{"id":11822,"date":"2010-09-01T19:20:00","date_gmt":"2010-09-01T17:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/bildung-als-statusgarant\/"},"modified":"2021-08-24T21:54:10","modified_gmt":"2021-08-24T19:54:10","slug":"bildung-als-statusgarant","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/publikation\/bildung-als-statusgarant\/","title":{"rendered":"Bildung als Statusgarant?"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber die lose Verbindung zwischen Qualifikation und Status bei Hochqualifizierten,<\/p>\n<p>aus: vorg\u00e4nge Nr. 191, Heft 3\/2010, S. 92-101<\/p>\n<p>\u00dcberg\u00e4nge in das Erwerbsleben sind in den vergangenen Jahrzehnten labiler, br\u00fcchiger und risikoreicher geworden. So belegen empirische Untersuchungen im dualen Systemeine strukturelle Differenzierung und berufsspezifische Unterschiede der \u00dcbergangsmuster (Konietzka 2002). F\u00fcr diese Verunsicherungen im Verh\u00e4ltnis von Besch\u00e4ftigungsform, Qualifikation, Statussicherheit und gesellschaftlicher Integration steht in den letzten Jahren der Begriff der Prekarisierung, in dem landl\u00e4ufig Armut- und Armutsbedrohung mit geringer Qualifikation zu einem Synonym verschmelzen (Castel\/D\u00f6rre 2009). Entsprechend wird in einer hohen Bildung das wirksamste Palliativ gegen diese Tendenzen gesehen. Dies ist nach wie vor zutreffend und hat sich seit den 1980er Jahren im Kern nicht ver\u00e4ndert (M\u00fcller 1998, Hillmert 2010). Dennoch haben HochschulabsolventInnen der verschiedensten Fachrichtungen seit den 1990er Jahren vermehrt mit Berufseinstiegsproblemen zu k\u00e4mpfen. F\u00fcr die Kohorte ab dem Geburtsjahrgang 1970 ist der Einstieg ins Erwerbsleben \u00fcber Praktika, Gelegenheitsjobs oder befristete Besch\u00e4ftigung inzwischen ,normal&#8216; geworden (Hillmert 2010). Entsprechend sind seit den 1990er Jahren &#8222;wachsende Gruppen der gut ausgebildeten sozialen Mitte&#8220; (Vester et al. 2001:83) von einem prek\u00e4ren Wohlstand betroffen und nicht mehr nur jene, die sich durch eine &#8222;extreme sozio\u00f6konomische Unterversorgung&#8220; (Gei\u00dfler 2002:245) auszeichnen. Ist also eine hohe Bildung zwar auch heutzutage die beste ,individuelle Sozialversicherung&#8216;, scheint sich dennoch das Verh\u00e4ltnis von Bildung und sozio\u00f6konomischem Status seit einiger Zeit zumindest zu lockern.<\/p>\n<p>Im Folgenden werden wir den Fokus auf die loser werdende Bindung von Qualifikation und sozio\u00f6konomischem Status lenken. Dabei werden wir einerseits anhand von Sekund\u00e4rdaten auf disziplin\u00e4r sowie generationell differenzierte Amortisierungschancen von terti\u00e4ren Bildungsabschl\u00fcssen hinweisen, sowie auf Basis eigener empirischer Erhebungen aus einem laufenden, vom BMBF gef\u00f6rderten Forschungsprojekt \u00fcber Arbeitsverh\u00e4ltnisse in der Kommunikationsbranche[1] fragen, welche (Aufstiegs) Chancen hochqualifizierte QuereinsteigerInnen in der Kommunikationsbranche, die auf Grund ihrer schwachen Kodifizierung gemeinhin als Quereinsteigerfeld gilt, haben. Wir werden zeigen, dass eine hohe fachspezifische Ausbildung nicht notwendigerweise ein Statusgarant ist und weder \u00fcberdurchschnittliche Einkommen noch Karrierechancen garantiert. Insgesamt, so unser Argument, regiert in der Kommunikationsbranche eine Ungewissheit dar\u00fcber, in welcher Weise sich Bildungstitel amortisieren lassen. Gleichwohl ist sie ein attraktives Arbeitsfeld f\u00fcr Absolventen verschiedenster Fachrichtungen. Schlie\u00dflich res\u00fcmieren wir die Befunde dergestalt, dass insbesondere f\u00fcr Fachqualifizierte (nicht nur) der Berufseinstieg mit einer Prekarisierung auf hohem Niveau verkn\u00fcpft ist (Manske 2007), wobei im Folgenden der Terminus ,Verletzlichkeit der Soziallage&#8216; prim\u00e4r auf das Verh\u00e4ltnis von Qualifikation und sozio\u00f6konomischem Status bezogen wird.<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst wird ein Blick auf die berufliche Einstiegsphase von HochschulabsolventInnen verschiedener Fachrichtungen geworfen, um die Soziallage von Besch\u00e4ftigten in der Kommunikationsbranche gesellschaftlich einzuordnen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"zum-verhaeltnis-von-qualifikation-und-statussicherheit\">Zum Verh&auml;ltnis von Quali&shy;fi&shy;ka&shy;tion und Status(sicherheit)<\/span><\/h2>\n<p>Relativ gesehen, haben sich die Platzierungschancen von HochschulabsolventInnen in den 1990er Jahren verbessert, w\u00e4hrend parallel dazu eine Entwertung der unteren Bildungsabschl\u00fcsse stattgefunden hat (Baethge 2007:15, Pollmann-Schult 2006:173). Allerdings sind die Verwertungschancen von Bildung heterogener geworden: &#8222;Nicht jeder und jede erreicht mit einem akademischen Studium eine glanzvolle berufliche Karriere&#8220; (M\u00fcller 1998:97). Vielmehr zeigen sich bei den Amortisierungschancen von terti\u00e4rer Bildung generationelle sowie disziplin\u00e4re Differenzierungslinien. Besonders deutlich schlagen sie sich in der Phase des Berufseinstiegs nieder.