{"id":11815,"date":"2010-12-01T15:00:00","date_gmt":"2010-12-01T14:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/sehnsuechtiger-blick-zurueck-nach-vorn\/"},"modified":"2021-08-30T15:40:59","modified_gmt":"2021-08-30T13:40:59","slug":"sehnsuechtiger-blick-zurueck-nach-vorn","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/192-vorgaenge\/publikation\/sehnsuechtiger-blick-zurueck-nach-vorn\/","title":{"rendered":"Sehns\u00fcchtiger Blick zur\u00fcck nach vorn"},"content":{"rendered":"<p>aus: Vorg&auml;nge 192 (Heft 4\/2010), S. 125-132<\/p>\n<p>Die Gr&uuml;nen zwischen Bewegungs- und Volkspartei<br \/>Die B&uuml;ndnisgr&uuml;nen verharren im Umfragehoch. Was im Sommer noch als Momentaufnahme galt, hat mittlerweile seine Best&auml;tigung durch fast alle Umfrageinstitute erhalten: Die Gr&uuml;nen k&ouml;nnten bei den n&auml;chsten Bundestagswahlen in etwa zwanzig Prozent der Stimmen erwarten, in Baden-W&uuml;rttemberg oder Berlin noch weitaus mehr. Woher dieser Stimmenzuwachs r&uuml;hrt, ist indes immer noch diffus.<\/p>\n<p>Eine einfache Interpretation hat Manfred G&uuml;llner (forsa) parat: &#8222;Das sind zum Teil fr&uuml;here SPD-W&auml;hler, die 2005 und 2009 die Sozialdemokraten nicht mehr w&auml;hlen wollten, aber Vorbehalte gegen&uuml;ber den Gr&uuml;nen hatten. Heute sind die Gr&uuml;nen eine seri&ouml;se Partei. Stammw&auml;hler sind diese Leute aber nicht. Ich bezeichne die als Zwischenparker. Weitere Stimmen kommen von Union und FDP. Vor allem von den Liberalen kommen W&auml;hler, die aus Verzweiflung jetzt Gr&uuml;n w&auml;hlen. Das sind auch keine Stammw&auml;hler.[1] Aber erkl&auml;rt sich die St&auml;rke der Gr&uuml;nen aus ihrer j&auml;h konstatierten Seriosit&auml;t oder aus der Mithilfe verzweifelter FDP-W&auml;hler? Oder l&auml;sst sich der gr&uuml;ne Erfolg eher &uuml;ber das &#8222;B&uuml;rgerverstehen&#8221; erkl&auml;ren? &#8222;Irn Gef&uuml;hl politischer Hilflosigkeit steigt die Bedeutung von Vertrauen und Nachhaltigkeit&#8221;, so Klaus-Peter Sch&ouml;ppner (emnid), deshalb seien die Gr&uuml;nen derzeit so stark, aber: &#8222;die ,Aktie Gr&uuml;n&#8216; ist &uuml;berhitzt wie nie. Absturz nicht ausgeschlossen.[2] Die Gr&uuml;nen also als beruhigende Zeitgeist-Surfer in wirtschaftlich und politisch aufgew&uuml;hlten Zeiten? Oder aber profitieren die Gr&uuml;nen von den hohen latenten Sympathiewerten, die ihnen schon seit L&auml;ngerem einen weitesten W&auml;hlerkreis mit betr&auml;chtlichem Radius bescherte und die sich nun in konkrete Zustimmung umwandeln?[3] Folgt man den Meinungsforschern, d&uuml;rfte der gr&uuml;ne H&ouml;henflug nur ein Zwischenhoch sein.<\/p>\n<p>Aber reichen deren Parameter aus? Von der hektischen Demoskopie unzureichend erfasst, zeigt sich wom&ouml;glich eine Wandlung untergr&uuml;ndiger Mentalit&auml;tsstr&ouml;me der bundesrepublikanischen Gesellschaft. &#8222;Das &Ouml; der &Ouml;kologie hat das C der Christdemokraten und der Christsozialen in der politischen Wirksamkeit ersetzt&#8221;, urteilt etwa Franz Walter.[4] Und beantwortet damit die Frage, ob der derzeitige Zuspruch zu den Gr&uuml;nen <i>nur ein tempor&auml;rer <\/i>ist oder ob es sich doch um eine auch <i>zuk&uuml;nftig <\/i>belastbare Zustimmung zu gr&uuml;nen Politikmodellen handelt. Ist &#8222;die gr&uuml;ne Idee&#8221;, wie Alexander Bonde, gr&uuml;ner Haushaltsexperte, optimistisch vermutet &#8222;zu gro&szlig; f&uuml;r eine kleine Nische?&#8220;[5]<\/p>\n<p>&Ouml;kologie als neuer Telos einer tief verunsicherten Gesellschaft, die sich zum einen nach einer neuen Idee sehnt, zum anderen nicht &uuml;berfordert werden will? Der Weg in dieses &ouml;kologische Morgen ist ein ebenso komplizierter wie komplexer. Doch was bis-her W&auml;hler abzuschrecken schien, Komplexit&auml;t und Kompliziertheit, zieht nun gar, entgegen der postdemokratischen Diagnose, neue W&auml;hlerschaften an. Welche Gr&uuml;nde lassen sich f&uuml;r einen solchen Umschwung identifizieren?