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	<title>Stefan Heumann Archive - Humanistische Union</title>
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		<title>Die Bundeswehr im Cyberraum: quo vadis?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Aug 2017 12:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[vorgänge: Artikel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>in: vorg&#228;nge Nr. 218 (Heft 2/2017), S. 55-64 Die Digitalisierung ver&#228;ndert nicht nur die Arbeits- und Lebenswelt, sie wirkt sich zunehmend auf milit&#228;rische Strategien und die Formen der Kriegsf&#252;hrung aus &#8211; auch bei der Bundeswehr. Digitale Waffen erlauben es, mit vergleichsweise wenig Aufwand gro&#223;e Sch&#228;den hervorzurufen, insbesondere in der zivilen Infrastruktur eines gegnerischen Landes. Wie [weiterlesen]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/218/publikation/die-bundeswehr-im-cyberraum-quo-vadis/">Die Bundeswehr im Cyberraum: quo vadis?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>in: vorg&auml;nge Nr. 218 (Heft 2/2017), S. 55-64</p>
<p><i>Die Digitalisierung ver&auml;ndert nicht nur die Arbeits- und Lebenswelt, sie wirkt sich zunehmend auf milit&auml;rische Strategien und die Formen der Kriegsf&uuml;hrung aus &#8211; auch bei der Bundeswehr. Digitale Waffen erlauben es, mit vergleichsweise wenig Aufwand gro&szlig;e Sch&auml;den hervorzurufen, insbesondere in der zivilen Infrastruktur eines gegnerischen Landes. Wie weit sich die Konventionen und politischen wie rechtlichen Regulierungsversuche des Milit&auml;rischen auf diese neue Form der Auseinandersetzung &uuml;bertragen lassen, und welche neuen Probleme und Streitfragen dabei auftreten, erl&auml;utert der folgende Beitrag von Stefan Heumann. </i></p>
<p>Wie milit&auml;rische Konflikte im Zeitalter des Internets aussehen, besch&auml;ftigt schon seit vielen Jahren Verteidigungsexperten auf der ganzen Welt. W&auml;hrend milit&auml;rische Gro&szlig;m&auml;chte wie die Vereinigten Staaten, Russland und China seit Jahren ihre F&auml;higkeiten f&uuml;r die Kriegsf&uuml;hrung im Cyberraum ausbauen, gab es in Deutschland vergleichsweise wenig &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit f&uuml;r die Rolle der Bundeswehr im Cyberraum. Ein wichtiger Meilenstein f&uuml;r das Verteidigungsministerium war der im April 2016 fertiggestellte &#8222;Abschlussbericht Aufbaustab Cyber- und Informationsraum.&#8220; Auch das j&uuml;ngste Wei&szlig;buch (2016) des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr erkennt in der Abwehr beziehungsweise Bek&auml;mpfung von Bedrohungen aus dem Cyberraum ein zentrales Handlungsfeld.[1] Die Einrichtung des neuen Kommandos Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr zum 1.&nbsp;April 2017 mit dem Ziel einer zuk&uuml;nftigen Personalst&auml;rke von 13.500 Cyber-Soldatinnen zeigt, wie ernst man dieses Handlungsfeld mittlerweile nimmt.[2]</p>
<p>Mit der Einrichtung des Cyber-Kommandos ist die Bundeswehr nun auch in einer breiteren, &ouml;ffentlichen Debatte um offensive Cyber-Operationen angekommen. Im Zentrum steht vor allem die Frage, was Eins&auml;tze im Cyberraum eigentlich f&uuml;r die Bundeswehr bedeuten. Um diese Frage beantworten zu k&ouml;nnen, ist es wichtig, klar herauszuarbeiten, was Cyber-Operationen eigentlich sind und wie sie sich von anderen Waffengattungen unterscheiden. Der Einsatz milit&auml;rischer Mittel ist an gesetzliche und verfassungsrechtliche Vorgaben sowie das V&ouml;lkerrecht gebunden. Wenn es sich bei Cyber-Operationen wirklich um eine neue Art der Kriegsf&uuml;hrung handelt, brauchen wir dringend eine breite Diskussion, welche Regeln f&uuml;r das Milit&auml;r hier gelten sollen.</p>
<h5>Urspr&uuml;nge der digitalen Revolution im Milit&auml;r liegen im Kalten Krieg </h5>
<p>Die Revolution der Informations- und Telekommunikationstechnologie sowie die globale Vernetzung von IT-Systemen &uuml;ber das Internet hat selbstverst&auml;ndlich auch das Milit&auml;r stark ver&auml;ndert. Das Milit&auml;r war allerdings nicht einfach ein Rezipient des technologischen Wandels, sondern hat die Entwicklung von Computern und ihre Vernetzung selbst vorangetrieben. Das hieraus einmal ein eigenes, neues Gebiet f&uuml;r milit&auml;rische Operationen entsteht, ist eine Entwicklung, die erst nach dem Ende des Kalten Krieges richtig Fahrt aufgenommen hat. Um zu verstehen, was Cyber-Operationen f&uuml;r das Milit&auml;r heute bedeuten, ist ein kurzer R&uuml;ckblick auf die historischen Wurzeln hilfreich.</p>
