig bleiben, da f&uuml;r weitere Er&ouml;rterungen hier nicht der Platz ist und sich die Situation im Erzgebirge, der S&auml;chsischen Schweiz oder dem Vogtland noch durch andere strukturelle Gegebenheiten unterscheidet. Trotzdem zeigte die Einstellung der Befragten in den durchgef&uuml;hrten Untersuchungen ein nur wenig voneinander abweichendes Bild auf, n&auml;mlich das einer von Zukunftssorgen geplagten Bev&ouml;lkerung, die um ihre Sicherheit f&uuml;rchtet.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" border="1" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Liebl1.jpg" width="380" height="268" alt=""><i>Abbildung 1: Bewertung verschiedener demokratischer Gewalten in Sachsen. Werte 1 bis 6 als Schulnoten: 1 = beste Beurteilung 6 = ungen&uuml;gend. Das Schaubild stellt keinen Verlauf dar, es handelt sich um vier Befragungen zu verschiedenen Zeitpunkten.</i></p>
<h5>Statis&shy;ti&shy;sche, berichtete und profak&shy;ti&shy;sche &bdquo;Sicherheit&ldquo; Sachsens</h5>
<p>In der Sicherheitsdebatte wird zumeist auf die Daten der &#8222;Polizeilichen Kriminalstatistik&#8220; (PKS) zur&uuml;ckgegriffen, die von der Polizei erstellt wird und die polizeilich bekannt gewordenen F&auml;lle dokumentiert.[4] Auch im Freistaat Sachsen wird jedes Fr&uuml;hjahr anhand der PKS die Sicherheitslage beschrieben. So lautete z.B. die Presseerkl&auml;rung des Landeskriminalamtes Sachsen zur s&auml;chsischen PKS f&uuml;r das Jahr 2015[5]:</p>
<p>&#8222;<i>Innenminister Markus Ulbig und der Pr&auml;sident des Landeskriminalamtes Sachsen, Dr. J&ouml;rg Michaelis, haben heute die Polizeiliche Kriminalstatistik f&uuml;r 2015 vorgestellt. Demnach wurden im Freistaat Sachsen im vergangenen Jahr 314.861 Straftaten registriert, 12.335 weniger als im Jahr 2014. Die Aufkl&auml;rungsquote ist im Vergleich zum Vorjahr auf 55,7 Prozent gestiegen (2014: 54,8 Prozent). Die Entwicklung der Gesamtkriminalit&auml;t in Sachsen wird durch den R&uuml;ckgang der Eigentumskriminalit&auml;t bestimmt.</i>&#8220; (Auszug aus der Pressemitteilung zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2015)</p>
<p>In diesen Presseerkl&auml;rungen wird zumeist auf den R&uuml;ckgang der Kriminalit&auml;t[6] oder auf den Anstieg der Aufkl&auml;rungsquote als Kriterium f&uuml;r die Arbeitsqualit&auml;t der Polizei hingewiesen.[7] Daneben wird auf einen besonderen Schwerpunkt in der Kriminalit&auml;tsdiskussion eingegangen, wobei auch hier wiederum eine positive Entwicklung hervorgehoben wird. Bemerkenswert ist &#8211; und dies trifft auf alle derartigen Ver&ouml;ffentlichungen in den L&auml;ndern und im Bund zu &#8211; dass dabei &uuml;ber alle Problempunkte der PKS hinweggegangen wird und kritische Gesichtspunkte einfach ausgeklammert werden. Beispiele sind:</p>
<ul>
<li>Die erfassten &#8222;Delikte&#8220; stellen nur den Verdacht einer strafbaren Handlung dar. Es kann sich nachtr&auml;glich herausstellen, dass z.B. das Auto nicht gestohlen wurde, sondern in einem anderen Parkhaus abgestellt wurde, als vermutet.[8]</li>
<li>F&auml;lle, in denen Polizei/Staatsanwaltschaft von einem Verdacht ausgehen, der sich jedoch im Rahmen des Gerichtsverfahrens als falsch herausstellt und es zu einem Freispruch kommt. Die &#8222;Tat&#8220; wird dann in der PKS weiterhin ausgewiesen.</li>
<li>Erst durch eine Anzeige werden die notwendigen Voraussetzungen f&uuml;r die Begehung einer Straftat geschaffen. Das ist z.B. beim Versicherungsbetrug h&auml;ufig der Fall, bei der der eigentliche Betrug auf einer (fingierten) Schadensanzeige (z.B. den vorget&auml;uschten Diebstahl eines Kraftfahrzeugs) beruht.</li>
<li>Es m&uuml;ssen v&ouml;llig unsinnige Anzeigen aufgenommen werden &#8211; z.B. &Uuml;bergriffe von Au&szlig;erirdischen (wie aus Sachsen bekannt[9]) &#8211; da den Polizeibeamt*innen keine Entscheidungsfreiheit nach dem &#8222;Opportunit&auml;tsprinzip&#8220; zugebilligt wird.</li>
<li>Der Zeitpunkt der Erfassung stimmt nicht unbedingt mit dem Tatjahr &uuml;berein, so dass es zu falschen &#8222;Jahresbelastungszahlen&#8220; kommt (z.B. der Fall des Auffindens mehrerer Babyleichen, die jedoch Jahre zuvor get&ouml;tet wurden).[10]</li>
<li>Die Begriffe &#8222;Tateinheit&#8220; und &#8222;Tatmehrheit&#8220; bieten so viele M&ouml;glichkeiten der &#8222;Interpretation&#8220; der polizeilichen Arbeit, dass man bei zahlreichen Tatbest&auml;nden die PKS nur als &#8222;Mogelpackung&#8220; bezeichnen kann;[11] so z.B., wenn bei K&ouml;rperverletzungen oder T&ouml;tungsdelikten mit einem Messer auch noch eine &#8222;Sachbesch&auml;digung&#8220; erfasst wird, da auch die Kleidung des Opfers besch&auml;digt wurde (wie dies in Sachsen vorkam).[12]</li>
