{"id":11475,"date":"2016-04-18T11:30:00","date_gmt":"2016-04-18T09:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/staatsleistungen-der-laender-an-die-kirchen\/"},"modified":"2021-08-30T15:42:11","modified_gmt":"2021-08-30T13:42:11","slug":"staatsleistungen-der-laender-an-die-kirchen","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/213\/publikation\/staatsleistungen-der-laender-an-die-kirchen\/","title":{"rendered":"Staatsleistungen der L\u00e4nder an die Kirchen"},"content":{"rendered":"<p>in: vorg&auml;nge Nr. 213 (Heft 1\/2016), S. 153-161.<\/p>\n<p><i>Jedes Jahr zahlen die Bundesl&auml;nder &ndash; mit Ausnahme von Bremen und Hamburg &ndash; Rekordsummen an die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland. Derzeit belaufen sich diese Zahlungen auf 510 Millionen Euro, Jahr f&uuml;r Jahr. Diese staatlichen Zuwendungen (Staatsleistungen genannt) werden seit Jahrzehnten entrichtet. Die Humanistische Union (HU) ver&ouml;ffentlicht seit einiger Zeit die Summe der j&auml;hrlichen Staatsleistungen an die beiden Kirchen &#8211; zuletzt in den vorg&auml;ngen 208 (4\/2014), S.&nbsp;190 ff. Damit erinnert sie an den seit 1919 bestehenden Verfassungsauftrag, diese Zahlungen einzustellen. Dieser Auftrag ist heute umso wichtiger, als Bund und L&auml;nder hoch verschuldet sind, die zweckfreien Zahlungen aber dennoch j&auml;hrlich steigen. Mit der Ver&ouml;ffentlichung der Zahlen soll der politische Prozess zur Abl&ouml;sung angesto&szlig;en werden.<\/i><\/p>\n<p>Die Summe der Staatsleistungen in den 14 betroffenen Bundesl&auml;ndern ist auch im Jahr 2016 erneut gestiegen, von 499,1 Millionen Euro im vergangenen Jahr (2015) auf 510 Millionen Euro im laufenden Jahr (2016). Das macht seit Ende des letzten Krieges in Deutschland mehr als 16,8 Milliarden Euro. Die einzelnen Zahlungen in den Bundesl&auml;ndern ist aus den beiden nachstehenden Tabellen ersichtlich. F&uuml;r die Ermittlung der Zahlen wurden wieder die Haushaltspl&auml;ne der L&auml;nder bzw. die Haushaltsplanentw&uuml;rfe zugrunde gelegt. Die erst nach Abschluss des jeweiligen Haushaltsjahres feststehenden tats&auml;chlichen Zahlungen k&ouml;nnen von den Plandaten abweichen; da die Abweichungen in der Regel marginal sind, bleiben sie au&szlig;er Betracht.<\/p>\n<p>Nicht aufgef&uuml;hrt sind in den &Uuml;bersichten die Zahlungen des Bundes und der L&auml;nder an die j&uuml;dischen Gemeinden, da es sich hierbei nicht um historische Staatsleistungen im Sinne von Artikel 138 Absatz 1 Grundgesetz handelt; das Gleiche gilt f&uuml;r&nbsp; etwaige Zahlungen an muslimische Gemeinschaften, wie sie (m.W. erstmals!) im Entwurf zweier Vertr&auml;ge des Landes Niedersachsen mit muslimischen und alevitischen Verb&auml;nden vorgesehen sind.<\/p>\n<p>Neben den reinen Zahlen seien noch zwei erg&auml;nzende Bemerkungen gestattet:<\/p>\n<h5><span id=\"i-keine-bemuehungen-um-abloesung-nirgends\">I. Keine Bem&uuml;hungen um Abl&ouml;sung, nirgends<\/span><\/h5>\n<p>Weder beabsichtigt der Bund, nach Ablehnung einer entsprechenden parlamentarischen Initiative der Fraktion Die Linke im Jahre2013 [1], das in der Verfassung (Artikel 140 Grundgesetz in Verbindung mit Artikel 138 Absatz 1 Weimarer Reichsverfassung) vorgesehene Grunds&auml;tzegesetz zur Abl&ouml;sung der Staatsleistungen zu erlassen, noch gibt es weiterhin in irgend einem Bundesland auf Regierungs- oder Parlamentsebene Bestrebungen f&uuml;r entsprechende Landesgesetze oder Vereinbarungen mit den