<p>Wie Thomas Rid (2016) eindr&uuml;cklich nachgezeichnet hat, liegen die Urspr&uuml;nge von dem, was wir heute als Cyberraum verstehen, in milit&auml;rischen Forschungen zur automatisierten Zielerfassung in der Luftabwehr w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs. Ausgehend von diesem konkreten Problem wurde das Potenzial von Computern in der Kriegsf&uuml;hrung schnell erkannt. Die Steigerung der Rechenleistung von Computern erm&ouml;glichte die Verarbeitung gro&szlig;er Informationsmengen und die Durchf&uuml;hrung komplexer Rechenleistungen innerhalb k&uuml;rzester Zeit. Computerbasierte Berechnungen bildeten die Grundlage f&uuml;r Raketenangriffs- und Abwehrstrategien, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs den R&uuml;stungswettlauf zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion pr&auml;gten.</p>
<p>Die wachsende Bedeutung von Computern f&uuml;r Forschung und Entwicklung im R&uuml;stungssektor war der entscheidende Treiber f&uuml;r die Entwicklung des Vorl&auml;ufers des heutigen Internets, dem sogenannten ARPANET (Kaplan 2016: 7-11). Die Advanced Research Projects Agency (ARPA) ist eine Beh&ouml;rde des US-Verteidigungsministeriums. Sie hat den Auftrag, neue r&uuml;stungsrelevante Technologien f&uuml;r das Pentagon zu identifizieren und deren Entwicklung zu f&ouml;rdern. Die ARPA trieb Anfang der 1980er Jahre die Entwicklung des ARPANET voran. &Uuml;ber ARPANET wurden die Computer von Forschungsinstituten, R&uuml;stungsunternehmen und Universit&auml;ten miteinander verbunden, um schneller und einfacher Forschungsergebnisse und -daten miteinander austauschen zu k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus sollte das ARPANET mit Hilfe von schneller, dezentraler Kommunikation die Zweitschlagf&auml;higkeiten der Vereinigten Staaten in einem m&ouml;glichen Nuklearkrieg erh&ouml;hen. Die Computer bauten hierzu Verbindungen &uuml;ber Telefonleitungen auf. Die daf&uuml;r entwickelten technischen Protokolle und Standards bilden bis heute die Grundlage des Internets. Aus dem ARPANET ging ein Forschungsnetzwerk hervor, welches sich vor allem dank nutzerfreundlicher Webtechnologien in den 1990er Jahren zu einem globalen Kommunikationsnetzwerk entwickelte. Milit&auml;rs sehen in diesem Kommunikationsnetzwerk, dem Internet, und dem mit ihm verbundenen informationstechnischen Systemen ein neues Operationsgebiet, den sogenannten Cyberraum.</p>
<h5>Was bedeuten Operationen im Cyberraum f&uuml;r die Bundeswehr?</h5>
<p>Laut Wei&szlig;buch des BMVg besteht der Cyberraum aus allen &#8222;weltweit auf Datenebene vernetzten bzw. vernetzbaren informationstechnischen Systeme(n). Dem Cyberraum liegt als &ouml;ffentlich zug&auml;ngliches Verbindungsnetz das Internet zugrunde, welches durch beliebige andere Datennetze erweitert werden kann&#8220; (Bundesministerium der Verteidigung 2016, 36). Das aus dem ARPANET hervorgegangene Internet ist auf effizienten Datenaustausch in einem dezentralen Netzwerk ausgelegt. Jeder Punkt im Netz soll sich m&ouml;glichst einfach und ohne zentrale Koordination mit jedem beliebigen anderen Punkt im Netz verbinden k&ouml;nnen. Die darauf ausgerichteten technischen Protokolle bieten jedoch wenig Kontrolle &uuml;ber das Netzwerk selbst und sind nicht auf IT-Sicherheit ausgelegt.</p>
<p>Dezentralit&auml;t und effizienter Datenaustausch machen den Erfolg des Internets aus. &Uuml;berall auf der Welt k&ouml;nnen sich Computer mit dem Netz verbinden, solange sie bestimmte technische Standards einhalten. In den vergangenen Jahrzehnten ist das Internet rasant gewachsen. Heute befinden wir uns in einer Welt, in der vernetzte Informations- und Telekommunikationstechnologien nicht nur Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch das Milit&auml;r in allen Bereichen &#8211; von der Logistik &uuml;ber Informations- und Befehlsstrukturen bis zu den Waffensystemen &#8211; durchdringen. Computer und Internet sind aus dem milit&auml;rischen genauso wie aus dem zivilen Alltag schon lange nicht mehr wegzudenken.</p>
