{"id":11704,"date":"2012-12-05T17:00:00","date_gmt":"2012-12-05T16:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/strategien-gegen-altersarmut\/"},"modified":"2021-08-30T15:41:32","modified_gmt":"2021-08-30T13:41:32","slug":"strategien-gegen-altersarmut","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/200-vorgaenge\/publikation\/strategien-gegen-altersarmut\/","title":{"rendered":"Strategien gegen Altersarmut"},"content":{"rendered":"<p>Wie den Minirenten begegnet werden soll<\/p>\n<p>aus: Vorg&auml;nge  Nr. 200 ( Heft 4\/2012), S.90-97<\/p>\n<p>Altersarmut droht keineswegs &#8211; wie h&auml;ufig behauptet &#8211; erst in ferner Zukunft, das Problem der Verarmung &auml;lterer Menschen existiert vielmehr schon l&auml;ngst. Gr&ouml;&szlig;ere &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit wurde ihm zuteil, als Ursula von der Leyen im September 2012 &#8211; vermutlich, um ihr Projekt der &#8222;Zuschussrente&#8221; innerhalb der Union und der Koalition durchsetzungsf&auml;hig zu machen &#8211; dramatische Zahlen zur mutma&szlig;lichen Rentenh&ouml;he von normalen Arbeitnehmer(inne)n im Jahr 2030 ver&ouml;ffentlichte.[1] Nicht blo&szlig; Menschen, die Angst vor Armut im Alter haben, verdr&auml;ngen das f&uuml;r sie wie f&uuml;r die Gesellschaft leidige Thema jedoch noch heute am liebsten.[2] Hier soll gefragt werden, ob bekannte L&ouml;sungsans&auml;tze, etwa die &#8222;Lebensleistungsrente&#8221; der CDU\/CSU\/FDP-Koalition bzw. die &#8222;Solidarrente&#8221; der SPD, zu einer sp&uuml;rbaren Verringerung der bestehenden Altersarmut und\/oder zu einer Verhinderung des Auftretens weiterer Armutstendenzen beitragen k&ouml;nnen.<\/p>\n<h5><span id=\"ursula-von-der-leyens-rentenpaket\">Ursula von der Leyens &bdquo;Renten&shy;paket&rdquo;<\/span><\/h5>\n<p>Die etablierten Parteien reagierten unterschiedlich auf das Problem sich im Alter mehrender Armutsrisiken. CDU, CSU und FDP bekundeten in dem am 26. Oktober 2009 unterzeichneten Koalitionsvertrag &#8222;Wachstum &#8211; Bildung &#8211; Zusammenhalt&#8221; ihre Absicht einer weiteren Rentenreform mit dem Ziel, &#8222;dass sich die private und betriebliche Altersvorsorge auch f&uuml;r Geringverdiener lohnt und auch diejenigen, die ein Leben lang Vollzeit gearbeitet und vorgesorgt haben, ein Alterseinkommen oberhalb der Grundsicherung erhalten, das bedarfsabh&auml;ngig und steuerfinanziert ist.&#8221; [3] Ein geeignetes Konzept daf&uuml;r sollte eine Regierungskommission entwickeln, was aber unterblieb, weil die Arbeits- und Sozialministerin mit fast zweij&auml;hriger Verz&ouml;gerung lieber einen &#8222;Regierungsdialog Rente&#8221; ins Leben rief.<\/p>\n<p>Ursula von der Leyen schn&uuml;rte ein &#8222;Rentenpaket&#8221;, das in erster Linie aus einer &#8222;Zuschussrente&#8221; f&uuml;r langj&auml;hrig versicherte Geringverdiener\/innen, leichten Korrekturen beider Erwerbsminderungsrente und einer &#8222;Kombirente&#8221; (vorzeitiger Rentenbezug in Verbindung mit einem Teilzeitjob) bestand. Da ihr Konzept nicht nur bei der FDP, sondern auch beim Wirtschaftsfl&uuml;gel der Union und bei Teilen ihrer eigenen Bundestagsfraktion, vornehmlich den als &#8222;Junge Gruppe&#8221; firmierenden CDU\/CSU-Abgeordneten, auf heftigen Widerstand stie&szlig;, zog von der Leyen ihren Entwurf f&uuml;r ein &#8222;Gesetz zur Anerkennung der Lebensleistung in der Rentenversicherung&#8221; (RV-Lebensleistungsanerkennungsgesetz) wieder zur&uuml;ck und legte am 7. August 2012 den Entwurf eines &#8222;Gesetzes zur St&auml;rkung der Alterssicherung&#8221; (Alterssicherungsst&auml;rkungsgesetz) vor, dessen Beratung das Bundeskabinett aber verschob. Die von der FDP verlangte Senkung des Rentenbeitragssatzes (von 19,6 auf 18,9 Prozent) wurde aus dem Gesetzentwurf herausgel&ouml;st und separat beschlossen. Davon profitieren haupts&auml;chlich die Arbeitgeber, w&auml;hrend die Arbeitnehmer\/innen zwar auch geringere Beitr&auml;ge entrichten, dies aber im Alter mit niedrigeren Renten b&uuml;&szlig;en.