<li>Untersuchungen zur Aussagekraft der PKS weisen darauf hin, dass &#8222;Cybercrime&#8220;-F&auml;lle h&auml;ufig als &#8222;Auslandsstraftaten&#8220; gef&uuml;hrt wurden, was f&uuml;r Deutschland dann zu einem R&uuml;ckgang bei der Internet-Kriminalit&auml;t f&uuml;hrte.[13]</li>
</ul>
<p>Aufgegriffen werden soll an dieser Stelle noch ein Aspekt, der in diesem Zusammenhang nie angef&uuml;hrt oder angesprochen wird, n&auml;mlich dass in der Darstellung zur j&auml;hrlichen Kriminalit&auml;tsentwicklung nicht zwischen den sog. Bring- (oder Anzeige-) und Hol- (oder Kontroll-)Delikten unterschieden wird. Um was handelt es sich hierbei? Bei der ersten Gruppe &#8211; darunter fallen Massendelikte wie Diebstahl, Beleidigung, Einbruch, Raub oder Sachbesch&auml;digung &#8211; hat die Polizeist&auml;rke keinerlei Einfluss auf die Feststellung der Delikte[14], da diese von den Opfern angezeigt werden. Die Fallzahlen sind hier direkt von der Anzeigequote abh&auml;ngig. Bei den Kontrolldelikten dagegen ist die Personalst&auml;rke der Polizei von erheblichem Einfluss auf die &#8222;Kriminalit&auml;tsentwicklung&#8220;: Je mehr M&ouml;glichkeiten der Kontrolle bestehen, z.B. beim organisierten Drogenhandel[15], umso mehr werden die Fallzahlen ansteigen &#8211; auch mit der entsprechenden Auswirkung auf die Aufkl&auml;rungsquote.[16]Folglich hat die Kontrollt&auml;tigkeit der Polizei einen ma&szlig;geblichen Einfluss auf die Kriminalit&auml;tszahlen eines jeden Jahres. Deshalb ist es unredlich, bei den Kontrolldelikten von einer Kriminalit&auml;tsentwicklung nach der PKS zu sprechen ohne eine Aussage dar&uuml;ber, inwieweit sich die Kontrollt&auml;tigkeit der Polizei im betreffenden Zeitraum ver&auml;ndert hat.</p>
<p>Dieser Aspekt ber&uuml;hrt auch den Freistaat Sachsen, wenn die Personalst&auml;rke der Polizei dort wie bei der sog. &#8222;Polizeireform 2020&#8220; vorgesehen reduziert worden w&auml;re (wobei die K&uuml;rzungs&uuml;berlegungen aufgrund neuerer &Uuml;berlegungen wieder zur&uuml;ckgenommen wurden). Die Reduzierung der Personalst&auml;rke h&auml;tte sofort auf die Statistik &#8222;durchgeschlagen&#8220;: Da weniger Kriminalit&auml;tskontrollen durchgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen, h&auml;tte die PKS im n&auml;chsten Jahr einen R&uuml;ckgang der Kriminalit&auml;t ausgewiesen, was zugleich als Erfolg f&uuml;r die K&uuml;rzungsma&szlig;nahmen bewertet worden w&auml;re.</p>
<p>Um diese &#8222;Ungenauigkeiten&#8220; der PKS zu beheben, werden in vielen Staaten sogenannte Dunkelfeldforschungen durchgef&uuml;hrt. Dabei soll durch eine repr&auml;sentative Befragung von B&uuml;rger*innen herausgefunden werden, wie hoch die tats&auml;chliche Kriminalit&auml;tsbelastung ist, aber auch warum diese Delikte nur zum Teil den Strafverfolgungsorganen bekannt gegeben wurden.[17] Auch im Freistaat Sachsen regte das Landeskriminalamt eine solche Untersuchung an, die dann 2010 vom Verfasser durchgef&uuml;hrt werden konnte. In der Zwischenzeit liegt eine weitere Untersuchung f&uuml;r Sachsen aus dem Jahre 2014 vor, welche ein einmaliges Bild &uuml;ber die Entwicklung der Kriminalit&auml;t im Dunkelfeld in einem Fl&auml;chenbundesland darstellt.[18] Die Untersuchungen, auf deren Ergebnisse hier im Einzelnen nicht eingegangen werden kann, zeigten jedoch, dass insbesondere bei der Eigentumskriminalit&auml;t bis zu 75 % der Vorkommnisse nicht den Strafverfolgungsorganen gemeldet werden und dieser Anteil f&uuml;r das Jahr 2013 teilweise erheblich zugenommen hat. Hier liegt also ein Kriminalit&auml;tsaufkommen vor, das im Dunkelfeld bleibt. Warum wurden nun diese F&auml;lle nicht den Strafverfolgungsorganen bekannt gemacht? Am h&auml;ufigsten gaben die Befragten an, dass man keinen Sinn in einer Anzeige bei der Polizei sehe, da diese den Fall sowieso nicht aufkl&auml;ren k&ouml;nne und sie demnach auch den Gesch&auml;digten nichts n&uuml;tzen w&uuml;rde.[19]</p>