<p>Was hei&szlig;t das f&uuml;r milit&auml;rische Operationen im Cyberraum? Grunds&auml;tzlich gilt f&uuml;r milit&auml;rische IT-Systeme die gleiche Logik wie f&uuml;r zivile IT-Systeme. Die Abh&auml;ngigkeit von IT-Systemen bringt auch f&uuml;r Milit&auml;rs neue Verwundbarkeiten mit sich. Ohne funktionierende IT hebt kein moderner Kampfflieger mehr ab. Cyber-Angreifer k&ouml;nnen daher heutzutage nicht nur Kraftwerke oder Krankenh&auml;user lahm legen. Sie k&ouml;nnen auch Waffensysteme au&szlig;er Gefecht setzen, wenn es ihnen gelingt, in die entsprechenden IT-Steuerungssysteme einzudringen. Und wie bei Cyber-Angriffen auf zivile IT-Systeme werden hierbei Sicherheitsl&uuml;cken in der eingesetzten Soft- und Hardware als Einfallstore ausgenutzt. Sogenannte &#8222;Cyberwaffen&#8220; sind daher schwerlich mit herk&ouml;mmlichen Waffensystemen zu vergleichen. Im Kern handelt es sich um Software, die es einem Angreifer erm&ouml;glicht (oft unter Ausnutzung einer Sicherheitsl&uuml;cke), in ein fremdes IT-System einzudringen, um es zu &uuml;berwachen, zu manipulieren oder au&szlig;er Betrieb zu nehmen.</p>
<p>Aber Milit&auml;rs k&ouml;nnen Cyber-Operationen nicht nur nutzen, um Flugabwehrsysteme auszuschalten oder streng geheime Angriffspl&auml;ne zu stehlen. IT-Experten k&ouml;nnen im Auftrag des Milit&auml;rs auch Schadsoftware entwickeln, um die Stromversorgung oder den Schienenverkehr zu st&ouml;ren. Computer steuern nicht nur Waffensysteme, sondern auch unsere gesamte zivile Infrastruktur. Cyber-Operationen bieten hier ganz neue M&ouml;glichkeiten, die Wirtschaft eines Landes zum Erliegen zu bringen, ohne eine einzige Bombe abzuwerfen. Nach Angaben des Whistleblowers Edward Snowden war es ein misslungener Versuch der National Security Administration (NSA), Zugriff auf den wichtigsten Telekommunikationsdienstleister Syriens zu erlangen, der das gesamte Land vom Internet trennte.[3] Durch einen Cyber-Angriff lassen sich Fehlfunktionen in einem Kraftwerk ausl&ouml;sen, die zu dessen Zerst&ouml;rung f&uuml;hren k&ouml;nnen; k&ouml;nnen Z&uuml;ge zum Entgleisen gebracht, schwerwiegende physische Sch&auml;den ausgel&ouml;st und Menschen get&ouml;tet werden. Aufgrund dieser Implikationen m&uuml;ssen wir uns Gedanken dar&uuml;ber machen, welche Regeln f&uuml;r den Cyberraum gelten sollen. Und vor allem brauchen wir klare Grenzen f&uuml;r milit&auml;rische Operationen im Cyberraum.</p>
<h5>Lehren des Kalten Kriegs gelten nicht f&uuml;r den Cyberraum</h5>
<p>Die Herausforderung, die destruktiven technischen M&ouml;glichkeiten nicht auszusch&ouml;pfen und milit&auml;rischen Operationen im Cyberraum zu begrenzen, wird oft mit der Verhinderung des Einsatzes von Nuklearwaffen im Kalten Krieg verglichen. Die Herausforderung mag &auml;hnlich gro&szlig; und bedeutsam f&uuml;r unsere Zivilisation sein. Allerdings helfen uns zentrale Konzepte zur Vermeidung von Atomkonflikten &#8211; etwa die gegenseitige Abschreckung oder die R&uuml;stungskontrolle &#8211; im Cyberraum nur bedingt weiter. Um hier zu L&ouml;sungen zu kommen, m&uuml;ssen wir uns von der Logik des Kalten Krieges verabschieden und uns auf die Logik von Cyber-Konflikten einlassen.</p>
<p>Ein zentraler Unterschied zu Atomwaffen sind die vergleichsweise geringen Entwicklungskosten f&uuml;r sogenannte Cyberwaffen. Einfache Schadsoftware ist frei im Internet verf&uuml;gbar. Wer selbst nicht in der Lage ist, Sicherheitsl&uuml;cken in g&auml;ngigen Betriebssystemen zu identifizieren, kann diese auch f&uuml;r im Vergleich zu konventionellen Waffen wenig Geld einkaufen. Letztendlich arbeiten Cyber-Kriminelle, die in Firmennetzwerke eindringen, um sich zum Beispiel Kreditkarteninformationen von Kunden zu besorgen, mit den gleichen Mitteln wie Cyber-S&ouml;ldner, die sich im Auftrag des Milit&auml;rs Zugang zu IT-Systemen feindlicher Staaten verschaffen. Hierin liegt noch ein weiterer gro&szlig;er Unterschied zum Kalten Krieg: Der Einsatz von Atomwaffen ist sofort nachweisbar und l&auml;sst sich in der Regel leicht einzelnen Akteuren zuordnen. Dies ist bei Cyber-Operationen v&ouml;llig anders.</p>