<\/p>\n<p>Weder die, geplanten Verbesserungen im Bereich der Erwerbsminderungsrenten (Abschaffung von Abschl&auml;gen und Verl&auml;ngerung der Zurechnungszeiten) noch Ursula von der Leyens Zuschussrente k&auml;men im Verwirklichungsfalle den jetzigen Altersrentner(inne)n zugute. Vielmehr k&ouml;nnten erst k&uuml;nftige Ruhest&auml;ndler\/innen von den Reformma&szlig;nahmen profitieren. Aufgrund hoher Zugangsh&uuml;rden (lange Versicherungsund Pflichtbeitragszeiten sowie jahrzehntelanges &#8222;Riestern&#8221;) w&uuml;rde die Zuschussrente jedoch nur eine Minderheit von ihnen erreichen. Menschen mit einem l&uuml;ckenhaften Erwerbsverlauf (z. B. Mehrfach- und Langzeitarbeitslose) m&uuml;ssten auf den Rentenzuschuss verzichten, weil sie die genannten Voraussetzungen nicht erf&uuml;llen. W&uuml;rden sie die Voraussetzungen erf&uuml;llen, k&auml;men die Betroffenen in den Genuss eines Rentenzuschusses, der ihre Bez&uuml;ge auf 850 Euro brutto ansteigen lie&szlig;e. Davon w&auml;ren noch Bei-tr&auml;ge zur Kranken- und Pflegeversicherung zu entrichten. Mit den verbleibenden 764 Euro netto w&auml;re man nach dem offiziellen EU-Ma&szlig;stab von unter 60 Prozent des mittleren gewichteten Haushaltsnettoeinkommens (zuletzt 952 Euro) immer noch armutsgef&auml;hrdet und besonders in westdeutschen Gro&szlig;st&auml;dten kaum in der Lage, eine Wohnung zu mieten, zwischenmenschliche Kontakte zu pflegen und sich am sozialen Leben zu beteiligen.<\/p>\n<p>Mit der Zuschussrente wollte von der Leyen entsprechend dem Hartz-Mantra &#8222;F&ouml;rdern und Fordern&#8221; nur eine bestimmte Gruppe von Rentner(inne)n besserstellen: &#8222;Die Zuschussrente soll die Lebensleistung von Menschen in der Rente besser honorieren, die viele Jahre erwerbst&auml;tig waren, Kinder erzogen oder Angeh&ouml;rige gepflegt und gleichzeitig f&uuml;r sp&auml;ter zus&auml;tzlich vorgesorgt haben.&#8220;[4] Mithin sollte der Lebenslauf &#8222;flei&szlig;iger Geringverdiener&#8221; (Ursula von der Leyen) ein hohes Ma&szlig; an Kontinuit&auml;t aufweisen, ging es der Bundesarbeitsministerin doch &#8222;um die nachtr&auml;gliche Belohnung einer Musterbiographie&#8221;, wie sie ihr vorschwebt,[5]<\/p>\n<p>Seit ihrer Einf&uuml;hrung war die staatlich subventionierte Privatvorsorge freiwillig. Da eine der o. g. Voraussetzungen f&uuml;r den Bezug der Zuschussrente das jahre-, sp&auml;ter sogar das jahrzehntelange &#8222;Riestern&#8221; ist, l&auml;sst sich diese als weiteres F&ouml;rderprogramm f&uuml;r die Versicherungswirtschaft bezeichnen.[6] Denn damit w&uuml;rde zumindest f&uuml;r Geringverdiener\/innen das Obligatorium durch die Hintert&uuml;r eingef&uuml;hrt &#8211; ausgerechnet f&uuml;r eine Bev&ouml;lkerungsgruppe, deren Angeh&ouml;rige bisher h&ouml;chst selten Riester-Vertr&auml;ge abschlie&szlig;en, weil sie mit ihrem kargen Lohn oder Gehalt ohnehin kaum &uuml;ber die Runden kommen.<\/p>\n<p>Ursula von der Leyens umstrittenes Rentenpaket bot keine L&ouml;sung f&uuml;r das Problem der Armut im Alter, sondern warf zahlreiche Fragen auf. Beispielsweise w&auml;re die Zahlung der Zuschussrente vom Bestehen einer Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung abh&auml;ngig. Zum ersten Mal seit dem Niedergang der Weimarer Republik sollten also wieder Elemente der F&uuml;rsorge in das Sozialversicherungssystem eingebaut werden. Damals trug dies &#8212; sicher unter g&auml;nzlich anderen &ouml;konomischen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen als heute &#8212; zusammen mit der K&uuml;rzung von staatlichen Transferleistungen f&uuml;r Bed&uuml;rftige und der &#8222;Aussteuerung&#8221; von Arbeitslosen zur Zerschlagung des Sozialstaates wie der Demokratie bei. Selbst bei den Anspruchsberechtigten k&ouml;nnte die Zuschussrente wenig gegen die Altersarmut ausrichten, m&uuml;ssten sie doch von ihren damit auf 850 Euro im Monat aufgestockten Bez&uuml;gen noch Beitr&auml;ge zur Kranken- und Pflegeversicherung entrichten.