{"id":12311,"date":"1977-01-28T14:10:00","date_gmt":"1977-01-28T13:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/geschichte-keine-geschichtchen\/"},"modified":"2021-08-24T21:47:10","modified_gmt":"2021-08-24T19:47:10","slug":"geschichte-keine-geschichtchen","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/26-vorgaenge\/publikation\/geschichte-keine-geschichtchen\/","title":{"rendered":"Geschichte \u0097 keine Geschichtchen"},"content":{"rendered":"<p>Erfahrungen am Historischen Museum Frankfurt a. M.<\/p>\n<p>aus: vorg\u00e4nge Nr.26 (Heft 2\/1977), S.92-97<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"bodytext\">Man wei\u00df, mit welchem Nutzen die Nationen ihre Geschichte aufzeichnen. Den gleichen Nutzen hat auch der einzelne Mensch von der Aufzeichnung seiner Geschichte. Me-ti sagte: Jeder m\u00f6ge sein eigener Geschichtsschreiber sein, dann wird er sorgf\u00e4ltiger und anspruchsvoller leben(1).<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>In den siebziger Jahren unseres Jahrhunderts feiern viele deutsche Museen ihren hundertsten Geburtstag. Sie weisen sich damit als Gr\u00fcndung des B\u00fcrgertums aus, dessen wirtschaftliche Macht nach der Errichtung des Deutschen Reichs im deutsch-franz\u00f6sischen Krieg von 1870\/71 gr\u00f6\u00dfer geworden war. Neben den Museen f\u00fcr &#8222;Kunst und Industrie&#8221; bzw. ;,Kunst und Gewerbe&#8220; stammen auch die Historischen Museen aus dieser Zeit. W\u00e4hrend die Kunstgewerbemuseen damals vor allem die Aufgabe hatten, deutsche handwerkliche Produkte auf dem Weltmarkt konkurrenzf\u00e4hig zu machen, wurden die Geschichtsmuseen vor allem mit der Absicht gegr\u00fcndet, der B\u00fcrgerschaft eines Ortes ihre ruhmreiche Vergangenheit erfa\u00dfbar zu machen. Die Ausstellungsst\u00fccke veranschaulichen deswegen auch das breite Spektrum b\u00fcrgerlicher Kulturproduktion. Das Historische Museum Frankfurt, das seine Best\u00e4nde 1878 den Besuchern zug\u00e4nglich machte, sammelte und zeigte deswegen auch Gegenst\u00e4nde, die heute dem Bereich der Kunstgeschichte, der Vor- und Fr\u00fchgeschichte, der V\u00f6lkerkunde und dem Kunstgewerbe zugeordnet werden. Viele dieser Objekte wurden sp\u00e4ter Spezialmuseen zur Verwaltung \u00fcbergeben.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"die-kontroverse-um-die-neukonzeption-des-frankfurter-museums\">Die Kontroverse um die Neukon&shy;zep&shy;tion des Frankfurter Museums<\/span><\/h2>\n<p>Im Zweiten Weltkrieg wurden alle Geb\u00e4ude des Historischen Museums zerst\u00f6rt. Die zum Teil ausgelagerten Best\u00e4nde haben den Krieg im gro\u00dfen und ganzen \u00fcberstanden. Nachdem das Museum seit 1954 seine Arbeit in verschiedenen provisorischen Unterk\u00fcnften aufgenommen hatte, begann 1969 die Planung eines Neubaus. Am 13. Oktober 1972 wurden die ersten Abteilungen, die die Zeit von 800 bis 1500 und das 20. Jahrhundert dokumentieren, der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht. 1974 folgten weitere Abteilungen. Mit der Er\u00f6ffnung der Dokumentation der Ausgrabungen im Altstadtbereich im M\u00e4rz 1977 wird der letzte Planungsabschnitt der B\u00fcrgerschaft \u00fcbergeben.<br \/>Seit Oktober 1972 ist das Historische Museum Gegenstand einer kontroversen \u00f6ffentlichen Diskussion. Die ablehnende Kritik wurde am einpr\u00e4gsamsten von dem Kunsthistoriker Niels von Holst im Tagesspiegel, Berlin, am 28.1.1973 formuliert: &#8222;Die Frankfurter Neugr\u00fcndung ist ein Posaunensto\u00df; er signalisiert die t\u00f6dliche Gef\u00e4hrdung der in Jahrhunderten gereiften europ\u00e4ischen Museumsidee, welche das Kunstwerk und den Menschen abseits aller Politik zusammenf\u00fchrt.&#8221;<br \/>In einem nicht abgedruckten Leserbrief vom 1. 2. 1973 machen Klaus Herding und Lutz Heusinger die Zusammenh\u00e4nge deutlich, in denen Einsch\u00e4tzungen wie die von Holsts stehen: &#8222;Die ,in Jahrhunderten gereifte europ\u00e4ische Museumsidee` bestand keineswegs darin, ,das Kunstwerk und den Menschen abseits aller Politik` zusammenzuf\u00fchren. v. Holst gibt vor, das Museum zu verteidigen, setzt aber in Wirklichkeit nur seine rechtsextreme Politik fort: 1934 feierte er den Beginn des von ihm sogenannten ,nachliberalistischen Zeitalters`. Weitere Aktivit\u00e4ten f\u00fchrten dazu, da\u00df er mit dem Ende des nationalsozialistischen Regimes den Museumsdienst quittieren mu\u00dfte.