{"id":11507,"date":"2015-09-20T10:32:00","date_gmt":"2015-09-20T08:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/die-stellungnahme-der-deutschen-strafrechtslehrerinnen-und-strafrechtslehrer-zur-neuregelung-der-ste\/"},"modified":"2015-09-20T12:00:00","modified_gmt":"2015-09-20T10:00:00","slug":"die-stellungnahme-der-deutschen-strafrechtslehrerinnen-und-strafrechtslehrer-zur-neuregelung-der-ste","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/210-211\/publikation\/die-stellungnahme-der-deutschen-strafrechtslehrerinnen-und-strafrechtslehrer-zur-neuregelung-der-ste\/","title":{"rendered":"Die Stellungnahme der deutschen Strafrechtslehrerinnen und Strafrechtslehrer zur Neuregelung der Sterbehilfe"},"content":{"rendered":"<p>In: vorg\u00e4nge 210\/211 (2-3\/2015), S. 99 -104<\/p>\n<p><i>Eric Hilgendorf und sein Kollege Henning Rosenau haben im Fr\u00fchjahr 2015 eine Resolution gegen die geplante gesetzliche Einschr\u00e4nkung der Sterbehilfe verfasst, die von mittlerweile \u00fcber 140 Strafrechtslehrer_innen unterschrieben wurde. Die Resolution warnt eindringlich vor den Folgen einer Kriminalisierung der (\u00e4rztlichen) Suizidbeihilfe &#150; diese sei nicht nur verfassungsrechtlich fragw\u00fcrdig, sondern w\u00fcrde auch praktisch das Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen \u00c4rzten und Patienten besch\u00e4digen.<\/i><\/p>\n<p>Nachdem der Bundesgesundheitsminister zu Beginn der laufenden Legislaturperiode erkl\u00e4rt hatte, jede Form organisierter Sterbehilfe strafrechtlich verbieten lassen zu wollen, entwickelte sich eine lebhafte und teilweise sehr emotional gef\u00fchrte Diskussion um das F\u00fcr und Wider dieses Vorhabens. Die angestrebte Neuregelung \u00e4rztlicher Hilfeleistung beim Suizid ist eine Gratwanderung zwischen dem Verbot der Angebote sog. Sterbehilfe-Vereinigungen einerseits, und der Zulassung und F\u00f6rderung der M\u00f6glichkeiten der Palliativstationen und Hospize andererseits. Auch Palliativmediziner helfen Sterbenden organisiert (und nicht unorganisiert), gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfig (und nicht blo\u00df in Einzelf\u00e4llen) sowie gewerbsm\u00e4\u00dfig (und nicht unentgeltlich). Ein zu breit formuliertes strafrechtliches Verbot organisierter, gesch\u00e4fts- und\/oder gewerbsm\u00e4\u00dfiger Sterbehilfe k\u00f6nnte deshalb sehr leicht auch ihre T\u00e4tigkeit umfassen. <br \/>Es bedarf daher gro\u00dfer gesetzgeberischer Sorgfalt und einer Reflexion auf s\u00e4mtliche potentiellen Folgen einer Regelung. F\u00fcr Mediziner, seien sie nun in Einzelpraxen, Krankenh\u00e4usern, Palliativstationen oder Hospizen t\u00e4tig, kann schon der Verdacht einer strafrechtlich verboten T\u00e4tigkeit die Berufsaus\u00fcbung erheblich st\u00f6ren; ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren w\u00fcrde in vielen F\u00e4llen das berufliche Ende bedeuten. Das Arzt-Patienten-Verh\u00e4ltnis zeichnet sich durch seinen besonders intimen, auf Vertrauen basierenden Charakter aus und ist deshalb nur sehr eingeschr\u00e4nkt rechtlich regulierbar. Schon hier wird deutlich, warum gerade das Strafrecht kaum als geeignetes Mittel f\u00fcr eine Regelung der \u00e4rztlichen Rolle im Sterbeprozess anzusehen ist. <br \/>Vor diesem Hintergrund hat der Verfasser dieser Zeilen zusammen mit seinem Augsburger Kollegen Henning Rosenau im Fr\u00fchjahr 2015 die nachfolgend abgedruckte Resolution verfasst, der sich mittlerweile (Stand 28.6.2015) 147 deutschsprachige Strafrechtslehrerinnen und Strafrechtslehrer angeschlossen haben.