{"id":11864,"date":"2006-12-01T09:25:00","date_gmt":"2006-12-01T08:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/fuer-ein-bedingungsloses-grundeinkommen\/"},"modified":"2021-08-30T15:39:51","modified_gmt":"2021-08-30T13:39:51","slug":"fuer-ein-bedingungsloses-grundeinkommen","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/176-vorgaenge\/publikation\/fuer-ein-bedingungsloses-grundeinkommen\/","title":{"rendered":"F\u00fcr ein bedingungsloses Grundeinkommen"},"content":{"rendered":"<p>Die Krise der Arbeitsgesellschaft erfordert eine neue Politik der Inklusion,<\/p>\n<p>aus: vorg&auml;nge Nr. 176 (Heft 4\/2006), S. 60-67<\/p>\n<p>Unsere Arbeitsgesellschaft befindet sich in einer paradoxen Situation. W&auml;hrend sich ihr Integrationsversprechen f&uuml;r immer weniger Menschen erf&uuml;llt, wird das Festhalten an der Integration durch Erwerbsarbeit politisch verzweifelt verteidigt. Wo millionenfach Arbeitspl&auml;tze fehlen werden Erwerbslose immer st&auml;rker unter Druck gesetzt, sich um Arbeit zu bem&uuml;hen. Erwerbst&auml;tige werden zu immer gr&ouml;&szlig;eren Konzessionen gen&ouml;tigt, um ihren Arbeitsplatz behalten zu k&ouml;nnen. Das klassische Normalarbeitsverh&auml;ltnis &ndash; abh&auml;ngige Vollzeitbesch&auml;ftigung f&uuml;r einen einzigen Arbeitgeber ohne zeitliche Befristung mit regelm&auml;&szlig;igen Arbeitszeiten, umfassenden gesetzlichen Schutz- und Teilhaberechten sowie Tarifleistungen &ndash; besitzt zwar nach wie vor f&uuml;r die Mehrheit der Erwerbst&auml;tigen G&uuml;ltigkeit. Es erodiert aber in rasantem Tempo und die Gruppe der Prek&auml;ren w&auml;chst. <br \/>Mittlerweile arbeiten weit &uuml;ber 6 Millionen Menschen in Deutschland zu Niedrigl&ouml;hnen, rund 10 Prozent aller Besch&auml;ftigten sind &bdquo;working poor&ldquo; &ndash; arbeitende Arme. Gut 32 Prozent arbeiten Teilzeit, gut vier Prozent oder 6,5 Mio. in geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen. Die Arbeitslosigkeit liegt noch immer bei knapp vier Million. 1,6 Millionen Menschen befinden sich in arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen &ndash; sind also nach wie vor erwerbslos, werden aber in der Statistik nicht mitgez&auml;hlt. Vom derzeitigen Sinken der offiziellen Arbeitslosenquote profitieren in erster Linie die kurzzeitig Erwerbslosen, an den Heerscharen der arbeitslosen Hartz IV-Bezieher geht der Aufschwung weitgehend vor&uuml;ber. Ihre Zahl liegt weiterhin bei knapp 2,7 Mio. Z&auml;hlt man ihre Familienangeh&ouml;rigen mit, sind es fast 7 Million Menschen, die in Deutschland von den Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende leben m&uuml;ssen. Die Zahl der Armen w&auml;chst rapide, Lohnspreizung und soziale Polarisierung nehmen zu. Da der deutsche Sozialstaat immer noch stark auf das m&auml;nnlich gepr&auml;gte Normalarbeitsverh&auml;ltnis ausgerichtet ist, verliert er gegen&uuml;ber den Gruppen, die dieser Normalit&auml;tsannahme nicht mehr entsprechen, zunehmend seine Schutzfunktion.<br \/>Arbeitslosigkeit und Prekarisierung f&uuml;hren zu Verunsicherung bis weit in die Mitte der Gesellschaft hinein. F&uuml;r die Betroffenen bedeuten sie h&auml;ufig Armut und Ausgrenzung von gesellschaftlicher Teilhabe und Anerkennung. Die Politik der letzten Jahre hat auf diese Krise vor allem mit Leistungsk&uuml;rzungen, der Deregulierung des Arbeitsmarktes und dem in den Hartz-Gesetzen formulierten Programm zur Aktivierung Erwerbsloser&nbsp; reagiert. Diese Ma&szlig;nahmen haben vor allem mehr Druck auf Arbeitslose entfaltet, sozialstaatliche und arbeitsrechtliche Standards unterh&ouml;hlt und die soziale Verunsicherung verst&auml;rkt, die Krise der deutschen Arbeitsgesellschaft haben sie nicht gel&ouml;st. Innerhalb des Arbeitsmarktes und au&szlig;erhalb leiden die Menschen millionenfach an dieser Krise. Wo die einen immer mehr Kontrollen, Schikanen und Sanktionen ausgesetzt sind und von staatlichen Leistungen leben m&uuml;ssen, die nicht geeignet sind, ein Leben in W&uuml;rde und gesellschaftliche Teilhabe zu gew&auml;hrleisten, steigt der Druck auf die, die noch Arbeit haben, immer mehr an. Sie werden erpressbar und zu immer gr&ouml;&szlig;eren Konzessionen hinsichtlich der Entlohnung und der Bedingungen, zu denen sie arbeiten, gen&ouml;tigt. Diese Entwicklungen gef&auml;hrden den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft und die Demokratie.