<\/p>\n<p>&Auml;hnliches gilt f&uuml;r das nach langen Querelen beschlossene Projekt der Regierungskoalition. In der Nacht vom 4. auf den 5. November 2012 verst&auml;ndigten sich die Partei-und Fraktionsspitzen der CDU, der CSU und der FDP &#8212; &uuml;brigens ohne Ursula von der Leyen hinzuzuziehen &#8212; im Koalitionsausschuss auf eine &#8222;Lebensleistungsrente&#8221;, die &#8222;einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Altersarmut&#8221; leisten soll.[7] Jeder, der sein Leben lang besch&auml;ftigt war und privat vorgesorgt hat, solle ein Alterseinkommen &#8222;knapp oberhalb der Grundsicherung&#8221; erhalten, hei&szlig;t es im Beschlussprotokoll der Sitzung weiter.[8] Es handelte sich um einen Formelkompromiss, welcher die unterschiedlichen Vorstellungen der Regierungsparteien &uuml;berdeckte.<\/p>\n<p>Da die Koalition&auml;re weder ein konkretes Modell noch ein Finanzierungskonzept f&uuml;r den avisierten Rentenzuschuss aus Steuermitteln beschlossen hatten, ging die kontroverse Debatte dar&uuml;ber im Regierungslager jedoch weiter. W&auml;hrend prominente Vertreter der FDP wie der CSU den durchschnittlichen Zahlbetrag der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zugrunde legten, argumentierte das Arbeits- und Sozialministerium unter Hinweis auf die sehr viel h&ouml;heren Regelbedarfe etwa in M&uuml;nchen oder Wiesbaden, die Lebensleistungs- m&uuml;sse schon im Bereich der Zuschussrente liegen, wenn sie auch die Anspruchsberechtigten in solchen St&auml;dten &uuml;berhaupt erreichen solle. Ebenso umstritten wie die H&ouml;he des Staatszuschusses f&uuml;r eine relativ kleine Gruppe der Niedrigstrentner\/innen blieb die Frage, wer einen Freibetrag aufgrund privater Vorsorge erhalten und welche H&ouml;he er haben sollte. Auch die eigens gebildete Arbeitsgruppe der Regierungsfraktionen konnte sich laut Presseberichten nicht auf einen Gesetzentwurf einigen.[9] Ob es vor der Bundestagswahl im September 2013 &uuml;berhaupt noch eine Regelung gibt, ist daher fraglich. Unabh&auml;ngig davon d&uuml;rfte das Thema &#8222;Aufstockung von Niedrigrenten&#8221; aufgrund der steigenden Altersarmut im Mittelpunkt des kommenden Wahlkampfes stehen.<\/p>\n<h5><span id=\"alter-wein-in-neuen-schlaeuchen-das-rentenkonzept-der-spd\">Alter Wein in neuen Schl&auml;uchen &mdash; das Renten&shy;kon&shy;zept der SPD<\/span><\/h5>\n<p>Das unter der Leitung ihres Vorsitzenden Sigmar Gabriel erarbeitete Rentenkonzept der SPD war gleichfalls eine Reaktion auf die Zuschussrente. Ursula von der Leyen war damit w&auml;hrend der Sommermonate des Jahres 2012 in den Medien so stark pr&auml;sent, dass die gr&ouml;&szlig;te Oppositionspartei m&ouml;glichst schnell ein Alternativkonzept brauchte, obwohl es parteiintern heftige Kontroversen dar&uuml;ber gab.[10] Ohne langen Vorlauf und die n&ouml;tige Abstimmung mit den namhaftesten Rentenexpert(inn)en seiner Partei legte Gabriel ein Papier unter dem Titel &#8222;Altersarmut bek&auml;mpfen &#8212; Lebensleistung honorieren &#8212; flexible &Uuml;berg&auml;nge in die Renten schaffen&#8221; vor, &uuml;ber das der erweiterte Parteivorstand am 10. September 2012 beriet.[11]<\/p>\n<p>Am 24. November verabschiedete der SPD-Parteikonvent in Berlin unter dem Titel &#8222;Arbeit muss sich lohnen!