<p>Mitarbeitenden des iranischen Nuklearprogramms war &uuml;ber Monate hinweg gar nicht bewusst, dass der Ausfall der Zentrifugen zur Urananreicherung in Natanz im Jahr 2010 auf den eigens hierf&uuml;r entwickelten Computervirus Stuxnet zur&uuml;ckzuf&uuml;hren war. Obwohl es zahlreiche Indizien und Berichte gibt, dass Stuxnet von den Vereinigten Staaten von Amerika, wahrscheinlich in Kooperation mit Israel, entwickelt und eingesetzt worden ist, wurde dies bis heute nicht von offizieller Seite best&auml;tigt.[4]</p>
<p>Stuxnet ist ein besonderer Fall. Der Virus ist so hochkomplex und aufw&auml;ndig, dass letztendlich nur staatliche Akteure f&uuml;r seine Entwicklung in Frage kommen. Er musste physisch in die Aufbereitungsanlage eingeschleust werden, da deren Computersysteme nicht mit dem Internet verbunden sind. Dies ist aber heutzutage selbst bei kritischen Infrastrukturen und Milit&auml;ranlagen immer seltener der Fall. Wenn eine Internetverbindung besteht, kann die Attacke von jedem beliebigen, mit dem Internet verbundenen Computer ausgel&ouml;st werden. Cyber-Operationen k&ouml;nnen auch &uuml;ber Server in Drittstaaten gesteuert werden (um die Urspr&uuml;nge zu verschleiern). Zudem k&ouml;nnen die Milit&auml;rs bei ihren Attacken mit nicht-staatlichen Akteuren zusammenarbeiten. All das macht eine eindeutige Identifizierung der Urheber eines Cyber-Angriffs enorm schwierig und nicht selten sogar unm&ouml;glich.</p>
<p>Es gibt noch weitere Unterschiede, die gegen eine einfache &Uuml;bertragung von bekannten Konzepten der R&uuml;stungskontrolle auf den R&uuml;stungswettlauf im Cyberraum sprechen. F&uuml;r R&uuml;stungskontrolle ist ein gewisses Ma&szlig; an Transparenz &uuml;ber milit&auml;rische F&auml;higkeiten und Waffen notwendig. Da Cyberwaffen meistens auf der Ausnutzung von Sicherheitsl&uuml;cken beruhen, beruht der Wert dieser Waffen auf strengster Geheimhaltung. Wird eine Sicherheitsl&uuml;cke bekannt, so wird sie in der Regel auch geschlossen. Damit verlieren alle, die von dieser L&uuml;cke wussten, einen m&ouml;glichen Angriffsvektor. Allerdings gibt es auch zahlreiche bekannte Sicherheitsl&uuml;cken, die nicht geschlossen sind, oder m&ouml;gliche Zielcomputer sind angreifbar, da sie veraltete Software nutzen.</p>
<p>Der &#8222;Wanna Cry&#8220;-Wurm hat uns diese Problematik gerade eindr&uuml;cklich vor Augen gef&uuml;hrt. Der Erpressungstrojaner basiert auf einer von der NSA identifizierten Sicherheitsl&uuml;cke in alten Windows-Betriebssystemen. Diese Informationen wurden von Servern der NSA gestohlen und von einer Gruppe namens Shadow Brokers ver&ouml;ffentlicht.[5] Die Entwickler von &#8222;Wanna Cry&#8220; nutzten diese Schadsoftware und profitierten davon, dass selbst zwei Monate nachdem Microsoft ein Update zur Schlie&szlig;ung der Sicherheitsl&uuml;cke zur Verf&uuml;gung gestellt hatte, noch Zehntausende von Rechnern verwundbar waren.[6] Zus&auml;tzlich ist die Verbreitung von Cyberwaffen viel schwieriger zu kontrollieren. Standort und Transport von Raketen oder Panzern lassen sich nur schwer verheimlichen. Eine Schadsoftware l&auml;sst sich hingegen beliebig kopieren und &uuml;ber das Internet verbreiten. Als physischer Speichertr&auml;ger reicht ein einfacher USB-Stick.</p>
<p>F&uuml;r Staaten gibt es allerdings gute Gr&uuml;nde, sich bei der Jagd nach Sicherheitsl&uuml;cken und dem Einsatz von Cyberwaffen zur&uuml;ckzuhalten. Alle Schwachstellen, die nicht gemeldet werden, um sie als Angriffsvektoren zu nutzen, gehen auch zu Lasten der eigenen Cybersicherheit. Gerade bei Angriffen auf gut gesicherte IT-Systeme ist man auf die Ausnutzung solcher, den Herstellern nicht bekannter Sicherheitsl&uuml;cken angewiesen. Das hei&szlig;t aber auch, dass diese Schwachstellen in der Infrastruktur des eigenen Landes nicht geschlossen werden k&ouml;nnen. Kriminelle oder ausl&auml;ndische Staaten, die auch von dieser Schwachstelle wissen, k&ouml;nnen diese ebenfalls ungehindert nutzen.[7]</p>