<\/p>\n<p>Ihre wesentlichen Inhalte sind<br \/>eine Klarstellung des Begriffs &#132;Sterbehilfe&#147;<br \/>ein Hinweis auf die besondere Sensibilit\u00e4t des Arzt-Patientenverh\u00e4ltnisses<br \/>die Betonung des Selbstbestimmungsrechts der Patienten<br \/>die Empfehlung einer einheitlichen Regelung im \u00e4rztlichen Berufsrecht und<br \/>eine Warnung vor un\u00fcberlegten Neukriminalisierungen.<\/p>\n<p>Die Resolution hat eine breite Resonanz erfahren und wurde auch von den politisch Verantwortlichen zur Kenntnis genommen. Im Gesetzentwurf der Abgeordneten Dr. Carola Reimann, Peter Hintze, Prof. Dr. Karl Lauterbach u.a. ist sie explizit aufgegriffen worden.<\/p>\n<p>ERIC\u00a0HILGENDORF\u00a0\u00a0 hat den Lehrstuhl f\u00fcr Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg inne. Hilgendorf ist u.a. Mitglied der deutschen Strafrechtslehrervereinigung, der Gesellschaft f\u00fcr Analytische Philosophie, des wissenschaftlichen Beirats der Humanistischen Akademie Deutschland, der Giordano Bruno Stiftung und der Humanistischen Union sowie Korrespondent der Hans-Kelsen-Gesellschaft (Wien). Mehrfach hat er den deutschen Bundestag und die Bundesregierung in Fragen des Medizinstrafrechts und der Internetkriminalit\u00e4t beraten. Er ist Sprecher des W\u00fcrzburger Zentrums f\u00fcr rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung.<\/p>\n<p>Dokumentation<br \/>Stellungnahme deutscher Strafrechtslehrerinnen und Strafrechtslehrer zur geplanten Ausweitung der Strafbarkeit der Sterbehilfe\u00a0<\/p>\n<p>I. Sterbehilfe ist ein moralisch wie rechtlich h\u00f6chst sensibles Thema. Wir verstehen darunter jede Hilfe, die einer zumeist schwer erkrankten oder sterbenden Person im Hinblick auf ihren ge\u00e4u\u00dferten oder mutma\u00dflichen Willen geleistet wird, um ihr einen ihren Vorstellungen entsprechenden menschenw\u00fcrdigen Tod zu erm\u00f6glichen.\u00a0<\/p>\n<p>II. Mit Sorge beobachten wir politische Bestrebungen, im Zusammenhang mit der Sterbehilfe den Anwendungsbereich des Strafrechts auszuweiten. Mit der Strafbarkeit des assistierten Suizids w\u00fcrde die in den letzten Jahren durch den Bundesgesetzgeber und die Gerichte erreichte weitgehende Entkriminalisierung des sensiblen Themas Sterbehilfe konterkariert. Die Vorschl\u00e4ge, welche in diese Richtung zielen, setzen vor allem bei der T\u00e4tigkeit einzelner Personen oder einiger weniger sog. &#132;Sterbehilfe-Vereinigungen&#147; an, deren Treiben als unseri\u00f6s und gef\u00e4hrlich eingestuft wird. Das geltende Polizei- und Strafrecht stellen jedoch hinl\u00e4nglich Mittel zur Verf\u00fcgung, um gegen Aktivit\u00e4ten vorzugehen, bei denen die Freiverantwortlichkeit des Suizids nicht hinreichend gepr\u00fcft wird. Dagegen w\u00e4re es verfehlt, durch eine nicht hinl\u00e4nglich reflektierte Ausweitung des Strafrechts auch solche T\u00e4tigkeitsfelder in einen Graubereich m\u00f6glicher Strafbarkeit zu ziehen, die &#150; wie das Arzt-Patienten- Verh\u00e4ltnis &#150; auf Vertrauen gr\u00fcnden und ihrer Natur nach auf strafrechtliche Regulierungen sehr sensibel reagieren.