<p>Die Ergebnisse der Dunkelfeldforschung korrespondieren auch mit der &#8222;gef&uuml;hlten&#8220; oder &#8222;profaktischen Sicherheit&#8220; in Sachsen. In beiden Untersuchungen wurde nach der Wahrnehmung der Kriminalit&auml;t gefragt. Die Sicherheitslage im Freistaat wurde von 2010 auf 2014 wesentlich schlechter eingestuft und hatte bei nicht wenigen Bewohnern auch eine Ver&auml;nderung des Freizeitverhaltens &#8211; besonders in den Abendstunden &#8211; zur Folge.[20] Ein kriminologisches Projekt im Bereich Ostsachsen brachte be&auml;ngstigende Ergebnisse zu Tage: In der nur d&uuml;nn besiedelten, d&ouml;rflich gepr&auml;gten Region f&uuml;hlten sich 47&nbsp;% der Bewohner nach Einbruch der Dunkelheit &#8222;sehr bzw. ziemlich unsicher&#8220;. Am Tage traf dies noch auf 1/5 der Bewohner zu, wobei interessanterweise auf Fragen nach der Betroffenheit durch kriminelle Handlungen fast keiner der Einwohner eine eigene Opferwerdung berichten konnte.[21] Die Analyse, die durch die Kommunen angeregt wurde, sollte[22] eine wissenschaftliche Begr&uuml;ndung daf&uuml;r liefern, dass sogenannte &#8222;B&uuml;rgerwehren&#8220; zur Hebung des Sicherheitsgef&uuml;hls eingef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Aufgrund der gewonnenen Ergebnisse und aus kriminologischer Sicht wurde dies jedoch nicht bef&uuml;rwortet, worauf die Zusammenarbeit durch die Gemeinden abgebrochen und &#8222;B&uuml;rgerwehren&#8220; durch die &ouml;rtlichen Feuerwehren aufgestellt wurden. Da in Ostsachsen bekannterma&szlig;en zahlreiche Mitglieder dieser Einrichtung eine rechtsgerichtete Einstellung haben, kann man sich dem Verdacht nicht verschlie&szlig;en, dass von vornherein die Absicht bestand, solche &#8222;B&uuml;rgerwehren&#8220; wissenschaftlich abgesichert zu institutionalisieren.</p>
<h5>Polizei&shy;aus&shy;bil&shy;dung in Sachsen in der Nachwen&shy;de&shy;zeit</h5>
<p>&Uuml;ber den Umfang der rechtsextremistischen Straftaten im Freistaat Sachsen wurde seit den Ausschreitungen in Hoyerswerda 1991 viel berichtet. Es ist nicht der Sinn dieses Beitrages, dies alles nachzuerz&auml;hlen. Bemerkenswert sind jedoch einige Tatsachen, die bisher wenig problematisiert wurden und die bei der Beantwortung der Frage helfen k&ouml;nnen, warum die Polizeibeh&ouml;rden bei ihren Ermittlungen gegen Rechte scheinbar wenig erfolgreich waren. Dabei wird nicht auf die Arbeit der Gerichte, die solche Taten zum Teil (z.B. bei den Skinheads S&auml;chsische Schweiz, SSS) nur z&ouml;gerlich aburteilten, oder die Ermittlungsarbeit der Staatsanwaltschaften eingegangen, da sich dies einer Analyse bisher v&ouml;llig entzieht.</p>
<p><img decoding="async" border="1" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/Liebl2.jpg" width="347" height="500" alt=""><br /><i>Abbildung 2: Plakat aus dem Leipziger Raum </i></p>
<p>Wenn man den Rechtsradikalismus im Freistaat Sachsen anspricht, dann sollte man nicht vergessen, dass in Reaktion auf die Vorf&auml;lle in Hoyerswerda bereits im Jahre 1991 auf Initiative des damaligen Innenministers Heinz Eggert die sogenannte &#8222;Soko Rex&#8220; gegr&uuml;ndet wurde, die sich mit Rechtsradikalismus befasste. Auch heute besteht diese Abteilung der Kriminalpolizei weiterhin, sie untersteht jetzt dem &#8222;Operativen Abwehrzentrum (OAZ)&#8220;. Zum Arbeitsaufkommen dieser Ermittlungseinheit berichtete ein ehemaliger Leiter, dass pro Jahr fast 600 F&auml;lle mit einer Aufkl&auml;rungsquote von ca. 90&nbsp;% bearbeitet wurden.[23] Da die F&auml;lle bisher keiner wissenschaftlichen Begleitforschung unterlagen, kann nur dar&uuml;ber spekuliert werden, ob es sich dabei um die Aufdeckung von rassistischen Schmierereien, Beleidigungen von Personen mit Migrationshintergrund oder um schwere K&ouml;rperverletzungen, Bedrohungen oder Brandstiftungen handelte. Auch die Aufkl&auml;rungsquote sagt wenig aus, wie oben erl&auml;utert. Letztendlich stehen dem OAZ in f&uuml;nf regionalen Ermittlungsabschnitten insgesamt nur 65 Beamtinnen und Beamte zur Verf&uuml;gung, was im Polizeialltag h&ouml;chstens daf&uuml;r reicht, um Ermittlungen &#8222;vom Schreibtisch aus&#8220; zu f&uuml;hren und bei mehrmaligem Nichterscheinen einer beschuldigten Person den Vorgang wegen Fristablauf zur weiteren Entscheidung der Staatsanwaltschaft zu &uuml;bergeben.[24] Die &#8222;Erfolge&#8220; solcher Unterbesetzung und dadurch eingeschr&auml;nkter Ermittlungst&auml;tigkeit kann man sich leicht vorstellen.[25]</p>
