{"id":17919,"date":"2022-04-18T19:27:42","date_gmt":"2022-04-18T17:27:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?post_type=publikation&#038;p=17919"},"modified":"2022-04-25T20:07:38","modified_gmt":"2022-04-25T18:07:38","slug":"zur-situation-in-afghanistan","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/235-vorgaenge\/publikation\/zur-situation-in-afghanistan\/","title":{"rendered":"Zur Situation in Afghanistan"},"content":{"rendered":"<p class=\"v-teaser-western\">Als der afghanische Staat im vergangenen Sommer innerhalb weniger Tage zerfiel, war das internationale Entsetzen gro\u00df: Die langj\u00e4hrigen internationalen Bem\u00fchungen um eine Neuorganisation des Landes, mit viel Geld und Personal ausgestattet, l\u00f6sten sich schon w\u00e4hrend des Abzugs der letzten US-Soldat*innen quasi in Luft auf. Wie dieses Scheitern vor dem Hintergrund der langen (B\u00fcrger) Kriegsgeschichte des Landes zu verstehen ist, erl\u00e4utert Ute Finckh-Kr\u00e4mer im folgenden Beitrag.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Der erste Europ\u00e4er, der im heutigen Afghanistan einmarschierte, war Alexander der Gro\u00dfe auf seinem Indienfeldzug vor etwa 2350 Jahren. Er belagerte und eroberte diverse St\u00e4dte und nahm keinerlei R\u00fccksicht auf die Zivilbev\u00f6lkerung. Nach heutigen Ma\u00dfst\u00e4ben hat er zahlreiche Kriegsverbrechen begangen, angefangen damit, dass sein gesamter Indienfeldzug eine Serie von Angriffskriegen war.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">In den folgenden Jahrtausenden wurde das heutige Afghanistan mal von persischen, mal von indischen Herrschern erobert, mal gab es kleinere oder gr\u00f6\u00dfere selbstst\u00e4ndige Herrschaftsgebiete. Die n\u00e4chste Begegnung mit europ\u00e4ischen Invasoren gab es ab dem 19. Jahrhundert, als Russland bzw. sp\u00e4ter die Sowjetunion und Gro\u00dfbritannien versuchten, ihre Einflusssph\u00e4ren bzw. Kolonialgebiete in Zentralasien zu erweitern. Nach zwei britischen Angriffskriegen im 19. Jahrhundert wurde 1893 von der britischen Seite die so genannte Durandlinie als Westgrenze ihres indischen Kolonialgebiets durchgesetzt, die mitten durch das Siedlungsgebiet paschtunischer St\u00e4mme verlief. Sie wurde nach dem Ende des britischen Kolonialregimes von Pakistan, aber nicht von Afghanistan als Staatsgrenze anerkannt und spielt im pakistanisch-afghanischen Konflikt bis heute eine entscheidende Rolle.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts geriet Afghanistan in den Sog des Kalten Krieges. Ende 1979 marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan zur Unterst\u00fctzung einer kommunistisch gepr\u00e4gten Regierung ein. Die USA, Saudi-Arabien und Pakistan unterst\u00fctzten daraufhin die militanten Gegner dieser Regierung, die islamistischen Mudschahedin. Dies f\u00fchrte zu einem blutigen Krieg und B\u00fcrgerkrieg, der auch nach dem Abzug der sowjetischen Truppen 1989 nicht endete. 1992 wurde Kabul von den Mudschahedin eingenommen. Der B\u00fcrgerkrieg ging allerdings weiter, diesmal als Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Mudschahedin-F\u00fchrern. Ab 1994 kamen die Taliban als neue B\u00fcrgerkriegspartei hinzu, die sich teilweise von den Truppen der Mudschahedin abgespalten hatten, teilweise in afghanischen Fl\u00fcchtlingslagern in Pakistan rekrutiert und ausgebildet worden waren \u2013 mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung des pakistanischen Geheimdienstes und aus Saudi-Arabien. 