&#8221; ein Papier zur Rentenpolitik. Gabriel und der sozialdemokratische Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck gingen damit zwar ein St&uuml;ck auf ihre innerparteilichen Kritiker\/innen zu, die eine weitere Absenkung des Rentenniveaus kategorisch ablehnten. Die auf der Grundlage eines nordrhein-westf&auml;lischen Kompromissvorschlages in Beschlussform gegossene Hoffuung, das gegenw&auml;rtige Sicherungsniveau vor Steuern (ca. 50 Prozent) durch Schaffung von mehr sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen und Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohns in H&ouml;he von 8,50 Euro bis 2020 halten zu k&ouml;nnen, um erst dann &uuml;ber den zentralen Streitpunkt der SPD-Rentenpolitik zu befinden,[12] d&uuml;rfte sich indes als tr&uuml;gerisch erweisen.<\/p>\n<p>40 Jahre lang Versicherten, die 30 Beitragsjahre erreichen und &#8222;unverschuldet lange Zeit arbeitslos&#8221; oder &#8222;in schlecht bezahlter Arbeit besch&auml;ftigt&#8221; waren, verspricht die SPD eine Solidarrente &#8222;nicht unter 850 &#8364;&#8221; durch H&ouml;herwertung ihrer Zeiten der Arbeitslosigkeit und der Besch&auml;ftigungszeiten im Niedriglohnsektor.[13] Wer diese Besserstellung trotz Erf&uuml;llung der genannten Bedingungen innerhalb der Gesetzlichen Rentenversicherung nicht erreicht, soll denselben Betrag im Rahmen einer neu zu schaffenden &#8222;zweiten S&auml;ule&#8221; der Grundsicherung im Alter erhalten, muss sich allerdings einer Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung unterziehen. Damit w&uuml;rde eine &#8222;Grundsicherung de luxe&#8221; eingef&uuml;hrt, im F&uuml;rsorgebereich eine Zwei-Klassen-Gesellschaft errichtet und das Problem der Altersarmut insbesondere f&uuml;r Frauen, die an den Zugangsvoraussetzungen scheitern, keineswegs gel&ouml;st.<\/p>\n<p>Johannes Steffen bef&uuml;rchtet, dass sich das Rentenversicherungs- und das Grundsicherungssystem immer st&auml;rker &uuml;berlappen und angleichen, wenn eine F&uuml;rsorgeleistung wie die &#8222;zweite Stufe der Grundsicherung&#8221; von der Erf&uuml;llung versicherungsrechtlicher Wartezeiten abh&auml;ngig gemacht oder wenn die Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung &#8212; wie bei der Zuschussrente &#8212; vom Versicherungssystem &uuml;bernommen wird.[14] Die &#8212; im Unterschied zur Zuschussrente &#8212; ausschlie&szlig;lich steuerfinanzierte &#8222;Solidarrente&#8221; der SPD w&uuml;rde die Arbeitgeber zudem noch st&auml;rker aus ihrer Verantwortung f&uuml;r eine solide Alterssicherung der Arbeitnehmer entlassen.<\/p>\n<p>Weiterhin sprach sich die SPD gegen die vorgesehene Absenkung des Beitragssatzes der Gesetzlichen Rentenversicherung und f&uuml;r eine kontinuierliche Steigerung auf das bis zum Jahr 2020 bei 22 Prozent gedeckelte Niveau aus.[15] Warum der Beitragssatz nicht st&auml;rker angehoben werden soll, falls die Gesellschaft aufgrund des demografischen Wandels so stark altert, wie es Horrorszenarien der Bev&ouml;lkerungswissenschaft beschw&ouml;ren, ist schwer einsehbar. Stattdessen fordert die SPD eine St&auml;rkung der betrieblichen Altersvorsorge, die eine weitere Schw&auml;chung der Gesetzlichen Rentenversicherung impliziert. Die betriebliche Altersvorsorge ist der individuellen Privatvorsorge zwar dadurch &uuml;berlegen, dass kollektive L&ouml;sungen f&uuml;r die Versicherten g&uuml;nstiger sind, teilt mit dieser aber das Risiko aller Kapitalanlagen, die &#8222;normalen&#8221; Kursschwankungen unterliegen und von Krisen der Finanzm&auml;rkte nicht unber&uuml;hrt bleiben. Wenn die Gewerkschaften schwach sind, wird es in aller Regel keine Beteiligung der Arbeitgeberseite geben, wodurch man die Last eines weiteren Teils der Altersvorsorge den Besch&auml;ftigten aufb&uuml;rdet. Eine nach dem SPD-Vorschlag aus Steuermitteln gespeiste F&ouml;rderung der betrieblichen Altersvorsorge gleicht dem Konzept, das Walter Riester bei der privaten Altersvorsorge zum Nachteil f&uuml;r die Versicherten durchgesetzt hat. Man kann auch sagen: Es handelt sich um alten Wein in neuen Schl&auml;uchen. Hauptnutznie&szlig;er einer solchen Reform w&auml;ren einmal mehr die private Versicherungswirtschaft, Banken und Finanzdienstleister.