&#8221;<br \/>Unter der \u00dcberschrift &#8222;Geschichte f\u00fcr alle!&#8221; begr\u00fc\u00dfte Karl Korn in der FAZ das neue Historische Museum. Er schreibt: &#8222;Dieses Museum ist nicht mehr nur eine Schatzkammer angesammelter Kostbarkeiten. Seine innere Ordnung durch Objekte; freie Stellw\u00e4nde, Tafeln, Beleuchtung ist variabel. Der Raum ist nicht zerhackt, sondern ein gleichsam im Flu\u00df gehaltenes ganzes. Das Museum prunkt nicht, es zeigt. Aber es zeigt auf moderne, beinahe fr\u00f6hliche Weise. Man kann sich in seinen angenehmen weiten R\u00e4umen ergehen und die aus Modellen, Diaprojektionen, Bildtafeln mit Texten und Originalen, seien sie Plastiken, Bauelemente, Gem\u00e4lde, Kunsthandwerk, Ger\u00e4t je etwa zur H\u00e4lfte gemischte Schau in aller Ruhe studieren. Man wird durch Filme, Dias und Schautafeln nach Farbfotos in so durchdachter Weise informiert, da\u00df der Museumsbesuch zum ersten Mal frei sein wird von dem bekannten l\u00e4hmenden Gef\u00fchl der \u00dcberforderung durch die Massierung von Sachwerten.&#8221; Was war geschehen, damit ein Museum so unterschiedlich beurteilt werden konnte?<br \/>Im Historischen Museum war konsequent das entwickelt worden, was eine &#8222;Lernausstellung&#8221; genannt wird. In der Konzeption hatten alle Beteiligten erkl\u00e4rt, sie wollten die Ausstellungsst\u00fccke nicht mehr &#8222;wohlsortiert und in gef\u00e4lliger Form&#8221; darbieten. Vielmehr sei es ihr Ziel, dem Museumsbesucher &#8222;Einsicht in historische und gesellschaftliche Zusammenh\u00e4nge&#8221; zu vermitteln. Dies entspricht dem bildungspolitischen Diskussionsstand der sp\u00e4ten 60er Jahre. Durch Ver\u00f6ffentlichungen von Georg Picht und anderen war nachgewiesen worden, da\u00df die Bundesrepublik vor einer &#8222;Bildungskatastrophe&#8221; stehe. Dies zu verhindern, war die Absicht der Kultur- und Bildungspolitiker aller gesellschaftlichen Gruppen. Die Motive waren jedoch unterschiedlicher Art. W\u00e4hrend die einen nur um h\u00f6here Gewinne zu erzielen an besser ausgebildeten Arbeitskr\u00e4ften interessiert waren, sahen die anderen eine bessere Ausbildung als eine Voraussetzung f\u00fcr die Emanzipation der arbeitenden Bev\u00f6lkerung an. Letztere fordern deswegen nicht nur Modernisierung und Effektierung, sondern auch Demokratisierung des Bildungssystems. Diese bildungspolitischen \u00dcberlegungen auf das Museum angewendet zu haben, ist der Verdienst des Arbeitsstabes des Direktors Dr. Stubenvoll. Damit tat er jedoch etwas f\u00fcr Kulturhistorische Museen durchaus Un\u00fcbliches: der Arbeitsstab definierte schon 1970 das Museum als Bestandteil eines modernen Bildungssystems. F\u00fcr den theoriefernen, meist kulturpessimistisch empfindenden<br \/>Museumswissenschaftler stellte diese Definition eine Provokation dar, von der man sich noch auf der Tagung des Deutschen Museumsbundes in Frankfurt 1974 nicht erholt hatte(2).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"das-problem-der-vermittlung-von-geschichte-durch-ausstellungsstuecke\">Das Problem der Vermittlung von Geschichte durch Ausstel&shy;lungs&shy;st&uuml;cke<\/span><\/h2>\n<p>Karl Korn hat das Museum gut geschildert: Die Ausstellungsgegenst\u00e4nde sind chronologisch geordnet. Der Rundgang beginnt mit der ersten Erw\u00e4hnung Frankfurts, also der Zeit um 800, und endet 1945. Doch die ausgestellten Gegenst\u00e4nde: Gem\u00e4lde, Skulpturen, Waffen, Werkzeuge, M\u00f6bel, Geschirr und vieles andere, sprechen nicht f\u00fcr sich selbst. Um zu verstehen, aus welchen historischen Zusammenh\u00e4ngen sie stammen, mu\u00df man etwas wissen; Informationen haben. Diese Informationen werden durch das beschriebene System gegeben. Heute, wenige Jahre nach der Er\u00f6ffnung, wird \u00fcberall der Ausstellung von Objekten ein Informationssystem beigegeben. Auf dieser technischen Ebene hat sich die Konzeption des Historischen Museums Frankfurt durchgesetzt. Nur noch Leute, die das entsprechende Faktenwissen durch ein Studium erworben haben, behaupten, man k\u00f6nne auf Text\/Bild-Tafeln verzichten, brauche keine Modelle oder Reproduktionen, die Fachsprache eines Kataloges informiere ausreichend.