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	<title>Nina Eschke Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Die Müh(l)en der Gesetzgebung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[humanistischeunion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 11:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Patientenverfügung: Gesetzgebung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gesetzentwürfe zu Patientenverfügung weiter umstritten. Aus: Mitteilungen Nr. 204 (1/2009), S. 8/9 Eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen ist notwendig. Darüber waren sich die neun Sachverständigen, die am 4. März zu einer öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestags geladen waren, einig. Wie diese Regelung konkret aussehen soll, ist allerdings nach wie vor umstritten. Die Experten [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gesetzentwürfe zu Patientenverfügung weiter umstritten. Aus: Mitteilungen Nr. 204 (1/2009), S. 8/9</p>
<p>Eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen ist notwendig. Darüber waren sich die neun Sachverständigen, die am 4. März zu einer öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestags geladen waren, einig. Wie diese Regelung konkret aussehen soll, ist allerdings nach wie vor umstritten. Die Experten äußerten sich zu den drei Gesetzentwürfen zu Patientenverfügungen, die dem Bundestag zurzeit vorliegen. Bei der Anhörung zeichnete sich keine eindeutige Favorisierung der Entwürfe ab. Rund 350 Parlamentarier haben einen der Gesetzentwürfe unterschrieben, 250 Abgeordnete haben sich noch keinem Entwurf zugeordnet. Sollten sich die Abgeordneten bis zur Sommerpause nicht einigen, wäre die lang überfällig gesetzliche Regelung der Patientenverfügungen einmal mehr gescheitert. Es bliebe dann bei den durch die Rechtssprechung aufgestellten Regelungen für Patientenverfügungen &#8211; für die Betroffenen ein unbefriedigender Zustand.</p>
<h5>Patien&shy;ten&shy;ver&shy;f&uuml;&shy;gungen immer popul&auml;rer, aber ohne Rechts&shy;si&shy;cher&shy;heit</h5>
<p>Seit über dreißig Jahren werden Patientenverfügungen in Deutschland genutzt, um die Wünsche über die medizinische (Nicht-) Behandlung und die Gestaltung des eigenen Lebensendes durchzusetzen. Experten schätzen, dass etwa neun Millionen Menschen in Deutschland eine Patientenverfügung hinterlegt haben. Dass die Verfügungen immer populärer werden, erstaunt nicht in einer alternden Gesellschaft, in der eine fortschreitende Intensivmedizin immer mehr lebenserhaltende Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten anbietet. Nachdem die Ärzteschaft ihre anfängliche Ablehnung der Patientenverfügungen überwinden konnte, haben sich die Verfügungen im Krankenhausalltag längst etabliert. Auch die Mediziner haben inzwischen erkannt, dass die Verfügungen ihre Arbeit erleichtern können.</p>
<p>Mit der breiten Anerkennung, die Patientenverfügungen heute erfahren, korrespondiert jedoch eine große Unsicherheit, unter welchen Bedingungen sie gültig sind. Der Bundesgerichtshof hat zwar mehrfach bestätigt, dass Patientenverfügungen verbindlich sind. Die Wirksamkeit der Verfügungen leitet sich aus dem Selbstbestimmungsrecht der Patienten ab. Das gilt auch bei medizinischen Behandlungen. Selbst wenn eine Behandlung das Leben eines Patienten retten würde, darf sie nicht gegen dessen Willen erfolgen. Wird sie trotzdem durchgeführt, ist das eine Körperverletzung. Aus der Praxis werden immer wieder Fälle bekannt, wo Ärzte oder das Pflegepersonal den in der Verfügung dargelegten Patientenwillen ignorieren. Zur Begründung wird dann angeführt, dass keine unheilbare, tödlich verlaufende Krankheit vorlag oder die Basisversorgung nicht abgelehnt werden dürfe. Über die Frage, für welche Arten und Stadien von Erkrankungen Patientenverfügungen gelten sollen, wird immer wieder gestritten. Oft bleibt den Betroffenen und ihren Angehörigen nichts anderes übrig, als zum Vormundschaftsgericht zu gehen. Sie setzen sich der Belastung langwieriger Gerichtsverfahren aus, in der Hoffnung, dass die Wünsche der Betroffenen letztendlich doch erfüllt werden.</p>
