{"id":2925,"count":0,"description":"<h1>Fritz-Bauer-Preis 1998 an G&uuml;nter Grass<\/h1><div><h1>Ansprache von Dr. Till M&uuml;ller-Heidelberg<\/h1><\/div><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lieber G&uuml;nter Grass,<br>meine Damen und Herren,<br>liebe Freunde,\n<\/p>\n<p>ich begr&uuml;&szlig;e Sie alle ganz herzlich zur Verleihung des Fritz-Bauer-Preises 1997 an G&uuml;nter Grass und bedanke mich bei Herrn B&uuml;rgermeister Bouteiller f&uuml;r den festlichen Rahmen, den er uns zur Verf&uuml;gung stellt, und f&uuml;r seine freundlichen Eingangsworte. Ich begr&uuml;&szlig;e insbesondere die anwesenden Mitglieder des Beirates der HUMANISTISCHEN UNION, Erhard Denninger, Herbert J&auml;ger, J&uuml;rgen Seifert und die fr&uuml;heren Fritz-Bauer-Preistr&auml;ger, die heute unter uns weilen: Gerald Gr&uuml;nwald, Erich K&uuml;chenhoff, Ulrich Finckh und Eckart Spoo.\n<\/p>\n<p>Insbesondere begr&uuml;&szlig;e ich den Herrn Bundespr&auml;sidenten, der unter uns weilt - wenn auch nur gedanklich. Roman Herzog konnte nicht wissen, da&szlig; der Bundesvorstand der HUMANISTISCHEN UNION am 28. November 1997 G&uuml;nter Grass den Fritz-Bauer-Preis angetragen hatte, als er anl&auml;&szlig;lich des Festaktes f&uuml;r Heinrich Heine in D&uuml;sseldorf am 13. Dezember des vergangenen Jahres seine Rede begann mit dem Satz: \"Bedeutende Dichter machen mitunter &Auml;rger.\" Er fuhr fort: \"Heine wollte wachtrommeln (hatte der Bundespr&auml;sident dabei unbewu&szlig;t die Blechtrommel im Kopf, um bereits auf unseren heutigen Preistr&auml;ger zu verweisen ?), den Zustand der Welt zeigen, wie sie ist.\" Und er kam zum Kern seiner Rede, als er ausf&uuml;hrte:\n<\/p>\n<p>\"Schriftsteller und Intellektuelle, f&uuml;r deren Typus Heine (Grass) noch heute ein Modell ist, dienen ihrem Land oft auch mit &auml;tzender Kritik. Darauf gelassen zu h&ouml;ren, sich selber zu befragen und eventuell umzudenken, m&uuml;ssen wir zu jeder Zeit neu lernen. Schriftsteller und Intellektuelle haben keineswegs die Wahrheit gepachtet, schon gar nicht, wenn sie sich auf das Feld des Politischen begeben. Doch ist die Wahrheit auch nicht automatisch bei der Mehrheit oder den jeweils Herrschenden. Deshalb will ich gerade beim heutigen Anla&szlig; festhalten: Ohne kritischen Einspruch, ohne das Engagement unbequemer Denker verk&uuml;mmert eine Gesellschaft. Wir brauchen Streit und Widerspruch, wir brauchen die Zumutungen und Fragen unabh&auml;ngiger K&ouml;pfe. Man kann sogar sagen: Nie ist der sperrige Individualist wichtiger gewesen als heute.\"\n<\/p>\n<p>Diese Charakterisierung, diese Aufforderung konnten zwar auch wir im Bundesvorstand der HUMANISTISCHEN UNION, der &auml;ltesten deutschen B&uuml;rgerrechtsorganisation, nicht kennen, als wir uns im November 1997 f&uuml;r G&uuml;nter Grass als Fritz-Bauer-Preistr&auml;ger dieses Jahres entschieden. Aber die hier vom Bundespr&auml;sidenten aufgestellten Forderungen an Schriftsteller und Intellektuelle, kritisch zu hinterfragen, unbequem zu denken, zu widersprechen und sich einzumischen, sind unsere Ma&szlig;st&auml;be zur Verleihung des Fritz-Bauer-Preises, der im Angedenken an den Mitbegr&uuml;nder der HUMANISTISCHEN UNION und fr&uuml;heren hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer seit 1969 vergeben wird an unbequeme und unerschrockene Frauen und M&auml;nner, die sich um Recht und Gerechtigkeit verdient gemacht haben.