{"id":12102,"date":"2017-12-21T10:30:00","date_gmt":"2017-12-21T09:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/vorschlaege-zur-reform-der-europaeischen-union\/"},"modified":"2021-08-30T15:42:45","modified_gmt":"2021-08-30T13:42:45","slug":"vorschlaege-zur-reform-der-europaeischen-union","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/220-vorgaenge\/publikation\/vorschlaege-zur-reform-der-europaeischen-union\/","title":{"rendered":"Vorschl\u00e4ge zur Reform der Europ\u00e4ischen Union"},"content":{"rendered":"<p>vorg&auml;nge Nr. 220 (Heft 4\/2017), S. 105-113<\/p>\n<h5><span id=\"emmanuel-macrons-initiative-fuer-europa\">Emmanuel Macrons &bdquo;Initiative f&uuml;r Europa&ldquo;<\/span><\/h5>\n<p>Am 26. September 2017 hielt der franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident eine vielbeachtete Rede an der Pariser Sorbonne, in der er seine Vorschl&auml;ge zur Reform der Europ&auml;ischen Union erl&auml;uterte. Angesichts der globalen Herausforderungen k&ouml;nne die Antwort nur eine neu begr&uuml;ndete, st&auml;rkere EU sein:<\/p>\n<p>&#8222;<i>Es liegt an uns und an euch, den einzigen Weg, der unsere Zukunft sichert, zu ebnen, und davon m&ouml;chte ich heute sprechen. Es ist die Neubegr&uuml;ndung eines souver&auml;nen, geeinten und demokratischen Europa. Haben wir gemeinsam den Mut, uns diesen Weg zu bahnen. &#8230; Das Europa, wie wir es kennen, ist zu schwach, zu langsam, zu ineffizient, aber allein Europa kann uns eine Handlungsf&auml;higkeit in der Welt geben angesichts der gro&szlig;en Herausforderungen dieser Zeit. &#8230; Allein Europa kann tats&auml;chliche Souver&auml;nit&auml;t gew&auml;hrleisten, das hei&szlig;t, die F&auml;higkeit, in der heutigen Welt zu bestehen, um unsere Werte und unsere Interessen zu verteidigen. Es gilt, eine europ&auml;ische Souver&auml;nit&auml;t aufzubauen und es besteht eine Notwendigkeit, sie aufzubauen.<\/i>&#8220; (S. 3)<\/p>\n<p>Inwiefern Macrons Vorschlag eine genuine Souver&auml;nit&auml;t der EU oder eine St&auml;rkung der nationalen Souver&auml;nit&auml;ten meint, erschlie&szlig;t sich nicht eindeutig aus dem Text. Folgende konkreten politischen Vorschl&auml;ge bzw. Forderungen nennt Macron in seiner Rede (ohne Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit):<\/p>\n<p><b>Sicherheit<\/b>: st&auml;rkere Zusammenarbeit bei der Cybersicherheit; Schaffung eines gemeinsamen Raums der Sicherheit und des Rechts (S. 4); Schaffung einer europ. Zivilschutztruppe f&uuml;r Katastrophenf&auml;lle mit eigenen Rettungskr&auml;ften (S. 5)<\/p>\n<p><b>Verteidigung<\/b>: die EU soll neben der NATO milit&auml;risch selbst&auml;ndig handlungsf&auml;hig werden; die im Juni 2017 beschlossene verst&auml;rkte Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen ist rasch zu konkretisieren, z.B. durch die Entwicklung gemeinsamer milit&auml;rischer Strategien, die Integration von Soldaten anderer Mitgliedsstaaten in die eigenen Streitkr&auml;fte; mittelfristig: Schaffung einer gemeinsamen Einsatztruppe, eines gemeinsamen Verteidigungshaushalts und einer gemeinsamen Milit&auml;rdoktrin (S. 4)<\/p>\n<p><b>Terrorismusbek&auml;mpfung<\/b>: Schaffung einer Europ&auml;ischen Akademie f&uuml;r nachrichtendienstliche T&auml;tigkeit (S. 4); Einrichtung einer Europ&auml;ischen Staatsanwaltschaft f&uuml;r organisierte Kriminalit&auml;t und Terrorismus, deren Kompetenzen &uuml;ber die bestehender Einrichtungen hinausgeht (ebd.)