Kirchen oder auch nur erkennbare vorsorgliche &Uuml;berlegungen &uuml;ber etwaige Abl&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten. Da ist es schon bemerkenswert, wenn der Pr&auml;sident eines Landesverfassungsgerichts (in Niedersachsen) in einem Festvortrag von den Staatsleistungen als einer &bdquo;Altlast f&uuml;r die Zukunft&ldquo; spricht und seine Landesregierung mahnt, die Akzeptanz der Gesellschaft werde schwinden und es stehe &bdquo;dem Staat nicht gut zu Gesicht, sich einem Verfassungsauftrag durch Nichthandeln zu entziehen, in der vagen und &ndash; wie die Diskussionen in der j&uuml;ngsten Zeit zeigen &ndash; auch unbegr&uuml;ndeten Hoffnung, dieser werde der Vergessenheit anheimfallen.&ldquo; [2]<\/p>\n<p>Das Unbehagen der katholischen wie der evangelischen Kirche dar&uuml;ber, dass sie weiter Staatsgelder erhalten, angeblich aufgrund uralter Rechtsanspr&uuml;che, ist zwar weiterhin mit H&auml;nden greifbar. Auf der Homepage der Evangelischen Kirche in Deutschland hei&szlig;t es: &bdquo;Die evangelische Kirche steht einer solchen Abl&ouml;sung positiv gegen&uuml;ber&ldquo;.[3] Die Homepage der Deutschen Bischofskonferenz sagt: &bdquo;Die Verfassung geht von einer Abl&ouml;sung der Staatsleistungen aus. Allerdings hat es bislang, nicht zuletzt wegen der damit verbundenen sehr erheblichen Kostenverpflichtungen, keine diesbez&uuml;gliche Initiative des Staates gegeben. Die Kirche wird sich einer weitergehenden L&ouml;sung nicht verschlie&szlig;en, wenn diese ausgewogen ist.&ldquo;[4] Eine explizite Aufforderung der Kirchen an den Staat, endlich in dieser Frage aktiv zu werden, hat es aber &ndash; soweit ersichtlich &ndash; bisher nicht gegeben. Eine solche Aufforderung wird es &ndash; man ist versucht zu sagen: verst&auml;ndlicherweise &ndash; auch weiterhin nicht geben, solange das Geld so ungest&ouml;rt wie bisher flie&szlig;t.<\/p>\n<h5><span id=\"ii-fragwuerdige-begruendungen\">II. Fragw&uuml;rdige Begr&uuml;n&shy;dungen<\/span><\/h5>\n<p>Bei einem Blick auf die Zahlungen der L&auml;nder (Tabelle 1) fallen die starken Unterschiede bei den Staatsleistungen zwischen den L&auml;ndern auf, gemessen an der Zahl ihrer Einwohner. Au&szlig;erordentlich &bdquo;knauserig&ldquo; sind vor allem das Saarland und Nordrhein-Westfalen mit 0,65 bzw. 1,27&nbsp;Euro je Einwohner im Jahr, spendabel dagegen Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz mit 14,53 bzw. 13,70&nbsp;Euro. Die &Ouml;ffentlichkeit w&uuml;rde gern wissen, wo die Gr&uuml;nde f&uuml;r diese extremen Abweichungen liegen. Der angebliche Rechtsgrund f&uuml;r die staatlichen Zahlungen liegt in der Verm&ouml;genss&auml;kularisation von Kircheng&uuml;tern zu Beginn des 19. Jahrhunderts oder sogar noch fr&uuml;her (Reformationszeit), auf keinen Fall aber nach dem Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung (1919) oder des Grundgesetzes (1949); er liegt vor allem nicht in den seitdem geschlossenen Konkordaten oder Staatskirchenvertr&auml;gen. Was unterscheidet denn in historischer Sicht beispielsweise Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen derart voneinander, dass in einem Land elfmal so viel an die Kirchen gezahlt wird wie in dem anderen? Beide L&auml;nder liegen &uuml;berwiegend auf ehemals preu&szlig;ischem Territorium, die historischen Voraussetzungen f&uuml;r die Staatsleistungen sind also sehr &auml;hnlich.