\n<\/p>\n<p>Die Liste der bisherigen Preistr&auml;ger, in die G&uuml;nter Grass sich heute einreiht, ist lang - und hoffentlich f&uuml;r ihn ebenso ehrenvoll wie er f&uuml;r sie. Sie beginnt - um nur einige zu nennen - mit Helga Einsele, der damaligen Leiterin der Frauenstrafvollzugsanstalt in Frankfurt, sie f&auml;hrt fort als zweitem Preistr&auml;ger mit Gustav Heinemann, dem Justizminister und Bundespr&auml;sidenten, sie enth&auml;lt die Namen von Birgitta Wolf, Heinrich Hannover, dem aufrechten Strafverteidiger und Autor von Kinder- und Jugendb&uuml;chern, der Journalisten Werner Hill, Peggy Parnass und Eckart Spoo, des Strafrechtlers Gerald Gr&uuml;nwald, der Datensch&uuml;tzerin Ruth Leuze, des Kriegsdienstverweigerer-Pastors Ulrich Finckh, der Vorsitzenden der gemischt-nationalen Ehen Rosi Wolf-Almanasreh, der fr&uuml;heren Ausl&auml;nderbeauftragten Lieselotte Funke, des Polizeipr&auml;sidenten Hans Lisken, und sie endete vorl&auml;ufig mit den Namen von Hanne und Klaus Vack, den K&auml;mpfern um Menschenrechte und Menschlichkeit \"von unten\", den Aktivisten der Friedensbewegung und Kriegsdienstverweigerung und den Organisatoren von gewaltlosen Blockaden, worauf ich noch zu sprechen kommen werde, um den Zusammenhang mit unserem heutigen Preistr&auml;ger herzustellen.\n<\/p>\n<p>Was ist das Gemeinsame dieser Preistr&auml;ger, &uuml;brigens nur eine Auswahl ? Es ist - wie ich es bei der letzten Preisverleihung zu formulieren versucht habe \"das Einstehen f&uuml;r den demokratischen Rechtsstaat, aber auch das Wissen, da&szlig; es nicht reicht, sich an die Formen des Rechts zu halten, sondern da&szlig; Menschlichkeit und das Streben nach Gerechtigkeit hinzukommen m&uuml;ssen, da&szlig; der Gesetzesvollzug nicht gen&uuml;gt, sondern da&szlig; man mit dem Herzen dabei sein mu&szlig;. Das Gemeinsame ist das Streben, eine gerechte menschliche Gesellschaft zu schaffen.\"\n<\/p>\n<p>Dies geht nur, wenn man sich au&szlig;erhalb seines eigentlichen Berufes oder T&auml;tigkeitsfeldes mit hei&szlig;em Blut in die &ouml;ffentlichen Angelegenheiten zugunsten der Menschen einmischt. Nicht Grund, aber Anla&szlig; unserer Preisentscheidung war die Laudatio von G&uuml;nter Grass auf Yasar Kemal anl&auml;&szlig;lich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im Oktober 1997. G&uuml;nter Grass sprach - da er &uuml;ber einen Dichter zu reden hatte - von der \"Obsession ....., der Zeit gegenl&auml;ufig zu schreiben und jene Geschichten zu erz&auml;hlen, die nicht als Staatsakten geadelt worden sind, weil sie von Menschen handeln, die nie erh&ouml;ht sa&szlig;en und herrschten, denen aber allzeit Herrschaft widerfuhr. ..... (Er fuhr fort mit der rhetorischen Frage: ) War es nicht ein deutscher Politiker von Rang, der vor einiger Zeit vor der \"Durchrassung des deutschen Volkes\" gewarnt hat ? Spricht nicht der in Deutschland latente Fremdenha&szlig;, b&uuml;rokratisch verklausuliert, aus der Abschiebepraxis des gegenw&auml;rtigen Innenministers, dessen H&auml;rte bei rechtsradikalen Schl&auml;gerkolonnen ihr Echo findet ? &Uuml;ber 4.000 Fl&uuml;chtlinge, aus der T&uuml;rkei, Algerien, Nigeria, denen nichts Kriminelles nachgewiesen werden kann, sitzen in Abschiebelagern hinter Schlo&szlig; und Riegel, Sch&uuml;blinge werden sie auf neudeutsch genannt. Es ist wohl so, da&szlig; wir alle unt&auml;tige Zeugen einer abermaligen, diesmal demokratisch abgesicherten Barbarei sind. ..... (und weiter: ) Ich sch&auml;me mich meines Landes, dessen Regierung todbringenden Handel zul&auml;&szlig;t und zudem den verfolgten Kurden das Recht auf Asyl verweigert.