<\/p>\n<p><b>Migration<\/b>: Reform der europ&auml;ischen Asylpolitik; Schaffung einer echten Europ&auml;ischen Asylbeh&ouml;rde zur Beschleunigung und Vereinheitlichung der Asylverfahren; (st&auml;rker?) vernetzte Datenbanken und sichere biometrische Ausweisdokumente; schrittweise &Uuml;bernahme der Kontrollen an den Au&szlig;engrenzen durch eine europ&auml;ische Grenzpolizei; gemeinsames Bildungs- und Integrationsprogramm und abgestimmtes Verfahren der Lastenverteilung (S. 5)<\/p>\n<p><b>Au&szlig;enpolitik<\/b>: gemeinsame (Entwicklungs-)Politik gegen&uuml;ber Afrika und anderen Anrainerstaaten<\/p>\n<p><b>Finanzen &amp; Steuern<\/b>: Einf&uuml;hrung einer europ&auml;ischen Finanztransaktionssteuer, aus der u.a. entwicklungspolitische Ma&szlig;nahmen finanziert werden (S.&nbsp;6); Einf&uuml;hrung des Prinzips einer Wertsch&ouml;pfungssteuer, die Gewinne am Ort der Wertsch&ouml;pfung besteuert (um die Steuervermeidung globaler Unternehmen zu unterbinden; S.&nbsp;10); Ausweitung der Eurozone; st&auml;rkerer gemeinsamer Haushalt, der Reserven f&uuml;r Kriseninterventionen bereith&auml;lt (S.&nbsp;12); st&auml;rkere politische Steuerung und parlamentarische Kontrolle des EU-Haushalts (ebd.); Harmonisierung der K&ouml;rperschaftssteuer und anderer nationaler Steuern als Voraussetzung f&uuml;r den Zugang zu einem europ. Koh&auml;sionsfond (S.&nbsp;13)<\/p>\n<p><b>Wirtschaftspolitik<\/b>: einheitliche Besteuerung von CO2-Emmissionen, um den &ouml;kologischen Wandel der Wirtschaft zu beschleunigen und Ausgleichsma&szlig;nahmen zu finanzieren; europ&auml;ische Energie-Verbundnetze (S.&nbsp;7); europ&auml;isches F&ouml;rderprogramm zur Entwicklung sauberer Fahrzeuge (S.&nbsp;8); Koordination der nationalen Wirtschaftspolitiken; volle Integration der M&auml;rkte und einheitliches Unternehmensrecht (S.&nbsp;21)<\/p>\n<p><b>Sozialpolitik<\/b>: gemeinsame wirtschaftspolitische Strategien zum Abbau der Arbeitslosigkeit (S. 11); Konvergenz der Sozialsysteme (S. 12\/14); St&auml;rkung sozialer Gerechtigkeit, z.B. durch europ&auml;ische Aufsichtsbeh&ouml;rden zur Einhaltung von Sozialstandards (etwa bei Entsenderichtlinie\/S. 13); Entwicklung eines europ&auml;ischen Sozialmodells (S. 14)<\/p>\n<p><b>Agrarpolitik<\/b>: Neuausrichtung der GAP auf den Schutz vor Weltmarkeinfl&uuml;ssen (die die Nahrungsmittelsouver&auml;nit&auml;t Europas gef&auml;hrden) sowie Steuerung des Wandels (S.&nbsp;8f.); europaweit einheitliche Standards zur Sicherheit und Qualit&auml;t von Lebensmitteln (S.&nbsp;9); europ&auml;ische Forschung zu Umweltrisiken<\/p>\n<p><b>Digitalisierung<\/b>: Gr&uuml;ndung einer europ&auml;ischen Agentur f&uuml;r radikale Innovationen (z.B. K&uuml;nstliche Intelligenz oder Weltraum\/S. 10); Schaffung eines digitalen Binnenmarktes mit einheitlichen Regulierungsvorgaben; St&auml;rkung digitaler Urheberrechte zur gerechten Entlohung der Autoren\/Schaffenden (S. 11)<\/p>\n<p><b>Bildung<\/b>: St&auml;rkung des europ. Sch&uuml;ler- und Studentenaustauschs; Einrichtung europ&auml;ischer Universit&auml;ten (S. 15)<\/p>\n<p><b>Struktur &amp; Dynamik der EU<\/b>: Vereinfachung des Europarechts; Verkleinerung der Kommission auf 15 Mitglieder &#8211; gro&szlig;e Mitglieder sollten auf &#8222;ihren&#8220; Kommissar verzichten (S.&nbsp;19); Gemeinschaft der verschiedenen Geschwindigkeiten, d.h. partielle Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen interessierten Mitglieder (S.&nbsp;20); &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;ber die Reformen der EU in Konventen (S. 17)<\/p>\n<p><b>Erweiterung<\/b>: Beitrittsperspektive f&uuml;r die Balkanl&auml;nder (S.