<p>Dass Fürsorge und Hilfe gegenüber Sterbenden nicht in einem rechtsfreien Raum stattfinden, scheint nun endlich auch beim Gesetzgeber anzukommen. Die politische Diskussion um mehr Rechtssicherheit für Ärzte und Patienten im Umgang mit Patientenverfügungen hat begonnen. Dazu liegen drei fraktionsübergreifende Gesetzentwürfe vor. In ihnen wird darüber gestritten, wann das Leben zu schützen ist und wann nicht; ob der Wille eines Menschen automatisch für alle Arten und Stadien von Erkrankungen gelten soll (Reichweitenfrage); ob der Patient seinen Willen schriftlich oder mündlich festlegen muss; ob das Verfügte wirklich sein letzter Wille ist; ob und wann diese Willenserklärung für Ärzte, Pflegepersonal und Betreuer verbindlich ist.</p>
<h5>Die drei Gesetz&shy;ent&shy;w&uuml;rfe</h5>
<p>Abweichende Regelungen treffen die Entwürfe in der Frage, bei welchen Arten und Stadien von Erkrankungen Patientenverfügungen für Ärzte und Betreuer verbindlich sein sollen. Der Entwurf des Abgeordneten Bosbach stellt hohe Anforderungen für eine uneingeschränkte Anerkennung des in einer Verfügung niedergelegten Patientenwillens: Nur unter der Voraussetzung, dass sich Betroffene aufklären lassen, diese Beratung vom Arzt dokumentiert und von einem Notar beglaubigt werden, soll eine Patientenverfügung ohne Reichweitenbegrenzung gelten. Die notarielle Beurkundung darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen. Werden diese Voraussetzungen nicht erfüllt, wird die Reichweite der Verfügung auf zwei Fälle beschränkt: 1. wenn eine, nach Überzeugung des Arztes, unheilbare tödlich verlaufende Krankheit vorliegt oder 2. wenn der Patient ohne Bewusstsein ist und er jenes, nach Überzeugung des Arztes, niemals wieder erlangen wird.</p>
<p>Die Entwürfe der Abgeordneten Zöller und Stünker sehen weniger strenge Regeln für Patientenverfügungen vor. Im Stünker-Enwturf gilt eine schriftliche Erklärung in jeder Krankheitsphase als verbindlich für Arzt, Betreuer und Bevollmächtigte. Im Zöller-Entwurf genügt eine mündliche Willenserklärung, die zu einem früheren Zeitpunkt gefallen ist. In beiden Entwürfen wird eine ärztliche Beratung vor dem Abfassen einer Patientenverfügung empfohlen, sie ist jedoch keine verpflichtende Voraussetzung für die volle Anerkennung des Patientenwillens.</p>
<p>Auch die Rolle des Vormundschaftsgerichts bei der Durchsetzungen von Patientenverfügung wird in den Entwürfen unterschiedlich gesehen. Nach Bosbach soll das Gericht eingeschaltet werden, wenn lebenserhaltene Maßnahmen von Arzt und/oder Betreuer widerrufen bzw. abgelehnt werden. Diese Regelung gilt nicht in Fällen, wo der Patient an einer unheilbaren tödlich verlaufenden Krankheit leidet. Hier müssen sich Arzt und Betreuer einig sein, dass es dem Willen des Patienten entspricht, die Behandlung abzubrechen bzw. gar nicht erst vorzunehmen. Die Entwürfe der Abgeordneten Stünker und Zöller sehen dagegen vor, dass nur bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Arzt und Betreuer/Bevollmächtigten über die weitere (Nicht-) Behandlung ein Vormundschaftsgereicht entscheiden muss.</p>
<h5>Meinung der Experten</h5>
<p>Bei der öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses am 4. März im Bundestag haben sich die geladenen Experten einhellig für eine rechtliche Regelung von Patientenverfügungen ausgesprochen. Es sei dringend notwendig, Rechtssicherheit für Ärzte und Patienten zu schaffen, urteilten die Mediziner und Juristen. Bei der Expertenanhörung zeichnete sich dennoch keine eindeutige Favorisierung der Entwürfe ab. Sollten sich die Abgeordneten um Joachim Stünker und  Wolfgang Zöller nicht auf einen gemeinsamen Entwurf einigen können, dürfte kaum eine der drei Vorlagen mehrheitsfähig sein.</p>
<p>Wie schon in den politischen Debatten war die Reichweitenbegrenzung einer Patientenverfügung auch unter den Sachverständigen der umstrittenste Punkt. Die Mediziner Dr. Michael de Ridder und Prof. Dr. Gian Domenico Borasio waren der Meinung, dass sich der „unumkehrbar tödliche Verlauf&#8220; einer Krankheit medizinisch nicht klar definieren lasse. Kritik wurde zudem an der im Bosbach-Entwurf vorgesehenen notariellen Beurkundung von Patientenverfügungen geübt, Borasio sprach von einer „unnötigen Schikane&#8220;.</p>
