{"id":11543,"date":"2015-08-11T09:30:00","date_gmt":"2015-08-11T07:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/moralische-kreuzzuege-auf-dem-gebiet-des-sexualstrafrechts\/"},"modified":"2021-08-30T15:42:03","modified_gmt":"2021-08-30T13:42:03","slug":"moralische-kreuzzuege-auf-dem-gebiet-des-sexualstrafrechts","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/209\/publikation\/moralische-kreuzzuege-auf-dem-gebiet-des-sexualstrafrechts\/","title":{"rendered":"Moralische Kreuzz\u00fcge auf dem Gebiet des Sexualstrafrechts*"},"content":{"rendered":"<p>aus: vorg&auml;nge Nr. 209 (Heft 1\/2015), S. 105-110<\/p>\n<p><i>(Red.) Auf den ersten Blick scheint es, als ob die Wirkungen der sexuellen Revolution unumkehrbar sind: &uuml;ber Sexualit&auml;t wird heute nahezu &uuml;berall gesprochen; sie ist &#8211; nicht zuletzt durch eine sexualisierte Werbung &#8211; nahezu &uuml;berall pr&auml;sent und die Vielfalt sexueller Formen und Vorlieben ist kaum noch zu &uuml;berblicken. Doch das Bild tr&uuml;gt. Mit der Sexualisierung des Alltags geht eine &ouml;ffentliche Debatte einher, in der immer wieder Anspr&uuml;che an den richtigen oder guten Sex reklamiert werden. Felix Herzog kommentiert im folgenden Beitrag verschiedene Vorst&ouml;&szlig;e, die eine sexuelle Z&uuml;gellosigkeit mithilfe moralisierenden Strafrechts einzufangen versuchen. <\/i><\/p>\n<p>I.<\/p>\n<p><i>Herbert J&auml;ger<\/i> &#8211; im letzten Jahr verstorbenes Mitglied des Beirats der Humanistischen Union &#8210; war ein mutiger Strafrechtswissenschaftler. Gegen den Strom der herrschenden Lehre und Rechtsprechung stritt er in den 50er Jahren des letzten&nbsp; Jahrhunderts gegen das moralisierende, durch Doppelmoral und l&uuml;ckenlosen Kontrolleifer gepr&auml;gte Sexualstrafrecht der damaligen Zeit und setzte sich f&uuml;r eine Aufkl&auml;rung durch Psycho-, Sexual- und Sozialwissenschaften ein.(1) Das Sexualstrafrecht sollte Herbert J&auml;ger sein ganzes wissenschaftliches Leben lang besch&auml;ftigen. Seit seiner Dissertation im Jahre 1957 setzte er sich immer wieder gegen den l&uuml;ckenlosen Verfolgungseifer auf diesem Gebiet und f&uuml;r ein liberales aufgekl&auml;rtes Sexualstrafrecht ein. Insbesondere was die Verfolgung der Homosexualit&auml;t anbelangte,&nbsp; hatte er ein feines Gesp&uuml;r daf&uuml;r, wie die Repression von Sexualit&auml;t durch die Verbreitung von Sexualmythen und die Zuschreibung von diffusen Gef&auml;hrlichkeiten &#8211; wie der Aggressivit&auml;t der m&auml;nnlichen Sexualit&auml;t oder der hohen Verf&uuml;hrungsneigung gegen&uuml;ber &#8222;Knaben&#8220;(2) &#8211; moralisierend hinterlegt und aufgeladen werden kann und artikulierte dies auch in seinen Stellungnahmen.