\u00a0<\/p>\n<p>III. Folgende Punkte verdienen besondere Beachtung:\u00a0<\/p>\n<p>a) Im Zusammenhang mit der Diskussion um die sog. passive und die indirekte Sterbehilfe ist schon lange anerkannt, dass ein vom Patienten artikulierter Sterbehilfewunsch zu beachten ist und entsprechend Sterbehilfe auch dann rechtlich zul\u00e4ssig ist, wenn sie im Ergebnis zu einer Verk\u00fcrzung von Lebenszeit f\u00fchrt. <br \/>b) In Hospizen und Palliativstationen wird tagt\u00e4glich organisiert Sterbehilfe geleistet. In vielen F\u00e4llen kommt es dabei zu einer Verk\u00fcrzung der verbleibenden Lebenszeit. Trotzdem ist die T\u00e4tigkeit dieser Einrichtungen uneingeschr\u00e4nkt positiv zu bewerten. Statt sie unn\u00f6tig mit Strafbarkeitsrisiken zu hemmen, sollte ihre Arbeit durch gro\u00dfz\u00fcgige finanzielle Hilfen unterst\u00fctzt werden. <br \/>c) Aus der Straflosigkeit des Suizids ergibt sich nach bew\u00e4hrten strafrechtsdogmatischen Regeln, dass auch die Beihilfe zum Suizid nicht strafbar ist. Dies zu \u00e4ndern w\u00fcrde zu einem Systembruch f\u00fchren, dessen Auswirkungen nicht absehbar sind. <br \/>d) Das Recht auf Selbstbestimmung jedes Menschen, verfassungsrechtlich durch Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 GG garantiert, umfasst auch das eigene Sterben. Mit dem Patientenverf\u00fcgungsgesetz aus dem Jahre 2009 hat der Gesetzgeber dies ausdr\u00fccklich anerkannt. Eine Strafbarkeit der Suizidbeihilfe greift in das Selbstbestimmungsrecht unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig ein. Der Grundsatz, dass Strafrecht ultima ratio sein muss, wird nicht beachtet.\u00a0 <br \/>e) Das Arzt-Patienten-Verh\u00e4ltnis ist seiner Natur nach nur eingeschr\u00e4nkt rechtlich regulierbar. Das gilt auch und gerade f\u00fcr das Strafrecht. Die Einf\u00fchrung einer Strafbarkeit von \u00c4rzten wegen Beihilfe zum Suizid ist deshalb entschieden abzulehnen. Deren Grundrecht der Gewissensfreiheit, Art. 4 Abs. 1 GG, umfasst auch das Verh\u00e4ltnis zwischen dem Arzt und dessen Patienten, so dass eine strafrechtliche Neuregelung schon aus verfassungsrechtlichen Gr\u00fcnden abzulehnen ist. <br \/>f) Das \u00e4rztliche Berufsrecht sollte nicht \u00e4rztliche Ma\u00dfnahmen zu unterbinden suchen, die nach Ma\u00dfgabe der Medizin- und Sozialethik sowie des Strafrechts zul\u00e4ssig und oft sogar positiv zu bewerten sind. Wir pl\u00e4dieren deshalb daf\u00fcr, das Berufsrecht so zu vereinheitlichen, dass die Hilfe beim Suizid als \u00e4rztliche Gewissensentscheidung zul\u00e4ssig bleibt. <br \/>g) Menschen mit einem Sterbewunsch ben\u00f6tigen in besonderer Weise F\u00fcrsorge und Begleitung. Die Strafbarkeit der Beihilfe zum Suizid w\u00fcrde dagegen dazu f\u00fchren, dass professionelle Hilfe, die gerade \u00c4rzte und \u00c4rztinnen leisten k\u00f6nnten, erschwert oder unm\u00f6glich wird, weil sich Beistehende aus Furcht vor einer Strafbarkeit von den Sterbewilligen abwenden. Diese werden in den Brutal-Suizid gedr\u00e4ngt. Ziel muss es dagegen sein, m\u00f6glichst viele Menschen mit Sterbewunsch zu erreichen, um so die Zahl der Suizide in Deutschland zu senken. Das Strafrecht ist daf\u00fcr ein g\u00e4nzlich ungeeignetes Mittel.<\/p>\n<p>15. April 2015 <br \/>Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, Universit\u00e4t W\u00fcrzburg und Prof. Dr. Henning Rosenau, Universit\u00e4t Augsburg\u00a0<\/p>\n<p>Diese Stellungnahme wird unterst\u00fctzt von: <br \/>1. Prof. Dr. Hans Achenbach, Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck\u00a0 2. Prof. Dr. J\u00f6rg Arnold, Max-Planck-Institut f\u00fcr ausl\u00e4ndisches und internationales Strafrecht, Freiburg im Breisgau\u00a0 3. Prof. Dr. Susanne Beck, Universit\u00e4t Hannover\u00a0 