<p>Der Jurist Prof. Dr. Friedhelm Hufen wies darauf hin, dass der Bosbach-Entwurf unsinnige Bedingungen für die Anerkennung des Patientenwillen aufstelle: Sei ein Patient bei Bewusstsein, müsse sein Wille beachtet werden. Wenn der Patient einwilligungsunfähig sei und unter einer einfachen (nicht tödlich verlaufenden) Krankheit leide, müsse sein Willen nur eingeschränkt beachtet werden. Leide der Patient im gleichen Zustand unter einer tödlich verlaufenden Krankheit, werde sein Behandlungswille dagegen uneingeschränkt anerkannt. Hufen verwies deshalb auf den sog. Stünker-Entwurf, der das Selbstbestimmunsgrecht des Patienten am besten berücksichtige.</p>
<p>Bei der Bewertung der drei vorliegenden Gesetzentwürfe maßen die Experten der ärztlichen Beratung bei der Abfassung einer Patientenverfügung hohe Bedeutung zu. Allerdings gingen die Meinungen in der Frage auseinander, ob eine Beratung durch einen Arzt verpflichtende Voraussetzung für eine weitreichende, verbindliche Patientenverfügung sein sollte, so wie es im Bosbach-Entwurf vorgesehen ist. In den Entwürfen Stünker und Zöller wird eine Beratung als wünschenswert, aber nicht als zwingend genannt. Der Chefarzt PD Dr. Stephan Sahm sprach sich für eine Beratungspflicht aus: „Es gilt, Patienten vor womöglich unreflektiert abgefassten Willensbekundungen zu schützten.&#8220; Der Vizepräsident des Oberlandesgerichts München, Dr. Hans-Joachim Heßler, wies hingegen darauf hin, dass ein Patient, der bei vollem Bewusstsein sei und mit dem Arzt sprechen könne, auch die Möglichkeit habe, auf eine Beratung zu verzichten. Für eine Patientenverfügung als vorab verfasste Willenserklärung dürften keine anderen Maßstäbe gelten.</p>
<p><i>Nina Eschke</i></p>
<p><i>Die Gesetzentwürfe sowie die Stellungnahmen der Sachverständigen aus der Anhörung vom 4. März 2009 finden sich auf der Internetseite des Deutschen Bundestages unter: </i><a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/" target="_blank" rel="noopener"><i>http://www.bundestag.de/ausschuesse/</i></a><i>a06/anhoerungen/45_Patientenverf__gung/index.html.</i></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Deutsche Sicherheitsbehörden kooperieren mit Folterregimen</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/publikationen/mitteilungen/202/publikation/deutsche-sicherheitsbehoerden-kooperieren-mit-folterregimen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 14:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Folter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus: Mitteilungen Nr. 202, S. 29 Dieter Schenk bei der Pr&#228;sentation Dieter Schenk bei der Pr&#228;sentation Das Verbot der Folter und unmenschlicher Behandlung gilt in Deutschland ausnahmslos &#8211; sollte man meinen. Dennoch kooperieren deutsche Sicherheitsbeh&#246;rden mit 109 Staaten, die Menschen foltern und misshandeln lassen. &#8222;72 dieser L&#228;nder begehen systematische Folter, 85 systematische Misshandlungen und 85 [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus: Mitteilungen Nr. 202, S. 29</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/pkschenk.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-4229 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/pkschenk-513x450.jpg" alt="Deutsche Sicherheitsbeh&ouml;rden kooperieren mit Folterregimen" width="513" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/pkschenk-513x450.jpg 513w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/pkschenk-768x674.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/pkschenk-855x750.jpg 855w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/pkschenk-684x600.jpg 684w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/pkschenk-384x337.jpg 384w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/pkschenk-rotated.jpg 912w" sizes="(max-width: 513px) 100vw, 513px" /></a>Dieter Schenk bei der Pr&auml;sentation</span></p>
<p class="news-single-imgcaption">Dieter Schenk bei der Pr&auml;sentation</p>
</div>