1996 hatten die Taliban fast das gesamte Land unter ihre Gewalt gebracht und gr\u00fcndeten das Islamische Emirat Afghanistan, das noch strengere islamistische Gesetze erlie\u00df als Saudi-Arabien. Es wurde nur von Pakistan, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten diplomatisch anerkannt. In Teilen des Landes (vor allem im Norden) ging der B\u00fcrgerkrieg zwischen den Taliban und den Mudschahedin, die sich nun wieder zusammenschlossen, weiter; dazu kam das gewaltt\u00e4tige islamistische Regime der Taliban dort, wo die Mudschahedin vertrieben worden waren.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Als am 11. September 2001 der Terroranschlag auf die Twin Towers und das Pentagon stattfand, hatte Afghanistan also schon \u00fcber 20 Jahre Krieg, B\u00fcrgerkrieg und Gewaltherrschaft hinter sich. Millionen Menschen waren dem Krieg und B\u00fcrgerkrieg zum Opfer gefallen, weitere Millionen in andere L\u00e4nder geflohen. Das Land war in dieser Zeit zum \u00e4rmsten Land der Welt geworden, mit niedriger Lebenserwartung, hoher Kinder- und M\u00fcttersterblichkeit und hoher Analphabetenrate. In vielen Teilen des Landes gab es immer wieder Hungersn\u00f6te und kaum oder gar keinen Zugang zu medizinischer Versorgung.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Diese Vorgeschichte ist wichtig, um zu verstehen, warum der Interventionskrieg der USA und ihrer Verb\u00fcndeten in Afghanistan zum Scheitern verurteilt war. Es war von Anfang an ein weiterer Krieg um Macht und Einfluss in Zentralasien, bei dem \u2013 wie in allen Kriegen zuvor \u2013 das Wohlergehen der Menschen in Afghanistan den Kriegsparteien egal war. Nicht umsonst wurde dieser Krieg von den USA als \u201eWar on Terror\u201c bezeichnet \u2013 als ob man Terrorismus mit Krieg bek\u00e4mpfen k\u00f6nnte. Dabei war und ist Afghanistan ein gutes Beispiel daf\u00fcr, dass manche Formen von Terrorismus erst durch Krieg oder B\u00fcrgerkrieg entstehen und gest\u00e4rkt werden; auch und gerade dann, wenn Gewaltakteur*innen von au\u00dfen nach dem Motto \u201e<i>der Feind meines Feindes ist mein Freund<\/i>\u201c finanziert und bewaffnet werden.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\"><a name=\"_GoBack\"><\/a>Wie in allen L\u00e4ndern, in denen Krieg, B\u00fcrgerkrieg oder ein gewaltt\u00e4tiges Regime herrschen, waren und sind die meisten Menschen in Afghanistan keine Unterst\u00fctzer* innen von Krieg und Gewalt, sondern w\u00fcnschen sich Frieden und eine Gesellschaft, in der alle Menschen genug zum Leben haben. Allerdings wollen sie so weit wie m\u00f6glich selber bestimmen, wie ihr Staat und ihre Gesellschaft organisiert sind. Und sie wollen an eigene gesellschaftliche Traditionen ankn\u00fcpfen, die sich nach ihrer Einsch\u00e4tzung bew\u00e4hrt haben. Zun\u00e4chst herrschte im Land gro\u00dfe Erleichterung, als das Taliban-Regime milit\u00e4risch besiegt und abgesetzt wurde. Was machten aber die Sieger? Sie beriefen eine Afghanistankonferenz (auf dem Petersberg bei Bonn) ein, in der die Kriegsverbrecher aus dem B\u00fcrgerkrieg der achtziger und neunziger Jahre und ihre Unterst\u00fctzer*innen mit \u00fcber die Zukunft Afghanistans entscheiden durften; diejenigen, die trotz Krieg und B\u00fcrgerkrieg im Land \u00fcberlebt hatten, ohne sich einem Warlord anzuschlie\u00dfen, aber nicht. Sie schlossen zus\u00e4tzlich die gr\u00f6\u00dfte ethnische Gruppe des Landes, die Paschtun*innen, von den Verhandlungen aus, weil die Mehrzahl der Talibanf\u00fchrer Paschtunen waren \u2013 legten dann aber den Paschtunen Karsai, der die Mudschahedin unterst\u00fctzt hatte, als \u00dcbergangspr\u00e4sidenten fest. Die traditionelle Versammlung der Stammesf\u00fchrer, die Loja Dschirga, durfte diese Entscheidung nur