{"id":12067,"date":"2017-12-22T18:30:00","date_gmt":"2017-12-22T17:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/editorial-55\/"},"modified":"2021-08-30T15:42:45","modified_gmt":"2021-08-30T13:42:45","slug":"editorial-55","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/220-vorgaenge\/publikation\/editorial-55\/","title":{"rendered":"Editorial"},"content":{"rendered":"<p>vorg&auml;nge Nr. 220 (Heft 4\/2017), S. 1-4<\/p>\n<p>Finanz- und Eurokrise, Griechenland-Schuldenkrise, Fl&uuml;chtlingskrise, Brexit &#8230; immer wieder wurde in den letzten Jahren diagnostiziert, die Europ&auml;ische Union (EU) befinde sich in der Krise. Ob die jeweiligen Krisen wirklich so &uuml;berraschend, dramatisch und existenziell waren, wie manche Beobachter\/innen meinten, mag bezweifelt werden. Fest steht jedoch, dass die europ&auml;ische Integration bei vielen B&uuml;rger\/innen in eine Legitimationskrise geraten ist: f&uuml;r sie sind die Entscheidungen von Kommission und Europaparlament kaum nachvollziehbar, ist die EU gleichbedeutend mit B&uuml;rokratie und Lobbyismus. Derweil erhalten anti-europ&auml;ische Bewegungen und Parteien erheblichen Zulauf, rechtspopulistische und nationalistische Gruppierungen steigerten ihren Einfluss im Europaparlament. Die vielbeschworene Wertegemeinschaft zeigt erkennbare Br&uuml;che, zahlreiche Mitglieder fremdeln untereinander. Der knappe Abstimmungssieg f&uuml;r den Brexit hat die Krise der EU versch&auml;rft. Wird der Brexit vollzogen, wird die europ&auml;ische Integrationszone erstmals in ihrer 60j&auml;hrigen Geschichte seit der Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Wirtschaftsgemeinschaft im Jahr 1957 r&auml;umlich schrumpfen.<\/p>\n<p>Aber welche Zusammenh&auml;nge gibt es zwischen den aktuellen Krisenph&auml;nomenen und der seit vielen Jahren artikulierten Kritik an der EU, die unter Stichworten wie Demokratiedefizit, Festung Europa oder neo-liberale Integration zusammengefasst werden kann? Mit dieser Frage befasst sich der Schwerpunkt der vorliegenden Ausgabe der vorg&auml;nge. Die Beitr&auml;ge beleuchten die Defizite der EU aus verschiedenen Blickwinkeln, diskutieren staatstheoretische, demokratische und &ouml;konomische Ursachen f&uuml;r die Schwierigkeiten der EU. Und sie setzen sich mit den mittlerweile vorliegenden Vorschl&auml;gen zur &Uuml;berwindung der Krise(n) auseinander. So legte die Europ&auml;ische Kommission im M&auml;rz 2017 ihr &#8222;Wei&szlig;buch zur Zukunft Europas&#8220;(1) vor. Darin stellte sie als Reaktion auf den Brexit und die anderen Krisen der EU f&uuml;nf verschiedene Szenarien zur Diskussion:<\/p>\n<p>(1) &#8222;Weiter wie bisher&#8220;,<br \/>(2) &#8222;Schwerpunkt Binnenmarkt&#8220;,<br \/>(3) &#8222;Wer mehr will, tut mehr&#8220;,<br \/>(4) &#8222;Weniger, aber effizienter&#8220; und<br \/>(5) &#8222;Viel mehr gemeinsames Handeln&#8220;.<\/p>\n<p>In einer Rede an der Pariser Sorbonne positionierte sich der franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron am 26. September 2017. Er pl&auml;dierte &#8211; ohne es explizit zu nennen &#8211; f&uuml;r Szenario 5: Denn er schlug viel mehr gemeinsames Handeln der europ&auml;ischen Staaten vor, insbesondere auf Feldern wie Zuwanderung und Asyl, Klimaschutz, Terrorismus, Cybersicherheit und Milit&auml;r. Auch forderte er einen gemeinsamen Haushalt f&uuml;r die Mitgliedstaaten der Eurozone. Schlie&szlig;lich hat der Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker in seiner j&auml;hrlichen Rede zur Lage der Union seine Pl&auml;ne zur &Uuml;berwindung der Krise erl&auml;utert. Diese Vorschl&auml;ge stellen wir in einer Dokumentation ab Seite 105 dieser Ausgabe kurz vor.