<\/p>\n<p>Dass die SPD und ihr Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck an der Riester-Reform, der bisher erfolgten Absenkung des Rentenniveaus auf ca. 50 Prozent und der &#8222;Rente mit 67&#8221; im Kern festhalten, macht sie im Kampf gegen die Altersarmut nicht eben glaubw&uuml;rdiger. Sowohl die organisierte SPD-Linke (Forum DL 21) wie auch alle wichtigen sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaften &#8212; die Jungsozialisten in der SPD (Jusos), die Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Arbeitnehmerfragen (AfA), die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und die Arbeitsgemeinschaft der &Auml;lteren in der SPD (AG 60plus) &#8212; lehnen diese Politik zusammen mit gro&szlig;en Teilen der Parteibasis ab.<\/p>\n<h5><span id=\"stabile-alterssicherung-durch-staerkung-der-gesetzlichen-rente\">Stabile Alters&shy;si&shy;che&shy;rung durch St&auml;rkung der gesetz&shy;li&shy;chen Rente<\/span><\/h5>\n<p>Um &uuml;berzeugende Alternativen entwickeln zu k&ouml;nnen, bedarf es einer Analyse gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse und politischer Entscheidungen, die f&uuml;r das h&auml;ufigere Auftreten der Armut im Alter verantwortlich sind. Nur wenn Klarheit dar&uuml;ber herrscht, warum es in einer so wohlhabenden Gesellschaft wie der unsrigen zur Verarmung &auml;lterer Menschen kommt, kann Einigkeit dar&uuml;ber hergestellt werden, wie man ihr am wirksamsten begegnen kann. Gleichzeitig gilt es, falsche Behauptungen, etwa den Einfluss demografischer Entwicklungsprozesse betreffend, zu widerlegen und hinter propagierten Irrwegen aus der Altersarmut steckende Interessen aufzudecken.<\/p>\n<p>Armut im Alter hat zwei Hauptursachen: die Deformation des Sozialstaates im All-gemeinen sowie die Demontage der Gesetzlichen Rentenversicherung und die Deregulierung des Arbeitsmarktes im Besonderen. Genannt seien in diesem Zusammenhang nur die Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes, die Einf&uuml;hrung von Mini- bzw. Midijobs, die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe sowie die Liberalisierung der Leiharbeit. Da die hiesige Altersarmut nur multikausal erkl&auml;rbar ist, m&uuml;ssen Gegenma&szlig;nahmen an mehreren Stellschrauben ansetzen. Um die beiden Haupt&uuml;bel (Destabilisierung des Rentenniveaus und Deregulierung des Arbeitsmarktes) zu beseitigen, m&uuml;ssen die sog. D&auml;mpfungsfaktoren (&#8222;Riester-Treppe&#8220;, &#8222;Nachhaltigkeitsfaktor&#8221; und &#8222;Nachholfaktor&#8221;) aus der Rentenanpassungsformel entfernt, die Anhebung der Regelaltersgrenze gestoppt, ein allgemeiner Mindestlohn gesetzlich fixiert, der Prekarisierung von Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen entgegengewirkt und die (Teil-)Privatisierung der Altersvorsorge r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden. Soll die bestehende Altersarmut verringert und das Entstehen weiterer verhindert werden, ist ein neuerlicher Paradigmenwechsel n&ouml;tig. Die in Zukunft eher noch wachsende Altersarmut muss mit einer R&uuml;ckbesinnung auf das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes beantwortet werden. Dazu geh&ouml;ren eine Rekonstruktion des Normalarbeitsverh&auml;ltnisses (nicht nur f&uuml;r M&auml;nner) sowie eine R&uuml;ckabwicklung der mit den Namen von Walter Riester und Bert R&uuml;rup verbundenen Rentenreformen. Zu rehabilitieren ist die Lohnersatzfunktion der gesetzlichen Rente, also das Lebensstandardsicherungsprinzip. Au&szlig;erdem sollte das gesetzliche Renteneintrittsalter bei 65 Jahren bleiben und die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit verpflichtet werden, f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher\/innen wieder ausreichend hohe Beitr&auml;ge in die Rentenkasse einzuzahlen.