<p>Wie die bescheidene personelle Ausstattung dieser Ermittlungseinheit, so waren auch die verschiedenen Aktivit&auml;ten des Innenministeriums zur Aufarbeitung von fremdenfeindlichen Einstellungen innerhalb des Polizeiapparates und der Implementierung eines Programms zur F&ouml;rderung der interkulturellen Kompetenz von wenig Ausdauer gepr&auml;gt. Dies soll anhand einiger Beispiele kurz beleuchtet werden: Eine vom Bundeskriminalamt (BKA) [26] gef&ouml;rderte Studie zum Thema &#8222;Polizei und Fremde&#8220; von Bornewasser u.a. untersuchte &#8222;jene strukturelle(n) Faktoren, die die Entwicklung und Emotionen sowie die Genese von &Uuml;bergriffen und illegalem Polizeihandeln bedingen oder doch beg&uuml;nstigen.&#8220; Die Studie kam u.a. zu dem Ergebnis, dass es sich bei den fremdenfeindlichen Einstellungen und Handlungsweisen &#8222;weder um &#8218;blo&szlig;e Einzelf&auml;lle&#8216; noch um ein &#8218;systematisches Verhaltensmuster der Polizei&#8216; handelt, sondern dass die Kumulation von Belastungen in Ballungszentren mit hoher illegaler Einwanderung und Kriminalit&auml;t sowie bei Gro&szlig;eins&auml;tzen gegen verbotene Demonstrationen manche Beamte &uuml;berfordert&#8220;[27]. Die Fachhochschule f&uuml;r &ouml;ffentliche Verwaltung und die Polizei Rheinland-Pfalz kam im gleichen Zeitraum zu &auml;hnlichen Ergebnissen &#8211; auch wenn dies oftmals den Erfahrungsberichten Betroffener widersprach.[28]</p>
<p>Aufgrund dieser Forschungsergebnisse sollte auf Anregung des Arbeitskreises Kripo der Innenministerkonferenz in ausgew&auml;hlten Bundesl&auml;ndern, darunter auch f&uuml;r den Freistaat Sachsen, Leitlinien zur Aus- und Fortbildung der Polizei im Umgang und den besonderen Stresssituationen mit Personen mit Migrationshintergrund erarbeitet werden. Der Autor geh&ouml;rte einer durch das S&auml;chsische Staatsministerium des Innern (SMI) eingerichteten Arbeitsgruppe an, die die vorliegenden Forschungsergebnisse umsetzen, ihre Relevanz f&uuml;r den Freistaat Sachsen pr&uuml;fen und die erarbeiteten Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Aus- und Fortbildung nutzen sollte. Aus Vorerhebungen war bekannt, dass sich die s&auml;chsische Landespolizei vorher nicht mit dem Thema besch&auml;ftigt hatte. Die Arbeitsgruppe stellte schnell fest, dass es keine sinnvolle Vorgehensweise w&auml;re, dieses Thema im Rahmen der sogenannten &#8222;Kleinen Fortbildung&#8220; auf den Polizeirevieren durch den Revierleiter aufzugreifen. Vielmehr k&ouml;nnte eine angemessene Besch&auml;ftigung mit dem Thema &#8222;Polizei und Fremde&#8220; nur im Rahmen einer besonderen Aus- und Fortbildung erfolgen. Mit diesem Zwischenergebnis wurde die Arbeitsgruppe in einen &#8222;ruhenden Zustand&#8220; versetzt, bis neue Leitgedanken von Seiten SMI erarbeitet sein sollten. Dieses &#8222;Ruhen&#8220; dauert bis heute an. Keine der vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen wurden in der Ausbildung der s&auml;chsischen Polizei umgesetzt; auch Fortbildungsma&szlig;nahmen in diesem Bereich sind nicht bekannt. So muss man den Eindruck gewinnen, dass das Thema &#8222;Polizei und Fremde&#8220; im Freistaat Sachsen kein Problem darstellt. Es fanden noch zwei gr&ouml;&szlig;ere Tagungen auch unter Einbeziehung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hochschule der S&auml;chsischen Polizei statt, die explizit die Aktivit&auml;ten der rechtsradikalen Gruppierungen im Freistaat Sachsen zum Gegenstand hatten. Diese Tagungen kamen in verschiedenen Arbeitsgruppen zu dem Schluss, dass auf Grund der vorgestellten Arbeitsergebnisse es weiterf&uuml;hrender Diskussionen und auch wissenschaftlicher Unterst&uuml;tzung durch die Hochschule(n) bedarf, um m&ouml;gliche Ma&szlig;nahmen zu erarbeiten. Auch diese Arbeitsgruppen &#8222;ruhen&#8220; seither. In diesem Zusammenhang ist abschlie&szlig;end ein von der Pr&auml;ventionsabteilung der Polizeidirektion G&ouml;rlitz angeregtes Schulprojekt zu nennen, das in Ostsachsen den Einfluss rechtsradikaler Gruppen auf die Freizeitgestaltung der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, aber auch deren Einfluss innerhalb der Schulen (z.B. durch Propaganda auf den Schulh&ouml;fen) untersuchen sollte. Die wissenschaftliche Begleitung sollte durch die Hochschule der S&auml;chsischen Polizei erfolgen. Das wegweisende Projektdesign h&auml;tte jedoch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Hochschule ben&ouml;tigt, die trotz vorhandener finanzieller Mittel nicht eingestellt wurden. Aus diesem Grunde zog der Landespr&auml;ventionsrat die Projektbegleitung an sich und seither &#8222;ruht&#8220; auch dieses vielversprechende Pr&auml;ventionsprojekt. [29]</p>
<p>In den letzteren Ausf&uuml;hrungen wurde immer wieder die Ausbildungssituation der Polizei im Freistaat Sachsen angesprochen. Dabei ist zu bedenken, dass die Polizei in Sachsen noch eine dreigeteilte Laufbahn aufweist, d. h. dass es Polizeischulen f&uuml;r den sogenannten mittleren Dienst und die Hochschule der S&auml;chsischen Polizei (FH) f&uuml;r den gehobenen und h&ouml;heren Dienst gibt. [30] Auch wenn an dieser Stelle keine Aussagen &uuml;ber die Inhalte der gesamten Ausbildungen gegeben und keine Bewertung des gesamten Inhalts der Lehrveranstaltungen vorgenommen werden k&ouml;nnen, sollen dennoch Problempunkte der Ausbildungssituation der s&auml;chsischen Polizei angesprochen werden.</p>