(3) Als Student hatte ich Gelegenheit, zu erleben, wie <i>Herbert J&auml;ger <\/i>&#8211; der seine Anmerkungen stets mit hanseatischer N&uuml;chternheit und allenfalls leiser Ironie vortrug &#8211; damit noch Ende der 1970er Jahren auf schroffe Ablehnung gerade bei manchen, die sich als fortschrittlich verstanden, stie&szlig;: Ein Artikel in dem Frankfurter Szene-Magazin <i>Pflasterstrand<\/i>, in dem das sog. Schwanzficken gegen die feministische Kritik verteidigt wurde, l&ouml;ste ein Erdbeben aus, das bis zur Besetzung der Redaktion durch emp&ouml;rte Frauen f&uuml;hrte. Als Liberaler sah <i>Herbert J&auml;ger <\/i>darin einen gravierenden Angriff auf die Pressefreiheit, zudem aus tief irrationalen Gr&uuml;nden, und machte eine Bemerkung der Art, dass M&auml;nner nun einmal von der Natur so eingerichtet seien, beim Geschlechtsverkehr den &#8222;Schwanz&#8220; zu benutzen; das k&ouml;nne doch nicht per se b&ouml;se sein, es sei denn, es sei dabei Gewalt im Spiel. Auf diesen Kern eines strafw&uuml;rdigen, weil die betroffene Person in ihrer Integrit&auml;t und sexuellen Freiheit erfassenden und zum Objekt degradierenden, sexuellen &Uuml;bergriffs hatte <i>J&auml;ger <\/i>bereits in seiner Dissertation aufmerksam gemacht(4) &#8211; und darauf wird zur&uuml;ckzukommen sein.<\/p>\n<p>II.<\/p>\n<p>Es ist gegenw&auml;rtig ein gesch&auml;ftiger und zum &Auml;u&szlig;ersten entschlossener Lobbyismus f&uuml;r Versch&auml;rfungen des Sexualstrafrechts festzustellen. Dabei ergeben sich unheilvolle Allianzen von konservativen Kr&auml;ften mit maternalistischen Feministinnen, von Opferverb&auml;nden mit &uuml;bermotivierten Sozialarbeiter_innen und von einer populistischen Politik mit sie anstachelnden Medien. So l&auml;dt etwa zu der Konferenz <i>Stopp Sexkauf<\/i> im Dezember 2014 in M&uuml;nchen vom <i>Sozialreferat der Landeshauptstadt &uuml;ber die Frauenseelsorge in der Erzdi&ouml;zese M&uuml;nchen und Freising <\/i>und<i> das Autonome Feministische Forum AUFF <\/i>bis hin zur Zeitschrift <i>EMMA<\/i> ein breites B&uuml;ndnis ein, nach dessen Vorstellung das skandinavische Modell der Kontrolle der Prostitution (=Strafbarkeit der Freier) auch in Deutschland umgesetzt werden soll. So hat sich aus dem Fall eines wegen Vergewaltigung angeklagten (und dann freigesprochenen) Wettermoderators ein neuer Typus der vorverurteilenden Gerichtsreportage aus der Feder von <i>Alice Schwarzer <\/i>in der BILD-Zeitung ergeben. So konnte man im Fall <i>Edathy<\/i> eine politisch breit gef&auml;cherte Hetzjagd wegen angeblich p&auml;dophiler Neigungen erleben. So wird<i> Julian Assange <\/i>in Schweden mit Vergewaltigungsvorw&uuml;rfen konfrontiert, die einen fatal an die Zersetzungsoperationen des MfS erinnern.<\/p>\n<p>III.<\/p>\n<p>N&uuml;chtern betrachtet l&auml;sst sich dazu sagen, dass die Kampagne <i>Stopp Sexkauf <\/i>die Existenzgrundlage von Zehntausenden von Frauen (und deren Familien in den Heimatl&auml;ndern) bedroht; dass der Wettermoderator ein Sexualverhalten praktiziert hat, das nun unter dem Eindruck des Millionenerfolges von <i>Shades of Grey <\/i>bis in kleinb&uuml;rgerliche Haushalte Einzug gehalten hat; und dass Herr <i>Edathy<\/i> den fatalen Fehler begangen hat, seine Schaulust an unbekleideten Knaben nicht aus &ouml;ffentlichen Bibliotheken, sondern dem Internet befriedigt zu haben. <i>Julian Assange <\/i>ist der Auslegung des Vergewaltigungstatbestandes durch die schwedische Staatsanw&auml;ltin <i>Marianne Ny<\/i> zum Opfer gefallen: Nach ihrer Auslegung des schwedischen Vergewaltigungstatbestandes, der im minder schweren Fall nur den Widerwillen der betroffenen Person verlangt, liegt Vergewaltigung auch dann vor, wenn sich eine Frau nach dem Sex unwohl f&uuml;hlt oder sich ausgenutzt vorkommt.