&nbsp;19f.); R&uuml;ckkehr Gro&szlig;britanniens in eine reformierte EU (S. 20)<\/p>\n<h5><span id=\"die-eu-der-27-im-jahr-2025-ueberlegungen-und-szenarienweissbuch-zur-zukunft-europas\">Die EU der 27 im Jahr 2025 &ndash; &Uuml;berle&shy;gungen und Szenarien<br \/>Wei&szlig;buch zur Zukunft Europas<\/span><\/h5>\n<p>Im M&auml;rz 2017 stellte die Kommission ihr Wei&szlig;buch zur Zukunft Europas vor. Im Mittelpunkt stehen dabei f&uuml;nf Szenarien zu verschiedenen m&ouml;glichen Entwicklungspfaden der Gemeinschaft, die auf den folgenden Seiten kurz zusammengefasst werden. Den Szenarien stellt die Kommission eine Diagnose der gegenw&auml;rtigen Herausforderungen voran, mit der die Rahmenbedingungen und der Handlungsbedarf skizziert werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Die abnehmende Bedeutung Europas in der Welt: Im Jahr 2060 werden weniger als 5 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung in Europa leben (1900: 60 Prozent), der Anteil der europ&auml;ischen Wirtschaft am weltweiten Bruttoinlandsprodukt wird unter 20 Prozent sinken, ebenso verliert der Euro als Handelsw&auml;hrung an Bedeutung.<\/li>\n<li>Die Gefahr einer milit&auml;rischen Eskalation von Konflikten nimmt zu, die friedensstiftende\/-wahrende Funktion der EU ger&auml;t unter Druck. Die Kommission erwartet deshalb f&uuml;r die meisten Mitgliedstaaten eine Verdopplung ihrer j&auml;hrlichen Milit&auml;rausgaben bis 2045.<\/li>\n<li>Die wirtschaftliche Entwicklung gew&auml;hrleistet nicht mehr &#8211; wie bisher &#8211; einen automatischen Wohlstandsgewinn f&uuml;r nachfolgende Generationen: erstmals drohen die J&uuml;ngeren im Vergleich zu ihren Eltern zu verarmen.<\/li>\n<li>Die zunehmender Alterung der europ&auml;ischen Gesellschaften stellt die Renten- und Sozialversicherungssysteme vor gro&szlig;e Herausforderungen.<\/li>\n<li>Der industrielle Wandel (Digitalisierung), die zunehmende Rohstoffknappheit und der notwendige &ouml;kologische Umbau der Wirtschaft (zur Verringerung der Klimafolgen) verlangen nach technologischen Innovationen und stellen neue Anforderungen an Bildungssysteme und die Regulierung der Arbeitsverh&auml;ltnisse.<\/li>\n<li>Die zunehmende Migration in die EU hinein stellt die Freiz&uuml;gigkeit innerhalb der Gemeinschaft sowie den Lastenausgleich und die Solidarit&auml;t der Mitglieder untereinander auf eine harte Bew&auml;hrungsprobe.<\/li>\n<li>Eine steigende Unzufriedenheit mit der europ&auml;ischen Politik f&uuml;hrt zu einem Vertrauensverlust und einer Legitimit&auml;tskrise der Gemeinschaft &#8211; was u.a. im Erstarken antieurop&auml;ischer Parteien und Bewegungen sichtbar wird (s. dazu die Beitr&auml;ge von Ukrow &amp; Peter in diesem Heft). Eine zentrale Ursache dieser Entt&auml;uschung sieht die Kommission vor allem in der Kluft zwischen (zu hohen) Erwartungen\/ Versprechen und (zu schlechten) Ergebnissen der Gemeinschaftspolitik. Erschwerend komme hinzu, dass europ&auml;ische Rechtsetzung und dessen Umsetzung in den Mitgliedstaaten oft getrennt sind, die EU meist nicht &uuml;ber die n&ouml;tigen Mittel zur Durchsetzung einmal verabschiedeter Standards verf&uuml;ge.<\/li>\n<\/ul>\n<p><i><br \/>Europ&auml;ische Kommission, Die EU der 27 im Jahr 2025 &#8211; &Uuml;berlegungen und Szenarien. Wei&szlig;buch zur Zukunft Europas. Br&uuml;ssel, COM(2017)2025.<\/i><\/p>\n<p>[die tabellarischen &Uuml;bersichten finden sich in der angeh&auml;ngten PDF-Version des Beitrags]<\/p>\n<h5><span id=\"reformen-jenseits-der-vertragsaenderung\">Reformen jenseits der Vertrags&shy;&auml;n&shy;de&shy;rung<\/span><\/h5>\n<p>Die aktuelle Rechtsgrundlage der Europ&auml;ischen Union ist der Lissaboner Vertrag, der eigentlich aus zwei separaten Vertr&auml;gen besteht:<\/p>\n<ul>\n<li>dem Vertrag &uuml;ber die Europ&auml;ische Union (EUV)<\/li>\n<li>dem Vertrag &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (AEUV).