4. Prof. Dr. Werner Beulke, Universit\u00e4t Passau\u00a0 5. Prof. Dr. Dennis Bock, Christians-Albrechts-Universit\u00e4t Kiel\u00a0 6. Prof. Dr. Lorenz B\u00f6llinger, Universit\u00e4t Bremen\u00a0 7. Prof. Dr. Martin B\u00f6se, Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn\u00a0 8. Prof. Dr. Jens B\u00fclte, Universit\u00e4t Mannheim\u00a0 9. Prof. Dr. Wilhelm Degener, Universit\u00e4t Hamburg\u00a0 10. Prof. Dr. Mark Deiters, Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster\u00a0 11. Prof. Dr. Friedrich Dencker, Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster\u00a0 12. Prof. Dr. Alfred Dierlamm, Universit\u00e4t Trier\u00a0 13. Prof. Dr. Kirstin Drenkhahn, Freie Universit\u00e4t Berlin\u00a0 14. Prof. Dr. Frieder D\u00fcnkel, Ernst-Moritz-Arndt-Universit\u00e4t Greifswald\u00a0 15. Prof. Dr. Udo Ebert, Friedrich-Schiller Universit\u00e4t Jena\u00a0 16. Prof. Dr. Ulrich Eisenberg, Freie Universit\u00e4t Berlin\u00a0 17. Prof. Dr. Volker Erb, Johannes-Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz\u00a0 18. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Albin Eser, M.C.J., Max-Planck-Institut f\u00fcr ausl\u00e4ndisches und internationales Strafrecht, Freiburg im Breisgau\u00a0 19. Prof. Dr. Dr. h.c. Dirk Fabricius, Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main\u00a0 20. PD Dr. Bijan Fateh-Moghadam, Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster\u00a0 21. Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Fincke, Universit\u00e4t Passau\u00a0 22. Prof. Dr. Thomas Fischer, Bundesgerichtshof, Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg\u00a0 23. Prof. Dr. Georg Freund, Philipps-Universit\u00e4t Marburg\u00a0 24. Prof. Dr. Wolfgang Frisch, Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg\u00a0 25. Prof. Dr. Helmut Frister, Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf\u00a0 26. Prof. Dr. Karsten Gaede, Bucerius Law School Hamburg\u00a0 27. Prof. Dr. Klaus Geppert, Freie Universit\u00e4t Berlin\u00a0 28. Prof. Dr. Heinz Giehring, Universit\u00e4t Hamburg\u00a0 29. Prof. Dr. Sabine Gless, Universit\u00e4t Basel\u00a0 30. Prof. Dr. Ingke Goeckenjan, Ruhr-Universit\u00e4t Bochum\u00a0 31. Prof. Dr. Anette Gr\u00fcnewald, Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin\u00a0 32. Prof. Dr. Fritjof Haft, Eberhard Karls Universit\u00e4t T\u00fcbingen\u00a0 33. Prof. Dr. Monika Harms, Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg\u00a0 34. Prof. Dr. Bernhard Hardtung, Universit\u00e4t Rostock\u00a0 35. Prof. Dr. Pierre Hauck, Universit\u00e4t Trier\u00a0 36. Prof. Dr. Bernd Hecker, Universit\u00e4t Trier\u00a0 37. Prof. Dr. Martin Heger, Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin\u00a0 38. Prof. Dr. Michael Heghmanns, Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster\u00a0 39. Prof. Dr. Bernd Heinrich, Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin\u00a0 40. Prof. Dr. Uwe Hellmann, Universit\u00e4t Potsdam\u00a0 41. Prof. Dr. Joachim Herrmann, Universit\u00e4t Augsburg\u00a0 42. Prof. Dr. Felix Herzog, Universit\u00e4t Bremen\u00a0 43. Prof. Dr. Michael Hettinger, Johannes-Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz\u00a0 44. Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg\u00a0 45. Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Hillenkamp, Ruprecht-Karls-Universit\u00e4t Heidelberg\u00a0 46. Prof. Dr. Katrin H\u00f6ffler, Georg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen\u00a0 47. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. G\u00fcnther Jakobs, Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn\u00a0 48. Prof. Dr. Jan C. Joerden, Europa-Universit\u00e4t Viadrina Frankfurt an der Oder\u00a0 49. Prof. Dr. Johannes Kaspar, Universit\u00e4t Augsburg\u00a0 50. Prof. Dr. Erhard Kausch, Fachhochschule M\u00fcnster\u00a0 51. Prof. Dr. Gabriele Kett-Straub, Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg\u00a0 52. Prof. Dr. Hans-J\u00fcrgen Kerner, Eberhard Karls Universit\u00e4t T\u00fcbingen\u00a0 53. Prof. Dr. Urs. Kindh\u00e4user, Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn\u00a0 54. Prof. Dr. Christoph Knauer, Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen\u00a0 55. Prof. Dr. Ralf K\u00f6lbel, Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen\u00a0 56. PD Dr. Erik Kraatz, Freie Universit\u00e4t Berlin\u00a0 57. Prof. Dr. Ralf Krack, Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck\u00a0 58. Prof. Dr. Arthur Kreuzer, Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen\u00a0 59. Prof. Dr. Matthias Kr\u00fcger, Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen\u00a0 60. Prof. Dr. Michael Kubiciel, Universit\u00e4t zu K\u00f6ln\u00a0 61. Prof. Dr. Hans Kudlich, Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg\u00a0 62. Prof. Dr. Hermann Christoph K\u00fchn, Universit\u00e4t Augsburg\u00a0 63. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Heiner K\u00fchne, Universit\u00e4t Trier\u00a0 64. Prof. Dr. Otto Lagodny, Universit\u00e4t Salzburg\u00a0 65. Prof. Dr. Werner Leitner, Universit\u00e4t Augsburg\u00a0 66. Prof. Dr. Heiko Lesch, Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn\u00a0 67. Prof. Dr. Hans Lilie, Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg\u00a0 68. Prof. Dr. Michael Lindemann, Universit\u00e4t Bielefeld\u00a0 69. Prof. Dr. Klaus L\u00fcderssen, Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main\u00a0 70. PD Dr. Christoph Mandla, Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg\u00a0 71. Prof. Dr. Helmut Marquardt, Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn\u00a0 72. Prof. Dr. Volkmar Mehle, Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg\u00a0 73. Prof. Dr. Grischa Merkel, Universit\u00e4t Basel\u00a0 74. Prof. Dr. Reinhard Merkel, Universit\u00e4t Hamburg\u00a0 75. Prof. Dr. Frank Meyer, LL.M., Universit\u00e4t Z\u00fcrich\u00a0 76. Prof. Dr. Lutz Meyer-Go\u00dfner, Philipps-Universit\u00e4t Marburg\u00a0 77. Prof. Dr. Wolfgang Mitsch, Universit\u00e4t Potsdam\u00a0 78. Prof. Dr. Carsten Momsen, Universit\u00e4t Hannover\u00a0 79. Prof. Dr. Egon M\u00fcller, Universit\u00e4t des Saarlandes, Saarbr\u00fccken\u00a0 80. Prof. Dr. Henning Ernst Mueller, Universit\u00e4t Regensburg\u00a0 81. Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz M\u00fcller-Dietz, Universit\u00e4t des Saarlandes, Saarbr\u00fccken\u00a0 82. Prof. Dr. Bernd M\u00fcssig, Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn\u00a0 83. Prof. Dr. Wolfgang Naucke, Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main\u00a0 84. Prof. Dr. Cornelius Nestler, Universit\u00e4t zu K\u00f6ln\u00a0 85. Prof. Dr. Ralf Neuhaus, Universit\u00e4t Bielefeld\u00a0 86. Prof. Dr. Dres. h.c. Ulfrid Neumann, Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main\u00a0 87. Prof. Dr. Dr. h.c. Harro Otto, Universit\u00e4t Bayreuth\u00a0 88. Prof. Dr. Hans-Ullrich