noch abnicken. Da der Al-Kaida-Anf\u00fchrer Osama bin Laden weiterhin in Afghanistan vermutet wurde, ging der \u201e<i>War on Terror<\/i>\u201c weiter. Und weil in manchen Regionen Afghanistans der Anbau von Opium das sicherste Mittel geworden war, um zu \u00fcberleben, wurde neben dem \u201e<i>War on Terror<\/i>\u201c nun auch noch ein \u201e<i>War on Drugs<\/i>\u201c gef\u00fchrt. Dass sich ein Gro\u00dfteil der Talibank\u00e4mpfer mitsamt ihren Waffen nach Pakistan in die dortigen so genannten Stammesgebiete zur\u00fcckgezogen hatte, wurde kaum beachtet.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Nun wurde versucht, gleichzeitig Krieg zu f\u00fchren und das Land aufzubauen &#8211; und zwar nach den Vorstellungen der westlichen L\u00e4nder, die auf dem Petersberg mit am Tisch gesessen hatten, nicht nach den Vorstellungen der Bev\u00f6lkerung. Da man die Warlords milit\u00e4risch brauchte, bekamen sie wichtige politische Posten. Da man meinte, eine starke Zentralregierung als Ansprechpartner zu brauchen, wurde der Wiederaufbau in einem traditionell dezentral organisierten Land nicht auf der Ebene der D\u00f6rfer, Regionen und St\u00e4dte begonnen, sondern mit zentralen Institutionen. Dabei sollten verschiedene Institutionen von verschiedenen L\u00e4ndern aufgebaut werden, was die dann angelehnt an ihre eigenen Institutionen umzusetzen versuchten. Die waren aber f\u00fcr die afghanische Bev\u00f6lkerung nicht nur v\u00f6llig fremd, sondern passten auch untereinander nicht zusammen. Da klar war, dass es viele Jahre dauern w\u00fcrde, bis bei diesem Ansatz die kriegszerst\u00f6rte Infrastruktur wieder aufgebaut und die dringend n\u00f6tige Hilfe f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung geleistet werden k\u00f6nnte, wurde \u00fcber staatliche und nichtstaatliche Hilfsorganisationen aus aller Welt versucht, schnelle Erfolge auf lokaler Ebene zu erzielen. Die Organisationen brachten der Einfachheit halber vieles, was sie zur Abwicklung ihrer Projekte brauchten, mit \u2013 schon deswegen, weil sie keine oder kaum Mitarbeiter*innen hatten, die die Sprachen des Landes sprachen. Es gab keinen Mechanismus, der die Projekte koordinierte oder auch nur einen \u00dcberblick dar\u00fcber verschaffte, wer wo was f\u00fcr Projekte machte. Verantwortlich waren die Projektmitarbeiter*innen ausschlie\u00dflich gegen\u00fcber ihren Geldgeber*innen, nicht gegen\u00fcber den Menschen vor Ort, denen die Projekte helfen sollten.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Auch hier gab es dementsprechend Vieles, was gut gemeint war oder f\u00fcr die Geldgeber*innen plausibel klang, aber nicht zu den Gegebenheiten vor Ort passte. W\u00e4hrend ein Teil der afghanischen Bev\u00f6lkerung \u2013 vor allem in Kabul und anderen st\u00e4dtischen Zentren \u2013 trotz dieser widrigen Umst\u00e4nde versuchte, aktiv an der Entwicklung mitzuarbeiten und dabei von den ins Land flie\u00dfenden Geldern und den damit bezahlten Projekten profitierte (was die statistischen Zahlen zu Lebenserwartung und Bildungsstand verbesserte), gab es nach wie vor Provinzen, in denen Hunger und Not herrschten. Die fatalste Folge dieser Politik war jedoch, dass damit jeglicher Anreiz daf\u00fcr entfiel, lokale Verwaltungen oder politische Strukturen zu schaffen oder wiederherzustellen \u2013 sie h\u00e4tten eh nichts zu sagen gehabt.