\"\n<\/p>\n<p>Sich sch&auml;men zu k&ouml;nnen f&uuml;r sein eigenes Land - dies ist ein Zeichen von Menschlichkeit, es f&uuml;hrt dazu (wie G&uuml;nter Grass weiter ausf&uuml;hrte), \"der herrschenden Regierung l&auml;stig zu bleiben.\" Und wie ! Der Satz &uuml;ber die diesmal demokratisch abgesicherte Barbarei in unserem sch&ouml;nen ordentlichen Rechtsstaat, der Satz &uuml;ber das Sch&auml;men f&uuml;hrte zu Ha&szlig;ausbr&uuml;chen bei Politikern und Medien - und dabei waren diese Formulierungen doch zum einen nichts anderes, als was der anfangs zitierte Bundespr&auml;sident fordert, zum zweiten nichts anderes als die Fortsetzung der gesamten Lebensbiographie von G&uuml;nter Grass, weshalb wir ihm den Fritz-Bauer-Preis zuerkannt haben: G&uuml;nter Grass hat alle m&ouml;glichen, insbesondere literarischen Preise und Ehrungen erhalten bis hin zur Ehrenb&uuml;rgerschaft seiner Vaterstadt Danzig und zur Ehrendoktorw&uuml;rde f&uuml;r Literatur. Damit k&ouml;nnen und wollen wir uns nicht messen, deshalb habe ich auch kein Wort &uuml;ber G&uuml;nter Grass als Schriftsteller, Dichter und K&uuml;nstler verloren. Aber G&uuml;nter Grass hat mit dem so erworbenen Ruhm etwas angefangen, er hat sich nicht nur darin gesonnt. In einem Interview im Tagesspiegel vom 15. Januar d.J. hat er ge&auml;u&szlig;ert, Ruhm werde auf die Dauer nur durch politische Arbeit ertr&auml;glich, da k&ouml;nne \"man ihn einsetzen und den Sozialdemokraten in der Provinz eine Seele einhauchen,\" wobei sich dies sicherlich nicht auf die Sozialdemokraten beschr&auml;nkt. Mit G&uuml;nter Grass erh&auml;lt den Fritz-Bauer-Preis erstmals nach &uuml;ber 25 Jahren wiederum ein Schriftsteller und K&uuml;nstler - nicht daf&uuml;r, da&szlig; er sich k&uuml;nstlerisch bet&auml;tigt, sondern da&szlig; er den Elfenbeinturm aufbricht und sich in die Politik einmischt. Letzter Anla&szlig; war - ich erw&auml;hnte es - seine Preisrede f&uuml;r Yasar Kemal. Diese Position des Einmischens in die Politik aber hat unser Preistr&auml;ger bereits seit Jahrzehnten vertreten: Mit seiner W&auml;hlerinitiative Willy Brandt, mit seiner Mitarbeit im Kuratorium f&uuml;r einen Bund demokratisch verfa&szlig;ter L&auml;nder - dem Versuch nach 1990, eine demokratische gemeinsame Verfassung f&uuml;r die vereinigten Teile Deutschlands zu schaffen, statt nur bisherige westliche Vorstellungen dem &ouml;stlichen Teil &uuml;berzust&uuml;lpen -, mit seinem Austritt aus der SPD anl&auml;&szlig;lich der Abschaffung des Asylrechts, mit der Gr&uuml;ndung der Sinti- und Roma-Stiftung oder als Mitverfasser der Erfurter Erkl&auml;rung. Ich habe mit Sicherheit einiges vergessen, nur Beispiele genannt. Erw&auml;hnen m&ouml;chte ich jedoch noch den Zusammenhang mit seinen Vorg&auml;ngern als Preistr&auml;ger, Hanne und Klaus Vack: G&uuml;nter Grass hat - selbstverst&auml;ndlich, m&ouml;chte man sagen - an der von den letztj&auml;hrigen Preistr&auml;gern organisierten sog. Prominentenblockade des Atomwaffenlagers Mutlangen am 1.9.1983 teilgenommen