Paeffgen, Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn\u00a0 89. Prof. Dr. Walter Perron, Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg\u00a0 90. PD Dr. Helmut Poll\u00e4hne, Universit\u00e4t Bremen\u00a0 91. Prof. Dr. Andreas Popp, Universit\u00e4t Konstanz\u00a0 92. Prof. Dr. Cornelius Prittwitz, Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main\u00a0 93. Prof. Dr. Ingeborg Puppe, Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn\u00a0 94. PD Dr. Jens Puschke, LL.M., Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg\u00a0 95. Prof. Dr. Holm Putzke, LL.M., Universit\u00e4t Passau\u00a0 96. Prof. Dr. Rudolf Rengier, Universit\u00e4t Konstanz\u00a0 97. Prof. Dr. Joachim Renzikowski, Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg\u00a0 98. Prof. Dr. Klaus Rolinski, Universit\u00e4t Regensburg\u00a0 99. Prof. Dr. Henning Rosenau, Universit\u00e4t Augsburg\u00a0 100. Prof. Dr. Thomas Rotsch, Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen\u00a0 101. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Claus Roxin, Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen\u00a0 102. Prof. Dr. Dorothea Rzepka, Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main\u00a0 103. Prof. Dr. Helmut Satzger, Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen\u00a0 104. Prof. Dr. Hero Schall, Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck\u00a0 105. Prof. Dr. Uwe Scheffler, Europa-Universit\u00e4t Viadrina Frankfurt an der Oder\u00a0 106. Prof. Dr. Anja Schiemann, Deutsche Hochschule der Polizei M\u00fcnster\u00a0 107. Prof. Dr. Horst Schlehofer, Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf\u00a0 108. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Ludwig Schreiber, Universit\u00e4t G\u00f6ttingen\u00a0 109. Prof. Dr. Roland Schmitz, Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck\u00a0 110. Prof. Dr. Heinz Sch\u00f6ch, Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen\u00a0 111. Prof. Dr. h.c. Wolfgang Schomburg, Durham University\u00a0 112. Prof. Dr. Edward Schramm, Friedrich-Schiller Universit\u00e4t Jena\u00a0 113. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Friedrich-Christian Schroeder, Universit\u00e4t Regensburg\u00a0 114. Prof. Dr. Ulrich Schroth, Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen\u00a0 115. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Bernd Sch\u00fcnemann, Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen\u00a0 116. Prof. Dr. Lorenz Schulz, Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main\u00a0 117. PD Dr. Antje Schumann, Universit\u00e4t Regensburg\u00a0 118. Prof. Dr. Frank Schuster, Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg\u00a0 119. Prof. Dr. Gerhard Seher, Freie Universit\u00e4t Berlin\u00a0 120. Prof. Dr. Arndt Sinn, Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck\u00a0 121. Prof. Dr. Georg Steinberg, EBS Universit\u00e4t f\u00fcr Wirtschaft und Recht, Wiesbaden\u00a0 122. Prof. Dr. Detlev Sternberg-Lieben, Technische Universit\u00e4t Dresden\u00a0 123. Prof. Dr. Christoph Sowada, Ernst-Moritz-Arndt-Universit\u00e4t Greifswald\u00a0 124. Prof. Dr. Sabine Swoboda, Ruhr-Universit\u00e4t Bochum\u00a0 125. Prof. Dr. Hans Theile, Universit\u00e4t Konstanz\u00a0 126. Prof. Dr. Brian Valerius, Universit\u00e4t Bayreuth\u00a0 127. Prof. Dr. Torsten Verrel, Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn\u00a0 128. 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