<br \/>Doch die Schwierigkeit liegt nicht in der Frage, ob Zusatzinformationen n\u00f6tig sind, sie liegt in der Frage, welche Informationen gegeben werden, denn von dem gro\u00dfen Fundus an Fakten kann immer nur ein Teil vermittelt werden. Im Historischen Museum Frankfurt wird deswegen versucht, die gesellschaftlichen Zusammenh\u00e4nge zu veranschaulichen, denen die Ausstellungsst\u00fccke entstammen. In seinen &#8222;Geschichtsphilosophischen Thesen&#8221; hat Walter Benjamin darauf hingewiesen, da\u00df ein Kulturgut &#8222;niemals ein Dokument der Kultur (sei), ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein&#8220;(3). Erst wenn man versucht, diese doppelte Aussagekraft der Objekte zu vermitteln, erschlie\u00dft man den historischen Zusammenhang, aus dem ein Gegenstand hervorgegangen ist. Ein Gegenstand, der durch seine Pracht zu verleugnen scheint, wie vieler Not er seine Entstehung verdankt, kann auch darauf befragt werden, woher denn all die Pracht komme. Auf die gesellschaftlichen Konflikte, die direkt und indirekt das Aussehen eines Gegenstandes gepr\u00e4gt haben, wird im Historischen Museum in Frankfurt hingewiesen. Es ist deswegen symptomatisch, da\u00df sich 1972 viele Gem\u00fcter deswegen erhitzt haben, weil der Begriff &#8222;Klasse&#8221; verwendet wurde. Besonders ein Zitat aus Otto R\u00fchles &#8222;illustrierter Kultur-und Sittengeschichte des Proletariats&#8221; von 1930, wurde oft als Stein des Ansto\u00dfes zitiert. In den Wochen nach der Er\u00f6ffnung war es immer wieder auf dem Bildschirm zu sehen, wurde immer wieder in Zeitungen abgedruckt. R\u00fchle, der als Lehrer in Arbeiterbildungsvereinen t\u00e4tig war, h\u00e4tte seine Freude daran gehabt.<br \/>&#8222;Die Signatur des Mittelalters&#8221; &#8211; so beginnt das Zitat -&#8222;ist das Feudalsystem.&#8221; Die Kritik stellte oft fest, da\u00df das Mittelalter so nur einseitig beschrieben sei, alles sei viel komplizierter. R\u00fchle charakterisierte mit modernen Begriffen wie &#8222;Privateigentum, Privatwirtschaft, Klassenherrschaft und Autorit\u00e4t&#8221; eine Zeit, die diese Begriffe nicht gekannt habe. &#8222;Privateigentum&#8221; in unserem neuzeitlichen Sinne, kannte man im Mittelalter nicht. R\u00fchle, der immerhin jahrelange Unterrichtserfahrungen in Arbeiterbildungsvereinen hatte, wu\u00dfte, da\u00df eine Begrifflichkeit, die sich gegen den Lernenden abschlie\u00dft, das Begreifen behindert. Wer Geschichte deswegen studiert, weil er wei\u00df oder ahnt, da\u00df sie teils identisch mit seiner eigenen Geschichte ist, teils seine eigene Geschichte nach r\u00fcckw\u00e4rts verl\u00e4ngert, der erf\u00e4hrt die Kontinuit\u00e4t, in der er steht, auch durch einen Begriffsapparat, dessen N\u00fctzlichkeit er mit seinen gesellschaftlichen Erfahrungen konkret \u00fcberpr\u00fcfen konnte. Aber nat\u00fcrlich: zwischen R\u00fchle und den Kritikern von 1972 besteht auch dar\u00fcber eine unterschiedliche Auffassung, ob die von ihm gew\u00e4hlten Begriffe, die Gegenwart plausibel er-kl\u00e4ren. So wurde dem Historischen Museum dann auch vorgeworfen, es betreibe &#8222;Klassenkampf&#8221;. R\u00fchle hat jedoch in seinem. Text unausgesprochen eine Auffassung angegriffen, der niemals &#8222;Klassenkampf&#8221; vorgeworfen wurde: Friedrich Schlegels &#8222;Die Signatur des Zeitalters&#8221;, erschienen 1820 in der Zeitschrift &#8222;Concordia&#8221;. Zur L\u00f6sung der damaligen Probleme schl\u00e4gt Schlegel ein System vor, das durch Begriffe wie &#8222;Stand&#8221;, &#8222;Gilde&#8221;, &#8222;Kirche&#8221;, &#8222;Schule&#8221; und &#8222;christlicher Staat&#8221; gekennzeichnet ist. Und tats\u00e4chlich: genau diese Begriffe wurden dem Historischen Museum als Ersatz f\u00fcr den &#8222;R\u00fchletext&#8221; empfohlen. An diesem Beispiel wird deutlich, da\u00df eine Diskussion \u00fcber Geschichte auch eine Diskussion \u00fcber die Gegenwart ist.