<p>Staaten haben auch gute Gr&uuml;nde, sich bei Cyber-Operationen, die &uuml;ber das blo&szlig;e Aussp&auml;hen hinausgehen und darauf ausgelegt sind, IT-Systeme zu manipulieren, zu st&ouml;ren oder zum Ausfall zu bringen, zur&uuml;ckzuhalten. Je weiter unsere Abh&auml;ngigkeit von digitaler Infrastruktur und informationstechnischen Systemen zunimmt, um so mehr wird ein solcher Einsatz zu einer Gefahr f&uuml;r uns alle. Digitale Superm&auml;chte wie die Vereinigten Staaten verf&uuml;gen zwar &uuml;ber hohe F&auml;higkeiten zur Durchf&uuml;hrung von Cyber-Operationen. Die Vereinigten Staaten sind hier allerdings zugleich auch extrem verwundbar. Ein Cyber-Angriff auf die Elektrizit&auml;tsversorgung oder die B&ouml;rse kann der US-amerikanischen Wirtschaft gro&szlig;en Schaden zuf&uuml;gen. Cyber-Angriffe auf Krankenh&auml;user k&ouml;nnten die Gesundheitsversorgung der US-Bev&ouml;lkerung stark beeintr&auml;chtigen. Daher &uuml;berrascht nicht, dass die Vereinigten Staaten und China schon Gespr&auml;che &uuml;ber Beschr&auml;nkungen beim Einsatz von Cyberwaffen gef&uuml;hrt haben, insbesondere bez&uuml;glich ziviler Infrastruktur.[8] Mit zunehmenden Risiken von IT-Ausf&auml;llen wird international das Interesse weiter zunehmen, Normen zum staatlichen Verhalten im Cyberraum zu entwickeln.</p>
<h5>Der Weg zu inter&shy;na&shy;ti&shy;o&shy;nalen Normen ist schwierig und umstritten</h5>
<p>Dass Analogien aus dem Kalten Krieg nur begrenzt anwendbar sind, hei&szlig;t nicht, dass wir bei der Diskussion um internationale Regeln f&uuml;r Cyber-Konflikte bei Null anfangen m&uuml;ssten. So initiierte die NATO 2009 als Reaktion auf die Cyber-Attacken gegen ihr Mitglied Estland zwei Jahre zuvor eine Expertengruppe, die sich insbesondere mit der Anwendung des internationalen Kriegsrechts auf Cyber-Angriffe befasste. Das Ergebnis, das im Jahr 2013 ver&ouml;ffentlichte &#8222;Tallinn Manual on the International Law Applicable to Cyber Warfare&#8220;, analysiert, wie bestehendes internationales Recht auf Kriegsf&uuml;hrung im Cyberraum anzuwenden ist. Das Tallinn-Handbuch ist zwar rechtlich nicht bindend. Es macht aber deutlich, dass Staaten im Cyberraum nicht in einem rechtsfreien Raum operieren und zeigt, wie internationales Kriegsrecht hier zur Anwendung kommen kann.</p>
<p>Das Tallinn-Handbuch befasst sich vor allem mit der Anwendung internationalen Rechts auf Cyber-Operationen, die von ihren Auswirkungen her bewaffneten Auseinandersetzungen gleichzusetzen sind. Allerdings ist diese Schwelle bisher kaum &uuml;berschritten worden. Dennoch geh&ouml;ren staatliche Cyber-Operationen mittlerweile zum Alltag. Vor allem Geheimdienste dringen zur Informationsbeschaffung st&auml;ndig in IT-Systeme anderer Staaten ein. Aber handelt es sich hierbei um v&ouml;lkerrechtlich gedeckte Spionage oder eine v&ouml;lkerrechtswidrige Verletzung der territorialen Integrit&auml;t anderer Staaten? Diesen und &auml;hnlich gelagerten Fragen widmet sich eine umfangreiche Erweiterung des Handbuchs mit dem Namen &#8222;Tallin 2.0&#8220;. Aber insbesondere bei der Frage, wo bei Cyber-Operationen die Grenze zwischen &#8222;legitimer&#8220; Informationsbeschaffung und illegitimer Verletzung v&ouml;lkerrechtlicher Normen verl&auml;uft, ist international alles andere als gekl&auml;rt. Hier gab es unter den Autoren der zweiten Version des Handbuchs erhebliche Differenzen. Und auch wenn man sich in der Group of Governmental Experts mittlerweile auf UN-Ebene mit diesen Fragen befasst, ist nicht zu erwarten, dass zu den umstrittensten Fragen zum staatlichen Verhalten im Cyberraum in naher Zukunft ein internationaler Konsens erzielt werden kann.</p>
<h5>Die Bundeswehr im Cyberraum: auf Kernauf&shy;gaben beschr&auml;nken </h5>
<p>Selbstverst&auml;ndlich muss sich die Bundeswehr mit den neuen Herausforderungen von Cyber-Operationen befassen. Die im neuen Cyber-Kommando geb&uuml;ndelte Expertise und Ressourcen werden dringend ben&ouml;tigt, um sich auf neue Formen von Angriffen und Kriegsf&uuml;hrung einzustellen. IT-Systeme durchdringen mittlerweile alle Bereiche der Bundeswehr: von den Waffensystemen &uuml;ber die Befehlssteuerung bis hin zur Logistik. Die Bundeswehr sollte sich zuerst einmal vor allem mit der Verwundbarkeit ihrer eigenen Systeme befassen und ihre eigene IT-Sicherheit erh&ouml;hen. Auch mit den M&ouml;glichkeiten, digitale Verwundbarkeiten in gegnerischen Milit&auml;rs auszunutzen, wird man sich besch&auml;ftigen m&uuml;ssen. So hat das US-Milit&auml;r im Irakkrieg mit Hilfe von Cyber-Operationen die Kommunikationsinfrastruktur des irakischen Milit&auml;rs gest&ouml;rt. Solche Methoden sind selbstverst&auml;ndlich auch f&uuml;r die Bundeswehr interessant. Das Ausschalten beziehungsweise St&ouml;ren gegnerischer Kommunikations- und Waffensysteme durch Cyber-Operationen kann den Verlust menschlichen Lebens in milit&auml;rischen Auseinandersetzungen verringern. Gleichzeitig sollte die Bundeswehr die Etablierung internationaler Normen st&auml;rken &#8211; etwa zum Schutz kritischer ziviler Infrastrukturen. Hierzu sind klare Einsatzregeln notwendig. Der Schutz von Zivilisten muss auch bei Operationen im Cyberraum h&ouml;chste Priorit&auml;t haben.</p>