<\/p>\n<h5><span id=\"gruene-wohlfuehlpartei\">Gr&uuml;ne Wohlf&uuml;hl&shy;par&shy;tei&hellip;?<\/span><\/h5>\n<p>&#8222;Anders als in den nun gut drei&szlig;ig Jahren Parteigeschichte gibt es heute keinen Streit, keine Provokation, keine Rivalit&auml;ten: Die Gr&uuml;nen schweigen sich zur Macht mit popul&auml;ren Wohlf&uuml;hlthemen [..,] So wie der Gang in den hochpreisigen Biomarkt den Konsumenten nicht ohne Grund zum Weltverbesserer macht, so bietet die Stimme f&uuml;r die Gr&uuml;nen eine Art moralische Selbsterh&ouml;hung an&#8221;, so Ulf Poschardt in der Welt.[6] Unterst&uuml;tzung findet diese Sicht auch auf politischer Ebene, etwa bei Sigmar Gabriel. Auch er wirft den Gr&uuml;nen Beliebigkeit vor: &#8222;Wenn die Gr&uuml;nen sagen, sie wollen Partner auf Augenh&ouml;he sein, dann finde ich das sehr gut. Dann d&uuml;rfen sie aber nicht mehr nur f&uuml;r die vermeintlichen Wohlf&uuml;hlthemen gr&uuml;ner W&auml;hlerschichten wie Umwelt- und Klimaschutz zust&auml;ndig sein und die SPD f&uuml;r die harten Aufgaben solider Finanzen, wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit und Arbeit.[7]<\/p>\n<p>Nun war es das Verdienst der Schr&ouml;der- SPD, die Gr&uuml;nen in jene politische Ecke geschoben zu haben. W&auml;hrend die Union auch die finanz- und wirtschaftspolitische Kompetenz der Gr&uuml;nen zu akzeptieren begann, war es Schr&ouml;der, der die Gr&uuml;nen an den Katzentisch der Macht platzieren wollte und ihnen an Prestigetr&auml;chtigem nur das Ausw&auml;rtige Amt &uuml;berlie&szlig;.<\/p>\n<p>Unabh&auml;ngig davon gilt seit dieser Zeit der Befund, dass die Gr&uuml;nen sich nicht mehr in existenzieller Weise streiten &#8211; auch wenn die heftige Afghanistan-Debatte auf dem G&ouml;ttinger Parteitag 2007 kurz wieder die Erinnerung an die unselige Debattenkultur fr&uuml;herer Tage wachrief. Es waren letzte Schl&auml;ge des pazifistischen Fl&uuml;gels der Partei. Auch die Bundesdelegiertenkonferenz 2010 in Freiburg hinterlie&szlig; den Eindruck innerparteilicher Ruhe. Einzig die versagte Unterst&uuml;tzung zur Olympia-Bewerbung M&uuml;nchens sorgte f&uuml;r ein wenig Unruhe.<\/p>\n<h5><span id=\"im-sozialpolitischen-niemandsland\">&hellip;im sozial&shy;po&shy;li&shy;ti&shy;schen Niemands&shy;land&hellip;<\/span><\/h5>\n<p>Der <i>Green New <\/i>Deal entspricht noch am ehesten dem, was von den Gr&uuml;nen-Kritikern als &#8222;Wohlf&uuml;hlpolitik&#8221; gefasst wird: eine Million Arbeitspl&auml;tze durch &ouml;kologische Innovation und St&auml;rkung des &ouml;ffentlichen Sektors. Solche Ansagen versprechen Popularit&auml;t und markieren den<i> gr&uuml;nen Zeitgeist<\/i>. Das Wohlgef&uuml;hl endet allerdings bereits bei der Erh&ouml;hung der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Krankenversicherung auf 5.500 Euro, wie sie auf dem letzten Parteitag beschlossen wurde. Denn dieses sozialpolitische Angebot an die sich noch immer mehrheitlich links verortende W&auml;hlerschaft trifft auch etliche der eigenen, gut situierten W&auml;hler. Im Gegenzug wehren sich die gr&uuml;n\/b&uuml;rgerlichen Eliten gegen die Wiederabschaffung der Rente mit 67, die auf dem linken Fl&uuml;gel der Partei durchaus Anh&auml;nger hat. Sie stemmen sich <i>gegen <\/i>eine sozialpolitische Wohlf&uuml;hlpolitik, gegen &#8222;die linkskonservative [&#8230;] Sehnsucht nach dem alten Sozialstaat&#8220;.