und so seine Bekanntheit eingesetzt f&uuml;r ein als politisch richtig erkanntes Ziel gegen die etablierte Politik. Dieses nicht-daneben-Stehen, dieses sich-nicht-zu-fein-sein f&uuml;r das Einmischen in die \"schmutzige Politik\" ist das Preisw&uuml;rdige an G&uuml;nter Grass im Sinne von Fritz Bauer, dessen Preismedaille und Bildnis ich jetzt die gro&szlig;e Freude habe, G&uuml;nter Grass &uuml;berreichen zu d&uuml;rfen, indem ich das eingravierte Zitat von Fritz Bauer verlese:<\/p><blockquote><p>Gesetze sind nicht auf Pergament, <br>sondern auf empfindliche Menschenhaut geschrieben.<\/p><\/blockquote><p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"right\"><i>Till M&uuml;ller-Heidelberg<br>Bundesvorsitzender der Humanistischen Union<\/i><\/p>","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/fritz-bauer-preis\/1998-fritz-bauer-preis\/fritz-bauer-preis-1998-an-guenter-grass\/","name":"Fritz-Bauer-Preis 1998 an G\u00fcnter Grass","slug":"fritz-bauer-preis-1998-an-guenter-grass","taxonomy":"category","parent":2898,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Fritz-Bauer-Preis 1998 an G\u00fcnter Grass Archive - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/fritz-bauer-preis\/1998-fritz-bauer-preis\/fritz-bauer-preis-1998-an-guenter-grass\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Fritz-Bauer-Preis 1998 an G\u00fcnter Grass Archive - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Fritz-Bauer-Preis 1998 an G&uuml;nter Grass Ansprache von Dr. Till M&uuml;ller-Heidelberg &nbsp; Lieber G&uuml;nter Grass,meine Damen und Herren,liebe Freunde, ich begr&uuml;&szlig;e Sie alle ganz herzlich zur Verleihung des Fritz-Bauer-Preises 1997 an G&uuml;nter Grass und bedanke mich bei Herrn B&uuml;rgermeister Bouteiller f&uuml;r den festlichen Rahmen, den er uns zur Verf&uuml;gung stellt, und f&uuml;r seine freundlichen Eingangsworte. 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Diese Position des Einmischens in die Politik aber hat unser Preistr&auml;ger bereits seit Jahrzehnten vertreten: Mit seiner W&auml;hlerinitiative Willy Brandt, mit seiner Mitarbeit im Kuratorium f&uuml;r einen Bund demokratisch verfa&szlig;ter L&auml;nder &#8211; dem Versuch nach 1990, eine demokratische gemeinsame Verfassung f&uuml;r die vereinigten Teile Deutschlands zu schaffen, statt nur bisherige westliche Vorstellungen dem &ouml;stlichen Teil &uuml;berzust&uuml;lpen -, mit seinem Austritt aus der SPD anl&auml;&szlig;lich der Abschaffung des Asylrechts, mit der Gr&uuml;ndung der Sinti- und Roma-Stiftung oder als Mitverfasser der Erfurter Erkl&auml;rung. Ich habe mit Sicherheit einiges vergessen, nur Beispiele genannt. Erw&auml;hnen m&ouml;chte ich jedoch noch den Zusammenhang mit seinen Vorg&auml;ngern als Preistr&auml;ger, Hanne und Klaus Vack: G&uuml;nter Grass hat &#8211; selbstverst&auml;ndlich, m&ouml;chte man sagen &#8211; an der von den letztj&auml;hrigen Preistr&auml;gern organisierten sog. Prominentenblockade des Atomwaffenlagers Mutlangen am 1.9.1983 teilgenommen und so seine Bekanntheit eingesetzt f&uuml;r ein als politisch richtig erkanntes Ziel gegen die etablierte Politik. Dieses nicht-daneben-Stehen, dieses sich-nicht-zu-fein-sein f&uuml;r das Einmischen in die &#8222;schmutzige Politik&#8220; ist das Preisw&uuml;rdige an G&uuml;nter Grass im Sinne von