<p>Schwieriger ist die Frage, wie die Bundeswehr mit Sicherheitsl&uuml;cken umgehen soll. Obwohl viele Vorf&auml;lle in j&uuml;ngster Zeit verdeutlichen, dass wir vor allem ein Problem mit der IT-Sicherheit haben, investiert die Bundesregierung derzeit stark in ihre F&auml;higkeiten, sich in IT-Systeme zu hacken. Neben dem Bundesnachrichtendienst und der sich im Aufbau befindenden Zentralen Stelle f&uuml;r Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS), die Sicherheitsbeh&ouml;rden unter anderem Zugang zu verschl&uuml;sselter Kommunikation verschaffen soll, w&auml;re das Cyber-Kommando bereits die dritte bedeutende staatliche Einheit, die auf Jagd nach Sicherheitsl&uuml;cken geht.[9] Wie problematisch das Zur&uuml;ckhalten von Sicherheitsl&uuml;cken sein kann, zeigen j&uuml;ngste Vorf&auml;lle aus den Vereinigten Staaten. Die NSA hortet nicht nur Sicherheitsl&uuml;cken. Sie musste auch hilflos mit ansehen, wie ihre auf diesen L&uuml;cken beruhenden Hacking-Werkzeuge und Schadprogramme im Internet ver&ouml;ffentlicht und beispielsweise in der &#8222;Wanna Cry&#8220;-Attacke durch Dritte eingesetzt wurden. Wenn sich schon die m&auml;chtige NSA mit dem Schutz ihrer Werkzeuge so schwer tut, wie ist es dann um den Schutz der Cyberwaffen bestellt, die die Bundeswehr entwickeln will?</p>
<p>Es gibt noch ein weiteres Problem. Die Leaks &uuml;ber von der NSA genutzte Sicherheitsl&uuml;cken haben eine kontroverse Debatte &uuml;ber den staatlichen Umgang mit solchen L&uuml;cken ausgel&ouml;st. Die NSA ist nicht nur f&uuml;r Cyber-Operationen, sondern auch f&uuml;r die Sicherheit von IT-Systemen verantwortlich. Dies erzeugt ein Dilemma: Wie soll die NSA beide Aufgaben &#8211; die Sicherheit von IT-Systemen, die das Stopfen von Schwachstellen erfordert, und die F&auml;higkeit zu Cyber-Operationen, die auf dem Geheimhalten und Ausnutzen dieser Schwachstellen beruht &#8211; unter einen Hut bringen? Republikanische und Demokratische Abgeordnete haben einen Gesetzentwurf in den US-Kongress eingebracht, der diesen Abw&auml;gungsprozess auf eine gesetzliche Grundlage stellen will.[10] Neben den Milit&auml;rs und Geheimdiensten sollen auch jene Beh&ouml;rden in die Beratungen einbezogen werden, die prim&auml;r f&uuml;r den Schutz der IT-Systeme zust&auml;ndig sind. Die Leitung des Prozesses soll nicht mehr die eher auf Cyber-Operationen setzende NSA, sondern das f&uuml;r den Schutz der zivilen Infrastrukturen zust&auml;ndige Heimatschutzministerium &uuml;bernehmen.</p>
<p>In Deutschland baut man zurzeit an seinen offensiven Cyber-F&auml;higkeiten, ohne sich ausreichend diesen schwierigen Fragen zu stellen. Dabei besteht hier dringender Handlungsbedarf. Die Kontroverse um die NSA zeigt, dass wichtige Sicherheitsinteressen auf dem Spiel stehen. W&auml;hrend man in den Vereinigten Staaten diskutiert, wie man mehr Kontrolle und Transparenz in den Umgang mit Sicherheitsl&uuml;cken bringen kann, scheint die Widerspr&uuml;chlichkeit des eigenen Vorgehens von den politisch Verantwortlichen in Deutschland noch gar nicht erkannt zu sein. Zumindest verkauft die Bundeswehr ihre Aufr&uuml;stung in der Cyber-Dom&auml;ne als eine Ma&szlig;nahme zur St&auml;rkung der Cyber-Sicherheit, ohne dass man von der Regierung viel &uuml;ber die hier angesprochenen Unsicherheiten, die das mit sich bringt, h&ouml;rt.</p>