<\/p>\n<p>So weist die Lebensverlaufsstudie von Hillmert (2010) nach, dass rund 15 Prozent der ersten Arbeitsverh\u00e4ltnisse der Geburtenjahrg\u00e4nge ab Mitte der 1960er Jahre von Befristung betroffen sind (Hillmert 2010). Trifft dies bereits f\u00fcr die Geburtenjahrg\u00e4nge ab 1964 zu (Pollmann-Schult 2006), ist der Einstieg in den Arbeitsmarkt \u00fcber befristete Arbeitsverh\u00e4ltnisse oder Praktika f\u00fcr die Kohorte ab Geburtsjahrgang 1970 inzwischen gar ,normal&#8216; geworden. Laut HIS-Absolventenstudie von 2005 spielen Praktika und Volontariate f\u00fcr AbsolventInnen der Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaften sowie Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften eine besondere Rolle (Briedis 2007:116). Befristete Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse gewinnen somit f\u00fcr den hochqualifizierten Arbeitsmarkt als Quellen m\u00f6glicher Statusunsicherheit an Bedeutung (Hillmert 2010:49). Wenngleich auch WirtschaftswissenschaftlerInnen am Beginn ihrer Karriere zunehmend fachnahe Praktika absolvieren, gestaltet sich der Einstieg von Sozial- und GeisteswissenschaftlerInnen[2] ins Erwerbsleben im Vergleich besonders schwierig; sie m\u00fcssen nach dem Studium vergleichsweise lange Durststrecken z. B. in fachfremden Gelegenheitsjobs \u00fcberbr\u00fccken und m\u00fcnden unterdurchschnittlich h\u00e4ufig in so genannte Normalarbeitsverh\u00e4ltnisse ein (Burkhardt et al. 2000). W\u00e4hrend die H\u00e4lfte aller Ingenieure bereits vier Monate nach Studienende ein abh\u00e4ngiges Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis aufgenommen hat und nach zwei Jahren nahezu 90 Prozent der Absolventen in regul\u00e4rer Besch\u00e4ftigung sind, trifft dies nur f\u00fcr 20 Prozent der Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen zu (Haak\/Rasner 2009:1). So sind auch zwei Jahre nach Studienabschluss 80 Prozent aller Sozial- und GeisteswissenschaftlerInnen in so genannten atypischen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen t\u00e4tig.[3] Diese Unwucht zeigt sich auch in den Einkommensverh\u00e4ltnissen: Das h\u00f6chste Einstiegsjahresgehalt unter den Universit\u00e4tsabsolventen erzielen Wirtschaftsingenieure und Humanmediziner mit ca. 41.000 Euro Brutto im Jahr. Ingenieure der Elektrotechnik erzielen ca. 38.000 und des Maschinenbaus 37.000 Euro Brutto. Sprach- und KulturwissenschaftlerInnen hingegen m\u00fcssen sich mit knapp 20.000 Euro Bruttojahresgehalt begn\u00fcgen (Briedis 2007:208).<\/p>\n<p>Das Verh\u00e4ltnis von Qualifikation und Status(sicherheit) unterscheidet sich bei Sozial- und GeisteswissenschaftlerInnen von jenem der Ingenieur- und WirtschaftswissenschaftlerInnen also in mehrfacher Hinsicht. Geistes- und sozialwissenschaftliche Studienf\u00e4cher sind mit vergleichsweise unscharf konturierten Berufsbildern verkn\u00fcpft, die Absolventen fassen vergleichsweise schwer Tritt am Arbeitsmarkt, m\u00fcnden h\u00e4ufiger \u00fcber Praktika oder erst nach wechselnden oder parallelen Honorarjobs und Kurzzeitbesch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen in den ersten Arbeitsmarkt ein und erzielen im Durchschnitt einen geringeren Verdienst. Zudem m\u00fcssen die im Studium erworbenen Kompetenzen nach dem Studienabschluss \u00fcber Zusatzqualifikationen geb\u00fcndelt und in ein pers\u00f6nliches Berufsbild \u00fcbersetzt werden (vgl. Bundesagentur f\u00fcr Arbeit 2006). Die Erwerbsverl\u00e4ufe unterliegen einer starken Verzeitlichung und insgesamt einer vergleichsweiseausgepr\u00e4gten Ungewissheit. Kommen in den \u00dcbergangsverl\u00e4ufen somit einerseits disziplin\u00e4r differenzierte Anerkennungsverh\u00e4ltnisse zum Tragen, zeichnen sich darin ebenfalls unterschiedliche institutionelle Ordnungen und Zeitlogiken der Arbeitsm\u00e4rkte f\u00fcr AkademikerInnen ab.[4] So lassen sich neben den klassischen sozialstrukturellen Differenzierungen und sozialen Ungleichheiten Hillmert (2010) zufolge neue Flexibilisierungen und soziale Vulnerabilit\u00e4ten am Arbeitsmarkt ausmachen, &#8222;die tendenziell alle Schichten betrifft&#8220; (ebd.:54).<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Befunde von Haak\/Rasner (2009) ist jedoch hinzuzuf\u00fcgen, dass innerhalb der Hochschulabsolventen die Gruppe der Sozial- und GeisteswissenschaftlerInnen besonders &#8218;verletzlich&#8216; ist, weil sie mit vergleichsweise gro\u00dfen Unsicherheitenkonfrontiert ist und in der Regel nach dem Studienabschluss einen schwierigeren \u00dcbergangsprozess und eine geringere Belohnung ihres Studiums im Hinblick auf Einkommen und Berufsrang erleben. Insofern spiegeln die strukturell unsicheren Arbeitsm\u00e4rkte f\u00fcr Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen aktuelle arbeitsmarktpolitische Tendenzen wider, da befristete Arbeitsvertr\u00e4ge seit den 1980er Jahren deutlich zugenommen haben und sich seit den 1990er Jahren in einer signifikanten Zunahme prek\u00e4rer Lebenslagen \u00e4u\u00dfern (Baethge\/Bartelheimer 2005).<\/p>\n<p>Dennoch hat sich am l\u00e4ngerfristigen &#8222;Ertrag&#8220; gerade einer h\u00f6heren, akademischen Ausbildung im Sinne des Schutzes vor Arbeitslosigkeit und des Erreichens h\u00f6herer beruflicher Positionen seit den 1980er Jahren nur wenig ge\u00e4ndert; auch Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen erreichen nach ca. 5 Jahren eine vergleichsweise gefestigte Position, wenngleich meist finanziell auf einem niedrigeren Niveau und in strukturell anderen und unsichereren Besch\u00e4ftigungsformen als Absolventen der Ingenieurs- und Wirtschaftsstudieng\u00e4nge (vgl. Burkhardt et al. 2000).