Fritz Bauer, dessen Preismedaille und Bildnis ich jetzt die gro&szlig;e Freude habe, G&uuml;nter Grass &uuml;berreichen zu d&uuml;rfen, indem ich das eingravierte Zitat von Fritz Bauer verlese: Gesetze sind nicht auf Pergament, sondern auf empfindliche Menschenhaut geschrieben. &nbsp; Till M&uuml;ller-HeidelbergBundesvorsitzender der Humanistischen Union\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/fritz-bauer-preis\/1998-fritz-bauer-preis\/fritz-bauer-preis-1998-an-guenter-grass\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"CollectionPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/themen\\\/veranstaltungen\\\/buergerrechtspreise\\\/fritz-bauer-preis\\\/1998-fritz-bauer-preis\\\/fritz-bauer-preis-1998-an-guenter-grass\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/themen\\\/veranstaltungen\\\/buergerrechtspreise\\\/fritz-bauer-preis\\\/1998-fritz-bauer-preis\\\/fritz-bauer-preis-1998-an-guenter-grass\\\/\",\"name\":\"Fritz-Bauer-Preis 1998 an G\u00fcnter Grass Archive - 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Ich begr&uuml;&szlig;e insbesondere die anwesenden Mitglieder des Beirates der HUMANISTISCHEN UNION, Erhard Denninger, Herbert J&auml;ger, J&uuml;rgen Seifert und die fr&uuml;heren Fritz-Bauer-Preistr&auml;ger, die heute unter uns weilen: Gerald Gr&uuml;nwald, Erich K&uuml;chenhoff, Ulrich Finckh und Eckart Spoo. Insbesondere begr&uuml;&szlig;e ich den Herrn Bundespr&auml;sidenten, der unter uns weilt &#8211; wenn auch nur gedanklich. Roman Herzog konnte nicht wissen, da&szlig; der Bundesvorstand der HUMANISTISCHEN UNION am 28. November 1997 G&uuml;nter Grass den Fritz-Bauer-Preis angetragen hatte, als er anl&auml;&szlig;lich des Festaktes f&uuml;r Heinrich Heine in D&uuml;sseldorf am 13. Dezember des vergangenen Jahres seine Rede begann mit dem Satz: &#8222;Bedeutende Dichter machen mitunter &Auml;rger.&#8220; Er fuhr fort: &#8222;Heine wollte wachtrommeln (hatte der Bundespr&auml;sident dabei unbewu&szlig;t die Blechtrommel im Kopf, um bereits auf unseren heutigen Preistr&auml;ger zu verweisen ?), den Zustand der Welt zeigen, wie sie ist.&#8220; Und er kam zum Kern seiner Rede, als er ausf&uuml;hrte: &#8222;Schriftsteller und Intellektuelle, f&uuml;r deren Typus Heine (Grass) noch heute ein Modell ist, dienen ihrem Land oft auch mit &auml;tzender Kritik. Darauf gelassen zu h&ouml;ren, sich selber zu befragen und eventuell umzudenken, m&uuml;ssen wir zu jeder Zeit neu lernen. Schriftsteller und Intellektuelle haben keineswegs die Wahrheit gepachtet, schon gar nicht, wenn sie sich auf das Feld des Politischen begeben. Doch ist die Wahrheit auch nicht automatisch bei der Mehrheit oder den jeweils Herrschenden. Deshalb will ich gerade beim heutigen Anla&szlig; festhalten: Ohne kritischen Einspruch, ohne das Engagement unbequemer Denker verk&uuml;mmert eine Gesellschaft. Wir brauchen Streit und Widerspruch, wir brauchen die Zumutungen und Fragen unabh&auml;ngiger K&ouml;pfe. Man kann sogar sagen: Nie ist der sperrige Individualist wichtiger gewesen als heute.