<\/p>\n<p>Bis heute finden konservative Kritiker eine merkw\u00fcrdige Befriedigung dabei, ihre Beschimpfungen in dem Vorwurf des &#8222;Marxismus&#8221; gipfeln zu lassen. Der hessische CDU-Vorsitzende Dregger beweist seine Kreativit\u00e4t durch immer neue Wortverbindungen, die er um die Vokabel &#8222;Marxismus&#8221; rankt. Doch nicht, um mit Dregger zu argumentieren (Kann man das?), sondern um den Standpunkt abzukl\u00e4ren, will ich auf diesen Vorwurf eingehen. W\u00fcrde man versuchen, die Zielsetzung aller im Hause Arbeitenden anzudeuten, so w\u00fcrden wohl Worte wie &#8222;kritisch&#8221; oder besser &#8222;aufkl\u00e4rerisch&#8221; vielleicht sogar &#8222;radikal-demokratisch&#8221; (im Sinne des 19. Jahrhunderts oder Gustav Heinemanns), den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen gemeinsamen Nenner beschrieben. Es gibt Kollegen, die parteipolitisch gebunden sind, f\u00fcr andere trifft dies nicht zu. Einige sind Historiker, andere Kunsthistoriker, wieder andere Arch\u00e4ologen.<\/p>\n<p>Damit verhalten sie sich zu unterschiedlichen fachwissenschaftlichen Diskussionsst\u00e4nden. Kennt man andere Institute, andere Museen in Westdeutschland, dann wei\u00df man, da\u00df der &#8222;gemeinsame Nenner&#8221; des Historischen Museums Frankfurt nicht eben h\u00e4ufig zu finden ist. Doch erlaubt dieser &#8222;gemeinsame Nenner&#8221; eben auch recht unterschiedliche Ans\u00e4tze, und dies wird in der Ausstellung auch sichtbar. Zu recht stellt deswegen Frank Pietzcker in seiner Rezension eines Buches \u00fcber das Historische Museum (&#8222;Geschichte als \u00d6ffentliches \u00c4rgernis&#8220;) fest, da\u00df &#8222;eine einheitliche Geschichtstheorie&#8221; fehle(4). Sie w\u00e4re ein Maximalkonsens, der nur schwer zu erreichen ist. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte man in einer Diskussion, an der alle Kollegen beteiligt sind, f\u00fcr die man extra eine Woche in Klausur gehen sollte, eine gemeinsame theoretische Position formulieren. Aber diese Theorie wird noch lange nicht die Praxis pr\u00e4gen, sie ginge nicht gleicherma\u00dfen in die Bearbeitung von Maschinen, M\u00f6beln, M\u00fcnzen und Porzellan ein, sie pr\u00e4gte nicht die Ankaufsstrategie f\u00fcr solche Gegenst\u00e4nde. Wenn die &#8222;gemeinsame Theorie&#8221; &#8211; die durchaus ein Desiderat ist &#8211; auch als &#8222;gemeinsame Praxis&#8221; f\u00fcr die Besucher erfahrbar werden soll, dann braucht das viel Zeit, denn ein logischer Schlu\u00df ist schnell gemacht, eine Entwicklung kann lange dauern. Doch auch die &#8222;gemeinsame Theorie&#8221; m\u00fc\u00dfte offen bleiben f\u00fcr neue Erfahrungen, f\u00fcr Akzentverschiebungen in den Wertigkeiten. Ich kann mir kein lebendiges Museum vorstellen, das nicht immer wieder ernsthaft bereit w\u00e4re, sich selbst &#8211; und das hei\u00dft seine gesellschaftliche Theorie und Praxis &#8211; in Frage zu stellen. Die Festlegung etwa auf &#8222;die explizite Wertung bestimmter Ereignisse aus der Sicht einer Klasse&#8221; &#8211; wie dies in einer Rezension von Hermann Kopp gefordert wurde(5) &#8211; birgt schon das Problem der Orthodoxie (Was ist denn die Sicht der Klasse?) in sich. Statt sich jedoch diesem Problem zu stellen &#8211; konkret -, argw\u00f6hnt Kopp, die Museumsleute arbeiteten lediglich deswegen nicht so, wie er sich das w\u00fcnscht, weil sie sonst &#8222;den Konflikt mit ihren &#8211; sozialdemokratischen Auftrag- und Arbeitgebern &#8212;&#8221; riskierten. Konflikte hat das Historische Museum Frankfurt genug &#8222;riskiert&#8221;.