(5)<\/p>\n<p>Alles das ist paradox: Neoliberale Sexualit&auml;t ist heute ein Markt nach kapitalistischen Gesetzen von Verf&uuml;gbarkeit und Verwertbarkeit, ohne moralischen Kompass und soziale Werte.(6) Gleichstellung ist in der Mitte der Gesellschaft zwar als <i>gender mainstreaming<\/i>, aber ohne ein Substrat in der Alltagspraxis der Menschen angekommen. Durch die permanente visuelle Verf&uuml;gbarkeit jedweder sexueller Praxis im Internet, die Hypersexualisierung der Sph&auml;ren der Werbung und Popkultur ist eine Atmosph&auml;re entstanden, die die Pop-Ikone<i> Madonna <\/i>(selber daran beteiligt) als &#8222;oversexed and underfucked&#8220; bezeichnet hat. Es ist unter diesen Rahmenbedingungen schwierig, autonom Kriterien daf&uuml;r zu entwickeln, wie Selbstbestimmung &uuml;ber die eigene Sexualit&auml;t und angemessene sexuelle Beziehungen der Menschen aussehen k&ouml;nnten. Es entsteht das Ph&auml;nomen, dass Menschen der Verunsicherung dar&uuml;ber, wie guter Sex aussehen k&ouml;nnte, durch den R&uuml;ckgriff auf voremanzipatorische Rollenmuster wie in <i>Shades of Grey <\/i>auszuweichen versuchen.(7) Der Besuch einer Gro&szlig;raumdisko am &#8222;Ballermann&#8220; Mallorcas und die dort zu beobachtenden Darbietungen von GoGo-Girls und sexuellen Ann&auml;herungsformen lassen einen daran zweifeln, ob es jemals so etwas wie eine Frauenbewegung gegeben hat.<\/p>\n<p>IV.<\/p>\n<p>Gegen diesen &#8222;Sittenverfall&#8220; soll nun verst&auml;rkt das Strafrecht in Stellung gebracht werden: gegen die &#8222;Groomer&#8220;, die sich in den Chatrooms des Internets an Kinder und Jugendliche heranmachen; gegen das &#8222;Posten&#8220; von blo&szlig;stellenden Fotos; gegen Sexarbeiter\/innen, indem man ihnen die Kunden wegnimmt; durch die strafrechtliche Stigmatisierung von Akteuren eines Sex, nach dem man sich unwohl und ausgenutzt f&uuml;hlt. Ein entsprechender Artikel in der <i>EMMA <\/i>vermerkt, dass es um die &#8222;Reform&#8220; von 21 Paragraphen des Sexualstrafrechts gehe.(8) Es handelt sich in Wirklichkeit um einen breitangelegten Angriff auf die Entmoralisierung des Sexualstrafrechts und auf Grundprinzipien eines liberal-rechtsstaatlichen Strafrechts &uuml;berhaupt. Mit Monika Frommel gilt es dagegen zu halten: H&auml;nde weg vom Sexualstrafrecht.(9) V&ouml;llig unreflektierte Vorstellungen von der effektiven Gestaltung der Waffe Strafrecht (einfachere Strafbarkeitsvoraussetzungen, h&auml;rtere Strafen, vereinfachte Verfahren) sind bei dem moralischen Kreuzzug f&uuml;r mehr Sexualstrafrecht am Werke &#8211; und voraufkl&auml;rerische Illusionen &uuml;ber die &#8222;sittenbildende Kraft&#8220; des Strafrechts.