<\/p>\n<p>Allerdings belegen Absolventenstudien ebenso, dass Geistes-, Sozial- und KulturwissenschaftlerInnen ein hochflexibles Arbeitsmarktverhalten entwickeln und im R\u00fcckblick ihr Studium positiv bewerten; gerade der offene Berufsbezug in den Geistes- und Sozialwissenschaften bereite sie auch mental auf die \u00dcbernahme von unsicheren beruflichen Positionen vor, zumal f\u00fcr die Mehrheit die Art der T\u00e4tigkeit und der Arbeitsinhalte zentral und das Einkommen oder die Karriere sekund\u00e4r sei (Schomburg 2000: 64). Diese, von einer normativen Subjektivierung von Arbeit gepr\u00e4gte Einstellung vertreten besonders deutlich jene Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen, die sich auf Kulturarbeitsm\u00e4rkten respektive ihrer erweiterten Form der Kreativarbeitsm\u00e4rkte verdingen und diese als Arbeitsmarktnische nutzen (Manske\/Merkel 2008).[5] Befragt nach den Gr\u00fcnden f\u00fcr eine T\u00e4tigkeit in der Kreativwirtschaft gibt die Mehrheit an, dass sie die Inhalte ihrer Arbeit und ihre Arbeitszeit selber bestimmen wollen. Ein Drittel lehnt eine angestellte T\u00e4tigkeit ab (Enquete-Bericht ,Kultur in Deutschland&#8216; 2007:294). Die Arbeitsmarktflexibilit\u00e4t der Akteure korrespondiert insofern mit den Strukturbedingungen der Kultur- und Kreativwirtschaft, als diese sich durch eine Projektorientierung auszeichnen, welche sich sowohl strukturell als auch konjunkturell bedingt stetig versch\u00e4rft.<\/p>\n<p>Wenngleich also empirische Untersuchungen eine gewisse \u00dcbereinstimmung von Strukturbedingungen und mentalen Dispositionen von Geistes-, Sozial- und KulturwissenschaftlerInnen belegen, ist ihre Soziallage insbesondere in den ersten Berufsjahren sozial \u00e4u\u00dferst verletzlich. Wie sich diese soziale Vulnerabilit\u00e4t in der Kommunikationsbranche darstellt, ist Gegenstand des folgenden Abschnitts.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"qualifikationsprofile-und-einkommen-in-der-kommunikationsbranche\">Quali&shy;fi&shy;ka&shy;ti&shy;ons&shy;pro&shy;file und Einkommen in der Kommu&shy;ni&shy;ka&shy;ti&shy;ons&shy;branche <\/span><\/h2>\n<p>Die Kommunikationsbranche[6] ist entgegen der (Alltags)Annahme in weiten Teilen akademisiert und von fachspezifischen Qualifikationen gepr\u00e4gt. Allerdings handelt es sich bei den unterschiedlichen T\u00e4tigkeiten dieses Berufsfeldes, z. B. Design nicht um gesch\u00fctzte Berufe, sodass die Barrieren f\u00fcr den Marktzugang niedrig sind und die Berufsaus\u00fcbung somit auch f\u00fcr QuereinsteigerInnen m\u00f6glich ist (Henninger\/Mayer-Ahuja 2005:42). Trotzdem verf\u00fcgt mit 65 Prozent mehr als die H\u00e4lfte der Besch\u00e4ftigten \u00fcber eine akademische Qualifikation. Dieser Wert liegt weit \u00fcber dem vom statistischen Bundesamt ermittelten Anteil von 19 Prozent in der Bev\u00f6lkerung mit Hochschulabschluss in der f\u00fcr dieses Berufsfeld besonders relevanten Altersgruppe der 30-bis unter 40-J\u00e4hrigen (Kr\u00fcger-Hemmerer 2008:70).[7] Ein akademischer Abschluss sei in der Kommunikationsbranche &#8222;schon der Regelabschluss (&#8230;). Diejenigen, die quer reingekommen, sind aus benachbarten Gebieten (wie bspw. Architekten, Innenarchitekten, Anm. Autor in.)&#8220;, wie ein befragter Experte betont (vgl. Interview Vorsitzender des Bundes deutscher Kommunikationsdesigner (BDG) E3[8]). Auch die QuereinsteigerInnen stammen folglich aus eher akademisch gepr\u00e4gten Berufsfeldern und verf\u00fcgen daher \u00fcber einen akademischen Abschluss.<\/p>\n<p>Dennoch zeigen die Daten, dass die erzielten Einkommen unterdurchschnittlich sowie der Erwerbsstatus von Kommunikationsdesignern mehrheitlich sozial verletzlich ist &#8211; und zwar sowohl von Berufseinsteigern als auch von Kommunikationsdesignern mit mehreren Jahren Berufserfahrung. &#8222;Gemessen an dem hohen Ausbildungsstand, verdient eigentlich ein gro\u00dfer Teil lachhaft wenig&#8220;, so sch\u00e4tzt ein von uns befragter Branchenexperte das Verh\u00e4ltnis von Qualifikation und Status ein (Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Kommunikationsdesigner (BDG) 2010 E3). Diese Einsch\u00e4tzung wird differenziert durch eine vom BDG durchgef\u00fchrte Erhebung unter selbst\u00e4ndigen Berufsanf\u00e4ngern in der Designwirtschaft. Demnach verf\u00fcgen 19 Prozent der Befragten \u00fcber ein Netto-Einkommen von unter 1000 Euro im Monat, ein gutes Drittel (31,3 Prozent) verdient zwischen 14.000 und 25.000 Euro im Jahr. Ein Viertel (26,3 Prozent) kann ein Netto-Einkommen zwischen 25.000 und 50.000 Euro im Jahr realisieren. Die H\u00e4lfte der Befragten erzielt durch ihre selbst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit im Vergleich zu den 16.000 Euro Netto, die deutsche Angestellte aller Branchen im bundesdeutschen Durchschnitt verdienen, somit ein geringes bis mittleres Einkommen (vgl. Statistisches Bundesamt 2006:114).<\/p>\n<p>Jedoch liegen diese Einkommen teilweise deutlich unter dem in Deutschland verf\u00fcgbaren durchschnittlichen \u00c4quivalenzeinkommen von 1542 (Median) Euro im Jahr 2007 (Grabka\/Frick 2010:4). Zwanzig Prozent der Befragten erzielen sogar ein Einkommen, das der f\u00fcr einen Ein-Personen-Haushalt ermittelten statistischen Armutsgrenze von 925 Euro (ebd.) entspricht. So gaben dementsprechend 20 Prozent in der BDG-Befragung an, nicht von ihren Eink\u00fcnften leben zu k\u00f6nnen.