<p>Anstatt sich diesen Fragen zu stellen, geht vielen das Mandat des neuen Cyber-Kommandos noch nicht weit genug. Sie wollen das Cyber-Kommando auch f&uuml;r den Schutz kritischer Infrastrukturen verantwortlich machen und zum sogenannten &#8222;Hack Back&#8220; bef&auml;higen.[11] Diese Forderung schie&szlig;t nicht nur &uuml;ber das Ziel hinaus, sie ist auch gef&auml;hrlich. IT-Sicherheitsvorf&auml;lle haben in der Regel eines gemeinsam: Es ist nicht klar, wer hinter ihnen steckt. Trotzdem fordern einige Experten, dass die Bundeswehr bei einem Angriff auf ein Stromnetz den Angriff nicht nur in fremde Server zur&uuml;ckverfolgen, sondern auch zur&uuml;ckschlagen und diese lahmlegen darf. Das hie&szlig;e: wir wissen gar nicht, wer verantwortlich ist, aber wir schlagen mit unserem Milit&auml;r zur&uuml;ck. Ein solches Eingreifen der Bundeswehr in die IT-Infrastruktur im Ausland w&uuml;rde nicht ohne Folgen bleiben. Andere Staaten k&ouml;nnten darin einen milit&auml;rischen Angriff sehen und entsprechend antworten; und das alles aufgrund eines Vorfalls, hinter dem auch kriminelle Hacker stecken k&ouml;nnten. Wenn eine kriminelle Organisation von D&auml;nemark nach Deutschland kommt, um Banken zu &uuml;berfallen, antworten wir auch nicht mit einem Angriff der Bundeswehr auf ihr Versteck hinter der Grenze. Ansonsten w&uuml;rden aus grenz&uuml;berschreitender Kriminalit&auml;t ohne Not zwischenstaatliche Konflikte gemacht. Das kann nicht in unserem Interesse sein.</p>
<p>An der Debatte um den &#8222;Hack Back&#8220; wird deutlich, dass die Rolle der Bundeswehr im Cyberraum notwendigerweise auf Eins&auml;tze im Rahmen eines Auslandsmandats und zur Selbstverteidigung begrenzt sein muss.[12] Der gr&ouml;&szlig;te Teil unserer Computer, IT-Systeme und Telekommunikationsinfrastruktur ist in privater Hand. Anders als bei einem Angriff feindlicher Panzer bekommt es die Bundeswehr in der Regel gar nicht mit, wenn Cyber-Angriffe auf zivile Infrastrukturen stattfinden. Das hei&szlig;t nicht, dass der Staat hier keine Verantwortung &uuml;bernehmen soll. Um einen Angriff &uuml;berhaupt zeitnah identifizieren und entsprechende Gegenma&szlig;nahmen ergreifen zu k&ouml;nnen, ist eine enge und vertrauensvolle Kooperation zwischen Unternehmen und Sicherheitsbeh&ouml;rden dringend erforderlich. Aber hierf&uuml;r braucht es zivile, auf IT-Sicherheit fokussierte Beh&ouml;rden, denn die Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft in Fragen der IT-Sicherheit ben&ouml;tigt vor allem eines: Vertrauen. Die Grundlage f&uuml;r dieses Vertrauen ist bei Beh&ouml;rden mit offensiven Auftrag nicht gegeben. Sie haben ein Interesse, Wissen um Schwachstellen f&uuml;r die Entwicklung eigener Hacking-F&auml;higkeiten zur&uuml;ckzuhalten. Das hei&szlig;t: der beste Schutz vor Cyber-Angriffen besteht darin, die zivilen Institutionen zu st&auml;rken, die bereits mit der Sicherheit&nbsp; unserer IT-Systeme befasst sind &#8211; allen voran das Bundesamt f&uuml;r die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Weiterentwicklung des BSI zu einer starken und unabh&auml;ngigen Beh&ouml;rde f&uuml;r IT-Sicherheit w&auml;re der n&auml;chste konsequente Schritt, um den Schutz unserer zivilen Infrastruktur vor Cyber-Angriffen zu verbessern.</p>
<p>Die Einrichtung des neuen Kommando Cyber- und Informationsraum ist ein Meilenstein f&uuml;r die Bundeswehr. Allerdings brauchen wir eine breitere gesellschaftliche und verteidigungspolitische Diskussion, wie der Auftrag der Bundeswehr im Cyberraum genau aussehen soll. Es stehen hier nichts weniger als zentrale und bew&auml;hrte Grunds&auml;tze der zivilen Ausrichtung unserer Sicherheitspolitik auf dem Spiel. Statt IT-Sicherheit zu militarisieren und damit die internationale Eskalationspotenziale zu erh&ouml;hen, sollte die Rolle der Bundeswehr auf ihre verteidigungspolitischen Kernaufgaben beschr&auml;nkt bleiben. F&uuml;r den allt&auml;glichen Umgang mit IT-Sicherheitsf&auml;llen brauchen wir weiterhin einen zivilen Ansatz. IT-Sicherheitsgesetz und St&auml;rkung des BSI sind hier die richtigen Hebel. Denn beim Schutz unser zivilen Infrastrukturen gilt: Cyber-Angriff ist nicht die beste Verteidigung.</p>
<p><i>STEFAN&nbsp;HEUMANN&nbsp;&nbsp; PhD, Jahrgang 1978, ist Mitglied des Vorstands der Stiftung Neue Verantwortung. Stefan Heumann hat in den vergangenen Jahren die Weiterentwicklung der Stiftung Neue Verantwortung zum Think Tank f&uuml;r die Gesellschaft im technologischen Wandel mitvorangetrieben und besch&auml;ftigt sich insbesondere mit den Auswirkungen neuer Technologien auf internationale Beziehungen, nationale Sicherheit und B&uuml;rgerrechte.</i></p>
<p><b>Literatur:</b></p>
<p>Bundesministerium der Verteidigung&nbsp; (2016): Abschlussbericht Aufbaustab Cyber- und Informationsraum, Berlin&nbsp;</p>