<\/p>\n<p>Abschlie&szlig;end als Beispiel einige Bemerkungen zur gegenw&auml;rtigen Debatte um die Erweiterung des Vergewaltigungstatbestandes (&sect;&nbsp;177 StGB).<\/p>\n<p>V.<\/p>\n<p>Es steht au&szlig;er Frage, dass eine Vergewaltigung die betroffene Person in ihrer Integrit&auml;t und sexuellen Selbstbestimmung niederschmetternd erfasst, zum Objekt degradiert und seelisch wie k&ouml;rperlich erheblich verletzt. V&ouml;llig zu Recht werden Vergewaltigungen in bewaffneten Konflikten als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft. Bei diesen Vergewaltigungen geht es um Macht, Unterdr&uuml;ckung und Herrschaft und die Sexualit&auml;t ist das Agens. Die T&auml;ter sind in der Regel nicht einzelne M&auml;nner, die &#8211; &#8222;ausgehungert&#8220; durch den Krieg &#8210; ihren Trieb nicht unter Kontrolle halten k&ouml;nnen, sondern Soldaten, die gezielt f&uuml;r derartige Aktionen eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Solches Verhalten, in denen es um Machtaus&uuml;bung und Erniedrigung geht, wo Sex mit roher Gewalt oder zielgerichteter N&ouml;tigung erzwungen wird, gibt es auch im Alltag &#8211; nach Betriebsfeiern und Discotheken-Besuchen, am Arbeitsplatz und in der gemeinsamen Wohnung; &uuml;berfallartig, nach fl&uuml;chtiger Bekanntschaft und in langj&auml;hrigen Beziehungen. Es wird damit in strafw&uuml;rdiger Weise die sexuelle Selbstbestimmung der betroffenen Person verletzt. Doch welches Ziel soll damit verfolgt werden, wenn nun gefordert wird, die&nbsp; Umsetzung des Artikels&nbsp;36 des <i>&Uuml;bereinkommens des Europarats zur Verh&uuml;tung und Bek&auml;mpfung von Gewalt gegen Frauen und h&auml;uslicher Gewalt des Eurorates vom 11. Mai 2011 [Istanbul-Konvention](10)<\/i> gebiete es, die Schwelle f&uuml;r die Verurteilung wegen Vergewaltigung auf jeden Fall der nicht-konsensualen sexuellen Interaktion herabzusetzen?(11)<\/p>\n<p>Jedem Mann und jeder Frau sollte klar sein, welche existenzvernichtenden Folgen alleine schon die Beschuldigung, erst recht die Anklage und schon gar ein Strafverfahren wegen Vergewaltigung haben k&ouml;nnen. Das liberal-rechtsstaatliche Strafrecht und die sch&uuml;tzenden Formen seines Strafverfahrens geben jedem von einem solchen Vorwurf betroffenen Menschen Garantien: dass es klar bestimmbare Tatbestandsmerkmale einer Vergewaltigung geben muss; dass f&uuml;r die subjektive Zurechnung die Kenntnis und der Wille des Akteurs, die sexuelle Selbstbestimmung zu verletzen, erforderlich sind; dass man einen Schuldvorwurf gegen ihn erheben k&ouml;nnen muss; das er das Recht hat, sich gegen den Vorwurf umfassend zu verteidigen; dass dazu auch das Konfrontationsrecht mit dem\/der Autor\/in der Vorw&uuml;rfe geh&ouml;rt.<\/p>\n<p>Es ist etwas anderes, ob man den <i>moralischen<\/i> Vorwurf gegen eine Person erheben m&ouml;chte, dass sie ein &#8222;Vergewaltiger&#8220; sei, als ihre strafrechtliche Verurteilung wegen Vergewaltigung zu betreiben.