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"das-grundeinkommen-als-ausweg-aus-der-krise-der-arbeitsgesellschaft\">Das Grund&shy;ein&shy;kommen als Ausweg aus der Krise der Arbeits&shy;ge&shy;sell&shy;schaft<\/span><\/h2>\n<p>W&auml;re es angesichts dieser Situation nicht vern&uuml;nftiger, der Staat zahlte allen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern ein bedingungsloses Grundeinkommen? Es w&uuml;rde die Menschen vom existenziellen Druck befreien, ihre Arbeitskraft am Markt verkaufen zu m&uuml;ssen, und gew&auml;hrte ihnen eine Existenzgrundlage, auf deren Basis sie selbst bestimmt t&auml;tig werden k&ouml;nnen. Ja, sagen die Bef&uuml;rworter dieser Idee, die aus so unterschiedlichen Spektren wie der Wissenschaft, der Erwerbslosen- und Armenbewegung, kirchlichen Verb&auml;nden sowie aus verschiedenen Parteien stammen und im Juli 2004 das deutsche Netzwerk Grundeinkommen (<a href=\"http:\/\/www.grundeinkommen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.grundeinkommen.de<\/a>) gegr&uuml;ndet haben, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens(1) in Gesellschaft und Politik zu bef&ouml;rdern. Sie wollen, dass jedem Mitglied der Gesellschaft ein Existenz sicherndes Grundeinkommen als individueller Rechtsanspruch, ohne Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung und Zwang zur Arbeit gezahlt wird. Ein solches Grundeinkommen w&uuml;rde sich von den gegenw&auml;rtigen Sozialsystemen dadurch unterscheiden, dass es nicht wie bei den Sozialversicherungen an vorherige Beitragszahlungen gekn&uuml;pft und nicht wie die existierenden Grundsicherungssysteme an die Verf&uuml;gbarkeit f&uuml;r den Arbeitsmarkt gebunden ist.<br \/>Jenseits dieser geteilten Definition werden in der Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen eine ganze Reihe unterschiedlicher Modelle und Ausgestaltungsformen vertreten, die sich hinsichtlich der H&ouml;he, der Finanzierungsform und der Stellung zu den anderen Sozialsystemen teilweise deutlich voneinander unterscheiden. Wollen die einen etwa ein armutsfestes und Teilhabe sicherndes Grundeinkommen &ndash; im Gespr&auml;ch sind hier 950 Euro (Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen in und bei der Linkspartei), 800 Euro plus 260 Euro durchschnittliche Wohnkosten (Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen) oder auch mal 1.200 bis 1.500 Euro (G&ouml;tz Werner, Chef der Drogeriekette dm) &ndash;, geben sich andere mit einem Satz in der H&ouml;he der heutigen Hartz IV-Leistungen zufrieden oder gehen sogar darunter, wie z.B. der th&uuml;ringische Ministerpr&auml;sident Dieter Althaus, bei dessen B&uuml;rgergeldmodell von 800 Euro noch 200 Euro Kopfpauschale zur Krankenversicherung zu leisten sind. Will G&ouml;tz Werner das Grundeinkommen allein &uuml;ber eine 50-prozentige Mehrwertsteuer finanzieren und alle anderen Abgaben abschaffen, wollen andere die Ressourcenbasis f&uuml;r ein bedingungsloses Grundeinkommen durch eine zus&auml;tzliche h&auml;lftige Abgabe auf alle Einkommen oder durch einen Mix von Besteuerungsformen, der vor allem hohe Einkommen und Unternehmensgewinne belastet, schaffen. Wo die einen die anderen sozialen Sicherungssysteme durch das Grundeinkommen ersetzen wollen, begreifen die anderen das Grundeinkommen als Erg&auml;nzung und Unterbau der Sozialversicherungen.