<p>Das Verbot der Folter und unmenschlicher Behandlung gilt in Deutschland ausnahmslos &ndash; sollte man meinen. Dennoch kooperieren deutsche Sicherheitsbeh&ouml;rden mit 109 Staaten, die Menschen foltern und misshandeln lassen. &bdquo;72 dieser L&auml;nder begehen systematische Folter, 85 systematische Misshandlungen und 85 Gewalt gegen Frauen&#8220;, erkl&auml;rt Dieter Schenk, ehemaliger Kriminaldirektor des Bundeskriminalamtes (BKA), in seinem neuen Buch &bdquo;BKA &ndash; Polizeihilfe f&uuml;r Folterregime&#8220;. Das Buch wurde am 7. Oktober auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertretern der Humanistischen Union, Amnesty International und dem Behandlungszentrum f&uuml;r Folteropfer in Berlin vorgestellt. </p>
<p>In dem Buch schildert Schenk, wie internationale Verbindungsbeamte des BKA mit folternden und korrupten Sicherheitsbeh&ouml;rden zusammenarbeiteten. &bdquo;Das BKA ist an Folter und Misshandlungen nicht beteiligt, aber es kooperiert und f&ouml;rdert diese Staaten. So besteht eine stille Komplizenschaft&#8220; kritisiert der Autor. Die Einhaltung menschenrechtlicher Standards spiele bei der Planung und Durchf&uuml;hrung von Ma&szlig;nahmen zur Polizeientwicklung keine Rolle. Obwohl das BKA teilweise Verbrechen und gravierende Menschenrechtsverletzungen vieler Interpol-Partnerstaaten vor Ort mitbek&auml;me, w&uuml;rde die Kooperation nicht beendet. &bdquo;Es kommt prim&auml;r darauf an, dass die Zusammenarbeit klappt&#8220;, so Schenk. Eine Demokratisierung in den L&auml;ndern sei nicht zu erwarten.&nbsp;<br />&nbsp;&nbsp; <br />Deutsche Sicherheitsbeh&ouml;rden w&uuml;rden auch Menschenrechtsverletzungen billigen, indem sie die Ergebnisse von Folterverh&ouml;ren nutzen, hie&szlig; es auf der Pressekonferenz. Fredrik Roggan, stellvertretender Bundesvorsitzender der Humanistischen Union, kritisierte die fehlende gesetzliche Regelung, die eine Verwendung solcher Ergebnisse verbietet. Insbesondere in Hinblick auf die Anti-Terror-Datei sei dies gravierend. In der Anti-Terror-Datei werden die von Geheimdiensten und Sicherheitsbeh&ouml;rden gesammelten Daten und Informationen zusammengef&uuml;hrt und ausgetauscht. So entstehe ein Pool von folterverseuchten Informationen, die bei Ermittlungen eingesetzt werden k&ouml;nnten.<br />Der Bundestag diskutiert derzeit ein Gesetzentwurf f&uuml;r eine neues BKA-Gesetz. </p>
<p>Der Entwurf strebt eine Ausweitung der Aufgaben und Befugnisse des BKA im Kampf gegen den internationalen Terrorismus an. Damit w&uuml;rde auch die Zahl internationaler Eins&auml;tze des BKA ansteigen. Bem&uuml;hungen, st&auml;rker auf die Einhaltung menschenrechtlicher Standards zu achten, sucht man in dem Entwurf jedoch vergebens. Dieter Schenk und die an der Buchvorstellung beteiligten NGOs fordern deshalb eine parlamentarische Kontrolle f&uuml;r internationale Polizeieins&auml;tze. Es d&uuml;rfe keine Kooperation mit Folterregimen um jeden Preis geben.</p>
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            	</item>
		<item>
		<title>Umbau der Sicherheitsarchitektur</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2008/umbau-der-sicherheitsarchitektur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2008 11:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgerrechts-Kongreß]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte: Audio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ergebnisse des gleichnamigen Forums der Tagung &#8222;Sicherheitsstaat am Ende&#8220; vom 23./24. Mai 2008 in Berlin Der Umbau der Sicherheitsarchitektur in Deutschland ist ein kontinuierlicher Prozess, der nicht erst mit dem 11. September 2001 begonnen hat. In der Entwicklung der Sicherheitsarchitektur l&#228;sst sich die gesamten Entwicklungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland ablesen. Seit 2001 ist dabei eine Beschleunigung [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ergebnisse des gleichnamigen Forums der Tagung &#8222;Sicherheitsstaat am Ende&#8220; vom 23./24. Mai 2008 in Berlin</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/arnold-joerg.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5521 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/arnold-joerg-450x450.jpg" alt="Umbau der Sicherheitsarchitektur " width="450" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/arnold-joerg-450x450.