[8]<\/p>\n<p>Zwischen dem linken Fl&uuml;gel der Gr&uuml;nen, der die Rente mit 67 hinterfragt, Verm&ouml;gensabgaben und h&ouml;here Steuerlasten f&uuml;r Besserverdienende fordert,[9] auf der einen und den &#8222;reformorientierten&#8221;, eher mittigen Anh&auml;ngern einer in allen Lagern w&auml;hlbaren gr&uuml;nen &#8222;Konzeptpartei&#8221;, schwelt ein vor allem in der Sozialpolitik ausgetragener Konflikt, der bislang noch unter dem programmatischen Deckel eines &#8222;erweiterten Gerechtigkeitsbegriffs&#8221; gehalten wird.Dieser sozialpolitische Formelkompromiss erlaubt bislang, weil er die gesellschaftliche Lasten- und Nutzenverteilung im Vagen h&auml;lt, die gleichzeitige Mobilisierung von Stamm- und Neuw&auml;hlern. Und er d&uuml;rfte noch einige Zeit halten, da in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung der sozialpolitische Wettbewerb vor allem zwischen der SPD und der Linken verortet wird. Und dort soll er nach M&ouml;glichkeit auch bleiben.<\/p>\n<h5><span id=\"oder-doch-ein-schleichender-wertewandel-in-der-gesellschaft\">&hellip;oder doch ein schlei&shy;chender Wertewandel in der Gesell&shy;schaft?<\/span><\/h5>\n<p>Es ist nicht nur die geschickte Vermeidung innerparteilicher Auseinandersetzungen, welche die aktuelle Attraktivit&auml;t der Gr&uuml;nen erkl&auml;rt, diese wird zudem bef&ouml;rdert durch einen untergr&uuml;ndigen, lebensstilistisch bisweilen aber auch oberfl&auml;chlichen Mentalit&auml;tswandel in der Gesellschaft.[10] Es gilt inzwischen durchaus als chic, sich gr&uuml;n zu inszenieren, in Stil und Konsum Nachhaltigkeit zu praktizieren. Was fr&uuml;her von einer kleinen Gruppe Konsumenten getragen wurde, hat inzwischen wesentlich breitere, gleichwohl h&ouml;hergebildete und\/oder besser situierte, kurz, b&uuml;rgerliche Schichten erreicht. Die LoHaS [11], wie die Werbeforschung diese Gruppe nennt, &#8222;stellen l&auml;ngst keine gesellschaftliche Randgruppe mehr dar: Beinahe jeder Dritte z&auml;hlt schon dazu.[12] Auch wenn die Zahlen hochgegriffen scheinen, so zeigt sich eine f&uuml;r die Gr&uuml;nen positive Verschiebung zumindest auf dem Feld des Konsums, der in diesen Gruppen auch einen hohen normativen, auch politischen, Stellenwert besitzt. [13]<\/p>\n<p>So wie der Markt f&uuml;r biologisch erzeugte und f&uuml;r fair gehandelte Produkte seit Jahren w&auml;chst und sich professionalisiert hat, so hat sich auch das Image der einst verspotteten &Ouml;kos gewandelt. Am eindr&uuml;cklichsten vermittelt sich dieser Wandel in den Biol&auml;den. Aus den kleinen Hinterhofl&auml;den, an denen hinter selbst geschreinerten Tresen vermeintliche Hinterw&auml;ldler Gerstenschrot feilboten, sind moderne &Ouml;ko-Superm&auml;ricte erwachsen. Gro&szlig;, hell erleuchtet und gl&auml;nzend bieten sie jenen bezahlbaren Hauch von erwartbarem Benefit gesellschaftlicher Anerkennung durch den Kauf &ouml;kologischer Produkte.[14] Und wie der &ouml;kologische Konsum k&ouml;nnte auch die Motivation steigen, bei der Sonntagsfrage die Gr&uuml;nen zu pr&auml;ferieren.An diesem Politik-Konsum zeigt sich allerdings, dass in Zeiten der postdemokratischen Wende, wie von Ingolfur Bl&uuml;hdorn beschrieben, eine starke Tendenz zur Nicht-Nachhaltigkeit existiert.[15] Bl&uuml;hdorn kommt zu dem Schluss, dass Menschen weniger nach normativen Erw&auml;gungen, sondern konsumistisch ihre politische Wahl treffen k&ouml;nnen,: Ich w&auml;hle, was meinem &#8222;Konsumenten-Ich&#8220;[16] Befriedigung in Form eines bestimmten Images verschafft. Inwieweit dem eine stringente politische Haltung entspricht, ist dem Betreffenden nachrangig, die pers&ouml;nliche Verantwortung f&uuml;r &ouml;kologisches bzw. nachhaltiges Handeln tritt in den Hintergrund. Der Wertewandel in den K&ouml;pfen f&auml;nde so nur eine symbolische Entsprechung, aber eben keine politische Umsetzung.<\/p>\n<p>Vor allem keine, die auf eine festere programmatische Bindung an die Gr&uuml;nen schlie&szlig;en lie&szlig;e. So ist es m&ouml;glich, auch als Anh&auml;nger der Gr&uuml;nen, diese aus Imagegr&uuml;nden zu w&auml;hlen und zugleich gegen die Schulreform in Hamburg zu stimmen. W&auml;re dies das neue Fundament der Gr&uuml;nen, w&auml;re es nicht minder fragil als das der FDP.