<br \/>Grunds&auml;tzlich lassen sich zwei Varianten des bedingungslosen Grundeinkommens unterscheiden: die Sozialdividende, bei der jedem Mitglied der Gesellschaft unabh&auml;ngig von seinem bzw. ihrem Einkommen und Verm&ouml;gen ein Grundeinkommen gezahlt wird &ndash; also auch den Reichen, die aber bei der Besteuerung entsprechend zur Finanzierung herangezogen werden. <br \/>Der Charme dieses Modells besteht darin, dass eine Einkommenspr&uuml;fung bei der Auszahlung des Grundeinkommens entf&auml;llt, jedem Mitglied der Gesellschaft das Grundeinkommen als universelles soziales Menschenrecht zukommt und eine offensichtliche Spaltung in Zahler und Empf&auml;nger vermieden wird. Bei der negativen Einkommenssteuer erhalten dagegen nur diejenigen ein Grundeinkommen, deren Einkommen unterhalb einer bestimmten Grenze bleibt. Geringf&uuml;gige Einkommen werden bis zu dieser Schwelle durch eine steuerliche Gutschrift aufgestockt. Da das Grundeinkommen nicht an alle ausgezahlt wird, f&auml;llt in diesem Modell das zu bewegende Finanzierungsvolumen deutlich geringer aus als bei der Sozialdividende. Wie die Sozialdividende wird das bedingungslose Grundeinkommen nach der negativen Einkommenssteuer aber individuell, also nicht an Familien oder Bedarfsgemeinschaften, gezahlt und ist &ndash; im Gegensatz zu anderen negativen Einkommenssteuermodellen wie etwa dem B&uuml;rgergeld der FDP &ndash; nicht an Arbeitsbereitschaft gekn&uuml;pft.<br \/>Ein bedingungsloses Grundeinkommen &ndash; ob in Form der Sozialdividende oder der negativen Einkommenssteuer &ndash; w&uuml;rde, so die &Uuml;berzeugung der Bef&uuml;rworter, Armut verhindern, gesellschaftliche Teilhabe sicherstellen und familiale Abh&auml;ngigkeiten vermindern. Es w&uuml;rde die Abh&auml;ngigkeit von Erwerbsarbeit verringern &ndash; ein Umstand der in der sozialpolitischen Fachsprache als &bdquo;De-Kommodifizierung&ldquo; bezeichnet wird &ndash; und den Zwang zur Unterwerfung unter staatlich verordnete Ersatzma&szlig;nahmen au&szlig;er Kraft setzen. <br \/>Entgegen dem herrschenden Reformtrend w&uuml;rde die &bdquo;Reservearmee&ldquo; nicht in eine immer h&auml;rtere Konkurrenz um immer unattraktivere Jobs getrieben. Stattdessen h&auml;tten die Menschen die M&ouml;glichkeit, Arbeit auch abzulehnen und sich in verschiedenen Bereichen jenseits der Erwerbsarbeit &ndash; in Familienarbeit, gemeinn&uuml;tziger Arbeit, Ausbildungs- und Mu&szlig;ezeiten &ndash; zu bet&auml;tigen (oder auch nicht), ohne um ihre Existenz f&uuml;rchten zu m&uuml;ssen. Damit w&uuml;rden neue M&ouml;glichkeiten der Bet&auml;tigung, der Integration und Anerkennung geschaffen, die geeignet w&auml;ren, den gegenw&auml;rtigen Gef&auml;hrdungs- und Fragmentierungstendenzen, die aus der Krise der Arbeitsgesellschaft erwachsen, solidarische und zukunftsweisende Alternativen entgegen zu setzen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"vollbeschaeftigung-als-illusion\">Vollbe&shy;sch&auml;f&shy;ti&shy;gung als Illusion<\/span><\/h2>\n<p>Nicht allen scheint diese Perspektive jedoch einleuchtend. So lehnen neoliberale wie gewerkschaftlich und sozialdemokratisch orientierte Akteure das bedingungslose Grundeinkommen in seltener Einigkeit ab, weil sie glauben, den beschriebenen gesellschaftlichen Fragmentierungstendenzen durch die Wiederherstellung von Vollbesch&auml;ftigung begegnen zu k&ouml;nnen und den programmatischen Abschied von der alleinigen Integration durch Erwerbsarbeit f&uuml;r falsch halten. Das Ziel gesellschaftlicher Integration &uuml;ber Vollbesch&auml;ftigung wollen sie auf sehr unterschiedlichen Wegen erreichen. <br \/>Die Neoliberalen wollen eine h&ouml;here Nachfrage vor allem nach gering qualifizierter Arbeit schaffen, indem sie den Preis der Ware Arbeitskraft reduzieren, sozialstaatliche Dekommodifizierungspotenziale zur&uuml;cknehmen und Unternehmen finanziell entlasten. Die Ausweitung von Prekarit&auml;t und &bdquo;Armut trotz Arbeit&ldquo; nehmen sie dabei billigend in Kauf und preisen Niedriglohnjobs als Einstiegschance f&uuml;r diejenigen, die derzeit drau&szlig;en stehen. Sozialdemokratische und gewerkschaftliche Akteure glauben dagegen, dass Vollbesch&auml;ftigung auf Basis einer nachfrageorientierten Lohn- und Besch&auml;ftigungspolitik und eines starken &ouml;ffentlichen Sektors unter Aufrechterhaltung sozial- und arbeitsrechtlicher Standards m&ouml;glich ist. Sie sagen: &bdquo;Vollbesch&auml;ftigung ist machbar, Herr Nachbar&ldquo; und blicken dabei nach Schweden oder D&auml;nemark, die als exemplarische Vorbilder der Synthese eines starken Wohlfahrtsstaats mit einer erfolgreichen Besch&auml;ftigungspolitik gelten.