<br \/>Nicht-konsensuale sexuelle Interaktionen oder wenigstens Interaktionssequenzen (&#8222;H&ouml;r auf, das m&ouml;chte ich nicht&#8220;) d&uuml;rften aus vielen Gr&uuml;nden zum Alltag geh&ouml;ren. Nicht weil M&auml;nner in ihrer ganzen sexuellen Anlage eher r&uuml;cksichtslos sind, sondern weil Menschen in ihrer Sexualit&auml;t sehr individuellen Skripten folgen. D.h., Menschen erlernen aus dem gesellschaftlich-historisch-moralischen Kontext je f&uuml;r sich individuell Vorstellungen und Bewertungen &uuml;ber &#8222;guten Sex&#8220; und entsprechende Verhaltensweisen. Es ist daher unwahrscheinlich und eher ein sexueller Gl&uuml;cksfall, wenn zwei gleich geskriptete Menschen aufeinander treffen oder die Skripte sofort fusionierbar sind.(12)<\/p>\n<p>Es muss eine klare Grenze geben, wann in einer sexuellen Interaktion von einem gewalt- und n&ouml;tigungsbegleiteten &Uuml;bergriff gesprochen werden kann, der als Verletzung des Rechtsguts der sexuellen Selbstbestimmung Strafe verdient, und wann es sich um eine ungl&uuml;cklich verlaufende und frustrierende sexuelle Begegnung handelt.<\/p>\n<p>Die Forderung, auf den &#8222;freien Willen&#8220; und das &#8222;Einverst&auml;ndnis&#8220; abzustellen,(13) f&uuml;hrt in einen uferlosen Tatbestand und in &#8222;peinliche&#8220; Verfahren; nicht jeder nicht-konsensual verlaufende Geschlechtsverkehr ist eine Vergewaltigung.<\/p>\n<p>Jede Abl&ouml;sung des Tatbestands von der realen Interaktion der beteiligten Personen, jede Subjektivierung des Vergewaltigungstatbestandes in blo&szlig; innerliche Befindlichkeiten und Erwartungsentt&auml;uschungen, bringt die betroffenen Personen in der Verfolgung der Verletzung ihres sexuellen Selbstbestimmungsrechts keinen Schritt weiter. Re-traumatisierende Strafverfahren sind vorprogrammiert, denn ein weit gefasster subjektivierter Tatbestand ruft &#8211; v&ouml;llig zu Recht &#8211; entschlossene Strafverteidigung und in der Beweisw&uuml;rdigung professionell-skrupul&ouml;se Richterinnen und Richter auf den Plan. Frauen, die in objektiv kaum zu kl&auml;renden Beweislagen von Beraterinnen auf die Schiene der Strafverfolgung gesetzt werden, wird ein B&auml;rinnendienst erwiesen.(13)<\/p>\n<p><i><b>PROF.&nbsp;DR.&nbsp;FELIX&nbsp;HERZOG<\/b>&nbsp;&nbsp; Jahrgang 1959, studierte von 1977 bis 1982 in Frankfurt a.M. Rechtswissenschaften, war dort von 1982 bis 1990 Assistent, 1986 Promotion, 1990 Habilitation. Er wurde 1992 an die Juristische Fakult&auml;t der Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin berufen und geh&ouml;rt seit 1995 der Ethik-Kommission des Universit&auml;tsklinikums Charit&eacute; an. Seit 2005 hat Herzog eine Professor f&uuml;r Strafrecht, Strafverfahrensrecht und Rechtsphilosophie an der Universit&auml;t Bremen inne und ist seit 2006 Mitglied des dortigen Zentrums f&uuml;r Philosophische Grundlagen der Wissenschaft (ZPhGW). <\/i><\/p>\n<h5>Anmerkungen:<\/h5>\n<p>(1)&nbsp; J&auml;ger, Strafgesetzgebung und Rechtsg&uuml;terschutz bei Sexualdelikten, Stuttgart 1957, S. 1 ff. (Einf&uuml;hrung).