<\/p>\n<h5><span id=\"neue-konstellationen\">Neue Konstel&shy;la&shy;ti&shy;onen<\/span><\/h5>\n<p>Allerdings ist die Akzeptanz f&uuml;r gr&uuml;ne Politik in den letzten Jahren eindeutig gestiegen. Noch vor einer Dekade war gr&uuml;ne Programmatik gleichgesetzt worden mit ideologischer Entr&uuml;cktheit. &#8222;F&uuml;nf Mark f&uuml;r einen Liter Benzin&#8221;, &Ouml;kosteuer und andere unorthodoxe Forderungen bescherten den Gr&uuml;nen in der &ouml;ffentlichen Debatte meist nur Hohn und Spott. Seitdem scheint sich &#8211; auch beschleunigt durch eine ver&auml;nderte Wahrnehmung der Klimaproblematik &#8211; die Akzeptanz der Umweltpolitik zumindest im b&uuml;rgerlichen Lager stark erweitert zu haben. Auch Angela Merkel war Tr&auml;gerin dieser Ver&auml;nderung, vermittelte sie doch zeitweise in die eigene Anh&auml;ngerschaft hinein eine Idee davon, dass eine bessere, eine erhaltenswerte Welt m&ouml;glich und n&ouml;tig sei.<\/p>\n<p>Die &ouml;kologische Konfliktlinie &uuml;berlagert oder verdr&auml;ngt inzwischen in Teilen die &ouml;konomische, zumal in der &ouml;kologischen Wende auch eine &ouml;konomische Chance liegt. Mit der gr&uuml;n wie christlich begr&uuml;ndbaren Notwendigkeit der Sch&ouml;pfungsbewahrung tut sich eine neue normative Konstellation auf, bei der schwarz und gr&uuml;n auf der einen und rot-rot-gelb als Parteien des industriegesellschaftlichen Fortschritts auf der anderen Seite stehen.[17]Da dem Green-New-Deal als progressivem Politikentwurf die sozial-romantisch verkl&auml;rte R&uuml;ckschau auf den alten Bonner Sozialstaat fehlt, vergr&ouml;&szlig;ert er zudem die Distanz zur SPD und zur Linkspartei.[18]<\/p>\n<p>Ihm liegt zudem ein Politik-Verst&auml;ndnis zugrunde, das im <i>postmateriellen Milieu<\/i>, bei den LoHaS und cultural creatives[19] seinen Resonanzboden findet, in Kreisen der klassischen Industriearbeiterschaft oder gar des Prekariats auf ebenso wenig Verst&auml;ndnis sto&szlig;en d&uuml;rfte, wie bei der leistungsorientierten Klientel der FDP. Die Komplexit&auml;t gr&uuml;ner Programmatik korreliert mit einer steigenden und damit auch abschreckenden Komplexit&auml;t des Politischen. Kurz, die Gr&uuml;nen &#8222;verf&uuml;gen mit ihrer Gr&uuml;bel-Ethik einerseits &uuml;ber eine unbestreitbare Tugend und ein einigendes Band, andererseits werden sie dadurch handlungsunf&auml;hig und schotten sich von ihrer.Umwelt ab.[20] Das bedeutet, dass die B&uuml;ndnisgr&uuml;nen au&szlig;erhalb ganz bestimmter (Bildungs-)Milieus kaum wahrgenommen werden, was ihrem Aufstieg zu einer in allen gesellschaftlichen Milieus pr&auml;senten Volkspartei Grenzen setzt.<\/p>\n<h5><span id=\"die-rueckkehr-des-protestes\">Die R&uuml;ckkehr des Protestes<\/span><\/h5>\n<p>Bisher erreichen die Gr&uuml;nen, trotz einer weitreichenden Neujustierung gr&uuml;ner Politik w&auml;hrend und nach dem Ende von Rot-Gr&uuml;n[21] lediglich hohe Kompetenzzuschreibungen im Bereich der Umweltpolitik und in der Frage der Sicherung der Energieversorgung[22]Hier schien sich der Vorrat an gr&uuml;ner ldentit&auml;t bereits g&auml;nzlich ersch&ouml;pft zu haben. Der Ausbau regenerativer Energien l&auml;uft auf hohen Touren, der Atomkonflikt schien nach dem, wenn auch z&ouml;gerlichen, Ausstieg aus der Atomenergie seine mobilisierende Kraft verloren zu haben.<\/p>\n<p>Doch der Ausstieg aus dem Ausstieg bringt einen neuen Schub f&uuml;r die B&uuml;ndnisgr&uuml;nen. Eine l&auml;ngst als Mobilisierungsreservoir ausgefallene Thematik dr&auml;ngt machtvoll zur&uuml;ck in den politischen Diskurs und f&uuml;hrte den Gr&uuml;nen l&auml;ngst verloren geglaubte Anh&auml;nger wieder zu. Zugleich beerdigt der Ausstieg vorerst s&auml;mtliche schwarz-gr&uuml;ne Projektionen, der Abstand zwischen beiden Parteien hat sich seitdem auch auf anderen politischen Feldern wieder vergr&ouml;&szlig;ert.