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/arnold-joerg-150x150.jpg 150w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/arnold-joerg-600x600.jpg 600w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/arnold-joerg-337x337.jpg 337w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/arnold-joerg-250x250.jpg 250w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/arnold-joerg.jpg 739w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Der Umbau der Sicherheitsarchitektur in Deutschland ist ein kontinuierlicher Prozess, der nicht erst mit dem 11. September 2001 begonnen hat. In der Entwicklung der Sicherheitsarchitektur l&auml;sst sich die gesamten Entwicklungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland ablesen. Seit 2001 ist dabei eine Beschleunigung zu beobachten, die von mehreren Faktoren beg&uuml;nstigt wird:</p>
<ul>
<li>dem Wegfall des real existierenden Sozialismus (insb. der DDR) als Kontrollinstanz und Motivation einer demokratischen Entwicklung</li>
<li>weltweit zu beobachtenden Entdemokratisierungsprozessen, denen sich insbesondere die Sicherheitsbeh&ouml;rden angleichen (etwa in der Rendition-Praxis)</li>
<li>den fortschreitenden Abbau des Sozialstaates in Deutschland, der den Ausbau eines politischen und milit&auml;rischen Sicherheitsstaates beg&uuml;nstigt. </li>
</ul>
<p>Die gegenw&auml;rtige Entwicklung l&auml;sst sich dabei als eine Verpolizeilichung der Geheimdienste und eine gegenl&auml;ufige Vergeheimdienstlichung der Polizei beschreiben, oder kurz gesagt: Die Trennung von Polizei und Geheimdiensten wird zunehmend aufgehoben. Indikatoren dieser Entwicklung sind die Aufweichung der Unschuldsvermutung im Polizeirecht (polizeiliche Ma&szlig;nahmen richten sich immer &ouml;fter gegen alle Teile der Bev&ouml;lkerung) und die Sonderbefugnisse gegen so genannte &#8222;Gef&auml;hrder&#8220; im Polizeirecht.</p>
<p>Sie k&ouml;nnen die Zusammenfassung des Forums von&nbsp;J&ouml;rg Arnold hier nachh&ouml;ren:</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2008/umbau-der-sicherheitsarchitektur/">Umbau der Sicherheitsarchitektur</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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            	</item>
		<item>
		<title>Zweierlei Grundrechtsschutz für MigrantInnen und Deutsche?</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2008/zweierlei-grundrechtsschutz-fuer-migrantinnen-und-deutsche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2008 11:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgerrechts-Kongreß]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte: Audio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ergebnisse des gleichnamigen Forums der Tagung &#8222;Sicherheitsstaat am Ende&#8220; vom 23./24. Mai 2008 in Berlin Grund- und Menschenrechte sollten eigentlich unteilbar sein. Angesichts der zahlreichen Sondergesetze f&#252;r Fl&#252;chtlinge und Migranten, deren Bewegungsfreiheit eingeschr&#228;nkt wird, die in vielen F&#228;llen keinen umfassenden Rechtsschutz genie&#223;en und die sich ihren Asylschutz mit der Preisgabe zahlreicher pers&#246;nlicher Daten erkaufen m&#252;ssen, [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2008/zweierlei-grundrechtsschutz-fuer-migrantinnen-und-deutsche/">Zweierlei Grundrechtsschutz für MigrantInnen und Deutsche?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ergebnisse des gleichnamigen Forums der Tagung &#8222;Sicherheitsstaat am Ende&#8220; vom 23./24. Mai 2008 in Berlin</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/boehlo2.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5520 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/boehlo2-452x450.jpg" alt="Zweierlei Grundrechtsschutz f&uuml;r MigrantInnen und Deutsche?" width="452" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/boehlo2-452x450.jpg 452w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/boehlo2-150x150.jpg 150w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/boehlo2-603x600.jpg 603w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/boehlo2-338x337.jpg 338w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/boehlo2-250x250.jpg 250w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/boehlo2.jpg 684w" sizes="(max-width: 452px) 100vw, 452px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Grund- und Menschenrechte sollten eigentlich unteilbar sein. Angesichts der zahlreichen Sondergesetze f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und Migranten, deren Bewegungsfreiheit eingeschr&auml;nkt wird, die in vielen F&auml;llen keinen umfassenden Rechtsschutz genie&szlig;en und die sich ihren Asylschutz mit der Preisgabe zahlreicher pers&ouml;nlicher Daten erkaufen m&uuml;ssen, l&auml;sst sich nur konstatieren: Ja, es gibt zweierlei Ma&szlig; im Grundrechtsschutz f&uuml;r Deutsche und Migranten. Das Grundrecht auf Asyl kann in Deutschland kaum noch materiell-rechtlich geltend gemacht werden.</p>