<p>Liegen die Polizeischulen f&uuml;r die Ausbildung des mittleren Polizeivollzugsdienstes noch an Standorten der Bereitschaftspolizei nahe den st&auml;dtischen Zentren, so wurde die Hochschule der S&auml;chsischen Polizei zur F&ouml;rderung des strukturschwachen Raumes in Ostsachen, in Rothenburg/Oberlausitz, in einer urspr&uuml;nglichen Fliegerkaserne der Nationalen Volksarmee der DDR eingerichtet. Der Standort weist strukturelle M&auml;ngel auf, die die Ausbildung wesentlich beeintr&auml;chtigen: So fehlt eine Anbindung an andere wissenschaftliche Einrichtungen im Freistaat, die n&auml;chsten Wissenschaftsstandorte (in Zittau/G&ouml;rlitz, Dresden oder Cottbus sind 1 Autofahrstunde oder weiter entfernt ist; in der Bibliothek der Hochschule stehen B&uuml;cher und Zeitschriften nur im beschr&auml;nkten Umfang zur Verf&uuml;gung &#8230; Wissenschaftliche Diskussionen kommen daher nur schwer in Gang. Ein akademischer Mittelbau, der Kleingruppen betreuen oder die gesetzlich vorgesehenen Forschungsleistungen unterst&uuml;tzen k&ouml;nnte, wurde in den 20 Jahren ihrer Existenz nicht eingerichtet und scheint nicht erw&uuml;nscht zu sein. Hinzu kam, dass &uuml;ber ein Jahrzehnt die Stelle des Rektors oder Pro-Rektors vakant war und die Hochschule von einem Fachbereichsleiter vertretungsweise geleitet wurde. [31] Grunds&auml;tzliche Neuerungen oder eine Entwicklung des Ausbildungskonzeptes konnten in diesem Zeitraum weder verwirklicht noch beim SMI durchgesetzt werden. [32]</p>
<p>Die mangelhafte Infrastruktur der Hochschule schl&auml;gt sich auch in der Ausbildung nieder: Diese findet nicht in Seminaren, sondern meist frontal statt, die von 8 h morgens bis ca. 17 h nachmittags mit kurzen Unterbrechungen dauern. Um den Anfahrtsaufwand z.B. von Lehrbeauftragen zu vermindern, umfassen manchen Seminarvorlesungen einen Zeitraum von 4 oder 6 Lehrstunden, oder aber ein Studieninhalt wird bereits am n&auml;chsten Tag fortgesetzt, sodass den Studierenden keine M&ouml;glichkeit zur Nach- oder Vorbereitung bleibt.[33]</p>
<p>Dazu kommt, dass die Bachelor-Ausbildung im letzten Jahr nochmals verk&uuml;rzt wurde und heute nur noch 2 Jahre f&uuml;r die Vermittlung von &#8222;Wissen&#8220; verbleiben (w&auml;hrend in den meisten anderen Bundesl&auml;ndern eine dreij&auml;hrige Ausbildung vorgesehen ist). Die Reduzierung traf vor allem die sogenannten &#8222;Wahlf&auml;cher&#8220;, bei denen die Studierenden noch aus einem Angebot interessierender Seminare w&auml;hlen konnten. Insoweit haben auch Themen wie &#8222;Polizei und Fremde&#8220; keinen Platz innerhalb der Ausbildungsstruktur. Auch die Themen Nationalsozialismus und nationalsozialistische Bewegung in Sachsen wird nach dem Lehrplan in wenigen Stunden eher politikwissenschaftlich-historisch abgearbeitet, als dass sie einen Schwerpunkt in der Ausbildung des gehobenen Polizeivollzugsdienstes darstellen.[34] Insoweit finden auch Unterrichtseinheiten zur interkulturellen Kompetenz &#8211; wie dies an anderen Polizeihochschulen schon seit Jahren der Fall ist [35] &#8211; keinen Raum, die Ausbildung ist nur auf einen &#8222;Generalisten&#8220; der Polizeiarbeit auf niedrigster Ausbildungsstufe ausgerichtet. Bei einer Studiendauer von nur noch 2 Jahren bleibt kein Raum f&uuml;r Spezialisierungen z.B. im Bereich der kriminalpolizeilichen T&auml;tigkeit, der Vermittlung von speziellen Kenntnissen der Korruptionskriminalit&auml;t, der Wirtschafts- oder Internetkriminalit&auml;t, der Organisierten Kriminalit&auml;t &#8230;; es nur die allgemeinen Grundlagen vermittelt werden. [36]</p>
<p>Von 1992 bis 2015 gab es keine Abstimmung zwischen dem Fortbildungsinstitut der s&auml;chsischen Polizei, das in Bautzen angesiedelt ist, und der Hochschule der S&auml;chsischen Polizei, die f&uuml;r die Ausbildung zust&auml;ndig ist. Mittlerweile wurde das Aus- und Fortbildungsinstitut in die Hochschule der S&auml;chsischen Polizei eingegliedert. Bisher ist jedoch noch keine sinnvolle Verzahnung zwischen Aus- und Fortbildung zu erkennen,&nbsp; die Fortbildung beschr&auml;nkt sich &uuml;berwiegend auf Sprachkurse, als dass tats&auml;chlich auf Probleme im Freistaat Sachsen eingegangen wird. [37]</p>