[23] Sein aktuelles Ausma&szlig; konnte zuletzt in Hamburg und am Stuttgarter Bahnhof beobachtet werden. In Hamburg gingen die Gr&uuml;nen unbeschadeter als die CDU aus dem Koalitionsprojekt wieder heraus. Das verwundert zu-n&auml;chst, d&uuml;rfte doch mit ihrer Niederlage in der Volksabstimmung zur Schulreform ihr basisdemokratischer Wertekern erheblich gelitten haben. Doch anscheinend werden sie trotzdem als Partei des authentischen Protestes wahrgenommen, ein Bild, das sie sowohl in Gorleben als auch in Stuttgart sorgsam pflegten. Sie aktivieren zwar nur zu einem kleinen Teil neue Sympathisanten, erinnern aber die Kernanh&auml;ngerschaft an die eigenen Wurzeln des gr&uuml;nen B&uuml;rgerkinderprotests.[24] Die Gr&uuml;nen profitieren bei all diesen Auseinandersetzungen auch von Fehlern der anderen, selbst dort, wo sie, wie in Hamburg, auch die eigenen sind.[25]<\/p>\n<h5><span id=\"was-folgt-von-gruenem-chic-und-geringstem-uebel\">Was folgt? Von gr&uuml;nem Chic und geringstem &Uuml;bel<\/span><\/h5>\n<p>Der Politologe Ingolfur Bl&uuml;hdorn kam noch 2009 zu dem Ergebnis, dass die Gr&uuml;nen sich zwar programmatisch aus der Umklammerung der SPD gel&ouml;st haben, zudem das F&uuml;nfparteiensystem ihnen gute Regierungschancen einr&auml;ume. Letztlich aber seien die Gr&uuml;nen zu schwach f&uuml;r einen gr&uuml;nen Politilcwechsel.[26] Die jetzigen Umfragewerte, im Bund und vor allem in Berlin, lassen &#8211; bei aller notwendigen Skepsis bei Umfragewerten &#8211; den letzteren Befund inzwischen anzweifeln. Dies zeigt sich auch im neuen Selbstbewusstsein der Gr&uuml;nen. Etwa darin, dass von gr&uuml;n-roten Koalitionen gesprochen wird, dass J&uuml;rgen Trittin vor einem rot-gr&uuml;nen Automatismus warnt, verbunden mit dem Hinweis, dass schwarz-gr&uuml;n in Hamburg erst zu dieser selbst&auml;ndigen Position der St&auml;rke beigetragen habe [27] Und Cem &Ouml;zdemir weist beharrlich darauf hin, dass es mit beiden potentiellen Koalitionspartnern gleicherma&szlig;en Dissens und Konsens g&auml;be.[28] Dies zeigt auch die Debatte innerhalb der F&uuml;hrung der Gr&uuml;nen nach dem Scheitern der Hamburger Koalition, in der f&uuml;hrende Realos betonten, dass das Ende der Hamburger Koalition kein generelles Ende von schwarz-gr&uuml;n auf Landesebene bedeuten m&uuml;sse.<\/p>\n<p>Die Gr&uuml;nen scheinen vor allem eines gelernt zu haben: dass ihr Markenkern tr&auml;gt, egal in welcher Verbindung, welchem Politikfeld und welcher Koalitionen. Die Gr&uuml;nen haben geschafft, was man ihnen in der Post-Fischer-&Auml;ra kaum zugetraut hat: Sie haben das dominierende Thema der Umweltpolitik s&auml;mtlichen Politikbereichen &uuml;berw&ouml;lbt und leben von einem normativen &Uuml;berschuss, der sich nicht in der kleinen M&uuml;nze der Tagespolitik verrechnen lassen muss. Genau das fehlt anderen Parteien. Die Union hadert mit ihrem konservativen Profil, die FDP mit dem Misserfolg des Neoliberalismus, die Linke noch immer mit ihrer Rolle im parlamentarischen System. Und auch die SPD scheint sich noch auf einem langen Weg zu befinden, auf dem sie immer h&auml;ufiger die Juniorrolle einnehmen muss. Einzig die Gr&uuml;nen vermitteln den Eindruck, einem Kompass zu folgen? Doch woher kommt die Zustimmung zu ihrem Kurs und wie lange mag diese anhalten?<\/p>\n<h5><span id=\"nachhaltiger-erfolg\">Nachhal&shy;tiger Erfolg?<\/span><\/h5>\n<p>Zur&uuml;ck zu den m&ouml;glichen Erkl&auml;rungsmustern f&uuml;r den potentiell guten Stand der B&uuml;ndnisgr&uuml;nen in Angesicht der bevorstehenden Wahlen des Jahres 2011. Sie sind derzeit eine Wohlftihlpartei, in dem Sinne, dass sie wesentliche sozialpolitische Konflikte, die bei der SPD zu W&auml;hlerabwanderungen gef&uuml;hrt hat, nach wie vor in der Schwebe h&auml;lt. Zugleich gleiten sie auf einer bereits l&auml;nger anhaltenden Welle eines &ouml;kologisch orientierten Wertewandels, der mittlerweile weite Teile der Gesellschaft erfasst hat. F&uuml;r eine h&ouml;here Akzeptanz der Partei sorgte auch ihre F&auml;higkeit, den Wertewandel in praktische Politik umzusetzen, durch Steuerungsma&szlig;nahmen in Industrie und Energie den &Ouml;kotrend zu verst&auml;rken.