<\/p>\n<p>Den Themenschwerpunkt er&ouml;ffnet ein Interview mit dem fr&uuml;heren Bundesverfassungsrichter <i>Dieter Grimm<\/i>. Er hat sich in den letzten Jahren mehrfach zu Fehlentwicklungen der EU ge&auml;u&szlig;ert, seine Aufs&auml;tze zum Thema erschienen k&uuml;rzlich als Sammelband. Im Gespr&auml;ch mit Rosemarie Will geht er auf die rechtspolitischen Ursachen f&uuml;r die manchmal technokratischen Z&uuml;ge der Union ein, setzt sich kritisch mit dem Verh&auml;ltnis von europ&auml;ischem und nationalem Recht sowie mit den Vorschl&auml;gen zur St&auml;rkung des Europaparlaments als &Uuml;berwindung der demokratischen Legitimationsdefizite auseinander. Grimm unterbreitet einen Gegenvorschlag, um die von ihm diagnostizierte &Uuml;berkonstitutionalisierung der EU zu beenden; eine Idee, wie die von der EU geregelten Fragen repolitisiert werden k&ouml;nnten. Sein Vorschlag setzt jedoch eine Vertrags&auml;nderung voraus &#8211; was angesichts der divergierenden Vorstellungen unter den Mitgliedern wenig Aussicht auf Erfolg hat.<\/p>\n<p>Der darauffolgende Beitrag von <i>Wilfried Loth<\/i> zeigt, dass der Brexit und die anderen EU-Krisen der letzten Jahre in einer Linie mit zahlreichen Krisen der europ&auml;ischen Einigung stehen, die die Union seit ihrer Gr&uuml;ndung begleiten. Loth verweist dazu auf die verschiedenen Antriebskr&auml;fte und Motivationen, die der Gr&uuml;ndung der EWG zugrunde lagen, und die unterschiedlichen Vorbehalte und Bedenken, die seit jeher geltend gemacht wurden. Als vorrangig zu l&ouml;sendes Problem macht er das Demokratiedefizit der EU aus. Loth diskutiert m&ouml;gliche Szenarien f&uuml;r die weitere Entwicklung und wagt die Prognose, dass die EU nicht zerfallen wird, sondern aus der derzeitigen Situation gest&auml;rkt hervorgehen k&ouml;nnte, auch und gerade im Hinblick auf die Unterst&uuml;tzung der Bev&ouml;lkerung.<\/p>\n<p><i>Hartmut Aden <\/i>skizziert im Folgenden die Probleme, die aus der Mehrebenen-Struktur der EU entstehen: das Hin- und Herschieben politischer Entscheidungen zwischen nationaler und europ&auml;ischer Gesetzgebung; die Doppelzust&auml;ndigkeiten und Kompetenzkonflikte zwischen EU und Nationalstaaten; die Grenzen europ&auml;ischer Regulierungsm&ouml;glichkeiten durch das Konsensprinzip; die lange Verfahrensdauer f&uuml;r Gesetzgebungen der Union; die unterschiedliche Umsetzung europ&auml;ischer Vorgaben in den Mitgliedstaaten &#8230; Im Ergebnis f&uuml;hre dies oft zu einer Verantwortungsdiffusion in der EU, bei der kaum auszumachen ist, welche Stelle f&uuml;r schlechte bzw. schlecht umgesetzte EU-Politik verantwortlich ist. Die L&ouml;sung sieht Aden jedoch nicht in einer Zentralisierung der EU, sondern in der deutlicheren Abgrenzung von Zust&auml;ndigkeiten f&uuml;r einzelne Politikfelder und der St&auml;rkung der Koordinationsmechanismen. Letztlich gehe es aber auch um eine Neuausrichtung der EU-Politik, die die Interessen der Bev&ouml;lkerung st&auml;rker in den Blick nehmen m&uuml;sse, um den konkreten Nutzen der Union f&uuml;r die\/den Einzelne\/n wieder sichtbar zu machen.<\/p>\n<p>Auf einen besonderen Aspekt der Mehrebenen-Struktur der EU geht <i>Uwe Kranenpohl<\/i> ein: den Grundrechtsschutz im Zusammenspiel der beiden europ&auml;ischen Gerichte (EGMR, EuGH) und der nationalen Verfassungsgerichte. Zun&auml;chst beschreibt Kranenpohl das Verh&auml;ltnis zwischen europ&auml;ischem und nationalem (Grund-)Rechtsschutz &#8211; was die Fragen nach der Unter- oder &Uuml;berordnung bzw. Kooperation der beteiligten Gerichte einschlie&szlig;t. Konflikte zwischen den Gerichten werden nach Kranenpohl sowohl in der Kompetenzdimension (Welches Recht ist als vorrangig?) als auch in der Interpretationsdimension (Was ist der &#8222;richtige&#8220; Inhalt einer Rechtsnorm?) ausgetragen. Auf lange Sicht f&uuml;hrt nach Kranenpohl kein Weg um ein europ&auml;isches Grundrechtsschutzregime herum, denn eine koh&auml;rente gerichtliche Kontrolle des staatlichen Handelns der Union und der Mitgliedstaaten sei durch nationale Verfassungsgerichte nicht mehr hinreichend zu gew&auml;hrleisten.