&#8220; Diese Charakterisierung, diese Aufforderung konnten zwar auch wir im Bundesvorstand der HUMANISTISCHEN UNION, der &auml;ltesten deutschen B&uuml;rgerrechtsorganisation, nicht kennen, als wir uns im November 1997 f&uuml;r G&uuml;nter Grass als Fritz-Bauer-Preistr&auml;ger dieses Jahres entschieden. Aber die hier vom Bundespr&auml;sidenten aufgestellten Forderungen an Schriftsteller und Intellektuelle, kritisch zu hinterfragen, unbequem zu denken, zu widersprechen und sich einzumischen, sind unsere Ma&szlig;st&auml;be zur Verleihung des Fritz-Bauer-Preises, der im Angedenken an den Mitbegr&uuml;nder der HUMANISTISCHEN UNION und fr&uuml;heren hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer seit 1969 vergeben wird an unbequeme und unerschrockene Frauen und M&auml;nner, die sich um Recht und Gerechtigkeit verdient gemacht haben. Die Liste der bisherigen Preistr&auml;ger, in die G&uuml;nter Grass sich heute einreiht, ist lang &#8211; und hoffentlich f&uuml;r ihn ebenso ehrenvoll wie er f&uuml;r sie. Sie beginnt &#8211; um nur einige zu nennen &#8211; mit Helga Einsele, der damaligen Leiterin der Frauenstrafvollzugsanstalt in Frankfurt, sie f&auml;hrt fort als zweitem Preistr&auml;ger mit Gustav Heinemann, dem Justizminister und Bundespr&auml;sidenten, sie enth&auml;lt die Namen von Birgitta Wolf, Heinrich Hannover, dem aufrechten Strafverteidiger und Autor von Kinder- und Jugendb&uuml;chern, der Journalisten Werner Hill, Peggy Parnass und Eckart Spoo, des Strafrechtlers Gerald Gr&uuml;nwald, der Datensch&uuml;tzerin Ruth Leuze, des Kriegsdienstverweigerer-Pastors Ulrich Finckh, der Vorsitzenden der gemischt-nationalen Ehen Rosi Wolf-Almanasreh, der fr&uuml;heren Ausl&auml;nderbeauftragten Lieselotte Funke, des Polizeipr&auml;sidenten Hans Lisken, und sie endete vorl&auml;ufig mit den Namen von Hanne und Klaus Vack, den K&auml;mpfern um Menschenrechte und Menschlichkeit &#8222;von unten&#8220;, den Aktivisten der Friedensbewegung und Kriegsdienstverweigerung und den Organisatoren von gewaltlosen Blockaden, worauf ich noch zu sprechen kommen werde, um den Zusammenhang mit unserem heutigen Preistr&auml;ger herzustellen. Was ist das Gemeinsame dieser Preistr&auml;ger, &uuml;brigens nur eine Auswahl ? Es ist &#8211; wie ich es bei der letzten Preisverleihung zu formulieren versucht habe &#8222;das Einstehen f&uuml;r den demokratischen Rechtsstaat, aber auch das Wissen, da&szlig; es nicht reicht, sich an die Formen des Rechts zu halten, sondern da&szlig; Menschlichkeit und das Streben nach Gerechtigkeit hinzukommen m&uuml;ssen, da&szlig; der Gesetzesvollzug nicht gen&uuml;gt, sondern da&szlig; man mit dem Herzen dabei sein mu&szlig;. Das Gemeinsame ist das Streben, eine gerechte menschliche Gesellschaft zu schaffen.&#8220; Dies geht nur, wenn man sich au&szlig;erhalb seines eigentlichen Berufes oder T&auml;tigkeitsfeldes mit hei&szlig;em Blut in die &ouml;ffentlichen Angelegenheiten zugunsten der Menschen einmischt. Nicht Grund, aber Anla&szlig; unserer Preisentscheidung war die Laudatio von G&uuml;nter Grass auf Yasar Kemal anl&auml;&szlig;lich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im Oktober 1997. G&uuml;nter Grass sprach &#8211; da er &uuml;ber einen Dichter zu reden hatte &#8211; von der &#8222;Obsession &#8230;.., der Zeit gegenl&auml;ufig zu schreiben und jene Geschichten zu erz&auml;hlen, die nicht als Staatsakten geadelt worden sind, weil sie von Menschen handeln, die nie erh&ouml;ht sa&szlig;en und herrschten, denen aber allzeit Herrschaft widerfuhr. &#8230;.. (Er fuhr fort mit der rhetorischen Frage: ) War es nicht ein deutscher Politiker