<\/p>\n<p>Wom&ouml;glich sind dies Faktoren, die den Gr&uuml;nen W&auml;hler zustr&ouml;men lassen, die sie urspr&uuml;nglich nicht hatten, Wohlf&uuml;hlw&auml;hler, aber auch, seit den Streitigkeiten um Stuttgart , modernisierungskritische Protestw&auml;hler, in Teilen neue Kohorten des kreativen Wertewandels und letztlich eine erhebliche Zahl an W&auml;hlern anderer Parteien, die inzwischen schlicht von der Notwendigkeit gr&uuml;ner Politik &uuml;berzeugt sind, auch weil viele der alten Gewissheiten des B&ouml;rsenbooms unl&auml;ngst hinf&auml;llig geworden sind. Die Gr&uuml;nen k&ouml;nnten, nach dem Ende der &#8222;trente glorieuses&#8221; (Hobsbawm) in der &Ouml;lkrise Ende der 70er Jahre, ein zweites Mal in ihrer Geschichte Profiteure &uuml;berholten Planungs- und Wachstumsdenkens sein, weil sie eine Antwort auf die zerst&ouml;rerische Wachstumslogik der M&auml;rkte bieten. Eine solche Logik lie&szlig;e die vorn gr&uuml;nen Programmatiker Peter Siller ausgerufene Progressivit&auml;t gr&uuml;ner Politik indes in einem ganz anderen Licht erscheinen. Inspiziert man die Mittel- und Oberschichten der Gesellschaft und fragt nach ihren Einstellungen zu Umweltpolitik und nachhaltigem Handeln, so zeigt sich, dass sich der Zynismus gegen&uuml;ber der Umwelt nirgendwo so stark manifestiert, wie in diesen Teilbereichen der deutschen Gesellschaft. Hier wird der supranationalen Verantwortung f&uuml;r die Umweltpolitik das Wort geredet, um sich selbst der Verantwortlichkeit zu entziehen.[29]<\/p>\n<p>Nicht die Anpassung der Gr&uuml;nen an die aktuelle Politik, sondern die Verortung der Gr&uuml;nen als Mystiker des entschleunigten Lebens, jenseits von Wirtschafts-, Finanz- und &Ouml;kokrise, entfalten hier ihren Reiz f&uuml;r jene, die dem konservativen Re-grounding[30] entwachsen, dem liberalen Projekt entfremdet sind.<\/p>\n<p>Nicht zuf&auml;llig jedenfalls ging der neue Aufschwung der Gr&uuml;nen im Sommer 2010 mit kaum mehr zu leugnenden Naturkatastrophen einher. Der Golf von Mexiko schien pl&ouml;tzlich so nah, wie auch die Feuer in den atomar verseuchten W&auml;ldern um Tschernobyl und am Rande des Ural. Die Verteidigung des Bestehenden war die allseits akzeptierte Maxime, die in den Protesten in Stuttgart ebenso zu tragen kam wie bei den neuerlichen Protesten gegen Castor-Transporte. Dieser konservative Impuls wurde verst&auml;rkt durch Erfahrung einer dreifachen Krise, die der Banken, die des Euro und die der &Ouml;kologie. In diesen Bedrohungsszenarien mag auch eine der Ursachen f&uuml;r die Wiederzunahme der Teilnehmerzahlen an Anti-AKW-Demos, insbesondere bei j&uuml;ngeren Menschen, liegen.[31] Die Welt, in der sie gro&szlig; geworden sind, die Welt von B&ouml;rse, Effizienz, Selbstoptimierung und Krise, soll nicht die ihre werden, die der Eltern in Brokdorf scheint um so vieles entspannter. Was politisch aus einer solchen gr&uuml;nen R&uuml;ckbesinnung folgen wird, linker crossover oder doch eher schwarz-gr&uuml;n,[32] h&auml;ngt wohl auch davon ab, in wieweit die Gr&uuml;nen auch in Regierungsverantwortung in der Lage sind, die Erfordernisse einer umfassenden Nachhaltigkeitspolitik inklusive ihrer sozialen Folgen mit Wegen aus einem krisenanf&auml;lligen Finanzkapitalismus und der Krise der Staatsfinanzen zu einer koh&auml;renten Politik zu b&uuml;ndeln.<\/p>\n<p>[1] Unter Wechselstrom &#8211; ein Jahr Schwarz-Gelb. Meinungsforscher G&uuml;llner im Gespr&auml;ch, in: sueddeutsche.de, 27.10.2010 [online abrufbar unter: httpJlwww.sueddeurtsche.de\/politil[2] Klaus-Peter Sel2&ouml;ppnerT Die &#8222;Aktie Gr&uuml;n&#8221; ist &uuml;berhitzt wie nie, in: Hamburger Abendblatt, 19.11.2010.