<br \/>Sie folgen damit der auch in der vergleichenden Wohlfahrtsstaatsforschung verbreiteten Einsch&auml;tzung, dass es den skandinavischen Wohlfahrtsstaaten auf eindrucksvolle Weise gelungen ist, wirtschaftliche Effizienz und gesellschaftliche Wohlfahrt miteinander zu verbinden (Esping-Andersen 1999). An dieser Diagnose ist zwar manches richtig. In der Tat weisen die skandinavischen L&auml;nder (heute wieder) eine vergleichsweise geringe Arbeitslosenquote von 4 bis 5 Prozent und hohe Besch&auml;ftigungsraten auf. Das Niveau der sozialen Sicherung ist im internationalen Vergleich immer noch hoch, auch wenn es hier in den letzten Jahren ebenfalls zu K&uuml;rzungen und Einschr&auml;nkungen gekommen ist. Die Armutsquoten sind gering. Erzielt werden diese Ergebnisse zum einen durch eine international hochgradig wettbewerbsf&auml;hige Industrie, zum anderen verf&uuml;gen die skandinavischen Wohlfahrtsstaaten aber &uuml;ber einen stark ausgebauten &ouml;ffentlichen Sektor, der vor allem Frauen Arbeitspl&auml;tze bietet und so f&uuml;r hohe weibliche Besch&auml;ftigungsquoten sorgt, was wiederum die Nachfrage nach sozialen Dienstleistungen erh&ouml;ht. Der besch&auml;ftigungspolitische Erfolg ist also zu einem nicht unwesentlichen Teil einer starken staatlich geleiteten Nachfragepolitik mit sich selbst verst&auml;rkenden Effekten geschuldet. <br \/>Allerdings muss diese skandinavische Erfolgsstory kritisch hinterfragt werden. Denn die offiziellen Arbeitslosenzahlen zeigen nur die halbe Wahrheit. In Skandinavien &ndash; wie auch in anderen besch&auml;ftigungspolitisch vermeintlich erfolgreichen L&auml;ndern wie den Niederlanden oder Gro&szlig;britannien &ndash; befindet sich eine gro&szlig;e Zahl von Menschen, die nicht in der Arbeitslosenstatistik auftauchen, nicht im ersten Arbeitsmarkt, sondern in arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen, in Fr&uuml;hverrentung, im Krankengeldbezug oder in Systemen f&uuml;r Erwerbsunf&auml;hige. So ist zwar in D&auml;nemark die Arbeitslosigkeit um einiges niedriger als in Deutschland, insgesamt befinden sich aber deutlich mehr Menschen im Erwerbsalter im Leistungsbezug verschiedener staatlicher Sicherungssysteme (Knuth\/Schweer\/Siemes 2004: 91). Gleiches gilt f&uuml;r Schweden, wo fast vier Prozent mehr Menschen im erwerbsf&auml;higen Alter von sozialstaatlicher Unterst&uuml;tzung leben als in Deutschland (OECD 2003). Das skandinavische &sbquo;Besch&auml;ftigungswunder&lsquo; beruht also zu einem nicht unerheblichen Teil auf der Verschiebung von Arbeitslosen in andere Sicherungssysteme, die Wiederherstellung von Vollbesch&auml;ftigung ist auch nach skandinavischem Rezept nicht gelungen. Das skandinavische Modell eignet sich daher nur bedingt als &sbquo;role model&rsquo; f&uuml;r die &Uuml;berwindung der deutschen Arbeitsmarktkrise und als Kronzeuge gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"bedingungsloses-grundeinkommen-als-mittel-gegen-soziale-ausgrenzung\">Bedin&shy;gungs&shy;loses Grund&shy;ein&shy;kommen als Mittel gegen&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; soziale Ausgrenzung<\/span><\/h2>\n<p>Ein zweiter Einwand der den Bef&uuml;rwortern eines bedingungslosen Grundeinkommens von seinen Gegnern immer wieder entgegen gehalten wird, ist die Behauptung, ein Grundeinkommen k&ouml;nne Probleme der Armut und sozialen Ausgrenzung nicht l&ouml;sen, da es allein am Individuum ansetze und den Kampf gegen soziale Benachteiligung auf monet&auml;re Transfers verk&uuml;rze. Materielle Armut sei gar nicht das Problem der heutigen Unterschicht, sondern &bdquo;Armut im Geiste&ldquo;, &bdquo;mangelnde Lebenschancen und Lebensanleitung&ldquo; (Miebach 2005) oder wie der Vorsitzende der SPD, Kurt Beck, k&uuml;rzlich meinte, &bdquo;mangelnder Aufstiegswille&ldquo;. Daher k&ouml;nne es nicht darum gehen, mehr Geld zu verteilen, es m&uuml;ssten vielmehr Teilhabechancen verbessert werden &ndash; so das Mantra der neuen Sozialdemokratie(2). Au&szlig;erdem seien die sozial Benachteiligten gar nicht in der Lage, die Autonomie produktiv zu nutzen, die ein bedingungsloses Grundeinkommen biete.