<\/p>\n<p>Da die Deregulierung des Arbeitsmarktes sowie die Flexibilisierung und Prekarisierung eines Gro&szlig;teils der Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse meistens Jahrzehnte sp&auml;ter in die Altersarmut von Millionen Menschen m&uuml;nden, sind auch die sog. Hartz-Gesetze weiterhin zu problematisieren. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die Rentenreformen seit 1989 bzw. 1992, mit denen das Alterssicherungsniveau sank und die Reseniorisierung der Armut begann. Schlie&szlig;lich verliert ein Wirtschafts-, Besch&auml;ftigungs &#8211; und Alterssicherungssystem, welches nicht verhindert, dass Menschen selbst nach jahrzehntelanger Vollerwerbst&auml;tigkeit einen Ruhestand in Armut erleben, nicht blo&szlig; an Zustimmung in der Bev&ouml;lkerung, sondern auch seine Daseinsberechtigung.<\/p>\n<h5><span id=\"laengerfristiger-ausbau-der-gesetzlichen-renten-zu-einer-solidarischen-buergerversicherung\">L&auml;nger&shy;fris&shy;tiger Ausbau der gesetz&shy;li&shy;chen Renten-zu einer solida&shy;ri&shy;schen B&uuml;rger&shy;ver&shy;si&shy;che&shy;rung<\/span><\/h5>\n<p>Die gegenw&auml;rtigen Oppositionsparteien SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und DIE LINKE sind rentenpolitisch nicht so weit voneinander entfernt, wie es beim Blick auf die Details ihrer Konzepte scheinen mag. Das gilt vor allem, wenn man die &Uuml;berlegungen bzw, die Gegenvorschl&auml;ge ihrer Fachpolitiker\/innen und deren Referent(inn)en zugrunde legt.[16] Die rentenpolitischen Sprecher aller drei Parteien &#8212; Anton Schaaf, Wolfgang Strengmann-Kuhn und Matthias W. Birkwald &#8212; bekennen sich explizit zum Projekt einer solidarischen B&uuml;rger- bzw. Erwerbst&auml;tigenversicherung. Auch die Gewerkschaften und namhafte Wohlfahrtsverb&auml;nde der Bundesrepublik stehen dahinter, wenngleich es unterschiedliche Varianten und viele Nuancen gibt.[17]<\/p>\n<p>Den durch Deregulierungsma&szlig;nahmen induzierten Ver&auml;nderungen am Arbeitsmarkt, die eine Verschlechterung f&uuml;r jene Menschen darstellen, die auf den Verkauf ihrer Arbeitskraft angewiesen sind, um leben zu k&ouml;nnen, oder sie zu (Schein-)Selbstst&auml;ndigen gemacht hat, denen es h&auml;ufig nicht besser geht, sollte vorrangig durch eine Ausdehnung der Versicherungspflicht Rechnung getragen werden. Da abh&auml;ngige und selbstst&auml;ndige Arbeit, Selbstst&auml;ndigkeit und sog.<\/p>\n<p>Scheinselbstst&auml;ndigkeit flie&szlig;end ineinander &uuml;bergehen, bedarf es einer Versicherungspflicht aller Erwerbst&auml;tigen, einschlie&szlig;lich jener Gruppen, die bislang in Sondersystemen bzw. zu besonderen Bedingungen abgesichert werden (Beamte, Landwirte, Handwerker\/innen, K&uuml;nstler\/innen und freie Berufe). Wenn man davon ausgeht, dass nur individualisierte Versicherungsl&ouml;sungen der gesellschaftlichen Entwicklung und den heutigen Werthaltungen angemessen sind, m&uuml;ssen auch erwachsene Nichterwerbst&auml;tige einer Mindestbeitragspflicht unterworfen werden.[18]<\/p>\n<p>Daher ist eine solidarische B&uuml;rger- der Erwerbst&auml;tigenversicherung vorzuziehen.[19]<\/p>\n<p>Solidarisch zu sein meint, dass die B&uuml;rgerversicherung zwischen &ouml;konomisch unter-schiedlich Leistungsf&auml;higen einen sozialen Ausgleich herstellen muss. Nicht nur auf L&ouml;hne und Geh&auml;lter, sondern auf s&auml;mtliche Einkunftsarten &#8211; also auch Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen, Vermietung und Verpachtung: Dividenden, Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne und Zinsen sowie Miet- und Pachterl&ouml;se &#8211; sind Beitr&auml;ge zu erheben. Entgegen einem verbreiteten Missverst&auml;ndnis bedeutet dies nicht, dass Arbeitgeberbeitr&auml;ge entfallen. Vielmehr k&ouml;nnten diese als Wertsch&ouml;pfungsbeitrag (&#8222;Maschinensteuer&#8220;) erhoben und damit gerechter als