[9] Das durchschnittliche monatliche Netto-Einkommen von angestellten DesignerInnen liegt mit 900 bis 1800 Euro (Kulturwirtschaft in Berlin 2008:96) monatlich und mit einem Jahreseinkommen zwischen 14.000-25.000 Euro (B\u00fcning 2009:14) ungef\u00e4hr in dem Bereich, den Absolventen der Sprach- und Kulturwissenschaften erzielen &#8211; allerdings differenzieren die Daten zu angestellten Designern nicht nach der Berufserfahrung. Unsere eigenen qualitativen Befunde sprechen daf\u00fcr, dass beispielsweise ein Senior Designer ohne F\u00fchrungskraftaufgaben, aber mit langj\u00e4hriger Berufserfahrung in einer renommierten Agentur ein Bruttojahresgehalt von 40.000 Euro nicht \u00fcberschreitet. Zudem befindet sich etwa ein Drittel der DesignerInnen in wechselnden Erwerbsformen und ist entweder sequenziell oder zeitgleich freiberuflich und abh\u00e4ngig besch\u00e4ftigt (vgl. Krause 2010). Wechselnde oder parallele Honorarjobs und Kurzzeitbesch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse sind hier folglich kein Berufseinsteigerproblem &#8211; wie oben f\u00fcr Absolventen verschiedener Fachrichtungen geschildert, sondern vielmehr ein genuines Kennzeichen der Arbeitsverh\u00e4ltnisse in der Kommunikationsbranche. Was die soziale Absicherung betrifft, sind Designer in das deutsche Sozialversicherungssystem \u00fcber die K\u00fcnstlersozialkasse ohnehin nur marginal eingebunden. Erschwerend kommen die sich ausbreitenden Erwerbsmischformen hinzu. Sie versperren den Besch\u00e4ftigten h\u00e4ufig den Zugang in die K\u00fcnstlersozialversicherung (KSK), weil sie in verschiedenen Erwerbsformen besch\u00e4ftigt sind oder weil sie zus\u00e4tzliche Einnahmen durch nicht-k\u00fcnstlerische T\u00e4tigkeiten haben und deshalb von der KSK nicht als K\u00fcnstler anerkannt werden.[10] So ist laut BDG nur etwa jeder dritte selbst\u00e4ndige Designer (36 Prozent) bei der KSK versichert, w\u00e4hrend demnach zwei Drittel der Befragten auf private Absicherungsformen angewiesen sind (B\u00fcning 2009:14).<\/p>\n<p>Die Kommunikationsbranche ist kurz gefasst von der soziodemografischen Zusammensetzung her hochgebildet, jung, unterbezahlt und hat einen unsicheren, da dauerhaft diskontinuierlichen Erwerbsstatus inne.[11]<\/p>\n<p>Die soziodemografischen Verh\u00e4ltnisse korrespondieren mit den strukturellen Gegebenheiten. Die Kommunikationsbranche ist ein hoch dynamisches Erwerbsfeld. Auf Grund sich wandelnder Berufsprofile, technischer Innovationen, organisationaler Restrukturierungen bei gleichzeitig im traditionell betrieblichen Sinne schwach institutionalisierten und regulierten Unternehmensstrukturen und einem \u00e4u\u00dferst volatilen Marktumfeld ist die Kommunikationsbranche seit den 1980er Jahren einem st\u00e4ndigen Wandel unterworfen (Koppetsch 2006, Hellmann 2003, Schierl 2002). Auch die Anzahl und Qualit\u00e4t der Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse unterliegt seitdem einem st\u00e4ndigen Auf und Ab. Insbesondere der New-Economy-Crash zu Beginn des Jahrtausends sowie die Finanzmarktkrise im Jahr 2008 hatten besch\u00e4ftigungspolitische Folgen. Beide konjunkturellen Einbr\u00fcche m\u00fcndeten in eine Diversifizierung und Prekarisierung der Arbeitsverh\u00e4ltnisse. Das Verh\u00e4ltnis zwischen Umsatzzahlen und Besch\u00e4ftigtenentwicklung deutet darauf hin, dass beide Konjunkturkrisen zu einem strukturellen Umbau der Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse genutzt wurden. Seitdem ist die sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung insgesamt r\u00fcckl\u00e4ufig, w\u00e4hrend freie und geringf\u00fcgige Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse gewachsen sind. Wenngleich mit dem neuerlichen Boom zwischen 2003 und 2008 die Anzahl sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigter wieder angestiegen ist, zeigt sich der Trend zur Diversifizierung der Besch\u00e4ftigungsstrukturen beispielsweise an dem steigenden Umsatz von Kleinstunternehmen[12] in der Branche (vgl. BMWi-Report 2009:116). Im Jahr 2006 erwirtschafteten diese fast ein Drittel des gesamten Umsatzes (ebd.:116).<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber sind seit dem New-Economy-Crash im Jahre 2002 und nach einer anf\u00e4nglich langsamen Erholungsphase die Ums\u00e4tze zwischen 2003 und 2008 der Werbebranche im bundesdeutschen Schnitt um 19 Prozent angestiegen (BMWi-Report 2009). Ebenso stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen um 4 Prozent auf 151.700 an (ebd.). Im Teilmarkt Designwirtschaft sind die Umsatz- und Besch\u00e4ftigungszahlen noch st\u00e4rker gestiegen: Im gleichen Zeitraum verbuchten sie ein Umsatzplus von 53 Prozent. Die Besch\u00e4ftigung stieg jedoch nur um 13 Prozent auf 132.400 Erwerbst\u00e4tige.<\/p>\n<p>Ist die Kommunikationsbranche in den vergangenen zehn Jahren, so zeigen die Daten, einerseits von einem zwar stark konjunkturabh\u00e4ngigen, aber zugleich \u00fcberproportionalem wirtschaftlichem Wachstum gekennzeichnet, werden die Zuw\u00e4chse andererseits kaum an die Besch\u00e4ftigten weitergegeben. Die im Verlauf der beiden Krisen vorgenommenen Besch\u00e4ftigungsr\u00fcckbauten wurden im Zuge der sich anschlie\u00dfenden Prosperit\u00e4tsphasen nicht wettgemacht. Im Gegenteil wird infolge der Personalreduktionen und durch die Entstehung von Kleinstunternehmen sowie durch den Anstieg der Alleinunternehmerzahlen ein fortw\u00e4hrender Lohndruck erzeugt. Die Entwicklung der Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse verl\u00e4uft somit kontr\u00e4r zu der wirtschaftlichen Entwicklung in der Branche. Zudem zeichnen sich in der Kommunikationsbranche Professionalisierungsprozesse ab, die auf eine Entwertung fachspezifischer Qualifikationen hinweisen sowie darauf, dass in dieser Branche eine Art ,gl\u00e4serne Decke&#8216; existiert, welche die Aufstiegskan\u00e4le einerseits verengt, w\u00e4hrend sich andererseits Einfallstore f\u00fcr QuereinsteigerInnen fachfremder Ausbildungsrichtungen \u00f6ffnen. Ursache hierf\u00fcr sind laut Expertenaussage brancheninterne, strukturelle Schlie\u00dfungsmechanismen. Sie f\u00fchren dazu, dass F\u00fchrungspositionen vermehrt mit Absolventen anderer Studienrichtungen besetzt werden. Es werden &#8222;in der Regel [&#8230;] die Spitzenpositionen von Nichtdesignern besetzt.