<\/p>\n<p>(2)&nbsp; Vgl. die denkw&uuml;rdigen Ausf&uuml;hrungen in BVerfGE 6, 389 (ff.); es ging um die Frage, ob es Gr&uuml;nde f&uuml;r die Ungleichbehandlung der m&auml;nnlichen gegen&uuml;ber den weiblichen Homosexualit&auml;t gebe.<\/p>\n<p>(3)&nbsp; J&auml;ger, Zur Gleichstellung von Homosexualit&auml;t und Heterosexualit&auml;t im Strafrecht, in: vorg&auml;nge 1980, 18 ff.<\/p>\n<p>(4)&nbsp; J&auml;ger,&nbsp; o. Anm. 1., S.41 ff.<\/p>\n<p>(5)&nbsp; S. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/wikileaks\/vorwuerfe-gegen-wikileaks-gruender-assange\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/wikileaks\/vorwuerfe-gegen-wikileaks-gruender-assange<\/a>&#8211; wie-man-in-schweden-einen-mann-belasten-kann-1593705.html.<\/p>\n<p>(6)&nbsp; Vgl. Illouz, Gef&uuml;hle in Zeiten des Kapitalismus, 2007.<\/p>\n<p>(7)&nbsp; Vgl. Illouz, Die neue Liebesordnung, 2013.<\/p>\n<p>(8)&nbsp; S. <a href=\"http:\/\/www.emma.de\/artikel\/eine-halbe-reform-317741\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.emma.de\/artikel\/eine-halbe-reform-317741<\/a>.<\/p>\n<p>(9)&nbsp; Frommel, Vergewaltigung: H&auml;nde weg vom Sexualstrafrecht, in: NOVO Argumente 8\/2014, abrufbar unter: <a href=\"http:\/\/www.novo-argumente.com\/magazin.php\/novo_notizen\/artikel\/0001677\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.novo-argumente.com\/magazin.php\/novo_notizen\/artikel\/0001677<\/a><\/p>\n<p>(10) Abrufbar unter&nbsp; <a href=\"http:\/\/www.coe.int\/conventionviolence\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.coe.int\/conventionviolence<\/a><\/p>\n<p>(11) Vgl. nur Deutscher Juristinnenbund (djb), Stellungnahme vom 9.5.2014, abrufbar unter: ww.djb.de.<\/p>\n<p>(12) Insgesamt dazu Gagnon\/Simon, Sexual Conduct: The Social Sources of Human Sexuality,&nbsp; 2. Aufl. , Philadelphia 2005.<\/p>\n<p>(13) Vgl. Art. 36 Abs. 2 Istanbul-Konvention: &#8222;Das Einverst&auml;ndnis muss freiwillig als Ergebnis des freien Willens der Person, der im Zusammenhang der jeweiligen Begleitumst&auml;nde beurteilt wird, erteilt werden&#8220;<\/p>\n<p>(14) Frommel, o. Anm. 9.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[48],"tags":[765,667],"autoren":[2075],"publikationen":[1442],"class_list":["post-11543","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","category-sexualstrafrecht","tag-sexualstrafrecht","tag-vorgaenge-artikel","autoren-felix-herzog","publikationen-1442"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Moralische Kreuzz\u00fcge auf dem Gebiet des Sexualstrafrechts* - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/209\/publikation\/moralische-kreuzzuege-auf-dem-gebiet-des-sexualstrafrechts\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Moralische Kreuzz\u00fcge auf dem Gebiet des Sexualstrafrechts* - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"aus: vorg&auml;nge Nr. 209 (Heft 1\/2015), S. 105-110 (Red.) 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