<br \/>3 Vgl. J&auml;rg Sch&ouml;nenborn: Wie stark sind die Gr&uuml;nen wirklich?, in: tagesschau.de, 4.11.2010 [online abrufbar unter: http:!\/blog.tagesschau.de\/?p=8405].<br \/>[4] Franz Walter: Gr&uuml;n ist das neue Schwarz, in: Spiegel online, 7.10.2010 [online abrufbar unter: httpa\/www.spiegel.delpolitikldeutsch]and10,1518,721664,00.htm1].<br \/>[5] Oliver Hoischen: Wie gr&uuml;n ist das denn, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 14.11.2010.<br \/>[6] Ulf Posclzcrdt, Die Wohlf&uuml;hlpaitei, in: Die Welt, 21.8.2010.<br \/>[7] Gordon Repinski \/Ralph Bollrraann, Interview mit Sigmar Gabriel, in: die tageszeitung, 11.8.2010.<br \/>[8] Vgl. zu diesem tief sitzenden Gegensatz: Peter Siller, Ver&auml;nderung und Orientierung. Die Gr&uuml;nen im F&uuml;nfparteiensystem, in: httpa\/www.boell.de\/downloads\/demokratie\/Sillergr&#8226;ueneSparteien system.pdf, Zitat ebd.; inzwischen etwas moderater, ders. : Vow&auml;rts, und nicht vergessen. Warum emanzipatorische Politik einen neuen Fortschrittsbegriff braucht, in: Polar. Politik, Theorie, Alltag, Nr. 9, S. 23-28.<br \/>[9] Vgl, etwa die heftige Polemik in der Welt: Matthias Kamann: Anschlag auf die Mitte. Die Gr&uuml;nen entwickeln sich immer mehr zur Enteignungspartei, Die Welt, 22.11.2010.<br \/>[10] Vgl. Franz Walter, Gelb oder Gr&uuml;n. Kleine Parteiengschichte der besserverdienenden Mitte in Deutschland, Bielefeld 2010, 5,110ff.<br \/>[11] Lifestyles of Health and Sustainability, etwa: Ausrichtung der Lebensweise auf Gesundheit und Nachhaltigkeit<br \/>132&nbsp;vorg&auml;nge Heft 4\/2010, S. 125-132<br \/>[12] Vgl. ACNielsen, Was die &ouml;kologische Avantgarde wirklich kauft. [online abrufbar unter: <a href=\"http:\/\/de.nielsen.conilnews\/pr20080529.shtml\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/de.nielsen.conilnews\/pr20080529.shtml<\/a>].<br \/>[13] Vgl. bereits Michael Wildt, Konsumb&uuml;rger. Das Politische als Optionsfreiheit und Distinktion, in:<br \/>Manfred Hettling\/Ber&deg;nd Ulrich (Hrsg.), B&uuml;rgertum nach 1945, Hamburg 2005, S. 255-283.<br \/>[14] Vgl. Sebastian Haupt, Warum es schick ist, die Welt zu retten, in: Zeit online, 22.6.20 10 [online ab-<br \/>rufbar unter <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2010-06\/umwelt-psychologie-status\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2010-06\/umwelt-psychologie-status<\/a>].<br \/>[15] Vgl. Lngolfzer Bl&uuml;hdorn, Nachhaltigkeit und postdemokratische Wende. Zum Wechselspiel von<br \/>Demokratiekrise und Umweltkrise, in: Vorg&auml;nge 190 (2\/2010), S. 44-54.<br \/>[16] Ingolfirr Bl&uuml;hdorn, &#8222;Billig will Ich: Post-demokratische Revolution und Simulative Demokratie&#8221;,<br \/>in: Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen, Nr. 4\/2006, S. 75 u. 81.<br \/>[17] Vgl. Torsten. Krauel: Wir ringen um &auml;hnliche W&auml;hler&#8220;; Armin Laschet, Kandidat f&uuml;r den Landesvorsitz der CDU Nordrhein-Westfalens, &uuml;ber das Verh&auml;ltnis von Schwarz und Gr&uuml;n, in: Welt am Sonntag, 15.8.2010; die heftigen Angriffe Merkels auf dem CDU-Parteitag 2010 gegen&uuml;ber den Gr&uuml;nen unterstreichen dies.<br \/>[18]Vgl. hierzu Silier, (Anm. 4), S. 3f.<br \/>[19] Vgl. Paul H. Ray \/ Sherry R. Anderson, The Cultural Creatives. How 50 million people are changing the world, New York 2000.<br \/>[20] Katharina Rahlf; Entschieden unentschieden, Das &#8222;Sowohl-als-auch-vielleicht&#8220; der Postmateriellen, in: Alexander Hensel \/ Daniela Kallinich \/ dies. (Hrsg.): Parteien, Demokratie und gesellschaftliche Kritik. Jahrbuch des G&ouml;ttinger Instituts f&uuml;r Demokratieforschung 2010, Stuttgart 2011, S. 67-69.<br \/>[21] Vgl. ingolfur Bl&uuml;hdorn, Reinventing Green Politics. On The Strategie Repositioning of the German Green Party, in: German Politics, 18. Jg., H. 1, M&auml;rz 2009, S. 36-54<br \/>[22] Quelle: ARD-Deutschlandtrend Juli 2010, online abrufbar unter: <a href=\"http:\/\/www.infratest-dimap.