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"von-der-notwendigkeit-die-ausstellung-gegen-die-tendenz-der-sammlung-zu-machen\">Von der Notwen&shy;dig&shy;keit, die Ausstellung gegen die Tendenz der Sammlung zu machen<\/span><\/h2>\n<p>Wer ein Buch schreibt, hat &#8211; \u00fcber das Medium der Fotografie &#8211; eine Unzahl Gegenst\u00e4nde zur Verf\u00fcgung. Er kann sie abbilden, wie es der Gang dessen, was er entwickeln m\u00f6chte, erfordert. Wer die st\u00e4ndige Ausstellung eines Museums plant, kann dies nicht. Er mu\u00df die Gegenst\u00e4nde, die ihm zur Verf\u00fcgung stehen, verwenden. Sie sind die erste Probe auf die Richtigkeit seines Ansatzes. Doch die Sammlung, die dem am Museum Arbeitenden zur Verf\u00fcgung steht, ist Produkt (aber auch Teil) eines historischen Prozesses. So lautet eine Beschriftung im Historischen Museum: &#8222;Viele Gegenst\u00e4nde geben uns Informationen, wie Menschen in der damaligen Zeit gelebt haben. Die ausf\u00fchrlichsten Informationen erhalten wir \u00fcber die Klassen, die die Gegenst\u00e4nde gestiftet haben: Adel und B\u00fcrgertum. Es ist deswegen nicht erstaunlich, da\u00df wir \u00fcber die armen Leute weniger wissen. &#8211; Als Kultur gilt weithin, was die herrschenden Familien herstellen lie\u00dfen. In den meisten Museen finden sich Gegenst\u00e4nde aus dem Besitz der jeweils herrschenden Klasse. Diese Tatsache ist bei dem Betrachten der Gegenst\u00e4nde zu ber\u00fccksichtigen&#8220;(6).<br \/>Die kritische Museumswissenschaftlerin und der kritische Museumswissenschaftler m\u00fcssen sich oft gegen die Intentionen ihrer historisch gewordenen Sammlung verhalten. &#8222;In jeder Epoche&#8221; &#8211; schreibt Walter Benjamin &#8211; &#8222;mu\u00df versucht werden, die \u00dcberlieferung von neuem dem Konformismus abzugewinnen, der im Begriff steht, sie zu \u00fcberw\u00e4ltigen.&#8221; Und etwas sp\u00e4ter: &#8222;Auch die Toten werden vor dem Feind, wenn er siegt, nicht sicher sein. Und dieser Feind hat zu siegen nicht aufgeh\u00f6rt&#8220;(3). Die Abteilung zur Geschichte der Arbeiterbewegung ist ein deutliches Beispiel daf\u00fcr: Es fehlen Ausstellungsgegenst\u00e4nde. W\u00e4re man der Eigengesetzlichkeit der Sammlung gefolgt, dann h\u00e4tte die zweite H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts ohne Arbeiterbewegung stattgefunden. W\u00e4hrend von Kaiser Wilhelm II viele Fotos, Grafiken und anderes in den Schubladen lagen, fehlte August Bebel v\u00f6llig, von Rosa Luxemburg oder auch Ferdinand Lassalle ganz zu schweigen, obwohl doch beide in Frankfurt waren. So entstand eine Abteilung mit vielen Texten, wenigen Fotos und keinen Gegenst\u00e4nden. Das Problem wird mit folgendem Text vermittelt:<br \/>&#8222;&#8230; Das Historische Museum sammelte so, wie die Herrschenden Geschichte schrieben. Die folgende Abteilung ist eine Ausstellung ohne Ausstellungsst\u00fccke. Sie stellt den Versuch dar, mit Fotos nach Objekten aus fremdem Besitz und wenigen Leingaben ein notwendiges Kapitel zu dokumentieren. Damit verbindet sich die Hoffnung, da\u00df mancher Besucher, der dies liest, dem Museum Objekte aus seinem Familienbesitz verkauft oder schenkt.&#8221;<br \/>Tats\u00e4chlich hat sich inzwischen eine Arbeitsgruppe von Frauen und M\u00e4nnern in Frankfurt gebildet, die inzwischen das Rentenalter erreicht haben. Sie sammeln Material zur Geschichte der Arbeiterjugendbewegung. Diese Geschichte ist auch ein St\u00fcck Biografie jedes einzelnen. Die Arbeit dieser Gruppe soll im n\u00e4chsten Jahr in eine Ausstellung einm\u00fcnden.<br \/>Ein zweites Beispiel daf\u00fcr, wie sehr sich die Tendenz der Sammlung von der der Ausstellung unterscheiden kann, ja, mu\u00df: Von Anfang August 1914 bis Oktober 1918 wurden &#8211; wie in vielen anderen Museen und Instituten &#8211; Dokumente zum Ersten Weltkrieg gesammelt. Die Tendenz dieser Sammlung ist eindeutig chauvinistisch. Dokumente \u00fcber den Widerstand der Arbeiterschaft fehlen. Plakate, die w\u00e4hrend der Novemberrevolution 1918 gedruckt wurden, fehlen ebenfalls in der Sammlung, obwohl die gleiche Druckerei w\u00e4hrend des Krieges von jeder Postkarte, jedem Schmuckblatt, jedem Plakat ein Belegexemplar an das Museum abgeliefert hat. F\u00fcr die Ausstellung der Weltkriegssammlung, die unter dem Titel: &#8222;Ein Krieg wird ausgestellt&#8221;, vom November 1976 bis zum 13. M\u00e4rz 1977 lief, mu\u00dften diese Frankfurter Plakate aus Hamburg entliehen werden. Die Tendenz dieser Ausstellung, die Tendenz auch des Kataloges, konnte nicht chauvinistisch, sie mu\u00dfte pazifistisch sein. Von der Kritik ist dies akzeptiert worden, immerhin auch von Kr\u00e4mer-Badvni in der Welt. Damit ist erfreulicherweise Einverst\u00e4ndnis dar\u00fcber erreicht, da\u00df es eine Ausstellung ohne Tendenz nicht gibt.