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Kriegsverbrecher, die zu Gouverneuren, Gener\u00e4len und Ministern gemacht worden waren, erwiesen sich als korrupt und regierten \u2013 wie in den neunziger Jahren \u2013 au\u00dferhalb der von ausl\u00e4ndischen Truppen gesch\u00fctzten Gebiete mit Hilfe von Privatarmeen, also mit brutaler Gewalt. Sie genossen de facto Immunit\u00e4t, weil niemand sich traute, sie vor Gericht zu bringen. Die Taliban, die sich nach Pakistan zur\u00fcckgezogen hatten, wurden daher in manchen Regionen wieder als das kleinere \u00dcbel angesehen. Und der Opiumanbau erwies sich f\u00fcr viele Menschen einmal mehr als das sicherste Mittel zum \u00dcberleben. Aus der st\u00e4dtischen Mittelschicht, die teilweise aus der Emigration zur\u00fcckgekehrt war, teilweise Krieg und B\u00fcrgerkrieg \u00fcberlebt hatte, engagierten sich viele f\u00fcr den Wiederaufbau von Schulen und Universit\u00e4ten oder im Gesundheitswesen, gr\u00fcndeten kleine und mittlere Unternehmen. Gegen die wachsende Korruption und die Kleptokratie einer schmalen Oberschicht, die Milliarden unterschlug und ins Ausland brachte, konnten sie wenig ausrichten.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Schon 2011 schilderte die norwegische Afghanistan-Expertin Astri Suhrke in ihrem Buch \u201e<i>When More Is Less: The International Project in Afghanistan<\/i>\u201c detailliert, welche grundlegenden Fehler in Afghanistan gemacht wurden. Ihre Analysen trugen vermutlich dazu bei, dass Norwegen 2014 sein Afghanistan-Engagement beendete. Von der Bundesregierung und vom Bundestag wurden derartige Analysen ignoriert. Jahr f\u00fcr Jahr gab es so genannte \u201eFortschrittsberichte\u201c, die den Eindruck erwecken sollten, dass in Afghanistan im Wesentlichen Erfolge erzielt wurden. Dabei wurde das von au\u00dfen aufgebaute und finanzierte Staatssystem immer instabiler. Es gab nie eine ernsthafte Analyse des Gesamtengagements des Westens in Afghanistan, wie Astri Suhrke oder das \u201eAfghanistan Analysts Network\u201c sie leisteten. Stattdessen wurde in der deutschen Debatte so getan, als ob die Zukunft Afghanistans im Wesentlichen von Entscheidungen in Berlin abhing. Also wurde dar\u00fcber gestritten, wie die Zusammenarbeit zwischen Verteidigungsministerium, Ausw\u00e4rtigem Amt und Innenministerium verbessert werden k\u00f6nnte. Die dramatischen Widerspr\u00fcche des Gesamtengagements externer Akteur*innen im Land wurden ebenso ignoriert wie die grundlegenden Fehler im Verhandlungsprozess mit den Taliban, in dem der Abzug der NATO-Truppen verhandelt, aber keine Zukunftsperspektive f\u00fcr das Land als Ganzes entwickelt wurde, weil ein weiteres Mal \u00fcber die K\u00f6pfe der meisten Menschen, die in Afghanistan leben, hinweg verhandelt wurde.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Den pl\u00f6tzlichen Zusammenbruch der instabilen Regierung in Kabul und die besch\u00e4mende Tatsache, dass es kein umfassendes Konzept daf\u00fcr gab, diejenigen rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, die durch eine erneute Macht\u00fcbernahme der Taliban absehbar in gro\u00dfer Gefahr waren, haben wir alle noch gut in Erinnerung. Wichtig ist jetzt, dass die richtigen Konsequenzen gefordert und von der SPD-gef\u00fchrten Bundesregierung umgesetzt werden:<\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Eine umfassende Analyse des Gesamtengagements der NATO in Afghanistan und nicht nur des deutschen Anteils daran \u2013 am besten in einer Enqu\u00eate-Kommission, ggf. zus\u00e4tzlich zu einem Untersuchungsausschuss, der die Vers\u00e4umnisse beim R\u00fcckzug der Bundeswehr analysiert.