<p>Abschlie&szlig;end ist auch noch auf die &#8222;Wissenschaftsfeindlichkeit&#8220; des s&auml;chsischen Innenministeriums abzuheben. Dort wurden die Ergebnisse der oben beschriebenen Dunkelfeldforschung schlicht nicht zur Kenntnis genommen, angesetzte Presseerkl&auml;rungen oder Pr&auml;sentationen der Ergebnisse jeweils kurzfristig abgesagt. Die Resultate der Untersuchung wurden erst nach einer &#8222;Kleinen Anfrage&#8220; im S&auml;chsischen Landtag von der Hochschule abgerufen. Dazu passt, dass die Hochschule der S&auml;chsischen Polizei seit zwanzig Jahren &uuml;ber keine eigenen Forschungsmittel verf&uuml;gt, weshalb es im Freistaat Sachsen auch keine polizeiwissenschaftliche Forschung gibt.</p>
<h5>Epilog</h5>
<p>Zusammenfassend kann man sagen, die Ausbildung der Landespolizei Sachsen beschr&auml;nkt sich auf die fachlich reduzierteste Art einer Qualifikation f&uuml;r die mittlere F&uuml;hrungsebene (also &#8222;Kommissare&#8220; bis &#8222;Erste Hauptkommissare&#8220;). [38] Als wichtigster Grund f&uuml;r diese eingeschr&auml;nkte Ausbildung wird der Einspareffekt genannt. Zur Best&auml;tigung dieser Argumentation wird auf die statistischen Erfolge in der j&auml;hrlichen PKS verwiesen, die die gute Arbeit der Landespolizei und damit die Formel unterstreiche: einfach &#8211; billig &#8211; gut.</p>
<p>Keinesfalls sollen meine Ausf&uuml;hrungen als umfassende Bewertung der Ausbildung der s&auml;chsischen Polizei verstanden werden. Bei einer kritischen Betrachtung ist immer auch zu bedenken, dass die s&auml;chsische Polizei sicherlich nicht (viel) mehr Polizistinnen und Polizisten mit nationaler Einstellung hat als andere L&auml;nderpolizeien. Auch die Einwohner d&uuml;rften nicht rechtsextremistischer eingestellt sein, als dies in anderen Bundesl&auml;ndern der Fall ist. Die Konzentration der Berichterstattung &uuml;ber Pegida-Demonstrationen auf den Freistaat Sachsen [39] zeigt eigentlich nur, dass die Medien und andere gesellschaftliche Organisationen auf einem Auge blind sind oder es gut finden, dass es eben (nur) in Sachsen solche Ausschreitungen gibt. Dabei wird vergessen, dass die Pegida-Teilnehmer nicht nur aus Dresden, Freital oder Ostsachsen stammen, sondern auch aus anderen Bundesl&auml;ndern anreisen. Wer spricht aber schon &uuml;ber die jeden Samstag stattfindenden rechten Aufm&auml;rsche oder Treffen im s&uuml;dlichen Brandenburg, im Mansfelder Land oder Westmecklenburg? Nicht zu vergessen die Aktionen von Neo-Nazis in Dortmund oder M&uuml;hlheim bzw. anderen nordrheinwestf&auml;lischen St&auml;dten, &uuml;ber die man&#8211; wenn &uuml;berhaupt &#8211; nur sporadisch irgendeinen Hinweis in den Medien findet. Deutschland m&uuml;sste daher den Blick weg von &#8222;Sachsen&#8220; finden und sich eher der Frage stellen: &#8222;Warum ist der Scho&szlig; noch so fruchtbar?&#8220; Daf&uuml;r bedarf es im Wesentlichen zwei Voraussetzungen: Einmal muss es zu einer Spezialisierung der Polizei kommen, es k&ouml;nnen nicht weiterhin &#8222;Generalisten&#8220; ausgebildet werden, die heute den Verkehr umleiten und morgen die Ermittlungen im Bereich der Wirtschaftskriminalit&auml;t f&uuml;hren. Zum anderen muss sich die Polizei wieder verst&auml;rkt der Sicherheitsforschung zuwenden. Die Sicherheitslage sollte auch in Zeiten des Terrors erforscht, aber auch die Einstellungen und die Defizite im Umgang mit den verschiedenen Kulturen in einer vernetzten und globalisierten Welt in den eigenen Reihen untersucht werden. Das Vers&auml;umnis der deutschen Sicherheitsforschung zeigt sich paradigmatisch an den Sicherheitsberichten, die federf&uuml;hrend vom BKA erstellt wurden: Der aktuellste Bericht stammt aus dem Jahre 2006.</p>
<p><i>KARLHANS&nbsp;LIEBL&nbsp;&nbsp; Prof. f&uuml;r Kriminologie, Dr. phil., geb.&nbsp;1951, 1976 &#8211; 1992 Max-Planck-Institut f&uuml;r ausl&auml;ndisches und internationales Strafrecht, Forschungsgruppe Kriminologie; 1992 &#8211; 1996 Forschungsprojekte zu kriminologischen und soziologischen Themen; 1995 &#8211; 2016 Professur an der Hochschule der S&auml;chsischen Polizei (FH), Rothenburg/OL und Mitbegr&uuml;nder des Arbeitskreises &#8222;Empirische Polizeiforschung&#8220;; z.Zt. Forschungsprojekt im Rahmen der Sicherheitsforschung des BMBF. J&uuml;ngste Ver&ouml;ffentlichungen: Kriminalit&auml;tsbelastung und Viktimisierungen im Zeitlauf, Untersuchungen zum Dunkelfeld im Freistaat Sachsen 2010 und 2013 Baden-Baden (Nomos) 2016; Empirische Polizeiforschung XX: Polizei und Minderheiten, Frankfurt (Verlag f&uuml;r Polizeiwissenschaft) 2017; Arzneimittelkriminalit&auml;t in Deutschland, Rothenburg (Hochschulverlag) 2017.</i></p>
<p><b>Anmerkungen:</b></p>