<\/p>\n<p>Anhand dieser Weltkriegsausstellung wird jedoch ein Problem beschreibbar, das bisher nicht gel\u00f6st werden konnte, nicht nur nicht in Frankfurt: Die Vermittlung des aktuellen Bezuges. Da\u00df schon moderne Begriffe abgelehnt werden, habe ich oben beschrieben. In der Weltkriegsausstellung war f\u00fcr einen Monat eine Zusatzausstellung gezeigt worden, die versuchte, die Kontinuit\u00e4ten seit 1918 zu vermitteln: Der Spanische B\u00fcrgerkrieg, der Zweite Weltkrieg, der Vietnamkrieg und der Milit\u00e4rputsch in Chile wurden mit Fotos und Texten dokumentiert, um die Polarisierung des politischen Spektrums in den zwanziger und drei\u00dfiger Jahren zu zeigen (Spanischer B\u00fcrgerkrieg), den Versuch Deutschlands, den Versailler Vertrag zu revidieren (der in den Zweiten Weltkrieg m\u00fcndete) und, um darauf hinzuweisen, da\u00df seit dem Ersten Weltkrieg weltpolitische Gegens\u00e4tze auch in den Kolonien beziehungsweise den L\u00e4ndern der Dritten Welt ausgetragen werden (Beispiel: Vietnam). Mit dem Beispiel Chile sollte angedeutet werden, da\u00df kriegerische Gewalt sich mehr und mehr der Kenntnisnahme der Welt\u00f6ffentlichkeit entzieht, da\u00df Menschen unter dem Schutz von Geheimhaltung ermordet werden. &#8211; Die CDU hat gegen diese Ausstellung protestiert, etwa: in Vietnam seien die Amerikaner nicht die Angreifer gewesen. Dreggey holte seine Keule &#8222;Marxismus&#8221; wieder aus dem Sack, und die Leserbriefspalten der Frankfurter Zeitungen waren wieder gef\u00fcllt. In einem offenen Brief an die CDU-Fraktion machte der Direktor des Museums, Stubenvoll, darauf aufmerksam, welche Geister gerufen worden waren: M\u00e4nner in Schaftstiefeln beschimpften einen Aufseher als &#8222;Roter Bandit&#8221; und versicherten ihm, lediglich sein Alter sch\u00fctze ihn davor, &#8222;Dresche zu beziehen&#8221;. Die aktuellen Bez\u00fcge ber\u00fchren den Besucher mehr als die Vergangenheit, zu ihnen hat er seine Meinung. Das Klima in unserem Lande ist jedoch so, da\u00df Diskussionen \u00fcber gegenw\u00e4rtige oder vergangene Probleme nicht mehr frei von Angst gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Immer h\u00e4ufiger versichern Besucher die Museumsleute lediglich hinter vorgehaltener Hand ihrer Sympathie. Besonders Lehrer, die immer wieder versichern, wie wichtig ein didaktisch konzipiertes Museum f\u00fcr ihre Arbeit ist, engagieren sich nicht mehr: sie haben Angst vor Sanktionen, Angst vor dem Berufsverbot.<br \/>Das mag resignativ stimmen, es bleibt jedoch das kritische, nicht-\u00f6ffentliche Gespr\u00e4ch unter Freunden und Kollegen, in dem man sich selbst auch noch in Frage stellen kann, ohne da\u00df jemand flugs daraus eine Niederlage konstruiert.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"erfahrungen-und-ausblicke\">Erfahrungen und Ausblicke<\/span><\/h2>\n<p>Versucht man, abschlie\u00dfend einige Erfahrungen und Ausblicke zu formulieren, so w\u00fcrde mir folgendes als wichtig erscheinen:<br \/>1. Die Gestaltung einer st\u00e4ndigen Ausstellung mu\u00df unabh\u00e4ngiger vom Designer erstellt werden, als dies in Frankfurt geschehen ist. Designer haben oft die Tendenz, ihre \u00e4sthetische Konzeption, oder schlichter: ihren Geschmack absolut zu setzen. Das Informationssystem erh\u00e4lt so einen Eigenwert, der den Absichten der Museumsleute hinderlich sein kann.<br \/>2. Das Historische Museum Frankfurt hat ein Informationssystem, das &#8211; besonders in den 1972 er\u00f6ffneten Abteilungen &#8211; kalt und steril wirkt. Die Wechselausstellung &#8222;Frankfurt um 1600&#8221; hat erwiesen, da\u00df von dem Gestalter verlangt werden kann, zur Vermittlung mehr als nur Text\/Bild-Tafeln zu entwickeln. In dieser Ausstellung wurden aus zeitgen\u00f6ssischen Holzschnitten eine T\u00f6pferwerkstatt, ein Schusterladen und manches andere mehr rekonstruiert und aufgebaut. Die Wirklichkeit, die in der Ausstellung vermittelt werden sollte, wurde so erfahrbarer als etwa nur durch einen Text. Die Besucher haben diese Form begr\u00fc\u00dft. Nat\u00fcrlich ist ein Text eine eindeutigere, risikolosere Form der Vermittlung, er wendet sich aber auch an weniger Besucher.