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beide Vertr&auml;ge wurden am 13. Dezember 2007 in Lissabon von den Regierungschefs der damals 27 Mitgliedstaaten unterzeichnet und traten am 1. Dezember 2009 in Kraft. In ihnen sind die Kompetenzen der Europ&auml;ischen Union, also jene Politikfelder definiert, in denen die Gemeinschaft die Rechtsetzung &uuml;bernommen hat. Dar&uuml;ber hinaus beschreiben die Vertr&auml;ge die Organe, die Struktur und Arbeitsweise der Union.<\/p>\n<p>Eine regul&auml;re &Auml;nderung der Rechtsgrundlagen der Union ist nur durch neu ausgehandelte Vertr&auml;ge m&ouml;glich &#8211; der alle Mitglieder zustimmen m&uuml;ssen. Eine solche &Auml;nderung wird jedoch mit der zunehmenden Mitgliederzahl der Gemeinschaft immer schwieriger, weil zuvor ein Konsens &uuml;ber die Neuausrichtung der EU hergestellt werden m&uuml;sste.<\/p>\n<p>Obwohl die Europ&auml;ische Union nicht &uuml;ber eine juristische Souver&auml;nit&auml;t im engeren Sinne verf&uuml;gt, also ihre Kompetenzen selbst und unabh&auml;ngig von den sie begr&uuml;ndenden Mitgliedsstaaten festlegen kann (s. dazu das Interview mit Dieter Grimm in diesem Heft ab S. 5), sieht der Lissaboner Vertrag f&uuml;r einige Verfahren und Kompetenzen bereits vereinfachte &Auml;nderungsklauseln vor, die unterhalb der Schwelle einer formalen Vertrags&auml;nderung m&ouml;glich sind. Diese sogenannten &#8222;Passerelle-Klauseln&#8220; erlauben beispielsweise, dass f&uuml;r bestimmte Fragen vom Prinzip der Einstimmigkeit abgewichen wird und Mehrheitsentscheidungen im Europ&auml;ischen Rat m&ouml;glich werden. Zum Ausgleich f&uuml;r die generelle Passerelle-Klausel (in Artikel 48 Absatz 7 EUV) wurde den nationalen Parlamenten ein sechsmonatiges Vetorecht einger&auml;umt.<\/p>\n<p>Auf den folgenden Seiten dokumentieren wir die generellen und einige spezielle Passerelle-Klauseln des Vertrags von Lissabon, da sie die kurzfristigen und realistischen Handlungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r eine Reform der EU jenseits der Vertrags&auml;nderung beschreiben.<\/p>\n<p><i>Rat der Europ&auml;ischen Union: Konsolidierte Fassungen des Vertrags &uuml;ber die Europ&auml;ische Union und des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union, Ratsdok. 6655\/08, Br&uuml;ssel den 15.4.2008, abrufbar unter <\/i><a href=\"http:\/\/register.consilium.europa.eu\/pdf\/de\/08\/st06\/st06655.de08.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><i>http:\/\/register.consilium.europa.eu\/pdf\/de\/08\/st06\/st06655.de08.pdf<\/i><\/a><\/p>\n<p>[die tabellarischen &Uuml;bersichten finden sich in der angeh&auml;ngten PDF-Version des Beitrags]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[328],"publikationen":[1438],"class_list":["post-12102","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-dokumentation","publikationen-220-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Vorschl\u00e4ge zur Reform der Europ\u00e4ischen Union - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/220-vorgaenge\/publikation\/vorschlaege-zur-reform-der-europaeischen-union\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Vorschl\u00e4ge zur Reform der Europ\u00e4ischen Union - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"vorg&auml;nge Nr. 220 (Heft 4\/2017), S. 105-113 Emmanuel Macrons &bdquo;Initiative f&uuml;r Europa&ldquo; Am 26. 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