<br \/>An dieser Argumentation, die sowohl in der neu-sozialdemokratischen Aktivierungs- und Unterschichtendiskussion als auch in der Grundeinkommensdebatte eine prominente Rolle spielt, ist mehrerlei problematisch. Erstens beruht sie auf einem dichotomischen Verst&auml;ndnis sozialer Ausgrenzung, bei dem der stabilen Kerngesellschaft ein problematischer &sbquo;Rand&rsquo; gegen&uuml;ber gestellt wird, der als ganz anders und negativ portr&auml;tiert wird. Damit werden Verursachungszusammenh&auml;nge von Armut und Ausgrenzung, die im Zentrum der Gesellschaft angesiedelt sind, ausgeblendet und die Suchscheinwerfer nach den Schuldigen auf diejenigen an der Peripherie gerichtet. Nicht in den strukturellen Bedingungen werden die Ursachen sozialer Ausgrenzung gesucht, sondern im Verhalten und den vermeintlich abweichenden Werten der Armen. <br \/>Zweitens blendet ein solch dichotomischer Begriff sozialer Ausgrenzung Zonen des &Uuml;bergangs und der Gef&auml;hrdung (Castel 2000), ebenso wie soziale Ungleichheiten innerhalb der Zone der Inklusion, systematisch aus. Das &sbquo;Drinnen&rsquo; wird als unproblematisch betrachtet, Formen des &sbquo;Drinnen und doch Drau&szlig;en&rsquo; &ndash; wie &bdquo;Armut trotz Arbeit&ldquo; &ndash; geraten aus dem Blick. In der Re-Integration der &sbquo;Ausgegrenzten&rsquo; in den ersten Arbeitsmarkt wird der K&ouml;nigsweg zur Integration gesehen. Arbeit f&uuml;r alle &ndash; egal zu welchem Preis &ndash; wird damit zur gebotenen Politik im Namen der Inklusion. Dass Lohnarbeit immer auch Ausbeutung bedeutet, mehr oder weniger entfremdet und in vielen F&auml;llen noch nicht einmal existenzsichernd ist, spielt aus einer solchen Perspektive kaum mehr eine Rolle. Schlie&szlig;lich werden aus einem solchen Verst&auml;ndnis sozialer Ausgrenzung heraus soziale Schutzrechte gegen andere Ma&szlig;nahmen zur Verbesserung der Lebenschancen benachteiligter Bev&ouml;lkerungsgruppen ausgespielt.<br \/>Au&szlig;erdem verkennt diese Argumentation, dass ein Grundeinkommen zentrale Ursachen sozialer Ausgrenzung tats&auml;chlich &uuml;berwinden kann. Ein Grundeinkommen &ndash; oder auch nur eine bedarfsorientierte soziale Grundsicherung &ndash;, die im Gegensatz zu den heute bestehenden letzten Netzen sozialer Sicherung Armut tats&auml;chlich verhindert, w&uuml;rde Teilhabem&ouml;glichkeiten in vielen gesellschaftlichen Bereichen verbessern. Zwar gibt es in der &sbquo;Grundeinkommensszene&rsquo; keinen Konsens &uuml;ber die H&ouml;he eines Grundeinkommens, in der Regel wird aber ein Satz gefordert, der deutlich &uuml;ber dem heutigen Sozialhilfeniveau liegt. <br \/>F&uuml;r diejenigen, die mit wenig leben m&uuml;ssen, machen aber auch schon 100 oder 200 Euro einen signifikanten Unterschied und erm&ouml;glichen ein deutliches Mehr an sozialer und kultureller Teilhabe. Als Beispiele seien hier nur das Zeitungsabonnement, der Sportverein, der Kinobesuch, Klassenfahrten und Kindergeburtstage genannt, die unter den Bedingungen von &sbquo;Hartz IV&rsquo; zu unerf&uuml;llbaren W&uuml;nschen werden. Aber nicht nur aktuell, auch auf l&auml;ngere Sicht verbessert ein Grundeinkommen gesellschaftliche Teilhabem&ouml;glichkeiten, indem es eine verl&auml;ssliche Lebensgrundlage bietet und so auch den Benachteiligten erm&ouml;glicht, Lebenspl&auml;ne zu verfolgen, die individuelle Entwicklung bef&ouml;rdern und Lebenschancen verbessern.