<p>Bundesministerium der Verteidigung&nbsp; (2016): Weissbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr, Berlin</p>
<p>Kaplan, Fred&nbsp; (2016): Dark Territory: The Secret History of Cyber War, New York</p>
<p>Rid, Thomas&nbsp; (2016): Maschinend&auml;mmerung: Eine kurze Geschichte der Kybernetik, Berlin</p>
<p><b>Anmerkungen:</b></p>
<p>1 Zuvor wurde die Positionierung der Bundeswehr im Cyberraum vor allem unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit diskutiert, s. <a href="https://netzpolitik.org/2015/geheime-cyber-leitlinie-verteidigungsministerium-erlaubt-bundeswehr-cyberwar-und-offensive-digitale-angriffe/" target="_blank" rel="noopener">https://netzpolitik.org/2015/geheime-cyber-leitlinie-verteidigungsministerium-erlaubt-bundeswehr-cyberwar-und-offensive-digitale-angriffe/</a>.</p>
<p>2 Um diese Zahl in Kontext zu setzen: Derzeit arbeiten etwa 60 M&auml;nner und Frauen an offensiven Cyber-F&auml;higkeiten. <a href="https://www.golem.de/news/verteidigungsministerium-ursula-von-der-leyenwill-13500-cyber-solaten-einstellen-1604-120565.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.golem.de/news/verteidigungsministerium-ursula-von-der-leyenwill-13500-cyber-solaten-einstellen-1604-120565.html</a>.</p>
<p>3 S. <a href="https://www.theguardian.com/world/2014/aug/13/snowden-nsa-syria-internet-outage-civilwar" target="_blank" rel="noopener">https://www.theguardian.com/world/2014/aug/13/snowden-nsa-syria-internet-outage-civilwar</a>.</p>
<p>4 S. <a href="http://www.nytimes.com/2012/06/01/world/middleeast/obama-ordered-wave-of-cyberattacks-against-iran.html?pagewanted=all" target="_blank" rel="noopener">http://www.nytimes.com/2012/06/01/world/middleeast/obama-ordered-wave-of-cyberattacks-against-iran.html?pagewanted=all</a>.</p>
<p>5 S. <a href="https://mobile.nytimes.com/2017/05/16/us/nsa-malware-case-shadow-brokers.html?referer&amp;smid=twshare" target="_blank" rel="noopener">https://mobile.nytimes.com/2017/05/16/us/nsa-malware-case-shadow-brokers.html?smid=twshare&amp;referer</a>=.</p>
<p>6 S. <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/WannaCry-Angriff-mit-Ransomware-legt-weltweit-Zehntausende-Rechner-lahm-3713235.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.heise.de/newsticker/meldung/WannaCry-Angriff-mit-Ransomware-legt-weltweit-Zehntausende-Rechner-lahm-3713235.html</a>.</p>
<p>7 <a href="https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2928758" target="_blank" rel="noopener">https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2928758</a>.</p>
<p>8 S. <a href="https://www.nytimes.com/2015/09/20/world/asia/us-and-china-seek-arms-deal-for-cyberspace.html?_r=0" target="_blank" rel="noopener">https://www.nytimes.com/2015/09/20/world/asia/us-and-china-seek-arms-deal-for-cyberspace.html?_r=0</a>.</p>
<p>9 Bundeskriminalamt und die Polizeieinheiten der L&auml;nder und Bundes- sowie Landes&auml;mter f&uuml;r Verfassungsschutz sind hier auch bereits aktiv. ZITiS soll zuk&uuml;nftig als zentrale Anlaufstelle f&uuml;r alle dienen, so dass die einzelnen Sicherheitsbeh&ouml;rden die notwendige technische Expertise nicht gesondert aufbauen m&uuml;ssen.</p>
<p>10 S. <a href="https://lawfareblog.com/patch-debating-codification-vep" target="_blank" rel="noopener">https://lawfareblog.com/patch-debating-codification-vep</a>.</p>
<p>11 S. <a href="https://causa.tagesspiegel.de/politik/darf-die-bundeswehr-cyber-attacken-zur-verteidigungnutzen/eine-cyber-armee-braucht-auch-einen-auftrag.html" target="_blank" rel="noopener">https://causa.tagesspiegel.de/politik/darf-die-bundeswehr-cyber-attacken-zur-verteidigungnutzen/eine-cyber-armee-braucht-auch-einen-auftrag.html</a>.</p>
<p>12 S. <a href="https://causa.tagesspiegel.de/politik/darf-die-bundeswehr-cyber-attacken-zur-verteidigungnutzen/warum-cyber-gegenangriffe-gefaehrlich-sind.html" target="_blank" rel="noopener">https://causa.tagesspiegel.de/politik/darf-die-bundeswehr-cyber-attacken-zur-verteidigungnutzen/warum-cyber-gegenangriffe-gefaehrlich-sind.html</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/218/publikation/die-bundeswehr-im-cyberraum-quo-vadis/">Die Bundeswehr im Cyberraum: quo vadis?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.humanistische-union.de">Humanistische Union</a>.</p>
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