<p>1 Vgl. dazu die Ver&ouml;ffentlichungen, Sterbling, Anton, unter: <a href="http://www.polizei.sachsen.de/de/dokumente/PolFH/TitellisteXBd80.pdf" target="_blank" rel="noopener">www.polizei.sachsen.de/de/dokumente/PolFH/TitellisteXBd80.pdf</a> zu Hoyerswerda und G&ouml;rlitz.</p>
<p>2 Hier seien beispielhaft nur die Subventionsproblematiken in Ostsachsen im Zusammenhang mit Flugpl&auml;tzen und Industrieansiedlungen im Holzverarbeitenden Gewerbe angef&uuml;hrt sowie die letztendlich noch immer nicht aufgekl&auml;rten Korruptionsvorw&uuml;rfe im Zusammenhang mit dem Autobahnbau (z.B. A 72/A 4) oder der Olympiabewerbung.</p>
<p>3 Interviewzitate aus einer Untersuchung zum Sicherheitsgef&uuml;hl, vgl. Liebl, Karlhans (Hg.), Subjektive Sicherheit in einem Grenzland, Rothenburg 2015.</p>
<p>4 S. dazu ausf&uuml;hrlich Liebl, Karlhans, Kriminalit&auml;t, Kriminalit&auml;tserfassung und Fragen des Dunkelfeldes, Frankfurt 2013.</p>
<p>5 Unter <a href="http://www.polizei.sachsen.de/de/dokumente/LKA/PolizeilicheKriminalstatistikX2015.pdf" target="_blank" rel="noopener">www.polizei.sachsen.de/de/dokumente/LKA/PolizeilicheKriminalstatistikX2015.pdf</a> (vom 7.11.2016).</p>
<p>6 Sollte sich doch in einem Jahr einmal ein Anstieg ergeben haben, so wird dieser oftmals &#8222;positiv&#8220; begr&uuml;ndet oder relativiert.</p>
<p>7 Die Aufkl&auml;rungsquote hatte bei ihrer Einf&uuml;hrung tats&auml;chlich die Bedeutung, dass sie auf Ermittlungsschwierigkeiten hinwies. Heute wird jedoch die Aufkl&auml;rungsquote von den Innenministern als Qualit&auml;tsaussage f&uuml;r die Arbeit der Polizei verfremdet. Insoweit wird jedes Jahr ein erheblicher Aufwand betrieben, die Aufkl&auml;rungsquote erfolgsorientiert zu errechnen.</p>
<p>8 Im Jahre 2012 wurde der Straftaten- und Merkmalskatalog im Zusammenhang mit der Einzeldatensatzlieferung an das BKA erweitert. Damit sollen weitere Analysem&ouml;glichkeiten verbunden sein. Die Frage bleibt jedoch, inwieweit diese M&ouml;glichkeiten tats&auml;chlich genutzt werden k&ouml;nnen, da aufgrund der Detaillierung mit zunehmenden Einordnungsproblemen zu rechnen ist. Vgl. z.B. eine erste Auswertung durch Guzy zu K&ouml;rperverletzungsdelikten (vgl. Guzy, Nathalie, Neue Analysem&ouml;glichkeiten der Polizeilichen Kriminalstatistik, in: Kriminalistik 10, 2012: 581-587).</p>
<p>9 S. eine &#8222;Kleine Anfrage des S&auml;chsischen Landtages&#8220; von 2004.</p>
<p>10 Vgl. dazu u. a. Spiegel-Online vom 1.12.2008 unter <a href="http://www.spiegel-online/panorama/Justiz/babyleichen_in_tiefkuehltruhe" target="_blank" rel="noopener">www.spiegel-online/panorama/Justiz/babyleichen_in_tiefkuehltruhe</a> (17.12.2012).</p>
<p>11 Bis hin zu tats&auml;chlichen F&auml;lschungen, wenn bestimmte F&auml;lle nicht mehr in die laufende Jahresstatistik aufgenommen werden.</p>
<p>12 Aufgegriffen von &#8222;Der Honigmann sagt: Karlhans Liebl und wie die Polizei-Statistik Verbrechen verheimlicht&#8220;, unter <a href="http://archive.is/IdRxN" target="_blank" rel="noopener">http://archive.is/IdRxN</a> (vom 17.7.2017).</p>
<p>13 Vgl. dazu gleichfalls http: //www.heise.de/newsticker/meldung/Internet-Kriminalitaet-Trau-keiner-Statistik-1581797.html vom 16.7.2012).</p>
<p>14 Die Bearbeitungszeit soll hier au&szlig;er Acht bleiben.</p>
<p>15 Weitere Kontrolldelikte sind z.B. der gesamte Leistungsbetrug oder die Mehrzahl der Verkehrsdelikte.</p>
<p>16 Da Kontrolldelikte immer eine fast 100 %ige Aufkl&auml;rungsquote aufweisen &#8211; der T&auml;ter oder die T&auml;terin wurde ja bei der Handlung festgestellt -, kann damit die Gesamtstatistik auf ein besseres Niveau gehoben werden.</p>
<p>17 Vgl. dazu ausf&uuml;hrlich Liebl, Karlhans, Viktimisierung, Kriminalit&auml;tsfurcht und Anzeigeverhalten im Freistaat Sachsen, Frankfurt 2014.</p>
<p>18 Vgl. Liebl 2014 a.a.O.; Liebl, Karlhans, Kriminalit&auml;tsbelastung und Viktimisierungen im Zeitlauf, Baden-Baden 2016.</p>
<p>19 Vgl. ausf&uuml;hrlich Liebl 2016 a.a.O., S. 147ff.</p>
<p>20 Vgl. Liebl 2016 a.a.O., S. 45ff.</p>
<p>21 Vgl. dazu Liebl 2015 a.a.O.</p>
<p>22 So z.B. Alexander Kempf in der S&auml;chsischen Zeitung vom 8.1.2014.</p>
<p>23 Unter <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/politikimradio/audio103262.html" target="_blank" rel="noopener">www.tagesschau.de/multimedia/politikimradio/audio103262.html</a> (vom 15.11.2016).<br />24 Man bedenke nur die gro&szlig;en Einzugsgebiete, in denen der Rechtsextremismus sich verfestigt hat, so im Leipziger Umland, die Gebiete um Wurzen, Torgau, der Region Colditz &#8211; Waldheim &#8211; Wechselburg&#8211;Mittweida, Zwickauer Land, &ouml;stliche Erzgebirge mit Freital und die S&auml;chsische Schweiz oder Ostsachsen. Dazu kommen die Gro&szlig;st&auml;dte wie Dresden und Leipzig, sodass es fast leichter f&auml;llt, nicht problematische Gebiete f&uuml;r Sachsen aufzuz&auml;hlen.</p>