<br \/>Ein bedingungsloses Grundeinkommen, das universell, unabh&auml;ngig von Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fungen und Arbeitspflichten gew&auml;hrt wird, bricht au&szlig;erdem mit den ausgrenzenden bzw. ausgrenzungsversch&auml;rfenden Logiken gegenw&auml;rtiger Sozialpolitik (vgl. hierzu Mohr 2007). Der gegenw&auml;rtige Wohlfahrtsstaat sortiert seine Klienten fein s&auml;uberlich nach Anspruchsbedingungen, betreibt Leistungssysteme erster Klasse (die Sozialversicherungen), in denen sich die Anspruchsberechtigten ihre Leistung durch Beitr&auml;ge verdient haben, und residuale, bed&uuml;rftigkeitsgepr&uuml;fte Systeme zweiter Klasse f&uuml;r den Rest. Diese sind mit einem Stigma verbunden, das die soziale Ausgrenzung der Hilfebed&uuml;rftigen noch versch&auml;rft und dazu f&uuml;hrt, dass Menschen ihr Recht auf staatliche Unterst&uuml;tzung teilweise gar nicht erst in Anspruch nehmen. <br \/>Da bed&uuml;rftigkeitsgepr&uuml;fte staatliche Leistungen bei Arbeitsf&auml;higkeit immer unter dem Vorbehalt der Arbeitsbereitschaft stehen und mit Pflichten verbunden sind, die der Staat im Zweifelsfall mithilfe der Drohung des Entzugs der Existenzmittel durchsetzen kann, sind Hilfebed&uuml;rftige schlie&szlig;lich immer auch Objekte staatlicher Kontrolle und Disziplinierung mit allen negativen Konsequenzen wie Ausgeliefertsein gegen&uuml;ber den Beh&ouml;rden, Ohnmachtsgef&uuml;hlen, negativen Auswirkungen auf Motivation und Kreativit&auml;t, etc. Ein universell gezahltes, bedingungsloses Grundeinkommen er&ouml;ffnet dagegen allen Menschen ein Recht auf soziale Teilhabe unabh&auml;ngig von Aufenthaltstitel, sozialrechtlichen Anspruchsbedingungen und Arbeitspflichten. Es r&auml;umt mit dem Stigma des Leistungsbezugs auf und erm&ouml;glicht Selbstbestimmung und freie Entfaltung.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"das-grundeinkommen-ist-ein-wichtiger-schritt-aber-kein-allheilmittel\">Das Grund&shy;ein&shy;kommen ist ein wichtiger Schritt, aber kein Allheil&shy;mittel<\/span><\/h2>\n<p>Das bedingungslose Grundeinkommen ist damit geeignet zentrale Ausgrenzungsfaktoren &ndash; materielle Armut, Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe und sozialstaatliche Ausgrenzung und Stigmatisierung &ndash; zu &uuml;berwinden. Ist es auch dazu geschaffen, Arbeitslosigkeit als eine zentrale Ursache sozialer Ausgrenzung zu eliminieren oder dient es, wie manche Gegner bef&uuml;rchten, nur der Entsorgung der &Uuml;berfl&uuml;ssigen (Schlecht 2006)?<br \/>Der Verlust von Erwerbsarbeit &ndash; und dies wird auch unter Bef&uuml;rwortern des bedingungslosen Grundeinkommens niemand bestreiten &ndash; bedeutet unter den herrschenden Bedingungen f&uuml;r die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der Betroffenen nicht nur den Verlust der Einkommensquelle, sondern auch von gesellschaftlicher Integration und sozialer Anerkennung. In einer Gesellschaft, die nicht nur G&uuml;ter, sondern auch soziale Wertsch&auml;tzung nach wie vor im Wesentlichen &uuml;ber den Allokationsmechanismus Arbeitsmarkt verteilt, ist es ungemein schwer, &bdquo;gl&uuml;cklich arbeitslos&ldquo; (Paoli 2002) zu sein. <br \/>Allerdings w&uuml;rde Erwerbsarbeit an symbolischer Bedeutung verlieren, wenn das Einkommen auch unabh&auml;ngig von ihr gesichert w&auml;re. Um mehr als eine Stillhaltepr&auml;mie f&uuml;r die Opfer der Arbeitsmarktkrise sein und seine integrativen Wirkungen entfalten zu k&ouml;nnen, m&uuml;sste das Grundeinkommen aber zudem von einer Neuordnung der gesellschaftlichen Anerkennungsordnung von Arbeit begleitet sein. Andere Formen der T&auml;tigkeit, jenseits der Erwerbsarbeit, m&uuml;ssten mehr materielle und symbolische Wertsch&auml;tzung erfahren und Hierarchien zwischen Erwerbsarbeit und anderen T&auml;tigkeiten abgebaut werden. Au&szlig;erdem m&uuml;sste die Durchl&auml;ssigkeit zwischen den verschiedenen Sph&auml;ren gesellschaftlich notwendiger Arbeit gew&auml;hrleistet sein, damit die Spaltung der Gesellschaft in &sbquo;Arbeitsmarktinsider&rsquo; und &sbquo;Arbeitsmarktoutsider&rsquo; mit einem Grundeinkommen nicht perpetuiert wird. Dazu m&uuml;ssten Menschen ohne Verlust k&uuml;nftiger Chancen auf einen Widereinstieg in den Arbeitsmarkt, zwischen verschiedenen Sph&auml;ren gesellschaftlicher T&auml;tigkeit wechseln k&ouml;nnen. Gesellschaftlich m&uuml;sste sich ein neuer Arbeitsbegriff durchsetzen, der alle gesellschaftlich notwendige und n&uuml;tzliche Arbeit als solche anerkennt.