bisher auf besch&auml;ftigungs- und kapitalintensive Unternehmen verteilt werden. Nach oben darf es weder Beitragsbemessungs- noch Versicherungspflicht grenzen geben, die es privilegierten Personengruppen erlauben w&uuml;rden, sich ihrer Verantwortung f&uuml;r sozial Benachteiligte zu entziehen und in exklusive Sicherungssysteme auszuweichen. Nach unten muss finanziell aufgefangen werden, wer den nach Einkommensh&ouml;he gestaffelten Beitrag nicht selbst entrichten kann. Nur im Falle fehlender, vor&uuml;bergehender oder eingeschr&auml;nkter Zahlungsf&auml;higkeit der Versicherten h&auml;tte also der Staat die Aufgabe, Beitr&auml;ge bedarfsbezogen zu &#8222;subventionieren&#8221;, d. h. aus dem allgemeinen Steueraufkommen zuzuschie&szlig;en. Vorbild daf&uuml;r k&ouml;nnte die Gesetzliche Unfallversicherung sein. Dort dient der Staat gewisserma&szlig;en als Ausfallb&uuml;rge f&uuml;r Vorschulkinder, Sch&uuml;ler\/innen und Studierende, die einen Kindergarten, eine allgemeinbildende Schule bzw. eine Hochschule besuchen, sowie f&uuml;r Menschen, die ehrenamtlich t&auml;tig sind.<\/p>\n<p>B&uuml;rgerversicherung bedeutet, dass Mitglieder aller Berufs gruppen, d.h. nicht nur abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte, aufgenommen werden. Da s&auml;mtliche Wohnb&uuml;rger\/innen in das System einbezogen w&auml;ren, blieben weder Selbstst&auml;ndige, Freiberufler\/innen, Beamte, Abgeordnete und Minister noch Ausl&auml;nder\/innen mit Daueraufenthalt in der Bundesre-publik au&szlig;en vor. Es geht darum, die Finanzierungsbasis des sozialen Sicherungssystems zu verbreitern, aber auch darum, den Kreis seiner Mitglieder im Sinne der Schaffung eines inklusiven Sozialstaates zu erweitern.<\/p>\n<p>B&uuml;rgerversicherung schlie&szlig;lich bedeutet, dass es sich um eine Versicherungsl&ouml;sung handelt, also gew&auml;hrleistet sein muss, dass ihre Mitglieder, soweit sie dazu finanziell in der Lage sind, Beitr&auml;ge entrichten und entsprechend gesch&uuml;tzte Anspr&uuml;che erwerben. Dies schlie&szlig;t keineswegs aus, dass sich der Staat mit Steuergeldern am Auf- und Ausbau der Versicherung beteiligt. Die geplante B&uuml;rgerversicherung w&uuml;rde allerdings zum Einfallstor f&uuml;r einen Systemwechsel, wenn sie nicht nach dem Versicherungsprinzip konstruiert w&auml;re, sondern vollst&auml;ndig aus Steuermitteln finanziert w&uuml;rde.<\/p>\n<p>[1] Vgl. Angelika Hellemann, Die neue Renten-Schock-Tabelle. Wer heute weniger als 2500 Euro verdient, dem droht Altersarmut. Ministerin von der Leyen: Legitimit&auml;t des Rentensystems in Gefahr, in: Bild am Sonntag v. 2,9.2012.<br \/>[2] Vgl. hierzu: Christoph Butterwegge, Armut in einem reichen Land. Wie das Problem verharmlost und verdr&auml;ngt wird, 3. Aufl. Frankfurt am Main\/New York 2012.<br \/>[3] Siehe Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP f&uuml;r die 17. Legislaturperiode, Rheinbach<br \/>o.J. (2009), S. 100 f, 4 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias W. Birkwald, Diana [4]Golze, Dr. Martina Bunge, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE &#8211; Drucksache 17\/9354: Das Rentenpaket -Inhalt, Ziele, Wirkungen, in: BT-Drs. 17\/9826 v. 29.5.2012, S. 8.<br \/>[5] Siehe Dirk Jacobi, Von der Leyens Rentenwunder, in: Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik 5\/2012, S. 18.<br \/>[6] Vgl, zur Riester-Reform bzw. zu den dahinter stehenden Interessen: Diana Wehlau, Lobbyismus und Rentenreform. Der Einfluss der Finanzdienstleistungsbranche auf die Teil-Privatisierung der Alterssicherung, Wiesbaden 2009; Christian Christen, Politische &Ouml;konomie der Alterssicherung. Kritik der Reformdebatte um Generationengerechtigkeit, Demographie und kapitalgedeckte finanzierung, Marburg 2011.