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Eine klare Entscheidung zur Aufnahme aller gef\u00e4hrdeten Afghan*innen, die es schaffen, das Land zu verlassen \u2013 egal, ob sie f\u00fcr die Bundeswehr oder deutsche Hilfsorganisationen gearbeitet haben oder in den vom Westen gef\u00f6rderten Partnerorganisationen und Institutionen t\u00e4tig waren. Insbesondere m\u00fcssen unb\u00fcrokratisch und zeitnah Visa erteilt werden, sowohl f\u00fcr die Betreffenden als auch f\u00fcr ihre n\u00e4chsten Familienangeh\u00f6rigen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Bereitstellung von gen\u00fcgend Mitteln f\u00fcr direkte humanit\u00e4re \u00dcberlebenshilfe f\u00fcr die von Hunger und Not bedrohten Menschen in Afghanistan und diplomatische Unterst\u00fctzung der Hilfsorganisationen, die Geld oder Hilfsg\u00fcter trotz der nach wie vor bestehenden US-Sanktionen ins Land bringen wollen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Unterst\u00fctzung des Dialogprozesses zwischen Talibanvertretern und Vertreter*innen der afghanischen Zivilgesellschaft, der mit einem Treffen am 23.1.2022 in Oslo begonnen hat und zu dem die norwegische Regierung eingeladen hatte.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Unterst\u00fctzung der Initiative des Generalsekret\u00e4rs der Vereinten Nationen f\u00fcr eine umfassende Unterst\u00fctzung des Afghanischen Volkes.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"v-autoreninfo-western\"><strong class=\"western\">Ute Finckh-Kr\u00e4mer<\/strong> Diplom-Mathematikerin und Dr.rer.nat., war von 2013 bis 2017 SPD-Bundestagsabgeordnete und in dieser Zeit im Ausw\u00e4rtigen Ausschuss, im Ausschuss f\u00fcr Menschenrechte und Humanit\u00e4re Hilfe und in den Unteraussch\u00fcssen f\u00fcr Abr\u00fcstung, R\u00fcstungskontrolle und Nichtverbreitung sowie f\u00fcr Zivile Krisenpr\u00e4vention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln. Sie ist seit 45 Jahren in verschiedenen Organisationen friedenspolitisch aktiv.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western\">Literatur<\/h3>\n<p class=\"v-literaturverzeichnis-western\">Afghan Analysts Network: <a href=\"https:\/\/www.afghanistan-analysts.org\/en\/\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/www.afghanistan-analysts.org\/en\/<\/a><\/p>\n<p class=\"v-literaturverzeichnis-western\">Suhrke, Astri (2011): When More is Less: The International Project in Afghanistan. New York\/London: Columbia\/Hurst.<\/p>\n<p class=\"v-literaturverzeichnis-western\">Vereinte Nationen (2022): \u201eWe cannot abandon the people of Afghanistan\u201c Guterres tells Security Council, UN News v. 26.1.2022, <a href=\"https:\/\/news.un.org\/en\/story\/2022\/01\/1110622\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/news.un.org\/en\/story\/2022\/01\/1110622<\/a><\/p>\n<p class=\"v-zwischen\u00fcberschrift-2-western\" align=\"left\">\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[6],"tags":[],"autoren":[164],"publikationen":[2986],"class_list":["post-17919","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","category-frieden","autoren-ute-finckh-kraemer","publikationen-235-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Zur Situation in Afghanistan - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/235-vorgaenge\/publikation\/zur-situation-in-afghanistan\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zur Situation in Afghanistan - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Als der afghanische Staat im vergangenen Sommer innerhalb weniger Tage zerfiel, war das internationale Entsetzen gro\u00df: Die langj\u00e4hrigen internationalen Bem\u00fchungen um eine Neuorganisation des Landes, mit viel Geld und Personal ausgestattet, l\u00f6sten sich schon w\u00e4hrend des Abzugs der letzten US-Soldat*innen quasi in Luft auf. 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