<br \/>3. In der Ausstellung &#8222;Ein Krieg wird ausgestellt&#8221; wurde diese Erfahrung zugrundegelegt. Zu den einzelnen Kapiteln, unter denen die ausgestellten Materialien zusammengefa\u00dft waren, wurden Puppen geordnet: Ein Mann, der die Mobilmachung auf einer Plakats\u00e4ule liest; ein Verwundeter; ein Invalide, der eine Frau tr\u00f6stet, deren Mann auf dem Schlachtfeld get\u00f6tet wurde; ein Demonstrant w\u00e4hrend der Novemberrevolution. Um die Aussage zu kl\u00e4ren, wurde also zum Mittel der theatralischen Inszenierung gegriffen.<br \/>4. Durch die Diskussion um das Historische Museum Frankfurt ist deutlich geworden, wie notwendig es ist, Probleme der Ausstellungs\u00e4sthetik wissenschaftlich zu erforschen. Daf\u00fcr wird jedoch kein Geld zur Verf\u00fcgung gestellt. W\u00e4hrend Millionen f\u00fcr Museumsneubauten ausgegeben werden, gibt es keinen Pfennig f\u00fcr eine Wirkungsanalyse dieser Projekte.<br \/>5. Kein noch so ausgekl\u00fcgeltes Informationssystem macht die didaktische Arbeit des Museumswissenschaftlers \u00fcberfl\u00fcssig. Im Gegenteil: In dem Ma\u00dfe, in dem die Information vermehrt wird, vermehren sich auch die Fragen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"nachbemerkung-zur-forderung-nach-einem-genussvollen-museumserlebnis\">Nachbe&shy;mer&shy;kung zur Forderung nach einem &bdquo;genu&szlig;&shy;vollen Museum&shy;s&shy;er&shy;lebnis&rdquo;<\/span><\/h2>\n<p>\u00dcber reine Kunst<br \/>Me-ti sagte: Neulich fragte mich der Dichter Kin-jeh, ob er in diesen Zeitl\u00e4uften Gedichte \u00fcber Naturstimmungen schreiben d\u00fcrfe. Ich antwortete ihm: Ja. Als ich ihn wieder traf, fragte ich ihn, ob er Gedichte \u00fcber Naturstimmungen geschrieben habe. Er antwortete: Nein. Warum, fragte ich. Er sagte: Ich stellte mir die Aufgabe, das Ger\u00e4usch fallender Regentropfen zu einem genu\u00dfvollen Erlebnis des Lesers zu machen. Dar\u00fcber nachdenkend und hie und da eine Zeile skizzierend, erkannte ich es als n\u00f6tig, dieses Ger\u00e4usch fallender Regentropfen f\u00fcr alle Menschen, also auch f\u00fcr solche Menschen zu einem genu\u00dfvollen Erlebnis zu machen, die kein Obdach besitzen und denen die Tropfen zwischen Kragen und Hals fallen, w\u00e4hrend sie zu schlafen versuchen. Vor dieser Aufgabe schreckte ich zur\u00fcck.<br \/>Die Kunst rechnet nicht nur mit dem heutigen Tag, sagte ich versucherisch. Da es immer solche Regentropfen geben wird, k\u00f6nnte ein Gedicht dieser Art lange dauern. Ja, sagte er traurig, wenn es keine solchen Menschen mehr geben wird, denen sie zwischen Kragen und Hals fallen, kann es geschrieben werden.<\/p>\n<p><i>Bertolt Brecht (1)<\/i><\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"verweise\">Verweise<\/span><\/h2>\n<p>1 Bertolt Brecht: Me-ti \/ Buch der Wendungen (Gesammelte Werke 12), Frankfurt 1967, S 511 bzw 509.<br \/>2 Sowohl die Konzeption des wie die Auseinandersetzungen um das Historische Museum Frankfurt sind dokumentiert in: Detlef Hoffmann\/Almut Junker\/Peter Schirmbeck (Hrg): Geschichte als \u00f6ffentliches \u00c4rgernis, Steinbach 1974.<br \/>3 Walter Benjamin: Geschichtsphilosophische Thesen, in: Benjamin, Zur Kritik der Gewalt und andere Aufs\u00e4tze, Frankfurt 1965, S 78-94.<br \/>4 In: Frankfurter Hefte 5, 1976, S 66-68.<br \/>S In: Tendenzen Nr 110, 1976, S 12-16.<br \/>6 Die Texte sind in vier Loseblatt-Sammlungen zusammengefa\u00dft, die \u00fcber das Museum zu beziehen sind,<br \/>7 Ein Katalog ist dazu erschienen.