<br \/>[7] Siehe Stetiges Wachstum und sichere Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r ein starkes Deutschland. Beschl&uuml;sse des Koalitionsausschusses vom 4. November 2012, S. 2(http;\/\/www,cdu.de\/doc\/pdfcI121105-Koalitionsausschuss.pdf; 25.11.2012).<br \/>[8] Vgl. ebd., S. 5 f.<br \/>[9] Vgl. z.B.: Rentenpaket steht vor dem Scheitern, in: FAZ v. 6.12.2012.8<br \/>[10] Vgl. dazu: Ottmar Schreiner\/Cansel Kiziltepe, Randnotizen zum Rentendisput in der SPD, in: Christoph Butterwegge\/Gerd Bosbach\/Matthias W. Birkwald (Hrsg.), Armut im Alter. Probleme und Perspektiven der sozialen Sicherung, Frankfurt am Main\/New York 2012, S. 302-321.<br \/>[11] Vgl. Eckpunkte f&uuml;r ein Konzept zur Bew&auml;ltigung der rentenpolitischen Herausforderungen: Altersarmut bek&auml;mpfen &#8211; Lebensleistung honorieren &#8211; flexible &Uuml;berg&auml;nge in die Rente schaffen, Vorlage f&uuml;r die Sitzung des erweiterten Parteivorstandes am 10. September 2012 (<a href=\"http:\/\/www.jusos.de\/sites\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.jusos.de\/sites\/<\/a> default\/files\/nachrichten files\/Rentenkonzept%20Parteivorstand.pdf;15,9.2012),<br \/>[12] Vgl. Die SPD-Rentenpolitik: Arbeit muss sich lohnen! Beschluss Nr. 1 des 2. Parteikonvents der SPD in Berlin am 24. November 2012; <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/sca%5DableImageBlob\/82046\/data\/20121124\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.spd.de\/sca]ableImageBlob\/82046\/data\/20121124<\/a>_ pkonv2012_beschluss_arl_rente-data.pdf(10.12.2012), S. 5.<br \/>[13] Siehe ebd., 5. 2 f<br \/>[14] Vgl. Johannes Steffen, Politik mit Altersarmut. &#8222;Es geht um die Systemfrage&#8221;, in: Sozialismus 10\/2012, S.19.<br \/>[15] Siehe ebd., S. 4.<br \/>[16] Vgl. Anton Schaaf\/Andrea Franz, Sozialdemokratische Konzepte zur Sicherung des Lebensstandards und zur Bek&auml;mpfung von Altersarmut, in: Christoph Butterwegge\/Gerd BosbachlMatthias W. Birkwald (Hrsg.), Armut im Alter, a.a.O., S. 283-301; Wolfgang Strengmann-Kuhn\/Dirk Jacobi, Die Gr&uuml;ne B&uuml;rgerrente gegen Altersarmut &#8211; garantiert f&uuml;r alle, in: ebd., S. 322-333; Matthias W. Birkwald\/Christian Br&uuml;tt, F&uuml;r ein von Armut freies Leben im Alter! &#8211; Die Solidarische Mindestrente im Rentenkonzept der LINKEN, in: ebd., S. 334-359.<br \/>[17] Vgl. Annelie Buntenbach, Soziale Sicherheit im Alter &#8211; eine Frage der Solidarit&auml;t!, in: ebd., S. 227-243; Hans-J&uuml;rgen Urban\/Axel Gerntke, Der Neue Generationenvertrag als Grundlage einer solidarischen Alterssicherung, in: ebd., S. 244-255; Adolf Bauer, Die Gesetzliche Renten &#8211; zur Erwerbst&auml;tigenversicherung fortentwickeln!, in: Christoph Butterwegge\/Gerd Bosbach\/Matthias W. Birkwald (Hrsg.), Armut im Alter, a.a.O., S. 256-266.<br \/>[18] Vgl. Diether D&ouml;ring, Soziale Sicherheit im Alter? &#8211; Rentenversicherung auf dem Pr&uuml;fstand, Berlin 1997, S. 92.<br \/>[19] Vgl. hierzu ausf&uuml;hrlicher: Christoph Butterwegge, Krise und Zukunft des Sozialstaates, 4. Aufl. Wiesbaden 2012, S. 386-416.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[400],"publikationen":[2830],"class_list":["post-11704","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-christoph-butterwegge","publikationen-200-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Strategien gegen Altersarmut - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/200-vorgaenge\/publikation\/strategien-gegen-altersarmut\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Strategien gegen Altersarmut - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Wie den Minirenten begegnet werden soll aus: Vorg&auml;nge Nr. 200 ( Heft 4\/2012), S.90-97 Altersarmut droht keineswegs &#8211; wie h&auml;ufig behauptet &#8211; erst in ferner Zukunft, das Problem der Verarmung &auml;lterer Menschen existiert vielmehr schon l&auml;ngst. 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