<br \/>Damit das Grundeinkommen seine integrativen Wirkungen entfalten kann, bedarf es zudem der Einbettung der individuell garantierten Existenzsicherung in eine soziale Infrastruktur und der Begleitung durch eine Bildungspolitik, die die Menschen bef&auml;higt, mit den neuen Autonomiepotenzialen umzugehen. Das Bildungssystem &ndash; so der Soziologe Wolfgang Engler &ndash; m&uuml;sste sich &bdquo;von seiner monokausalen Abh&auml;ngigkeit vom Erwerbsleben als einzig legitimer Existenzform des Menschen l&ouml;s[en]&ldquo; und den Menschen beibringen, &bdquo;[d]em eigenen Leben Sinn und Bewandtnis zu vermitteln, wenn der Absprung ins Berufsleben oder in weiterf&uuml;hrende Ausbildungsprozesse mi&szlig;lingt&ldquo; (Engler 2005: 150). <br \/>Damit T&auml;tigsein jenseits der Erwerbsarbeit nicht zur einsamen, allein in die eigene Hand zu nehmenden Angelegenheit wird, bedarf es schlie&szlig;lich sozialer R&auml;ume und einer Infrastruktur sowie der Organisation kollektiver Projekte und Aktivit&auml;ten (Gorz 2000). Kontaktb&ouml;rsen, Agenturen f&uuml;r gemeinn&uuml;tzige Arbeit, H&auml;user der Eigenarbeit und Begegnung sowie die professionelle Betreuung von Projekten w&auml;ren die Voraussetzung daf&uuml;r, dass das Grundeinkommen auch seine kollektivistisch-integrativen Potenziale entfalten kann.<br \/>Und wer macht dann bittesch&ouml;n noch die &bdquo;Drecksarbeit&ldquo; und wie soll das Ganze finanziert werden? Hierzu sei gesagt: Unabh&auml;ngig vom Modell bietet das Grundeinkommen nur eine bescheidene Basisabsicherung. Den meisten Menschen wird diese nicht ausreichen, um ihre Bed&uuml;rfnisse zu befriedigen. Erwerbsarbeit als Einkommensquelle wird damit weiterhin attraktiv bleiben, insbesondere da das Erwerbseinkommen nicht auf das Grundeinkommen angerechnet wird. Unattraktive T&auml;tigkeiten m&uuml;ssten aber&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; eventuell deutlich besser bezahlt werden als heute, damit sich jemand findet, der sie verrichtet. Denn das Grundeinkommen gibt auch die Freiheit, nein zu sagen.<br \/>Und die Finanzierung? Hier liegt in der Tat ein Knackpunkt der Grundeinkommensdiskussion. Denn w&uuml;rde jedem Einwohner und jeder Einwohnerin Deutschlands unabh&auml;ngig vom Einkommen ein Grundeinkommen in H&ouml;he von 800 bis 1.000 Euro gezahlt, beliefen sich die Kosten auf 650 bis 850 Mrd. Euro. Will man zur Gegenfinanzierung nicht den kompletten Rest-Sozialstaat abrei&szlig;en und auch noch Geld f&uuml;r eine soziale Infrastrukturpolitik &uuml;brig behalten, stellt sich in der Tat die Frage, woher die riesigen Summen, die f&uuml;r ein bedingungsloses Grundeinkommen nach dem Modell der Sozialdividende gebraucht werden, kommen sollen. <br \/>Zwar liegen verschiedene in sich schl&uuml;ssige Finanzierungskonzepte &ndash; etwa von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Sozialhilfeinitiativen, der Ulmer Arbeitsgruppe f&uuml;r ein B&uuml;rgergeld und der Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen in und bei der Linkspartei &ndash; vor. Sie alle leiden jedoch daran, dass sie mit hohen zus&auml;tzlichen steuerlichen Belastungen einhergehen und damit kaum gesellschaftlich durchsetzungsf&auml;hig sein d&uuml;rften. Angesichts dieser Problematik und eines wahrscheinlichen Trade-offs zwischen der H&ouml;he des Grundeinkommens und der Gr&ouml;&szlig;e des Berechtigtenkreises, w&auml;re es daher aus meiner Sicht angezeigt, als Einstieg in eine Gesellschaft mit Grundeinkommen, zun&auml;chst einmal f&uuml;r eine bedingungslose Basisabsicherung f&uuml;r diejenigen zu streiten, die sie wirklich n&ouml;tig haben, statt auch den Ackerm&auml;nnern dieser Republik ein Grundeinkommen zu zahlen. <br \/>Denn auch ein einkommensgepr&uuml;ftes Grundeinkommen kann eine ganze Reihe sozialer Probleme l&ouml;sen und gesellschaftlichen Fragmentierungs- und Ausgrenzungstendenzen entgegen wirken &ndash; ganz abgesehen davon, dass auch beim Modell der Sozialdividende schnell klar sein d&uuml;rfte, wer &bdquo;Nettozahler&ldquo; und &bdquo;Nettoempf&auml;nger&ldquo; ist.