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.infratest-dimap.de\/<\/a> umfragen-analysen\/bundesweit\/.<br \/>[23] bereits Franz Walter .&#8226; LoHas-Politik. Gr&uuml;ne Scharnierpartei der neuen B&uuml;rgerlichkeit, in: Neue Gesellschaft\/Frankfurter Hefte, 57. Jg. (2010), H. 4, S. 31 ff.<br \/>[24] Vgl. die Ergebnisse einer Untersuchung des G&ouml;ttinger Instituts f&uuml;r Demokratieforschung im Rahmen der Proteste von Stuttgart 21, zur Auswertung: Franz Walter: Aufstand der Generation Joschka, in: Spiegel online, 19.11.2010 [online abrufbar unter: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0%2C1518\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518<\/a>, 729896,00.html].<br \/>[25] Auch programmatisch erfolgt ein sukzessive Distanz zu alten Fehlern, vgl. etwa zur Selbstkritik an der rot-gr&uuml;nen &Auml;ra, Siller: Vow&auml;rts, und nicht vergessen (Anm.8), S. 23.<br \/>[26] Vgl. Bliihdorn, (Anm. 21), S. 49.<br \/>[27] Vgl. Florian Gathmann \/ Veit Medick: Trittin warnt vor rot-gr&uuml;nen Machttr&auml;umen, in: Spiegel online, 6.8.2010, [online abrufbar unter <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politilc\/deutsch%5Dand\/0%2C1518%2C710298%2COO.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.spiegel.de\/politilc\/deutsch]and\/0,1518,710298,OO.html<\/a>].<br \/>[28] Vgl. Matthias Kanzann, &#8222;Eine deutliche gr&uuml;ne Handschrift&#8221;; Parteichef Cem &Ouml;zdemir &uuml;ber die Zukunftschancen von Hamburgs ICoalition &#8211; und Fehler der GAL in der Bildungspolitik, in: Die Welt, 20.8.2010.<br \/>[29] Vgl. die Zusammenfassung der Ergebnisse des Sinus Forschungsprojekt &#8222;Milieusensible Umweltpolitik&#8220; im Auftrag des Bundesministeriums f&uuml;r Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Franz Walter; Deutsche schieben &Ouml;ko-Frust, in Spiegel online, 13.7.2009, [online abrufbar unter: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0%2C1518%2C635831%2COO.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,635831,OO.html<\/a>]<br \/>[30] Vgl. Sinus Sociovision (Hrsg.), Trendreport Teil 1. Die aktuellen Linien der soziokulturellen Entwicklung, Heidelberg 2008, S. 85ff.<br \/>[31] Die Jugendforscher der shell-Jugendstudie 2010 erwarten eine allm&auml;hliche Wiederkehr des Politi-<br \/>schen, weniger im Interesse an der Politik, als vielmehr in Form politisierten Protests, vgl. Michael<br \/>Schlieben, Die Jugend wird wieder politischer. Klaus Hurrelmann, Leiter der neuen Shell-Studie,<br \/>spricht im Interview &uuml;ber die Jugend in der Kiise, in: Zeit online, 17.3.2010, [online abrufbar unter:<br \/><a href=\"http:\/\/www.zeit,de\/gesellschaft\/generationen\/2009\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.zeit,de\/gesellschaft\/generationen\/2009<\/a> -1 2\/interview-hurrelmann-shell-studie-20 10].<br \/>[32] Vgl. zur gr&uuml;nen Multioptionalit&auml;t j&uuml;ngst auch Joachim Raschlce, Die Gr&uuml;nen zwischen Lagerbin-<br \/>dung und Koalitionsoptionen, in: Vorg&auml;nge, 49. Jg., H. 2, S. 112-122.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2189],"publikationen":[2827],"class_list":["post-11815","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-michael-luehmann","publikationen-192-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Sehns\u00fcchtiger Blick zur\u00fcck nach vorn - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/192-vorgaenge\/publikation\/sehnsuechtiger-blick-zurueck-nach-vorn\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Sehns\u00fcchtiger Blick zur\u00fcck nach vorn - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"aus: Vorg&auml;nge 192 (Heft 4\/2010), S. 125-132 Die Gr&uuml;nen zwischen Bewegungs- und VolksparteiDie B&uuml;ndnisgr&uuml;nen verharren im Umfragehoch. 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