&#8220;. Die hohen Positionen, vorwiegend mit Kundenkontakt, w\u00fcrden nach Einsch\u00e4tzung der befragten Experten meist durch JuristInnen, PublizistInnen und Kaufleute besetzt, welche aufgrund ihrer fundierten \u00f6konomischen und rhetorischen Qualifikation f\u00fcr hochrangige und entsprechend h\u00f6her dotierte Positionen besser geeignet seien. Eine befragte Fachjournalistin schildert diesen Sachverhalt als Seniorit\u00e4ts Problem unter knallharten Wettbewerbsbedingungen: da auf Kundenseite &#8222;Juristen und Controller am Verhandlungstisch sitzen, dann kannst du auf Werberseite nicht jemanden hin setzen, der mit 25 denkt, er wei\u00df, wie sich die Welt versteht.&#8220; (Fachjournalistin, E 5).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"fazit-soziale-verletzlichkeit-als-strukturelles-merkmal\">Fazit: Soziale Verletz&shy;lich&shy;keit als struk&shy;tu&shy;relles Merkmal <\/span><\/h2>\n<p>Angesichts der hohen Rate von hoch qualifizierten Erwerbst\u00e4tigen in dem Feld zeugen die hier beschriebenen Ergebnisse von einem durch prek\u00e4re Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse gepr\u00e4gten Erwerbsfeld. Das Verh\u00e4ltnis von Qualifikation und sozio\u00f6konomischem Status ver\u00e4ndert sich auf gesamtgesellschaftlicher Ebene dergestalt, dass hohe Bildungsabschl\u00fcsse nicht zwangsl\u00e4ufig zu stabilen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen mit gesicherten Erwerbseinkommen f\u00fchren. Dies betrifft umso mehr die nach 1970 Geborenen, die sich in zunehmendem Ma\u00dfe mit einer flexibilisierten Arbeitsmarktwelt konfrontiert sehen. Ihnen gelingt der Berufseinstieg nur in seltenen F\u00e4llen ohne den Umweg \u00fcber Praktika, Werkvertr\u00e4ge und befristete Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse. Die Berufsaussichten sind zwar grunds\u00e4tzlich f\u00fcr alle Hochschulabsolventen als positiv einzustufen, jedoch ergeben sich starke fachspezifische Disparit\u00e4ten bei der Art und Stabilit\u00e4t der Erwerbsverh\u00e4ltnisse und den Einstiegsgeh\u00e4ltern. Besonders Absolventen von geistes- und sozialwissenschaftlichen F\u00e4chern haben es deutlich schwerer, in stabile Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse zu gelangen. Zudem sind ihre Einkommensaussichten in der Regel schlechter als die von Ingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern. Dennoch ist bei aller Differenziertheit und trotz der zu konstatierenden Berufseinstiegsprobleme ein Hochschulstudium nach wie vor ein gewisser Statusgarant. So sind gegenl\u00e4ufige Tendenzen zu verzeichnen; w\u00e4hrend auf der einen Seite insbesondere terti\u00e4re Bildungsabschl\u00fcsse eine zunehmende Bedeutung f\u00fcr die soziale Integration haben, zeichnen sich andererseits Entwicklungen ab, die auf eine Prekarisierung trotz hoher Bildungsniveaus hinweisen. Offenbar hei\u00dft &#8222;prek\u00e4r&#8220; nicht automatisch &#8222;schlecht qualifiziert&#8220; und &#8222;sozial marginalisiert&#8220; (vgl. Leicht\/Philipp 2005). Denn in der Kommunikationsbranche ist die Lage zugespitzter. Eine terti\u00e4re Ausbildung ist in diesem Feld eher ein bedingter Statusgarant.<\/p>\n<p>Vielmehr stellt sich die Kommunikationsbranche als ein zunehmend von prek\u00e4ren Erwerbsstrukturen gepr\u00e4gtes Branchenfeld dar, das im gleichen Zug einen hohen Anteil an hoch qualifizierten Besch\u00e4ftigten aufweist. Dabei ist die feldinterne Besch\u00e4ftigungslogik in der Kommunikationsbranche eng mit den konjunkturellen und brancheninternen Arbeitsstrukturen verkn\u00fcpft. Fluktuierende Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse sind ein signifikantes Merkmal der Kommunikationsbranche. Dies h\u00e4ngt wesentlich mit den gering institutionalisierten Arbeitsorganisationen wie den flachen Hierarchien und den daraus resultierenden geringen Aufstiegsm\u00f6glichkeiten zusammen. Ein Einkommenszuwachs ist meist an einen Wechsel des Arbeitgebers gebunden, oder ist h\u00e4ufig mit der Hoffnung verkn\u00fcpft, als Ein-Personen-Unternehmen nicht nur einen h\u00f6heren Freiheitsgrad, sondern auch h\u00f6here Einkommen zu erzielen. So scheint die strukturelle Verfasstheit ebenso mit mentalen Dispositionen zu korrespondieren und in gewissem Sinne der von Bourdieu beschriebenen Feld-Habitus-Kumpanei zu entsprechen (vgl. Koppetsch 2006). Koppetsch etwa beschreibt in ihrer Studie \u00fcber den ,Ethos von Kreativen&#8216;, dass je offener und vielseitiger das individuelle Qualifikationsprofil sei, desto h\u00f6her sch\u00e4tzen die Besch\u00e4ftigten ihre Chancen ein, in noch interessanteren Projekten arbeiten und im Falle eines Wechsels bessere Geh\u00e4lter und Arbeitsbedingungen verlangen zu k\u00f6nnen (ebd.:160). Die oben erw\u00e4hnte hohe Arbeitsmarkt-Flexibilit\u00e4t von Sozial- und GeisteswissenschaftlerInnen ist demnach in der Kommunikationsbranche eine substanzielle Ressource, um sich in diesem Feld behaupten zu k\u00f6nnen &#8211; eine sichere sozio\u00f6konomische Basis garantiert sie indes nicht.