<\/p>\n<p>Die &ouml;konomischen Ursachen f&uuml;r die Euro-Finanzkrise stehen im Mittelpunkt des Beitrags von <i>Rainer Land<\/i>. Er geht vom Zustand einer divergierenden wirtschaftlichen Entwicklung aus, welche die europ&auml;ische Wirtschaft seit Jahren pr&auml;gt. Dem deutschen Wirtschaftswachstum und Export&uuml;bersch&uuml;ssen stehen substantielle Konjunkturkrisen und betr&auml;chtliche Handelsdefizite anderer (europ&auml;ischer) Staaten gegen&uuml;ber, allen voran Gro&szlig;britannien, Frankreich und Griechenland. Der Autor verweist auf die strukturellen Probleme, die sich aus einem l&auml;ngerfristigen Export&uuml;berschuss ergeben &#8211; nicht nur f&uuml;r die sich immer st&auml;rker verschuldenden, wirtschaftspolitisch in die Abh&auml;ngigkeit geratenden L&auml;nder, denen Arbeitslosigkeit und De-Industrialisierung drohen. Anhaltende Handelsungleichgewichte bergen auch f&uuml;r ein &Uuml;berschuss-produzierendes Land wie Deutschland zahlreiche Risiken: sinkende Reall&ouml;hne und die Zunahme relativer Armut; ausbleibende Investitionen in die Infrastruktur und damit in die Zukunft; der drohende Wertverlust f&uuml;r die mit Krediten\/Schuldverschreibungen finanzierten Export&uuml;bersch&uuml;sse&nbsp;&#8230; Die europ&auml;ische Finanz- und Wirtschaftspolitik sieht Land derzeit in einem Widerspruch verfangen: Einerseits versuchten die einzelnen Mitgliedstaaten, gegen&uuml;ber anderen Nationen m&ouml;glichst wettbewerbsf&auml;hig zu sein und Export&uuml;bersch&uuml;sse zu erzielen; andererseits setze die europ&auml;ische Finanzpolitik alles daran, dass f&uuml;r den Konsum dieser &Uuml;bersch&uuml;sse keine neuen Defizite entst&uuml;nden. Beides sei aber nicht miteinander zu vereinbaren &#8211; kein &Uuml;berschuss ohne ein entsprechendes Defizit an anderer Stelle. Rainer Land pl&auml;diert daf&uuml;r, die Handelsungleichgewichte innerhalb der EU und des EU-Au&szlig;enhandelns aufzul&ouml;sen. Dies sei umso wichtiger, als die bisherige Orientierung auf Wettbewerbsvorteile auch den notwendigen &ouml;kologischen Umbau der Wirtschaft blockiere. F&uuml;r die Eurozone sieht Land dabei drei grunds&auml;tzliche Optionen: den Ausgleich der &Uuml;bersch&uuml;sse\/Defizite durch Transferzahlungen (die jedoch mehrere Hundert Milliarden j&auml;hrlich betr&uuml;gen); eine koordinierte Dynamik der nationalen Lohnniveaus in den Mitgliedstaaten, die strikt am Ma&szlig;stab der Produktivit&auml;t zu orientieren w&auml;ren (um Defizite\/&Uuml;bersch&uuml;sse zu vermeiden); oder die Aufl&ouml;sung der Eurozone bzw. der Austritt einzelner Staaten aus dem Verbund.<\/p>\n<p>Die folgenden beiden Beitr&auml;ge widmen sich den Gegnern der europ&auml;ischen Integration: <i>J&ouml;rg Ukrow<\/i> analysiert die letzten Parlamentswahlen in verschiedenen EU-Mitgliedsl&auml;ndern im Hinblick auf den Einfluss eurokritischer, rechtspopulistischer und nationalistischer Parteien. Deren Erfolge gehen einher mit dem Niedergang der Sozialdemokratie, die in fast allen Abstimmungen (bis auf die britische Labour Party unter Jeremy Corbyn) erhebliche Verluste einstecken musste. Nach Ukrows Auswertung sind es vor allem die &auml;lteren W&auml;hler\/innen sowie die Menschen in l&auml;ndlichen Regionen, die zu den Wahlerfolgen der europakritischen Parteien beitragen. Zudem erweist sich die Zustimmung zur bzw. Ablehung der europ&auml;ischen Integration als stark abh&auml;ngig vom Einkommen und Bildungsstatus der Menschen, was die sozialpolitischen Defizite der EU offenlege.