<p>Auch auf der europ&auml;ischen Ebene werden inzwischen wesentliche menschenrechtliche Schutzstandards nicht eingehalten. So sieht etwa die seit letztem Jahr in Deutschland umgesetze EU-R&uuml;ckf&uuml;hrungsrichtlinie vor, dass Asylbewerber/innen bis zu 72 Stunden ohne richterliche Entscheidung inhaftiert werden d&uuml;rfen. In der Umsetzung europ&auml;ischer Standards des Fl&uuml;chtlingsschutzes hat sich Deutschland einmal mehr durch eine &uuml;berschie&szlig;ende Umsetzung zu Lasten der Betroffenen hervorgetan, d.h. die umgesetzten Regelungen sind oft restriktiver als europarechtlich vorgegeben.</p>
<p>Sie k&ouml;nnen die Zusammenfassung des Forums von&nbsp;Berenice B&ouml;hlo hier nachh&ouml;ren:</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2008/zweierlei-grundrechtsschutz-fuer-migrantinnen-und-deutsche/">Zweierlei Grundrechtsschutz für MigrantInnen und Deutsche?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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            	</item>
		<item>
		<title>Ökonomische Macht versus Grundrechte</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2008/oekonomische-macht-versus-grundrechte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2008 11:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgerrechts-Kongreß]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte: Audio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ergebnisse des gleichnamigen Forums der Tagung &#8222;Sicherheitsstaat am Ende&#8220; vom 23./24. Mai 2008 in Berlin Die Forderung, dass Menschen- und B&#252;rgerrechtsorganisationen den sozialen Grundrechten im Rahmen ihrer Arbeit einen h&#246;heren Stellenwert einr&#228;umen sollten, ist nicht neu. Dazu bedarf es einer st&#228;rkeren Vernetzung b&#252;rgerrechtlicher Gruppen mit den Gewerkschaften und den zahlreichen sozialpolitischen Initiativen. Worin aber bestehen [weiterlesen]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ergebnisse des gleichnamigen Forums der Tagung &#8222;Sicherheitsstaat am Ende&#8220; vom 23./24. Mai 2008 in Berlin</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hummel.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5519 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hummel-452x450.jpg" alt="&Ouml;konomische Macht versus Grundrechte " width="452" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hummel-452x450.jpg 452w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hummel-150x150.jpg 150w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hummel-768x765.jpg 768w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hummel-753x750.jpg 753w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hummel-602x600.jpg 602w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hummel-338x337.jpg 338w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hummel-250x250.jpg 250w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/hummel.jpg 812w" sizes="(max-width: 452px) 100vw, 452px" /></a></span></p>
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</div>
<p>Die Forderung, dass Menschen- und B&uuml;rgerrechtsorganisationen den sozialen Grundrechten im Rahmen ihrer Arbeit einen h&ouml;heren Stellenwert einr&auml;umen sollten, ist nicht neu. Dazu bedarf es einer st&auml;rkeren Vernetzung b&uuml;rgerrechtlicher Gruppen mit den Gewerkschaften und den zahlreichen sozialpolitischen Initiativen. Worin aber bestehen genau die b&uuml;rgerrechtlichen Probleme der aktuellen sozialen Entwicklung in Deutschland? In der Diskussion innerhalb des Forums 4 der Tagung sch&auml;lten sich folgende Problemfelder heraus:</p>