<\/p>\n<p>Gleichzeitig korrespondiert die Versch\u00e4rfung der Besch\u00e4ftigungssituation durch Krisen mit einem zunehmenden, internen Professionalisierungsdruck, der nicht zuletzt durch die Akademisierung der Branche und durch die zunehmende Einrichtung von fachspezifischen Studieng\u00e4ngen transportiert wird (Henninger\/Mayer-Ahuja 2005:41). Unsere eigenen Daten n\u00e4hren zudem die Vermutung, dass das Feld nicht nur einer Verberuflichung unterliegt, sondern dass in dem Feld Professionalisierungsprozesse ablaufen, die zu einer teilweisen Entwertung von fachspezifischen Qualifikationen f\u00fchren. Wie gezeigt, verbessert sich die Besch\u00e4ftigungs- und Gehaltssituation auch in wirtschaftlichen Erholungsphasen nur mehr unwesentlich und f\u00e4llt im Gegensatz zu den extrem steigenden Branchenums\u00e4tzen gering aus. W\u00e4hrend zu Zeiten des New-Economy-Hypes noch von &#8222;m\u00e4rchenhaften Besch\u00e4ftigungschancen&#8220; (Henninger\/Mayer-Ahuja 2005:45) in der Kommunikationsbranche gesprochen werden konnte, kann davon im Jahr 2010 und nach der Finanzkrise des Jahres 2008 keine Rede mehr sein.<\/p>\n<p>[1] Es handelt sich um einen vom BMBF gef\u00f6rderten Forschungsverbund zwischen der FSU Jena und der HU Berlin zum &#8222;Wertsch\u00f6pfungssystem Automobil&#8220;. Die Autorin verantwortet darin ein autonomes Teilprojekt zum Thema &#8222;Arbeit in der Kommunikationsbranche&#8220;. Norman Ludwig ist studentischer Mitarbeiter. Die Laufzeit des Projekts ist von Oktober 2009-April 2013.<\/p>\n<p>[2] Als Geisteswissenschaften werden hier die Studienf\u00e4cher verstanden, die in der Systematik des Statistischen Bundesamtes zur F\u00e4chergruppe der &#8222;Sprach- und Kulturwissenschaften&#8220; zusammengefasst sind (vgl. Bundesagentur f\u00fcr Arbeit 2006, Schomburg 2000:65, in: Burkhardt et al.).<\/p>\n<p>[3] Dieses Verh\u00e4ltnis zeigt nebenbei, dass die industriegesellschaftlich gepr\u00e4gte Differenzierung nach &#8222;typisch&#8220; bzw. &#8222;regul\u00e4r&#8220; versus &#8222;atypisch&#8220; eine \u00fcberkommene Kategorie des Industrialismus (Baethge 2001) ist, welche die aktuellen empirischen Verh\u00e4ltnisse nicht mehr trennscharf abzubilden vermag und insofern nur mehr in historisierender Absicht verwandt werden sollte.<\/p>\n<p>[4] Vgl. zum Begriff der institutionellen Ordnung z. B. Lessenich 2003.<\/p>\n<p>[5] Legt man die Definition einschl\u00e4giger Untersuchungen zur Kultur- und Kreativwirtschaft zugrunde (z. B. Enquete-Bericht ,Kultur in Deutschland&#8216; 2007), so wird ersichtlich, dass viele Kreative einen geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Bildungshintergrund haben (Mundelius 2009), und dass die Kultur- und Kreativwirtschaft f\u00fcr diese sozialen Gruppen eine Arbeitsmarktnische darstellt (Haak\/Schmid 2001). Zur Unterscheidung von Kultur-und Kreativberufen s. Mundelius 2009.<\/p>\n<p>[6] &#8218;Kommunikationsbranche&#8216; wird hier analog zu den verschiedenen Kulturwirtschaftsberichten (vgl. BMWi-Bericht 2009, Kulturwirtschaftsbericht Berlin 2008) als Oberbegriff f\u00fcr die Besch\u00e4ftigungsfelder &#8218;Kommunikationsdesign&#8216;, &#8218;Produktdesign&#8216;, &#8218;Modedesign&#8216; verwendet. Unsere Erhebungen beziehen sich auf den Zweig &#8218;Kommunikationsdesign&#8216;.<\/p>\n<p>[7] Der Bundesdurchschnitt liegt sogar mit einem Anteil von 14 Prozent Bev\u00f6lkerung mit Hochschulabschluss noch weit darunter (Kr\u00fcger-Hemmer 2008:70).<\/p>\n<p>[8] Der Gro\u00dfbuchstabe und die anschlie\u00dfende Ziffer stehen f\u00fcr die Systematik der Interview-<br \/>Kennzeichnung.<\/p>\n<p>[9] Im Vergleich dazu sind im deutschen Durchschnitt 7,8 Prozent der Menschen mit Hochschulabschluss (vgl. Statistisches Bundesamt 2008:171) von Armut bedroht.<\/p>\n<p>[10] D. h. nur wer \u00fcber l\u00e4ngere Zeit sein Haupteinkommen aus einer selbstst\u00e4ndig-k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit erzielt, gilt als pflichtversichert. Wer z. B. als Urlaubsvertretung oder nebenbei in diesem Berufsfeld arbeitet, f\u00e4llt nicht unter das KSVG. Umgekehrt k\u00f6nnen K\u00fcnstlerInnen und PublizistInnen ein Nebeneinkommen aus einer nicht-k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit erzielen, solange dieses die Geringf\u00fcgigkeitsgrenze nicht \u00fcberschreitet. Verdient man mehr, so gilt die T\u00e4tigkeit mit h\u00f6herer wirtschaftlicher Bedeutung (Arbeitszeit und Verg\u00fctung) als ausschlaggebend.<\/p>\n<p>[11] Die Fr\u00fchjahrsumfrage von 2010 von Designerdock, eine in Berlin ans\u00e4ssige Personalvermittlungsagentur f\u00fcr die Kommunikationsbranche, best\u00e4tigt diesen Befund (Designer Dock 2010:1). Im Befragungszeitraum Februar 2010 haben per Online-Umfrage 556 Angestellte und freiberuflich T\u00e4tige (Selbst\u00e4ndige) an der Befragung teilgenommen. Demnach sind 57 Prozent der Befragten nicht \u00e4lter als 35 Jahre, 31 Prozent sind zwischen 36 und 45 Jahre alt, und nur 5 Prozent der Besch\u00e4ftigten sind zwischen 46 und 50 Jahre alt. Damit spiegelt auch diese Umfrage den relativ jungen Altersdurchschnitt der Branche wider.<\/p>\n<p>[12] In der Regel sind das Unternehmen mit weniger als zehn Besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur\">Literatur <\/span><\/h2>\n<p><i>Baethge, Martin <\/i>(2000): Der unendlich langsame Abschied vom Industrialismus und die Zukunft der Dienstleistungsbeschaftigung: in: WSI MITTEILUNGEN, Jg. 53, H. 3, S. 149-156.<\/p>\n<p><i>Baethge, Martin<\/i> (2007): Das deutsche Bildungs-Schisma: Welche Probleme ein vorindustrielles Bildungssystem in einer nachindustriellen Gesellschaft hat; in: Bildung-Lernen. Humanistische Ideale, gesellschaftliche Notwendigkeiten, wissenschaftliche Erkenntnisse. G\u00f6ttingen, S. 93-116.