<\/p>\n<p>1&nbsp;&nbsp; Zur Einf&uuml;hrung in Theorie und Konzeption des bedingungslosen Grundeinkommens vgl. Opielka\/Vobruba 1986 sowie Vanderborght\/Van Parijs 2005. Zu Mindestsicherungsmodellen siehe Blaschke 2006.<br \/>2&nbsp;&nbsp; Zur Kritik am verk&uuml;rzten Ausgrenzungsbegriff der neuen Sozialdemokratie vgl. Mohr\/Riedmann 2005<\/p>\n<p><b>Literatur&nbsp;<\/b>&nbsp;<\/p>\n<p>Blaschke, Ronald (2006): Garantierte Mindesteinkommen. Modelle von Grundsicherungen und Grundeinkommen im Vergleich, Mei&szlig;en\/Dresden, hrsg. vom DGB Bezirksverband Sachsen und der&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Evangelischen Akademie Mei&szlig;en<br \/>Castel, Robert (2000): Die Metamorphosen der sozialen Frage. Eine Chronik der Lohnarbeit, Konstanz: UVK<br \/>Engler, Wolfgang (2005): B&uuml;rger, ohne Arbeit. F&uuml;r eine radikale Neugestaltung der Gesellschaft, Berlin: Aufbau-Verlag<br \/>Esping-Andersen, G&oslash;sta (1999): Social Foundations of Postindustrial Economies, Oxford: Oxford University Press<br \/>Gorz, Andr&eacute; (2000): Arbeit zwischen Misere und Utopie, Frankfurt a.M.: Suhrkamp<br \/>Knuth, Matthias \/Schweer, Oliver \/Siemes, Sabine (2004): Drei Men&uuml;s &ndash; und kein Rezept? Dienstleistungen am Arbeitsmarkt in Gro&szlig;britannien, in den Niederlanden und in D&auml;nemark, Gelsenkirchen: Institut f&uuml;r Arbeit und Technik\/Wissenschaftszentrum Nordrheinwestfalen<br \/>Miebach, Michael (2005): Die armen Reichen. Das Konzept der relativen Armut hat sich &uuml;berholt. Deutschland hat das noch nicht begriffen, Ausgerechnet Gro&szlig;britannien zeigt, wie gut neue Ideen weiterhelfen k&ouml;nnen, in: die tageszeitung vom 11. M&auml;rz 2005, S. 11<br \/>Mohr, Katrin (2007): Soziale Exklusion im Wohlfahrtsstaat. Arbeitslosensicherung und Sozialhilfe in Gro&szlig;britannien und Deutschland, Wiesbaden: VS &#8211; Verlag f&uuml;r Sozialwissenschaften (i.E.)<br \/>Mohr, Katrin\/Riedmann, Erwin (2005): Armut der Sozialdemokratie. Wer kein Geld hat, hat in der Gesellschaft kaum Chancen. Der Ausgrenzungsbegriff von New Labour ist verk&uuml;rzt und spielt Armut gegen andere Formen der Benachteiligung aus, in: die tageszeitung vom 22. M&auml;rz 2005, S. 12<br \/>OECD (2003): Employment Outlook 2003, Paris: OECD<br \/>Opielka, Michael\/Vobruba, Georg (1986): Das garantierte Grundeinkommen. Entwicklung und Perspektiven einer Forderung, Frankfurt a.M.: Fischer Verlag<br \/>Paoli, Guilluame (Hrsg.) (2002): Mehr Zuckerbrot, weniger Peitsche. Aufrufe, Manifeste und Faulheitspapiere der Gl&uuml;cklichen Arbeitslosen, Berlin: Edition Tiamat<br \/>Schlecht, Michael (2006): Die &Uuml;berfl&uuml;ssigen entsorgt, in: die tageszeitung vom 2.11.2006<br \/>Vanderborght, Yannick\/Van Parijs, Philippe( 2005): Ein Grundeinkommen f&uuml;r alle? Geschichte und Zukunft eines radikalen Vorschlags, Frankfurt a.M.\/New York: Campus<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2218],"publikationen":[1437],"class_list":["post-11864","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-katrin-mohr","publikationen-176-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>F\u00fcr ein bedingungsloses Grundeinkommen - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/176-vorgaenge\/publikation\/fuer-ein-bedingungsloses-grundeinkommen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"F\u00fcr ein bedingungsloses Grundeinkommen - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Krise der Arbeitsgesellschaft erfordert eine neue Politik der Inklusion, aus: vorg&auml;nge Nr. 176 (Heft 4\/2006), S. 60-67 Unsere Arbeitsgesellschaft befindet sich in einer paradoxen Situation. 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