<p>25 Wie eines der wenigen &ouml;ffentlich bekannten Beispiele dieser Ermittlungseinheit zeigt: Anhand eines &Uuml;berfalls auf Fu&szlig;ball-Fans berichtete Spiegel-Online schon 2009 &uuml;ber die Probleme der Ermittlungsarbeit gegen Rechts. An in diesem Fall sollen 16 Ermittler besch&auml;ftigt gewesen sein, deren langwierige Ermittlungen jedoch zu keinem Erfolg f&uuml;hrten (vgl. Spiegel-Online v. 6.11.2009).</p>
<p>26 Bornewasser, Manfred/Eckert, Roland, Belastungen und Gef&auml;hrdungen von Polizeibeamtinnen und -beamten im allt&auml;glichen Umgang mit Fremden, Abschlussbericht zum Projekt &#8222;Polizei und Fremde&#8220;, M&uuml;nster/Trier 1995.</p>
<p>27 Zitate aus der Untersuchung von Bornewasser/Eckert, a.a.O.</p>
<p>28 Vgl. Murck, Manfred/Schacht, Konrad, Hilflos gegen Rechtsextremismus?, K&ouml;ln 1995; vgl. dazu auch Wagner, Ulrich/van Dick, Rolf/Christ, Oliver, M&ouml;glichkeiten der pr&auml;ventiven Einwirkung auf<br />Fremdenfeindlichkeit, Gutachten der Stadt D&uuml;sseldorf, 2001.</p>
<p>29 Dies aufgrund der Annahme, dass auch der Internetauftritt nicht mehr aufrufbar ist.</p>
<p>30 Jetzt zumeist mit dem Abschluss Bachelor f&uuml;r den gehobenen Polizeivollzugsdienst (Kommissar bis Erster Polizeihauptkommissar) und Master f&uuml;r den h&ouml;heren Dienst (ab Polizeirat). Das zweite Studienjahr des Masterstudiums wird an der Hochschule der Deutschen Polizei in M&uuml;nster durchgef&uuml;hrt, die auch die Verantwortung f&uuml;r die Studiengestaltung hat.</p>
<p>31 Vgl. dazu die Ausf&uuml;hrungen in: Thewes, Wilfried/Sterbling, Anton/Burgheim, Joachim, Der Aufbruch Europas ins 21. Jahrhundert und die Hochschulausbildung der Polizei, Festschrift f&uuml;r Wolfgang<br />Geierhos zum 60. Geburtstag, Rothenburg 2000.</p>
<p>32 Die Nicht-Besetzung stand auch im Zusammenhang mit der jahrzehntelangen Diskussion dar&uuml;ber, ob die beiden internen Fachhochschulen (Hochschule der Polizei und Verwaltungshochschule Mei&szlig;en) nicht am Standort Mei&szlig;en zusammengelegt werden sollten, um z.B. Dozentenstellen einzusparen. Diese Diskussion hatte einen planerischen und organisatorischen Stillstand an der Hochschule der Polizei zur Folge, der erst in den letzten Jahren mit einer Entscheidung f&uuml;r den bisherigen Standort und der Berufung eines Rektors beendet wurde.</p>
<p>33 Vgl. dazu mit weiteren Nachweisen: Frevel, Bernhard/Liebl, Karlhans, Stand und Perspektiven der Polizeiausbildung, Frankfurt (Empirische Polizeiforschung IX) 2007.</p>
<p>34 Ein Grund lag auch darin, dass die Stelle mit einem Historiker besetzt wurde, der dann auch noch vertretungsweise f&uuml;r mehrere Jahre die nicht besetzte Rektorstelle betreuen musste. Die zur Aufrechterhaltung der Lehre besch&auml;ftigen Lehrbeauftragen mussten einen zeitlich abgek&uuml;rzten Studienplan umsetzen.</p>
<p>35 Vgl. dazu z.B. Ausl&auml;nderbeauftragte des Landes Brandenburg, Dokumentation &#8222;Interkulturelle Kompetenz in der Polizeiausbildung&#8220;, Potsdam 2004 &#8211; und Folgeveranstaltungen (an der keine Vertreter/<br />innen aus dem Freistaat Sachsen teilnahmen) oder f&uuml;r die europ&auml;ischen Polizeibeh&ouml;rden: Council of Europe, Police training concerning migrants and ethnic relations, Br&uuml;ssel 1994.</p>
<p>36 So bereits ausf&uuml;hrlich dargestellt in: Liebl, Karlhans, Notwendigkeit einer Polizeiwissenschaft vor dem Hintergrund von Defiziten in der polizeilichen Aus- und Fortbildung, in: Polizei-F&uuml;hrungsakademie,<br />Polizeiliche Handlungslehre &#8211; Polizeiwissenschaft, M&uuml;nster/L&uuml;beck 2000, S. 83-99.</p>
<p>37 Probleme eines &#8222;inneren Widerstandes&#8220; der Fortbildungsabteilungen k&ouml;nnen hier nur erw&auml;hnt, jedoch nicht analysiert werden.</p>
<p>38 Dabei darf nicht vergessen werden, dass gerade diese &#8222;mittlere F&uuml;hrungsebene&#8220; eine wichtige Vorbildfunktion in der Polizei hat.</p>
<p>39 So z.B. Zeit-Online vom 17.9.2015 unter <a href="http://www.zeit.de/2015/36/sachsen-rechtsextremismus-fremdenfeindlichkeit" target="_blank" rel="noopener">www.zeit.de/2015/36/sachsen-rechtsextremismus-fremdenfeindlichkeit</a><br />(Aufruf vom 1.11.2016).</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/218/publikation/lagebericht-freistaat-sachsen/">Lagebericht Freistaat Sachsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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