<\/p>\n<p><i>Baethge, Martin\/Bartelheimer, Peter<\/i> (2005): Deutschland im Umbruch Ergebnisse und Perspektiven des sozio\u00f6konomischen Berichtsansatzes; in: SOFI-Mitteilungen, Jg. 33 (2005), S. 17-29.<\/p>\n<p><i>BMWI Report<\/i> (2009): Kultur-und Kreativwirtschaft: Ermittlung der gemeinsamen charakteristischen Definitionselemente der heterogenen Teilbereiche der &#8222;Kulturwirtschaft&#8220; zur Bestimmung ihrer Perspektiven aus volkswirtschaftlicher Sicht; Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Technologie (Hg.). Berlin.<\/p>\n<p><i>Briedis, Kolja<\/i> (2007): \u00dcberg\u00e4nge und Erfahrungen nach dem Hochschulabschluss; in: Bundesministeriums f\u00fcr Bildung und Forschung (Hg.): Ergebnisse der HIS-Absolventenbefragung des Jahrgangs 2005. HIS Hochschul-Informations-System GmbH, Hannover.<\/p>\n<p><i>Bundesagentur f\u00fcr Arbeit<\/i> (2006): Arbeitsmarkt Kompakt 2006 &#8211; Informationen f\u00fcr Arbeitnehmer: Geisteswissenschaftler; Bonn.<\/p>\n<p><i>B\u00fcning, Christian<\/i> (2009): Wie leben selbstst\u00e4ndige Designer nach dem Berufsstart? Dokumentation einer Umfrage.; Bund Deutscher Grafik-Designer e.V. (Hg.), Berlin, S. 1-19.<\/p>\n<p><i>Burkhardt, Anke, et. al.<\/i> (2000): Hochschulstudium und Beruf: Ergebnisse von Absolventenstudien; Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (Hg.). Bonn.<\/p>\n<p><i>Castel, Robert\/D\u00f6rre, Klaus <\/i>(2009): Prekarit\u00e4t, Abstieg, Ausgrenzung. Die soziale Frage am Beginn des 21. Jhds. Frankfurt\/New York.<\/p>\n<p><i>Designer Dock <\/i>(2010): Gro\u00dfe DESIGNERDOCK-Umfrage unter mehr als 550 Besch\u00e4ftigten der Branche. Pressemitteilung vom 03.03.2010. Berlin.<\/p>\n<p><i>Deutscher Bundestag<\/i> (2007): Schlussbericht der Enquete-Kommission &#8222;Kultur in Deutschland&#8220;. Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung (Hg.), Bonn.<\/p>\n<p><i>Gei\u00dfler, Rainer <\/i>(2002): Die Sozialstruktur Deutschlands die gesellschaftliche Entwicklung vor und nach der Vereinigung. Wiesbaden.<\/p>\n<p><i>Grabka, Markus M.\/Frick, Joachim R.<\/i> (2010): Weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland: Kinder und junge Erwachsene sind besonders betroffen; in: Wochenbericht des DIW Berlin, Jg. 7, S. 2-11.<\/p>\n<p><i>Haak, Caroll\/Rasner, Anika <\/i>(2009): Search (f)or Work: Der \u00dcbergang vom Studium in den Beruf; in: KZfSS K\u00f6ner Zeitschrift f\u00fcr Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 61, H. 2, S. 235-258.<\/p>\n<p><i>Haak, Caroll\/Schmid, G\u00fcnther <\/i>(2001): Arbeitsm\u00e4rkte f\u00fcr K\u00fcnstler und Publizisten: Modelle der k\u00fcnftigen Arbeitswelt?; in: Leviathan, Jg. 29 H. 2, S. 156-178.<\/p>\n<p><i>Hellmann, Kai<\/i> (2003): Soziologie der Marke. Frankfurt am Main.<\/p>\n<p><i>Henninger, Annette\/Mayer-Ahuja, Nicole <\/i>(2005): Arbeit und Besch\u00e4ftigung in den Hamburger &#8222;Creative Industries&#8220;.; Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (Hg.), Wien.<\/p>\n<p><i>Hillmert, Steffen <\/i>(2010): &#8218;Neue Flexibilit\u00e4t! und klassische Ungleichheiten: Ausbildungs- und Berufsverl\u00e4ufe in Deutschland; in: Bolder, Axel, et. Al. (Hg.): Neue Lebenslaufregimes, neue Konzepte der Bildung Erwachsener?, Wiesbaden, S. 43-56.<\/p>\n<p><i>Konietzka, Dirk<\/i> (2002): Die soziale Differenzierung der \u00dcbergangsmuster in den Beruf; in: KZfSS K\u00f6lner Zeitschrift f\u00fcr Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 54 H. 4, S. 645-673.<\/p>\n<p><i>Koppetsch, Cornelia <\/i>(2006): Zwischen Disziplin und Expressivit\u00e4t. Zum Wandel beruflicher Identit\u00e4ten im neuen Kapitalismus. Das Beispiel der Werbeberufe; in: Berliner Journal Soziologie, Jg. 2(2006), S. 155-172.<\/p>\n<p><i>Kr\u00fcger-Hemmer, Christiane <\/i>(2008): Bildung &#8211; Kapitel 3 in: Statistisches Bundesamt (Hg.): Datenreport 2008-Ein Sozialbericht f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland, Wiesbaden, S. 49-80.<\/p>\n<p><i>Leicht, Ren\u00e9\/Philipp, Ralf <\/i>(2005): Die wachsende Bedeutung von Ein-Personen-Unternehmen in Deutschland: Wo und unter welchen Bedingungen arbeiten Selbst\u00e4ndige zunehmend alleine in: Welter, Friederike (Hg.): Dynamik im Unternehmenssektor: Theorie, Empirie und Politik. Berlin, S. 31-154.<\/p>\n<p><i>Lessenich, Stephan<\/i> (2003): Dynamischer Immobilismus Kontinuit\u00e4t und Wandel im deutschen Sozialmodell. Frankfurt.<\/p>\n<p><i>Manske, Alexandra<\/i> (2007): Prekarisierung auf hohem Niveau : eine Feldstudie \u00fcber Alleinunternehmer in der IT-Branche. M\u00fcnchen.<\/p>\n<p><i>Manske, Alexandra\/Merkel, Janet <\/i>(2008): Kreative in Berlin. Eine Untersuchung zum Thema &#8222;GeisteswissenschaftlerInnen in der Kultur- und Kreativwirtschaft&#8220;, in: Discussion Paper SP III 2008401, Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung.<\/p>\n<p><i>M\u00fcller, Walter <\/i>(1998): Erwartete und unerwartete Folgen der Bildungsexpansion; in: K\u00f6lner Zeitschrift f\u00fcr Soziologie und Sozialpsychologie Sonderhefte, Jg. 38, S. 80-113.<\/p>\n<p><i>Mundelius, Marco<\/i> (2009): Einkommen in der Berliner Kreativbranche: Angestellte K\u00fcnstler verdienen am besten; in: DIW Wochenbericht, Jg. 76, H. 9, S. 138-143.<\/p>\n<p><i>Pollmann-Schult, Matthias<\/i> (2006): Ver\u00e4nderung der Einkommensverteilung infolge von H\u00f6herqualifikationen; in: Hadjar, Andreas &amp; Becker, Rolf (Hg.): Die Bildungsexpansion &#8211; Erwartete und unerwartete Folgen. Wiesbaden, S. 157-176.