von Rang, der vor einiger Zeit vor der &#8222;Durchrassung des deutschen Volkes&#8220; gewarnt hat ? Spricht nicht der in Deutschland latente Fremdenha&szlig;, b&uuml;rokratisch verklausuliert, aus der Abschiebepraxis des gegenw&auml;rtigen Innenministers, dessen H&auml;rte bei rechtsradikalen Schl&auml;gerkolonnen ihr Echo findet ? &Uuml;ber 4.000 Fl&uuml;chtlinge, aus der T&uuml;rkei, Algerien, Nigeria, denen nichts Kriminelles nachgewiesen werden kann, sitzen in Abschiebelagern hinter Schlo&szlig; und Riegel, Sch&uuml;blinge werden sie auf neudeutsch genannt. Es ist wohl so, da&szlig; wir alle unt&auml;tige Zeugen einer abermaligen, diesmal demokratisch abgesicherten Barbarei sind. &#8230;.. (und weiter: ) Ich sch&auml;me mich meines Landes, dessen Regierung todbringenden Handel zul&auml;&szlig;t und zudem den verfolgten Kurden das Recht auf Asyl verweigert.&#8220; Sich sch&auml;men zu k&ouml;nnen f&uuml;r sein eigenes Land &#8211; dies ist ein Zeichen von Menschlichkeit, es f&uuml;hrt dazu (wie G&uuml;nter Grass weiter ausf&uuml;hrte), &#8222;der herrschenden Regierung l&auml;stig zu bleiben.&#8220; Und wie ! Der Satz &uuml;ber die diesmal demokratisch abgesicherte Barbarei in unserem sch&ouml;nen ordentlichen Rechtsstaat, der Satz &uuml;ber das Sch&auml;men f&uuml;hrte zu Ha&szlig;ausbr&uuml;chen bei Politikern und Medien &#8211; und dabei waren diese Formulierungen doch zum einen nichts anderes, als was der anfangs zitierte Bundespr&auml;sident fordert, zum zweiten nichts anderes als die Fortsetzung der gesamten Lebensbiographie von G&uuml;nter Grass, weshalb wir ihm den Fritz-Bauer-Preis zuerkannt haben: G&uuml;nter Grass hat alle m&ouml;glichen, insbesondere literarischen Preise und Ehrungen erhalten bis hin zur Ehrenb&uuml;rgerschaft seiner Vaterstadt Danzig und zur Ehrendoktorw&uuml;rde f&uuml;r Literatur. Damit k&ouml;nnen und wollen wir uns nicht messen, deshalb habe ich auch kein Wort &uuml;ber G&uuml;nter Grass als Schriftsteller, Dichter und K&uuml;nstler verloren. Aber G&uuml;nter Grass hat mit dem so erworbenen Ruhm etwas angefangen, er hat sich nicht nur darin gesonnt. In einem Interview im Tagesspiegel vom 15. Januar d.J. hat er ge&auml;u&szlig;ert, Ruhm werde auf die Dauer nur durch politische Arbeit ertr&auml;glich, da k&ouml;nne &#8222;man ihn einsetzen und den Sozialdemokraten in der Provinz eine Seele einhauchen,&#8220; wobei sich dies sicherlich nicht auf die Sozialdemokraten beschr&auml;nkt. Mit G&uuml;nter Grass erh&auml;lt den Fritz-Bauer-Preis erstmals nach &uuml;ber 25 Jahren wiederum ein Schriftsteller und K&uuml;nstler &#8211; nicht daf&uuml;r, da&szlig; er sich k&uuml;nstlerisch bet&auml;tigt, sondern da&szlig; er den Elfenbeinturm aufbricht und sich in die Politik einmischt. Letzter Anla&szlig; war &#8211; ich erw&auml;hnte es &#8211; seine Preisrede f&uuml;r Yasar Kemal. Diese Position des Einmischens in die Politik aber hat unser Preistr&auml;ger bereits seit Jahrzehnten vertreten: Mit seiner W&auml;hlerinitiative Willy Brandt, mit seiner Mitarbeit im Kuratorium f&uuml;r einen Bund demokratisch verfa&szlig;ter L&auml;nder &#8211; dem Versuch nach 1990, eine demokratische gemeinsame Verfassung f&uuml;r die vereinigten Teile Deutschlands zu schaffen, statt nur bisherige westliche Vorstellungen dem &ouml;stlichen Teil &uuml;berzust&uuml;lpen -, mit