<\/p>\n<p>Auch w&uuml;rde man gerne die historische Begr&uuml;ndung daf&uuml;r kennen, warum die evangelischen Landeskirchen heute deutlich mehr Staatsleistungen beziehen (298&nbsp;Millionen Euro) als die katholischen Di&ouml;zesen (212 Millionen Euro), obwohl sie doch von den territorialen &Auml;nderungen infolge des Friedens von Lun&eacute;ville (1801) und des Reichsdeputationshauptschluss von 1803, sowohl was die Herrschaftss&auml;kularisation als auch was die Verm&ouml;genss&auml;kularisation angeht, weniger betroffen waren, und obwohl es inzwischen mehr Katholiken in Deutschland gibt als Protestanten.<\/p>\n<p>Warum muss z.B. das Land Niedersachsen Staatsleistungen zahlen, obwohl die im Gebiet des heutigen Landes Niedersachsen in der Reformation s&auml;kularisierten Kircheng&uuml;ter doch ganz &uuml;berwiegend als Verm&ouml;gen im Allgemeinen Hannoverschen Klosterfond verselbst&auml;ndigt und nicht vom damaligen welfischen Herzogtum bzw. sp&auml;terem K&ouml;nigreich Hannover vereinnahmt wurden?<\/p>\n<p>Warum sind zwar die Kirchen zu entsch&auml;digen, damit sie auch nach den S&auml;kularisationsvorg&auml;ngen ihre Aufgaben f&uuml;r die Gl&auml;ubigen erf&uuml;llen k&ouml;nnen, w&auml;hrend gleichzeitig der massive Schwund der Gl&auml;ubigen, die keiner kostenverursachenden kirchlichen F&uuml;rsorge mehr bed&uuml;rfen, auf die H&ouml;he der Staatsleistungen keinen Einfluss haben soll? (Die Berliner Ausnahme &ndash; vgl. Artikel 16 Evangelischer Kirchenvertrag Berlin nebst Schlussprotokoll &ndash; hatte praktisch noch keine Auswirkungen, also Leistungsk&uuml;rzungen, zur Folge.) Warum sind in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern die &ndash; von allen Staatsb&uuml;rgern finanzierten &ndash; Staatsleistungen pro Kirchenmitglied extrem hoch (zwischen 25,34&nbsp;Euro in Brandenburg und 84,52&nbsp;Euro in Sachsen-Anhalt), w&auml;hrend der bundesdeutsche Durchschnitt (einschlie&szlig;lich der ostdeutschen L&auml;nder) bei 10,80&nbsp;Euro liegt?<\/p>\n<p>Die Humanistische Union hat sich immer auf den Standpunkt gestellt, dass etwaige Anspr&uuml;che der Kirchen durch jahrzehntelange staatliche Zahlungen (s.o.) l&auml;ngst abgegolten sind. Aber selbst wenn man dieser Ansicht nicht folgt, zeigen die wenigen Fragen, dass nicht nur die historische Rechtfertigung der &ndash; angeblichen &ndash; Jahrhunderte alten Rechtsanspr&uuml;chen der Kirche br&uuml;chig geworden ist, sondern dass auch die geltend gemachten Anspr&uuml;che der Kirchen dem Grunde wie der H&ouml;he nach einer nachvollziehbaren Begr&uuml;ndung bed&uuml;rfen. Daran fehlt es bis heute.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"anmerkungen\">Anmerkungen<\/span><\/h2>\n<p>[1] S. BT-Drs. 17\/8791 sowie zum Ablauf Haupt in: vorg&auml;nge 203 (3\/2013), S. 16 (21 ff.).<\/p>\n<p>[2] Herwig von Nieuwland, 60 Jahre Loccumer Vertrag &ndash; ein Meilenstein des Staatskirchenrechts im Lichte des gesellschaftlichen Wandels, Deutsches Verwaltungsblatt 2015, S. 1099\/1105.<\/p>\n<p>[3] S. <a href=\"http:\/\/www.ekd.de\/kirchenfinanzen\/finanzen\/kirchliche_arbeit\/staatsleistungen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.ekd.de\/kirchenfinanzen\/finanzen\/kirchliche_arbeit\/staatsleistungen.html<\/a>.<\/p>\n<p>[4] S. <a href=\"http:\/\/www.dbk.de\/themen\/kirchenfinanzierung\/#c1839\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.dbk.de\/themen\/kirchenfinanzierung\/#c1839<\/a>.