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2437],"publikationen":[1311],"class_list":["post-12311","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-detlef-hoffmann","publikationen-26-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Geschichte \u0097 keine Geschichtchen - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/26-vorgaenge\/publikation\/geschichte-keine-geschichtchen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Geschichte \u0097 keine Geschichtchen - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Erfahrungen am Historischen Museum Frankfurt a. M. aus: vorg\u00e4nge Nr.26 (Heft 2\/1977), S.92-97 Man wei\u00df, mit welchem Nutzen die Nationen ihre Geschichte aufzeichnen. Den gleichen Nutzen hat auch der einzelne Mensch von der Aufzeichnung seiner Geschichte. Me-ti sagte: Jeder m\u00f6ge sein eigener Geschichtsschreiber sein, dann wird er sorgf\u00e4ltiger und anspruchsvoller leben(1). In den siebziger Jahren [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/26-vorgaenge\/publikation\/geschichte-keine-geschichtchen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-08-24T19:47:10+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"18\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/26-vorgaenge\\\/publikation\\\/geschichte-keine-geschichtchen\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/26-vorgaenge\\\/publikation\\\/geschichte-keine-geschichtchen\\\/\",\"name\":\"Geschichte \u0097 keine Geschichtchen - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"1977-01-28T13:10:00+00:00\",\"dateModified\":\"2021-08-24T19:47:10+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/26-vorgaenge\\\/publikation\\\/geschichte-keine-geschichtchen\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/26-vorgaenge\\\/publikation\\\/geschichte-keine-geschichtchen\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/26-vorgaenge\\\/publikation\\\/geschichte-keine-geschichtchen\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge 26\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/26-vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Geschichte \u0097 keine Geschichtchen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Geschichte \u0097 keine Geschichtchen - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/26-vorgaenge\/publikation\/geschichte-keine-geschichtchen\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Geschichte \u0097 keine Geschichtchen - Humanistische Union","og_description":"Erfahrungen am Historischen Museum Frankfurt a. M. aus: vorg\u00e4nge Nr.26 (Heft 2\/1977), S.92-97 Man wei\u00df, mit welchem Nutzen die Nationen ihre Geschichte aufzeichnen. Den gleichen Nutzen hat auch der einzelne Mensch von der Aufzeichnung seiner Geschichte. Me-ti sagte: Jeder m\u00f6ge sein eigener Geschichtsschreiber sein, dann wird er sorgf\u00e4ltiger und anspruchsvoller leben(1). In den siebziger Jahren [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/26-vorgaenge\/publikation\/geschichte-keine-geschichtchen\/","og_site_name":"Humanistische Union","article_modified_time":"2021-08-24T19:47:10+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"18\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/26-vorgaenge\/publikation\/geschichte-keine-geschichtchen\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/26-vorgaenge\/publikation\/geschichte-keine-geschichtchen\/","name":"Geschichte \u0097 keine Geschichtchen - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"1977-01-28T13:10:00+00:00","dateModified":"2021-08-24T19:47:10+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/26-vorgaenge\/publikation\/geschichte-keine-geschichtchen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/26-vorgaenge\/publikation\/geschichte-keine-geschichtchen\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/26-vorgaenge\/publikation\/geschichte-keine-geschichtchen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge 26","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/26-vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Geschichte \u0097 keine Geschichtchen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikation\/12311","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/media?parent=12311"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/categories?post=12311"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/tags?post=12311"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/autoren?post=12311"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikationen?post=12311"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}