<\/p>\n<p><i>Schierl, Thomas<\/i> (2002): Der Werbeprozess aus organisationsorientierter Perspektive;in: Willems, Herbert (Hg.): Die Gesellschaft der Werbung. Kontexte und Texte. Produktionen und Rezeptionen. Entwicklungen und Perspektiven. Opladen, S. 429-443).<\/p>\n<p><i>Senat von Berlin <\/i>(2008): Kulturwirtschaft in Berlin -Entwicklungen und Potenziale. Berlin.<\/p>\n<p><i>Siegmund, Ilka<\/i> (2006): Ausbildung f\u00fcr die Medienwirtschaft; in: Medien und \u00d6konomie. in: Altmeppen Klaus-Dieter\/Karmasin Matthias (Hg.). Wiesbaden, S.169-192.<\/p>\n<p><i>Statistisches Bundesamt<\/i> (2006): Datenreport 2006-Zahlen und Fakten \u00fcber die Bundesrepublik Deutschland. Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung. Bonn.<\/p>\n<p><i>Vester, Michael et al. <\/i>(2001): Soziale Milieus im gesellschaftlichen Strukturwandel zwischen Integration und Ausgrenzung. Frankfurt am Main.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2196,2197],"publikationen":[2826],"class_list":["post-11822","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-alexandra-manske","autoren-norman-ludwig","publikationen-191-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Bildung als Statusgarant? - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/publikation\/bildung-als-statusgarant\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Bildung als Statusgarant? - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"\u00dcber die lose Verbindung zwischen Qualifikation und Status bei Hochqualifizierten, aus: vorg\u00e4nge Nr. 191, Heft 3\/2010, S. 92-101 \u00dcberg\u00e4nge in das Erwerbsleben sind in den vergangenen Jahrzehnten labiler, br\u00fcchiger und risikoreicher geworden. So belegen empirische Untersuchungen im dualen Systemeine strukturelle Differenzierung und berufsspezifische Unterschiede der \u00dcbergangsmuster (Konietzka 2002). F\u00fcr diese Verunsicherungen im Verh\u00e4ltnis von Besch\u00e4ftigungsform, [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/publikation\/bildung-als-statusgarant\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-08-24T19:54:10+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"22\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/191-vorgaenge\\\/publikation\\\/bildung-als-statusgarant\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/191-vorgaenge\\\/publikation\\\/bildung-als-statusgarant\\\/\",\"name\":\"Bildung als Statusgarant? - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2010-09-01T17:20:00+00:00\",\"dateModified\":\"2021-08-24T19:54:10+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/191-vorgaenge\\\/publikation\\\/bildung-als-statusgarant\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/191-vorgaenge\\\/publikation\\\/bildung-als-statusgarant\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/191-vorgaenge\\\/publikation\\\/bildung-als-statusgarant\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge 191: Wie wir arbeiten werden\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/191-vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Bildung als Statusgarant?\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Bildung als Statusgarant? - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/publikation\/bildung-als-statusgarant\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Bildung als Statusgarant? - Humanistische Union","og_description":"\u00dcber die lose Verbindung zwischen Qualifikation und Status bei Hochqualifizierten, aus: vorg\u00e4nge Nr. 191, Heft 3\/2010, S. 92-101 \u00dcberg\u00e4nge in das Erwerbsleben sind in den vergangenen Jahrzehnten labiler, br\u00fcchiger und risikoreicher geworden. So belegen empirische Untersuchungen im dualen Systemeine strukturelle Differenzierung und berufsspezifische Unterschiede der \u00dcbergangsmuster (Konietzka 2002). F\u00fcr diese Verunsicherungen im Verh\u00e4ltnis von Besch\u00e4ftigungsform, [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/publikation\/bildung-als-statusgarant\/","og_site_name":"Humanistische Union","article_modified_time":"2021-08-24T19:54:10+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"22\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/publikation\/bildung-als-statusgarant\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/publikation\/bildung-als-statusgarant\/","name":"Bildung als Statusgarant? - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"2010-09-01T17:20:00+00:00","dateModified":"2021-08-24T19:54:10+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/publikation\/bildung-als-statusgarant\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/publikation\/bildung-als-statusgarant\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/publikation\/bildung-als-statusgarant\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge 191: Wie wir arbeiten werden","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Bildung als Statusgarant?"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikation\/11822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/media?parent=11822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/categories?post=11822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/tags?post=11822"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/autoren?post=11822"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikationen?post=11822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}