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"erlaeuterungen-zu-den-tabellen\">Erl&auml;u&shy;te&shy;rungen zu den Tabellen<\/span><\/h2>\n<p>Die von der Humanistischen Union vorgelegten &Uuml;bersichten zeigen die f&uuml;r das aktuelle Jahr in den Haushaltspl&auml;nen der L&auml;nder (au&szlig;er: Bremen und Hamburg) eingeplanten Staatsleistungen an die beiden Kirchen (Tabelle 1) als auch die seit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes (1949) geleisteten Zahlungen (Tabelle 2). Die Angaben beruhen auf den Haushaltspl&auml;nen der L&auml;nder, in Einzelf&auml;llen auch auf Ausk&uuml;nften der zust&auml;ndigen Ministerien oder auf Parlamentsdrucksachen.<\/p>\n<p>Die &Uuml;bersichten enthalten nur die von den L&auml;ndern geplanten bzw. geleisteten positiven Staatsleistungen (zu den Einschr&auml;nkungen s.o.). Darin nicht enthalten sind die Einnahmeausf&auml;lle, die der &ouml;ffentlichen Hand durch Befreiungen der Religionsgemeinschaften von Steuern, Geb&uuml;hren und Beitr&auml;gen entstehen (sog. negative Staatsleistungen).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"hinweise-zu-tabelle-1\">Hinweise zu Tabelle 1<\/span><\/h2>\n<p>Spalte 1&nbsp;Hamburg und Bremen kennen keine Staatsleistungen<\/p>\n<p>Spalten 2-4&nbsp;nach den Haushaltspl&auml;nen der L&auml;nder; f&uuml;r Hessen: Auskunft des Kultusministeriums<\/p>\n<p>Spalte 5&nbsp;Statistisches Bundesamt, <a href=\"http:\/\/www.statistik-portal.de\/Statistik-Portal\/de_jb01_jahrtab1.asp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.statistik-portal.de\/Statistik-Portal\/de_jb01_jahrtab1.asp<\/a> (Stand 31.12.2014)<\/p>\n<p>Spalten 7\/8&nbsp;Statistik der EKD Kirchenmitgliederzahlen (Stand: 31.12.2013)<\/p>\n<p>Spalten 6, 9, 10&nbsp;eigene Berechnungen<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"hinweise-zu-tabelle-2\">Hinweise zu Tabelle 2<\/span><\/h2>\n<p>Zahlen basierend auf Haushaltspl&auml;nen der jeweiligen Bundesl&auml;nder seit 1949.<\/p>\n<p>Baden-W&uuml;rttemberg (BW): 1949 und 1950 nur Haushaltspl&auml;ne f&uuml;r Baden und W&uuml;rttemberg-Hohenzollern, die in speziellen Landesarchiven lagern.<\/p>\n<p>Nordrhein-Westfalen (NW) 1949: Interpolation zwischen 1948 und 1950.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"abkuerzungen\">Abk&uuml;rzungen<\/span><\/h2>\n<p>BW&nbsp;Baden-W&uuml;rttemberg<br \/>BY&nbsp;Bayern<br \/>BE&nbsp;Berlin<br \/>BB&nbsp;Brandenburg<br \/>EK&nbsp;Evangelische Kirche<br \/>HE&nbsp;Hessen<br \/>KK&nbsp;Katholische Kirche<br \/>KM&nbsp;Kirchenmitglieder<br \/>MV&nbsp;Mecklenburg-Vorpommern<br \/>NI&nbsp;Niedersachsen<br \/>NW&nbsp;Nordrhein-Westfalen<br \/>RP&nbsp;Rheinland-Pfalz<br \/>SL&nbsp;Saarland<br \/>SN&nbsp;Sachsen<br \/>ST&nbsp;Sachsen-Anhalt<br \/>SH&nbsp;Schleswig-Holstein<br \/>SL&nbsp;Staatsleistungen <br \/>TH&nbsp;Th&uuml;ringen<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[713,667],"autoren":[183],"publikationen":[1084],"class_list":["post-11475","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-religion-finanzen","tag-vorgaenge-artikel","autoren-johann-albrecht-haupt","publikationen-1084"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Staatsleistungen der L\u00e4nder an die Kirchen - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/213\/publikation\/staatsleistungen-der-laender-an-die-kirchen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Staatsleistungen der L\u00e4nder an die Kirchen - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"in: vorg&auml;nge Nr. 213 (Heft 1\/2016), S. 153-161. 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