seinem Austritt aus der SPD anl&auml;&szlig;lich der Abschaffung des Asylrechts, mit der Gr&uuml;ndung der Sinti- und Roma-Stiftung oder als Mitverfasser der Erfurter Erkl&auml;rung. Ich habe mit Sicherheit einiges vergessen, nur Beispiele genannt. Erw&auml;hnen m&ouml;chte ich jedoch noch den Zusammenhang mit seinen Vorg&auml;ngern als Preistr&auml;ger, Hanne und Klaus Vack: G&uuml;nter Grass hat &#8211; selbstverst&auml;ndlich, m&ouml;chte man sagen &#8211; an der von den letztj&auml;hrigen Preistr&auml;gern organisierten sog. Prominentenblockade des Atomwaffenlagers Mutlangen am 1.9.1983 teilgenommen und so seine Bekanntheit eingesetzt f&uuml;r ein als politisch richtig erkanntes Ziel gegen die etablierte Politik. Dieses nicht-daneben-Stehen, dieses sich-nicht-zu-fein-sein f&uuml;r das Einmischen in die &#8222;schmutzige Politik&#8220; ist das Preisw&uuml;rdige an G&uuml;nter Grass im Sinne von Fritz Bauer, dessen Preismedaille und Bildnis ich jetzt die gro&szlig;e Freude habe, G&uuml;nter Grass &uuml;berreichen zu d&uuml;rfen, indem ich das eingravierte Zitat von Fritz Bauer verlese: Gesetze sind nicht auf Pergament, sondern auf empfindliche Menschenhaut geschrieben. &nbsp; Till M&uuml;ller-HeidelbergBundesvorsitzender der Humanistischen Union","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/fritz-bauer-preis\/1998-fritz-bauer-preis\/fritz-bauer-preis-1998-an-guenter-grass\/","og_site_name":"Humanistische Union","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"CollectionPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/fritz-bauer-preis\/1998-fritz-bauer-preis\/fritz-bauer-preis-1998-an-guenter-grass\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/fritz-bauer-preis\/1998-fritz-bauer-preis\/fritz-bauer-preis-1998-an-guenter-grass\/","name":"Fritz-Bauer-Preis 1998 an G\u00fcnter Grass Archive - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/fritz-bauer-preis\/1998-fritz-bauer-preis\/fritz-bauer-preis-1998-an-guenter-grass\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/fritz-bauer-preis\/1998-fritz-bauer-preis\/fritz-bauer-preis-1998-an-guenter-grass\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Veranstaltungen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"B\u00fcrgerrechtspreise","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Fritz-Bauer-Preis der Humanistischen Union","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/fritz-bauer-preis\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"1998","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/fritz-bauer-preis\/1998-fritz-bauer-preis\/"},{"@type":"ListItem","position":5,"name":"Fritz-Bauer-Preis 1998 an G\u00fcnter Grass"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/categories\/2925","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/categories"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/taxonomies\/category"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/categories\/2898"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/presse?categories=2925"},{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/termin?categories=2925"},{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikation?categories=2925"},{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/thema?categories=2925"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}