<\/p>\n<p><i>Tobias Peter <\/i>untersucht den Einfluss rechtspopulistischer und -nationalistischer Parteien im Europaparlament. Er unterscheidet dabei vier Varianten: die extreme, ethnozentristische, populistisch-autorit&auml;re sowie eine religi&ouml;s-fundamentalistische Rechte. Da sich Vertreter\/innen dieser vier Richtungen (und teilweise sogar die Abgeordneten einer Partei, s. AfD) verschiedenen Fraktionen anschlie&szlig;en, ist die St&auml;rke der Rechten im Parlament nicht ganz leicht auszumachen. Im Vergleich zu den letzten Wahlen stieg die Zahl rechtsgerichteter Abgeordneter von 46 auf 81 an. Sie verteilen sich derzeit auf drei Fraktionen: Europ&auml;ische Konservative und Reformer, Europa der Freiheit und der direkten Demokratie sowie Europa der Nationen und der Freiheit. Ihr Einfluss reicht jedoch weit dar&uuml;ber hinaus, denn zu ihrem Erfolg geh&ouml;rt nach Peter auch, dass die Rechten mittlerweile die Agenda der anderen Fraktionen beeinflussen und diese thematisch vor sich hertreiben.<\/p>\n<p><i>Antonio L&oacute;pez-Pinas<\/i> Blick von au&szlig;en auf die deutsche Rolle in Europa beschlie&szlig;t diesen Schwerpunkt. Er geht vor allem auf die sozialpolitischen Defizite der EU ein, deren Regulierungsbem&uuml;hungen bisher einseitig zugunsten der Wirtschaft und des freien Handels ausfielen. Der Aufbau einer Sozialunion sei daher dringend geboten, die k&uuml;rzlich verabschiedete Initiative einer Sozialen S&auml;ule der EU (2) keineswegs ausreichend. Um derartige Vorhaben umsetzen zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssten die deutsche Bundesregierung und die &Ouml;ffentlichkeit jedoch ihre Zahlmeister-Mentalit&auml;t ablegen und d&uuml;rften nicht jede Reform mit dem Kostenargument abw&uuml;rgen. Dar&uuml;ber hinaus fordert L&oacute;pez-Pina die Deutschen auf, endlich ihre f&uuml;hrende Rolle innerhalb Europas anzuerkennen und dieser gerecht zu werden, indem sich deutsche Politiker wirklich um Europa und nicht mehr nur um deutsche Egoismen k&uuml;mmern.<\/p>\n<p>Wir w&uuml;nschen Ihnen viele neue Einsichten und eine anregende Lekt&uuml;re mit dieser Ausgabe der <b>vor<\/b><i>g&auml;nge<\/i>,<\/p>\n<p><i>Hartmut Aden und Sven L&uuml;ders f&uuml;r die Redaktion<\/i>.<\/p>\n<p><b>Anmerkungen<\/b><\/p>\n<p>1 Europ&auml;ische Kommission, Die EU der 27 im Jahr 2025 &#8211; &Uuml;berlegungen und Szenarien, Br&uuml;ssel, COM(2017)2025.<\/p>\n<p>2 Parlament, Rat und Kommission der Europ&auml;ischen Union: Europ&auml;ische S&auml;ule Sozialer Rechte. G&ouml;teborg am 17.11.2017, abrufbar unter <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/sites\/beta-political\/files\/socialsummit-european-pillar-social-rights-booklet_de.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/sites\/beta-political\/files\/socialsummit-european-pillar-social-rights-booklet_de.pdf<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[138,139],"publikationen":[1438],"class_list":["post-12067","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-hartmut-aden","autoren-sven-lueders","publikationen-220-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Editorial - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/220-vorgaenge\/publikation\/editorial-55\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Editorial - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"vorg&auml;nge Nr. 220 (Heft 4\/2017), S. 1-4 Finanz- und Eurokrise, Griechenland-Schuldenkrise, Fl&uuml;chtlingskrise, Brexit &#8230; immer wieder wurde in den letzten Jahren diagnostiziert, die Europ&auml;ische Union (EU) befinde sich in der Krise. 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