<p>Eine Ursache f&uuml;r die mangelnde Behandlung sozialer Grundrechte&nbsp;durch B&uuml;rgerrechtsgruppen ist wohl darin zu sehen, dass das Grundgesetz keine ausformulierten sozialen Rechte enth&auml;lt. Deren Ausgestaltung erfolgt in vielen Bereichen durch die Sozial- und Arbeitsgesetzgebung sowie die Rechtssprechung&nbsp;(z.B. Streikrecht, Koalitionsfreiheit im gewerkschaftlichen Bereich).</p>
<p>Dennoch kommt sozialen Grundrechten eine fundamentale Bedeutung zu: Ohne sozial-vertr&auml;gliche Lebensbedingungen sind auch alle anderen B&uuml;rgerrechte inhaltsleer, die Wahrnehmung anderer Grundfreiheiten und die demokratische Teilhabe setzen ein Mindestma&szlig; an&nbsp;sozialer Sicherheit voraus. (Aus Angst vor dem sozialen Abstieg oder dem Verlust des Arbeitsplatzes wird auf die Wahrnehmung der Grundrechte verzichtet).</p>
<p>Durch die Hartz IV Gesetze hat sich in den letzten Jahren ein Niedriglohnsektor in Deutschland etabliert. Die Einf&uuml;hrung der Ein-Euro-Jobs hat in einem erheblichen Umfang nicht zur Erschaffung von zus&auml;tzlichen Arbeitspl&auml;tzen gef&uuml;hrt &#8211; so wie es das Gesetz eigentlich vorsieht. Statt dessen gehen neuere Untersuchungen davon aus, dass 3/4 der Ein-Euro-Jobs regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze ersetzen.&nbsp;</p>
<p>Sie k&ouml;nnen die Zusammenfassung des Forums von&nbsp;Dieter Hummel&nbsp;hier nachh&ouml;ren:</p>
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            	</item>
		<item>
		<title>Militarisierung der Politik und des Rechts</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2008/militarisierung-der-politik-und-des-rechts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2008 11:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgerrechts-Kongreß]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte: Audio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ergebnisse des gleichnamigen Forums der Tagung &#8222;Sicherheitsstaat am Ende&#8220; vom 23./24. Mai 2008 in Berlin 2006 hat das Bundesministerium f&#252;r Verteidigung mit dem Wei&#223;buch der Bundeswehr eine neue Sicherheitsstrategie aufgestellt, nach der die deutsche Armee mehr Aufgaben im In- und Ausland &#252;bernehmen soll. Seitdem wird immer wieder dar&#252;ber diskutiert, der Bundeswehr bei Katastrophen- und Ungl&#252;cksf&#228;llen [weiterlesen]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ergebnisse des gleichnamigen Forums der Tagung &#8222;Sicherheitsstaat am Ende&#8220; vom 23./24. Mai 2008 in Berlin</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/koep-kerstin.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5518 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/koep-kerstin.jpg" alt="Militarisierung der Politik und des Rechts" width="448" height="448" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/koep-kerstin.jpg 448w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/koep-kerstin-150x150.jpg 150w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/koep-kerstin-337x337.jpg 337w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/koep-kerstin-250x250.jpg 250w" sizes="(max-width: 448px) 100vw, 448px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>2006 hat das Bundesministerium f&uuml;r Verteidigung mit dem Wei&szlig;buch der Bundeswehr eine neue Sicherheitsstrategie aufgestellt, nach der die deutsche Armee mehr Aufgaben im In- und Ausland &uuml;bernehmen soll. Seitdem wird immer wieder dar&uuml;ber diskutiert, der Bundeswehr bei Katastrophen- und Ungl&uuml;cksf&auml;llen im Inland den Einsatz milit&auml;rischer Ger&auml;tschaften unter einem milit&auml;rischen Kommando zu gestatten. Eine solche &Auml;nderung des Art. 35 Grundgesetz w&uuml;rde weit &uuml;ber die seit den Notstandsgesetzen g&uuml;ltigen Regeln f&uuml;r Bundeswehreins&auml;tze im Inland hinausgehen, die&nbsp;Trennung von Polizei und Bundeswehr w&uuml;rde faktisch unterwandert.</p>
<p>In der Arbeitsgruppe wurden die bestehenden zivil-milit&auml;rischen Kooperationen im In- und Ausland dargestellt. Daneben konzentrierte sich die Diskussion auf den Wandel der NATO vom Verteidigungs- zum Interventionsb&uuml;ndnis. Nach dem Wegfall der Ost-West-Konfrontation w&auml;re deshalb dringend eine gesetzliche Grundlage f&uuml;r NATO-Eins&auml;tze erforderlich, nicht zuletzt um die Beteiligung des Parlaments bei Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr sicher zu stellen.</p>
<p>Sie k&ouml;nnen die Zusammenfassung des Forums von Werner Koep-Kerstin hier nachh&ouml;ren:</p>
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		<media:content url="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/koep-kerstin.jpg" medium="image"></media:content>
            	</item>
		<item>
		<title>Prävention ohne Grenzen</title>
		<link>https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2008/praevention-ohne-grenzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2008 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgerrechts-Kongreß]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungsberichte: Audio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ergebnisse des gleichnamigen Forums der Tagung &#8222;Sicherheitsstaat am Ende&#8220; vom 23./24. Mai 2008 in Berlin Peer Stolle fasste die Diskussionen des Forums zusammen: Pr&#228;vention ist grunds&#228;tzlich grenzenlos, denn sie folgt einer Risikologik. Diese Logik f&#252;hrt dazu, dass immer wieder neue Faktoren gesucht werden, die als Risiko begr&#252;ndende Umst&#228;nde klassifiziert werden k&#246;nnen. In der Pr&#228;ventionslogik kommt [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2008/praevention-ohne-grenzen/">Prävention ohne Grenzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ergebnisse des gleichnamigen Forums der Tagung &#8222;Sicherheitsstaat am Ende&#8220; vom 23./24. Mai 2008 in Berlin</p>
<div><span class="migrated-image"><a href="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/stolle.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5516 size-medium" src="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/stolle-450x450.jpg" alt="Pr&auml;vention ohne Grenzen" width="450" height="450" srcset="https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/stolle-450x450.jpg 450w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/stolle-150x150.jpg 150w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/stolle-337x337.jpg 337w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/stolle-250x250.jpg 250w, https://www.humanistische-union.de/wp-content/uploads/2021/08/stolle.jpg 511w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a></span></p>
<p class="news-single-imgcaption">
</div>
<p>Peer Stolle fasste die Diskussionen des Forums zusammen:</p>
<ul>
<li>Pr&auml;vention ist grunds&auml;tzlich grenzenlos, denn sie folgt einer Risikologik. Diese Logik f&uuml;hrt dazu, dass immer wieder neue Faktoren gesucht werden, die als Risiko begr&uuml;ndende Umst&auml;nde klassifiziert werden k&ouml;nnen. In der Pr&auml;ventionslogik kommt es deshalb zu einer stetigen Ausweitung und Vorverlagerung von Eingriffen.</li>
<li>Pr&auml;ventive Strategien sind in vielen F&auml;llen &#8222;Alibi-Strategien&#8220;: Oft werden sie ohne konkrete Zielvorstellungen eingesetzt. Eine Pr&uuml;fung, ob die versprochenen Ziele erreicht werden, findet meist nicht statt.</li>
<li>Pr&auml;vention ist keine Alternative zur Repression, sondern geht in vielen F&auml;llen mit der Ausweitung des repressiven Zugriffs einher. Pr&auml;ventive Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnen sehr invasiv sein und greifen stark in die Grundrechte der B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen ein.</li>
<li>Pr&auml;vention f&uuml;hrt zu mehr Unsicherheit in der Gesellschaft: Die rasante Ausweitung von pr&auml;ventiven Strategien vermittelt den Eindruck stetig zunehmender Gefahren im allt&auml;glichen Leben.</li>
<li>Gegenstrategien/Forderungen: Pr&auml;ventive Ma&szlig;nahmen sollten nicht von repressiven Akteuren durchgef&uuml;hrt werden; vorbeugende Verbrechensbek&auml;mpfung, wie sie in den Polizeigesetzen verankert ist, sollte abgeschafft werden; die Legitimation von Pr&auml;ventionsstrategien sollte breiter diskutiert werden. </li>
</ul>
<p>Sie k&ouml;nnen den Bericht von Peer Stolle hier nachh&ouml;ren:</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/veranstaltungsberichte/2008/praevention-ohne-grenzen/">Prävention ohne Grenzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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